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Kalender 2019/20

 

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WORKERS FOR FUTURE: Streiken für den Umweltschutz

Umweltschutz und Arbeitsplätze sind kein Widerspruch. Umweltschutz und Wirtschaftsentwicklung fördern einander.

Umweltschutz ist die Basis für soziale Gerechtigkeit und ein sicheres Leben.

 

Arbeitnehmer*innen schließen sich zu der Bewegung "Workers For Future" zusammen und unterstützen die "Fridays For Future"-Demos. Erstmals am 27. September 2019 in Wien. Aufgefordert sind der ÖGB und seine Teilgewerkschaften die Kundgebung mit Streiks für Umweltschutz zu unterstützen.

 

Gewerkschaft ziert sich

Doch Teile der Gewerkschaft zögern, sich aktiv für Umweltschutzziele einzusetzen. Sie fürchten Arbeitsplatzverluste durch eine Wirtschaft, die sich an Klimazielen orientiert. Und wahrscheinlich sehen das auch viele Arbeitnehmer*innen so. Doch Umweltschutz und eine positive Wirtschaftsentwicklung bedingen einander.

 

Die menschengemachten Klimaveränderungen verursachen immense Kosten und Schäden. Die Folgen: Ernteausfälle, Megastürme und in der Folge Verarmung, Kriege um knapper werdende Ressourcen und Massenmigrationen, mit denen wir uns jetzt schon konfrontiert sehen. Die UNO-Organisation ILO (International Labor Organisation) schätzt, "dass der Temperaturanstieg zu einem Verlust von 80 Millionen Arbeitsplätzen und Wirtschaftsschäden von 2,3 Billionen Dollar führen werden". Die ILO geht dabei von einem bescheidenen Anstieg um 1,5°C bis 2100 aus. Die derzeitigen Schätzungen liegen bei 3 - 5° Erwärmung.

 

60 Millionen neue Arbeitsplätze durch Umweltschutz weltweit

Weltweit entstehen Chancen auf rund 60 Millionen zusätzlichen Arbeitsplätzen weltweit bis 2030, so eine Erhebung des deutschen Bundesumweltamtes. Die Green Jobs entstehen einerseits durch den Ausbau von erneuerbaren Energiesystemen, um nur ein Beispiel zu nennen. Andererseits führt ein nachhaltigeres Wirtschaften im Agrar- und Industriebereich sowie notwendige Investitionen im Sozial- und Bildungsbereich zu steigender Nachfrage nach Arbeitnehmer*innen.

 

Einige österreichische Teilgewerkschaften haben die Sache im vollen Umfang erkannt. PROGE (Produktionsgewerkschaft), Vida (Verkehr und Dienstleistung) und Youunion (Daseinsgewerkschaft) forderten gemeinsam mit einer Reihe von Organisationen der Zivilgesellschaft im Februar 2019 von der Bundesregierung Mitsprache und Mitentscheidung der Arbeitnehmer*innen und Bürger*innen bei notwendigen Umweltschutzmaßnahmen. "Just Transition: Klimaschutz demokratisch gestalten" ist das Motto für eine sozial gerechte und demokratische Umgestaltung.

 

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Rezension Kotthoff , Nübling: Genderlinguistik.

Bild: narr Studienbücher Rezension Kotthoff , Nübling: Genderlinguistik.
Bild: narr Studienbücher

Eine Einführung in Sprache, Gespräch und Geschlecht

 

Dieses gelungene Buch sollte nicht nur von Studierenden, sondern auch von allen Deutsch-Lehrer*innen gelesen werden. Sogar für Maturant*innen, die sich mit dem Thema „Sprache“ auseinandersetzen, kann dieses Buch empfohlen werden.

Rezension von Ilse Seifried

 

Kotthoff, Helga / Nübling, Damaris: Genderlinguistik. Eine Einführung in Sprache, Gespräch und Geschlecht unter Mitarbeit von Claudia Schmidt.
Tübingen, Narr \ Francke \ Attempto 2018;  393 Seiten;
ISBN: 978-3-8233-6913-4  (Print)
ISBN: 978-3-8233-7913-3  (E-Book)
€ 26,99

Mit diesem Buch liegt eine Einführung in die Thematik Genderlinguistik vor, die den Anspruch hat, verständlich wissenschaftliches Fachwissen zu vermitteln. Der Forschungsbereich grundsätzlich sowie die aktuelle Forschungslage soll allen Studierenden jedes Faches nähergebracht werden. Denn Gender sollte/muss entsprechend Gender Mainstreaming überall und immer berücksichtigt werden.

Die Autorinnen lösen ihr Versprechen tatsächlich ein! Das Buch ist ohne Anstrengungen lesbar, kann auch als Nachschlagwerk dienen und ermöglicht Sprache differenzierter, analytisch und kritischer zu betrachten und schärft so das Sprachbewusstsein.


Manche Bereiche, so die Autorinnen im Vorwort, sind gut erforscht, manche weniger oder gar nicht. Oft müssen US-Forschungen herangezogen werden, weil es diese im Deutschen noch nicht gibt.

Das umfangreiche Buch gliedert sich in: Vorwort / Wozu Genderlinguistik? / Doing, undoing und indexing gender in Sprache und Gespräch / Prosodie und Phonologie / Nominalklassifikation: Flexion und Genus / Das so genannte generische Maskulinum / Morphologie / Syntax / Lexikon und Semantik / Onomastik: Personennamen / Schreibung / Gender, Sozialisation, Kommunikation / Gender in der Soziolinguistik / Gender im Gespräch und darüber hinaus / Fernsehen, Radio und Printmedien / Neue Medien  und schließt mit Literatur und Register.

Die Autorinnen versuchen eine unparteiliche Position einzunehmen. Sie formulieren und strukturieren den Text so, dass dieser sehr gut aufgenommen werden kann:
* Jeder Fachbegriff ist fett gedruckt und wird mit einfachen Worten erklärt.
* Das besonders Wichtige / interessante Hintergrundinfos / Beispiele sind unterschiedlich optisch hervorgehoben.
* Am Ende jedes Kapitels gibt es eine Zusammenfassung.

Das Buch ist gelungen und sollte nicht nur von Studierenden, sondern auch von allen Deutsch-Lehrer*innen gelesen werden. Sogar für Maturant*innen, die sich mit dem Thema „Sprache“ auseinandersetzen, kann dieses Buch empfohlen werden.

Ilse Seifried
www.das-labyrinth.at

https://www.i-m-seifried.at/

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Rezension: S. Blind, N. Heidelbach - Wörter, die es nicht auf Hochdeutsch gibt …

Rezension: S. Blind, N. Heidelbach - Wörter, die es nicht auf Hochdeutsch gibt … Bild: Dumont 2019
Bild: Dumont 2019

Ich empfehle das Buch als Schullektüre bzw. Unterrichtsmaterial für Schüler*innen ab 10 Jahren und auch noch für Maturant*innen, für Lehrer*innen und alle Sprachinteressierte sowieso.

 

Rezension von Ilse Seifried

 

Sofia Blind - Nikolaus Heidelbach
Wörter, die es nicht auf Hochdeutsch gibt
Von Anscheuseln bis Zurückdummen
112 Seiten , Hardcover, gebunden , 50 farbige Abbildungen
Dumont 2019 ISBN 978-3-8321-9956-2 € 18,-

 

"Wörter, die es nicht auf Hochdeutsch gibt" ist geeignet für Wulkenschuber*innen, jene, die nicht zurückdummen wollen, Adabeis, Käpsele & Gscheidle, Gschaftlhuber*innen und alle anderen hier Ungenannte. Ich empfehle das Buch fürs Z’nüni, gegen das Bruddeln, vor dem Boofen, den Strand, die U-Bahnfahrt, die Hängematte und für Picknick-Gespräche und als Mitbringsel.


Alltägliche wie seltene Situationen, die erheitern, verärgern, einfach nur einen Zustand beschreiben oder inspirieren begegnen uns in diesem handlichen Buch. Mit 50 Beispielen wird der Wortschatz der Leser*innen zu einem vergrößerten Schatz der Worte aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, die es nicht auf Hochdeutsch gibt. Manche der alphabetisch geordneten Wörter erfreuen mit Ihrer Wiederentdeckung (tachinieren, hudeln, Fluchtachterl, …)  manche werden zum ersten Mal (drömeln, Blötsch, Hornske, …) entdeckt und regen an, diese auch selbst zu verwenden, zu gebrauchen und ihnen damit (neues) Leben einzuhauchen.

Dem Illustrator Nikolaus Heidelbach ist es gelungen, in seinen Aquarellen die Kernaussage und damit Quintessenz der Worte ohne Ablenkung oder Schnörksel ins Bild zu holen. Nur das Wesentliche ist zu sehen. Die manchmal gezeigten Klischees (z.B. Dönekes, schnäderfrässig) entsprechen mehrheitlich noch der Wirklichkeit. Einzig der Unausgewogenheit von nur 16 weiblichen jedoch 31 männlichen Menschen gilt meine Kritik.

Kritisch ist auch die rein männliche Sprache des Verlags auf der Website zu sehen, die da nur Autoren und Bücher der Autoren anbietet. Das irritiert sehr, da ja bereits seit Jahren selbst der Duden das Thema geschlechtergerechte Sprache wichtig findet und thematisiert. Woher das Festhalten an sexistischen Sprachtraditionen kommt, ist nicht nachvollziehbar.

Der Autorin Sofia Blind, überwiegend als Übersetzerin tätig, gelingt es großartig, bereits in ihrem Vorwort u.a. die Auswahl der Worte zu begründen. Ebenso weiß sie es gekonnt, Hintergrundwissen auf humorvolle Weise zu formulieren. Die Erklärungen der einzelnen Wörter sind vergnüglich, informativ und interessant zu lesen. Jedem Wort ist eine ganze Seite gegönnt – sprachlich wie auch bildlich, was zu einer harmonischen Ausgewogenheit führt.
Sofia Blind fügte eine kleine Bibliografie zur Dialektkunde an sowie Quellen. Das Register erleichtert das Finden.
Somit ist das originelle Thema der Autorin zu einem rundum optimal umgesetzten Buch geworden.

Meiner Einschätzung nach ist dieses Buch für wirklich alle jederzeit geeignet!
Ich empfehle das Buch als Schullektüre bzw. Unterrichtsmaterial für Schüler*innen ab 10 Jahren und auch noch für Maturant*innen, für Lehrer*innen und alle Sprachinteressierte sowieso.

Ilse M. Seifried

www.i-m-seifried.at/

www.das-labyrinth.at

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