Phantasie statt Gebetsmühle: Luftreiniger in den Klassen aufstellen!

Mit Luftreiniger auf Masken verzichten! Bild von  Alexandra Koch auf pixabay.com
Mit Luftreiniger auf Masken verzichten! Bild von Alexandra Koch auf pixabay.com

Sollen die Schulen offen bleiben, dann brauchen wir Luftreiniger gegen Corona-Aerosole in den Klassen. Luftfilter im Klassenraum senken die Virenlast in der Atemluft um bis zu 90 Prozent, meldet die "hessenschau.de".

 

Und unsere Regierung sollte für wirksame Maßnahmen an den Schulen die Finanzierung der handelsüblichen Geräte aufstellen, statt das Gebetsmühlenmantra "Die Schulen müssen offen bleiben!" weiter zu strapazieren.

 

Die Studie in einem Wiesbadener Gymnasium ergab eine Verminderung der Virenkonzentration in einer Schulklasse um neunzig Prozent innerhalb einer halben Stunde. Die Ergebnisse waren so überraschend gut, dass das Forscherteam unter der Leitung von Joachim Curtius, Professor für experimentelle Atmosphären-Forschung an der Frankfurter Goethe-Universität, die Aufstellung der Luftreiniger für alle Klassen empfiehlt.

 

Müßig zu sagen, dass die Bildungsdirektionen und das BMBWF den Schüler*innen damit das viertelstündliche Lüften, ständiges Maskentragen und Schulsperren ersparen. Die Alternative: steigendes COVID-Ansteckungsrisiko, Verkühlungen, Unterricht übers Internet! Wie viel ist Ihnen die Schule wert, sehr geehrte Damen und Herren der Bundesregierung?

 

PSt

 

Bildnachweis: Bild von Alexandra_Koch auf Pixabay


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Skandalös: "Abstand unnötig. Es stecken sich die Lehrer an!"

Bildbearbeitung PSt. Bildnachweis am Ende des Artikels.
Bildbearbeitung PSt. Bildnachweis am Ende des Artikels.

Mittlerweile eskalieren auch an den Schulen die Corona-Infektionen. Verantwortlich sind aber nicht die unvernünftigen, partysüchtigen Jugendlichen sondern das unglaublich absurde Massnahmen-Management mancher Bildungsdirektionen und des Bildungsministers Fassmann. Die Ansteckung von Schüler*innen und Lehrer*innen  werden in Kauf genommen, weil .... Ja, warum eigentlich? Warum wurden und werden Fürsorgepflichten des Dienstgebers gegenüber den Kindern und den Dienstnehmer*innen vernachlässigt?

 

Abstandhalten „sei auch gar nicht nötig, denn es sei auf Bundesebene festgelegt worden, dass Klassen im Grunde Haushaltsgemeinschaften bilden“. Außerdem infizierten „sich meist nicht die Schulkinder“, sondern [eh nur? Anm.] die Lehrkräfte." Vorarlbergs Bildungslandesrätin Schöbi-Fink setzt damit den mittlerweile letzten Höhepunkt amtlicher Fürsorge-Ignoranz in einem ORF-Interview.

 

Frau Schöbi-Finks Verirrung ist jedoch nicht eine "Einzelfehlleistung". Der lasche Umgang mit der Ansteckungsgefahr beginnt bereits bei der Verordnung "zur Bewältigung der Covid-19 Folgen" in der Schule von 31. August 2020. In der Öffentlichkeit predigt Herr Fassmann einen verpflichtenden Sicherheitsabstand als besten Schutz gegen Corona, um das in der Verordnung sofort wieder aufzuheben. In den Klassen und Gruppen müssen die Abstände nicht eingehalten werden. Ein Freibrief zur Unterschätzung der Ansteckungsgefahr.

 

Nächster Schritt: Fassmann missachtet die Corona-Ampel. Obwohl in orange ausgewiesenen Gebieten die Oberstufen eigentlich automatisch in den Fernunterricht müssen, bestimmt der mit besonderen Vollmachten ausgestattet Bildungsminister, dass Orange an den Schulen Gelb zu sein hat. Farbenblindheit?

 

Dazu Hannes Grünbichler (Rechtsexperte der ÖLI-UG): Die Bildungslandesrätin nimmt also die Ansteckungen von Lehrkräften in Kauf, wenn sie meint, „dass sich meist nicht die Schulkinder mit dem Coronavirus infizieren, sondern die Lehrkräfte", und deshalb keine weiteren Maßnahmen erforderlich seien, um diesen Missstand zu beheben. Sie verstößt damit nicht nur gegen den § 3 B-BSG (Bundes-Bedienstetenschutzgesetz), sondern auch entsprechend dem §3 (1) und 31 (1) GRC ein Recht auf Gesundheit.

 

Wie gefährlich die Situation in der Zwischenzeit ist, zeigen die Entwicklungen in Tirol und Salzburg, wo in auf Orange und Rot gestellten Regionen der Unterricht in den Oberstufen auf Fernlehre umgestellt wird. Laut Meldungen, die uns in den letzten Tagen erreichten, leert das Virus ganze Konferenzzimmer von NMS. Doch statt die Schulen zu schließen, werden Lehrer*innen, die noch nicht infiziert sind, in Kovid-verseuchte Klassen geschickt. Ist das Erfüllung der Fürsorgepflicht?

 

Auch die Amtsärzte müssen in die Pflicht genommen werden. Sie sind es, die eine Klassen-Quarantäne verhängen können. Und manche von ihnen müssen erst nach langer Diskussion überzeugt werden, eine Klasse wenigstens bis zur Klärung von Covid-Verdachtsfällen nach Hause zu schicken.

 

Unter diesen Umständen sind die rasant steigenden Zahlen an Neuinfektionen auch kein Mirakel. Schuld sind aber nicht sorglose Jugendliche sondern eine phantasie- und sorglose Politik.

 

Weiterführende Informationen:

ORF: CoV-Management an Schulen kritisiert

 

Verordnung des Bundesministers für Bildung, Wissenschaft und Forschung zur Bewältigung der COVID-19 Folgen im Schulwesen für das Schuljahr 2020/21 (COVID-19-Schulverordnung 2020/21 – C-SchVO 2020/21)

 

UBG: Bildungslandesrätin Schöbi-Fink: Abstand in den Klassen nicht erforderlich,....

 

Bildnachweis: Bearbeitung PSt unter Verwendung des Bildes von rus33333  auf Pixabay

 


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