ÖSTERREICHISCHE LEHRER/INNEN INITIATIVE - UNABHÄNGIGE GEWERKSCHAFTER/INNEN

 

NEWS

KALENDER

2016/17

KALENDER

2017/18


Hammerschmid will Gratis-Ganztagsschule und Zuständigkeit für Unis und Kindergärten.

Bildungsministerin Sonja Hammerschmid im Kurierinterview
Die Bildungsministerin betont, dass wir sicher mehr Personal in den Volksschulen brauchen, weil zu viele Kinder Defizite aus den Kindergärten in die Schule tragen, die wir längst hätten abstellen können, etwa durch einen besseren Spracherwerb bereits im Kindergarten. Außerdem sei ihr Ziel noch 5000 zusätzliche Pädagogen für Schulen mit hohen sozialen Herausforderungen. Und sie stellt klar, dass die ÖVP eine wirkliche Verbesserung des Kindergartenangebotes nicht will. Denn sie sei für das zweite Kindergartenjahr und den Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz ab dem ersten Lebensjahr.
Die Bildungsministerin fordert, dass die Ganztagsschulen kostenlos werden.
Es seien zwar 750 Millionen Euro für den Ausbau der Ganztagesschulen beschlossen worden und die Umsetzung erfolge mit dem Gemeindebund und Städtebund. Weil das die Eltern auch Geld kostet, für Mittagessen und Betreuung, ist eine soziale Staffelung vorgesehen. Aber in vielen Rücksprachen haben wir festgestellt, dass viele Eltern aufgrund der fehlenden Anonymität ein Hemmnis haben, diese soziale Leistung auch abzurufen. Das tut mir weh, weil damit erst recht nicht jene Kinder erreicht werden, die das wirklich brauchen würden. Deshalb will ich, dass die Ganztagsschulen kostenlos werden. Das koste ca. 300 Millionen Euro - ein kluges Investment, meint die Ministerin.
Bezüglich der von on der Regierung im Jänner versprochenen Gratis-Laptops bzw. Tabletts für die Schüler ist Hammerschmid skeptisch. Denn dafür müsse zwar nur mehr ein Übereinkommen mit dem Finanzminister erfolgen, aber ich bezweifle, dass das noch passieren wird, obwohl er das im Jänner versprochen hat. „Ich fürchte, da sind uns die Neuwahlen dazwischengekommen“.

 

08.2017

BM Sonja Hammerschmid
BM Sonja Hammerschmid

Taschner - „Gsunde Watschn“ und Klimawandelverharmlosung -

Kurzs bester Mann für Bildung und Wissenschaft!

Mathematiker Rudolf Taschner wird voraussichtlich der neue Bildungs- und Wissenschaftssprecher der KURZövp im Nationalrat. Damit folgt Taschner auf den früheren Minister Karlheinz Töchterle, der, wie zu erwarten war, nicht mehr kandidieren wird.
Ein Mathematikerkollege zu Taschners Einstieg in die Politik: „Ich habe mich ja schon immer wieder gewundert, was mein Mathematikkollege Taschner öffentlich so sagt und schreibt. Deshalb wundere ich mich nicht, dass er nun mit VP-Chef Kurz auftritt. Positiv sind natürlich Taschners Bemühungen, die Menschen für Mathematik zu begeistern.“

 

Verharmlosung:  Klimawandel, Gewalt an Kindern, Atomkraftwerke … Für Taschner alles kein Problem!
Seine Bemühungen und Begeisterung beschränkt sich aber nicht nur auf die Mathematik. Alles andere als löblich sind seine Neigungen die Gewalt an Kindern schönzureden, den Klimawandel zu verharmlosen, die Atomkraftlobbyisten zu unterstützen und seine mehr als unqualifizierten Äußerungen zu Sozialthemen (z.B. Pension) und der Migrationspolitik.

Wendehals:
Was macht aber einen Mann wie Taschner mit solch einer Performance für die KURZövp so interessant, dass ihm der 7. Listenplatz angeboten wird? Eine mangelnde Auswahl an kandidat/innen kann es wohl nicht sein, sind doch vor allem die neoliberal-reaktionären ÖVP-Sympathisanten (meist Männer) von jungen Karrieristen wie Kurz, Grasser und Co. entzückt. Eine Erklärung könnte seine „Bescheidenheit“ seine Ansichten je nach Situation, Bedarf und Wunsch seines Herren anzupassen. Dass diese Tugend bei Taschner besonders ausgeprägt ist, beweist er in einem Standard-Interview (Mittwoch – Ausgabe) eindrücklich: Der Bildungssprecher der Grünen, Harald Walser, forderte in einer Aussendung eine Klarstellung: „Wer die sogenannte ‚gsunde Watschn‘ als ‚Gewitter mit dem kurzen, reinigenden Schmerz‘ bezeichnet, hat massiven bildungspolitischen Erklärungsbedarf.“ Darauf angesprochen meint Taschner: „Das ist selbstverständlich unmöglich. Das schreibe ich heute nicht mehr. Ich bin kein Journalist, ich bin jetzt auf der anderen Seite.“ Und offenbart sich damit ungeniert als Wendehals. Die „Presse“ hat Taschner als ehemaligen Kolumnisten mittlerweile verabschiedet.

 

Schlecht gebrieft:
Dass die ÖVP-Strategen ihren neuen und „anpassungsfähigen“ Mann für Bildung und Wissenschaft scheinbar zu lasch auf seine ersten Interviews vorbereitet haben, wie zum Beispiel in orf.at, überrascht. Vor allem wenn es um das Lieblingsthema der Bildungspolitik-Hardliner in der ÖVP geht: Die Gesamtschule. Gefragt, was er vom Konzept der Gesamtschule halte, sagte Taschner, wenn es auf das Lehrpersonal ankomme, gehe es weniger um die Strukturfrage. Eine gute Gesamtschule könne man nicht ohne Geld aufbauen. Zudem sagte er, dass sich das differenzierte System „in gewisser Hinsicht außerordentlich bewährt“ habe. Peinlich: Das ÖVP-Presseteam musste im Anschluss klarstellen, dass es sich bei dieser Aussage um ein klares Bekenntnis zum Gymnasium handle.

 

Rudolf Taschner in Zitaten

 

Gewalt an Kindern: „... reinigenden(r) Schmerz …“
Auf der einen Seite das Gewitter mit dem kurzen, reinigenden Schmerz, verbunden mit dem Wissen, dass gleich danach die Sonne wieder scheinen würde. Wohl auch deshalb, weil die Eltern das Entgleiten ihrer Hand sofort danach selbst insgeheim bedauerten. Und auf der anderen Seite die lang anhaltende Düsternis der bösen, peinigenden Unwetterstimmung, die man nicht vertreiben kann und bei der kein Ende abzusehen ist. Beides erlebt: kein Vergleich!
"Die Presse", Print-Ausgabe, 26.01.2012

Schüler/innen zügeln: „… die Gschrappen wollen … nicht …!
Ein Lehrer soll den Kindern Karrierechancen geben und die Gschrappen wollen das vielleicht gar nicht, weil sie noch nicht den Weitblick besitzen. Wenn ich eine Minute in der Stunde loslasse, habe ich in der Klasse eine Katastrophe.

Der Lehrer muss die Zügeln 50 Minuten lang fest halten.
2013 im "Kurier"

Klmawandel: „Scheinproblem“
Dabei wäre eine schnelle Ernüchterung vom Klimawandelwahn angesagt. Denn statt dieses Scheinproblems ist unser Kontinent mit einem akuten, echten Problem konfrontiert, von dem niemand weiß, ob wir es zum Wohl der nächsten Generationen lösen können. Wer in dieser Situation mit dem CO2-Alarmismus großes Geld macht, handelt schlimmer als nur verantwortungslos.
"Die Presse", Print-Ausgabe, 29.10.2015

Atomkraftlobbyist: „Vielleicht kann man ja aus dem Zeug [Atommüll] etwas Sinnvolles machen."
Auszug aus einem profil-Interview:
Atomkraft als solche kann man nicht mehr wegbringen, sie ist da. Wie gehen wir also damit um? Nach Fukushima sagt man: Wir wollen sie verbannen. Aber man hätte nach dem Unglück auch sagen können: Das waren noch alte Reaktoren, und die Firma war nicht gerade am letzten Stand der Technik - das müssen wir einfach besser machen.
In der Schweiz tuckern die schon lange, da passiert gar nichts.
Ich bin kein dezidierter Atomkraftgegner. Atomkraft erzeugt jedenfalls kein CO2.
Ich glaube einfach, dass Skepsis dem Fortschritt gegenüber ein bisschen mehr begründet gehört, als dass man nur sagt: Mein Gefühl spricht dagegen. Das ist zu wenig.
Ich würde sagen, es ist so genannter Atommüll. Vielleicht kann man ja aus dem Zeug etwas Sinnvolles machen. Vor Atommüll fürchte ich mich nicht, wenn er gut gelagert ist.

profil 2011

Taschners Religionsverständnis:
Wenn Kanzlerin Merkel sagt, der Islam gehört zu Deutschland, ist das verrückt.
ÖVP-Enquete zum Thema Werte und Leitkultur, 2016


Ich bezeichne mich selbst als fromm, weil ich bete. Ich spreche kein Bittgebet, ich erwarte mir von Gott nichts. Ich habe einfach das Bedürfnis eines Lobpreisgebets zu einem Gott, den ich nicht kenne.
Anfang 2017 im "Sonntag"

Taschner neoliberal: Pensionsalter auf 70 Jahre anheben!
Die Wahrheit ist den Menschen zumutbar. Angesichts der demoskopischen Entwicklung lautet sie schlicht: Die stabile Finanzierung der Pensionen wird nur dann gelingen, wenn das Antrittsalter deutlich angehoben wird. Deutlich bedeutet: auf 70 Jahre.
"Die Presse", Print-Ausgabe, 13.10.2011

 

08.2017

Rudolf Taschner
Rudolf Taschner

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Privatschulen können die Gesellschaft spalten, meint Dr. Rita Nikolai

Die Politikwissenschaftlerin Rita Nikolai im Interview mit dem FAZ-Redakteur Uwe Marx:

Bildungsforscherin „Der Staat kontrolliert zu wenig“.
Nikolais Spezialgebiet an am Institut für Erziehungswissenschaften der Humboldt-Universität Berlin ist Schulforschung. Sie erklärt, unter welchen Umständen Privatschulen die Gesellschaft spalten können. Das Hauptproblem sei, dass der deutsche Staat und die Länder meist zu wenig kontrollieren, ob das Grundgesetz, das zwar Privatschulfreiheit vorsieht, aber eine Sonderung der Schüler nach den Besitzverhältnissen der Eltern verbietet. Und hier bieten einige Privatschulen durchaus Anlass zu Kritik: Hier legen Eltern Wert auf soziale Abgrenzung. Sie wollen nicht hinnehmen, dass ihre Kinder allzu viele Mitschüler haben, die zum Beispiel aus Hartz-IV-Familien oder aus Migrantenfamilien kommen, wie das in öffentlichen Schulen oft der Fall ist.
Der Staat sollte/muss sicherstellen, dass keine soziale Distinktion stattfindet, sonst ist eine Chancengleichheit nicht gewährleistet, wenn Privatschulen die Höhe des Schulgeldes so hoch ansetzen, dass viele Eltern es sich nicht leisten können, ihre Kinder auf diese Schulen zu schicken. 
Fakt ist laut Nikolai, dass derzeit nicht ausreichend kontrolliert wird, ob hier soziale Ausgrenzung stattfindet und damit gegen das Grundgesetz verstoßen wird. In den Landesgesetzen gibt es keine Regelungen zur Höhe des Schulgeldes, und auch die soziale Zusammensetzung der Klassen wird nicht überprüft. Dabei gibt es Möglichkeiten der Einflussnahme.

 

08.2017

Rita Nikoli
Prof. Dr. Nikolai

Bildung funktioniert. Wen interessiert das?

Hemut Brandstätter im Kurier: „Bildung macht unabhängig, das haben alle begriffen. Aber warum tut unsere Regierung nicht mehr dafür?“

Reiner Klingholz und Wolfgang Lutz analysieren in ihrem Buch "Wer überlebt? Bildung entscheidet über die Zukunft der Menschheit" ein so altbekanntes wie einfaches Muster: Bildung führt zur Emanzipation der Frauen, weniger Geburten und zu mehr Wachstum. Umgekehrt: Diktatoren und religiöse Fanatiker wollen genau das verhindern, weil der Zugriff auf die Menschen schwieriger wird. Da kommen dann auch verrückte Maßnahmen wie das türkische Verbot der Evolutionstheorie. Dummheit durch Religion statt Wissenschaft, kommentiert Brandstätter und fragt in Anbetracht der Tatsache, dass in Österreich niemand von Ungebildeten profitiert, warum die Regierungen in Bund und Ländern nicht dafür gesorgt haben, dass die junge Generation überall die optimalen Voraussetzungen für ihr Leben bekommt? Seit Jahrzehnten blockieren SPÖ und ÖVP jede Reform. Dazu gibt es – wie immer in Österreich – Vorwürfe gegen den politischen Gegner: Die SPÖ sagt, der ÖVP sei es immer nur um "ihr" Gymnasium gegangen, also um gute Schulen in den Gegenden der Reichen. Wenn wirklich jemand so denkt, wäre es allzu schlicht. Unternehmer werden ihren Wohlstand nur mit sehr gut ausgebildeten Mitarbeitern halten. Umgekehrt sagen die Schwarzen über die Roten: Denen war es schon recht, dass viele Zuwanderer nichts gelernt haben, da waren sie ideales Stimmvieh. Auch nicht intelligent gedacht, wir wissen, dass das längst nicht funktioniert.

Aber alleine, dass solche Überlegungen zu hören waren, zeigt, dass die ehemaligen Großparteien den Bereich Bildung für ihre Spielchen missbrauchten, für Parteipolitik sowieso. Da waren ehemalige Entwicklungsländer intelligenter.

 

07.2017

Bildung

Wie viel müssen Lehrer/innen in Deutschland arbeiten?

Das Magazin sofatutor.com hat die wöchentlich zu leistenden Stunden - Unterrichtsstunden und alle erforderlichen zusätzlichen Arbeitszeiten – der deutschen Lehrer/innen analysiert und in einer Infografik einen übersichtlichen Bundesländervergleich erstellt. Die verwendeten Daten stammen aus einer Broschüre der Kultusministerkonferenz vom August 2016: „Übersicht über die Pflichtstunden der Lehrkräfte an allgemeinbildenden und beruflichen Schulen“

Wie viel sie tatsächlich leisten, wird dabei nicht berücksichtigt
Zu beachten ist laut Sofatutor.com jedenfalls, dass die Zahlen der KMK und der Infografik sagen nur aus, wie viel Lehrerinnen und Lehrer arbeiten müssten. Wie viel sie tatsächlich leisten, wird dabei nicht berücksichtigt. Denn viele Studien zeigen, dass Lehrerinnen und Lehrer den Sollwert häufig überschreiten. So fand die Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft (GEW) Niedersachsen in ihrer Studie zur Arbeitszeiterfassung im Jahr 2016 heraus, dass niedersächsische Lehrkräfte pro Woche im Schnitt an Gymnasium ca. drei Stunden mehr arbeiten, als sie müssen. Zusammengefasst heißt das, dass an Gymnasien wöchentlich ca. 50.000 und auf das Jahr gerechnet zwei Millionen unbezahlte Stunden in Niedersachsen gemacht werden. Teilzeitkräfte trifft es noch härter. So arbeiten niedersächsische Gymnasiallehrerinnen und -lehrer ca. vier Stunden mehr. In der Befragung von tausend Lehrkräften für die Studie Lehrerkooperation in Deutschland gaben Lehrerinnen und Lehrer im Durchschnitt an, sogar 45,8 Stunden wöchentlich zu arbeiten.

Österreichische Studie über die Arbeitszeit der Lehrer/innen war für Ministerin Gehrer wertlos
In Österreich hat eine ausführliche Studie des damaligen Unterrichtsministeriums unter der Leitung der Ministerin Gehrer und der GÖD, an der über 6.000 Lehrer/innen beteiligt waren, ergeben, dass die Pädagog/innen mindestens gleichviel Stunden pro Jahr arbeiten wie Angestellte Arbeitnehmer/innen in der Privatwirtschaft. Das Ministerium hat die Studie nur sehr zurückhaltend in der Öffentlichkeit präsentiert, wohl weil das Ergebnis den Vorstellungen der damaligen Ministerin ganz und gar nicht entsprochen hat. Sie wollte ja mit dieser Studie eine geplante Erhöhung der Lehrverpflichtung argumentieren – die Studie war also für Gehrer wertlos. Ob schon damals im Ministerium daran gedacht wurde, die Beamten die Studie „gebrauchsfähig“ zurechtzuschreiben zu lassen? Oder war das damals auch in schwarzen Ministerien noch undenkbar? Wahrscheinlich werden wir es nie erfahren.

 

07.2017

Wie viel müssen Lehrer/innen in Deutschland arbeiten?
Wie viel müssen Lehrer/innen in Deutschland arbeiten?

Kindergarten: „Wir müssen da Fahrt aufnehmen“

Bildungsministerin Sonja Hammerschmid macht Druck auf Familienministerin Sophie Karmasin
Hammerschmid sendet eine klare Botschaft an die ÖVP: Das zweite verpflichtende Gratiskindergartenjahr und der neue Qualitätsrahmen für den Kindergarten sei paktiert und müssten endlich umgesetzt werden. Im Update des Regierungsprogramms sei vereinbart, dass die Maßnahmen im September beschlossen werden. Sie habe Karmasin immer wieder angeboten, gemeinsam zu agieren und Tempo zu machen. „Wir müssen da Fahrt aufnehmen“, wird Sonja Hammerschmid in diePresse.com zitiert.
Familienministerium beschwichtigt wieder
Dass das schwarze Familienministerium in Sachen offener Bildungsagenden zuerst immer beschwichtigt, ist bekannt und immer wieder nervend, wie die Mauer, die hochgezogen wird, wenn es darum geht, Verhandlungen zu einem Ergebnis zu bringen. Schon die Begründung des Familienministeriums, dass man eh bis Anfang September fertig sein sollte, macht stutzig: Die Verhandlungen über den aufgabenorientierten Finanzausgleich, mit dem die beiden Kindergartenreformen umgesetzt werden sollen, würden derzeit laufen, und zwar noch bis Anfang September. Bei diesen Finanzausgleichsverhandlungen spielen FM Schelling und die schwarzen Landeshauptleute eine bestimmende Rolle. Unter diesen Voraussetzungen noch an einen positiven Abschluss im Sinne des Regierungsprogrammes zu glauben, braucht es schon eine sehr große Portion Optimismus. 
Hammerschmid will Superministerium ...
Geht es nach den Vorstellungen der Bildungsministerin, soll das Bildungsministerium auch für die Kindergärten und die Universitäten zuständig sein um die Schnittstellen besser bearbeiten zu können. Das sei für eine effektive Gestaltung vorteilhaft. Gerne würde sie ein solches Superministerium in der nächsten Legislaturperiode leiten.

... und über Bildungsbutget neu nachdenken 

Endlich auch klare Worte der Bildungsministerin zum Bildungsbudget: Darüber müsse man „neu nachdenken“, denn sie habe keine Lust, sich wegen des von FM Schelling produzierten strukturellen Defizits im Bildungsbereich weiterhin herumzuplagen.

 

07.2017

BM Sonja Hammerschmid macht Druck auf die Familienministerin und will ein ordentlich budgetiertes Superministerium für die Bildung
BM Sonja Hammerschmid macht Druck auf die Familienministerin und will ein ordentlich budgetiertes Superministerium für die Bildung

Bachmann-Preis geht an Ferdinand Schmalz

Der mit 25.000 Euro dotierte Hauptpreis geht an den Steirer Schmalz.

 

Zum Bachmann-Preis eingeladen wurde Ferdinand Schmalz von Sandra Kegel. Er las den Text: „mein lieblingstier heißt winter“. Den gesamten Text zum Nachlesen im pdf-Format gibt es zum Beispiel auf orf.at.

 

Winkels: Mit Literatur geht es nicht zu Ende (orf.at)

Juryvorsitzender Hubert Winkels hielt die Abschlussrede. Er habe das zweifelhafte Vergnügen, den Vorhang nach fünf sehr intensiven Tagen zuzuziehen. Der letzten Mittwoch begann mit der Rede von Franzobel, der die Welt, die Politik und Literatur einigermaßen plausibel madig gemacht hatte und in den Untergang riss. Da sei er ausgestiegen, so Winkels. Wenn man fünf Tage intensiv dabei war, spreche nichts für den Untergang. „Ich möchte klar widersprechen, dass es mit der Literatur zu Ende geht“. Sie werde vielleicht weniger gelesen, aber Literatur könne ihre Aggregatform wechseln.

 

07.2017

Bachmann-Preis 2017 geht an Ferdinand Schmalz
Bachmann-Preis 2017 geht an Ferdinand Schmalz

Bildungsarena: Bewegte Bildungsnation - Aufbruch oder Stillstand?

Neustart schule:

Im Rahmen der Bildungsarena zum Thema „Bewegte Bildungsnation - Aufbruch oder Stillstand?“ diskutierten mehr als 60 Gäste mit unserem prominent besetzten Podium über zukünftige Handlungsmaßnahmen in der Bildungspolitik.

Bewegte Bildungsnation - Bildungsexperten plädieren auf gemeinsame Ziele

Die Initiative Neustart Schule lud zur Bildungsarena mit dem Thema „Bewegte Bildungsnation - Aufbruch oder Stillstand?“. In der VHS Urania diskutierten mehr als 60 Gäste über die Reformbemühungen der vergangenen Legislaturperiode und über notwendige Maßnahmen die für einen Qualitätsschub in der Bildung dringend angegangen werden müssen. Unter ihnen befanden sich Vertreterinnen und Vertreter der Wissenschaft, Politik, aus der pädagogischen Praxis sowie Unterstützerinnen und Unterstützer der Initiative NEUSTART SCHULE.

Kurz vor der parlamentarischen Sommerpause konnte das Autonomiepaket nach langen Verhandlungen beschlossen und einige Reformvorhaben umgesetzt werden. Nun geht es für die einzelnen Parteien darum, sich bildungspolitisch im Wahlkampf zu positionieren und ihre Inhalte klarzulegen, wie es in Zukunft weitergehen kann. Der Ansatz, wie Diskussionen um zukünftige Reformmaßnahmen geführt werden, wird ein zentrales Element der Bildungspolitik darstellen.

Mehr zur Diskussion und die gesamte Veranstaltung zum Nachsehen: NEUSTART SCHULE Blog

 

07.2017

NEUSTART SCHULE
NEUSTART SCHULE - Bildungsarena

Das Problem ist die „servile/feige Reaktion des Leiters“

Kommentar von Ralf Wimmer zu „Späte Antwort des Ministeriums zur „Vernaderungsseite“ der FPÖ“
Das Problem ist eigentlich eben nicht die Intervention des FPÖ- Mandatars, sondern die servile/feige Reaktion des Leiters, ohne sie wäre es nämlich beim Versuch geblieben. Die Rechtsmeinung des BMB- Beamten, dass man leider nichts gegen die Errichtung einer solchen Meldestelle der FPÖ unternehmen könne, halte ich für mindestens diskutierbar, denn die FPÖ hat diese mit dem öffentlich geäußerten Generalverdacht begründet, in den Schulen würde gegen sie agitiert, also parteipolitsch indoktriniert, wofür sie jeglichen Beweis schuldig blieb. Damit erfüllt sie m.E. durchaus den Tatbestand der Verhetzung, denn die Errichtung dieser sogenannten Meldestelle ist dazu geeignet, bei ihren Anhängern ein grundsätzliches Misstrauen, Animositäten und Ressentiments gegen "missliebige" Handlungen von Lehrer/innen zu bestärken und sogar hervorzurufen. Dafür gibt´s im Gegensatz zur FPÖ-Anschuldigung tatsächlich Beispiele!  Das betrifft natürlich insbesondere alles, was im Sinne des Erlasses für politische Bildung stattfindet, aber auch viele andere gesellschaftlich kontroversielle Themen. Ein Klima gesellschaftlicher Intoleranz und fanatischer Engstirnigkeit würde die Ziele aufgeklärter und mündiger politischer Bildung in Frage stellen. Die FPÖ präsentiert sich hier also als verfolgende Unschuld.
Damit unsere "Freunde" auch wieder ihren Vorwurf der "Nazikeule", die angeblich zu unrecht dauernd gegen sie geschwungen werde, erheben können, möchte ich an dieser Stelle für historisch Gebildete auf das NS-Heimtückegesetz verweisen.
Der Vollständigkeit halber sei noch bemerkt, dass politisches Eiferertum und Missionierung leider in allen Gesinnungsgemeinschaften vorkommen kann, gleichzeitig aber auch darauf hingewiesen, dass eine solche Verhaltensweise bei Schülern meistens Widerstand und Ablehnung hervorruft.
Ralf Wimmer ist Mandatar der Österreichischen Lehrer/innen Initiative ÖLI-UG und unterrichtet in der HLW Bad Ischl die Fächer Deutsch, Psychologie, Philosophie und Soziologie

 

07.2017

Spät aber doch: Antwort vom Ministerium zur „Vernaderungsseite“ der FPÖ

Späte Antwort des Ministeriums zur „Vernaderungsseite“ der FPÖ

Sehr geehrter Herr Fuchsbauer!
Das Bundesministerium für Bildung bedankt sich für Ihr Schreiben vom 9. Mai 2017 betreffend die Errichtung einer „Meldestelle für parteipolitische Beeinflussung an Schulen“ im Rahmen des Internetauftritts der FPÖ Oberösterreich und darf dazu wie folgt Stellung nehmen:
Wie aus Medienberichten bekannt, war ein an einer Linzer AHS im Rahmen des Unterrichts gehaltener Vortrag zum Thema „Extremistische Herausforderungen in Österreich“ unmittelbarer Anlass für diese Maßnahme. Der Vortrag wurde auf Intervention eines Nationalratsabgeordneten der FPÖ, der gleichzeitig im Schulgemeinschaftsausschuss die Funktion eines Elternvertreters wahrnimmt, abgebrochen. Damit hat ein Organ der Schule in einer seine Kompetenz übersteigenden Weise in den Unterricht eingegriffen, eine Berechtigung, die nur Schulleitungen bzw. Schulaufsichtsorganen zukommt.
Grundsätzlich ist festzuzuhalten, dass die Einbeziehung von außerschulischen Experten in den Unterricht erwünscht und im Rahmen von § 17 SchUG auch gestattet ist. Die Schulen entscheiden, wenn sie in den Unterricht zu welchem Thema einladen. Dabei brauchen gesellschaftlich strittige Themen nicht ausgespart zu werden. Entscheidend ist, dass der Unterricht in seiner Gesamtheit ausgewogen ist und Schülerinnen und Schüler dazu anregt ihre eigenen Positionen zu entwickeln und immer wieder kritisch zu hinterfragen. Geschieht das, wird dem Indoktrinationsverbot im Sinn der EMRK Rechnung getragen. Vor diesem Hintergrund steht jeder von dritter Seite unternommene Versuch, auf Lehrkräfte Druck auszuüben, damit sie Themen in einem erwünschten Sinn behandeln, in Widerspruch zu den Schulen gesetzlich übertragenen Aufgaben. Im Rahmen ihres Internetauftritts versucht die FPÖ Oberösterreich den Eindruck zu erwecken, an Schulen würde mit Duldung der Schulbehörde systematisch einseitig und unausgewogen unterrichtet. Das ist ein grobes Verzerren der Realität.  
Bedauerlicherweise kann aus Sicht des Bundesministeriums für Bildung gegen die Einrichtung der Meldestelle selbst nichts unternommen werden. Eine rechtliche Handhabe bietet sich dann, wenn Lehrkräften ein gesetzeswidriges oder ehrenrühriges Verhalten vorgeworfen wird, das sie nicht begangen haben. Die im Rahmen der Meldestelle angebotene Möglichkeit der anonymen Beschwerde lädt allerdings dazu ein. Entscheidend ist, sich nicht von Personen oder Einrichtungen einschüchtern zu lassen, die unter dem Mantel scheinbarer Objektivität Parteipolitik in die Schulen zu tragen versuchen. In diesem Zusammenhang wird auf § 26 Datenschutzgesetz 2000 (DSG 2000) hingewiesen, wonach jeder Betroffene Auskunft darüber verlangen kann, welche Daten zu seiner Person und zu welchem Zweck verwendet werden. Dieses Recht auf Auskunft sowie das damit in Zusammenhang stehende Recht auf Löschung steht gegenüber jedem und damit auch gegenüber einer politischen Partei zu. Keine Partei ist befugt, ihr von dritter Seite zugespielte personenbezogene Daten für politische Zwecke zu gebrauchen. 

Für die Bundesministerin: Dr. Rainer Fankhauser

 

07.2017

Spät aber doch: Antwort vom Ministerium zur „Vernaderungsseite“ der FPÖ

Antwort des bmb auf die Stellungnahmen zum Autonomiepaket

Sehr geehrte Damen und Herren !
Vielen Dank für Ihre Stellungnahme, die uns im Zuge der Gesetzesbegutachtung zum Bildungsreformpaket zugegangen ist und danke, dass Ihnen die Bildungspolitik unseres Landes und damit die Zukunft unserer Kinder ein Anliegen ist.
Allen Kindern Zugang zur besten Bildung zu ermöglichen, unabhängig davon, wo sie wohnen und wer ihre Eltern sind – das ist seit meinem Amtsantritt vor einem Jahr mein oberstes Ziel und Leitbild meiner täglichen Arbeit. Doch dieses Ziel kann ich nicht alleine erreichen. Es braucht den konstruktiven Willen und das Engagement von uns allen – es braucht allen voran natürlich die Pädagoginnen und Pädagogen, es braucht die Schulpartner, die Eltern, Schülerinnen und Schüler, die Schulerhalter und Gemeinden vor Ort. Sie und wir alle sind gefordert, wenn es darum geht, die bestmöglichen Rahmenbedingungen zu schaffen, um allen Kindern die Chance auf ein selbstbestimmtes Leben und einen guten Start ins Berufsleben zu ermöglichen.
Mehr als 1.700 Stellungnahmen zum Autonomiepaket haben gezeigt, wie wichtig dieses Thema ist und ich möchte mich dafür bei Ihnen bedanken. Bitte seien Sie versichert, dass wir alle Stellungnahmen und Reaktionen sehr ernst genommen und genau geprüft haben. Wir konnten daraus gute Anregungen und Ideen ziehen, die in Folge in den Begutachtungs- und Nachbearbeitungsprozess des Gesetzes eingeflossen sind. Bitte haben Sie aber Verständnis dafür, dass nicht alle Anregungen eins zu eins umsetzbar waren. Ich und mein gesamtes Team haben mit Hochdruck daran gearbeitet, in allen Bereichen bestmögliche Lösungen zum Wohle unserer Kinder zu finden. Im Zentrum unserer Bestrebungen stand und steht dabei, die nötigen Umgebungen dafür zu schaffen, dass sich Kinder individuell entwickeln können und den eigenen Bedürfnissen entsprechend gefördert und gefordert werden.
Lassen Sie uns Schule tatsächlich neu denken, geben wir den Kindern den „Raum“, den sie für ihre Entwicklung brauchen und schaffen wir die Rahmenbedingungen, die es braucht, damit sich Schule und Standorte weiterentwickeln können. Mit intensiver Begleitung und dem gegenseitigen Lernen zwischen Schulen und Clustern kann Schulautonomie Schritt für Schritt ausgerollt und erfolgreich gelebt werden, davon bin ich fest überzeugt.
Weitere Informationen zum Autonomiepaket finden Sie auf unserer Homepage. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte auch gern an autonomie@bmb.gv.at.
Beste Grüße
Dr.in Sonja Hammerschmid

 

07.2017

Autonomiepaket Zustimmung SPÖ ÖVP Grüne

Bildungsreform fix

Die Bildungsreform ist nach Jahren der Verhandlung fix. Der Nationalrat hat heute die entsprechende Gesetzesvorlage beschlossen. Mit den Grünen war auch die notwendige Verfassungsmehrheit (SPÖ, ÖVP und Grüne) gegeben.
Harald Walser freut sich und weiß, dass nach dem Beschluss die schwierige Arbeit der Umsetzung der Reform beginnt: „Damit wurde heute im Nationalrat die Bildungsreform beschlossen, die wir Grüne mitgeprägt haben. Und mit dem Niedersetzen beginnen unsere Anstrengungen, um eines der ungerechtesten Bildungssysteme Europas besser zu machen.“ (FB Harald Walser)
Auch die Bildungsministerin verleiht ihrer Freude auf ihrer FB-Seite Ausdruck: „Die Bildungsreform wurde soeben im Parlament BESCHLOSSEN!“

 

Das Paket wurde also heute zugestellt. und damit wird das Foto mit dem großen Autonomiepaket das Erscheinungsbild der ÖLI-Hompage zukünftig nicht mehr prägen.  

 

28.06.2017

Autonomiepaket Zustimmung SPÖ ÖVP Grüne

Bildungsreform: Pädagogischer Maßnahmen sofort möglich,

Schulcluster und Modellregionen brauchen noch Zeit.

Mit dem Inkrafttreten der Bildungsreform können pädagogische Maßnahmen sofort umgesetzt werden. Schulcluster brauchen mehr Vorbereitung, meint Gudrun Ostermann (derStandart.at „Wann die Bildungsreform im Klassenzimmer ankommt“.

Lesenswerte Zusammenfassung und Analyse

Ostermanns Zusammenfassung und Analyse der wichtigsten Veränderungen, die die Bildungsreform bringen wird, ist lesenswert. Vor allem für alle jene, die der elend langen und der teils unerträglichen Diskussion um das Autonomiepaket bzw. die Bildungsreform nicht mehr folgen wollten oder konnten. Wie zum Beispiel die Direktorin einer Tiroler Volksschule und ihre Lehrerkollegin.
Die Bildungsreform braucht zum Gelingen zusätzliche Ressourcen und vor allem eine gute Kommunikationsstrategie ...
Offen plaudern die Pädagoginnen an der zweiklassigen Kleinschule im Standardartikel von Steffen Arora, „Schulcluster: Dazu braucht es keine Lehrer, sondern Manager" (auf derselben Seite wie der Artikel oben) über ihre Sicht zum Bildungspaket. Sie hätten zwar die Diskussionen über die Bildungsreform irgendwann ausgeblendet: "Ich habe aufgehört, die Berichte darüber zu lesen". Und „wir sind total uninformiert", gibt ihre Kollegin zu. Aber sie wissen, dass die „Politiker … keine Ahnung [haben], was sich hier abspielt" und die Bildungsreform nichts Gutes für die Schulen bringe. So seien zum Beispiel die Schulcluster eine typische Schnapsidee jener, die "noch nie in der Praxis waren".  Der Direktorin ist nicht klar, wie ein Zusammenschluss von bis zu acht Schulen mit einer gemeinsamen Leitung funktionieren soll: „Dazu braucht es dann keine Lehrer mehr, sondern Manager."
Die junge Kollegin ärgert sich, dass es in Österreich schon am Grundlegenden hapere, wie der Ausbildung der Lehrer oder der Ausstattung der Schulen: "Während in Dänemark jedes Kind einen Laptop bekommt, kämpfen wir um einen Overheadprojektor."
Ja, wenn das so ist, dass das Lehrpersonal in den höhergelegenen Schulen in Tirol heute noch um Overheadprojektoren „kämpft“, sind dann Sondersofortmaßnahmen dringender erforderlich als die aktuelle Bildungsreform? Oder könnten mehr Autonomie und Schulcluster mit einem größeren Pädagog/innenteam einen positiven Beitrag zur Lösung leisten können? Eines ist jedenfalls sicher: Die Bildungsreform braucht zum Gelingen zusätzliche Ressourcen und vor allem eine gute Kommunikationsstrategie ...

 

28.06.2017

Autonomiepaket Zustimmung SPÖ ÖVP Grüne

Das Schulreformpaket steht kurz vor der Abstimmung im Parlament

Risse im Beton? oder einzementierte Zustände?

Monatelang verhandeln die Spitzenfunktionäre der fünf Lehrergewerkschaften mit den zuständigen Ministerien über das Autonomiepaket für Schulen. Gemeinsam wurden Lösungen gefunden, Kompromisse mühsam erarbeitet und bis zuletzt und bis ins letzte Detail um Formulierungen gefeilscht. Im Begutachtungsprozess wurden Stellungnehmen eingeholt und zum Teil eingearbeitet, anschließend tagt die ARGE Lehrer/innen, die Arbeitsgemeinschaft der Teilorganisationen der Lehrer/innen-Gewerkschaften der GÖD: Sie gibt ein Statement ab, das weder Ablehnung noch Zustimmung ausdrückt, sondern den Ball an die Politik weiterspielt.
Dann kommt Kurz und es scheint zuerst so, als würde das das Ende für das gesamte Reformvorhaben bedeuten, jetzt wird Wahlkampf gemacht und einen gemeinsamen Erfolg der Bundesregierung darf es offenbar nicht mehr geben. Deshalb gilt für das noch vor zwei Wochen gültige ÖVP/SPÖ Bildungspaket: Alles ist schlecht, alle sind dagegen. Und die Tatsache, dass hier in sozialpartnerschaftlicher Weise jeder Absatz des Pakets diskutiert worden ist, gerät aus dem Blick. Doch die neue ÖVP will nicht als Blockiererpartei dastehen, ein Abschluss noch vor dem Sommer erscheint plötzlich wieder in Reichweite.
Für jene Punkte, die Verfassungsmaterie sind, ist eine Zweidrittelmehrheit nötig. Es wird mit der FPÖ und den Grünen mehrere Tage lang hektisch verhandelt. Durch Zugeständnisse an die Grünen bezüglich der Erprobung einer gemeinsamen Schule ist schließlich die nötige Mehrheit erreicht.
Ob der neue Entwurf jetzt auch durchs Parlament geht, wird sich heute zeigen. Denn die ARGE Lehrer/innen betont, dass zu Modellregionen und Mischclustern keine sozialpartnerschaftliche Einigung besteht und appelliert damit an konservative Parlamentarier den Clubzwang zu unterlaufen. Denn die Entwicklung einer gemeinsamen Schule, wie das auch von der ÖVP-Vorarlberg gewünscht wird, wird in der Bundes-ÖVP und in der FCG-dominierten AHS-Lehrervertretung strikt abgelehnt.  
Jetzt wird es spannend: Gibt es im Parlament eine Mehrheit für dieses Struktur- und Schulorganisationspaket? Folgen weitere Schritte zur Finanzierung eines modernen Schulsystems mit ausreichend Unterstützungspersonal? Erfolgt der Abbau struktureller Benachteiligungen über einen Chancenindex? Wird das Nachdenken über Kooperationen zwischen Pflichtschulen und Gymnasium möglich?

Oder bleibt alles beim Alten?

 

28.06.2017

Autonomiepaket Zustimmung SPÖ ÖVP Grüne

ÖLI-UG / UGÖD Pressegespräch: „Risse im Beton“

ÖLI-UG / UGÖD Pressegespräch    

Videomitschnitt der Pressekonferenz von OeLI-UG und UGOeD zum Bildungsgesetzespaket "Risse im Beton":

Von Andi C.J. Daniel (Kamera und Schnitt)

>>> auf yuotube   >>> diealternative.org

 

27.06.2017

Pressekonferenz zum Bildungsreformpaket
Pressekonferenz zum Bildungsreformpaket

Stefan Schmid: "Wir brauchen eine digitale Grundbildung"

Laut Stefan Schmid, Leiter der virtuellen Pädagogischen Hochschule, ist eine gute Beziehung zu den Schüler/innen das Wichtigste für einen erfolgreichen Unterricht. Laptop und Smartphone können dabei helfen, sagt Schmid dem Kurier in einem Interview, das Ute Brühl mit ihm führte.
Und nicht nur deshalb brauchen wir in der Schule eine digitale Grundbildung.

 

Stefan Schmid (33) ist Informatiklehrer und studierter Sozialarbeiter. Schul- und Unterrichtserfahrung machte er an der HAK Simmering in Wien, an der er bis 2015 Informatik unterrichtete und das Konzept des "flipped classroom", das umgekehrte Klassenzimmer, umsetzte. Das Erklären findet außerhalb des Unterrichts statt, das Üben in der Schule.
Schmid ist Gründungsmitglied der Initiative "flipped classroom Austria". Seit 2016 ist er Leiter der virtuellen Pädagogischen Hochschule.

 

26.06.2017

Stefan Schmid - Virtuelle Pädagogosche Hochschule
Stefan Schmid - Virtuelle Pädagogosche Hochschule

Attac: Nein zu Wachstum und Standortwettbewerb als Staatsziele!

"Während die österreichische Regierung Trumps Ausstieg aus dem Pariser Klimaabkommen kritisiert, will sie gleichzeitig "Wachstum“ und einen „wettbewerbsfähigen Wirtschaftsstandort" als Staatsziele in der Verfassung verankern. Damit sollen Urteile wie das gegen die klimaschädliche 3. Piste am Flughafen Wien in Zukunft verhindert werden", wirbt attac für ihre Petition und weiter, "Doch um „wettbewerbsfähig“ zu sein müssen wir angeblich nicht nur beim Klima- und Umweltschutz auf die Bremse steigen. Seit Jahren wird uns eingeredet, dass wir dafür auch länger arbeiten, Löhne kürzen, Sozialleistungen streichen, öffentliche Dienste privatisieren sowie Steuern für Vermögende und Konzerne senken müssen."

 

Bitte unterzeichnet daher die Petition:

Die UGÖD startete eine Aufruf an alle Unabhängigen, die attac-Petition bis 4.7.2017! zu unterzeichnen.
Text UGÖD: Die Absicht der Österreichischen Bundesregierung „Wachstum und einen wettbewerbsfähigen Wirtschaftsstandort“ als Staatziele in der Bundesverfassung zu verankern ist ein Riesenschritt in eine völlig verkehrte politische Richtung:
„Geld regiert die Welt“, das kennen wir und wollen wir nicht mehr!
Der Ausbau von Demokratie und Gemeinwohl in der Republik Österreich ist zu fordern und zu fördern, damit alle Menschen in unserem Land zu einem guten Leben kommen können.
Die Unabhängigen GewerkschafterInnen im öffentlichen Dienst wollen nur PolitikerInnen wählen, die Projekte mit globalem Vorbildcharakter erarbeiten:
•    die Gleichstellung der Frauen in der Gesellschaft ernsthaft umsetzen,
•    die sich für Umwelt- und Landschaftsschutz einsetzen,
•    die eine nachhaltige Raum- und Landschaftsschutzordnung entwickeln,
•    die unser Wirtschaftssystem auf die Wiederverwertbarkeit aller Abfälle hin neu ausrichten,
•    die Alternativen für veränderte Rohstoff- und Ressourcennutzung ermöglichen,
•    die verbesserte Lebensqualität für zukünftige Generationen erhalten,
•    die ohne Angst vor Veränderung in Österreich gesellschaftlich notwendige und gemeinwohlorientierte Arbeit neu und gerecht verteilen,
•    die das öffentliche Bildungssystem und den öffentlichen Dienst stärken,
•    die notwendige Transformationen in Österreich zukunftsorientiert angehen.
Aufruf an alle Unabhängigen, bitte unterzeichnet die attac-Petition:
Nein zu Wachstum und Standortwettbewerb als Staatsziel!
Datum Ende der Aktion: Dienstag, 04.07.2017 – 12:00
attac Österreich

 

23.06.2017

Attac: Nein zu Wachstum und Standortwettbewerb als Staatsziele!
Attac: Nein zu Wachstum und Standortwettbewerb als Staatsziele!

Gesetzesinitiative zum Gelingen des Schulreformpaketes notwendig

An die Regierungskoordinatoren Thomas Drozda (SPÖ) und Harald Mahrer (ÖVP)


An die Klubobleute Andreas Schieder (SPÖ) und Reinhold Lopatka (ÖVP) und Albert Steinhauser (Grüne)
 
Betrifft: Dringlicher Handlungsvorschlag zu Schulreformpaket + Ressourcen
 
Sehr geehrte Regierungskoordinatoren und Klubobmänner!  
Die Unabhängigen Gewerkschafter in der GÖD (UGÖD), in der GewerkschafterInnen der APS, AHS, BMHS und BS zusammenarbeiten, ersuchen Sie, gleichzeitig mit der Abstimmung des Schulreformpaketes am 28. oder 29. Juni 2017 einen Gesetzesantrag einzubringen, der die zur erfolgreichen Umsetzung des Reformpaketes erforderlichen Ressourcen noch in der laufenden Legislaturperiode absichert, indem er die für das „strukturelle Bildungsbudgetdefizit“ vorgesehenen oder andere zusätzliche Mittel zur Umsetzung des Schulreformpaketes 2017 dem BMB zur Verfügung stellt:
•    zur Sicherstellungbestehen bestehender Klassen- und Lerngruppengrößen (keine Verschlechterung von Arbeits- und Lernbedingungen),  
•    zur schulautonomen Erweiterung des Bildungs- und Förderangebotes im Rahmen einer sozialen Indizierung von Schul-/Clusterbudgets aller Schultypen (Berücksichtigung der sozialen Zusammensetzung und der besonderen individuellen Bedürfnisse einzelner SchülerInnen am jeweiligen Standort)
•    für die bedarfsgerechte Aufnahme von pädagogischem Unterstützungspersonal für Förder-, Integrations- und Inklusionsmaßnahmen.
Viele KollegInnen, insbesondere an Pflichtschulen in Wien und den Bundesländern, sehen die Kostenneutralität des Reformpaketes als Bedrohung ihrer ohnehin eingeschränkten sozialintegrativen Unterrichts- und Fördermöglichkeiten und als Geringschätzung ihrer täglichen Arbeit mit und für ihre SchülerInnen.
Wir brauchen keine Verschiebung auf die nächste Legislaturperiode, sondern eine klare Ansage der Regierungsparteien und des Nationalrates JETZT. Ein Unterrichtsausschuss zur Beratung des oben beschriebenen Gesetzesentwurfes und eine Beschlussfassung noch vor der Auflösung des Nationalrates ist möglich und wäre eine konkrete gesetzliche Regelung, die LehrerInnen, SchülerInnen und Eltern zeigen könnte, dass es „der Politik“ die Bildung ernst nehmen und das Schulreform kein Reformgerede ist, sondern ein zukunftsorientierter Prozess, der Ende nächster Woche mit den notwendigen Ressourcen ausgestattet wird.
 
Glück auf und freundliche, illusionslos-optimistische Grüße,  
für die Unabhängigen GewerkschafterInnen in der GÖD
Reinhart Sellner,  reinhart.sellner@gmx.at

 

22.06.2017

UGÖD: Gesetzesinitiative zum Gelingen des Schulreformpaketes 2017 notwendig
UGÖD: Gesetzesinitiative zum Gelingen des Schulreformpaketes 2017 notwendig

Auch die SLÖ beurteilt Autonomiepaket hauptsächlich positiv

Der Sozialdemokratischen Lehrer/innenverein Österreich (SLÖ) begrüßt in einer Presseaussendung die Einigung zum Bildungsreformpaket. Nachdem die Österreichische Lehrer/innen Initiative (ÖLI-UG) und die Unabhängigen Gewerkschafter/innen in der GÖD (UGÖD) in einer Presseaussendung und einem Pressegespräch das Schulautono-miepaket „zumindest als einen ersten Schritt“ sehen, der zu einer Veränderung, zu "Rissen im Beton" führe, sind die Christlichen Gewerkschafter (fcg) die einzige Fraktion in der Gewerkschaft der Lehrer/innen, die immer noch versuch- en das Autonomiepaket zu boykottieren. Diffuse Ankündigungen gewerkschaftlicher Protestmaßnahmen und aggressiv negativen öffentlichen Äußerungen der schwarzen Spitzenfunktionäre zum Bildungsreformpaket in den letzten Tagen sind uns noch in Erinnerung.

Schulen werden die Möglichkeiten des Autonomiepakets nutzen.
„Nun ist ein erster Schritt von der Verordnungs- und Versorgungskultur zur Verantwortungskultur gemacht“, interpretiert Thomas Bulant (SLÖ) die Parteieneinigung zur Bildungsreform. „Die Schulen werden das Ermöglichungspaket Autonomie in jenen Bereichen nutzen, in denen sie für ihren pädagogischen Betrieb einen Mehrwert sehen.“  Dass die Bildungsreform die pädagogischen Gestaltungsfreiräume über eine Lehrplanreform und ein Überdenken des Stundenkanons diesmal noch nicht maximiert hat, bedauert Bulant. Darüber hinaus fordert er für die nächste Legislaturperiode einen Investitionsplan für den Chancenindex, Supportmaßnahmen und mehr PädagogInnen in den Volksschulklassen.
Eindeutige Verbesserungen für die Menschen im Schullalltag werden laut Bulant die Aufweichung der Schulpflicht für Frühchen, die Ermöglichung eines 10. freiwilligen Schuljahres für außerordentliche Schüler, die Amtshaftung für LehrerInnen, die chronisch kranken Kindern beistehen, und die Einführung von Verrechnungskonten für Schulveranstaltungen bringen. Zu den bis zuletzt strittigen Modellregionen „gemeinsame Schule“ wünscht sich Bulant: „Ob in Mischclustern oder in einer Modellregion, alle LehrerInnen sollten die Freiwilligkeit dafür nutzen, sich für alle Kinder in der Pflichtschulzeit gemeinsam verantwortlich zu fühlen.“

 

22.06.2017

SLÖ: Schulen werden die Möglichkeiten des Autonomiepakets nutzen.
SLÖ: Schulen werden die Möglichkeiten des Autonomiepakets nutzen.

UGÖD fordern GÖD-Aktivitäten zum Gelingen der Schulreform!

UGÖD für zusätzliche Ressourcen statt Kostenneutralität und für eine Stärkung der Mitbestimmungsrechte der LehrerInnen
Wien (OTS) - Nach politischer Einigung über das Schulreform- und Autonomiepaket am 19.Juni 2017 schlagen die Unabhängigen GewerkschafterInnen in den GÖD-LehrerInnengewerkschaften der FCG-Mehrheitsfraktion vor, von den diffusen Streikankündigungen am Tag danach Abstand zu nehmen. "Die kurzfristig für 22. Juni angesetzte ARGE LehrerInnen der GÖD soll Profil als überparteiliche Interessensvertretung aller LehrerInnen zeigen. Und über gewerkschaftliche Maßnahmen zur Durchsetzung jener gewerkschaftlichen Forderungen beraten, die bei den monatelangen Verhandlungen mit Bildungsministerium und BKA zu kurz gekommen sind," fordert Reinhart Sellner vom UGöD-Vorsitzteam.
1. Schluss mit dem „strukturellen Bildungsbudgetdefizit“ - mehr Geld für die Schulen!
Die KollegInnen an den Schulen brauchen ausreichende Ressourcen, Kostenneutralität ist zu wenig. Die KlassenschülerInnenhöchstzahl 25 (bisher 30) für die APS steht jetzt zwar im Finanzausgleichsgesetz, aber ohne ausreichende Finanzmittel besteht die Gefahr, dass die bestehenden kleinerer Klassen bis auf 25 aufgestockt werden. Gewerkschaftliche Maßnahmen für ein höheres Bildungsbudget werden notwendig sein, damit alte und schulautonom-neue pädagogische Möglichkeiten für SchülerInnen und LehrerInnen Realität werden. Die Bildungsdirektionen brauchen mehr Mittel als bisher: für kleine Klassen, zur Anstellung von pädagogischem Unterstützungspersonal (SonderpädagogInnen, SozialarbeiterInnen, DolmetscherInnen, PsychologInnen) und für eine sozialindexierte Ressourcenzuteilung an Schulen und Cluster.
Die UGöD tritt dafür ein, dass die rund 300 Millionen Euro „strukturelles Bildungsbudgetdefizit“ nicht weiter in den allgemeinen Budgettopf eingezahlt, sondern in die Schulen investiert werden. Diese Umorientierung der Budgetpolitik ist notwendig und wäre ein sinnvoller Beitrag des Finanzministers zum Gelingen des Autonomiepakets.
Die Anhebung des österreichischen Bildungsbudgets auf EU-Niveau ist Aufgabe der Bundesregierung und des Nationalrates für die kommende Legislaturperiode.
2. Stärkung der LehrerInnen-Mitbestimmung – Schulautonomie braucht auch PVG-Reform!
Autonomie bedeutet neue Gestaltungsspielräume. Dafür muss die LehrerInnen-Mitbestimmung an den Schulen gestärkt werden.
Die UGöD erwartet von der GÖD mehr Einsatz als bisher für eine der Schulautonomie entsprechende Stärkung der Personalvertretung an jeder Schule, in jedem Cluster. Nicht nur an AHS und BMHS, sondern auch an den APS-LandeslehrerInnenbereich, wo das Personalvertretungsgesetz (PVG) derzeit keine Schul-Personalvertretung vorsieht.
Eine das Autonomiepaket ergänzende Reform des PVG ist eine weitere Hausaufgabe des im Herbst neu zu wählenden Nationalrates.
3. Für verstärkte Zusammenarbeit der GÖD mit ÖGB und AK
ÖGB und AK sind mit WKO und LKO die Sozialpartner der Bundesregierung, wenn es um gesetzliche Regelungen in den Bereichen Sozial-, Wirtschafts-, Arbeitsmarkt- oder Bildungspolitik geht. Zukunftsorientierte Bildungsreformen und ihre ausreichende Finanzierung sind auch Aufgabe einer funktionierenden Sozialpartnerschaft.
4. Keine große Reform, aber ein Schritt vorwärts
Kinder sind neugierig und verspielt, wollen ihre Welt und sich selber begreifen, immer besser verstehen, sich zurecht finden können, gemeinsam und ohne Angst. Diese Entwicklung braucht Zeit fürs Schauen und Staunen, Grübeln und Träumen. Alle Kinder und Jugendlichen in unserer Gesellschaft haben ein Recht auf bestmögliche Bildung, individuelle Förderung und soziale Integration. Dazu wollen wir als LehrerInnen und GÖD-GewerkschafterInnen beitragen.
Rückfragen & Kontakt:
Gary Fuchsbauer, BMHS-Gewerkschaft, ARGE LehrerInnen der GöD Tel: 0680/212 43 58
Renate Brunnbauer, APS-Gewerkschaft, ARGE LehrerInnen der GöD Tel: 0699/102 08 202
Ursula Göltl, AHS-Gewerkschaft, Tel: 0676/489 11 61
Reinhart Sellner, GÖD-Vostand/Bereich gewerkschaftliche Bildungsarbeit, UGÖD-Vorsitz, Tel: 0676/343 75 21

 

21.06.2017

Pressekonferenz zum Bildungsreformpaket
Pressekonferenz zum Bildungsreformpaket

ÖLI-UG: „...wollen wir lieber über Gelingensbedingungen diskutieren.“

Medienecho zum ÖLI-UG und UGÖD Pressegespräch: „Risse im Beton“

 

Ausgesuchte Beispiele

APA: Bildungsreform: Unabhängige Gewerkschafter sehen "Risse im Beton"

Wien (APA) - Anders als die von den Christgewerkschaftern gestellte Führung der Lehrervertretung beurteilen die Unabhängigen GewerkschafterInnen in der GÖD (UGÖD) das Schulautonomiepaket. Dieses führe zumindest zu "Rissen im Beton" des österreichischen Schulsystems, hieß es bei einer Pressekonferenz.

"Es ist zumindest ein erster Schritt, und es wird sich etwas verändern. Das sehen wir positiv", so UGÖD-Vorsitzender Reinhart Sellner zur APA. Als Beispiel nannte er die Änderungen bei der Schulverwaltung. Die künftigen Bildungsdirektoren würden zumindest aufgrund vorgegebener Kriterien und Anforderungen bestellt - auch wenn natürlich weiter die Landeshauptleute involviert seien.

Wermutstropfen: Aufgrund der vorgegebenen Kostenneutralität fehlten ausreichende Mittel zur Umsetzung der alten wie neuen pädagogischen Möglichkeiten, für ausreichend Unterstützungspersonal und zu per Sozialindex zugeteilten Ressourcen für Schulen und Cluster. "Die Kostenneutralität wird uns drücken", so Sellner. Außerdem fehle der Ausbau der Mitbestimmungsrechte der Lehrer vor allem an den Pflichtschulen. Diese könnten nach wie vor nicht vor Ort bei der Bestellung von Direktoren mitreden.

Über mögliche Kampfmaßnahmen gegen das Paket will Sellner schon gar nicht reden. "Das Gesetz bringt immerhin Bewegung. Da wollen wir lieber über Gelingensbedingungen diskutieren."

 

ORF: Unabhängige Gewerkschafter sehen „ersten Schritt“

Anders als die von den Christgewerkschaftern gestellte Führung der Lehrervertretung beurteilen die Unabhängigen GewerkschafterInnen in der GÖD (UGÖD) das Schulautonomiepaket. „Es ist zumindest ein erster Schritt, und es wird sich etwas verändern. Das sehen wir positiv“, sagte UGÖD-Vorsitzender Reinhart Sellner.

Als Beispiel nannte er die Änderungen bei der Schulverwaltung. Die künftigen Bildungsdirektoren würden zumindest aufgrund vorgegebener Kriterien und Anforderungen bestellt - auch wenn natürlich weiter die Landeshauptleute involviert seien. Wermutstropfen: Aufgrund der vorgegebenen Kostenneutralität fehlten ausreichende Mittel zur Umsetzung der alten wie neuen pädagogischen Möglichkeiten.

„Die Kostenneutralität wird uns drücken“, so Sellner. Außerdem fehle der Ausbau der Mitbestimmungsrechte der Lehrer vor allem an den Pflichtschulen. Diese könnten nach wie vor nicht an Ort und Stelle bei der Bestellung von Direktoren mitreden. Über mögliche Kampfmaßnahmen gegen das Paket will Sellner nicht reden. „Das Gesetz bringt immerhin Bewegung. Da wollen wir lieber über Gelingensbedingungen diskutieren.“

 

21.06.2017

Medienreaktionen zur Pressekonferenz zum Bildungsreformpaket
Medienreaktionen zur Pressekonferenz zum Bildungsreformpaket

ÖLI-UG / UGÖD Pressegespräch: „Risse im Beton“

ÖLI-UG / UGÖD Pressegespräch    

Videomitschnitt der Pressekonferenz von OeLI-UG und UGOeD zum Bildungsgesetzespaket "Risse im Beton":

Von Andi C.J. Daniel (Kamera und Schnitt)

>>> auf yuotube   >>> diealternative.org

 

20.06.2017

Pressekonferenz zum Bildungsreformpaket
Pressekonferenz zum Bildungsreformpaket

ÖLI-UG Pressegespräch: „Risse im Beton“

ÖLI-UG / UGÖD Pressegespräch mit parteiunabhängigen VertreterInnen von Landes-Pflichtschulen und Bundes-AHS und BMHS zum Schulreform-„Autonomiepaket“

Die Österreichische LehrerInnenInitiative - Unabhängige GewerkschafterInnen (ÖLI-UG) zum Schulreform- und „Autonomiepaket“, das die Regierung mit Unterstützung der Grünen noch in dieser Legislaturperiode im Nationalrat einbringen wird (Stand 19. Juni 2017)
Die Verhandlungen der Regierungsparteien mit den Grünen sind beendet, Regierung und Grüne bringen das Schulreformpaket 2017 noch im Juni 2017 in den Nationalrat. Ob der von ÖVP-Standes- und Landespolitikern festgerührte Beton erste Risse bekommt, wird die Umsetzung der Reformgesetze entscheiden.

Pressemappe:

Zum Inhalt dieser Pressemappe

 

20.06.2017

Pressekonferenz zum Bildungsreformpaket
Pressekonferenz zum Bildungsreformpaket

PV-Akademie - Vorarlberg: Aktueller Veranstaltungshinweis

9.29.-30.2017 Weitblick Bildungsforum MENSCH LEHRE
Weitblick Bildungsforum MENSCH LEHRER  -  Über die Lücke zwischen Mensch und Pisa „Was macht das gegenwärtige Bildungssystem mit dem Menschen?“ Dieser Frage stellen wir uns in diesem zwei tägigen Bildungsforum. Wir möchten allen A ... (mehr lesen)
ab 20,00 €

Über die  Weitblickgesellschaft
Nachhaltig. Unabhängig. Interdisziplinär.
Die Weitblickgesellschaft ist eine gemeinnützige, politisch und finanziell unabhängige GmbH mit Sitz in Vorarlberg. Als solche entwickeln und fördern wir sozial innovative Projekte in den Bereichen Bildung und Pädagogik, psychosoziale Gesundheit, Integration sowie Umweltbewusstsein.
Ziel und Anliegen
Unser Ziel als Weitblickgesellschaft ist es, nachhaltig zur positiven gesellschaftlichen Entwicklung beizutragen. Wir sind überzeugt, dass der Weg zu einer ökologisch-, ökonomisch- und sozial-nachhaltig ausgerichteten Gesellschaft nur über Bewusstseinsbildung und Persönlichkeitsentwicklung des Einzelnen führt. Das existenzanalytische Menschenbild nach Viktor. E. Frankl bietet klare Orientierung an. Denn gesellschaftliche Herausforderungen stellen zunächst einmal Herausforderungen für den Einzelnen dar.

19.06.2017

MENSCH LEHRER Über die Lücke zwischen Mensch und Pisa
Weitblick Bildungsforum

Bildungsreformpaket: Einigung mit den Grünen

Die Regierungsparteien haben sich gemeinsam mit den Grünen schließlich doch noch auf die Bildungsreform geeinigt. Das teilte Bildungsministerin Sonja Hammerschmid, Wissenschaftsminister Harald Mahrer und Bildungssprecher der Grünen, Harald Walser heute Vormittag in einer Pressekonferenz im Parlament mit.
Kompromiss bei Modellregion gefunden
Wie bereits im letzten, noch von den Grünen abgelehnten Entwurf festgelegt, können bundesweit 15% aller AHS und aller NMS die Gesamtschule erproben, wobei maximal 5.000 AHS-Unterstufenschüler/innen in einer Modellregion davon betroffen sein dürfen. Unter diesen Bedingungen wird die Modellregion Vorarlberg möglich gemacht.
Wie die APA berichtet, wurden für die Abstimmungsmodalitäten für die Bildung einer Gemeinsamen Schule ein Kompromiss gefunden, dem auch die Grünen zustimmen konnten.

Die Lösung: An den einzelnen Schulen müssen die Eltern und Lehrer/innen zustimmen. Die Abstimmung der Lehrer/innen erfolgt in der Lehrer/innenkonferenz. Eine einfache Mehrheit entscheidet. Auch bei den Eltern ist ebenfalls eine einfache Stimmenmehrheit erforderlich. Wobei auch eine Mehrheit von einem Drittel der insgesamt Abstimmungsberechtigten gegeben sein muss.

Ungute Diskussion im Vorfeld
Um das Bildungsreformpaket gab es in den letzten Wochen zähe Verhandlungen zwischen der SPÖ und ÖVP untereinander und mit den Grünen, nachdem die FPÖ mit ihren unannehmbaren Forderungen bereits zu Beginn als Partner ausschied.
Besonders negativ geprägt wurde die politische Diskussion um das Autonomiepaket in diesen Wochen durch die nicht nachvollziehbaren Wortmeldungen der schwarzen Lehrer/innenvertreter (fcg) in der Gewerkschaft öffentlicher Dienst. Ihre aggressiv formulierte Ablehnung war vor allem unverständlich, habe doch sie in zahlreichen Verhandlungen das Paket mitgestaltet und schlussendlich auch in der ARGE Lehrer/innen keinen ablehnenden Beschluss gefasst. Siehe dazu auch: „Anleitung zur Pervertierung der Gewerkschaftsarbeit“ (17.06.2017).
Für Van der Bellen ein "wichtiges Signal"
Für Bundespräsident Alexander Van der Bellen sei die geglückte „gemeinsame Kraftanstrengung“, ein „ein wichtiges Signal“ dafür, dass die Parteien trotz des Vorwahlkampfs Verantwortung wahrgenommen hätten. Viel werde nun jedoch „von der Umsetzung abhängen. Wichtig ist, dass die Verbesserungen im Klassenzimmer ankommen.“

 

19.06.2017

Einigung zwischen SPÜ, ÖVP und Grünen
Einigung zwischen SPÖ, ÖVP und Grünen

ÖLI-UG: Pressegespräch zum „Autonomiepaket“ - Risse im Beton?

Unabhängige GewerkschafterInnen in der GÖD (UGÖD) Österreichische LehrerInnenInitiative (ÖLI-UG)
laden KollegInnen der Medien ein :

Pressegespräch mit parteiunabhängigen VertreterInnen von Landes-Pflichtschulen und Bundes-AHS und -BMHS:
zum Thema:


Schulreform „Autonomiepaket“ - Risse im Beton?

Dienstag 20. Juni 2017, 10 Uhr

GÖD-Europasaal
1010 Wien, Teinfaltstraße 7

Wir freu´n uns auf das Gespräch und auf Ihre Fragen.

 

19.06.2017

Schulreform „Autonomiepaket“ - Risse im Beton?
Schulreform „Autonomiepaket“ - Risse im Beton?

INKLUSION ist die Teilhabe ALLER

Inklusion ist die Teilhabe aller – ermöglicht durch die Bereitstellung der dafür erforderlichen Ressourcen.

 

Inklusion exkludiert, ...  wenn sie nicht in ein Gesamtschulsystem eingebettet ist.
Inklusion bleibt diffus, ...   wenn nicht genau definiert wird, auf welche Art und unter welchen Bedingungen inkludiert

werden soll.
Inklusion benachteiligt alle SchülerInnen und LehrerInnen,...  wenn nicht ausreichende finanzielle Mittel gesichert zur Verfügung stehen.


Inklusion braucht eine umfassende Diskussion der Art und Weise ihrer Umsetzung
*
Die ÖLI/UG-APS fordert die VerantwortungsträgerInnen auf, für die Inklusion an Österreichs Schulen ein Konzept vorzulegen, ...
... das nicht exkludiert, sondern alle Bildungseinrichtungen bis zum Ende der Ausbildungspflicht in die Verantwortung

    nimmt;
... das Organisationsformen klar festlegt und erklärt;
... das die erforderlichen zusätzlichen finanziellen Mittel nachvollziehbar ausweist;
... auf dessen Basis eine ernsthafte Diskussion begonnen werden kann.

 

Inklusion erfordert
.) die Einbeziehung von AHS, BMHS und BS in vollem Umfang,
.) Zeugnisse, aus denen der sonderpädagogische Förderbedarf (SPF) nicht ersichtlich ist,
.) eine klare Definition spezifischer Fördermaßnahmen für die unterschiedlichen Gruppen von SchülerInnen,
.) die Erstellung eines Personalplans für Inklusionslehrkräfte und die optimale Ausbildung für diese,
.) die Garantie der erforderlichen finanziellen Mittel

 

18.06.2017

Inklusion
Stand Juni 2017

Mehr Ganztagsschulen, aber rasch!

Warum also nicht viel mehr Ganztagsschulen, und zwar rasch? Fragt Elfriede Hammerl im Profil: Titel „Nachhilfe“
Und zwar mit gutem Grund!
Denn, so Hammerl, die Halbtagsschule muss das Erklären, Üben und Vertiefen auslagern. Kinder aus bildungsfernen und/oder ärmeren Familien geraten dabei ins Hintertreffen.
Bereits Volksschulkinder bräuchten die Hilfe der Familie oder Nachhilfe beim Lernen. Laut der aktuellen IFES-Studie bräuchten in Österreich 62% der Schüler/innen die Hilfe ihrer Eltern beim Lernen – oder eben Nachhilfe.
An den Ganztagsschulen – den echten, verschränkten –, die es mittlerweile gibt und wo nachmittags nicht nur beaufsichtigt wird, sondern wo Lernen, Üben, Sport und Freizeit über den ganzen Schultag verteilt sind, zeichnet sich ein positiver Trend ab. Kinder, die solche Schulen besuchen, brauchen viel seltener häusliche Hilfe als SchülerInnen anderer Schulen (ob mit oder ohne sogenannte Nachmittagsbetreuung). Auch das geht aus der Studie hervor.
Die Gründe, weshalb die Ganztagesschule seit Jahrzehnten schlechtgeredet und verhindert wird, sieht Hammerl nicht hauptsächlich in den Kosten, die sich der Staat mit seinen Halbtagsschulen, oberflächlich betrachtet, erspart. Sondern auch, weil mehr gut ausgebildete junge Leute mehr Konkurrenz für den eigenen Nachwuchs bedeutet. Und zum Konservierenwollen gesellschaftlicher Unterschiede gehört ein Festhalten an konservativen Familienvorstellungen, in deren Zentrum die ständig verfügbare Mutter steht.
>>> Link zum Profil-Artikel: "Nachhilfe" von Elfriede Hammerl

 

16.06.2017

Warum also nicht viel mehr Ganztagsschulen, und zwar rasch? Fragt/fordert Elfriede Hammerl in ihrem Profilartikel: „Nachhilfe“
Foto Wiesner: Warum also nicht viel mehr Ganztagsschulen, und zwar rasch? Elfriede Hammerl Profilartikel: „Nachhilfe“

Interessante Informationen zur Elementarpädagogik

Johannes-Maria Lex postete in der FB-Gruppe „Bildung ist Zukunft - für alle Menschen in Österreich!“ einen interessanten Link zum Thema Elementarpädagogik in Österreich:

Am 19. Mai 2017 fand an der Universität Salzburg die Fachtagung „Quo Vadis? Akademisierung der Elementarpädagogik in Österreich“ statt.

Auf der HP der Plattform EduCare gibt es die Vorträge der KeynotespeakerInnen sowie, weiter unten, die Beiträge aus den Symposien.

Dr.in Pamela Oberhuemer und Dr.in Inge Schreyer (Staatsinstitut für Pädagogik, München): „Ländervergleich: Internationale Entwicklungen und Herausforderungen der Akademisierung in der Elementarpädagogik“ (pdf)

Keynote Mag. Norbert Neuwirth (Österreichisches Institut für Familienforschung): „Kosten der Akademisierung in Österreich aus volkswirtschaftlicher Sicht“ (pdf)

Keynote Dr.in Daniela Braun (Hochschule Koblenz): „Integration akademisch ausgebildeter Elementarpädagog/innen – strukturelle und finanzielle Rahmenbedingungen in Deutschland“ (pdf)

 

15.06.2017

„Quo Vadis? Akademisierung der Elementarpädagogik in Österreich“
„Quo Vadis? Akademisierung der Elementarpädagogik in Österreich“

Digitale Hilfsmittel im Unterricht mit großem Nutzeffekt

Erich Neuwirth, Professor für Statistik und Informatik an der Uni Wien, widerspricht im STANDARD (Kommentar der anderen) Konrad Paul Liessmann, der in einem Interview ( STANDARD) bezweifelt, dass digitale Laptops und Co. in Schulen zu besserer Vermittlung von Wissen beitragen können.

Laut Neuwirth gibt es viele Belege dafür, dass moderne Technik den Unterricht deutlich besser und effizienter macht – wenn man sie richtig einsetzt. Gerade bei Tablets gäbe es einige Nutzeffekte, wie zum Beispiel:

  • Kein Schleppen von Schulbüchern mehr
  • Die didaktische Qualität der Schulbücher könne mit interaktive Applets deutlich verbessern
  • Sie stellen ein enormes Sparpotenzial dar, weil keine gedruckten Exemplare mehr erforderlich sind
  • Das Konzept "flipped classroom": Die Schüler bereiten sich zu Hause mit kurzen Videos mit Lerninhalten vor, und in der Schule können sie dann Lehrer zu den Inhalten fragen, und in der Schule werden diese Inhalte auch geübt. In der Schule findet also das statt, was früher zu Hause stattgefunden hat, und umgekehrt.

Tablets und Laptops machen im Vergleich besseren, interessanteren Unterricht als mit Büchern möglich, meint Neuwirth. Hauptunterschied: Mit IT-Unterstützung können Schüler mit Lehrerunterstützung Antworten auf Fragen entweder ganz neu erarbeiten oder vorhandene Antworten überprüfen,

 

14.06.2017

Digitale Hilfsmittel im Unterricht mit großem Nutzeffekt
Foto: Joachim Wiesner

Grüne schlagen zwei Varianten zum Autonomiepaket vor

Heute Vormittag präsentierte Harald Walser und der Grüne Klubobmann Albert Steinhauser zwei weitere Varianten, mit denen sie weitere Verhandlungen mit SPÖ und ÖVP aufnehmen wollen.

Ursprünglicher ÖVP-Kompromissvorschlag

Der erste Vorschlag sei 1:1 jener Kompromissvorschlag, den die ÖVP vor zwei Wochen vorgelegt habe und auf den man sich ursprünglich verständigt hatte, erklärt Walser bei der heutigen Pressekonferenz. Die gewählten Vertreter der Schulgemeinschaften (Schulgemeinschaftsausschuss bzw, Schulforum) an den betroffenen Schulstandorten stimmen ab, wobei eine einfache Mehrheit genüge, um einen Schulversuch zu starten.

Landesweite Abstimmung

Der zweite Vorschlag sieht landesweite Abstimmungen aller Eltern und Lehrer vor - von der Volksschule über die Mittelschule bis hin zu den Unterstufen der höheren Schulen. (ORF Vorarlberg)

 

13.06.2017


Bildungsreformpaket: Grüne legen heute „Alternativvorschläge“ vor

Wie zu erwarten war, werden die Grünen dem aktuellen Gesetzesentwurf für das Schulautonomiepaket nicht zustimmen.
Der Grund für die Nichtzustimmung sind neu eigefügte Bedingungen für die Umsetzung von Modellregionen für die gemeinsame Schule. „Demnach müsste vor Einführung einer Gemeinsamen Schule mehr als die Hälfte der Erziehungsberechtigten ALLER Schüler/innen einer Schule zustimmen – konkret in den AHS auch die Erziehungsberechtigten aller Oberstufenschüler/innen. Dem werden wir nicht zustimmen. Ich will eine Reform, aber keine mit Hürden, die mehr verhindern als ermöglichen“, erläutert Harald Walser, weshalb die Grünen dem vorliegenden Entwurf nicht zustimmen werden. Und weiter (apa): "Das ist Trickserei - wir lassen uns nicht austricksen." Er habe dabei "schwer die ÖVP im Verdacht": "Bei den Modellregionen ist der harte Kern der ÖVP dagegen - und der sitzt in Wien", sagte der Abgeordnete, der von einem "unseligen Schauspiel auf Kosten der Kinder" sprach.

 

13.06.2017


Gary Fuchsbauer: „Was ist denn das für ein Blödsinn“

"Im Landesschnitt dürfen nicht mehr als 25 Kinder in einer Klasse sein", sagt ein Sprecher von Wissenschaftsminister Harald Mahrer dem STANDARD.
Kommentar von Gary Fuchsbauer
Was ist denn das für ein Blödsinn: 25 Kinder/Klasse im Durchschnitt eines Landes?
Die Kommentare der Leser/innen zeigen, dass sich die Österreicher/innen nicht für dumm verkaufen lassen. Sie kennen offenbar den ziemlich wesentlichen Unterschied zwischen Klassenschüler/innenhöchstzahl und diesem Durchschnittsunsinn.

 

12.06.2017


Was ist neu im Bildungsreformpaket?

Wie berichtet haben gestern Bildungsministerin Hammerschmid (SPÖ) und Wirtschaftsminister Mahrer (ÖVP) eine Einigung bei der Bildungsreform erzielt.

Langsam sickern Informationen durch, welche Punkte in das bereits vor Wochen ausverhandelte Paket neu aufgenommen wurde:

Modellregionen zur Gesamtschule

Soweit bekannt, sollen 15 Prozent der Schulen im gesamten Bundesgebiet Teil einer Modellregion werden können. Das entspricht dem Kompromissvorschlag der Grünen. Neu ist, dass nur maximal 5.000 AHS-Unterstufenschüler/innen davon betroffen sein dürfen. Für Vorarlberg und Burgenland ging sich unter diesen Voraussetzungen die Modellregion aus, für Wien nicht. Außerdem kann eine Schule nur ein Teil des Modells werden, wenn eine einfache Mehrheit der Lehrer/innen und aller Eltern, auch der Oberstufenschüler/innen, dafür sind. Riecht nach faulem Kompromiss, um die Hardcoregesamtschulgegner der ÖVP zu beruhigen.

Das mag wohl auch ein Grund dafür sein, dass der Vorarlberger Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP) sich zwar über die Entscheidung freut, aber für die Umsetzung einer Modellregion zur gemeinsamen Schule in Vorarlberg eine Vorlaufzeit von acht bis zehn Jahre sieht. Dieser Zeitraum sei von Expertenseite empfohlen worden, "das sollte man auch so ernst nehmen", sagte Wallner am Montag im ORF-Radio.

 

Im Landesdurchschnittlich 25 Kinder pro Klasse soll in Verfassung festgeschrieben werden

Die Direktoren sollen zwar entscheiden, wie groß die Klassen und die Gruppen an ihrer Schule sind, aber im Schnitt sollen pro Bundesland maximal 25 Kinder in einer Klasse sitzen, informiert ein Sprecher von Wissenschaftsminister Harald Mahrer den STANDARD. Diese Durchschnittszahl soll in die Verfassung geschrieben werden. Wohl aus gutem Grund wollte sich bis zur Einigung das Büro von Bildungsministerin Sonja Hammerschmid (SPÖ) nicht zu diesem Detail des Entwurfs äußern.

 

12.06.2017



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