ÖSTERREICHISCHE LEHRER/INNEN INITIATIVE - UNABHÄNGIGE GEWERKSCHAFTER/INNEN

 

NEWS

KALENDER

2016/17


Faktencheck und Recherche als Schulfach.

Journalisten müssten das eigene Handwerk erklären
Bernhard Pörksen, Professor für Medienwissenschaft an der Universität Tübingen gibt in einem Interview mit Olivera Stajić (derStandard.at) einen interessanten Einblick in die die heutige Medienwelt, die immer mehr von digitalen Medien dominiert wird und jede und jeder mit Internetzugang kann Themensetting betreiben kann, in der es keine Trennung zwischen Medienkonsument und Medienproduzent mehr gibt.

Pörksen fordert „ eine Medienmündigkeit auf der Höhe der Zeit, die alle Beteiligten involviert“ und deshalb ein breiterer Ansatz erforderlich ist, „denn die Grundfragen des guten Journalismus nach der Glaubwürdigkeit, der Relevanz und der Verbreitungsnotwendigkeit von Information sollten heute zu einem Element der Allgemeinbildung werden. Früher war die Frage, was publiziert wird, was eine authentische Quelle darstellt, wie man Informationen härtet und recherchiert, nur ein Spezialproblem einer Profession, von Journalistinnen und Journalisten. Heute betreffen diese Fragen alle. Sie sollten, davon bin ich überzeugt, in den Schulen gelehrt werden.“

 

In Ergänzung zu diesem Interview und dem Artikel „Digital Roadmap: Regierung will Software "made in Austria" fördern“ (derStandard.at) findet Reinhart Sellner (ÖLI und UGÖD), Vorstandsmitglied der GÖD, „die Digitalisierungsaktion der Bundesregierung insoweit bedenklich, weil sie bisher eher ohne kritische Auseinandersetzung erfolgt“. Für Sellner wäre eine breite und kritische Diskussion auf pädagogischer und demokratiepolitischer Ebene dringend geboten.“ Ein Diskurs, der auch den Zusammenhang mit neoliberal-kapitalistischen Interessen, die sichtlich mit im Spiel sind, eingeht. 

 

20.01.2017

Bernhard Pörsen: Faktencheck und Recherche als Schulfach.
Bernhard Pörsen: Faktencheck und Recherche als Schulfach.

Schüler wollen mehr Feedback und Aufklärung zu digitalen Medien

Die Bundesschülervertretung (BSV) hat österreichweit 10.000 Schüler/innen über alle Schultypen verteilt befragt. Der standard.at hat die wichtigsten Ergebnisse kurz zusammengefasst:
Mit 90% haben die Frage, ob zusätzliches Feedback zu ihrer Note gewünscht wird, mit „JA“ beantwortet. Dagegen meinen 65% der Schüler/innen, dass sie in der Schule ausreichend über die Vor- und Nachteile von digitalen Medien aufgeklärt werden. "Im 21. Jahrhundert ist eine solche Antwort erschreckend. Digitale Medien sind für uns Schüler längst Alltag und sind auch in Zukunft nicht wegzudenken. Wir brauchen eine zeitgemäße und genaue Aufklärung über digitale Medien, insbesondere über deren Nachteile!", meint dazu der Bundesschulsprecher Harald Zierfuß.
Außerdem wird mehr Förderung der Stärken von den befragten Schüler/innen gewünscht. 

 

20.01.2017

Schüler wünschen mehr Feedback und mehr Aufklärung zu digitalen Medien
Schüler wünschen mehr Feedback und mehr Aufklärung zu digitalen Medien

In einer gemeinsamen Schule in kleinen homogenen Lerngruppen differenziert unterrichten

Heterogenität der Schüler/innen in Bezug auf ihren Bildungsgrad nach der Primarstufe sei das Hauptprobleme in der Sekundarstufe, schreibt Herbert Paukert in einem Gastkommentar in kurier.at. Und frühzeitige Selektion in getrennte, unterschiedliche Schulformen sei diskriminierend und ungerecht. Stattdessen sollte in einer gemeinsamen Schule in kleinen homogenen Lerngruppen differenziert unterrichtet werden.
„Ein nachhaltiger Lernerfolg hängt von drei Bedingungen ab: dem Schüler-Lehrer-Verhältnis, der Motivation und der Ausdauer. Im Idealfall besteht zwischen Schüler und Lehrer eine vertrauensvolle, respektvolle Beziehung, die in großen Klassen nur schwer möglich ist. Gut ausgebildete Lehrer sollen Vorbilder sein und ihre Schüler für Lerninhalte begeistern, sie individuell fördern und sie ermutigen mit Fleiß und Ausdauer zu lernen. Dann wird sich auch eine entsprechend gute Leistung ergeben,“ meint Paukert.
Mag. Herbert Paukert war AHS-Lehrer und verfasst gratis Lernmaterialien.

 

19.01.2017

Gesamtschule - Grafik: Gernot Pedrazzoli
Grafik: Gernot Pedrazzoli

ÖLI-UG: Unsere Position zum Schulautonomiepaket

I.   Stärkung der PV - vor Ort - gegenüber der Schulleitung

 

II.  Bestellung von Schulleiter/innen (Clusterleiter/innen) - Stärkung der Schulinteressen mit DA + SGA

 

III. Verantwortung und Rechenschaft der Leiter/innen gegenüber den Schulpartner/innen am Standort

 

IV. Transparente Ressourcenzuteilung

 

V. Wandel und Veränderung brauchen mehr Mittel

 

zu III. Verantwortung und Rechenschaftspflicht der Leiter/innen gegenüber den Schulpartner/innen am Standort

An einer autonomen Schule/einem autonomen Cluster sollte Rechenschaftspflicht der Schul-/Clusterleitung nicht nur gegenüber „oben“ (LSR, SSR, BMB) bestehen, sondern auch gegenüber „unten“ (SGA, SF, DA, LehrerInnenkonferenz oder einer im Autonomiepaket festzuschreibenden jährlichen Schulkonferenz aus KlassenvertreterInnen der Eltern und SchülerInnen, den LehrerInnen, dem Unterstützungspersonal und Gemeinde- bzw. Bezirks-VertreterInnen)

 

18.01.2017

                                                    Coaching-Angebot für APS-LehrerInnen in Oberösterreich

Schuleinschreibung Neu - Startschuss trifft manche unvorbereitet

Kinder, die vor dem 1. September 2017 sechs Jahre alt geworden sind, müssen an ihrer künftigen Volksschule angemeldet werden. Das seit September 2016 geltende Schulrechtsänderungsgesetz sieht vor, dass heuer die Schuleinschreibung erstmals nach einem neuen Muster stattfinden muss/soll.
Die Schuleinschreibung NEU erfolgt im Burgenland, in Niederösterreich, in der Steiermark und in Wien im Jänner. Von Februar bis Anfang März in Kärnten. In Salzburg läuft die Frist seit 15. Oktober bis 31. Jänner. In Oberösterreich, Vorarlberg und Tirol fand die Einschreibung bereits im Herbst statt.
Allerdings scheinen die neuen Vorgaben möglicherweise zu kurzfristig angesetzt und der Informationsfluss nicht optimal gewesen zu sein - zumindest teilweise. Denn nicht überall sind sie angekommen, wie eine ORF.at-Recherche ergab.
Das ist aber für das Bildungsministerium offensichtlich kein Problem, denn „wie bisher sind persönliche Dokumente wie Geburtsurkunde, Meldezettel und Staatsbürgerschaftsnachweis mitzubringen. Je nach Bundesland können darüber hinaus noch andere Dokumente erforderlich sein. Informationen darüber bekommen Sie beim zuständigen Landesschulrat bzw. Stadtschulrat oder direkt bei der Schule.“ So die Information des Bildungsministeriums in einer aktuellen Presseaussendung
Das Ministerium hat einen Leitfaden zur Grundschulreform „Schülerinnen / Schüler-einschreibung“ (Band 4) herausgegeben (Bild)
Informationen und Links zum Thema Schuleinschreibung NEU findet man im oben erwähnten Bericht in orf.at.

 

18.01.2017

                                                    Coaching-Angebot für APS-LehrerInnen in Oberösterreich

ÖLI-UG: Unsere Position zum Schulautonomiepaket

I.   Stärkung der PV - vor Ort - gegenüber der Schulleitung

 

II.  Bestellung von Schulleiter/innen (Clusterleiter/innen) - Stärkung der Schulinteressen mit DA + SGA

 

III. Verantwortung und Rechenschaft der Leiter/innen gegenüber den Schulpartner/innen am Standort

 

IV. Transparente Ressourcenzuteilung

 

V. Wandel und Veränderung brauchen mehr Mittel

 

zu II. Bestellung von Schulleiter/innen (Clusterleiter/innen) - Stärkung der Schulinteressen und der Personalvertretungsrechte des Standortes

Autonomie, Eigenverantwortung von Schule/Cluster und Schul-/Clusterleitung brauchen demokratisch legitimierte und transparente Bestellungsverfahren unter Beteiligung der Betroffenen, Mitbestimmung der Schulgemeinschaft bzw. des Clusters (Wahl und Vorschlagsrecht für jeweils auf 5 Jahre befristete Schul-/Clusterleitungen mit Möglichkeit der Wiederwahl/Verlängerung)

Sollte, anderen Bereichen des Bundesdienstes entsprechend, der Dienstgeber Entscheidungsgremien aus wenigstens 2 Dienstgeber- und 2 Beschäftigten-Vertreter/innen mit Stimmrecht bilden wollen, so sollte bei der Schul-/Clusterleiter/innen-Bestellung ein/e der beiden Interessensvertreter/innen vom DA der Schule/des Clusters gestellt werden, der andere von der Gewerkschaft, z.B. von ARGE LehrerInnen der GÖD.

Darüber hinaus sollte der Schul-/Clustergemeinschaft zumindest beratende Teilnahme an der Entscheidungsfindung möglich sein, ihre Stimmberechtigung würde das Gewicht der Schule/des Clusters bei der Leiter/innen-Bestellung betonen und würde Stimmengleichheit von 2 Dienstgeber- und 2 Dienstnehmer/innen-Vertreter/innen bei der Entscheidungsfindung verhindern.

 

17.01.2017

                                                    Coaching-Angebot für APS-LehrerInnen in Oberösterreich

Schulautonomiepaket: Die Verhandlungen sind voll im Gang

Die Verhandlungen zwischen dem Bildungsministerium und ARGE-Lehrer/innen (GÖD) laufen auf Hochtouren. Die Österreichische Lehrer/innen Initiative (ÖLI-UG) und die Unabhängigen Gewerkschafter/innen in der GÖD (UGÖD) analysieren regelmäßig die aktuellen Entwicklungen um das als große Schulreform angekündigte Gesetzespaket. „Ein wesentliches Problemfeld ist die ausreichende Finanzierung von Schulreformen, ein weiteres Sparpaket wird von vielen Kolleg/innen befürchtet, auch wenn das der Dienstgeber, das Bildungsministerium vehement in Abrede stellt“, stellt UGÖD-Vorsitzender und Mitglied des GÖD-Vorstandes, Reinhart Sellner, klar. Die bisherige Erfahrung zeigt, dass die Budget-/Finanzierungsfrage in die Kompetenz der GÖD und nicht in die Zuständigkeit der Verhandlungspartner, der Lehrer/innengewerkschaften und dem Bildungsministerium, fällt.
Deshalb wäre eine Unterstützung der ARGE-Lehrer/innen bei ihren Verhandlungen durch die GÖD vorteilhaft. Reinhart Sellner könnte sich „eine GÖD-Initiative in Richtung Bundeskanzler, Vizekanzler und Finanzminister vorstellen, damit sie „ihre Verantwortung für die von ihnen mitbeschlossene „große Schulreform“ durch die Zusicherung der nachhaltigen Bereitstellung der notwendigen Finanzmittel“ wahrnehmen, damit das Schulautonomiepaket kein Sparpaket wird. Denn die „Schulreform verträgt keine weiteren Sparpakete“ mehr, sondern bräuchte zum Gelingen motivierte Gestalter/innen an den Schulen.
Die Bundesregierung will Arbeitsplätze schaffen - gut so! Die Schulreform braucht Lehrer/innen, Verwaltungs- und Unterstützungspersonal, Sozialpädagog/innen, Psycholog/innen usw.

Siehe auch "Schulautonomiepaket: UGÖD-Schreiben an den GÖD-Vorstand" von Reinhart Sellner

 

17.01.2017

                                                    Coaching-Angebot für APS-LehrerInnen in Oberösterreich

ÖLI-UG: Unsere Position zum Schulautonomiepaket

I.   Stärkung der PV - vor Ort - gegenüber der Schulleitung

 

II.  Bestellung von Schulleiter/innen (Clusterleiter/innen) - Stärkung der Schulinteressen mit DA + SGA

 

III. Verantwortung und Rechenschaft der Leiter/innen gegenüber den Schulpartner/innen am Standort

 

IV. Transparente Ressourcenzuteilung

 

V. Wandel und Veränderung brauchen mehr Mittel

 

zu I. Stärkung der PV - vor Ort - gegenüber der Schulleitung

Schul-/Clusterautonomie und Arbeitnehmer/innenrechte
Nach unseren Erfahrungen an Dienststellen und in Dienststellenausschüssen, in Fach- und Zentralausschüssen der APS, BS, AHS und BMHS ist zur, von den Dienstnehmer/innen mitgetragenen Umsetzung von Schul-/Cluster-Autonomie, eine gleichzeitige Novellierung des PVG notwendig:
Sie betrifft insbesondere die Rechte und Pflichten der Dienststellenausschüsse (Schul-/Cluster-DA), die § 2 und § 9 des PVG regeln. Im Sinn der Schul-/Cluster-Autonomie und entsprechend den damit verbundenen Leitungskompetenzen braucht auch der DA der Personalvertretung mehr Eigenverantwortung und Handlungsmöglichkeiten auch zur Lösung von Interessenskonflikten zwischen DA und der Schul-/Clusterleitung. So könnten Konflikte wirksam und zügiger als bisher „autonom“ an der Dienststelle gelöst und langwierige Instanzenwege (DA>Landesschulrat/SSR-LandesZA >> Landesbehörde für Landeslehrer/innen bzw. DA>FA> BMB/ZA >> BPVAB) vermieden werden.
Interessenskonflikte gibt es häufig bei der Diensteinteilung (Lehrfächerverteilung, Stundenplan, Schulprojekte, Vertretungen, aber auch Besetzung von Kustodiaten, Ordinariaten, Administration, Bereichsleitungen) bei den Vergabegrundsätzen für Belohnungen, in Zusammenhang mit Anstellung, Weiterbeschäftigung und Versetzung (mehr dazu §2 und §9). Das derzeit im PVG festgelegte Konfliktentscheidungsverfahren ist hierarchisch strukturiert, zeitaufwändig und bringt Entscheidungen erst, wenn eine vom DA angefochtene Diensteinteilung oder Nichtweiterbeschäftigung bereits Realität geworden ist.
In Anlehnung an das Arbeitsverfassungsgesetz (Interessensvertretung Betriebsrat) schlagen wir eine Änderung des §10 (5-10) vor: Der Schul-/Cluster-DA bekommt im Konfliktfall (Nichteinigung gem. § 9 Abs.1 oder 2) die Möglichkeit, direkt die BPVAB (Bundeslehrer/innen) bzw. die zuständige Stelle der Landesregierung (Landeslehrer/innen) anzurufen, die binnen 4 Wochen endgültig entscheidet. ZA bzw. ZA und FA würden damit ebenso wie LSR/SSR bzw. BMB ihre § 10-Agenda abgeben, die „autonom“ auf Schul-/Clusterebene verlagert wird. Damit wäre auch das Problem des Doppelrechtsweges bei Clustern unterschiedlicher Schultypen/Zuständigkeiten gelöst (zB. haben APS/AHS oder AHS/BMHS je eigene ZA bzw. ZA und FA, aber einen gemeinsamen DA und eine vorgesetzte Clusterleitung), denn statt zweier PV-Instanzenwege (2 ZA bzw. 2 ZA+FA) gäbe es nur einen, den direkten Zugang des gemeinsamen Schul-Cluster-DA zu den verbindlichen BPVAB- bzw. Landesentscheiden.
Neu zu regeln wäre, entsprechend der Schul-/Clusterautonomie auch der § 42, Art. V, die Sonderbestimmungen für Landeslehrerinnen oder Landeslehrer, damit der Dienststellenausschuss in der autonomen Schule mit mehr als 200 Schüler/innen bzw. im Schulcluster eingerichtet werden kann, nicht mehr wie bisher bei der Bezirksbehörde.

 

16.01.2017

                                                    Coaching-Angebot für APS-LehrerInnen in Oberösterreich

Mehr digitale Kompetenz in der Schule vor allem für „Digital Natives“.

Wie auf diese Seite berichtet (Hammerschmid: Neues zur digitaler Kompetenz und Schulautonomie – 10.01.2017), ist es laut Bildungsministerin Sonja Hammerschmid dringend erforderlich, die digitale Kompetenzen bereits in der Volksschule entweder als fixes Unterrichtsprinzip oder/und eigenes Fach einzuführen. Für diese Idee bekommt die Ministerin eine breite Unterstützung von Medien-, Informatik- und Pädagogikexperten. Auch von Gerhard Brandhofer, Experte für Mediendidaktik an der Pädagogischen Hochschule Niederösterreich. Er informiert in einer Presseaussendung (pressetext.com), warum auch "Digital Natives" dringend Medienerziehung brauchen, digitale Medien mehr als bloß ein Werkzeug im Unterricht sind und Lehrende trotz aller technischer Entwicklung nie überflüssig werden.
Brandhofer erklärt anhand Marc Prenskys Definition der „Digital Natives“, weshalb die pauschale Annahme über die tollen Fähigkeiten der Digital Natives ein Mythos ist. Gerade diese Kinder benötigten dringend mehr Medienerziehung und vor allem mehr digitale Kompetenz. Denn „wie und in welcher Intensität digitale Medien genutzt werden, ist nicht in erster Linie vom Alter abhängig, die Kompetenzen der Jüngeren sind oft sehr oberflächliche. Der Digital Gap verläuft eher zwischen sozialen Schichten und Bildungsniveaus. Nicht nur deswegen ist es sinnvoll, dass in der Schule sowohl medienpädagogische wie auch informatische Themen gebührend Platz finden“, meint Brandhofer.
Bundeskanzler Christian Kern reagierte in seinem Plan A ebenfalls auf diese Problematik (siehe auf dieser HP: „Kerns Plan A für Bildung: Schule Vier Punkt Null.“ – 12.01.2017): »Digital Divide« erfordert die aktive Herstellung digitaler Chancengleichheit.
Digitalisierung birgt einerseits das Potenzial, den Zugang zu Informationen und damit den Bildungszugang zu erleichtern und Chancengleichheit zu steigern. Andererseits müssen wir tatsächlich alle Kinder mit den notwendigen Kompetenzen ausstatten, um sie zu »Digital Natives« zu machen. Und hier zeigt sich, dass der »Digital Divide« auch durch Österreichs Klassenzimmer geht: Je höher der Bildungsabschluss der Eltern, desto eher werden digitale Medien für Lernzwecke genutzt.
Der Schule kommt somit eine wichtige Rolle nicht nur bei der Vermittlung der relevanten Kompetenzen, sondern insbesondere bei der Herstellung digitaler Chancengleichheit für unsere SchülerInnen zu. Auf das Problem der Chance auch im Digitalen Bereich, so der Plan A Kerns.

 

15.01.2017

Kerns Plan A für Schulen                                                                Coaching-Angebot für APS-LehrerInnen in Oberösterreich
Kerns Plan A für Schulen

Aktualisiertes Dienstrechtsskriptum der ÖLI-UG

Dienst- und Besoldungsrecht - Personalvertretungsrecht - Pensionsrecht u.a.
Stand: 01.01.2017
Aktualisiert: Seite 42 Neue Beamt/innen und Seite 11 Schulleitungsausbildung (Schulmanagement) >>> Download Dienstrechtsskriptum

 

Das Dienstrechtsskriptum der ÖLI-UG als Download oder gedruckt

Das beliebte Dienstrechtsskriptum der ÖLI-UG gibt es auf der ÖLI-UG Homepage als Download. Kostenlos und immer auf dem aktuellen Stand, dank Gary Fuchsbauer.

 

Für das schnelle Nachschlagen, zum Beispiel im Lehrerzimmer, ist das ÖLI-UG Dienstrechtsskriptum in gedruckter Form ein nützlicher Helfer und kann bei der ÖLI-UG bestellt werden:

  • In einer Ringmappe gebunden: (12 €, ab 5 Stück á 10 €, ab 10 Stück á 8 €)
  • oder als 43 lose Blätter         : ( 9 €,  ab 5 Stück  á  7 €, ab 10 Stück á 5 €)

Preise sind inklusive Porto (frei Haus)

 

14.01.2017


Evangelische Kirche: Kurzs Kopftuchdebatte "unnötig"

Wie die kathpress.at berichtet, richtet die evangelische Kirche einen Appell an die Politiker, nicht ein Klima zu schüren, das von Verdächtigungen und Unterstellungen gegen eine bestimmte Glaubensgemeinschaft geprägt ist. Staatssekretärin Duzdar sieht Stimmungsmache in aktueller Debatte.
Die Evangelische Kirche in Österreich hält die aktuelle Kopftuchdebatte für "unnötig und dem gesellschaftlichen Klima abträglich", wie es in einer Stellungnahme des Evangelischen Oberkirchenrates A. u. H.B. vom Mittwoch heißt. Das Leitungsgremium der Kirche appelliert an die verantwortlichen Politiker, nicht ein Klima zu schüren, das von Verdächtigungen und Unterstellungen gegen eine bestimmte Glaubensgemeinschaft geprägt ist, sondern die Glaubenspraxis aller Religionsgemeinschaften, zu der auch das sichtbare Tragen religiöser Symbole gehören kann, zu respektieren und zu schützen.
Die Evangelische Kirche in Österreich hält die aktuelle Kopftuchdebatte für "unnötig und dem gesellschaftlichen Klima abträglich", wie es in einer Stellungnahme des Evangelischen Oberkirchenrates A. u. H.B. vom Mittwoch heißt. Das Leitungsgremium der Kirche appelliert an die verantwortlichen Politiker, nicht ein Klima zu schüren, das von Verdächtigungen und Unterstellungen gegen eine bestimmte Glaubensgemeinschaft geprägt ist, sondern die Glaubenspraxis aller Religionsgemeinschaften, zu der auch das sichtbare Tragen religiöser Symbole gehören kann, zu respektieren und zu schützen.

 

13.01.2017

Kurzs Kopftuchverbotsplan                                                          Coaching-Angebot für APS-LehrerInnen in Oberösterreich
Kurzs Kopftuchverbotsplan stößt auf breiten Widerstand

Kerns Plan A für Bildung: Schule Vier Punkt Null.

Christian Kern hat gestern seinen Plan A für die Zukunft Österreichs vorgestellt - auch für die Bildung gibt es konkrete Maßnahmen. Schwerpunkt ist Stärkung der digitalen Kompetenz der Schüler/innen.
Dazu machte Kern klare Aussagen und meint, dass die Umsetzung der angeführten Maßnahmen bereits mit dem Schuljahr 2018/19 eingeleitet werden könne.

Plan A für Aufstieg: Schule Vier Punkt Null.

 

Eine Zusammenfassung:

 

Reagieren und agieren - unsere Digital Natives fördern
Die rasch fortschreitende Digitalisierung der vergangenen Jahrzehnte hat neue Technologien in unsere Arbeits- und Lebensrealität gebracht und sie radikal verändert. Vor diesem Hintergrund steht die heutige Bildungspolitik vor der Aufgabe, zu definieren, welche Kompetenzen und Qualifikationen wesentlich sind und Schüler/innen vermittelt werden sollen. Das Wissen um digitale Tools und deren Anwendung entscheidet darüber, ob Kinder einer von digitalen Medien begleiteten Zukunft erfolgreich und sicher entgegentreten können.
»Digital Divide« erfordert die aktive Herstellung digitaler Chancengleichheit
Digitalisierung birgt einerseits das Potenzial, den Zugang zu Informationen und damit den Bildungszugang zu erleichtern und Chancengleichheit zu steigern. Andererseits müssen wir tatsächlich alle Kinder mit den notwendigen Kompetenzen ausstatten, um sie zu »Digital Natives« zu machen. Und hier zeigt sich, dass der »Digital Divide« auch durch Österreichs Klassenzimmer geht: Je höher der Bildungsabschluss der Eltern, desto eher werden digitale Medien für Lernzwecke genutzt.
Der Schule kommt somit eine wichtige Rolle nicht nur bei der Vermittlung der relevanten Kompetenzen, sondern insbesondere bei der Herstellung digitaler Chancengleichheit für unsere SchülerInnen zu.
Kompetenzen, IT-Ausstattung, LehrerInnenausbildung, Lehr- und Lerninhalten

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12.01.2017

Kerns Plan A für Schulen                                                                Coaching-Angebot für APS-LehrerInnen in Oberösterreich
Kerns Plan A für Schulen

kuli-UG - PV-Akademie:                                                                   Coaching-Angebot für APS-LehrerInnen in Oberösterreich

Konflikte – Grenzen – Handlung

Seminarreihe zum Umgang mit Konfliktsituationen, durch Selbstreflektion und Selbststärkung.
Coaching für Lehrer/innen

Nachdem mehrfach der Wunsch an uns herangetragen wurde, Seminaren zur Stress- und Belastungsprävention anzubieten, ist es uns jetzt gelungen im kommenden Sommersemester professionelle Coaching-Kurse für Lehrer/innen mit den Trainerinnen Veronika Litschel und Ulli Eigenbauer anzubieten.
Renate Brunnbauer, ZA-APS-OOe (kuli-UG)


Informationen und Anmeldung zur Veranstaltung >>> PV-Akademie

 

11.01.2017

kuli-UG - PV-Akademie:                                                                   Coaching-Angebot für APS-LehrerInnen in Oberösterreich
kuli-UG - PV-Akademie:

WU Wien: Kongress Gutes Leben für alle

Einladung zum Kongress: Gutes Leben für alle
Termin: 9.-11. Februar 2017
Ort: Wirtschaftsuniversität Wien, Welthandelsplatz 1
Veranstalter: Institute for Multi-Level Governance and Development an der Wirtschaftsuniversität Wien zusammen mit Partner/innen aus Wissenschaft, Zivilgesellschaft, Gewerkschaften, Unternehmen und der Stadt Wien.
Link zum Programm:
Link zur Anmeldung:
Link für Fragen und Hilfestellung:
Der Gutes Leben für alle Kongress 2017 erkundet kritisch geeignete Institutionen und Infrastrukturen, um Initiativen von unten so zu unterstützen, dass sie zu grundlegenden Transformationen beitragen können. Besonderes Augenmerk gilt der Suche nach Formen emanzipatorischer Regionalisierung und Stadtentwicklung sowie einer koordinierten wirtschaftlichen Deglobalisierung.
Als Gäste erwarten wir u.a. Hartmut Rosa, Ingrid Kurz-Scherf, Angelika Fitz, Maria Vassilakou, Erich Foglar, Ivonne Yanez und viele mehr.

http://www.guteslebenfueralle.org/de/programm.html
http://www.guteslebenfueralle.org/de/anmeldung.html
info@guteslebenfueralle.org

 

11.01.2017

Kongress: Gutes Leben für alle
Kongress: Gutes Leben für alle

Studientag „Schule neu denken - dem Lernen auf der Spur“

Das Team der Fort- und Weiterbildung an der PH der Diözese Linz informiert:
Studientag „Schule neu denken - dem Lernen auf der Spur“ - für alle Pädagog/innen
Termin: Dienstag, 7.2.2017, 9.00 - 17.30
Ort: PH der Diözese Linz
Seminarnummer: FGG16WP057
Anmeldung: Bis 12.01.2017 über PHonline (ph-online.ac.at/ph-linz)
Seminarbeitrag:   € 30,-
Im Zentrum dieses Studientages werden innovative Strategien stehen, mit denen es gelingen kann, Kindern Wege zu weisen, wie sie sich selbst die Welt erschließen können, und sie ins Lernen zu bringen. Erfahrungen, inno- vative Projekte und Entwicklungen zum gemeinsamen Lernen werden vorgestellt und laden zum Austausch ein.
Vortrag Dr. Roland Grabner
Nach einem Vortrag zum Thema „Lernen neu denken - dem Gehirn auf der Spur“ von Dr. Roland Grabner haben Sie die Möglichkeit, drei aus zwölf verschiedenen einstündigen Infopoints auszuwählen.
Infopoints und Follow-Up-veranstaltungen
Zu jedem der Infopoints finden in den darauffolgenden Monaten vertiefende Follow-Up-Veranstaltungen statt, zu denen Sie sich beim Studientag anmelden können.
Die detaillierten Informationen dazu finden Sie auf unserer Homepage

 

11.01.2017

Private Pädagogische Hochschule der Diazöse Linz
Private Pädagogische Hochschule der Diazöse Linz

Doku SCREENAGERS zum Thema Medienkonsum und -erziehung

Ulrike Gutkas (HTL Karlstein) hat uns diese Empfehlung geschickt:
Film: SCREENAGERS - GROWING UP IN THE DIGITAL AGE
Vielleicht könnte dies einige Kollegen und Kolleginnen interessieren. In den USA gibt es einen Dokumentarfilm “Screenagersmovie.com”, der sich mit dem Umgang mit den digitalen Medien auseinandersetzt, sowohl in der Schule als auch daheim. Wir haben ihn ausgeliehen und an der Schule gezeigt und sehen darin einen Beitrag zu der so oft von uns Lehrern und Lehrerinnen geforderten Medienerziehung. Da der Film auf Englisch ist, wird zusätzlich die Kompetenz “Listening” trainiert.
Trailer:
HP zur Doku:

 

11.01.2017

SCREENAGERS - GROWING UP IN THE DIGITAL AGE

Uns gehen die Lehrer/innen aus!

Bis 2025 gehen österreichweit 60.000 bis 70.000 Lehrer/innen in Pension. Das sind annähernd 50% der gesamten jetzt im Dienst befindlichen Bundes- und Landeslehrer/innen. Verschärft wird der zukünftige Lehrer/innenmangel durch die wieder steigenden Schülerzahlen und ein Jahr ohne Lehramtsabsolvent/innen, weil die Lehrer/innen-Bildung Neu teils ein Jahr länger dauert.
Eine gesellschaftspolitische Herausforderung, die wahrscheinlich nur ohne größeren Schaden bewältigt werden kann, wenn wieder mehr junge Menschen bereit sind, Pädagog/innen zu werden. Das muss aber schnell passieren und wird nur dann gelingen, wenn der Lehrberuf wieder den Stellenwert in Ansehen und Wertschätzung erhält, den er auch verdient – und vor der Ära Gehrer noch hatte.

 

10.01.2017

KURIER-Grafik: Sulzer
KURIER-Grafik: Sulzer

Hammerschmid: Neues zur digitaler Kompetenz und Schulautonomie

Ende Jänner will Bildungsministerin Sonja Hammerschmid ein Schulkonzept für digitale Kompetenz vorstellen und den Begutachtungsentwurf zur Schulautonomie vorlegen, berichtet derStandard.at.
Schulkonzept für digitale Kompetenz
Für Kinder und Jugendlichen ist die Nutzung der digitalen Geräte und der Kommunikationssoftware meist kein Problem, "aber was ihnen abgeht, ist der Umgang mit diesem Wissen", meint die Bildungsministerin und denkt über ein eigenes Schulfach „digitale Kompetenz“ bereits in der Volksschule nach. Dabei gehe es um die Vermittlung der (neuen) „vierten Grundkompetenz“: Dabei gehe es nicht nur darum, Inhalte im Internet "kritisch zu reflektieren", sondern auch um die Themen Cybermobbing und Hasspostings und um ein erforderliches Grundwissen im Programmieren.
Schulautonomie Ende Jänner in Begutachtung
Laut Hammerschmid soll ab dem Schuljahr 2017/18 das Schulautonomiepaket an den ersten Schulen greifen. Derzeit laufen diesbezüglich aber noch teils hitzige Verhandlungen. Die Lehrer/innen-Sektionen in der Gewerkschaft öffentlicher Dienst (GÖD) befürchten hinter der geplanten Schulautonomie vor allem ein weiteres Sparpaket und denken bereits laut über Kampfmaßnahmen nach, sollte das Schulautonomiepaket so wie im Oktober vorgestellt Gesetz werden. Sicherheitshalber hat die Ministerin in ihrer Pressekonferenz in St. Pölten die wirklich heißen Eisen des Paketes – die neuen mächtigen Schuldirektor/innen, den Abbau der bisherigen Mitbestimmungsrechte der Schulpartner und die Abschaffung der Eröffnungs- und Teilungszahlen - nicht angesprochen.
Der Ausbau der Ganztagsschulen in der Umsetzungsphase
Ziel sei es, die Ganztagesschulen flächendeckend anzubieten, damit die Wahlfreiheit für alle Eltern gewährt sein wird.

 

10.01.2017

Grafik: Gernot Pedrazzoli
Grafik: Gernot Pedrazzoli

UNI: Zu wenig Budget, unipolitischer Dornröschenschlaf der SPÖ und Privatunis, die weder privat noch Universitäten sind

Rektorenvorsitzender Vitouch im Interview mit Lisa Nimmervoll (derStandard.at)
Vitouch thematisiert die derzeit brennenden Themen und Probleme der österreichischen Universitäten und Hochschulen. So wünscht sich der Rektorenvorsitzende, dass die SPÖ endlich wieder eine „hochschulpolitische Position entwickelt“. Denn der „Staat muss Farbe bekennen: Wie viele Studierende kann und will er unter halbwegs gesicherten Rahmenbedingungen finanzieren?“. Derzeit bestehe eine nicht ausreichende Grundfinanzierung der Unis.

Die hohe Drop-out-Rate könnte durch entsprechende „Aufnahmeverfahren, geregelte Studienbedingungen, planbare Studienverläufe“ und vor allem besseren Studienbedingungen für alle Fächer signifikant reduziert werden. Dafür müsste den Universitäten dieselben Bedingungen wie für die Fachhochschulen ermöglicht werden.

Kein Verständnis zeigt Oliver Vitouch für die Finanzierung der Privatunis durch die öffentliche Hand. Die Privatunis, seien weder privat noch Universitäten. Er fordert, wie zuletzt auch der Wissenschaftsrat, eine entsprechende Gesetzesnovelle. Da liegt, was die Finanzierung und Qualität betrifft, "einiges im Argen". Ein gutes Beispiel sei die geplante Medizin-Uni Mürzzuschlag eines US-Investors, der mit der "Bukovinian State Medical University" (Ukraine) Mediziner ausbilden wird - Studiengebühr € 18.000,- pro Jahr. Er hielte ein generelles Finanzierungsverbot von Privatunis durch die öffentliche Hand, wie das die Grünen fordern, „für sehr konsequent, es heißt ja schließlich privat.“

Mitterlehner verteidigt Privatunis
Wissenschaftsminister Mitterlehner verteidigt heute in einem Gespräch mit Lisa Nimmervoll (derStandard.at) die Privatunis. Trotz der scharfen Kritik des Wissenschaftsrats an der mangelnden Qualität der österreichischen Privatunis, glaubt Mitterlehner, dass die Qualitätssicherung funktioniere, zeigt sich jedoch offen für eine Weiterentwicklung des Sektors. "Die Qualitätssicherung der Privatunis durch die unabhängige Agentur AQA Austria hat sich bewährt und funktioniert gut", meint der Wissenschaftsminister. Genau das bezweifelt aber der Wissenschaftsrat und der Vorsitzende der Universitätenkonferenz, Oliver Vitouch.

 

10.01.2017

Rektorenvorsitzender Oliver Vitouch
Rektorenvorsitzender Oliver Vitouch

Außerdem: Ein Klick auf den ÖLI-UG Button öffnet direkt die Homepage auf deinem Smartphone.

Du findest das APP im Play-Store unter dem Suchbegriff „ÖLI“ oder direkt über diesen Link.

 

 

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FPÖ Tirol: Sechs Monaten Spezialunterricht für Kinder mit "Migrationshintergrund“.

Die FPÖ hat es wirklich nicht leicht mit Integrationsminister Sebastian Kurz. Er macht ihnen zunehmend den fremdenfeindlichen rechts außen Platz streitig. Letzter Beweis dafür ist Kurzs aktueller politischer Clou, das geforderte Kopftuchverbot für Bundesbedienstete.
Die FPÖ weiß, dass sie sich ordentlich anstrengen muss, will sie weiterhin DIE Rechtsaußen-Partei in Österreich bleiben. Dafür ist den oberen FPÖ-Funktionären und -Strategen keine Aktion zu peinlich, könnte man meinen, wenn man den Bericht in der Tiroler Tageszeitung TT über den Tiroler FP-Obmann Abwerzger liest. Die Tiroler ÖVP-Bildungslandesrätin Beate Palfrader musste den Blauen in einer Anfragebeantwortung auflisten, wie hoch der Anteil der Kinder mit nichtdeutscher Muttersprache an Tirols Volks- und Neuen Mittelschulen ist.
Auf die Frage der TT, was die Tiroler Blauen nun mit diesen Zahlen tun wolle, meinte Abwerzger: „Für uns war in erster Linie die Bestandsaufnahme wichtig“. Gut die haben sie ja nun, aber war`s das? Leider nicht, denn es kam, was kommen musste. Flugs wird eine populistische Patentlösung aus dem blauen Hut gezaubert: „Ohne Deutschkenntnisse sollte ein Besuch einer Volksschule im Regelunterricht nicht möglich sein. Die betroffenen Kinder müssten sechs Monate Spezialunterricht erhalten“. Geht zwar blauäugig total am Problem vorbei, aber den Blauwählern gefällt´s.
„Von Spracherwerb haben die Blauen keine Ahnung, von sinnvollen pädagogischen Konzepten in unterschiedlichen Ausgangssituationen auch nicht. By the way: Kinder mit "Migrationshintergrund" haben nicht automatisch Defizite in Deutsch. Sehr oft sind diese Kinder perfekt mehrsprachig“ … „Mein Tipp an Herrn Abwerzger & Co: Spezialunterricht – einerseits in pädagogischen Grundlagen, aber auch Ethikunterricht. Länger als sechs Monate übrigens“, meint dazu Harald Walser (Grüne) in einem FB-Post.

 

09.01.2017

Und immer wieder kurz nach rechts der FPÖ zugezwinkert
Und immer wieder kurz nach rechts der FPÖ zugezwinkert ....

Kopftuchverbot: Kurz geht es nicht um Säkularität

Außenminister Sebastian Kurz will Mitarbeiterinnen im Staatsdienst das Tragen von Kopftüchern untersagen. Eine konsequente Säkularisierung müsste aber wesentlich weiter gehen und auch die katholische Kirche treffen. In Wirklichkeit geht es um etwas anderes, schreibt Moritz Moser in der NZZ.
Kurz begründet seine Forderung nach einem Kopftuchverbot für Bundesbedienstete damit, dass Österreich „zwar ein religionsfreundlicher, aber auch ein säkularer Staat“sei (siehe Beitrag „Kurz „denkt“ laut über Kopftuchverbot für Lehrer/innen nach“ 06.01.2017). Das würde aber bedeuten, dass Mitarbeiter/innen im Bundesdienst sehr wohl ein Kopftuch tragen können, solange es nicht ihre Tätigkeit oder die soziale Interaktionsfähigkeit behindert. Das totale Kopftuchverbot hat aber mit einer „religionsfreundlichen Säkularität“ nichts zu tun, ganz im Gegenteil. Man verlangt von den öffentlich Bediensteten nicht mehr nur religiöse Zurückhaltung, man fordert von ihnen säkulare Uniformität. Das tut auch Frankreich, aber mit einer Konsequenz gegenüber allen Religionsgruppen, die sich in Kurz’ Vorschlag nicht wiederfindet.
Eine totale Säkularisierung müsste alle Religionen betreffen und auf allen Ebenen gelten. Ein säkulares Österreich kann sich auch kaum an Kopftüchern stören, wenn gleichzeitig in seinen Schulklassen und Gerichtssälen Kreuze hängen und stehen.
Auch ein Ende der Privilegien, wie die vom Staat bezahlte Religionslehrer/innen, die kirchliche Grundsteuerbefreiung, die steuerliche Absetzbarkeit von Kirchenbeiträgen und weitere Bevorteilungen der Kirchen wären die Folge.
Papst lehnt Kopftuchverbot ab
Das mag wohl auch ein Grund dafür sein, dass auch der Papst bereits im Mai des letzten Jahres auf die Diskussion um das Kopftuchverbot reagierte. Papst Franziskus hat sich im Interview mit der französischen Tageszeitung „La Croix“ dezidiert gegen ein Kopftuchverbot ausgesprochen. Er kritisierte „übertriebene Laizität“ und warnte auch davor, nur die christlichen Wurzeln Europas zu betonen, berichtet orf.at  
Es geht Kurz nicht um Säkularität, stellt Moritz Moser klar:
Im Umgang mit seinen religiösen Bürgern muss Österreich Grenzen aufzeigen. Dass eine Staatsbedienstete nicht mit der Burka am Arbeitsplatz auftauchen kann, ist klar. Ebenso wenig kann ein Katholik auf dem traditionellen Freitagsfisch in der Ministeriumskantine bestehen.
Österreich hat – auch wenn einige Privilegien diskussionswürdig sind – im Zusammenleben mit seinen Religionen bisher einen vernünftigen Mittelweg beschritten. Die einseitige Diskriminierung von Muslimas, aber auch von orthodoxen Jüdinnen und Christinnen, die Kopftuch tragen, wäre ein Bruch mit dieser Tradition.
Dass Kurz gerade bei aller Religionsfreundlichkeit Säkularität im Hinblick auf ein einziges religiöses Symbol – das von manchen nicht einmal als solches gesehen wird – einmahnt, lässt den Verdacht aufkommen, dass sich diese Freundlichkeit nicht auf alle staatlich anerkannten Religionsgesellschaften gleichermaßen erstreckt.
Wo Religion das Zusammenleben behindert, hat sie sich zu beschränken. Es wäre allerdings fatal, religiösen Menschen oder den Angehörigen einer bestimmten Religion das Gefühl zu geben, ihr Glaube und ihre Symbole würden weniger Schutz genießen als die anderer.

 

08.01.2017

Und immer wieder kurz nach rechts der FPÖ zugezwinkert
Und immer wieder kurz nach rechts der FPÖ zugezwinkert ....

Personalhoheit der Schuldirektor/innen ist kein Qualitätskriterium

Auf die Gefahr, dass die angestrebte uneingeschränkte Personalhoheit der Direktor/innen, keine höhere Schulqualität bringt, sondern in den meisten Fällen das genaue Gegenteil erreicht wird, machte die ÖLI-UG bereits im Oktober in einem Artikel aufmerksam:

„Wohin mit den lästigen, aufmüpfigen und kritischen Pädagog/innen?“ (oeliug.at am 21.10.2016) …. „Wohin mit den lästigen, aufmüpfigen und kritischen Pädagog/innen? Wie soll ohne sie und ohne die Kontrolle durch die Betroffenen, eine zukunftsorientierte und nachhaltige Schulentwicklung erfolgen?“, fragt und ärgert sich Trixi Halama (ÖLI-UG) …..

 

Ex-Personalmanager, teilt die Bedenken der ÖLI-UG

Bernhard Görg, ehemalige Chef der ÖVP Wien und Ex-Personalmanager, teilt im heutigen Interview mit Lisa Nimmervoll (derStandard.at) die Bedenken der ÖLI-UG: Wenn, wie geplant die Schulleiter/innen ihre Lehrer/innen selbst aussuchen können, handelt es sich um keine Maßnahme zur Qualitätssteigerung. Denn, so Görg, die Direktor/innen werden nicht die Besten, sondern die Bequemsten Mitarbeiter/innen, die nicht stören, in ihr Team holen.
"Menschen neigen bei der Auswahl ihrer Mitarbeiter dazu, den eigenen Komfort und die Bequemlichkeit in den Mittelpunkt zu stellen. Sie suchen also Mitarbeiter, die ihre persönliche Komfortzone nicht stören." "Pfusch, der nichts bringt" Und wenn sie das, wie im von der Regierung vorgelegten Modell ohne irgendwelche inhaltliche Vorgaben und ohne jegliche Verantwortung für die freihändig zusammengestellte Lehrertruppe nach Lust und Laune tun können, sei das Modell "nix anderes als Pfusch. So wie es jetzt auf dem Tisch liegt, ist das Stückwerk, das überhaupt nichts bringt", sagt der Ex-Personalmanager.
Görg begründet diese Aussage detailliert in diesem lesenswerten Interview.

 

07.01.2017

„Wohin mit den lästigen, aufmüpfigen und kritischen Pädagog/innen?“
„Wohin mit den lästigen, aufmüpfigen und kritischen Pädagog/innen?“

Kurz „denkt“ laut über Kopftuchverbot für Lehrer/innen nach.

Laut orf.at will Integrationsminister Sebastian Kurz ein Kopftuchverbot im öffentlichen Dienst in das Integrationsgesetz aufnehmen. Der Vorschlag kommt von seinem Integrationsexperten und Regierungsberaters Heinz Faßmann.
Vor allem für den Schulbereich kann sich Kurz ein solches Kopftuchverbot vorstellen. „Weil es dort um Vorbildwirkung und Einflussnahme auf junge Menschen geht. Österreich ist zwar ein religionsfreundlicher, aber auch ein säkularer Staat“, so Kurz.
Deshalb bleiben die Kreuze in Klassenzimmern, denn sie gehörten mittlerweile zur historisch gewachsenen Kultur in Österreich, meint Kurz.
Der Gedanke, dass ein Kopftuchverbot im öffentlichen Dienst ein völlig falsches Signal sein könnte, kommt Kurz nicht.
Die Maßnahme sei „antiintegrativ“ und „diskriminierend“ kritisiert die Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGÖ) den Vorstoß des Integrationsministers.

 

06.01.2017

Und immer wieder kurz nach rechts der FPÖ zugezwinkert
Und immer wieder kurz nach rechts der FPÖ zugezwinkert ....

Initiative für starke Schulen - Schulische Heldentaten gesucht!

Einreichschluss ist der 27. Jänner 2017:
Presseinformation der Initiatoren: Für die Initiatoren sind „starken Schulen“ jene, mit starken Beziehungen zwischen SchülerInnen und LehrerInnen, mit starken Persönlichkeiten sowohl innerhalb des Lehrkörpers als auch bei den Lernenden und Schulen mit einem professionellen, effizienten Schulmanagement.
Der nun ins Leben gerufener „Starke Schulen Award“ soll zukünftig entsprechende Projekte in den Schulen ins Rampenplicht rücken und besondere Leistungen unter dem Motto „Ist dein Schulprojekt eine Heldentat?“ vor den Vorhang holen.
„Der Preis soll als zusätzliche Motivation für alle Schulen dienen, mehr Eigeninitiative zu ergreifen und sich zu einer unabhängigen, außerordentlichen und starken Schule zu entwickeln“ so Manfred Meraner (VERITAS Verlag), einer der Initiatoren der Initiative für starke Schulen.
Die Einreichungen für den „Starke Schulen Award“ werden nach Leistung, Umgang mit Vielfalt, Unterrichtsqualität, Verantwortung, Schulklima und Schule als lernende Institution bewertet. Es gibt drei Kategorien: einen Wissenschaftspreis, einen Jurypreis und einen Publikumspreis. Die Preise werden im April 2017 in Wien verliehen. Einreichschluss ist der 27. Jänner 2017. Die ausgezeichneten Projekte erhalten Geldpreise zur Förderung weiterer Aktivitäten. Für die Siegerprojekte winkt je eine Prämie in Höhe von 3.000 Euro. 
„Positive Erlebnisse kommen im täglichen Schulbetrieb meistens viel zu kurz. Anerkennung von Leistung verleiht aber Flügel. Mit dem Starke Schulen Award wollen wir Leistung bewusst fördern und auch initiieren“, betont Univ.Prof. Dr. Michael Schratz (Universität Innsbruck), der auch als Pate für den Wissenschaftspreis fungiert.

 

05.01.2017

Initiative für starke Schulen
Initiative für starke Schulen

Kinderinternet des Parlaments: Neues Schwerpunktthema "Flucht, Migration und Integration" online

Demokratie WEB statt: Flucht, Migration und Integration

Menschen, die ihre Heimat verlassen und sich anderswo niederlassen – dieses Phänomen gibt es bereits so lange, wie es Menschen gibt. Oft sind Menschen aufgrund von Verfolgung, Kriegen oder Naturkatastrophen dazu gezwungen, ihre Heimat zu verlassen. Andere Menschen erhoffen sich bessere Perspektiven in ihrer „neuen Heimat“. Zwischen „Einheimischen“ und ZuwandererInnen entwickeln sich verschiedene Formen des Zusammenlebens, welche sich immer wieder verändern können.
Das überarbeitete Schwerpunktthema befasst sich mit den Unterschieden zwischen Flucht und Migration, dem Recht auf Asyl sowie den verschiedenen Formen von Integration. Auch der Umgang mit Vorurteilen und Stereotypen gegenüber anderen Menschen wird thematisiert.

 

04.01.2017

Demokratie web statt
Demokratie web statt

Mathematik und Tempelhüpfen? 2017 bringt einiges Neues ....

Neben den in den letzten beiden Monaten vieldiskutierten geplanten Reformen wie das Schulautonomiepaket, zum Jahresanfang eine kurze Zusammenfassung der wichtigsten fixen Neuerungen 2017:
Neues Diagnoseinstrument „Unterrichtsbegleitende Sprachstandsbeobachtung“
Ab September 2017 soll das vom Bifie entwickelte Diagnoseinstrument Tool in allen ersten Klassen der Volksschulen angewendet werden. Damit könnten Sprachprobleme der Schüler/innen frühzeitig erkannt und die erforderlichen und gezielten Fördermöglichkeiten eingeleitet werden, verspricht sich das Bildungsministerium von diesem neuen Tool. Ab dem Schuljahr 2018/19 sollen auch die zweiten Klassen getestet werden. Ob es etwas bringt, wird sich weisen. Die Leistungen des Bifie für die Schulen in den letzten Jahren (Zentralmatura) sind aber nicht dazu angetan, übertriebene Erwartungen zu fördern.
Tägliche Bewegungseinheit als Billigvariante
War vor Jahren noch die Rede von zukünftig mindestens einer Turnstunde pro Tag, wird im nächsten Schuljahr nach dem Burgenland auch in Oberösterreich die tägliche Bewegungseinheit in den Pflichtschulen eingeführt. Freiwillig, über die Teilnahme entscheidet die Schule – gelebte Schulautonomie eben. Die täglichen Bewegungseinheiten sollen vor allem alle Unterrichtsfächern „bewegen“. Zum Beispiel Musik und Tanzen, Biologie und Wandern, Mathematik und Tempelhüpfen, Deutsch und Reime schütteln, Englisch und Vokabelschnitzeljagd, Bildnerische Erziehung und Üben von Fluchtstrategien beim Graffiti sprühen, Religion und Pilgerzirkeltraining und Werken auf schuleigenen Schwarzbaustellen. Ein wirklich kostensparendes Modell, das laut Sportministerium auch in anderen Bundesländer wünschenswert wäre.
NOST
Im Herbst 2017 werden laut Bildungsministerium werden weniger als 10% der AHS und BMHS auf das Modell der Neuen Oberstufe (NOST) umsteigen. Die Gründe für die große Zurückhaltung der Schulen sind mit hoher Wahrscheinlichkeit die negativen Erfahrungen im Rahmen der NOST-Schulversuche. Es ist also anzunehmen, dass sich diesbezüglich noch einiges ändern wird/muss.
Testen, testen, testen ….
Die Ergebnisse der letztjährigen Bildungsstandardüberprüfungen in Deutsch der vierten Klassen der Neuen Mittelschulen und der AHS, also der achten Schulstufe, werden noch in diesem Frühjahr bekanntgegeben. Am 11. Mai erfolgt dann die Bildungsstandardüberprüfung der Schüler/innen im Fach Mathematik. Wahrscheinlich wieder eine teure und wenig effektive Übung, wie auf oeliug.at bereits ausführlich diskutiert wurde (siehe Beitrag vom 14.12.2016: „Pisa und Bologna lassen kritischem Denken keinen Raum mehr“).
Weil es auch zum Thema passt: Die schriftlichen Prüfungen der Zentralmatura 2017 starten am 3. Mai mit dem Fach Deutsch.
Ausbildungspflicht
Es dürfte allgemein bekannt sein, dass ab diesem Sommer die Ausbildungspflicht bis 18 Jahre gilt: Jugendliche müssen nach der Schulpflicht entweder eine Schule besuchen oder eine Berufsausbildung zu machen. Tun sie das nicht, droht den Eltern ab 1. Juli 2017 eine Verwaltungsstrafe zwischen € 100,- und € 500,-. Im Wiederholungsfall das Doppelte. Wobei eine Geldstrafe laut dem ehemaligen Sozialminister Rudolf Hundstorfer nur als „aller letztes Mittel“ eingesetzt wird. Also nie – hoffentlich!

 

03.01.2017

Grafik: G. Pedrazzoli: PISA-Chef fordert bessere Arbeitsbedingungen für Lehrer/innen
Grafik: G. Pedrazzoli

Schleicher fordert bessere Arbeitsbedingungen für Lehrer/innen

Laut zeit.de fordert Andreas Schleicher, Chefkoordinator der PISA-Studie, bessere Arbeitsbedingungen für Lehrer/innen in Deutschland.

Eine Bildungsreform sei dringend erforderlich, die vor allem eine Verbesserung der Unterrichtsqualität und der Arbeitsbedingungen für Lehrer/innen schafft. Die Gehälter seien nicht das Problem, sondern das Arbeitsumfeld, das den Pädagog/innen oft viel zu wenig Möglichkeiten für die gemeinsame Entwicklung und Umsetzung von Unterrichtskonzepten biete.

 

02.01.2017

Grafik: G. Pedrazzoli: PISA-Chef fordert bessere Arbeitsbedingungen für Lehrer/innen
Grafik: G. Pedrazzoli

Bildungspolitik Österreich – als wären wir noch in den 1920er Jahren!

Es gibt eigentlich nur zwei Möglichkeiten mit der Österreichs Bildungspolitik umzugehen: Entweder Resignation nach einer längeren Phase mit ständig steigendem Unverständnis, zunehmender Irritationen und einhergehender Verzweiflung (Siehe auch die Beiträge auf dieser Seite „Bildungsreform und ÖVP: Es ist zum Haare raufen“).

Oder man liest den Artikel von Karl Heinz Gruber: „Lebenslanger Kampf für die Schule: Aline und Carl Furtmüller - Der Historiker Oskar Achs zeichnet ein faszinierendes Porträt des sozialdemokratischen "Power-Couples"“ im derStandard.at. Dann versteht man zumindest, dass wir Bildungspolitisch noch in den 1920er Jahren leben.
„Durchaus erhellend, dass die Einführung der Gemeinsamen Schule schon in den 1920er-Jahren an den Widerständen der Christlichsozialen und der Gymnasiallehrerschaft gescheitert ist. Ich setze sehr darauf, dass wir 2017 mit der Modellregion Gemeinsame Schule in ganz Vorarlberg fast 100 Jahre später endlich das Werk von Glöckel und Furtmüller vollenden können“, postet Harald Walser im FB.

 

01.01.2017

Grafik: Gernot Pedrazzoli
Grafik: Gernot Pedrazzoli


2017

„Kinderrechte machen stark, schlau und gesund …“
In diesem Sinn wünscht die Österreichische Lehrer/innen Initiative ÖLI-UG allen ein glück-liches, zufriedenes und von Fairness, Chancengleichheit und Gerechtigkeit getragenes 2017

 

31.12.2016

Flüchtlinge sind keine halben Kinder
Flüchtlinge sind keine halben Kinder


Tablet statt Tafel? Nichts für die „realitätsferne Altherren-Riege“ - Spitzer und Kraus

Margarete Hucht: “Das Märchen von der digitalen Bildungskatastrophe“

 

„Tablet statt Tafel? Für den Vorsitzenden des Deutschen Lehrerverbands, Josef Kraus, ist die Digitalisierung des Klassenzimmers ein gefährlicher Irrweg. Eine Warnung, die an der Realität vorbeigehe und die Chancen moderner Medien ausblende“, meint die Online-Journalistin Margarete Hucht in ihrem Kommentar “Das Märchen von der digitalen Bildungskatastrophe“ in deutschlandradiokultur.de
Josef Kraus und Manfred Spitzer, beide verteufeln kompromisslos modernen digitalen Medien. Entsprechend ist für sie der Plan der deutschen Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (CDU), fünf Milliarden Euro für die Digitalisierung der Klassenzimmer zu investieren, ein gefährlicher Irrweg.
Dass diese unreflektierte und damit pauschale Verdammung des Internets komplett an der Realität vorbeigeht, haben wir an dieser Stelle schon des Öfteren berichtet.
Eine klare und wichtige Antwort an Josef Kraus und Manfred Spitzer von Margarete Hucht.

 

30.12.2016

Google ist kein Buch, sondern ein Inhaltsverzeichnis
Foto: Wiesner - Google ist kein Buch, sondern ein Inhaltsverzeichnis, Herr Spitzer

Bildungsreformpaket – Mahrers Krampf mit den "mittelalterllichen Ansätzen"

Interview von Lisa Kogelnik (derStandard.at) mit Staatssekretär Mahrer:
Seit mehr als einem Jahr arbeitet die Regierung an der Umsetzung der Bildungsreform. Staatssekretär Harald Mahrer erklärt, was solange dauert und warum eine Kostenberechnung weiterhelfen könnte.
Laut Staatssekretär Harald Mahrer scheitern Reformen in Österreich vor allem an den Kosten und der "Kurzsichtigkeit der verantwortlichen Personen und ortet in diesem Zusammenhang „vollkommenen Schwachsinn und einen mittelalterlichen Ansatz“.
Im Interview erklärt Mahrer, dass im Rahmen der Bildungsreform auch der elementarpädagogische Bereich gestärkt werden sollte. Auf die Frage, weshalb das Personal in den Kindergärten nicht auf akademischem Niveau ausgebildet wird, meint Mahrer: „Der Trend muss in diese Richtung gehen“ und präzisiert, dass es nicht für alle Tätigkeiten eine/n Akademiker brauche, aber bei „den Leitungen ist es notwendig.“ Und außerdem scheitere eine diesbezügliche Qualitätssteigerung an den Kosten. Er halte das zwar für „vollkommenen Schwachsinn und einen mittelalterlichen Ansatz“, weil wir derzeit wenig in den Anfang der Bildungskarriere investierten, „stattdessen geben wir viel Geld für jene aus, die mit 15 Jahren keine Ausbildung und keine Arbeit finden.“ Mahrers Aussage ist insoweit interessant, weil es gerade die ÖVP ist, die in Bildungsfragen „einen mittelalterlichen Ansatz“ pflegen (Wir berichteten mehrmals darüber: „Bildungsreform und ÖVP – es ist zum Haare raufen“).
Weshalb die Gesetzwerdung des Schulautonomiepaketes so lange dauert, erklärt Mahrer mit der Komplexität der Materie. Aber es werde verhandelt und er sei guter Dinge, „dass das zu einem vernünftigen Abschluss kommt“.
Verwundert zeigt sich der Staatssekretär, dass „so wenig über [Pädagogik und Didaktik] geredet werde. Daran könne die ÖVP und er nichts ändern, weil sie ja nicht „ressortverantwortlich“ seien. Sie, er und die ÖVP, brächten zwar „eine Menge Input ein“, aber es sollten sich „auch Lehrer, Eltern und Schüler mehr beim Thema Pädagogik einbringen. Das sind die Experten.“ Kündigt Mahrer damit an, dass er und die ÖVP zukünftig weniger auf Bildungsexperten der Liga Salcher & CO hören? Wir werden es sehen.
Zum Thema Digitalisierung in der Schule nimmt er zwar die Argumentation der Bildungsministerin auf, kritisiert aber, dass „kaum darüber geredet“ werde, „wie wir die Chancen der Digitalisierung nutzen können. Wie wir den Kindern programmieren lernen.“ Derzeit sei „nicht einmal die Internetanbindung der Schulen so gut, dass wir“ ein so tolles Programmierspielzeug wie der "Sphero" nutzen könnten. Es wird also höchst an der Zeit, dass dieser digitale Missstand in den Schulen behoben wird. Das müsste doch machbar sein, wenn es die Ministerin (SPÖ) und er (ÖVP) so wollen. Außer es schlägt auch bei diesem Bildungsthema wie immer der „mittelalterlich Ansatz“ der ÖVP durch.

 

29.12.2016

Grafik: Gernot Pedrazzoli
Grafik: Gernot Pedrazzoli

Bildungsreformpaket – Hammerschmids Pläne für 2017

Bildungsministerin Sonja Hammerschmid spricht mit m.oe24.at über ihre Bildungspolitischen Pläne für 2017. Neues verrät sie dabei nicht.
Die Ministerin will noch im Jänner das Schulautonomie-Paket in die Begutachtung bringen. Auf Nachfrage stellt sie klar, dass dabei den Schulleiter/innen mehr autonome Entscheidungsmacht ermöglicht wird. „Das ist einer der Schlüsselfaktoren, um erfolgreich zu sein“.
Außer dem Schulautonomiepaket sei die Digitalisierung ein wesentliches Schulthema. Es werde noch im Jänner dazu ein umfassendes Konzept vorgelegt: „Das fängt bei der Infrastruktur an und geht über PädagogInnen-Ausbildung und Lernmaterialien zur Vermittlung des richtigen Umgangs Jugendlicher mit dem Internet. Denn die Gesellschaft hat sich schon gewandelt und die Arbeitswelt sowieso. Wir müssen in der Schule darauf schleunigst reagieren. Das Konzept soll es im Jänner geben“, führ Hammerschmid dazu aus. Ziel ist es laut Hammerschmid auch, dass die „Tools – also Smartphones, Tablets etc., die die meisten Kinder ja schon haben – pädagogisch hochwertig verwendet werden."

Mehr hat die Bildungsministerin "ÖSTERREICH" über ihre Pläne für 2017 nicht verraten.

 

28.12.2016

Grafik: Gernot Pedrazzoli
Grafik: Gernot Pedrazzoli

Buchempfehlung: Elisabeth Wehling - Politisches Framing

Politisches Framing - Wie eine Nation sich ihr Denken einredet – und daraus Politik macht

HERBERT VON HALEM VERLAG: Politisches Denken ist bewusst, rational und objektiv – diese althergebrachte Vorstellung geistert bis heute über die Flure von Parteizentralen und Medienredaktionen und durch die Köpfe vieler Bürger. Doch die Kognitionsforschung hat die ›klassische Vernunft‹ längst zu Grabe getragen. Nicht Fakten bedingen unsere Meinungen, sondern Frames. Sie ziehen im Gehirn die Strippen und entscheiden, ob Informationen als wichtig erkannt oder kognitiv unter den Teppich gekehrt werden. Frames sind immer ideologisch selektiv, und sie werden über Sprache aktiviert und gefestigt – unsere öffentlichen Debatten wirken wie ein synaptischer Superkleber, der Ideen miteinander vernetzen kann, und zwar dauerhaft. In der Kognitionsforschung ist man sich daher schon lange einig: Sprache ist Politik.
Höchste Zeit also, unsere Naivität gegenüber der Macht politischer Diskurse abzulegen. Das Buch Politisches Framing. Wie eine Nation sich ihr Denken einredet – und daraus Politik macht legt dazu den Grundstein. In einfacher Sprache deckt es zunächst auf, wie Sprache sich auf unser Denken, unsere Wahrnehmung der Welt und unser Handeln auswirkt. Es zeigt, wo die Wirkkraft mentaler Mechanismen wie Frames und Metaphern herrührt, und macht deutlich, wieso es für gesunde demokratische Diskurse unabdingbar ist, die Bewertungen von Gesellschaft und Politik durch vorherrschende Frames mit eigenen Wertvorstellungen abzugleichen – und für eine authentische Vermittlung der eigenen Weltsicht zu sorgen. Diesen Grundlagen folgt eine Analyse der augenfälligsten Frames unserer deutschsprachigen Debatten über Steuern, Sozialstaat, Gesellschaft, Sozialleistungen, Arbeit, Abtreibung, Islam, Terrorismus, Zuwanderung, Flüchtlingspolitik und Umwelt.

 

Elisabeth Wehling gilt europaweit als Expertin auf dem Gebiet Politisches Framing. Sie studierte in Hamburg, Rom und Berkeley Soziologie, Kommunikationswissenschaft und Linguistik. Wehling forscht und lehrt an der University of California, Berkeley. Seit 2013 leitet sie am International Computer Science Institute in Berkeley Forschungsprojekte zu Ideologie, Sprache und unbewusster Meinungsbildung. Die gebürtige Hamburgerin ist zudem in Europa und den USA als Beraterin für Politik und Wirtschaft tätig. (tt 16.6.16)

 

27.12.2016

Sprachwissenschafterin Elisabeth Wehling gilt als ausgewiesene Expertin für Politisches Framing.
Bild: HH Verlag. Sprachwissenschafterin Elisabeth Wehling gilt als ausgewiesene Expertin für Politisches Framing.

Bildungsreformpaket – im Jänner wird weiter verhandelt

 Die Verhandlungen zum Bildungsreformpaket beginnen gerade, Anfang Jänner finden die nächsten Gespräche statt. Nach einem Gespräch der ÖLI-UG und UGÖD im Bildungsministerium sind dabei vor allem noch folgenden Punkte völlig offen:

  • Sind die Mitspracherechte der Lehrer/innen gewahrt? Oder wird das Personalvertretungsgesetz ausgehöhlt?
  • Eine Stärkung der Autonomie wäre sinnvoll. Vieles kann nur vor Ort entschieden werden. Sollte das aber vor allem die Entscheidungsbefugnisse der Direktor/innen und der Clusterleiter/innen bedeuten, so muss zugleich die Mitsprache der Personalvertretung abgesichert werden. Was eine entsprechende Anpassung des Bundespersonalvertretungsrechtes (PVG) erforderlich macht.

Schulentwicklung gelingt nur gemeinsam mit den Lehrerinnen und Lehrern, nicht über ihre Köpfe hinweg!

 

26.12.2016

Grafik: Gernot Pedrazzoli
Grafik: Gernot Pedrazzoli


Hohe Kugel: 20.12.2016
Hohe Kugel: 20.12.2016

Liebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter für ein besseres Bildungssystem und alle Bildungsinteressierte!
Anlässlich der bevorstehenden Feierlichkeiten möchte Euch die Österreichischen Lehrer/innen Initiative - Unabhängige Gewerkschafter/innen (ÖLI-UG) eine schöne, erfüllte Zeit wünschen, sowie viel Freude, gute Nerven und ausreichend Zuversicht für das Jahr 2017



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