Kalender 2018/19

 



„Keine MIKA-D Tests mehr“. Eine Petition der apfl-ug.

Petition an den Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung  Schüler*innen unterstützen statt diskriminieren! Der MIKA-D Test muss abgeschafft werden!  Bild:spagra
Petition an den Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung Schüler*innen unterstützen statt diskriminieren! Der MIKA-D Test muss abgeschafft werden! Bild:spagra

Schüler*innen unterstützen statt diskriminieren!

Der MIKA-D Test muss abgeschafft werden!

 

Eine Petition der apfl-ug

(aktive Pflichtschullehrer*innen - unabhängige Gewerkschafter*innen)

 

Wir fordern die Abschaffung des MIKA-D-Tests!

 

Setzen wir ein Zeichen gegen Grausamkeit, die Kinder trifft, die noch nicht Deutsch können!

 

MIKA (Messinstrument zur Kompetenzanalyse) ist ein standardisiertes Testverfahren, welches die Deutschkenntnisse von außerordentlichen Schüler*innen einmal pro Semester abprüft. Kinder und Jugendliche, die den Test nicht bestehen, können nicht in die nächste Schulstufe aufsteigen. Viele von ihnen werden deshalb - neben den Schwierigkeiten ihrer Ankunft im Land - auch noch einen Klassenwechsel verkraften müssen.
Bisher hatten außerordentliche Schüler*innen zwei Jahre Zeit, um Deutsch zu lernen. In diesem Zeitraum wurden sie nicht beurteilt und blieben in dem Klassenverband, in den sie aufgenommen wurden. Die meisten von ihnen konnten danach positiv beurteilt werden, erreichten den Pflichtschulabschluss und hatten eine Chance auf dem Arbeitsmarkt. All jene, die in den zwei Jahren nicht ausreichend Deutsch lernten, konnten dann noch immer eine Schulstufe wiederholen.
MIKA-D wird dazu führen, dass viele außerordentliche Schüler*innen ihre Schullaufbahn in Österreich mit einem nachhaltigen Misserfolgserlebnis beginnen. Sie bleiben sitzen und verstärken die Reihen der überaltrigen Schüler*innen, von denen schon jetzt viele an den Schulen Probleme machen - vor allem in disziplinärer Hinsicht.
Der Test ist nicht nur sinnlos und problemträchtig, er ist auch ungerecht und zynisch. Die Getesteten werden mit einer Anforderung konfrontiert, welche die meisten von ihnen nicht bewältigen können. Sie haben bis zu ihrer ersten Testung maximal sechs Monate Zeit.
Die Sprachprobleme der außerordentlichen Schüler*innen sind nicht und waren nie problematisch. Ihre weitgehend erfolgreiche Behebung ohne Anwendung von Druckmitteln ist ein integrationspolitischer Erfolg und Ergebnis einer menschenfreundlichen Pädagogik.
Das österreichische Schulsystem hat eine Vielzahl von massiven Problemfeldern. Kein einziges von diesen wird durch den MIKA-D Test in irgendeiner Weise in Angriff genommen. Der MIKA-D Test ist nichts anderes als ein Instrument zur Diskriminierung jener Schüler*innen mit Migrationshintergrund, die Deutsch erst lernen müssen. Die wirklichen Probleme der österreichischen Schule sind der Regierung gleichgültig. Von Unterstützungsmaßnahmen und einem feingliedrigen Supportsystem will Türkisblau nichts wissen.

 

````````Direktlink zur Petition´´´´´´´´


Bitte unterzeichne auch Du diese Petition für die Abschaffung des MIKA-D Tests und leite sie in Deinem Bekanntenkreis weiter!
DANKE!!!

 

Weitere Infos:
ÖLI - UG (Österreichische Lehrer*innen Initiative, unabhängige Gewerkschafter*innen)

apfl-ug (aktive Pflichtschullehrer*innen; unabhängige Gewerkschafter*innen)

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Schulverwaltung: Politische Einflussnahme der Landeshauptleute weiterhin möglich

Bild: Joachim Wiesner
Bild: Joachim Wiesner

Die Bildungsdirektionen sind seit 1. Jänner für die gesamte Schulverwaltung inklusive des Lehrpersonals zuständig.


Machtfaktor Landeshauptleute. Was zu erwarten war …


Alle Bundesländer haben die Möglichkeit genutzt, die Landeshauptleute als Präsidenten der Bildungsdirektion einzusetzen. In einigen Bundesländern wurden die Bildungslandesrät*innen mit der Aufgabe betraut. Das teilte Bildungsminister Heinz Faßmann in einer Anfragebeantwortung mit. De facto bedeutet das, dass die Landeshauptleute auch weiterhin ein bedeutender Machtfaktor in der neuen Behörde sind. Denn sie können den Bildungsdirektor*innen Weisungen erteilen.
Freies Spiel haben sie dabei jedoch nicht: Laut Gesetz ist der Präsident selbst wiederum in Bundesangelegenheiten (Lehrereinsatz und Direktorenbestellung an AHS und BMHS, Lehrpläne, Organisation der Schulaufsicht) an die Weisungen des Bildungsministers gebunden. In Landesangelegenheiten (Lehrer und Schulleiter Volks- und Neue Mittelschulen, pädagogische Schwerpunkte) ist er dem Bildungslandesrat weisungsgebunden, berichtet der ORF.
NEOS-Bildungssprecher Douglas Hoyos übt in einer Stellungnahme gegenüber der APA Kritik. Denn die politische Einflussnahme sei immer noch nicht von den Schulen verbannt. „Es kann nicht sein, dass der Bund zahlt, während die Landeshauptleute anschaffen“.

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Die Welt ist bunt! Die gesellschaftliche Norm ist es nicht. Zum Thema Intersex

Gorji Marzban  Bild: G. Marzban
Gorji Marzban Bild: G. Marzban

Intergeschlechtlichkeit, ein wichtiges gesellschaftliches Thema, das in der Pädagogik zunehmend an Bedeutung gewinnt. Leider findet „Intersex“ in der aktuellen Lehrer*innenbildung in Österreich noch so gut wie keine Beachtung.

Siehe auch den Blog-Beitrag:

„DI_VER*SE (Uraufführung) - Theaterstück von Barbara Herold“

Ein Beitrag und ein Interview mit Gorji Marzban von Ilse Seifried


Gorji Marzban ist Naturwissenschaftler, Dichter, Kurator, Herausgeber, Theater-Produzent und freischaffender Künstler. Mitbegründer des Kulturvereins Kuul – Forum für Kunst und Literatur, ORQOA (Oriental Queer Organisation Austria), PIÖ und VIMÖ (Verein Intergeschlechtlicher Menschen Österreich).

In den vielen Jahren meiner Berufstätigkeit als Lehrerin begegnete ich weder in einer pädagogischen Fortbildung, einer Konferenz noch einem Elterngespräch dem Thema „Intersex“.
Ich studiere im 2. Semester Gender Studies an der Uni Wien und wählte unter vielen Möglichkeiten dieses Thema, um mehr darüber zu erfahren.

Zur Einstimmung schaute ich mir die Website von VIMOE (Verein Intergeschlechtlicher Menschen Österreich) an. VIMÖ wurde im Februar 2014 mit dem Ziel gegründet, die Lebensqualität intergeschlechtlicher Menschen hierzulande zu verbessern. Es ist der erste Verein in Österreich, der sich für die Belange dieser strukturell diskriminierten Gruppe einsetzt.
Seit Februar 2018 gibt es auch einen eingetragenen Zweigverein (fünf Personen engagieren sich ehrenamtlich) in Wien, um stärkere Präsenz zu zeigen und eine weitere Anlaufstelle zu organisieren.
Vernetzungsplattform PIÖ (Plattform Intersex Österreich) ist ein Expertenplattform die in Akkordanz mit VIMÖ agiert wo Expert*innen aus verschiedensten Disziplinen zum Thema tätig sind. Die jährlichen Tätigkeitsberichte zeigen beeindruckend vielfältige und zahlreiche Aktivitäten.


Intergeschlechtlichkeit ist kein medizinisches, sondern ein gesellschaftliches Problem!


Wenn das biologische Geschlecht genetisch und/oder anatomisch und/oder hormonell nicht eindeutig dem weiblichen oder männlichen Geschlecht zugeordnet werden kann, wird von Intersex/Intergeschlecht gesprochen.
Von 1000 Kindern kommen geschätzte 1 bis 2 Kinder (offensichtlich) inter-geschlechtlich zur Welt. Die Zahlen variieren, da es unterschiedliche Feindefinitionen gibt und Intergeschlechtlichkeit oft auch erst in der Pubertät erkennbar wird.

VIMÖ und PIÖ fordern einen Stopp der geschlechtsverändernden Operationen bei inter-geschlechtlichen Neugeborenen und Kindern sowie die De-Pathologisierung intergeschlechtlicher Phänomene.
Diese Forderung muss gestellt werden, denn im medizinischen Bereich gilt Intergeschlechtlichkeit mehrheitlich immer noch als zu behandelnde Krankheit oder Störung.
Inter*-Menschen sind „anders“, jedoch nicht krank. Der Versuch, sie in eine Zwei-Geschlechter-Norm zu zwängen, verstößt vielfach gegen persönliche Rechte, die in der EU-Grundrechtecharta abgesichert sind und in der UN-Kinderrechtskonvention.
Durch Operationen als Kind wird das grundlegende Menschenrecht auf körperliche und seelische Unversehrtheit verletzt und das kann zu Traumatisierungen führen und lebenslange körperliche und geistige Einschränkungen verursachen.

Seit Mai 2018 lt. dem Erkenntnis des Obersten Gerichtshofs ist in das österreichische Personenstandsgesetz nicht mehr nur der Eintrag „männlich“ oder „weiblich“ möglich, sondern ein drittes Geschlecht „divers“.

Um nicht nur Fakten und Daten zu lesen, führte ich mit Gorji Marzban ein Gespräch.
Gorji Marzban ist Naturwissenschaftler, Dichter, Kurator, Herausgeber, Theater-Produzent und freischaffender Künstler. Mitbegründer des Kulturvereins Kuul – Forum für Kunst und Literatur, ORQOA (Oriental Queer Organisation Austria), PIÖ und VIMÖ (Verein Intergeschlechtlicher Menschen Österreich).

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"Altes oder neues Lehrer/innen-Dienstrecht?" mit Gary Fuchsbauer, Bild:screenshot/bearbeitet:spa

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