„Neustart Schule“: Gesamtschule nach politischem Machtwechsel kein Thema mehr

Am 18. Oktober 2017 berichtete oeliug.at über die aktuellen „Fünf Kernforderung von Neustart Schule an die neue Regierung“. In der gestrigen Pressekonferenz nannte die Bildungsinitiative der Industriellenvereinigung, „Neustart Schule“, die ihrer Meinung nach "notwendigen Sofortmaßnahmen" um die Bildungsmisere endlich zu beenden.

Dabei schaffte man es doch tatsächlich, die Mutter aller notwendigen Sofortmaßnahmen, nämlich das Ende der österreichischen Zwei-Klassen-Schule, mit keinem Wort zu erwähnen, zeigte sich Niki Glattauer in seinem Kommentar „Tot, aber in stabiler Seitenlage„ gestern im Kurier erstaunt. Zu glauben, man könne die Schule reformieren, ohne mit der Beendigung des folgenschweren Auseinanderdividierens der Kinder in der Volks(!)schule zu beginnen, hieße, ein Unfallopfer mit Herzstillstand in stabile Seitenlage zu bringen, statt es wiederzubeleben.

 

Wird Walter Rosenkranz Bildungsminister?

 

Abschließend zitiert Glattauer Hannes Androsch und wagt eine Prognose über die Neubesetzung des Bildungsministeriums: Ein wahres Wort sprach der Industrielle Hannes Androsch: Bis heute sei jede Schulreform von einer Art Tea-Party-Bewegung, bestehend aus Pfründenbewahrern unter den AHS-Lehrerinnen, höheren Eltern und parteipolitisch agierenden Gewerkschaftern, so lange "verwässert und blockiert worden, bis sie am Ende keine mehr war". Dass jetzt just jene Parteien den Bildungsminister stellen werden, die seit Jahren für den schulpolitischen Kolbenreiber verantwortlich sind, ist schon fast wieder lustig. Übrigens, ich tippe auf den ehrenwerten Walter Rosenkranz. Mind my words!
In der Presse wird Sobotka als Nachfolger von Sonja Hammerschmid genannt. Wer hätte gedacht, dass nach der Gehrer-Ära es noch schlimmer kommen könnte? Sobotka! Aber es geht noch tiefer, wie Niki Glattauers Tipp befürchten lässt.

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