BMBWF prüft Luftfilter für APS - ÖLI will sofortige Empfehlung!

Handeln wir, bevor die Schulen wieder weitgehend unvorbereitet in einen neuen Corona-Herbst gehen. Die ÖLI-UG fordert Minister Faßmann zu einer schnellen Empfehlung für Luftfilter in allen Schulen auf, mit Vorrang für die Pflichtschulen. Eine langwierige Wirksamkeitsstudie ist angesichts zahlreicher positiver Uni-Studien in Deutschland eine unnötige Verzögerung.

 

Das deutsche Bildungsministerium hat bereits eine Empfehlung für die Anschaffung von Luftfiltern ausgesprochen. Grundlage ist eine positive Studie der TU Berlin, die die Wirksamkeit bewiesen hat. Gemeinsam mit regelmäßigen Raumlüftungen erhöhen die Filtergeräte den Schutz vor Covid-Ansteckung im Klassenzimmer, meldet der ORF.  Weil die Geräte auch andere Krankheitskeime, Allergene und Staubpartikel aus der Raumluft holen, muss man sie als nachhaltiges Mittel für eine gesunde Schule sehen. Und am Rande notiert, sie reduzieren auch den Reinigungsaufwand.

 

Der geschätzte finanzielle Aufwand von 90 Millionen € kann angesichts des volkswirtschaftlichen und sozialen Schadens neuerlicher Schulschließungen kein Argument gegen die Anschaffung sein.

 

ÖLI-UG macht Schule sicherer und gesünder!

Die Ankündigung von Minister Faßmann, eine Reihe von Geräten auf ihre Tauglichkeit prüfen zu lassen, ist ein hartnäckig erkämpfter Teilerfolg für die parteiunabhängige Lehrer*innen-Vertretung ÖLI-UG. Seit den ersten Schulschließungen machen wir uns mit Forderungen und Petitionen an die Regierung für eine Corona-sichere Schule stark. In vorderster Front ÖLI-Gewerkschafter Hannes Grünbichler mit seiner technischen Ausbildung und seiner politischen Zähigkeit! 

 

Wir wollen Unterricht in der Schule, aber unter sicheren Bedingungen für Schüler*innen, Lehrer*innen und das gesamte Schulpersonal!


Bild stammt von US-amerikanischer Seuchenschutzbehörde CDC
Bild stammt von US-amerikanischer Seuchenschutzbehörde CDC

Die US-amerikanische Seuchenschutzbehörde CDC hat im Juni 2021 neue Raumluftleitlinien für Schulen und Covid-19 veröffentlicht: Die CDC betont darin sinngemäß: „Fenster lüften und die Verwendung mobiler Luftreiniger sind Möglichkeiten, die Belüftung in Schulen zu erhöhen.“
ÖLI-UG:
Warum nicht auch bald bei uns in den Klassenräumen, wo sich Kinder unter 12 Jahren aufhalten?


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ÖLI-Aussendung: Wo bleiben die Vorbereitungen für Österreichs Schulen und Kindergärten?

Österreichische Lehrer*innen Initiative - Unabhängige Gewerkschafter*innen
Österreichische Lehrer*innen Initiative - Unabhängige Gewerkschafter*innen

Die MODUS-COVID Studie der TU Berlin für das deutsche Ministerium für Bildung und Forschung bestätigt einmal mehr die Gültigkeit der Forderungen der unabhängigen Fraktion in den Lehrergewerkschaften, der ÖLI-UG (Österreichische Lehrer*innen Initiative - Unabhängige Gewerkschafter*innen), an das Bildungsministerium und das Gesundheitsministerium. Spätestens jetzt muss allen klar sein, was für einen sicheren Betrieb aller Bildungseinrichtungen im Herbst notwendig ist, da die Ergebnisse 1:1 auf Österreich übertragbar sind:

  • flächendeckende Ausrollung der PCR-Gurgeltests auf ganz Österreich
  • mobile Luftreiniger und CO2-Ampeln in allen Räumen, wo sich Kinder unter 12 Jahren aufhalten
  • Masken, als ergänzender Transmissionsschutz,
  • einen leichteren Zugang zur Impfung für Kinder ab 12 Jahren, z.B. an den Schulen,
  • Bereitstellung einer 3. „Booster“-Impfung mit einem mRNA-Impfstoff für das Bildungspersonal  bereits zum Schulstart.

Wenn jetzt nichts unternommen wird, erhöht die Infektionsdynamik an den Schulen den R-Wert im Herbst ziemlich sicher so stark, dass die Schulen, wie in Großbritannien, zum „Treiber der Pandemie“ werden und sich auch in Österreich die befürchtete "Vierte Welle" aufbauen kann. Dann wird es wieder zu Schließungen der Schulen und Kindergärten kommen müssen.

 

Setzen die zuständigen Minister Faßmann und Mückstein allerdings auf das angeführte Maßnahmenbündel, lassen sich großflächige Schulschließungen und demzufolge Bildungsverluste und psychische Belastungen vermeiden: Nur bei konsequenter Anwendung der bereits im Alltag etablierten „3G Regel“, sodass nur mehr PCR-Getestete, Geimpfte oder Genesene die Bildungseinrichtungen besuchen dürfen, wird die Gefahr einer Coronavirus-Infektion oder sogar von „long COVID“ - das laut dieser Nature-Studie bei ca. fünf bis 10 Prozent der infizierten Kinder auftritt - auf ein Minimum reduziert.


Die dreimalige Eingangstestung mit Antigenschnelltests und Lüften alleine sind nicht mehr ausreichend, die hochinfektiöse Delta-Variante ist der „Gamechanger“.

Bereits jetzt in den Sommerferien entscheidet sich, was das Wohlergehen der Kinder und ihrer Familien den politisch Verantwortlichen in der Politik wirklich wert ist. Viel Zeit bleibt also nicht mehr, für die Planung der notwendigen Schutzmaßnahmen und ihre Umsetzung, wenn man den ungehinderten Durchlauf der Delta-Variante und damit die Durchseuchung einer ganzen Generation vermeiden will.

 

Es ist nicht so, dass es die Lösungen nicht bereits gibt, man muss sie nur wollen.

 

ÖLI-UG meint, dass die Kinder schon so viel geopfert haben, dass sie jetzt auch geschützt werden müssen: Sind die Kinder geschützt, werden auch die Eltern und Lehrer*innen geschützt und dann kommen wir gemeinsam gut durchs neue Schuljahr.

Barbara Gessmann-Wetzinger (ÖLI-UG-Vorsitzende, Mitgl. der Bundesleitung der APS-Gewerkschaft, wetzinger@oeli-ug.at)
Ursula Göltl (Stv. Vorsitzende der AHS-Gewerkschaft, goeltl@oeli-ug.at),
Hannes Grünbichler (Stv. Vorsitzender der BMHS-Gewerkschaft, gruenbichler@oeli-ug.at)
Josef Gary Fuchsbauer (ÖLI-UG-Bundeskoordinator, GÖD-Vorstandsmitglied, fuchsbauer@oeli-ug.at)


Rückfragen gerne an:
Grünbichler 0650 9254988 oder Göltl 0676 4891161

Download des OTS-Textes als A4-Seite


KLARSTELLUNG - Warum verwenden wir das Wortbild "Treiber der Pandemie" im Kontext mit Kindern, obwohl die Österr. Gesellschaft für Kinder- und Jugendheilkunde (ÖGKJ) rät, davon Abstand zu nehmen?

 

Diese Wortwahl tut uns leid, aber wir hätten gerne, dass sich die ÖGKJ natürlich auch dafür einsetzt, dass sich möglichst wenig Kinder infizieren.

 

Ob Schulen oder Kindergärten zum Treiber der Pandemie werden, liegt keinesfalls an den Kindern, sondern am Setting. Hier hat der Generalsekretär der ÖGKJ Reinhold Kerbl vollkommen recht. Es liegt vielmehr an den Versäumnissen der Bildungsverantwortlichen für das Setting Schule und Kindergarten adäquate Schutzmaßnahmen zu ergreifen. Ihre Verantwortung muss aber klar benannt werden dürfen, weil es nicht so ist, dass es keine Lösungen gäbe, man muss sie nur umsetzen wollen. Hierzu verschweigt sich die Politik und versteckt sich dahinter, dass Kinder keine Treiber sind. Ja das haben Virologen nie behauptet, sie haben nur gesagt, dass alle gleichermaßen am Virus erkranken und es auch weitergeben können. Das ist mittlerweile eindeutig klargestellt, was man in dieser Science-Studie eindrucksvoll nachlesen kann. Dies war auch immer unser Zugang.

 

Leider steigen in Großbritannien die Krankenhausaufnahmen unter Kindern gerade dramatisch an. Das und mögliche Langzeitfolgen aufgrund einer SARS-CoV-2-Infektion zu verhindern, soll Aufgabe von Politik sein, schließlich geht es um die Zukunft der Kinder.

 


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SCHÖNE SOMMERFERIEN UND ERHOLUNG FÜR ALLE, EURE ÖLI-UG!

Nach diesem anstrengenden "vervirten" Jahr wünschen wir von der ÖLI-UG allen Schüler*innen und Eltern, allen Student*innen und Lehrer*innen, allen vom nicht-lehrenden Schulpersonal und den Schulleitungen schöne, erholsame und befreiende Sommerferien! Wir haben sie uns verdient!

 

Die Welt auf den Kopf stellen und sich an allem freuen, was sich bietet, ist das Motto.

 

Und Ihr wisst: Die Pandemie ist noch nicht vorüber. Daher: IMPFEN, TESTEN, MASKEN MITNEHMEN und ABSTAND HALTEN. Wir wollen Euch gesund im Herbst zurückhaben.

 

Viel Spaß wünscht Euch ,

im Namen der ÖLI-UG

PSt


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