Bildungsforum der WKO: Neben drei „Bildungsexperten“ auch eine Expertin, die weiß, wie Schule funktioniert

Bildungsforum der WKO in Bregenz
Bildungsforum der WKO in Bregenz

Beim Bildungsforum der Wirtschaftskammer im Bregenzer Festspielhaus präsentierten drei „Experten“ ihre Gedanken zum derzeitige Bildungssystem. Mit dabei war auch eine wirkliche Expertin aus der Praxis, Angelika Knies, Schulleiterin einer IGS und Gewinnerin des Deutschen Schulpreises 2013.

 

Michael Winterhoff (siehe Artikel und Kommentar von Gerhard Pušnik – „Winterhoff: Helikoptereltern, fehlenden Frustrationstoleranz und Laissez-faire Bildungssystem Grund für schlechtes Niveau der Grundschüler“): „Wegen der Digitalisierung können sich die Schüler nicht mehr konzentrieren oder mit ihren Aggressionen umgehen.“

 

Gunter Dueck (siehe Artikel – „Und wieder nervt ein „Bildungsexperte“ – diesmal Gunter Duek“):
„Es gibt eine ältere Generation, die nicht loslassen will und die sich über die vielen Bücher freut, in denen steht, dass Internet dumm macht“. Meint er damit auch Winterhoff? „Künftig werden Computer einfache Tätigkeiten übernehmen und die Menschen müssen nur mehr die schwierigen Dinge händeln“. So, jetzt wissen wir das. Gut, dass es Experten gibt.


Andreas Salcher (siehe Artikel – „Ordentlich Zoff innerhalb der ÖVP wegen Bildungspolitik“):
Für eine gute Schule braucht es „einen starken Direktor und Lehrer, die sich stetig weiterbilden und neue Herausforderungen annehmen. Zudem müssen sich Schüler und Lehrer gegenseitig wertschätzen“. Das ist schon einmal ein guter Ansatz für die Beratung der ÖVP-Koalitionsverhandler/innen in der Fachgruppe „Bildung“. 

Angelika Knies (Schulleiterin der Anne-Frank-Schule in Bargteheide - Integrierten Gesamtschule (IGS)): „Vielfalt statt Einfalt – von den Chancen der Arbeit mit heterogenen Gruppen“. „Schulen brauchen unbedingt Visionen“ und sie müssen „die Kinder und Jugendlichen dort abholen, wo sie stehen und sich dann selbstständig entwickeln lassen“. Ob Angelika Knies als Vertreterin einer erfolgreichen IGS dabei gewesen wäre, wenn die Referentin und Referenten nicht schon vor dem politischen Machtwechsel in Österreich festgestanden währen, ist zumindest fraglich. Denn für die Bildungsinitiative der Industriellenvereinigung, „Neustart Schule“, ist die Gesamtschule auf einmal kein Thema mehr, seitdem ÖVP/FPÖ so gut wie fix ist (siehe Artikel - "„Neustart Schule“: Gesamtschule nach politischem Machtwechsel kein Thema mehr"). 
Bei diesem Bildungsforum geht es der Wirtschaftskammer nicht um die Frage des Schulsystems, betont deshalb Wirtschaftskammer-Präsident Hans-Peter Metzler, sondern um neue pädagogische Konzepte …

siehe auch Bericht in ORF-Vorarlberg Heute

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