Schwarze Lehrerinnengewerkschafter wieder brav auf türkiser Linie eingependelt?

Schlingerkurs wegen Kurzs „neuer Politik“ innerhalb der bestimmenden Fraktion (fcg) in der Lehrernnengewerkschaft.
Nach harten Attacken gegen Salcher und Kurz .... alles wieder im Lot und auf Kurzkurs

Noch vor nicht ganz zwei Wochen empörten sich führende Lehrervertreter der fcg über Kurzs Entscheidung, Salcher statt Taschner zum beratenden Bildungsexperten für die ÖVP zu machen. Harte Attacken  von Kimberger, Riegler und Co. gegen Kurz und Salcher waren die Folge. Heute ist die von reifendem Selbstbewusstsein und Trotz gezeichnete Phase der fcg schon wieder vorbei.  Nicht Kurz, wie es Riegler beherzt forderte, sondern die fcg-Mannen haben offensichtlich nach- und umgedacht.

Zusammenfassend muss wohl bezweifelt werden, dass die schwarze LehrerInnengewerkschaft imstande sein wird, die Anliegen der LehrerInnen gegenüber den neoliberalen Spargelüsten des neuen starken Führers der ÖVP durchzusetzen.....

Nach harten Attacken gegen Salcher und Kurz .... 

Die Überraschung liefert Gerhard Riegler, AHS Gewerkschafter (fcg), am nächsten Tag. Ungewohnt kampfeslustig fordert er „Herrn Kurz“ zum „sofortigen Nach- und Umdenken auf“: „Mit Taschner auf Wahlwerbung zu gehen und nach der Wahl Bildungspolitik Salcher und nicht Taschner anzuvertrauen, hielte ich, gelinde gesagt, für Wählertäuschung. Wenn das der Start zu einer neuen Politik sein soll, dann pfeife ich auf die angeblich neue Politik. Ich fordere Herrn Kurz bezüglich dieser Fehlentscheidung zu einem sofortigen Nach- und Umdenken auf.“ Quins Kommentar: „Dem ist nichts hinzuzufügen“.
Anschließend reitet der Vorsitzenden der PflichtschullehrerInnengewerkschaft, Paul Kimberger, harte Attacken gegen Salcher und die ÖVP-Spitze. Und das in einer Sprache, die schlichtweg nur als „grob“ bezeichnet werden kann. Man muss sich besorgt fragen, gehören jetzt auch schon wüste Beschimpfungen innerhalb der ÖVP zum neue Ton von Kurzs „Es ist Zeit“ neuer Politik? Wir berichteten darüber: „Ordentlich Zoff innerhalb der ÖVP wegen Bildungspolitik“. "Salcher hat weder in einer Schule unterrichtet noch ein pädagogisches Studium absolviert", er sei ein "Populist" und "Scharlatan", „… ein selbsternannter Bildungsexperte, dem es nicht um die Schulen geht, sondern um die Verkaufszahlen seiner Bücher." Dessen Aussagen "beschämend und abqualifizierend" für Lehrer seien, skizziert Kimberger sein negatives Salcherbild. Quin dazu: „Danke für die klaren Worte, lieber Paul Kimberger“.

.... alles wieder im Lot und auf Kurzkurs
Danach wird es über eine Woche medial ruhig um den fcg-Salcher-Kurz-Streit, bis Matthias Hofer (fcg) in seinen „Persönliche Gedanken zum Tag“ Salcher „Vom Saulus zum Paulus“ mutieren lässt. Wegen ein paar der fcg genehmen Aussagen Salcher im Rahmen des Bildungsforums der Wirtschaftskammer in Bregenz, erscheint Hofer „angesichts dieser Zitate nun wieder eine gewisse Gelassenheit angebracht“. Und es gäbe ja eh „das im Bereich Bildung durchaus erfreulich(e)“ ÖVP Wahlprogramm. (Wir berichteten über das WKO-Bildungsforum: „Bildungsforum der WKO: Neben drei „Bildungsexperten“ auch eine Expertin, die weiß, wie Schule funktioniert“ und „Und wieder nervt ein „Bildungsexperte“ – diesmal Gunter Duek“).
Also alles wieder im Lot und auf Kurzkurs in der ÖVP und fcg? Eines ist jedenfalls offensichtlich: Nicht Kurz, wie es Riegler beherzt forderte, sondern die fcg-Mannen haben offensichtlich nach- und umgedacht. Nach nicht einmal ganz zwei Wochen ist die von reifendem Selbstbewusstsein und Trotz gezeichnete Phase schon wieder vorbei. 
Zusammenfassend muss wohl bezweifelt werden, dass die schwarze LehrerInnengewerkschaft imstande sein wird, die Anliegen der LehrerInnen gegenüber den neoliberalen Spargelüsten des neuen starken Führers der ÖVP durchzusetzen.

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Kommentare: 2
  • #1

    Matthias Hofer (Sonntag, 12 November 2017 15:39)

    Vielen Dank für das Zitieren aus meinem Blog. Allerdings scheinen Eure Schlussfolgerungen ein wenig weit hergeholt. Salcher hat sich situationselastisch gezeigt, das gilt es zu dokumentieren und im Bedarfsfall zu zitieren. So einfach ist das...�

  • #2

    Gary Fuchsbauer (Dienstag, 14 November 2017 23:28)

    O, sehr nett: M. Hofer liest oeliug.at