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Sexuelle Bildung: Lehrer*innen-Mail an Politiker*innen

Bild Gernot Pedrazzoli - bearb:spagra Presseaussendung ÖVP-Presseklub: "Sexualerziehung ohne Beiziehung von schulfremden Personen oder Vereinen, sondern durch an der Schule wirkenden Pädagoginnen und Pädagogen"
Bild Gernot Pedrazzoli - bearb:spagra Presseaussendung ÖVP-Presseklub: "Sexualerziehung ohne Beiziehung von schulfremden Personen oder Vereinen, sondern durch an der Schule wirkenden Pädagoginnen und Pädagogen"

Dringende Bitte an alle LehrerInnen:


Unterstützt diese Initiative und setzt euch JETZT ein dafür, dass wir an den Schulen weiter mit sexualpädagogischen Vereinen zusammenarbeiten können, wenn wir das wollen. Erschreckender Weise wird dieser Vorstoß von Gertraud Salzmann mitgetragen, einer ÖVP-Lehrergewerkschafterin im Nationalrat.

 

Machen wir klar, dass das nicht in unserem Interesse ist!

 

Bitte den Aufruf (>>> Download als pdf) auch weiterleiten!

 

Vielen Dank! Liebe Grüße
Uschi Göltl (ÖLI-UG)

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Miese Noten für die türkisblaue Bildungspolitik

Miese Noten für die türkisblaue Bildungspolitik
Miese Noten für die türkisblaue Bildungspolitik

Ein Bericht von science.ORF.at: „Schlechtes Zeugnis für Bildungspolitik“


Sechs Forscher*innen der Universitäten Wien, Linz und Innsbruck aus den Bereichen der Soziologie und der Bildungs- und Erziehungswissenschaften haben die Bildungspolitik der vergangenen Regierung analysiert bewertet (benotet).

Ergebnis – schlechte Noten für die türkisblaue Bildungspolitik:

Es gibt einige kleine Verbesserungen, aber die wirklich dringenden und großen Probleme wurden nicht gelöst.

Hauptkritikpunkte sind,

  • die frühe Aufteilung von Kindern auf Gymnasium und Mittelschule,
  • sozial benachteiligte Kinder werden zu wenig unterstützt und
  • fehlende Mittel für eine funktionierende Integration, weil ÖVP-Bildungsminister Heinz Faßmann den Integrationstopf abgeschafft und einen Teil der Mittel für die Finanzierung der separaten Deutschklassen verwendet hat. Eine glatte Fehlinvestition, was Expert*innen eh von Anfang an wussten …

ms

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Sexualerziehung: Salzmann und Taschner, was habt ihr nicht verstanden?

Bild:spagra
Bild:spagra

Sexualpädagogik:

ÖVP und FPÖ wollen keine Vereine mehr an Schulen

 

Kommentar von Manfred Sparr

 

Sie, die Vertreter*innen der ÖVP im heutigen Unterrichtsausschuss haben es doch getan, was aufgrund der Diskussion in den letzten Tagen um das Thema Sexualerziehung in den Schulen kaum mehr jemand für möglich gehalten hat: Die ÖVP, allen voran die ÖVP-Abgeordneten Gertraud Salzmann und Rudolf Taschner haben gemeinsam mit der FPÖ einen Entschließungsantrag eingebracht, der zukünftig den Einsatz von externen Vereinen für den Sexualkundeunterricht in Schulen nicht mehr erlaubt.

 

Kein Durchkommen von Argumenten
Argumente und Aufklärung dringen offensichtlich immer weniger in das, vom neuen alten Wertekanon von der Umwelt abgeschotteten türkisblauen Lager,  vor. Dementsprechend schwer tun sie sich auch damit, ihre Entscheidungen nach Außen zu argumentieren: Nach vielen öffentlichen Diskussionen in den letzten Monaten wurde deutlich, dass eine Vielzahl an Vereinen in unseren Schulen sexualpädagogische Unterrichtseinheiten anbietet. Allerdings sind vermehrt Beschwerden – die verschiedensten Vereine betreffend – von Eltern eingelangt. Die hier für dieses sensible Thema wichtige weltanschauliche Neutralität wurde oftmals nicht eingehalten, windet sich Salzmann, Taschner und Co in der heutigen Presseaussendung des ÖVP-Parlamentsklubs. Dass die allermeisten höheren Schulen das Angebot von sexualpädagogischen Workshops durch externe Spezialist*innen nutzen, weiß man nicht erst seit der öffentlichen Diskussionen in den letzten Monaten. Salzmann und Taschner jetzt herhören! In die berechtigte Kritik geraten ist EIN Verein, der christlichen Verein TeenSTAR*, und nicht verschiedenste Vereine.
Der Rest der Presseaussendung ist eine quälende Wiederholung von vermeintlichen Argumente, die im Rahmen der Diskussion in den letzten Tagen samt und sonders von Eltern, Schüler*innen, Praktiker*innen und Expert*innen bis ins letzte Detail widerlegt wurden.

Ein Frage an die ÖVP-Abgeordneten Salzmann und Taschner: Was haben Sie in der Diskussion nicht verstanden?

Ich gebe nicht auf, ich möchte auch dass Sie, Frau Salzmann, Herr Taschner davon überzeugen und Ihnen dabei helfen zu verstehen, dass Ihr aktueller Antrag eine wichtige Säule der Sexualpädagogik gefährdet, weil Sie damit Vereine und damit professionelle externe Fachkräfte an Schulen verbieten.
Deshalb bitten ich Sie:

  • Lesen Sie den Informationstext zur Petition: #redmadrüber – Für qualitätsvolle Sexualpädagogik an Österreichs Schulen und teilen Sie uns, den geschätzten Leser*innen der oeliug.at, mit, was Sie davon nicht verstanden haben?
  • Schauen Sie sich das kurze Informationsvideo der Plattform Sexuelle Bildung an. Alles klar?. Wenn nicht, wenden Sie sich an eine*n der vielen Expert*innen, die sich in der Diskussion zu Wort gemeldet haben. Sie finden Sie leicht im FB, auf twitter und vor allem in der sehr langen Liste der Unterstützer*innen der Petition: #redmadrüber.

* Bereits nach der Diskussion um den christlichen Verein TeenSTAR, der unter anderem Homosexualität als heilbares Identitätsproblem und Selbstbefriedigung als schädlich dargestellt haben soll (derStandard), empfahl Exbildungsminister Faßmann den Schulen, nicht mehr mit diesem Verein zusamen zu arbeiten.
Für das von Faßmann vorgeschlagene Akkreditierungsverfahren für sexualpädagogische Vereine, die mit Schulen zusammenarbeiten, umgesetzt werden und damit für eine Qualitätskontrolle spricht sich auch Martina Kronthaler Generalsekretärin von aktion-leben-österreich aus: „Wir sind für Qualitätskontrolle. Wir sind für eine gute Information der Eltern und völlige Transparenz, was in den Workshops passiert. Aber alles zu untersagen, aus Angst oder weil man das sexualpädagogische Angebot nicht versteht, ist völlige Resignation. Ist das die Freiheit, die sich die ÖVP und die FPÖ vorstellen? Es sollte Lehrerinnen und Lehrern sowie Eltern zugetraut werden, dass sie wissen, für welche Angebote sie sich entscheiden und was ihre Kinder brauchen".
ms

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