ÖSTERREICHISCHE LEHRER/INNEN INITIATIVE - UNABHÄNGIGE GEWERLSCHAFTER/INNEN

 

 

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Extraseite: "Europas Wege in der Flüchtlingspolitik"



Nichts wird besser, zum Verzweifeln: ÖVP kann Streiten nicht lassen

Beim Kanzleramtsantritt von Christian Kern war den Koalitionspartnern noch eines klar: Wenn sie fortan nicht endlich ihren Job machen und arbeiten und weiterhin hauptsächlich öffentlich streiten, lassen sie die wahrscheinlich letzte Chance für beide Parteien bei den Wählern ungenutzt verstreichen. Die Folge bedeutet ein Desaster für beide Parteien bei den nächsten Nationalratswahlen. Wer der große Profiteur sein wird, darf geraten werden.

Trotzdem lässt die ÖVP keine Gelegenheit aus, einen Koalitionskrach zu provozieren und damit baldige Neuwahlen zu erzwingen. Angst vor einem starken Kern, die Kurz-Lust zu einer FPÖ – ÖVP Koalition und vor allem der innere Zwang (als Schüsselkrankheit allgemein bekannt), ohne Rücksicht auf die Folgen, die Roten aus der Regierung zu drängen, werden als Ursache genannt.
Aktuell (siehe auch Beitrag unten): Präsentierten Kern und Mitterlehner noch am Dienstag gemeinsam ein mit der Bankensteuermilliarde finanziertes Schulpaket, zündelte bereits am Mittwoch Lopatka gegen die SPÖ und lehnt die Mittelzuwendung nur an „echte“ Ganztagsschulen ab und fordert auch die Einbeziehung von Schulen nur mit Nachmittagsbetreuung. Kaum zeigt die SPÖ Bereitschaft, die geforderte Wahlmöglichkeit zu akzeptieren - Replik aus dem Bildungsressort: „Es ist nichts verpflichtend.“ Auch Nachmittagsbetreuung sei möglich (kurier.at) -, legt die ÖVP sofort ordentlich nach und verlangt jetzt, dass die Länder das Geld auch für andere Bildungseinrichtungen wie Kindergärten-, -Krippen und Fachhochschulen verwendet werden können, wenn für Ganztagesschulen kein Bedarf bestehe. Das steht zwar im krassen Widerspruch zur Vereinbarung im Ministerratspapier, hindert die ÖVP aber nicht daran, neue, nicht vereinbarte Forderungen für ihre Klientel zu stellen: Auch die Länder sollten einen Teil der Milliarde bekommen.
Jedenfalls reicht es jetzt der SPÖ: „Wenn die ÖVP zum Ministerratsbeschluss nicht mehr steht, dann steht das gesamte Schulpaket in Frage.“
Schelling wird`s freuen. Denn er war es ja, der von Anfang an das Schulpaket verhindern wollte. (siehe Beitrag 13.07.2016)
Leidtragende sind wieder einmal die Kinder. Vor allem die sozial Benachteiligten. Aber es wäre doch naiv zu glauben, dass eine Unternehmerpartei auf die sozial Schwächeren schaut, nur weil sie sich bei jeder Gelegenheit als „christlich“ bezeichnet.
Nichts wird besser, es ist zum Verzweifeln!

 

15.07.2016

Nichts wird besser, zum Verzweifeln: ÖVP kann Streiten nicht lassen
Forderungen der ÖVP stehen im krassen Widerspruch zur Vereinbarung im Ministerratspapier

Ganztagsschulmillionen: Lopatka zündelt (wieder)

Es hat den Anschein, Lopatka lässt keine Gelegenheit aus, den Koalitionsstreit zwischen SPÖ und ÖVP immer wieder aufs Neue zu befeuern.
Kaum gibt es eine Einigung der Koalition, in diesem Fall auf den Ausbau von Ganztagsschulen mit Mitteln aus dem Bankensteuer-Deal (siehe Bericht 13.07.2016), reißt Lopatka umgehend neue Gräben zwischen den Koalitionspartnern auf. Die von ÖGB-Präsident Erich Foglar geforderte Konzentration auf die „echte Ganztagesschule“ mit verschränktem Unterricht - also Unterricht auch am Nachmittag - lehnte er umgehend ab. Geht es wie in diesem Fall um Bildungspolitik, bemüht er allzu gerne ideologische Zuschreibungen.  Unterstützt wird er dabei von den schwarzen Hardlinern aus der AHS-Lehrergewerkschaft. Diesmal leistet Gerhard Riegler bildungsideologische Schützenhilfe gegen die Ganztagsschule mit verschränktem Unterricht: “Schon wieder kommt das Problem der österreichischen Schule zum Tragen: Glaubenssätze fernab der bildungswissenschaftlichen Evidenz werden via Medien als Wahrheit verkauft!“ (Kommentar in der FB-Gruppe https://www.facebook.com/groups/bildungsportal/)
Lopatka fordert eine Wahlfreiheit der Schulen, ob sie eine Ganztagesschule mit verschränkten Unterricht oder nur eine Nachmittagsbetreuung innerhalb, aber auch außerhalb der Schule, zum Beispiel in Sportvereinen, anbieten.
Laut orf.news drängt Foglar darauf, dass die 750 Millionen Euro für den Ausbau der Ganztagsschulen wirklich dem Zweck entsprechend eingesetzt werden. Foglar erinnerte in diesem Zusammenhang an die Wohnbauförderung, wo „wir gebrannte Kinder sind“, weil die Mittel nicht zweckgebunden verwendet werden. Und fordert deshalb echte Ganztagsschulen und nicht nur Nachmittagsbetreuung, wie das die ÖVP auch will.
Auch die Aufteilung der 750 Millionen Euro ist noch völlig offen und bietet Lopatka noch viel Zunder.
Enttäuscht zeigt sich auch Heidi Schrodt in ihrem FB-Kommentar: „Wer noch vor ein paar Stunden geglaubt hat, ein kleiner Hoffnungsschimmer tut sich in der österreichischen Bildungslandschaft auf, wurde schnell eines Besseren belehrt.“

 

14.07.2016

Ganztagsschulmillionen: Lopatka zündelt (wieder)
Lopatka lässt das Streiten nicht ....

"Bankenabgabe neu" bringt 750 Millionen für die Ganztagsschulen

Die letzte Regierungssitzung vor der Sommerpause am Dienstag dauerte bis in die Morgenstunden. Der Grund für die schwierigen Verhandlungen war die geplante Änderung der Bankensteuer. Der ausverhandelte Kompromiss sieht eine Senkung der nationalen Bankensteuer vor. Dafür müssen die Banken eine einmalige Abschlagszahlung von einer Milliarde Euro leisten. Die SPÖ und ÖVP konnten sich erst nach zähen Verhandlungen über die Verwendung der frei werdenden Milliarde einigen.
Der Kompromiss:
750 Mio. Euro werden für den Ausbau ganztägiger Schul- und Betreuungsangebote investiert, um in den nächsten neun Jahren ein Netzwerk von Ganztagsschulen und Schulen mit ganztägiger Betreuung aufzubauen, damit 40 % aller Schüler/innen und in einem Umkreis von 20 Kilometer jedem Schulkind eine ganztägige Schulform angeboten werden.
100 Mio. Euro sind für neue FH-Studienplätze, 100 Mio. Euro für die Nationalstiftung und dortige Spitzenforschungsprojekte und 50 Mio. Euro für die neue Bildungsinnovationsstiftung mit Schwerpunkt Digitalisierung der Bildung vorgesehen.

Die Banken zahlen künftig nur noch 100 Millionen statt aktuell 650 Millionen Euro. Das geplante Paket sieht statt der alten Bankensteuer nämlich eine gewinnabhängige Abgabe vor, die die Banken im Jahr etwa 100 Millionen Euro kosten wird. Zum Vergleich: 2017 hätten sie nach bisherigem Modell 550 Millionen an nationaler Banken-abgabe überweisen müssen. 350 Millionen Euro sollen zusätzlich in die EU-Einlagensicherung fließen, berichtet die kleinezeitung.at . Im Gegenzug leisten die Banken eine einmalige Abschlagszahlung über eine Milliarde Euro.

 

Und wieder einmal spielt Finanzminister Schelling seine (altbekannte) neoliberale sozial- und bildungsfeindliche Karte aus. Er forderte, dass mit der zusätzlichen Milliarde vor allem die Budgetaltlast über 550 Millionen im Bildungsministerium abgetragen wird. Da es sich dabei um ein jährlich wiederkehrendes strukturelles Defizit handelt, für das Schelling de facto ganz alleine verantwortlich ist, wurde sein Vorschlag vor allem von der SPÖ abgelehnt.

 

13.07.2016

Bankenabgabe neu 2017 - 40 % aller Schüler/innen und in einem Umkreis von 20 Kilometer jedem Schulkind eine ganztägige Schulform angeboten werden.
Bis 2025 sollen 40 % aller Schüler/innen und im Umkreis von 20 Kilometer jedem Schulkind eine ganztägige Schulform angeboten werden.

Zentralmatura: "Nur ein Hauptfach in der Maturaklasse: Mathematik!"

Leserbrief Der Standard von Wolfgang Berchtold

Zum Bericht von Lisa Nimmervoll bzw. zu den Aussagen von Mathematikdidaktiker Werner Peschek

Matura Probleme

Der Mathematikdidaktiker Peschek meint am 29.6. im Standard, die Schüler hätten die Mathematura „nicht so hundertprozentig ernst genommen“. Diese Aussage zeigt, wie wenig Bezug die Schultheoretiker zum Schulalltag haben. Die Zentralmatura hat nämlich ganz im Gegenteil dazu geführt, dass es in den Maturaklassen nur noch ein Hauptfach gibt, nämlich Mathematik. Ich bin Deutschlehrer an einer Oberstufe und muss den Aussagen von Herrn Peschek heftig widersprechen. Während der gesamten 8. Klasse spielen alle anderen Fächer eine Nebenrolle: an Wochenenden, Feiertagen und während der Ferien wird nur noch Mathe gebüffelt. Mit der Konsequenz, dass sich der Großteil der MaturantInnen mit ihrer Schwäche auseinandersetzt und kaum Zeit für ihre Stärken bleibt. Was wir brauchen ist eine Matura, die es den SchülerInnen erlaubt, Schwerpunkte nach Begabungen zu setzen. Sinnvoll wäre eine Wahlmöglichkeit zwischen zwei Schwierigkeitsgraden, einer A- und B-Matura. Der Schüler wählt zwei A-Fächer und ein B-Fach. Der mathematisch begabte Schüler, der auch ein technisches Studium anstrebt, wählt z.B. die anspruchsvolle Mathematura (A), der Sprachbegabte die gehobene Englisch-Matura. Das derzeitige Übergewicht an Mathematik für alle ist ein Unding und verhindert, dass sich MaturantInnen mit Freude und Motivation auf ihre Matura vorbereiten.

 

12.07.2016

Zentralmatura: "Nur ein Hauptfach in der Maturaklasse: Mathematik!"
Matura: VZentralmatura: "Nur mehr ein Hauptfach in der Maturaklasse: Mathematik!"

Matura: Vorarlbergs Bildungspolitiker/innen wollen vollständige Offenlegung der Detailergebnisse - Lehrervertreter dagegen.

Wie vorarlberg.orf.at/news berichtet, wurde in Vorarlberg eine mit den Bildungssprecher/innen aller Fraktionen im Landtag politisch besetzte Arbeitsgruppe eingerichtet, die Maßnahmen zur Verbesserung des Bildungsniveaus prüfen soll.
Der Grünen-Bildungssprecher Daniel Zadra und seine Kollegen von FPÖ, SPÖ und NEOS fordern jetzt eine Offenlegung aller Detail-Ergebnisse der Zentralmatura – bis zu einzelnen Klassenergebnissen. Die ÖVP-Bildungssprecherin Barbara Schöbi-Fink ist noch skeptisch.
Die Lehrervertreter lehnen das ab. Für sie ist die eilige Einrichtung einer rein politischen Arbeitsgruppe ein „Akt der Verzweiflung“ ohne erkennbaren Problemlösungshorizont. Auch das Risiko des Durchsickerns der Daten an die Medien bestehe und vor allem sollte eine fundierte Analyse der Detailergebnisse sinnvollerweise durch Experten und nicht Politiker erfolgen.
Für AHS-Lehrervertreter Gerhard Pusnik kommt das nicht infrage. Für eine fundierte Analyse braucht es laut Pusnik keine Veröffentlichung von Daten. Dies sei nur dazu geeignet, einen Schuldigen zu suchen. Pusnik hält die neue Arbeitsgruppe generell für einen Akt der Verzweiflung. Die Probleme seien nicht neu, doch sei ihnen die Politik seit Jahren mit Ignoranz begegnet.
Auch BHS-Lehrervertreter Manfred Sparr ist gegen eine Offenlegung - zumal eine Analyse der Ergebnisse die Aufgabe von Fachexperten sei und nicht von Politikern.

 

11.07.2016

Zentralmatura - orarlbergs Bildungspolitiker/innen wollen Offenlegung der Detailergebnisse - Lehrervertreter dagegen
Matura: Vorarlbergs Bildungspolitiker/innen wollen Offenlegung der Detailergebnisse - Lehrervertreter dagegen

"Matura? Einfach abschaffen!"

derStandard: Kommentar der anderen  Karlheinz Rohrer

 

Warum quälen wir Schüler mit veralteten Brachialprüfungen, statt die Zeit für echtes Lehren zu nutzen?

 

Seit Jahren wird diskutiert – Matura zentral oder dezentral, jetzt wo sie zentral ist, wie kann sie zugleich fair, gerecht, durchschaubar, bewältigbar und objektiv sein? Viele sicher sehr bemühte Köpfe rauchen über diesen Fragen. Aber solange Menschen an der Matura beteiligt sind, wird das ein Wunschtraum bleiben.

Als Lehrer darf ich seit Jahren sehr viele Maturaprüfungen abnehmen – sowohl schriftlich als auch mündlich, wobei mein Fach nicht zentral geprüft wird. Und ich mag die Matura. Das ist schon immer wieder ein beeindruckendes Schauspiel und ich habe große Hochachtung vor allen Schülern und Prüfern für die enorme Energie, die sie in diese Leistungen stecken und stecken müssen. Und dafür, dass dies alles in den allermeisten Fällen mit großer Bravour über die Bühne gebracht wird.

Aber, und das ist ein großes Aber, wir brauchen sie nicht. Sie ist sogar schädlich. Die Matura stört beim konzentrierten Arbeiten. Gerade in dem Jahr, in dem es am allerfeinsten ist, mit unseren Schülerinnen und Schülern zu arbeiten dreht sich alles um diese seltsamen Brachialprüfungen am Schluss, sodass praktisch (verstärkt durch die neuen und für alle verpflichtenden Diplomarbeiten) mit Semester Schluss des normalen Programms ist. Die faktische Fast-Abschaffung der Vorbereitungsstunden zwischen schriftlicher und mündlicher Matura multipliziert diesen Effekt.

Dafür wird ein sündteures Theater um die Maturaprüfungen gemacht, die alles lähmen und allem widersprechen, was bis dahin gegolten hat. Es dürfen plötzlich, ein einziges Mal, bis zu fünf schriftliche Arbeiten in einer Woche stattfinden, es dürfen mehrere mündliche Prüfungen an einem Tag stattfinden und das Lehrer-Schüler-Verhältnis wird umgedreht. Anstelle einer Klasse, die einem Lehrer gegenübersitzt, ist der Schüler plötzlich allein vor mindestens fünf Lehrern. Schon allein aus dem Setting heraus entsteht dabei großer Stress.

Ich würde gern mit meinen Schülern ein tolles letztes Jahr in der Schule haben, das bis zum letzten Schultag dauert, mit ihnen arbeiten, diskutieren, Spaß haben. Die Matura aber zwingt zum Bulimielernen, Fächer, die nicht bei der Matura geprüft werden, können, selbst bei Interesse nicht mehr ganz ernst genommen werden, da die gesamte Energie in die letzten Prüfungen gesteckt werden muss.

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10.07.2016

Matura? Einfach abschaffen!
Matura? Einfach abschaffen!

Deine Meinung dazu ist uns wichtig!

Die ÖLI-UG ist bekannt für ihre offene Diskussionskultur.

Das Thema „Matura abschaffen“ mag beim ersten hinhören bei vielen einen Tabureflex auslösen.

Bei genauerer Betrachtung stellt man aber fest, dass die Unantastbarkeit der Matura auch nur ein Mythos von vielen im Bildungsbereich ist. Die Reaktionen unterstreichen dies. Als wäre die Matura etwas „Gottgewolltes“, wird ein Infrage stellen brüsk abgelehnt oder mitleidig belächelt. Eine konstruktive Diskussion ist meist nicht möglich. Der/die Kritiker/in wird zum „Kasperle“ gemacht. Zu Unrecht!
Für die ÖLI-UG ist eine faire Diskussion, ein offener Dialog auch über prekäre Fragen eine Selbstverständlichkeit. Deshalb würden wir uns über deine Diskussionsbeiträge, Anregungen und Ideen dazu sehr freuen.

 

Deine Kommentare bitte im Textfeld „Kommentare“ unter dem Blog „Matura? Einfach abschaffen!“

 

10.07.2016

Matura? Einfach abschaffen!
Matura? Einfach abschaffen!

Schulrankings: Was spricht dafür und was dagegen?

Bildungsministerin Sonja Hammerschmid (SPÖ) gibt die einzelnen Schulergebnisse bei der Matura nicht an die Öffentlichkeit. Das wird nicht von allen gutgeheißen, auch die Bildungsforscher sind sich bei der Beurteilung der Frage, ob ein Schulranking gut oder schlecht ist, nicht einig. Seit es standardisierte Tests wie die Zentralmatura gibt, stellen viele die Frage: Warum werden Resultate der Schulen nicht veröffentlicht? (Bernadette Bayrhammer in diepresse.com).
Die Argumentation des Bundesministeriums für Bildung BMB ist kurz und nachvollziehbar: „Wir wollen keine Schulen schlechtmachen.“ Frei übersetzt: Wenn man in Österreich eine solche Liste veröffentliche, beginne das Bashing einzelner Standorte. Jene Schulen, die es ohnehin schon schwieriger hätten, würden auch noch an den Pranger gestellt, so Bernadette Bayrhammer.
Das Ministerium, die Landesschulräte/der Stadtschulrat kennen die Ergebnisse der zentralen Tests, die Schulen und die Lehrer/innen wissen ebenfalls ihre Ergebnisse. Man wisse anhand dieser Daten, welche Schulen schlecht seien – und arbeite gemeinsam mit der Schulaufsicht daran, sie zu verbessern, stellt das BMB klar.
Ein aktuelles Beispiel aus Vorarlberg unterstreicht die Befürchtungen des BMB. Die Nennung jener Schulen in den Medien, die bei der Zentralmatura oder anderen standardisierten Tests schlecht abgeschnitten haben, nützen niemanden, sondern fügen den betroffenen Schulen einen, unter Umständen großen Imageschaden zu. Das wirkt sich wohl oder übel negativ auf die zukünftigen Schüleranmeldungen aus, das wiederum macht den Einsatz notwendiger und spürbarer Verbesserungsmaßnahmen deutlich schwieriger, vielleicht sogar unmöglich.

Die Junos - jungen Neos - sehen das anders. Sie wollen Schulen vergleichen, damit die Qualität steigern und Schüler/innen einbinden. Und all das sei „mit der Geheimniskrämerei des Bildungsministeriums rund um die Zentralmatura nicht möglich“, beklagen sie im Facebook und wollen deswegen „das Heft selbst in die Hand“ nehmen und „starten ‪#‎MaturaLeaks‬!“. NEOS Nationalratsabgeordnete Claudia Gamon postet dazu: „Unsere neue Bildungsministerin will die Schulergebnisse bei der Zentralmatura nicht veröffentlichen. Aber nur wenn wir hier transparent sind, können wir schwächere Standorte gemeinsam dabei unterstützen, besser zu werden. Schülerinnen und Schüler, sagt uns wie die Matura bei Euch an der Schule ausgefallen ist.“
Die „geleakte“ Schule in Vorarlberg könnte doch bei den jungen NEOS einmal anklopfen und nachfragen, wie sie, die Junos, in dieser Situation „schwächere Standorte gemeinsam dabei unterstützen [können], besser zu werden“. Nachfragen kost ja nichts, od´r!?  

 

06.07.2016

Schulbashing wegen Schulranking?
Schulbashing wegen Schulranking?

Doch keine "Ausbildungspflicht" für junge Asylwerber

Wie berichtet, sind in der Regierungsvorlage zur Ausbildungspflicht für Jugendliche bis 18 Jahre jugendliche Asylsuchende ausgenommen. Das Gesetz soll heute im Nationalrat beschlossen werden. Dafür ist eine Zweidrittelmehrheit und damit die Zustimmung der Grünen erforderlich.

Die Grünen lehnten die Ausgrenzung der jungen Asylwerber/innen bisher ab. Wie derStandard.at berichtet, können sich die Grünen als Kompromiss abfedernde Maßnahmen vorstellen, um außerhalb der Ausbildungspflicht Angebote für junge Asylwerber zu schaffen. Wie diese Angebote im Detail aussehen könnten, war Thema der Endverhandlungen am Dienstag. Möglich ist, dass sich die Parteien auf zusätzliche Deutschkursangebote für junge Asylsuchende einigen. Derzeit ist der Zugang für geflüchtete Menschen, die sich noch im laufenden Asylverfahren befinden, stark eingeschränkt.

 

06.07.2016

Ausbildungspflicht für Asylwerber gefordert
Ausbildungspflicht für Asylwerber gefordert

Die neuen VertreterInnen der Öli-UG in der Bundesleitung der BMHS-Gewerkschaft

Die neuen VertreterInnen der Öli-UG in der Bundesleitung der BMHS-Gewerkschaft sind Christine Mössler, Harald Sattek, Gary Fuchsbauer und (neu:) Karlheinz Rohrer.

Letzteren möchten wir hier vorstellen, bzw. sich selbst vorstellen lassen, indem wir seine Abschiedsrede zur Maturafeier an der BAKIP Hartberg 5B 2016 online stellen.

Diese Rede ist zwar sehr persönlich und direkt an seine Schülerinnen gerichtet, zeigt aber doch auch deutlich die Haltung, die die Öli-UG den SchülerInnen im Allgemeinen entgegenbringt.

05.07.2016


Schieder (SPÖ) auch für Ausbildungspflicht für Asylwerber

SPÖ-Klubobmann Andreas Schieder bestätigt, dass derzeit noch konstruktive Verhandlungen der Regierungs-fraktionen zum Thema  Ausbildungspflicht bis 18 Jahre mit den Grünen geführt werden, um die notwendige Zweidrittelmehrheit zu erreichen, berichtet die APA.

Schieder zeigt sich in einer Pressekonferenz optimistisch und geht davon aus, dass es zu einer Einigung kommt, die auch AsylwerberInnen in die Ausbildungspflicht miteinschließt. Die ÖVP lehnt bekanntlich diese Forderung der Grünen ab.

Schieder: „Es ist sinnvoll und sachlich richtig, die Ausbildungspflicht möglichst breit anzulegen. Wenn Jugendliche nur oder nicht einmal einen Pflichtschulabschluss haben, kommt das später auch der Gesellschaft viel teurer.“

Die ÖVP wiederum will nicht, dass auch für Asylwerber, deren Verfahren noch offen ist, eine Bildungspflicht bis 18 gilt, da sie ansonsten auch bei negativem Bescheid bis dahin im Land bleiben könnten. Schieder wiederum argumentiert, dass es falsch wäre, irgendwelche Gruppen auszuschließen. Ob ein Kompromiss etwa über eine stärkere Förderung von Sprach- und Qualifizierungskursen möglich wäre, ließ er offen, berichtet orf.at

 

05.07.2016

Ausbildungspflicht für Asylwerber gefordert
Ausbildungspflicht für Asylwerber gefordert

BMB will neue Leistungsbeurteilung und -beschreibung

Weil die Schulnoten oft nicht ein realistisches Abbild der Schüler/innen-Leistung geben, will das Bundesministerium für Bildung (BMB) ein neues System zur Leistungsbeurteilung und -beschreibung entwickeln: Ein Kompetenzraster soll dafür sorgen, dass Lehrer sich bei der Beurteilung nicht mehr an der Durchschnittsleistung der jeweiligen Klasse orientieren, berichtet orf.at.
Hans Neuweg, Abteilungsleiter für Wirtschafts- und Berufspädagogik an der Universität Linz und selbst viele Jahre Lehrer, sieht die Ursache der oft nicht aussagekräftigen Schulnoten nicht in einer unfairen und willkürlichen Benotung durch die Lehrer/innen. Sondern meint, dass die Pädagog/innen die Rangfolge bei der Leistung der Schüler/innen einer Klasse sogar sehr gut einschätzen - erst bei der Betrachtung über Klassen und Schulen hinweg hinkt die Vergleichbarkeit.
Obwohl die alte, aber immer noch aktuelle Leistungsbeurteilungsverordnung definiert, wie die Leistungen der Schüler/innen zu beurteilen sind, glaubt Neuweg, es gäbe „derzeit keine genaue Definition, was ein ‚Sehr Gut‘, ein ‚Gut‘ etc. eigentlich genau ist.“ Und deshalb orientierten sich Lehrer/innen bei ihrer Benotung - bewusst oder unbewusst - immer auch an dem Leistungsdurchschnitt, den es in der jeweiligen Klasse gibt.
Laut orf.at erarbeitet das BMB mit Lehrer/innen aus der Schulpraxis Kompetenzraster für jedes Fach und jede Schulstufe der Sekundarstufe. Diese sollen klar darstellen, wofür eine Note tatsächlich steht: Auf einem A4-Blatt pro Schüler und Semester soll dann ersichtlich sein, welche Teile des Lehrplans er schon beherrscht und wo er sich noch verbessern muss.

 

04.07.2016

Kommt eine neue Leistungsbeurteilungsverordnung?
Kommt eine neue Leistungs- beurteilungsverordnung?

Bildungsministerin Sonja Hammerschmid im Facebook

Seit heute ist die Facebook-Seite von Bundesministerin Sonja Hammerschmid online.
„Auf dieser Seite werden wir Sie über bildungspolitische Themen, Veranstaltungen und Wissenswertes zum Thema Schule informieren“, verspricht Patrizia Pappacena MA,
Pressesprecherin des Bundesministeriums für Bildung (BMB) und die Ministerin und ihre Mitarbeiter/innen freue sich „auf einen regen Austausch und hoffen, dass Sie die Facebook-Seite liken werden.“

 

03.07.2016

BM Hammerschmid im FB
BM Hammerschmid im FB

Mindestsicherung gestrichen: Flüchtlingsfamilie in Armut

derStandard.at Irene Brickner:  Seit April zahlt Niederösterreich an subsidiär schutzberechtigte Flüchtlinge keine Mindestsicherung mehr.
Kommentar Gerhard Pušnik:

Niederösterreich, das ist da, wo Erwin Pröll, die Venus von Willendorf und die Weinköniginnen zu Hause sind. NÖ ist auch da (laut Eigenwerbung), wo, wie nirgends sonst in Europa, "so viele Landschaften harmonisch zusammen" sind. Von der gewährten Mindestsicherung können Flüchtlinge nicht mehr leben. Ich nehme an, sie ernähren sich von der unvergleichlichen "Vielfalt von Landschaftstypen". "Raus aus dem Alltag, hinein ins Leben!" So lautet der NÖ-Werbespruch, der wohl nicht für alle gilt.

 

02.07.2016

Don Bosco Flüchtlingswerk: Österreich stellt wiederholt Kinderrechte in Frage
Don Bosco Flüchtlingswerk: Österreich stellt wiederholt Kinderrechte in Frage

Don Bosco Flüchtlingswerk: Österreich stellt Kinderrechte in Frage

Das Don Bosco Flüchtlingswerk mahnt die Regierung, die Ausbildung minderjähriger Flüchtlinge nicht zu vergessen.

OTS: Die Ausbildungspflicht bis 18 Jahre in Österreich soll nicht soll nicht für minderjährige Kinder gelten. Weil Ausbildung eines der wichtigsten Maßnahmen zur Verhinderung von Armut und Radikalisierung ist, ist der explizite Ausschluss dieser Flüchtlingskinder „kurzsichtig und ein Armutszeugnis für Österreich“, sagt Eva Kern, Geschäftsführerin des Don Bosco Flüchtlingswerkes, das von den Salesianern Don Boscos, den Don Bosco Schwestern und Jugend Eine Welt getragen wird. „Das Recht auf Bildung wird mündigen Kinderflüchtlingen, d.h. ab 14 Jahren, bis dato strukturell verwehrt. Es ist der Beginn eines Kreislaufes, der dazu führt, dass Menschen mit Fluchthintergrund nur schwer der Armut entrinnen können.“
Österreich stellt laut Kern wiederholt Kinderrechte in Frage, weil „das Recht auf Bildung seit 25 Jahren in der Kinderrechtskonvention verankert ist“. Kerns Forderung: „Es ist an der Zeit, allen Kindern, unabhängig von Status, Herkunft und Religion die gleichen Rechte einzuräumen. Dazu gehört auch das Recht auf Bildung und Ausbildung. Unabhängig davon, ob die jungen Menschen später in ihr Ursprungsland zurückkehren oder nicht.“
Die Widersinnigkeit der Flüchtlingspolitik Österreichs auch in diesem Zusammenhang ist für Kern offensichtlich: „Asylverfahren können bis zu 3 Jahre dauern. Anstatt den jungen Menschen in dieser Zeit Bildung zu ermöglichen, wird ihnen wertvolle Lebenszeit gestohlen. Lässt man junge Flüchtlinge mit österreichischen Jugendlichen lernen, lernen sie nicht nur miteinander, sondern auch solidarisch aneinander. Das wäre dann zugleich auch gelingende Integration.“
Fakten zu den Kinderrechts-Verletzungen auf http://www.keinehalbenkinder.at/

 

01.07.2016

Don Bosco Flüchtlingswerk: Österreich stellt wiederholt Kinderrechte in Frage
Don Bosco Flüchtlingswerk: Österreich stellt wiederholt Kinderrechte in Frage

Zentralmatura: Hohe Belastung für Prüfer/innen wegen suboptimaler Ablauforganisation

Die ÖLI-UG fordert, dass die Evaluation der Zentralmatura nicht mehr hauptverantwortlich durch das BIFIE erfolgen darf, sondern durch eine unabhängige Kommission erfolgen muss.

Kritische Analyse der Ablauforganisation dringend erforderlich

Eine Evaluation der Leistungen der Maturant/innen reicht nicht aus. Genauso wichtig ist die kritische Analyse der Ablauforganisation der Zentralmatura. Die Rückmeldungen der Prüfer/innen zeigen ein klares Bild: Durch die Zentralmatura sind die Belastungen deutlich gestiegen. Wobei die Vorbereitung der Schüler/innen im Unterricht auf die zentrale Prüfung größtenteils kein Problem für die Pägagog/innen darstellt. Der Stress wegen der meist nicht notwendigen komplizierten und aufwändigen Organisation seit der Einführung der Zentralmatura, mache die Belastung aus. 

Ein Beispiel ist die nicht nachvollziehbare extrem kurze Zeit für die Korrektur der schriftlichen Maturaarbeiten.

Deshalb unterstützt die ÖLI-UG die

 

Initiative: Mehr Zeit für die Korrektur der schriftlichen Maturaarbeiten

 

Unterstützungserklärung:

 

Ein Zeichen setzten gegen die (viel) zu kurze Korrekturzeit für die Maturaarbeiten.
Maria Eidherr-Schmid unterrichtet an einer BMHS in Tirol hat gemeinsam mit ihren betroffenen Kolleginnen und Kollegen eine wichtige Initiative gegen die zu kurzen Korrektur-zeiten im Rahmen der schriftlichen Zentralmatura gestartet. Ihre Forderung:
Aus gegebenem Anlass möchten wir Sie darüber informieren, dass die zeitlich vorgeschriebenen Richtlinien zur Korrektur der zentralen Matura unangemessen kurz sind und dadurch einige ernstzunehmende Reibungspunkte entstanden sind.
Darum fordern wir Sie dringend dazu auf, eine angemessene Adaptierung der zeitlichen Vorgaben für die Korrektur der schriftlichen Arbeiten im Rahmen der NR(D)P für die kommenden Jahre durchzuführen.

Bitte unterstützt die Initiative gegen zu kurzen Korrekturzeiten der schriftlichen Zentralmatura, indem ihr über diesen Link eine Online-Unterstützungserklärung abgebt: >> zur Unterstützungserklärung
Das von euch unterstützte Forderungsschreiben wird an die zuständigen Zentralausschüsse und Gewerkschaftsgremien und an die Ministerin Dr. Sonja Hammerschmid weitergeleitet. >> Forderungsschreiben

 

30.06.2016

Unterstützungserklärung: Mehr Zeit für die Korrektur der schriftlichen Reife-(undDiplom)prüfung
Unterstützungserklärung: Mehr Zeit für die Korrektur der schriftlichen Reife-(und Diplom)prüfung

Zentralmatura: Eine kleine Kommission für die Aufgabenerstellung

Die Grünen fordern eine kleine Fachkommission für die Aufgabenerstellung und eine unabhängige Kommission für die Ergebnisevaluation.
Kleine Fachkommission
Harald Walser: “In die Aufgabenerstellung durch das Bundesinstitut für Bildungsforschung (Bifie) sind mehr als 150 Personen involviert. Die Fachkommissionen sollten aus mindestens fünf Personen zusammengesetzt sein – etwa jeweils eine FachdidaktikerIn bzw. -wissenschafterIn einer Universität sowie drei Vertreter/innen der Schultypen (AHS-Langform/Oberstufenrealgymnasien/BHS).“ „Derzeit sind viel zu große Gruppen mit der Aufgabenstellung betraut. Am Schluss ist dann niemand verantwortlich dafür.“ Um die Unabhängigkeit zu garantieren, sollten die Kommission jedes Jahr mit neuen Vertreter/innen besetzt werden.
Unabhängige Kommission soll Prüfung prüfen
So wie die ÖLI-UG seit längerem, fordern auch die Grünen, dass nicht das BIFIE seine Arbeit selbst kontrollieren darf, sondern eine unabhängige Kommission die Ergebnisse und die Ablauforganisation der Zentralmatura evaluieren soll. „FachdidaktikerInnen und FachwissenschafterInnen sowie VertreterInnen aus den Schulen sollen in dieser Kommission vertreten sein“, so der Bildungssprecher der Grünen.

 

30.06.2016


Zentralmatura: Schönreden macht`s nicht besser

Durch die Kompensationsprüfungen konnte zwar das eher schlechte Abschneiden in der schriftlichen Matura einigermaßen korrigiert werden, trotzdem müssen nach den Ergebnissen der heurigen Zentralmatura noch einige dringende Fragen beantwortet werden.

Große Leistungsunterschiede überall

Genauestens analysiert werden müssen jedenfalls die Ursachen der teils gravierend unterschiedlichen Ergebnisse  zwischen den Bundesländern, Schultypen, Schulen und Klassen (Details werden leider vom bmbf unter Verschluss gehalten) in allen drei schriftlichen Maturafächern. Vor allem auffällig ist der Gender-Effekt bei den Leistungen in Englisch und Mathematik. Eine gute zusammenfassende Analyse dazu machte von Sebastian Fellner im derStandard.at

Wer sucht die Fehler?

Wichtig ist jedenfalls, dass nicht wie bisher üblich wieder das BIFIE selbst seine Arbeit evaluiert, sondern die Analyse/Untersuchung extern durchgeführt wird. Sonst, so die bisherigen Erfahrungen, werden wir mit hoher Wahrscheinlichkeit noch lange auf ein gutes Funktionieren der Zentralmatura warten müssen.  

Abschaffung der Kompensationsprüfung?

Die Abschaffung der Kompensationsprüfung zu fordern, wie dies der Sprecher der AHS-Direktoren, Wilhelm Zillner und der Klagenfurter Mathematikdidaktiker Werner Peschek medial sehr erfolgreich tun, lenkt die Diskussion in eine falsche Richtung. Das sieht auch BHS-Lehrervertreter Himmer (fsg) im Interview im der.standard.at so: „"Das gab es ja auch bei der alten Matura, und die Fragen sind ja auch für diese Prüfung zentral erstellt. Dass so viele danach positiv waren, ist eigentlich ein Zeichen, dass sie die Chance genützt und sich darauf besonders konzentriert haben. Das gehört zu einer fairen Prüfung dazu – gerade bei so einer Einmalprüfung." Zillner glaubt jedoch, dass „man“ bei der mündlichen Kompensationsprüfung „ein wenig die Objektivität“ verliere, „weil es menschelt". Diese Aussage hat es in sich. Unterstellt er und Peschek doch damit den Direktor/innen, dass sie entweder als Kommissionsvorsitzende oder Kommissionsmitglieder in der Funktion der Schulleiter/in unkorrekte, weil nicht objektive Kommissionsbeschlüsse tolerieren. Ein dienstrechtlich heikles Vergehen. Und wenn der Sprecher der AHS-Direktor/innen mangelnde Objektivität bei den mündlichen Kompensationsprüfungen diagnostiziert, müsste er doch bei allen mündlichen Reifeprüfungen zum selben Ergebnis kommen. Will er diese auch abschaffen?

 

29.06.2016

Manfred DOffizielle Ergebnisse der schriftlichen Reife- bzw. Reife- und Diplomprüfung 2015/16eix
BHS
Offizielle Ergebnisse der schriftlichen Reife- bzw. Reife- und Diplomprüfung 2015/16
AHS

Offizielle Ergebnisse der schriftlichen Ru(D)P AHS+BMHS 2015/16

Erste Ergebnisse der schriftlichen Reife- bzw. Reife- und Diplomprüfung an AHS/BHS/Bildungsanstalten im Haupttermin 2015/16
Zu den detaillierten Notenverteilungen vgl. Tabellen und Grafiken (>> Download)
Gesamte Pressemitteilung (>> Download)

 

Auszug aus der Pressemitteilung des bmbf

Ergebnisse nach Schularten
Die schriftliche Reife- bzw. Reife- und Diplomprüfung haben bestanden:
Gesamt:
o    99,0% der Kandidat/innen in Deutsch
o    96,7% der Kandidat/innen in Englisch
o    93,8% in Mathematik bzw. Angewandter Mathematik
AHS:
o    98,9% der Kandidat/innen in Deutsch (2015/16: 99,5%)
o    97,9% der Kandidat/innen in Englisch (2015/16: 97,9%)
o    93,1% in Mathematik (2015/16: 96,7%)
BHS:
o    99,1% der Kandidat/innen in Deutsch
o    95,5% der Kandidat/innen in Englisch
o    94,6% in Angewandter Mathematik

 

Bei einem Vergleich der Ergebnisse der Schularten ist darauf Bedacht zu nehmen, dass sich die Konzeption der schriftlichen Reife- bzw. Reife- und Diplomprüfung an den lehrplanmäßigen Erfordernissen der jeweiligen Schulart orientiert. Daher gibt es in einigen Prüfungsgebieten Abweichungen zwischen den Prüfungsformaten sowie in der verpflichtenden Wahl der Prüfungsgebiete.


Ergebnisse nach Bundesländern
Die Ergebnisse differieren z.T. deutlich zwischen den Bundesländern. Unterschiede sind vor den Kompensationsprüfungen deutlicher sichtbar.
Ausgewählte Ergebnisse:
AHS:
o    Deutsch: Die Sehr-gut-Quote liegt in den Bundesländern zwischen 13,3% in Vorarlberg und 21,0% Kärnten (jeweils vor den Kompensationsprüfungen), die Zahl der Nicht genügend zwischen 4,2% (Oberösterreich) und 9,3% (Burgenland). Nach den Kompensationsprüfungen liegen die Nicht-genügend-Quoten der Bundesländer zwischen 0% und 2,5%.
o    Englisch: hohe Quote an Sehr gut (31,5%) und niedrige Nicht-genügend-Quote (3,9%) in Wien, ähnlich in Oberösterreich (27,4% Sehr gut, 3,7% Nicht genügend) – alles vor den Kompensationsprüfungen
o    Mathematik: Nicht-Genügend-Quoten schwanken zwischen 13,4% in Oberösterreich und 33,2% in Vorarlberg; nach den Kompensationsprüfungen liegen die Nicht-genügend-Quoten zwischen 2,7% und 9,9%.
BHS:
o    Deutsch: Hier hat Kärnten vor den Kompensationsprüfungen mit 1,2% die niedrigste Nicht-genügend-Quote und die höchste Quote an Sehr gut (19,2%).
o    Englisch: Hohe Quote an Sehr gut in Wien (19,9%). Geringste Nicht-genügend-Quote in Tirol (7,4%). Nach den Kompensationsprüfungen bewegen sich alle Bundesländer zwischen 2,8% und 7,8% Nicht genügend.
o    Angewandte Mathematik: Hier ist Oberösterreich vor den Kompensationsprüfungen das beste Bundesland (10,0% Sehr gut, 9,4% Nicht genügend). In Vorarlberg (18,3%), Wien (19,1%) und Salzburg (19,5%) gibt es prozentuell die meisten Nicht genügend. Nach den Kompensationsprüfungen liegen die Nicht-genügend-Quoten zwischen 3,0% und 8,7%.

 

28.06.2016

Manfred DOffizielle Ergebnisse der schriftlichen Reife- bzw. Reife- und Diplomprüfung 2015/16eix
BHS
Offizielle Ergebnisse der schriftlichen Reife- bzw. Reife- und Diplomprüfung 2015/16
AHS

Manfred Deix ist tot – er wird uns fehlen!

Über Jahrzehnte hat er mit seinen Cartoons aktuelle und vor allem wichtige gesellschaftspolitische Themen in seiner unnachahmlichen Art und Weise dargestellt. Seine Aquarelle waren immer der Spiegel der österreichischen Gesellschaft – wahr und schonungslos. Dabei malte er niemals gegen die Schwachen an, sondern gegen Rassismus, Sexismus, Bigotterie, Korruption und Spießbürgertum (ORF). Er wird uns fehlen!
Der Beach Boy unter den Zeichnern. Das Enfant terrible der heimischen Karikaturszene. Keiner konnte die Spezies Österreicher in ihren charakteristischen Ausprägungen so genau beobachten und bis zur Kenntlichkeit so überzeichnen, dass man diesen Figuren tatsächlich immer wieder begegnet. Oder einer den anderen unter fettleibigen, glubschäugigen Gestalten plötzlich erkennt: "Franz, das bist ja du!", schreibt Werner Rosenberger im Kurier.
Und Doris Priesching im Standard: Deix selbst bezeichnete sich als "Lustzeichner", aber auch als "Harmoniejunkie". Und genau so lassen sich seine Kreaturen lesen: Als die ganz normale oder, besser, grindige Grundnatur von Herrn und Frau Österreicher, vornehmlich bei diversen Verrichtungen des Alltags zwischen Sadomaso-Sex und Muttermord inklusive saftigen Versen und allem, was dazugehört: Zumpferln, Dutteln, Wabbelbäuchen, Hängeärschen, Bremsspuren, Ejakulationsflecken.
Er war das Neue, das Unerhörte, das Provokante in Person (News) – und das bis heute.

 

27.06.2016

Manfred Deix
Manfred Deix Foto: Kurier

Initiative: Mehr Zeit für die Korrektur der schriftlichen Maturaarbeiten

Unterstützungserklärung:

Ein Zeichen setzten gegen die (viel) zu kurze Korrekturzeit für die Maturaarbeiten.
Die ÖLI-UG unterstützt die Initiative: Mehr Zeit für die Korrektur der schriftlichen Maturaarbeiten
Maria Eidherr-Schmid unterrichtet an einer BMHS in Tirol hat gemeinsam mit ihren betroffenen Kolleginnen und Kollegen eine wichtige Initiative gegen die zu kurzen Korrektur-zeiten im Rahmen der schriftlichen Zentralmatura gestartet. Ihre Forderung: Aus gegebenem Anlass möchten wir Sie darüber informieren, dass die zeitlich vorgeschriebenen Richtlinien zur Korrektur der zentralen Matura unangemessen kurz sind und dadurch einige ernstzunehmende Reibungspunkte entstanden sind.
Darum fordern wir Sie dringend dazu auf, eine angemessene Adaptierung der zeitlichen Vorgaben für die Korrektur der schriftlichen Arbeiten im Rahmen der NR(D)P für die kommenden Jahre durchzuführen.
Bitte unterstützt die Initiative gegen zu kurzen Korrekturzeiten der schriftlichen Zentralmatura, indem ihr über diesen Link eine Online-Unterstützungserklärung abgebt: >> zur Unterstützungserklärung
Das von euch unterstützte Forderungsschreiben wird an die zuständigen Zentralausschüsse und Gewerkschaftsgremien und an die Ministerin Dr. Sonja Hammerschmid weitergeleitet. >> Forderungsschreiben

 

27.06.2016

Unterstützungserklärung: Mehr Zeit für die Korrektur der schriftlichen Reife-(undDiplom)prüfung
Unterstützungserklärung: Mehr Zeit für die Korrektur der schriftlichen Reife-(und Diplom)prüfung

Pro & Contra: Verpflichtendes Feedback in den Schulen

Untertitel zum Artikel "Pro & Contra: Sollen Schüler ihre Lehrer bewerten?" in spiegel.de: Aufruhr in Bayern: Referendare müssen ihre Schüler jetzt regelmäßig um ein Feedback bitten. Ist das sinnvoll - oder trauen sich Lehrer bald nicht mehr, schlechte Noten zu vergeben?
Die Diskussion über die Feedbackkultur in den Schulen ist auch in Österreich weder neu noch weniger kontrovers wie in Deutschland. Auch die Expert/innenmeinungen zum sinnvollen Einsatz der vielzähligen Feedbackmodelle können kaum unterschiedlicher sein. Entsprechend fallen auch die Kommentare zum aktuellen Vorstoß des Bayerischen Bildungsministeriums aus. Ab nächstem Schuljahr müssen sich Referendar/innen in 55 Modellversuchsschulen im Laufe ihrer Ausbildung mindestens zwei Mal ein Feedback von ihren Schüler/innen einholen.
spiege.de lässt in einer Rubrik „pro & contra“ einen Befürworter - Georg Eisenreich, Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kultur und einen Gegner der Maßnahme - Max Schmidt, Vorsitzender des Bayerischen Philologenverbandes zu Wort kommen.

26.06.2016

Feedback in Schulen
Grafik: G. Pedrazzoli

Erasmus – (zu)viel Lob von der EU-Kommission

Die EU-Kommission hat wieder einmal eine Studie über ihr Erasmusprojekt veröffentlicht. Um es vorab zu sagen – es ist gut, dass es Erasmus gibt. Das Austauschprogramm ermöglicht europäischen Studenten in ganz Europa semesterweise zu studieren. Aber die EU-Studie zeigt, dass man es auch mit Lob übertreiben kann.

Emily Walten stellt im Falter zum EU-Kommissionsbericht einige spannende Fragen.

Dazu noch ein Kommentar in der FB-Gruppe „BILDUNG IST ZUKUNFT - FÜR ALLE MENSCHEN IN ÖSTERREICH!“ zum Falter-Artikel: „Die Erasmus Lobhudelei nervt ganz gewaltig.

Es bleibt nämlich völlig ausgeklammert, dass Studierende, die auf Stipendien angewiesen sind sich den Auslandsaufenthalt kaum leisten können, da sie häufig mit Anrechnungsschwierigkeiten zu kämpfen haben und daher der Verlust der Beihilfen droht.“

25.06.2016

Erasmus

Jochen Krautz: Kompetenz als Problem

derStandard.at: Hartmut Volk interviewt Prof. Jochen Krautz zum Thema: "Der Fluch der Kompetenzen"
Prof. Dr. Jochen Krautz ist Professor für Kunstpädagogik am Fachbereich F – Design und Kunst der Bergischen Universität Wuppertal.

 

Die Ergebnisse seiner wissenschaftlichen Analysen der Hintergründe und Auswirkungen des Kompetenz-konzepts in Schule und Bildung können wie folgt zusammengefasst werden.
Das Kompetenzkonzept ist wissenschaftlich ungeklärt. Es dient, Bildung messbar zu machen.
• Kompetenzkataloge kann man nicht unterrichten.
• Kompetenzorientierung vernachlässigt die Inhalte und senkt das Bildungsniveau.
• Kompetenzen vernachlässigen die Moralität und steuern das Wollen.
• Kompetenzen zielen auf Anpassung.
• Die OECD verfolgt eine Strategie kultureller Entwurzelung.
• Folge in Schule und Elternhaus: Verwirrung und Verlust von Pädagogik und Didaktik.

 

Auf Einladung der Unabhängige Bildungsgewerkschaft (UBG) und der Vorarlberger Lehrer/innen Initiative (VLI) hielt Prof. Krautz einen beeindruckenden Vortrag in Vorarlberg. Wolfgang Türtscher, Obmann des ÖAAB-Lehrer Vorarlberg, titelte in einem Kommentar über den Vortrag: „Kompetenz als Problem. Oder: Was als Unsinn entlarvt ist, muss niemand befolgen.“

 

Dazu ein Auszug aus dem Interview: 
Wer kompetent ist, verfügt über entsprechende Kenntnisse und Fähigkeiten, so das Alltagsverständnis. Der Pädagoge Jochen Krautz kommt aber zu einem anderen Schluss STANDARD: Weshalb ist die Zuschreibung "kompetent" für Sie mit Vorsicht zu genießen? Krautz: Weil sie nicht hält, was sie verspricht. Jeder will heute einen "kompetenten" Menschen als Ansprechpartner. Ob Arzt, Bankberater, Kfz-Mechaniker oder Verkäufer, alle sollen sie kompetent sein. Was soll also schlecht daran sein, wenn bereits die Schüler auf Kompetenz hin unterrichtet werden, fragt sich der Laie. Nun, schlecht daran ist, dass das in den Schulen und Universitäten eingeführte Kompetenzkonzept massiv das Bildungsverständnis verändert. Bildung zielte auf Selbstständigkeit im Denken auf der Grundlage von Wissen und Können. Die Vermittlung von Kompetenzen hingegen zielt auf vordergründiges Funktionieren, auf Bereitschaft zur Anpassung an den globalen Wandel. Das halte ich für hochproblematisch, zumal von den Betrieben zunehmend beklagt wird, dass dieses selbstständige Denken faktisch ab- anstatt zunimmt, wie es die Verfechter des Kompetenzkonzeptes versprechen.

24.06.2016

Jochen Krautz: Kompetenz als Problem
Jochen Krautz: Kompetenz als Problem

UGÖD in der GÖD: … läuft noch nicht alles rund …

Die APA berichtet von der Pressekonferenz der Unabhängigen Gewerkschafter/innen in der GÖD (UGÖD):

Ein Jahr nach der Kooptierung in den Vorstand der Beamtengewerkschaft fühlen sich die Unabhängigen Gewerkschafter (UGÖD) dort noch immer nicht angekommen. Beim Bundeskongress im Oktober, bei dem über die Nachfolge von GÖD-Chef Fritz Neugebauer (ÖVP) entschieden wird, will man weiter gegen dessen „System“ ankämpfen, kündigte Vorsitzender Reinhart Sellner am Mittwoch bei einer Pressekonferenz an.

Ein Urteil des Obersten Gerichtshofes hatte im Juni 2014 den Anspruch auf ein Mandat im GÖD-Vorstand für die Unabhängigen bestätigt, ein Jahr später wurde die UGÖD offiziell als Fraktion anerkannt. Laut Sellner hat sich seitdem viel getan: „Es gibt materielle Möglichkeiten, die wir gar nicht gekannt hatten.“ Zudem könne man nun monatlich im Vorstand die Anliegen einbringen, Sellner spricht von einer „Sickerwirkung“. Vor allem für „Zukunftsinvestitionen“ wie in Bildung, Soziales und Gesundheit engagiert sich die unabhängige Fraktion.

Dennoch laufe noch nicht alles rund, beklagt Sellner, der Bildungsreferent im Vorstand ist. Das Büro, das seinem Vorgänger zur Verfügung gestanden war, dürfe er nach wie vor nicht nutzen: „Wir haben uns nicht vorgestellt, dass der Raummangel in der GÖD akut wird in dem Monat, wo unabhängige Gewerkschafter hineinkommen.“

Trotz des „kritischen Verhältnisses“ zum GÖD-Vorsitzenden sei aber nicht alles schlecht, meint Sellner. So habe Neugebauer die UGÖD nach dem OGH-Urteil kooptiert, was ihm nicht nur Dankbarkeit aus der eigenen Fraktion gebracht habe.

23.06.2016

UGÖD: Heute, am 22. 6. 2016 ist unser Jahrestag der GÖD-Anerkennung!
Pressekonferenz UGÖD
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UGÖD: Wir feiern Jubiläum!

Heute, am 22. 6. 2016 ist unser Jahrestag der GÖD-Anerkennung!

Ein Jahr ist es nun her, dass die GÖD das gerichtliche Urteil umsetzen musste und wir endlich einen Sitz im GÖD-Vorstand bekamen.

Ein Jahr aktive Demokratie! Ein Jahr aktiver Vorsitz in der GÖD, tatkräftige Mitbestimmung, endlich mehr Ressourcen und viel mehr Möglichkeiten! Wir wollen euch allen daher unseren herzlichsten Dank aussprechen – weil ihr hier viel zu selten lobend erwähnt werdet! Danke, ihr Lieben! Danke für all euer Engagement und den grandiosen Zusammenhalt. Wir haben bereits viel erreicht, und noch viel mehr vor! Danke für jede kostbare Minute, wenn ihr im passenden letzten Augenblick als einzige Rückgrat zeigt, wenn ihr euch einsetzt für Kurskorrekturen, gestrandete KollegInnen und ein faires Arbeitsklima. Ja, und noch für viele 1000 weitere Dinge, über die wohl niemand groß ein Wort verlieren würde – aber wenn sie fehlen, trauern alle. Es tut einfach gut, euch zu haben. Gemeinsam sind wir ein wundervolles Team, das noch viele weitere Pläne umsetzen kann und wird. :-)

Und es gibt wieder Neues: Andreas Daniel ergänzt nun das kleine UGÖD-Sekretariat tatkräftig. Er entwirft seit diesem Jahr auch den Rundbrief (siehe Download rechts), und hilft bei der Erstellung einer Info-Broschüre über die GÖD. Falls ihr also von ihm in Zukunft Mails bekommt, dann ist das in Ordnung. Andreas macht in seiner Freizeit übrigens alternative Dokumentarfilme, mehr dazu auf Seite 3, und im Interview mit Yanis Varoufakis auf Seite 9.

Zum Jubiläum gibt es ein Video dazu: "Anerkannt und ausgesperrt"

22.06.2016

UGÖD: Heute, am 22. 6. 2016 ist unser Jahrestag der GÖD-Anerkennung!
Heute, am 22. 6. 2016 ist unser Jahrestag der GÖD-Anerkennung!
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UGÖD-Rundbrief 6/2016
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Ex-Hypo Alpe Adria: Weitere 1,5 Mrd Euro aus Steuertopf - und kein Ende in Sicht.

Schelling schießt Geld nach und übernimmt Milliardenhaftung, titelt derStandard.at.
Aus dem Steuertopf werden 1,5 Mrd Euro an die staatliche Abbag, die das Rückkaufangebot von Heta-Anleihen finanziert, nachbezahlt. „Das ist ein Fünftel unseres jährlichen Bildungsbudgets, das ist in etwa das Dreifache von dem, was heuer im Bildungsbudget fehlt und der Staat angeblich nicht aufbringen kann“, ärgert sich Harald Walser. „Das ist das Geld, mit dem wir in die Zukunft unseres Landes investieren könnten, indem wir genügend LehrerInnen anstellen, genügend Unterstützungspersonal engagieren, das Geld, das in vielen Schulen fehlt, um die Kinder ordentlich fördern zu können.“
Obwohl Finanzminister Schelling versprach, keine öffentlichen Mittel mehr für die Nachfolgeeinheit Heta lockerzumachen, wird er weitere Milliarden aus Steuergeldern zuschießen (müssen?). Ein Ende der Belastungen der österreichischen Steuerzahler/innen im ganzen Bankenrettungs-Krimi (nicht nur der Hypo Alpe Adria) ist noch nicht abzusehen. Die 1,5 Mrd Euro Cash-Überweisung ist nur ein Teil der zusätzlichen Belastungen. Wegen der aktuellen Probleme mit der Abbaugesellschaft des Bundes (Abbag) übernimmt, laut derStandard.at, Schelling auch die Haftung für den Kärntner Zahlungsausgleichsfonds KAF, der letztendlich den Anleihenrückkauf durchführt. Elf Milliarden Euro stark ist das Fangnetz für den Fall, dass der Fonds seine Schulden im Zusammenhang der Abfindung der Gläubiger nicht bedienen kann. De facto sind die Kärntner Haftungen damit auf den Bund übergegangen. Damit muss auch das Bundeshaftungsobergrenzengesetz geändert werden. Neues Limit: 197 Milliarden Euro!
Finanzminister Schelling rühmt sich gerne für seine restriktive und steuergeldschonende Budgetpolitik. Das trifft auch auf alle Budgets zu, die irgendwie mit Sozialem oder Bildung zu tun haben. Wie es sich eben für einen ordentlichen Altneoliberalen gehört. Geht es aber um die ganz großen Zocker in der Finanzwirtschaft, ist Schelling mit der Verteilung des ihm anvertrauten Steuergeldes wenig zurückhaltend und verzichtet auch gerne auf seine autoritären und arroganten Belehrungen, Mahnungen und Drohungen, die er ansonsten als Beipack jeder Budgetzuweisung mitreicht.
Die Folgen sind nicht nur ökonomisch katastrophal, sondern wirken sich auch gesellschafts- und sozialpolitisch dramatisch aus.
Harald Walser:  Und das Paradoxe dabei: Nicht dass sich der Zorn gegen die Verursacher richten würde, nein, da wird gegen jene gehetzt und getreten, die nichts mit dieser unfassbaren Verbrennung von Volksvermögen zu tun haben. Die wenigsten Täter, die diese "Gaunerbank mit Mafiageschäftsmethoden" (Werner Kogler) aufgezogen haben, wurden jemals zur Verantwortung gezogen.
Tipp: Die am letzten Donnerstag gelaufene ORF-Dokumentation "Am Schauplatz" zeigt, wohin Teile der Gelder verschwunden sind.

21.06.2016

Ex-Hypo Alpe Adria: Weitere 1,5 Mrd Euro aus Steuertopf - und kein Ende in Sicht.
Ex-Hypo Alpe Adria: Weitere 1,5 Mrd Euro aus Steuertopf - und kein Ende in Sicht.

Heute ist Weltflüchtlingstag

Die UN-Vollversammlung hat den 20. Juni zum zentralen internationalen Gedenktag für Flüchtlinge ausgerufen. Dieser Tag wird in vielen Ländern von Aktivitäten und Aktionen begleitet, um auf die besondere Situation und die Not von Millionen Menschen auf der Flucht aufmerksam zu machen.
Der Weltflüchtlingstag ist den Flüchtlingen, Asylsuchenden, Binnenvertriebenen, Staatenlosen und RückkehrerInnen auf der ganzen Welt gewidmet, um ihre Hoffnungen und Sehnsüchte nach einem besseren Leben zu würdigen.

 

Dazu ein Auszug aus „Das Europa der Nationalisten“ von Patrick Gensing, Blogger & Journalist
……………
Die Vision eines vereinigten Europas löst sich angesichts der Konflikte auf dem Kontinent zunehmend auf. Die EU trägt ihren Anteil an der Krise, sie präsentiert sich in großen Teilen als wahlweise bürokratischer oder technokratischer Player, dem weder die nationalen Regierungen noch die Bevölkerung über den Weg trauen.

Auch in der Flüchtlingskrise versagt der Kontinent komplett. Hier wäre die Chance gewesen, mutig voranzugehen und Sonntagsreden mit Leben zu erfüllen. Doch die nationalen Interessen der Mitgliedsstaaten verhinderten dies – und der EU fehlen die Mittel, um wenigstens Quoten zur Verteilung der Flüchtlinge durchzusetzen.
Dabei wäre eine handlungsfähige und demokratisierte EU dringend nötig. Eine Union, die denen, die es brauchen, eine Identität als europäische Bürger bietet – und denen, die es benötigen, Schutz und soziale Sicherung. Die politische Rechtsaußen bedienen die „identitäre“ Sehnsucht durch nationale Legenden und setzen strategisch auf Russlands Präsidenten Putin. Ihr Horizont endet bei Kleinfamilie, Volk und Vaterland.
against-nationalism
Solange es gemeinsame Feindbilder gibt, wie die EU oder Flüchtlinge, hält die Internationale der Nationalisten zusammen. Wenn es dann um ein gemeinsames Gestalten geht, brechen Hass und Ressentiments aus. Dies war in den vergangenen Jahren im Europaparlament mehrmals zu beobachten, als sich Fraktionszusammenschlüsse von Nationalisten verschiedener Länder zerlegten.
Es sei leicht, schrieb der kirgisische Schriftsteller Tschingis Torekulowitsch Aitmatow, „Nationalismus zu entfachen, aber sehr schwer, ihn wieder unter Kontrolle zu bringen“. Noch hat Europa die Wahl.

20.06.2016

Es sei leicht, schrieb der kirgisische Schriftsteller Tschingis Torekulowitsch Aitmatow, „Nationalismus zu entfachen, aber sehr schwer, ihn wieder unter Kontrolle zu bringen“. Noch hat Europa die Wahl.
Es sei leicht, schrieb der kirgisische Schriftsteller Tschingis Torekulowitsch Aitmatow, „Nationalismus zu entfachen, aber sehr schwer, ihn wieder unter Kontrolle zu bringen“. Noch hat Europa die Wahl.

Schulbuchverlag Veritas entfernt Christian Felber aus "Geospot"

Wie die ÖLI ausführlich auf ihrer HP diskutierte (siehe Felber1 und Felber2), regten sich vor zwei Monaten einige, vornehmlich  konservative Wirtschaftswissenschaftler/innen fürchterlich darüber auf, dass im AHS-Schulbuch „Geospot“ neben John Maynard Keynes, Milton Friedman, Karl Marx und Friedrich August Hayek der Begründer der Gemeinwohlökonomie als bedeutender Vertreter alternativer Wirtschaftstheorien genannt wird.
Laut OÖN, hat in diesem Zusammenhang Unterrichtsministerin Sonja Hammerschmid auf eine Anfrage von Bundesrat Fürlinger geantwortet. Der Verlag Veritas werde statt Christian Felber, den Begründer der Gemeinwohlökonomie, in der nächsten Auflage des Schulbuches „Geospot“ einen anderen Vertreter alternativer Wirtschaftstheorien abbilden.

Zutiefst bedenklich, wenn eine Unterrichtsministerin und ein Schulbuchverlag auf den Zuruf einiger Mainstream-Ökonom/innen unter Führung von Bundesrat Klaus Fürlinger reagiert und das Bild Christian Felbers und die Nennung seiner Gemeinwohlökonomie für die nächste Auflage entfernt. Sollen damit etwa die Schüler und Schülerinnen ferngehalten werden von Alternativen zu unserem neoliberalen Wirtschaftssystem, das die Schere zwischen Arm und Reich immer größer werden lässt und sich einzig am Profit orientiert ohne Rücksicht auf ökologische, soziale, kulturelle und ökonomische Folgen und das weltweite Wirtschafts- und Finanzkrisen, ökologische Katastrophen, Kriege um Ressourcen usw. hervorbringt? Auch diese Frage sollte uns die Ministerin beantworten.

19.06.2016


Initiative: Mehr Zeit für die Korrektur der schriftlichen Maturaarbeiten

Unterstützungserklärung:

 

Ein Zeichen setzten gegen die (viel) zu kurze Korrekturzeit für die Maturaarbeiten.

Die ÖLI-UG unterstützt die Initiative: Mehr Zeit für die Korrektur der schriftlichen Maturaarbeiten

Maria Eidherr-Schmid unterrichtet an einer BMHS in Tirol hat gemeinsam mit ihren betroffenen Kolleginnen und Kollegen eine wichtige Initiative gegen die zu kurzen Korrektur-zeiten im Rahmen der schriftlichen Zentralmatura gestartet.
Ihre Forderung:
Aus gegebenem Anlass möchten wir Sie darüber informieren, dass die zeitlich vorgeschriebenen Richtlinien zur Korrektur der zentralen Matura unangemessen kurz sind und dadurch einige ernstzunehmende Reibungspunkte entstanden sind.
Darum fordern wir Sie dringend dazu auf, eine angemessene Adaptierung der zeitlichen Vorgaben für die Korrektur der schriftlichen Arbeiten im Rahmen der NR(D)P für die kommenden Jahre durchzuführen.

Bitte unterstützt die Initiative gegen zu kurzen Korrekturzeiten der schriftlichen Zentralmatura, indem ihr über diesen Link eine Online-Unterstützungserklärung abgebt: >> zur Unterstützungserklärung
Das von euch unterstützte Forderungsschreiben wird an die zuständigen Zentralausschüsse und Gewerkschaftsgremien und an die Ministerin Dr. Sonja Hammerschmid weitergeleitet. >> Forderungsschreiben

 

18.06.2016

Unterstützungserklärung: Mehr Zeit für die Korrektur der schriftlichen Reife-(undDiplom)prüfung
Unterstützungserklärung: Mehr Zeit für die Korrektur der schriftlichen Reife-(und Diplom)prüfung

Nationalrat beschließt Bildungsreformpaket 1

Bildungsministerin Sonja Hammerschmid betont die Verbesserung der Chancengleichheit durch die beschlossene Schulrechtsnovelle
parlament.gv.at:  Der Nationalrat beschließt mehrheitlich das erste Gesetzespaket zur Bildungsreform. Wie auf dieser Seite berichtet, sind die zentralen Punkte dieser Novelle zum Schulrecht die neue Schuleingangsphase, die Sprachförderung und mehr Autonomie für Volksschulen in der Leistungsbeurteilung und der Sprengelverwaltung.
Im Rahmen der Schuleinschreibung in die Volksschule müssen die Eltern Unterlagen vorlegen, die während der Kindergartenzeit zur Dokumentation des Entwicklungsstandes, insbesondere des Sprachstandes des Kindes, erstellt wurden. Damit soll ein besserer Übergang in die Volksschule erreicht werden.
De facto abgeschafft wird mit der Novelle das Sitzenbleiben in der Volksschule, denn bis zur dritten Klasse sind die Schüler/innen berechtigt, in die nächsthöhere Schulstufe aufzusteigen. Die Möglichkeit eines „unterjährigen“ Wechsels der Schulstufe wird zukünftig nicht nur mehr in der ersten und zweiten, sondern auch in der dritten Klasse möglich sein.  Die alternative Leistungsbeurteilung ist jetzt auch im Regelschulwesen, also auch ohne Schulversuch möglich.
Eine höchstens zwei Jahre dauernde Förderung außerordentlicher Schüler/innen mit mangelnden Deutschkenntnissen kann in „Sprachgruppen“ erfolgen. Über die Einrichtung dieser Gruppen bzw. Kurse entscheidet die jeweilige Behörde.
Weitere wichtige Änderungen:
Den Schulen wird ein Optionsrecht für die Verschiebung (max. 2 Jahre) der Einführung der  "Oberstufe Neu" eingeräumt. 
Berufsorientierung in der Sekundarstufe wird gesetzlich festgeschrieben. Je nach Schultyp als Pflichtpraktikum oder im Rahmen fünf unterrichtsfreier Tage.
Der Einsatz von Lehrbeauftragten zur Vermittlung von Praxiswissen an BMHS wird auch erleichtert.

In einem Abänderungsantrag wurde beschlossen, dass die Schulleitung nach Anhörung des Schulgemeinschaftsausschusses „schul(leitungs)autonom“ beschließen kann, welche der in Frage kommenden Teilprüfungen vorgezogen werden oder eben nicht. In der Gesetzesvorlage war ein Vorziehen von Teilprüfungen für alle Prüfungsgebiete vorgesehen, die bereits im vorletzten Schuljahr lehrplanmäßig abgeschlossen wurden.

 

17.06.2016

Nationalrat beschließt Bildungsreformpaket 1
Fot: Joachim Wiesner

Lehrerausbildung NEU für Fachtheoretiker und Fachpraktiker

Die Lehrerausbildung NEU für Fachtheoretiker und Fachpraktiker wurde dieser Tage durch einen Erlass geregelt. Grundsätzlich ist für die Erlangung des Lehramtes ein berufsbegleitendes Bachelorstudium im Ausmaß von 240 ECTS erforderlich, ABER es gibt einige wichtige Anrechnungen. Ein Vorbereitungsseminar zur „Einführung in die Strukturen und Rechtsgrundlagen des Schulwesens“ erfolgt vor Aufnahme der Unterrichtstätigkeit.
1. Fachtheoretiker an HTLs:
  1.1. Option Dienstrecht neu (siehe Grafik links oben):
Berufsbegleitendes Bachelorstudium 240 ECTS
Angerechnet werden für das Masterstudium 180 ECTS
Die verbleibenden 60 ECTS enthalten:
•    15 EC Pädagogisch-praktische Studien (im eigenen Unterricht)
•    5 – 10 EC Bachelorarbeit
•    Rest 20% - 50% Fernstudienanteil
Mindeststudiendauer: 4 Semester
Workload: 1 Tag/Woche Präsenz an der PH zusätzlich ca. 1 Tag/Woche Online- bzw. Selbststudium.
Das Studium ist innerhalb von 5 Jahren abzuschließen
  1.2. Option Dienstrecht alt
Entsprechend dem bisherigen „Neulehrerlehrgang“ sind Lehrveranstaltungen im Ausmaß von 15 ECTS an der PH zu absolvieren. Das Ministerium empfiehlt jedoch im Sinne der pädagogischen Professionalisierung, das gesamte „Facheinschlägige Studien ergänzendes Studium“ wie bei Option Dienstrecht neu zu absolvieren.
Mindeststudiendauer: 2 Semester
Workload: ca. 10 Tage/Semester Präsenz an der PH zusätzlich ca. 1 Tag/Woche Online- bzw. Selbststudium
2. Fachpraktiker an HTLs (siehe Grafik links unten):
Berufsbegleitendes Bachelorstudium 240 ECTS
Angerechnet werden für eine mindestens 3-jährige facheinschlägige Berufspraxis 90-100 ECTS
Zusätzliche individuelle Anrechnungen sind möglich.
Die verbleibenden 140 bis 150 ECTS enthalten:
•    Bis 30 ECTS Berufspraxis mit pädagogischen Anteilen (für bereits im Beruf stehende Lehrkräfte)
•    5-10 ECTS Bachelorarbeit
•    Rest 20% - 50% Fernstudienanteil
 Mindeststudiendauer: 6 – 8 Semester je nach Anrechnungen
Workload: (abhängig von der Studienorganisation der jeweiligen PH)
Das Studium ist innerhalb von 5 Jahren abzuschließen.

Wie Roland Gangl in der GÖD - Information zur Lehrerbildung Neu (Siehe Download) schreibt, soll in der Dienstrechtsnovelle 2016 eine Dienstfreistellung von 22 Wochen für die Ausbildung gesetzlich verankert werden.

>> Die endgültige Studienorganisation ist an den Pädagogischen Hochschulen zu erfragen.
>> Mehr Informationen findest du im Schreiben des bmbf an die Landesschulräte (Download)

 

16.06.2016

Lehrerausbildung NEU für  Fachtheoretiker - Dienstrecht neu
Grafik Sparr: Lehrerausbildung NEU für Fachtheoretiker - Dienstrecht neu
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WU Wien: Neue Stipendien für einkommensschwache Studierende

Mit neuen Stipendien für einkommensschwache Studierende, Schulbesuchen und Mentorprogrammen will die Wiener Wirtschaftsuni mehr Studierende aus niedrigeren sozialen Schichten gewinnen. Aktuell sind nur 8% Prozent der Studierenden aus einkommensschwachen Verhältnissen. Laut derstandard.at will die Rektorin Edeltraud Hanappi-Egger mit Werbeaktionen an Schulen mit vielen sozial benachteiligten Jugendlichen, Mentorenprogrammen und speziellen Stipendien für diese Gruppe künftig die soziale Durchmischung an der Uni verbessern. "Ich sehe es als gesellschaftliche Aufgabe von Universitäten, junge Menschen, die für ein Studium geeignet sind, sich das aber vielleicht noch gar nicht überlegt haben oder aber nicht leisten könnten, zu fördern", so Hanappi-Egger. Deshalb sollen im Rahmen des WU@school die Besuche von "WU-Botschaftern" an Schulen ausgebaut werden. Ab dem Studienjahr 2016/17 sollen extra Stipendien für begabten Schüler/innen aus einkommensschwachen Familien vergeben werden. Projekttitel: „WU4You". Zwölf Bachelorstudenten erhalten bis zu sieben Semester 500 Euro pro Monat. Damit sich die Student/innen voll auf ihr Studium konzentrieren können, sollen sie von Mentor/innen im Studienalltag unterstützt werden.

 

16.06.2016

Schriftführung bei den Abschlussprüfungen: Information des Zentralausschusses BMHS
Foto: Joachim Wiesner


Aktuelles Dienstrechtsskriptum als Download

 

 

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