Kalender 2018/19

 



Die Welt ist bunt! Die gesellschaftliche Norm ist es nicht. Zum Thema Intersex

Gorji Marzban  Bild: G. Marzban
Gorji Marzban Bild: G. Marzban

Intergeschlechtlichkeit, ein wichtiges gesellschaftliches Thema, das in der Pädagogik zunehmend an Bedeutung gewinnt. Leider findet „Intersex“ in der aktuellen Lehrer*innenbildung in Österreich noch so gut wie keine Beachtung.

Siehe auch den Blog-Beitrag:

„DI_VER*SE (Uraufführung) - Theaterstück von Barbara Herold“

Ein Beitrag und ein Interview mit Gorji Marzban von Ilse Seifried


Gorji Marzban ist Naturwissenschaftler, Dichter, Kurator, Herausgeber, Theater-Produzent und freischaffender Künstler. Mitbegründer des Kulturvereins Kuul – Forum für Kunst und Literatur, ORQOA (Oriental Queer Organisation Austria), PIÖ und VIMÖ (Verein Intergeschlechtlicher Menschen Österreich).

In den vielen Jahren meiner Berufstätigkeit als Lehrerin begegnete ich weder in einer pädagogischen Fortbildung, einer Konferenz noch einem Elterngespräch dem Thema „Intersex“.
Ich studiere im 2. Semester Gender Studies an der Uni Wien und wählte unter vielen Möglichkeiten dieses Thema, um mehr darüber zu erfahren.

Zur Einstimmung schaute ich mir die Website von VIMOE (Verein Intergeschlechtlicher Menschen Österreich) an. VIMÖ wurde im Februar 2014 mit dem Ziel gegründet, die Lebensqualität intergeschlechtlicher Menschen hierzulande zu verbessern. Es ist der erste Verein in Österreich, der sich für die Belange dieser strukturell diskriminierten Gruppe einsetzt.
Seit Februar 2018 gibt es auch einen eingetragenen Zweigverein (fünf Personen engagieren sich ehrenamtlich) in Wien, um stärkere Präsenz zu zeigen und eine weitere Anlaufstelle zu organisieren.
Vernetzungsplattform PIÖ (Plattform Intersex Österreich) ist ein Expertenplattform die in Akkordanz mit VIMÖ agiert wo Expert*innen aus verschiedensten Disziplinen zum Thema tätig sind. Die jährlichen Tätigkeitsberichte zeigen beeindruckend vielfältige und zahlreiche Aktivitäten.


Intergeschlechtlichkeit ist kein medizinisches, sondern ein gesellschaftliches Problem!


Wenn das biologische Geschlecht genetisch und/oder anatomisch und/oder hormonell nicht eindeutig dem weiblichen oder männlichen Geschlecht zugeordnet werden kann, wird von Intersex/Intergeschlecht gesprochen.
Von 1000 Kindern kommen geschätzte 1 bis 2 Kinder (offensichtlich) inter-geschlechtlich zur Welt. Die Zahlen variieren, da es unterschiedliche Feindefinitionen gibt und Intergeschlechtlichkeit oft auch erst in der Pubertät erkennbar wird.

VIMÖ und PIÖ fordern einen Stopp der geschlechtsverändernden Operationen bei inter-geschlechtlichen Neugeborenen und Kindern sowie die De-Pathologisierung intergeschlechtlicher Phänomene.
Diese Forderung muss gestellt werden, denn im medizinischen Bereich gilt Intergeschlechtlichkeit mehrheitlich immer noch als zu behandelnde Krankheit oder Störung.
Inter*-Menschen sind „anders“, jedoch nicht krank. Der Versuch, sie in eine Zwei-Geschlechter-Norm zu zwängen, verstößt vielfach gegen persönliche Rechte, die in der EU-Grundrechtecharta abgesichert sind und in der UN-Kinderrechtskonvention.
Durch Operationen als Kind wird das grundlegende Menschenrecht auf körperliche und seelische Unversehrtheit verletzt und das kann zu Traumatisierungen führen und lebenslange körperliche und geistige Einschränkungen verursachen.

Seit Mai 2018 lt. dem Erkenntnis des Obersten Gerichtshofs ist in das österreichische Personenstandsgesetz nicht mehr nur der Eintrag „männlich“ oder „weiblich“ möglich, sondern ein drittes Geschlecht „divers“.

Um nicht nur Fakten und Daten zu lesen, führte ich mit Gorji Marzban ein Gespräch.
Gorji Marzban ist Naturwissenschaftler, Dichter, Kurator, Herausgeber, Theater-Produzent und freischaffender Künstler. Mitbegründer des Kulturvereins Kuul – Forum für Kunst und Literatur, ORQOA (Oriental Queer Organisation Austria), PIÖ und VIMÖ (Verein Intergeschlechtlicher Menschen Österreich).

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PV-Akademie: Aktuelle Veranstaltungen im April

PV-Akademie   Bild:spagra
PV-Akademie Bild:spagra

Steiermark

 

Weiz: Dienstrechtinfo mit Gary Fuchsbauer

 

Mittwoch, 24. April 2019  16:00 Uhr

Gasthof Ederer am Weizberg 2, 8160 Weiz

 

Referent

Gary Fuchsbauer

Stv. Vorsitzender der GÖD BMHS, Mitglied im GÖD-Vorstand und Dienst-, Besoldungs- und Pensionsrechtsexperte der ÖLI-UG

Inhalt
Als Lehrerinnen und Lehrer sind wir immer wieder mit dienstrechtlichen und juristischen Fragen konfrontiert. Auf vielfachen Wunsch bieten wir nunmehr zwei Informations-Veranstaltungen mit Gary Fuchsbauer an. Er ist der renommierteste Experte in Fragen des Dienstrechts, dem es gelingt, komplizierte Themen einfach und verständlich zu vermitteln. Im Anschluss an die Veranstaltung gibt es die Möglichkeit zu Einzelberatungen, wobei wir um Voranmeldungen bitten.
Folgende Themen könnten (nicht nur) für junge Kolleginnen und Kollegen interessant sein:
• IIL-Verträge – unter welchen Umständen erfolgt eine Umstellung auf IL?
• Verträge in der NMS – was ist zu beachten? Welche Bedingungen gelten für Sonderverträge?
• Was sind meine Dienstpflichten? Fachgruppensitzungen, Gangaufsicht – welches Ausmaß ist vorgesehen?
• Langzeitkrankenstände – werde ich nach einem Jahr Krankenstand gekündigt?
• UP-Induktionsphase – welche Aufgaben kommen auf MentorInnen zu?
• Stellenbewerbungen – was ist zu beachten? Was ist neu? Soll man sich bei DirektorInnen mittels Initiativbewerbung vorstellen?

mehr Info / zur ANMELDUNG

 

 

Tirol

 

TLI/ÖLI-UG: Treffen mit Gary Fuchsbauer und "Reden über" die Personalvertretungs- und Gewerkschaftswahlen im Herbst

 

Donnerstag, 25. April 2019  ab 17:00 Uhr

Gasthof Sailer in Innsbruck

 

TLI/ÖLI-UG Veranstaltung

Wir laden euch ein zu

  • einem Treffen mit unserem Rechtsexperten Gary Fuchsbauer, stellvertretendem Vorsitzenden in Zentralausschuss und Bundesleitung BMHS, Teilnehmer an allen relevanten Verhandlungen der Lehrergewerkschaften in den letzten Jahren, nun auch Mitglied im GÖD-Bundesvorstand. Wir können also Fragen bezüglich Dienst- und Besoldungsrecht, Pension etc. persönlich mit ihm besprechen.
  • Weiters wollen wir mit euch über die Personalvertretungs- und Gewerkschaftswahlen im Herbst reden, wo wir unterstützende Kandidaturen oder einfach Unterstützungsunterschriften brauchen.
  • Wenn ihr an eurer Schule jemanden wisst, den das interessiert, dann nehmt ihn/sie bitte auch mit!

 mehr Info / zur ANMELDUNG

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Freinetpädagog*innen wollen weder MIKA-D noch Ziffernnotenzwang

Freinetpädagog*innen wollen weder MIKA-D noch Ziffernnotenzwang  Bild:spagra
Freinetpädagog*innen wollen weder MIKA-D noch Ziffernnotenzwang Bild:spagra

Offener Brief der Kooperative Freinet Österreich -

Freinetgruppe Wien - Atelier Schule

 

An das
Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft, Forschung
Univ.Prof. Dr. Heinz Faßmann

Stellungnahme der Freinet-Fachtagung 2019

 

Auf unserer jährlichen Fachtagung beschäftigen wir uns immer mit der aktuellen bildungspolitischen Situation an den österreichischen Schulen. Mit diesem Schreiben möchten wir auf einige Neuerungen Bezug nehmen und Sie als Verantwortliche davon in Kenntnis setzen.


Freinetpädagog*innen wollen keine verpflichtende der Ziffernnoten-Beurteilung
Als Freinet-PädagogInnen wenden wir uns vehement gegen die verpflichtende Wiedereinführung der Ziffernnoten-Beurteilung. Ziffernnoten sind nicht in der Lage, objektiv den Leistungsstand eines Kindes abzubilden.
Wir begreifen Schule als Ort der Wissensvermittlung und -aneignung, an dem angstfreies, lustbetontes, forschendes, entdeckendes Lernen ermöglicht werden soll und wir meinen, dass die jetzt immer früher stattfindenden standardisierten Testverfahren dem entgegenwirken. („Teaching for the test“).
Wir wenden uns auch dagegen, dass u.a. durch den Zwang zur „Entindividualisierung“ unserer SchülerInnen, die im österreichischen Lehrplan verankerte Methodenfreiheit immer stärker eingeschränkt wird.


MIKA-D Testung mit gefährlichen Nebenwirkungen
Im Speziellen sehen wir eine große Gefahr bei der MIKA-D Testung. Unsere Kritik richtet sich weniger gegen das Testinstrument, das LinguistInnen nach wissenschaftlichen Forschungskriterien erstellt haben, sondern gegen die damit verbundenen Konsequenzen:
Kinder entwickeln sich unterschiedlich, so auch in ihrem Spracherwerb. Dazu passt der Text von Celestin Freinet: Adler steigen keine Treppen.
Der Test als Messinstrument entscheidet über die Lernbiographie eines Kindes, was besonders in den NMS zum Tragen kommt, wenn dort Jugendliche beschult werden sollen, die zwei oder drei Jahre älter sind als ihre MitschülerInnen. Das führt neben individuellen auch zu sozialen Problemen im Klassenverband.
Die kurzfristige Aufforderung des Ministeriums, die MIKA-D-Testung ohne Zurverfügungstellung zusätzlicher Ressourcen an den Schulen durchzuführen, sehen wir als Geringschätzung unserer Arbeit. Denn wie werden diese Testungen durchgeführt? Die verpflichtende Einschulung soll zusätzlich unbezahlt erfolgen, Doppelbesetzungen werden zeitweise aufgelöst, spezieller Förderunterricht kann nicht stattfinden, weil LehrerInnen für die Testungen abgezogen werden. Den Hinweis, die Stunden soll mit dem Topf C (im alten Dienstrecht) gegengerechnet werden, empfinden wir als zynisch, nachdem das Schuljahr schon sehr weit fortgeschritten ist.
Abschließend halten wir fest, dass wir Schulautonomie anders verstanden wissen wollen, denn als Instrument, um damit Kürzungen zu exekutieren.

Beschlossen von der Vollversammlung der Fachtagung Freinetpädagogik im Schloss Zeillern am 15.4.2019

Dieser Brief ergeht ebenso an sämtliche Bildungsdirektionen
Rückfragen an den Vorstand der Kooperative Freinet Österreich: freinet.central@gmx.at

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Altes oder neues Lehrer/innen-Dienstrecht?

Video der UGÖD "Altes oder neues Lehrer/innen-Dienstrecht?" mit Gary Fuchsbauer, Dienst- und Pensionsrechtsexperte der ÖLI-UG  Bild:screenshot/bearbeitet:spa
"Altes oder neues Lehrer/innen-Dienstrecht?" mit Gary Fuchsbauer, Bild:screenshot/bearbeitet:spa

Wenn du gerade vor der Frage stehst, ob du altes oder neues Lehrer/innen-Dienstrecht wählen sollst, kannst du dich bei uns informieren: oeliug.at
Unser Dienstrechtsexperte Gary Fuchsbauer (ÖLI-UG) hat für diese Frage eine einfache Faustregel: “Wenn du eine Ausbildung auf der PH gemacht hast, dann wähle das neue Dienstrecht. Bei einer UNI-Ausbildung, wähle das alte Dienstrecht. Im Großen und Ganzen stimmt das.“ Aber Gary Fuchsbauer informiert dich auch gerne über Details! Frag uns, schreib uns: oeliug.at/kontakt oder frag uns und diskutiere mit uns im ÖLIUG-Forum. >>> LINK zum Video