Extraseite: "Europas Wege in der Flüchtlingspolitik"

 

 

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Hohe Kostenunterschiede zwischen den Bundesländern bei Schulen, für die die Länder zuständig sind.

derstandard.at: Die Kosten pro Volksschüler unterscheiden sich zwischen den Bundesländern um fast 20 Prozent
Die Autoren des Nationalen Bildungsberichts 2015 sprechen sich eine einheitliche Bundesverwaltung der Schulen aus. Verantwortlichkeiten sollten stärker an die Schulstandorte und nicht in Richtung Länder verlagert werden. Das würde auch das Problem der hohen Kostenunterschiede der Volksschulen zwischen den Bundesländern reduzier- en. So sind derzeit die Kosten in Kärnten und der Steiermark am höchsten, in Wien am niedrigsten (siehe Grafik).
Noch größer sind die Kostenunterschiede in den Haupt- und Neuen. Dagegen sind die Unterschiede in Schulen, für die der Bund zuständig ist, z.B. bei den AHS-Unterstufen, im Vergleich dazu sehr gering. "Die tendenziell gleichmäßigeren Kosten der in Bundesverwaltung befindlichen Schulen können als Indiz dafür gewertet werden, dass die einheitlichere Verwaltung durch eine Bundesinstitution, die auch die Ausgaben aufbringen muss, zu größerer Ausgabengerechtigkeit führt", heißt es im Bericht.
Wie die Ausgaben in den Ländern genau verwendet werden, ist für die Forscher eine Art Black Box. Die Vergabe und Verteilung sei extrem intransparent – es lasse sich weder belegen, dass es einen Mangel an Mitteln gebe noch einen Überfluss. Die Wissenschafter sehen vor allem eine "Bruchlinie zwischen Bund und Ländern in der Finanzierungsregelung, die gegensätzliche Grundinteressen ergibt: beim Bund möglichst Minimierung, bei den Ländern möglichst Maximierung der Ausgaben. Das logische Resultat ist Informationszurückhaltung durch die Länder mit der Folge, dass die nötigen Informationen nicht nur dem Bund, sondern auch der Öffentlichkeit vorent-halten werden." Als Option wird daher etwa die Vereinheitlichung der Zuständigkeiten vorgeschlagen, zum Beispiel für die Sekundarstufe 1 (derzeit: Hauptschule/Neue Mittelschule beim Land, AHS-Unterstufe beim Bund). (APA)

28.05.2016

Hohe Kostenunterschiede zwischen den Bundesländern bei Schulen, für die die Länder zuständig sind.
Grafik APA: Hohe Kostenunterschiede zwischen den Bundesländern bei Schulen, für die die Länder zuständig sind.

Autonomie: Erfordert Neudefinition der Arbeitszeit der Lehrer/innen?

DiePresse.com titelt: Autonomie macht die Schülerleistungen nicht automatisch besser. Man muss darauf achten, dass keine Restschulen entstehen. Es brauche mehr Konsequenzen, falls Schulen nicht die erwartete Leistung bringen. Von Bernadette Bayrhammer
Ein Bericht von der Diskussion am Institut für Bildungswissenschaften.
Ilse Schrittesser (Uni Wien) stellt klar: Schulautonomie verbessert nicht automatisch den Lernerfolg der Schüler/innen. Die parallel zur Autonomie gesetzten Maßnahmen machen den Erfolg aus. Außerdem besteht die Gefahr, dass eine Kluft zwischen den Schulen entsteht. Deshalb muss man darauf achte, „dass nicht ein paar besonders attraktive Standorte entstehen und Restschulen, die im Regen stehen gelassen werden“, so Schrittesser.
Schulautonomie erfordere eine Anpassung der Arbeitszeit der Lehrer/innen, meint Schrittesser: „Wenn mehr Entwicklungsarbeit geleistet wird und mehr Entscheidungen vor Ort zu treffen sind, wird diese neu zu definieren sein.“ Sie fordert eine Jahresarbeitszeit: „Man müsste die Bedingungen so ändern, dass den Lehrern klar wird, dass nicht nur die Unterrichtsstunde ihre Arbeitszeit ist, sondern auch das Drumherum.“ Lehrer wünschten sich teilweise selbst eine Kernarbeitszeit an der Schule.
Laut diePresse.com will der Grünen-Bildungssprecher Harald Walser die Autonomie auch als einen Schritt weg vom Obrigkeitsstaat – und gleichzeitig mehr Konsequenzen bis zur Kündigung eines Lehrers oder Schulleiters. „Ein Leiden unseres Schulsystems ist die Konsequenzlosigkeit aller Überprüfungen“, sagte er. In den Niederlanden etwa würden Schulen alle paar Jahre evaluiert – vom Output bis zur Stimmung. Und diese Evaluierungen hätten auch Folgen. Dass das mit der Lehrergewerkschaft umgesetzt werden kann, hält er nicht für wahrscheinlich. „Es gibt keine Reform ohne Konflikte. Irgendwann muss man sagen: ,Wir lassen uns nicht auf der Nase herumtanzen.‘“ Ähnlich sieht das Strolz (Neos): „In der institutionellen Verfasstheit dieser Koalition geht das nicht.“ El Habbassi (ÖVP) ist optimistischer: Wenn man den härteren Umgang mit den wenigen schwarzen Schafen als Weg sehe, das Ansehen der Pädagogen generell zu gewährleisten, gebe es wohl auch Gesprächsbereitschaft.
FB - Kommentar von Erich Pammer dazu: „Ganz einfach, die Mängelverwaltung nach unten schieben.... als noch etwas zum Verteilen da war, hat uns keine/r gefragt, ob wir nicht autonom sein wollen...

27.05.2016

Schulautonomie - Neudefinition der Arbeitszeit der Lehrer/innen
Foto Wiesner: Schulautonomie - Neudefinition der Arbeitszeit der Lehrer/innen

Nationaler Bildungsbericht 2015: Abschaffung der Noten in der VS und Einführung der Gesamtschule

Nationaler Bildungsbericht Österreich 2015, Band
Der Nationale Bildungsbericht Teil 3 (Band 2) ist wie Teil eins (2009) und zwei (2012) in einer Kooperation zwischen dem BIFIE und dem IHS entstanden und „dient als empirische und wissenschaftliche Grundlage für die bildungspolitische Diskussion und Steuerung des Schulwesens in Österreich. Band 2, "Fokussierte Analysen bildungspolitischer Schwerpunktthemen", enthält Expertisen führender österreichischer Bildungswissenschaftlerinnen und Bildungswissenschaftler zu zentralen Entwicklungsthemen und Problemfeldern des Schulwesens.“ (Hrsg.)
Zwei Punkte sind in diesem Bericht besonders erwähnenswert:
Die vollständige Abschaffung der Ziffernoten in der Volksschule und
die Forderung der Einführung der Gesamtschule auch in der Sekundarstufe I
"Eine vollständige Abschaffung der Ziffernnoten in der Volksschule könnte zu einer leistungsförderlicheren Beurteilungspraxis beitragen, die jedenfalls das Erreichen der Mindeststandards garantiert". Hauptproblem ist derzeit die zwingende Notengebung in der vierten Klasse. Sie soll die AHS-Reife festlegen, was in Bezug auf den signifikanten Zusammenhang der Mathematiknoten mit dem Bildungsstand der Eltern und der Tatsache, dass "die Volksschule zu extrem positiven Beurteilungen tendiert“, zu einer problematischen Skalenverzerrung führt und damit die fragwürdige Aussagekraft der Noten im Allgemeinen noch verstärkt.
Außerdem führt die Erfüllung der Erwartungen der Eltern durch die Lehrer/innen dazu, „dass die Abschlussnoten kontinuierlich ansteigen und der Zugang zur AHS immer weniger von tatsächlichen Fähigkeiten und Kompetenzen, sondern stärker von der Beziehungen, der sozialen Durchsetzungsfähigkeit und der Bildungsaspiration der Eltern abhängt", zitiert kurier.at aus dem Bericht.
Die Abschaffung der Ziffernoten reicht aber bei weitem nicht aus. Die Autoren sprechen sich generell gegen seine Selektion der Kinder in AHS und Neue Mittelschule mit zehn Jahren aus: "Eine Fortführung des Gesamtschulkonzepts in der Sekundarstufe würde die Transition deutlich vereinfachen."
Die Kapitel des Bildungsberichts 2015:
Kapitel 1: Die österreichische Volksschule
Kapitel 2: Leistungsbeurteilung unter Berücksichtigung ihrer formativen Funktion
Kapitel 3: Medienkompetenz fördern – Lehren und Lernen im digitalen Zeitalter
Kapitel 4: Auf die Mitschüler/innen kommt es an? Schulische Segregation – Effekte der Schul- und Klassenzusammensetzung in der Primarstufe und der Sekundarstufe I
Kapitel 5: Früher Bildungsabbruch – Neue Erkenntnisse zu Ausmaß und Ursachen
Kapitel 6: Schulleitung im Wandel: Anforderungen an eine ergebnisorientierte Führungskultur
Kapitel 7: Schulautonomie oder die Verteilung von Entscheidungsrechten und Verantwortung im Schulsystem
Kapitel 8: Ein pragmatischer Zugang zu einer Policy-Analyse: Bildungsfinanzierung als Governance-Problem in Österreich
Kapitel 9: Zusammenfassung der Herausgeberinnen und Herausgeber

26.05.2016

Abschaffung der Noten in der VS und Einführung der Gesamtschule
Abschaffung der Noten in der VS und Einführung der Gesamtschule

ÖLI-UG Berufsschule: Petition für mehr Lohngerechtigkeit

Unterstützungserklärung der Petition für mehr Lohngerechtigkeit

Das neue Dienst- und Besoldungsrecht Pädagogischer Dienst (pd) führt für alle Berufsschul-lehrerInnen mit alten und schlecht bezahlten Sonderverträgen zu einer massiven Schlechterstellung in der Entlohnung gegenüber den Kolleginnen und Kollegen im neuen Besoldungsschema.
So wurden gleich bei den ersten Lohnberechnungen der in den Pädagogischen Dienst (pd) aufgenommenen KollegInnen durch die Anerkennung der Vordienstzeiten wesentlich höhere Einstiegsgehälter festgestellt, als bei den LehrerInnen mit Sondervertrag. Durch die zweistündige Erhöhung der Lehrverpflichtung mit nicht unterrichtlicher Tätigkeit im Pädagogischen Dienst (pd) fallen Tätigkeiten, wofür KollegInnen im Sondervertrag noch Zulagen erhielten, an die jüngeren KollegInnen, welche sie nicht mehr extra bezahlt bekommen.
Bei Neueinstellungen führt dieser Umstand sofort zu einem Verlust oder der Verringerung der Zulagen bei den älteren KollegInnen mit Sondervertrag an der Schule. Wie weit und wie schnell man davon betroffen wird, ist schulabhängig vollkommen unterschiedlich und von der Zahl der Neueinstellungen abhängig.
Unsere JunglehrerInnen sind an dieser Situation schuldlos und unser Augenmerk muss sich auf die rasche Korrektur der Vertragsbedingungen konzentrieren.
Um dieses Unrecht zu beenden, fordert die ÖLI-UG die Bundesministerin in einer Petition auf
1. ein Optierungsrecht einzuräumen oder, für den Fall, dass gesetzliche Stichtagsregelungen
kein Optierungsrecht zulassen,
2. eine Anpassung der Gehaltsstufen der Sonderverträge IL in der Art vorzunehmen, dass
die massiven Gehaltsunterschiede minimiert werden.Wir bitten die Kolleg/innen aller Schultypen um Unterstützung unserer Forderungen.

25.05.2016

Petition für mehr Lohngerechtigkeit
Petition für mehr Lohngerechtigkeit

"Chancenindex" für mehr Chancengleichheit auf die beste Bildung

Als eines der wichtigsten Ziele ihrer Arbeit bezeichnete die neue Bildungsministerin Sonja Hammerschmid die Gestaltung eines Bildungssystems, „in dem alle die Chance auf die beste Bildung haben“. Eine immer wiederkehrende Diskussion, die vor einigen Wochen nach bekannt werden der schlechten Deutschkenntnisse der österreichischen Schüler/innen, an Brisanz spürbar zugelegt hat. Seither steht die Förderung von Problemschulen wieder im Mittelpunkt. Aber ein „Patentrezept gibt es bis dato keines“, stellt Romana Beer (orf.at) in ihrem Beitrag: „Index soll für gerechte Verteilung sorgen“, fest.
Sonja Hammerschmid wolle „in einem Land leben, in dem alle Kinder dieselben Chancen haben - unabhängig davon, wo sie wohnen und wer ihre Eltern sind“. Zahlreiche Studien zeigen allerdings, dass der Weg zur Chancengleichheit in der Bildung noch ein langer ist - denn Bildung wird in Österreich nach wie vor vererbt.
Aber auch der Schulstandort ist mitentscheidend, weil die Kinder in sogenannten Brennpunktschulen nachweisbar geringere Chancen auf schulischen Erfolg haben. Die Arbeiterkammer (AK) kritisiert in diesem Zusammenhang, dass die Finanzierung der Schulen „nach dem Gießkannenprinzip“ erfolgt. Das bestätigt auch Wiens Stadtschulratspräsident Jürgen Czernohorszky: „Standorte mit großen Herausforderungen bekommen im Wesentlichen die gleichen Mittel zu Verfügung gestellt wie jene mit geringeren.“
Die noch von Heinisch-Hosek angeregte und von ihrer Nachfolgerin Sonja Hammerschmid übernommene Forderung, die Ressourcenzuteilung an einen Sozialindex zu binden, soll diesem Umstand Rechnung tragen. Beer (ORF.at): Sowohl der Stadtschulrat als auch die Wiener AK, die Armutskonferenz und die Initiative Bildung Grenzenlos schlagen eine indexbasierte Verteilung von Ressourcen vor - den „Chancenindex“.
Beer (ORF.at) lässt zum Schluss auch noch Michael Bruneforth zu Wort kommen: Wunder dürfe man sich von einer indexbasierten Finanzierung nicht erwarten. Auf dem Weg zu einem gerechteren Bildungssystem sei die Frage der Finanzierung „nur einer von vielen Pflastersteinen“.
Da hat Bruneforth sicher recht. Nur das vom BIFIE in den letzten Jahren Gebotene, macht uns keine großen Hoffnungen, dass in Bezug auf eine bessere Schule ein substanzieller Beitrag des BIFIE zu erwarten ist. Wenn doch, wäre es wohl ein Wunder.

24.05.2016

"Chancenindex" für mehr Chancengleichheit auf die beste Bildung
Jürgen Czernohorszky: „Standorte mit großen Herausforderungen bekommen im Wesentlichen die gleichen Mittel zu Verfügung gestellt wie jene mit geringeren.“

Bildungsreform: Schulrechtspaket Teil 1 im Unterrichtsausschuss

Der Entwurf zum Schulrechtsänderungsgesetz 2016 ( 1146 d.B.) – das ist das erste Gesetzespaket zur Bildungsreform - ist am 18. Mai 2016 vom Ministerrat einstimmig verabschiedet worden. Mit der neuen Chefin im Bildungsressort, Sonja Hammerschmid, wird der Unterrichtsausschuss des Nationalrats nun darüber beraten, ob das vorgeschlagene Maßnahmenbündel zur Weiterentwicklung von Schulstruktur und -kultur ausreichend beiträgt, wie parlament.gc.at berichtet. 

Die ÖLI-UG hat darüber schon des Öfteren berichtet. Ein wichtiges Themen in der ersten gesetzlichen Umsetzung der Bildungsreform ist die vielkritisierte Neugestaltung der Schuleingangsphase. Für die Ausweitung der Sprachförderung gibt es eine breite Zustimmung. Ob FM Schelling auch die erforderlichen Geldmittel bereitstellt, darf aufgrund der bisherigen Erfahrungen mit seiner neoliberalen Budgetpolitik, vor allem im Beldungsbereich, eher angezweifelt werden. 
Neu im Entwurf ist, dass jetzt auch die BMHS, nicht nur die BMS und die AHS, autonom die Einführung der Oberstufe NEU auf 2018/19 bzw. 2019/20 verschieben können.
Weitere Punkte in diesem Gesetzespaket sind die Möglichkeit der alternativen Leistungsbeurteilung in der ersten bis zur dritten Klasse der Primarstufe, der vereinfachte (und billige?) Einsatz von Lehrbeauftragten an der BMHS, mehr Berufsbildung in der Sekundarstufe, Ausbau der digitalen Dokumentation an allen Schulen und mehr Wahlfreiheit der Eltern für sprengelfremde Schulen.
Dazu ein Kommentar von Johannes-Maria Lex in seiner FB-Gruppe „‎BILDUNG IST ZUKUNFT - FÜR ALLE MENSCHEN IN ÖSTERREICH“:
Das ist also die "neue Regierungspolitik" des Verständnisses, dass die "Menschen draußen" etwas Anderes wollen als bisher? Trotz Begutachtung und trotz Wechsel des Regierungschefs und der zuständigen Bildungsministerin verabschiedet der gesamte Ministerrat (also einstimmig mit den Stimmen von SPÖ und ÖVP) die alte Ministeriumsvorlage und legt sie dem Unterrichtsausschuss zur Absendung vor: nein, liebe Mitglieder des Ausschusses, Abgeordnete Harald Walser und Matthias Strolz, das kann so nicht durchgehen! Nein, lieber "Schattenminister" Harald Mahrer: das kann doch nicht der Ernst der VP sein?! Elisabeth Grossmann das kann doch nicht der "Kern der SPÖ-Erneuerung" sein?

24.05.2016

Bildungsreform: Regierungsvorlage zum Schulrechtspaket im Unterrichtsausschuss
Foto: Wiesner Joachim Bildungsreform: Regierungsvorlage zum Schulrechtspaket im Unterrichtsausschuss

23.05.2016  17:00

„Ich zähl drauf, dass die Hofburg weiter ein freundlicher Ort der Begegnung mit einem klugen, weltoffenen Chef sein wird.“
André Heller


SLÖ: Thomas Bulant ist neuer Vorsitzender

Wie der Sozialdemokratische LehrerInnenverein Österreich (SLÖ) in einer Presseaussendung mitteilt, wurde Thomas Bulant am 21. Mai 2016 in der Bundeshauptversammlung zum Bundesvorsitzenden gewählt.
In seiner Antrittsrede strich er hervor, dass allein Investitionen in die Bildung die Leistungsfähigkeit und die sozialen Standards unseres Staates stärken können. In diesem Zusammenhang fordert Bulant sozial indizierte Ressourcen, denn „ mit bedarfsgerechten Ressourcen ist unseren LehrerInnen die Chance zu geben, erfolgreiche BrückenbauerInnen in die Zukunft zu sein!“
Von den Delegierten des SLÖ forderte Bulant Widerspruchsgeist und politische Kreativität ein.
Thomas Bulant (geboren am 29. 9. 1965 in Wien) ist Hauptschullehrer in einer Offenen Mittelschule in Favoriten. Seit 2009 führt er die FSG PflichtschullehrerInnen als deren Bundesvorsitzender.

22.05.2016

Thomas Bulant (geboren am 29. 9. 1965 in Wien) ist Hauptschullehrer in einer Offenen Mittelschule in Favoriten. Seit 2009 führt er die FSG PflichtschullehrerInnen als deren Bundesvorsitzender.
Thomas Bulant

21.05.2016  17:00

„Ich zähl drauf, dass die Hofburg weiter ein freundlicher Ort der Begegnung mit einem klugen, weltoffenen Chef sein wird.“
André Heller


Der neue Kreidekreis digital 4/2016

Diese Ausgabe mit den beliebten Kalendern der ÖLI-UG

 

21.05.2016

Kreidekreis Digitalausgabe KKR 4/2016
Kreidekreis Digitalausgabe KKR 4/2016

Mathematik-Matura: Aufgaben benachteiligten die Maturanten

Wie lange schauen wir dem unprofessionellen Treiben des BIFIEs noch zu?

Die Probleme bei der Umsetzung der Zentralmatura reißen nicht ab.  Das heurige (bis heute bekannt gewordene) Problem ist die Reifeprüfung in Mathematik. Hört man die vielen gleichlautenden Aussagen von Schüler/innen, Lehrer/innen und Eltern, ist es offenkundig, dass die Aufgabenstellungen bei der schriftlichen Mathematik-Matura im Vergleich zum letzten Jahr deutlich schwieriger waren. Das „führt die Ziele der Zentralmatura ad absurdum und diskreditiert das gesamte Projekt“, schreibt dazu Harald Walser in seinem Blog.

Obwohl die Notenkonferenzen erst in der kommenden Woche stattfinden, müssen wir mit teilweise sehr schlechten Ergebnissen rechnen.

Wie Walser berichtet, „war für die Schüler/innen heuer besonders die Formulierung der Aufgabenstellungen eine Hürde. Dass ausgerechnet die Lesekompetenz für die Mathematik-Matura so ausschlaggebend sein würde, damit haben die KandidatInnen nicht gerechnet. Im vergangenen Jahr setzte das BIFIE im Teil A stärker auf Multiple-Choice-Aufgaben. Auch das wurde kritisiert, diesmal ist das Pendel ins andere Extrem umgeschlagen. Wieder eine peinliche Fehlleistung des BIFIE. Besonders brisant: „Ich habe Informationen bekommen, wonach in der Bundesreifeprüfungskommission die Problematik der Formulierung von Aufgabenstellungen bereits vor Monaten angesprochen worden ist“, so Walser. Und nichts ist passiert. Die Beschwichtigungsversuche des BIFIE-Direktors, Jürgen Horschinegg, sind so ärgerlich wie typisch für den Umgang des BIFIE mit Fehler. Dass er „Änderungen erst für das Jahr 2018 für möglich [hält]“, will Walser nicht akzeptieren. Wenn Probleme offenkundig werden, muss umgehend gehandelt werden. So haben mir betroffene Lehrkräfte berichtet, es sei völlig unverständlich, dass der Schwierigkeitsgrad bei dieser Matura im Vergleich zum letzten Jahr höher und die Fragestellungen völlig anders waren: Das ist umgehend zu korrigieren“, so der Bildungssprecher der Grünen.

20.05.2016

Mathematik-Matura: Aufgabenstellung benachteiligte die heurigen Maturanten
Aufgabenstellungen bei der schriftlichen Mathematik-Matura im Vergleich zum letzten Jahr deutlich schwieriger

20.05.2016

„Ich zähl drauf, dass die Hofburg weiter ein freundlicher Ort der Begegnung mit einem klugen, weltoffenen Chef sein wird.“
André Heller


Befürchten die Erzkonservativen ein Wahldebakel Hofers?

Wie religion.orf.at berichtet, empfiehlt der erzkonservative Weihbischof Laun die Wahl von Norbert Hofer. Der Grund, weshalb Laun mit einem jahrzehntelangen Usus bricht, wonach Bischöfe nicht für politische Kandidaten werben, liegt wohl in der Befürchtung, dass der Kandidat der FPÖ, Hofer, bei der Bundespräsidentenstichwahl am Sonntag ein Wahldebakel erleidet. Van der Bellen wird wohl eher von der Laun´schen Wahlempfehlung profitieren, weil „denkende Katholik/innen … sicher nicht in einem Boot mit diesem Weihbischof sitzen wollen“, wie Gary Fuchsbauer in seinem FB-Kommentar ausführt.
Laun gab in einem Gastkommentar auf dem erzkonservativen Internetportal kath.net seine Wahlempfehlung für Hofer ab. Darin bezeichnete er christliche Wähler von Alexander Van der Bellen als „gehirngewaschen“
Dazu ein FB - Kommentar von Gary Fuchsbauer:
Die meisten meiner Facebookfreunde wissen ja, dass ich katholischer Religionslehrer bin - und dass es in den letzten Jahrzehnten kaum eine Meinung von Andreas Laun gegeben hat, der ich zustimmen hätte können. So auch diesmal. Es ist immer wieder interessant, dass diese eigenartigen Fundis zwar bei jeder Gelegenheit die Notwendigkeit des Gehorsams des Katholikenmenschen betonen, aber diesen dann schnell vergessen, wenn ihnen ihre "Vorgesetzten" nicht passen. Warum glaubt Laun, dass des Kardinal Schönborns Satz, dass Bischöfe in Österreich keine Wahlempfehlung abgeben, für ihn nicht gilt? Ob er die Aussagen Hofers in dem Video kennt, das ich heute Nacht hier verlinkt habe?
Andererseits: Ich hoffe, dass denkende Katholik/innen, die bisher nicht wussten, wen sie am Sonntag wählen sollen, durch Launs Aussage zu Van der Bellen-Wähler/innen werden, weil sie sicher nicht in einem Boot mit diesem Weihbischof sitzen wollen.

19.05.2016

Befürchten die Erzkonservativen ein Wahldebakel Hofers?

Sonja Hammerschmid

Für diepresse.com ist die neue Bildungsministerin Sonja Hammerschmid eine „Ausreißerin zwischen Rot und Schwarzp“. Wir werden sehen …

Interessant wird vor allem, wie es um den Rückhalt in der SPÖ steht. Der ist für Quereinsteiger generell wichtig – und noch mehr in einem bekanntermaßen schwierigen Ressort wie dem der Bildung. Dieser Rückhalt fehlte Heinisch-Hosek und deren Vorgängerin Claudia Schmied in den Konfrontationen vor allem mit der ÖVP und der ÖVP – Fraktion in der GÖD. In diesem Zusammenhang wird es spannend, ob Hammerschmid, im Gegensatz zu ihren Vorgängerinnen erkennt, dass in der Lehrergewerkschaft auch eine starke und parteipolitisch unabhängige Fraktion, die Österreichische Lehrer/innen Initiative – Unabhängige Gewerkschafter/innen (ÖLI-UG), vertreten ist, die sinnvolle und innovative Bildungspolitik, unabhängig von welcher Partei sie kommen, immer unterstützt. Außerdem wäre ihren Vorgängerinnen einiger Ärger erspart geblieben, wenn sie die Stärke der Unabhängige Bildungsgewerkschaft (UBG) von Anfang an richtig eingeschätzt hätten. Zumindest hat die künftige Ministerin den Lehrer/innen vorab Rosen gestreut: Das sei „eine der anspruchsvollsten Aufgaben, die es in unserer Gesellschaft gibt. Warum tun wir uns so schwer, ihnen den nötigen Respekt zu zollen?“

Hammerschmid: „Egal in welcher Schulstufe, das Augenmerk meiner Lehrer galt immer den individuellen Stärken. Niemand hielt sich unnötig mit meinen Defiziten auf. Was logisch klingt, ist leider in unserem Schulsystem nicht selbstverständlich, wo durch das verbissene Beheben von Schwächen Chancen verbaut werden und Talente verkommen.“ Auch diese Aussage der neuen Bildungsministerin gefällt und macht Hoffnung, dass sie die richtigen pädagogischen Innovationen in Gang setzt.

Sonja Hammerschmid wird aber nur unter der Voraussetzung eine erfolgreiche Bildungspolitik für die Menschen umsetzten können, wenn sie eine breite Unterstützung gegen den neoliberalen und bildungspolitisch erzkonservative Finanzminister Schelling erhält und endlich die erforderlichen Budgetmittel zur Verfügung gestellt bekommt. Schafft sie es nicht, der Geißel des FM, das strukturelles Budgetdefizit von derzeit 550 Mio., durch eine nachhaltige Finanzierung zu entkommen, werden notgedrungen auch weiterhin wichtige Entwicklungen im Bildungsbereich nicht möglich sein.

19.05.2016

Sonja Hammerschmid
BM Sonja Hammerschmid

Bildungsreform erster Streich im Ministerrat beschlossen

Heinisch-Hosek: Neugestaltung der Schuleingangsphase und mehr Sprachförderung sind erste Erfolge der Bildungsreform. OTS0124, 18. Mai 2016,
 „Ich bin überzeugt davon, dass wir mit dem Schulrechtspaket einen wichtigen Schritt für die Zukunft unserer Kinder geschaffen haben. Die Verbesserungen, die sich daraus ergeben, spannen einen Bogen über das gesamte Bildungssystem. Das Paket gibt den Standorten mehr Eigenverantwortung, mehr Durchlässigkeit und mehr Flexibilität“, erklärt Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek.
Laut Heinisch-Hosek zählen zu den Verbesserungen die Neugestaltung der Schuleingangsphase, die Abschaffung von über 2000 Schulversuchen und mehr Sprachförderung für außerordentliche Schüler/innen.
 „Dieses Paket trägt wesentlich dazu bei, gezielte Verbesserungen für jede einzelne Schülerin und jeden einzelnen Schüler, aber auch für den Schulstandort zu ermöglichen. Ich bin überzeugt davon, dass wir mit diesem Paket wichtige Eckpfeiler für unser Bildungssystem geschaffen haben. LehrerInnen werden unterstützt und Schulstandorte gestärkt. Damit haben wir den Weg für die Schulen der Zukunft geebnet. Ich freue mich dieses Paket an meine Nachfolgerin übergeben zu können“, so Heinisch-Hosek abschließend.
Dass die beschlossenen Maßnahmen im Rahmen der Bildungsreform 1. Teil nicht von allen als Verbesserung gesehen wird, zeigt zum Beispiel die differenzierten Stellungnahmen der "Initiative NEUSTART SCHULE" zur Neugestaltung der Schuleingangsphase (> siehe Beitrag auf dieser Seite). 

19.05.2016

Bildungsreform erster Streich im Ministerrat beschlossen.
Heinisch-Hosek

19.05.2016

Norbert Hofer will seine Rolle als Präsident stark anlegen. Man werde sich wundern, was alles möglich sei, sagt er. 

Die Position des Bundespräsidenten erweist sich nun als problematisch. Denn sie hat autoritäres Potential.

Armin Thurnher

(Der Spiegel 18/2016)


AHS: Vorarlberger Sorgenkind Mathematik-Matura

Wie heute die Vorarlberger Nachrichten (VN) berichten, soll die Mathe-Matura in einigen AHS-Klassen in Vorarlberg sehr schlecht ausgefallen sein. Klaus Hämmerle (VN): Vom Landesschulrat wurde den Direktoren am Dienstag schnell ein Maulkorb umgehängt. „Keine Informationen zur Mathematik-Zentralmatura.“ Trotz Informationssperre informierte zum Beispiel der Direktor des BRG Dornbirn, Reinhard Sepp: „Die Ergebnisse der Mathematik-Zentralmatura sind bei uns schlechter als im Vorjahr“. Das bestätigte auch der Leiter der Arbeitsgruppe Mathematik AHS in Vorarlberg, Freddy Wittwer. Es zeichne sich ab, dass die Ergebnisse der diesjährigen schriftlichen Klausur schlechter ausfallen, als er gedacht habe. „Natürlich liegen noch lange nicht alle Resultate vor, aber es zeichnet sich ab, dass die Leistungen nicht an jene des Vorjahrs herankommen. Wobei ich sagen muss: Die Unterschiede in einzelnen Schulen und Klassen sind doch extrem. Von den bisher eingelangten Ergebnissen weiß ich, dass es Klassen mit über 50 Prozent Nicht genügend gab. Dann jedoch auch wieder solche mit überhaupt keiner negativen Bewertung. Das ist doch sehr interessant.“
Fazit: Im vergangenen Jahr belegten die AHS in Vorarlberg bei der Zentralmatura in Mathematik bundesweit den letzten Rang. Und heuer zeichnet sich ein noch schlechteres Ergebnis ab. Es besteht dringender Handlungsbedarf und die Frage nach der Sinnhaftigkeit der Zentralmatura darf, nein muss nach diesen extrem unterschiedlichen Ergebnissen wieder gestellt werden. 

18.05.2016

AHS: Vorarlberger Sorgenkind Mathematik-Matura

18.05.2016

aus dem Konzerthaus: Stimmen für

Van der Bellen

 


Sonja Hammerschmid wird neue Bildungsministerin

Die Regierungsumbildung in der SPÖ ist abgeschlossen. Kerns rotes Regierungsteam "steht".
Fix ist jetzt also:

Sonja Hammerschmid, die bisherige Rektorin der Vetmed-Uni Wien, löst Bildungsministerin Heinisch-Hosek ab, Thomas Drozda, bisherige Generaldirektor der Vereinigten Bühnen Wien, folgt Josef Ostermayer als Kulturminister,

Jörg Leichtfried, ehemalige Delegationsleiter der SPÖ im EU-Parlament und derzeit Verkehrslandesrat in der Steiermark, kommt statt Gerald Klug ins Infrastrukturministerium, und

Muna Duzdar, Wiener Landtagsabgeordnete, löst Sonja Steßl als Staatssekretärin im Bundeskanzleramt und dort für Digitales, Verwaltung und den öffentlichen Dienst zuständig, ab.
Außerdem soll Maria Maltschnig, bisher Vorstandsassistentin von Kern, Kabinettschefin des Kanzlers werden.

17.05.2016

Sonja Hammerschmid wird neue Bildungsministerin
Sonja Hammerschmid

17.05.2016


Nachhilfe: Aktuelle IFES-Studie der AK Wien

Von Ende Februar bis Anfang April 2016 wurde vom IFES, im Auftrag der AK Wien, eine bundesweit repräsentative Befragung über „Nachhilfe“ bei Eltern von Schulkindern durchgeführt.
Auszug aus der Studie:
Kosten für die Nachhilfe
Insgesamt 13 Prozent der Schüler/innen, das sind ca. 130 000 Schüler/innen, bekamen während des laufenden Schuljahres eine bezahlte Nachhilfe. In den Sommerferien sind es „nur“ ein Drittel, also rund 5% der Schüler/innen, die externe Nachhilfe (inklusive Sprachferienkurse oder Lerncamps) benötigten.
Die Kosten für die externe Nachhilfe während des Schuljahre belaufen sich im Mittel auf € 688 und in den Sommerferien auf € 400 pro Schulkind. Für die externe Nachhilfe während dieses Schuljahres und in den letzten Sommerferien entfallen auf die davon betroffenen Schülerinnen und Schüler im Schnitt rund € 720. Siehe Grafik 1
Stress der Eltern beim Helfen und Beaufsichtigen Kinder beim Lernen und Aufgaben machen. 
In überdurchschnittlichem Maße leiden unter diesen Stressfaktoren (siehe Grafik 2) jene Eltern, die für ihr Kind zusätzlich noch eine externe Nachhilfe benötigen. Auch darin bestätigt sich, dass eine externe Nachhilfe nicht engagiert wird, um die schulischen Probleme der Kinder sozusagen an andere zu delegieren, um damit den eigenen schulbezogenen Stress und Druck zu vermindern. Die Notwendigkeit der Nachhilfe erhöht den innerfamiliären schulischen Druck sogar noch.
Maßnahmen zur Reduzierung der Nachhilfe
Das würde laut den betroffenen Eltern wurden wirklich helfen, finanziellen Belastungen durch die Nachhilfe zu reduzieren. Siehe Grafik 3
So gut wie alle Eltern (93 %) halten es für wichtig, dass die Lehrerinnen und Lehrer den Unterricht auch unter Einsatz moderner und effizienter Unterrichtsmethoden möglichst so gestalten, dass die Kinder den Lehrstoff auch wirklich verstehen.

16.05.2016

Quelle: AK-Studie: Nachhilfe in Österreich 2016
Grafik 1 - Quelle: AK-Studie: Nachhilfe in Österreich 2016
Grafik 2     -    Quelle: AK-Studie: Nachhilfe in Österreich 2016
Grafik 2 - Quelle: AK-Studie: Nachhilfe in Österreich 2016
Nachhilfe     -    Quelle: AK-Studie: Nachhilfe in Österreich 2016
Grafik 3 - Quelle: AK-Studie: Nachhilfe in Österreich 2016

16.05.2016


„Paranoid Parenting“ - Liebe Eltern, chillt mal!

Stimmt das Klischee von den "Helikopter-Eltern", vor denen sich Lehrer und andere Eltern gruseln also doch? Dieser Frage geht Silke Fokken in ihrem Essay im spiegel.de nach. Und die Bildunterschrift fasst das Ergebnis ihrer Recherchen zusammen: „Eltern tyrannisieren Lehrer per Anwalt - bisweilen wegen eines einzigen Punktes in einer Klausur. Wenn es um Bildung geht, setzt bei manchen Vätern und Müttern offenbar der Verstand aus.“

"Paranoid Parenting" ("Die Elternparanoia") nennt dies der britische Soziologe Frank Furedi. Seiner Meinung nach sind diese Mütter und Väter stark von Angst getrieben. Sie sehen ihre Kinder ständig bedroht. Sie haben Angst, das Kind könnte in unserer Leistungsgesellschaft den Anschluss verlieren. Diese Panik könnte mit Abstiegsängsten und Existenzsorgen einer Elterngeneration zu tun haben, die in Zeiten hoher Arbeitslosigkeit und der Einführung von Hartz IV aufgewachsen ist. Furedi sieht aber auch noch eine andere Ursache: Unzählige Ratgeber, Psychologen und Pädagogen, die sich allesamt zu Experten für Kindererziehung erklärt hätten, verunsicherten Mütter und Väter massiv und schürten bei ihnen die Angst, Fehler zu machen.

Abstrus sind die Auswüchse dieser Verunsicherung, wenn zum Beispiel Eltern ihr Kind zur Therapie schicken, weil es "nur normal" ist.

Aber dieses Elternbild ist verzerrt, weil über das Ziel hinausschießende Eltern mit ihrem Rechtsanwalt im Schlepptau in den Medien deutlich überrepräsentiert sind.

Es sind diese wenigen Mütter und Väter, die das Bild verzerren, die einigen Lehrern, ihren Kindern und sich selbst das Leben schwerer als nötig machen - und vor allem wenig Rücksicht auf Mitschüler nehmen, deren Eltern sich weniger kümmern können oder wollen. Millionen andere Eltern dagegen sind: gelassen.

Verschiedene Studien bescheinigen, dass die überwiegende Mehrheit der Mütter und Väter ein gutes, vertrauensvolles Verhältnis zu den Lehrern ihrer Kinder hat. Auch die Beziehung zwischen Eltern und Kindern war wohl nie besser als heute, geprägt von gegenseitigem Respekt und Vertrauen.

Vielleicht ist es an der Zeit, dass diese Mehrheit der Mütter und Väter stärker in Erscheinung tritt, sich gegen das allgemeine Eltern-Bashing wehrt, überspannte Eltern zu Souveränität und Gelassenheit ermutigt, ihnen solidarisch hilft, den gesellschaftlichen Druck auszublenden - und dem Spuk ein Ende bereitet. Immerhin hat diese Generation von Eltern Kinder erzogen, die ein neues Lebensmotto geprägt haben: Chill mal!

15.05.2016

„Paranoid Parenting“ - Liebe Eltern, chillt mal!
Foto: Joachim Wiesner

15.05.2016


OÖ plant eine Art "Abschlusszeugnis" für Kindergarten-Kinder

Bildungskompass soll Stärken der künftigen Volksschüler betonen.
Laut den OÖN http://www.nachrichten.at will Landeshauptmann-Stellvertreter Thomas Stelzer (VP) einen "Bildungskompass", eine Art "Abschlusszeugnis" für Kinder im letzten Kindergarten-Jahr einführen. Keine Benotung, sondern eine verbale Bewertung der individuellen Kompetenzen des Kindes soll es sein. Stelzer spricht von einer "stärken-orientierten Beobachtung". Die Einschätzung der Stärken des Kindes durch die Kindergartenpädagog/innen soll den Volksschulen bei der Einschreibung zur Verfügung gestellt werden. So sieht das auch die aktuelle Novelle zum Dienstrecht vor (> siehe dazu Berichte auf dieser Seite).
In den Kommentaren auf FB wird der geplante „Bildungskompass“ durchwegs kritisch betrachtet.  Zum Beispiel wird auf die fehlende Ausbildung der Elementarpädagog/innen für diese Aufgabe hingewiesen: „Ohne passende Ausbildung der Kindergartenpädagog/innen und kleinen Gruppen im Kindergarten (14 Kinder für 2 tertiär ausgebildete Elementarpädagog/innen) ist es verantwortungslos solche Beurteilungen der Kinder an die Volksschule weiterzugeben. Auch gute Beispiele, wie die Information zwischen Kindergarten und Volkschule problemlos und besser erfolgen kann, finden sich in den Kommentaren. Zum Beispiel beschreibt eine Kindergartenpädagogin, wie sie den Übertritt vom Kindergarten in die Volksschule vorbereiten: „Bei uns gibt es Gespräche mit dem Kiga, die Direktorin und die potenziellen Klassenlehrerinnen kommen in den Kiga, spielen und arbeiten mit den Kindern und reden einfach mit den Pädagoginnen.“

14.05.2016


Lernen 2.0: Tablets bereichern den Unterricht

srf.ch news von Alex Moser: Lernen 2.0: Warum Tablets den Unterricht bereichern
Die Gegner/innen der Verwendung von Tablets im Unterricht, meist Lehrer/innen und Eltern, begründen ihre Vorbehalte vornehmlich mit dem Argument, die flachen Computer ohne Tastatur weckten schon bei den Kleinsten den Spieltrieb und seien deshalb als Lehrmittel unbrauchbar und reine Zeitverschwendung. Ein Vorurteil, mit dem die Erfahrungen in einer Schule in Solothurn und die Ergebnisse der Studie von Lernpsychologiedozentin Doreen Prasse aufräumen. Sie zeigen, dass Tablets mehr als Unterhaltungselektronik sind.
Primarlehrer Matthias Steinmann ist laut Moser begeistert vom neuen Lehrmittel und seine Schüler seien es auch. Kritiker sagen, es sei schlecht, dass Kinder nun auch noch im Schulunterricht mit elektronischen Bildschirmen konfrontiert seien. Steinmann entgegnet: «Das Tablet darf nicht als Unterhaltungsobjekt verstanden werden, sondern als Lehrmittel. Dann ist es auch nicht anders als das Buch.»
Die Annahme, dass Kinder sowieso schon viel zu viel Zeit mit Computerspielen verbringen und durch den Einsatz dieser Geräte im Unterricht dies noch befördern würde, ist gemäß einer Studie der Pädagogischen Hochschule Schwyz aber nicht so. Die Studie von Lernpsychologiedozentin Doreen Prasse zeigt: Kinder mit Tablets an Schulen spielen privat nicht häufiger als solche ohne Tablets: «Im Gegensatz dazu konnten wir zeigen, dass die Schüler – zumindest aus den 5. und 6. Klassen – mehr mit den Tablets zuhause lernen.»
Entgegen aller Vorurteile tun die Kinder, die ein Schul-Tablet besitzen also tatsächlich damit das, was sie tun müssen – sie arbeiten in erster Linie damit, so das Resümee von Alex Moser in srf.ch.‬

12.05.2016

Laptop bereichert den Unterricht
Entgegen aller Vorurteile tun die Kinder, die ein Schul-Tablet besitzen also tatsächlich damit das, was sie tun müssen – sie arbeiten in erster Linie damit

Erfahrungen, Schlüsse und Forderungen aus einem Jahr NRP

Erfahrungen und Schlüsse eines Schulstandorts aus dem ersten Durchgang der Neuen Reifeprüfung
Offenen Brief des Lehrer/innen-Kollegiums der GRG 21, Schulschiff Bertha von Suttner, an Bildungsministerin Heinisch-Hosek und den Präsidenten des Stadtschulrats für Wien Czernohorszky.
Die Lehrer/innen des GRG 21 artikulierten schon frühzeitig Skepsis gegenüber den Anforderungen und Rahmenbedingungen für die Neue Reifeprüfung (NRP).  In ihrem aktuellen offenen Brief, in dem sie ihre Erfahrungen und Schlussfolgerungen aus dem ersten Durchgang der Neuen Reifeprüfung darlegen, formulieren sie auch konkrete Änderungsvorschläge.


Siehe dazu auch die entsprechenden Anträge der ÖLI-UG zum Bundestag der GÖD - AHS:
Einrechnung der VWA-Arbeiten in LehrerInnenarbeitszeit (Unterrichtsverplichtung)
Darin fordert die ÖLI-UG, die zeitaufwändigen und anspruchsvollen LehrerInnentätigkeiten in Zusammenhang mit den Vorwissenschaftlichen Arbeiten der neuen Reifeprüfung in Zukunft durch Einrechnung in die Lehrverpflichtung (LehrerInnenarbeitszeit) abzugelten, und zwar mit einer der Arbeitszeit-Belastung pro KandidatIn entsprechenden Einrechnung von 0,5 Werteinheiten für ein Jahr bzw. 0,25 + 0,25 für die 7. + 8. Klasse AHS.
Die ÖLI-UG Begründet ihre Forderung damit, dass die Erfahrungen zeigen, dass die mit der Betreuung von VWAs verbundenen Belastungen zusätzlich zur bestehenden Unterrichtsverpflichtung als Überbelastung wahrgenommen werden, die faktisch einer Arbeitszeiterhöhung gleichkommt und auf Dauer die Qualität der LehrerInnenarbeit gefährdet. Die finanzielle Abgeltung kann die zu leistenden Arbeitszeiten nicht abgelten, denn junge wie ältere KollegInnen brauchen vor allem ausreichend Zeit für ihre Arbeit, weil sie auch in Zukunft den Interessen ihrer SchülerInnen und KandidatInnen auf hohe Unterrichts- und Betreuungsqualität gerecht werden wollen.
Halbierung der Themenanzahl bei den Themenpools für die mündliche Reifeprüfung
Laut ÖLI-UG würde eine solche Neuregelung den aktuell gültigen Bestimmungen im BHS-Bereich entsprechen und die KollegInnen spürbar entlasten.

12.05.2016

Erfahrungen, Schlüsse und Forderungen aus einem Jahr NRP
Erfahrungen, Schlüsse und Forderungen aus einem Jahr Neue Reifeprüfung

Workshop: „Bildung und Ausbildung: Realität und Vision“

Workshop: „Bildung und Ausbildung: Realität und Vision“

30. Mai 2016 , 13:00 - 31. Mai 2016 , 13:30

Veranstalter ist die Österreichische Forschungsgemeinschaft
Im letzten Workshop der Arbeitsgemeinschaft sollen unter dem programmatischen Titel „Bildung und Ausbildung“ Bildungseinflüsse und Bildungserfordernisse in einer sich rasch verändernden Welt thematisiert werden. Während das Thema in Österreich häufig verengt und eher polarisierend verhandelt wird, ist es das Anliegen des Workshops eine komplementäre und ganzheitliche Perspektive aufzuzeigen und visionäre Konzepte zu diskutieren.
Anmeldung (bis 30.April) und bitten um Abmeldung im Falle der Verhinderung.
Veranstaltungsort: Diplomatische Akademie Favoritenstraße 15a, 1040 Wien

11.05.2016

 Bildung Grenzenlos
Bildung Grenzenlos

Niki Glattauer: Die gute Schule, Teil 5

Niki Glattauer im kurier.at:

Seit PISA & Co. wird in den Schulen nicht mehr primär unterrichtet, sondern getestet, getestet, getestet und daneben schulentwickelt, qualitätsgesichert, dokumentiert, evaluiert und dann – archiviert.
Um es mit den Worten des Schriftstellers Egyd Gstättner zu sagen:
"Vor lauter Evaluieren und Dokumentieren kommen die Pflegerinnen nicht mehr zum Pflegen, die Lehrer nicht mehr zum Lehren, die Ärzte nicht mehr zum Behandeln, die Wissenschaftler nicht mehr zum Forschen. (…) Noch nie war in sämtlichen Bereichen des öffentlichen Lebens so oft und so penetrant von, ,Qualität und Kompetenz‘ die Rede, während Qualität und Kompetenz überall dramatisch nachlassen!"
"Die gute Schule" - die bisherigen Teile zum Nachlesen:
Die gute Schule - Teil 1
Die gute Schule - Teil 2
Die gute Schule - Teil 3
Die gute Schule - Teil 4

11.05.2016

Niki Glattauer


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