Naseweise: Duftstoffe helfen beim Lernen

Bild von Pezibear auf pixabay.com/
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Smartphone- und Internet-Erlebnisse hinterlassen keinen Geruchseindruck und - Hand aufs Herz - wann haben wir das letzte Mal bewusst geschnuppert, etwas benasert oder sind einem Duft gefolgt? Nun weisen Studien nach, dass Düfte beim Lernen helfen.

 

Der Geruchssinn ist der meistverdrängte Sinn von allen. Was wir bewusst erleben, sehen, hören, spüren und schmecken wir. Unbewusst erweist sich die Nase aber als mächtiges Spürorgan. Sie entscheidet  darüber, ob man sein Gegenüber riechen kann oder ob zwei Menschen zusammenkommen. Gerüche werden mit Erlebnissen gekoppelt und bleiben lange Zeit im Gedächtnis. 

 

Düfte helfen deshalb auch beim Lernen, wie "Konsument" in seiner April-Ausgabe schreibt. Zwei Schulklassen sollten in der Studie der Forscher*innen der Uni-Klinik Freiburg Englisch-Vokabel lernen, einmal mit einmal ohne Beduftung beim Lernen, dann beim Schlafen und schließlich bei einem Vokalbeltest. Ihr ahnt es schon: Die Schüler*innen, die mit Düften lernten, hatten bessere Testergebnisse. Vielleicht einmal ausprobieren! Schlimmer als der aus dem Turnsaal eingeschleppte Mief kann's nicht werden.

 

Wenn's klappt, könnten Duftspender, wohl dosiert, regelmäßig zum Einsatz kommen. Wie wär's, die Damen und Herren von Schulleitung, Bildungsdirektionen und des Ministeriums? Unterstützen Sie Duftkampagnen!

 

Zum Weiterlesen:

"Konsument" 4/2020, Düfte helfen beim Lernen und Marketing mit Düften, die unbewusste Verführung

 

Bild von Pezibear  auf Pixabay

 

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Corona ist Chance, dass Schule dazu lernt. Kommentar von Erziehungswissenschaftler Michael Schratz im "Standard"

Bild von Sasin Tipchai auf pixabay. Bearbeitung: PSt
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"Das Coronavirus könnte zur wirksamsten Fortbildungsmaßnahme des Jahrhunderts werden." So Erziehungswissenschaftler Michael Schratz in seinem Kommentar "Das verrückte Klassenzimmer" im heutigen "Der Standard". Da der Artikel elektronisch nicht erreichbar ist, hier eine Zusammenfassung.

 

Was die Schule aus der Krise lernen kann, fasst Schratz so zusammen:

 

1) Vertrauen in die Professionalität der Lehrer*innen. "Sie zeigen, wozu sie imstande sind!" Schratz fordert "autonome Spielräume" für sie.

 

2) Vertrauen in die Schüler*innen. Sie  "wachsen über sich hinaus, wenn man sie ernst nimmt und ihnen mehr zutraut."

 

3) Mehr Maßnahmen für Schüler*innen, die in der Schule "auf der Strecke bleiben". Sie fallen durch den Fernunterricht noch mehr zurück.

 

4) Lebenserfahrungen als Aufgaben für die Matura.

 

Schratz zeigt die Widersprüche im System auf: Verbote zur Teilnahme an den Fryday for Future (FFF) Demonstrationen stehen im Widerspruch zur plötzlich möglichen Dislozierung des Unterrichts. Verbote, obwohl gerade die Teilnahme an den FFF-Streiks "die im Lehrplan geforderte Eigentätigkeit, Selbstverantwortung und lebensnahes Lernens" erfüllt.

 

Deutlich ist für Schratz auch der Vorteil der "Flipped Classes": Die Schüler*innen "erarbeiten .... selbstständig das erforderliche Wissen" und die Lehrer*innen ermöglichen die nachhaltige Verankerung, individuell für jede*n Schüler*in.

 

Mehr in der Wochenendausgabe von "Der Standard", 28. und 29. März 2020. Gibt's auch in Papier und manchmal sogar an den Straßenecken.

 

Bildnachweis: Bild von  Sasin Tipchai auf Pixabay

 

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