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Gehaltstabelle für LehrerInnen 2018

Wie berichtet, haben sich die Regierung und die Gewerkschaft Öffentlicher Dienst (GÖD) in der vierten Verhandlungsrunde auf eine Gehaltserhöhung von 2,33% geeignet.


Die Gehaltstabelle für 2018 wurde von der ÖLI entsprechend aktualisiert.

Gary Fuchsbauer hat die Tabellen kompakt auf ein A4-Format eingepasst, damit ihr sie einfach für euch ausdrucken könnt und, was uns sehr freuen würde, sie auch für eure KollegInnen im Konferenzzimmer aufhängt. Die Auflösung ermöglicht auch einen A3-Ausdruck in guter Qualität.   
Bitte teilt uns auch mit, falls sich ein Fehler durch die Aktualisierung eingeschlichen hat oder  weitere wesentliche Zahlen der LehrerInnenbesoldung gewünscht werden.

Tabelle zum herunterladen und ausdrucken

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Gehaltstabelle 2018 für LehrerInnen A4-Format
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Kommentare: 300
  • #1

    Gabriele Hellmer (Montag, 19 März 2018 11:55)

    Ich bitte um Erklärung: In Ihrer Tabelle gebührt für IL/I1/1 ein Entgelt von 2.521,20 EUR. Mit welchem Faktor kann ich den Stundenlohn errechnen? Bzw für welche Anzahl wöchentlicher Unterrichtstunden ist dieser Betrag gerechnet?
    Vielen Dank.

  • #2

    cgg (Dienstag, 27 März 2018 12:43)

    Der angegebene Betrag entspricht einer vollen Lehrverpflichtung (20 Werteinheiten) – die Zahl der gehaltenen Unterrichtsstunden ist aber von den unterrichteten Fächern respektive deren Werteinheiten abhängig.

  • #3

    B. G. (Dienstag, 16 Oktober 2018 14:08)

    Ich habe die Einstufung II L, L1, Stufe 12, wo finde ich mich in der Tabelle?
    Ich bedanke mich schon vorab für Hinweise!

  • #4

    Gary Fuchsbauer (Mittwoch, 17 Oktober 2018 09:41)

    Zur Anfrage IIL

    Die Bezeichnung Stufe 12 auf dem II L Lohnzettel ist wirklich verwirrend,
    weil das II L Schema gar keine Stufen hat.
    Tatsaechlich gibt es hier nur 2 Eintragungsmoeglichkeiten:
    Stufe 10 bedeutet, dass jemand das Jahresgehalt von Sept.-Juni in 10 Teilen ausbezahlt bekommt (manchmal gehen II L Vertraege nicht ueber die Ferien).
    Stufe 12 bedeutet, dass jemand das Jahresgehalt ganz normal in 12 Teilen ausbezahlt bekommt.

    Die II L Tabelle im Gesetz enthaelt keine Monatsgehaelter, sondern das Gehalt pro Jahreswochenstunde in den verschiedenen Lehrverpflichtungsgruppen bzw. Einstufungen, hier L1.
    In den Gehaltstabellen der OeLI haben wir eine Spalte
    "II-L-Monatsgeh. f. volle LehrVpfl."
    eingefuegt, aus der ersichtlich ist, dass das Gehalt fuer L1-LehrerInnen bei Vollbeschaeftigung (egal welche Faecher) ca 2665 Euro ist.

    Die tatsaechliche Berechnung erfolgt zB bei 17 gehaltenen Stunden der Lehrverpflichtungsgruppe I so:
    tabellarischer Wert: 1866, multipliziert mit 17 und dividiert durch 12 (Monate) = 2643,50 brutto pro Monat. Dazu kommen in den Monaten September, November, Maerz und Juni noch die Weihnachts-/Urlaubsgeldanteile, in Summe also noch 2x2643,50.
    Zu beruecksichtigen ist allerdings auch noch, dass bei den gehaltenen Stunden jene in nicht ganzjaehrigen Klassen (zB Maturaklassen) mit einem Faktor ca 0,8 abgewertet werden, weil der Unterricht ja nur ca 8 von 10 Unterrichtsmonaten laeuft.
    Wenn du uns deine konkreten Stunden/Klassen schickst, koennen wir gerne Details besprechen.
    LG Gary

  • #5

    cgg (Dienstag, 23 Oktober 2018 17:30)

    Wann ist denn in etwa mit der Gehaltstabelle für 2019 zu rechnen?

  • #6

    Manfred Sparr (Dienstag, 23 Oktober 2018 18:17)

    Die Gehaltstabelle 2019 ist auf der Homepage, sobald die derzeit laufenden Gehaltsverhandlungen für Bundesbedienstete mit einem Ergebnis abgeschlossen sind.

  • #7

    Sophie Hurter (Freitag, 26 Oktober 2018 23:40)

    Hallo!
    Sind die Beträge in der Tabelle brutto oder netto?
    Danke und lg!

  • #8

    Manfred Sparr (Samstag, 27 Oktober 2018 10:26)

    Die Beträge in der Gehaltstabelle sind (leider) brutto.
    Aber über eine ordentlich gemachte Arbeitnehmerveranlagun (Steuerausgleich) kann man die Steuer zumindest ein wenig reduzieren. Siehe dazu die Informationen in unserem Dienstrechtsskriptum auf dieser HP. LG

  • #9

    tf (Mittwoch, 07 November 2018 11:56)

    Hallo, wie kann ich den monatlichen Lohn berechnen, um die Geringfügigkeitsgrenze nicht zu überschreiten? (IL, Stufe 5). Danke!

  • #10

    Josef Gary Fuchsbauer (Freitag, 09 November 2018 07:37)

    Liebe/r "tf"!
    Lt. https://www.help.gv.at/Portal.Node/hlpd/public/content/99/Seite.990119.html betraegt die Geringfuegigkeitsgrenze 2018
    438,05 Euro. Deine Einstufungsangabe "IL, Stufe 5" ist nicht eindeutig, daher hier die Antwort fuer die 2 haeufigsten Gehaltsschemen bei LehrerInnen:
    Wenn du in l1 bist und somit bei Vollbeschaeftigung (20 WE) 3092,50 Euro verdienen wuerdest, bleibst du mit
    [438,05/(3092,5/20)=] 2,83 WE unter der Grenze.
    Wenn du in l2a2 bist und somit bei Vollbeschaeftigung (20 WE an AHS/BMHS, 22 Unterrichtsstunden an Landesschulen) 2642 Euro verdienen wuerdest, bleibst du mit [438,05/(2642/20)=] 3,31 WE bzw. [438,05/(2642/22)=] 3,64, also 3 regelmäßige Wochenstunden unter der Grenze. Auch wenn in deiner Situation die Berechnungsbasis an einer Landesschule weniger als 22 Wochenstunden ist, geht es sich mit 3 Stunden aus.
    2019 wird es hoffentlich eine Gehaltserhoehung geben (am Montag beginnen zwar die Metaller zu streiken, aber bei uns gehen an diesem Tag die Gehaltsverhandlungen weiter) und es wird auch die Geringfuegigkeitsgrenze angehoben, sodass sich an den Zahlenverhaeltnissen nicht viel aendern wird.
    LG Gary, fuchsbauer@oeli-ug.at, 0680 2124358

  • #11

    Barbara (Freitag, 09 November 2018 12:30)

    Ich bin in der verzragslehrerin 1 Gruppe l2a2 Stufe 7...derzeit noch in karenz...ich möchte mit verminderter Lehrverpflichtung einsteigen...wie kann ich mir dann mein ( am besten netto) Gehalt berechnen?

  • #12

    Josef Gary Fuchsbauer (Freitag, 09 November 2018 16:38)

    Liebe Barbara!
    l2a2/7 bringt bei Vollbeschaeftigung brutto 2964,40 Euro pro Monat, 14 mal im Jahr.
    Das Bruttogehalt bei Teilbeschaeftigung ergibt sich prozentuell, zB halbbeschaeftigt (2964,4x0,5=)1482,20.
    Fuer die Ermittlung des zu erwartenden Netto empfehle ich
    https://onlinerechner.haude.at/bmf/brutto-netto-rechner.html,
    da dieser auch die Betraege fuer das "Weihnachts- und Urlaubsgeld" auswirft, bloß wird bei uns LehrerInnen dieses 13. und 14. Gehalt in Form von vier halben Bezuegen im Maerz, Juni, September und November [bei BeamtInnen erst im Dez.] ausbezahlt.
    ZB 1482,3 im brutto-netto-rechner rechts oben bei brutto eingeben, ergibt:
    1.210 Euro pro Monat, bei den Sonderzahlungen werden's dann netto so ca jeweils 605 Euro dazu sein.
    Fahrtkostenzuschuss, Kinderzulage, Lohnsteuerfreibetraege koennen diese Zahlen dann noch erhoehen.
    LG Gary, fuchsbauer@oeli-ug.at, 0680 2124358

  • #13

    Martin (Freitag, 09 November 2018 17:27)

    Wie werden die Jahreswochenstunden bei Vertragslehrern in IIL berechnet? Bsp; 2 Stunden in LII --> wieviel Euro macht das Aus? Danke

  • #14

    Josef Gary Fuchsbauer (Freitag, 09 November 2018 20:22)

    Die II L Tabelle im Gesetz enthaelt keine Monatsgehaelter, sondern das Gehalt pro Jahreswochenstunde in den verschiedenen Lehrverpflichtungsgruppen bzw. Einstufungen, hier L1.
    In den Gehaltstabellen der OeLI haben wir eine Spalte
    "II-L-Monatsgeh. f. volle LehrVpfl."
    eingefuegt, aus der ersichtlich ist, dass das Gehalt fuer L1-LehrerInnen bei Vollbeschaeftigung (egal welche Faecher) ca 2665 Euro ist.
    Leider sind die aehnlich klingenden Bezeichnungen verwirrend:
    "zwei L" fuer II L (= befristete) Vertraege; und
    "L zwei" fuer L 2, also die Einstufungen L2a2 (Bachelor und Vorgaengerabschluesse), L2a1 (Teilstudienabschluesse) und L2b1 (Maturaniveau).
    Wenn nun die von Martin dargestellte Situation so ist, dass er als L2a2-Lehrer 2 Stunden in einem II L Vertrag unterrichtet, dann ergibt sich folgende Berechnung fuer die Jahresstunden und sodann mittels Division durch 12 fuer das Monatsgehalt:
    Die tatsaechliche Berechnung erfolgt zB bei 2 gehaltenen Stunden in L2a2 so:
    tabellarischer Wert: 1234,80, multipliziert mit 2 und dividiert durch 12 (Monate) = 205,80 brutto pro Monat. Dazu kommen in den Monaten September, November, Maerz und Juni noch die Weihnachts-/Urlaubsgeldanteile, in Summe also noch 2x205,80.
    Sollte ich die Situation aber missverstanden haben, dann bitte nochmal fragen. Falls du L1-Lehrer (Uni-Lehramtsabsolvent oder Vergleichbares), dann scroll nach oben, da die Frage fuer L1 auf dieser Seite schon behandelt wurde.
    LG Gary

  • #15

    Babsi (Donnerstag, 13 Dezember 2018 13:51)

    Hallo ich hätte eine kurze Frage, wirkt sich die nachqualifizierung zum bachelor auf das gehalt aus? Meine Derzeitige einstufung ist IL l2a2 /07 Danke!

  • #16

    Josef Gary Fuchsbauer (Freitag, 14 Dezember 2018 15:37)

    Liebe Babsi!
    Da du bereits im "Bachelor-Schema" l2a2 bezahlt wirst, aendert sich nichts.
    Das naechstbessere Schema im alten Lehrer_innendienstrecht ist l1, fuer das aber nicht nur ein Ma(gi)ster/DI erforderlich ist, sondern auch Unterrichtstaetigkeit an einer l1-wertigen Stelle (AHS/BMHS [außer Fachpraxis, die auch an hoeheren Schulen l2a2-wertig ist]).
    Ein Umstieg ins neue Dienstrecht (pd-Schema) ist ja vom Gesetz her genrell und fuer alle ausgeschlossen.

  • #17

    Gerda Rottner (Freitag, 14 Dezember 2018 19:26)

    Ich würde gerne wissen, wie viel man monatlich verdient, wenn man in einer BHS eine volle Lehrverpflichtung hat, aber kein Lehramtsstudium, sondern ein anderes abgeschlossen hat. (Falls man die Stunden bekommt...)
    Danke, Gerda

  • #18

    Josef Gary Fuchsbauer (Samstag, 15 Dezember 2018 07:55)

    Liebe Gerda!
    Falls das (auf Masterniveau) abgeschlossene Fachstudium in jenem Fach ist, fuer das man wegen Lehrer_innenmangel engagiert wird, ist die Bezahlung wie bei abgeschlossenem Lehramtsstudium. Falls der Einstieg noch im laufenden Schuljahr 2018/19 erfolgt, bekommt man einen sogenannten Artikel X (sprich "zehn") Vertrag (Einjahresverträge) und wird zunächst nach dem Schema II L l1 bezahlt, was bei voller Lehrverpflichtung 2019 ein Bruttomonatsgehalt von 2747 Euro ergibt. Nach 5 Jahren bekommt man einen auf 2 Jahre befristeten I L l1 Vertrag und es werden die einschlaegigen Berufserfahrungszeiten seit Studienabschluss geprueft und evt. fuer die Vorrueckung angerechnet. Wenn zB 3 solche Vollbeschaeftigungsjahre (oder zB 6 Halbbeschaeftigungsjahre) vor dem Einstieg ins Lehramt vorliegen, dann besteht nach den 5 II L Jahren in Summe ein Besoldungsdienstalter von 8 Jahren und man kommt im Biennalsystem in die 5. Stufe und verdient 3184,1 Euro (alle 2 Jahre rueckt man um ca 200 Euro vor). Danach bekommt man (wenn man immer noch gebraucht wird) einen Dreijahresvertrag und nach den dann 10 Jahren kann man einen Dauervertrag bekommen.
    Sollte der Einstieg erst im September 2019 oder spaeter sein, gilt das neue Lehrer_innendienstrecht. Dieses sieht dezidiert auch die Beschaeftigung von Absolvent_innen eines Fachstudiums vor und ermoeglicht diesen bei Absolvierung eines nebenberuflichen paedagogischen 60-ECTS-Masters die volle Erfuellung der Anstellungserfordernisse und somit einen Dauervertrag (wie bisher bei Lehramtsstudienabsolvent_innen nach spaetestens 5 Jahren). Auch wenn man heuer noch ins alte Dienstrecht einsteigt, wird man wohl diesen paedagogischen 60-ECTS-Master machen koennen, um sich so nachzuqualifizieren.
    Das neue Dienstrecht bringt eine um ca 3 Stunden hoehere Lehrverpflichtung und die verpflichtende Uebernahme von 2 nichtunterrichtlichen Aufgaben, ohne dass das Gehalt in diesem Ausmaß hoeher als im alten Dienstrecht ist. Allerdings wird im neuen Dienstrecht auch bereits in der Phase der Einjahresvertraege die Berufserfahrungszeit beruecksichtigt, die Einstufung in eine Gehaltsstufe erfolgt also bereits am Beginn. Der Verdienst bei Vollbeschaeftigung haengt im neuen Dienstrecht von den unterrichteten Faechern ab (und auch vom Schultyp, da aber nur nach BHS gefragt wurde, hier die Zahlen fuer diese):
    Grundverdienst:
    2.719,9 3,5 Jahe bei Einsteig als Ma(gi)ster, DI
    3.095,9 5 Jahre
    3.473,0 5 Jahre
    3.850,1 6 Jahre
    4.227,4 6 Jahre
    4.604,6 6 Jahre
    4.837,7 bis Pension
    Diese Monatsbezuege werden 14mal ausbezahlt. Dazu kommen 12mal bezahlte Faecherzulagen:
    34,5 mal 20 = 690 Euro, wenn nur Gegenstaende der Lehrverpflichtungsgruppen I und II unterrichtet werden.
    14 mal 22 = 308 Euro, wenn nur Gegenstaende der Lehrverpflichtungsgruppe III. Bei anderen Gegenstaenden gibt es keine Zulagen.
    Zum Vergleich: Wenn man im alten Dienstrecht 20 Stunden Gegenstaende der Lehrverpflichtungsgruppe I unterrichtet und zB Klassenvorstand und Lehrmittelverwaltung als nicht unterrichtliche Zusatzaufgaben hat (also dann mit Ueberstunden dieselbe Arbeitszeit, die im neuen vorgeschrieben ist), bekommt man im II L l1 Vertrag monatlich im Schnitt ca 3470 Euro und in der Stufe 5 im I L l1 Vertrag ca 3745 Euro und alle 2 Jahre dann um ca 220 Euro mehr.

  • #19

    Erina (Mittwoch, 19 Dezember 2018 14:23)

    Guten tag, ich möchte nach meiner Karenz wieder einsteigen, möchte aber auch gerne wissen, wieviel ich mit l2a2/Gehaltsstufe 4 für 8, 9 oder 10 gehaltene Wochenstunde besoldet werde. Können sie mir diese Auskunft geben??? Vielen dank!

  • #20

    Josef Gary Fuchsbauer (Mittwoch, 19 Dezember 2018 17:19)

    Liebe Erina!
    Es kommt dabei darauf an, welche Stunden das sind. Oder anders ausgedrueckt, welcher Teil der Lehrverpflichtung, wieviel Prozent einer vollen Lehrverpflichtung das sind.
    8, 9 oder 10 woechentliche Unterrichtsstunden sind bei einer 22-stuendigen Lehrverpflichtung (oder in Gruppe IV bei Bundeslehrer_innen) ca 36,4, 41 oder 45,5%. Das ergaebe ein Monatsbruttogehalt von ca 940, 1056 oder 1174 Euro.
    Bei einer 21-stuendigen Lehrverpflichtung (oder in Gruppe IVa bei Bundeslehrer_innen) ca 38,1, 42,9 oder 47,7%. Das ergaebe ein Monatsbruttogehalt von ca 984, 1110 oder 1230 Euro.
    In Lehrverpflichtungsgruppe IVb bei Bundeslehrer_innen sind es ca 39, 44 oder 49%. Das ergaebe ein Monatsbruttogehalt von ca 1009, 1135 oder 1260 Euro.
    In Gruppe III sind es ca 42, 47 oder 52,5%. Das ergaebe ein Monatsbruttogehalt von ca 1084, 1220 oder 1355 Euro.
    In Gruppe II sind es ca 44, 50 oder 55%. Das ergaebe ein Monatsbruttogehalt von ca 1140, 1283 oder 1426 Euro.
    Was das jeweils netto ausmacht, kann zB mit https://onlinerechner.haude.at/bmf/brutto-netto-rechner.html ermittelt werden.
    ZB ergibt sich bei brutto 940 netto knapp 800 Euro, bei brutto 1056 netto knapp 900 Euro, bei brutto 1230 netto ca 1044 Euro.

  • #21

    Erina (Donnerstag, 20 Dezember 2018 12:32)

    Hallo, danke für die Info! Ich bin aber Vertragslehrerin in bgld, wie ist es dann da? Keine Bundeslehrerin! Ich hatte vorher eine volle Lehrberpflichtung!

  • #22

    Josef Gary Fuchsbauer (Donnerstag, 20 Dezember 2018 20:58)

    Liebe Erina!
    Wie ich ausgefuehrt habe, kommt es (egal ob Bundes- oder Landeslehrerin) darauf an, welcher Teil der Lehrverpflichtung, wieviel Prozent einer vollen Lehrverpflichtung das sind.
    8, 9 oder 10 woechentliche Unterrichtsstunden sind bei einer 22-stuendigen Lehrverpflichtung (zB an der VS) 36,4%, 40,9% oder 45,5%. Das ergaebe ein Monatsbruttogehalt von 939, 1056 oder 1173 Euro.
    Bei einer 21-stuendigen Lehrverpflichtung (meist an der NMS) 38,1%, 42,9% oder 47,6%. Das ergaebe ein Monatsbruttogehalt von 983, 1106 oder 1229 Euro. Was das jeweils netto ausmacht, kann zB mit https://onlinerechner.haude.at/bmf/brutto-netto-rechner.html ermittelt werden. ZB ergibt sich bei brutto 939 netto knapp 800 Euro, bei brutto 1056 netto knapp 900 Euro, bei brutto 1229 netto ca 1044 Euro.

  • #23

    Nico (Samstag, 22 Dezember 2018 14:50)

    Guten Tag,

    ich werde kommendes Jahr 34, habe einen abgeschlossenen BA (Wirtschaft), einen abgeschlossenen MA (Wirtschaft) sowie ab Februar 2020 einen abgeschlossenen Msc (Wipäd). Zwischen MA und Studienbeginn Msc habe ich 6 Jahre gearbeitet (Marketing/Vertrieb).

    Nun zu meiner Frage: Wie ist die X Achse auf der neuen Gehaltstabelle genau zu verstehen? Hier wird ja vom "Alter" gesprochen. Ist dieses bei der Gehaltseinstufung tatsächlich ausschlaggebend und wenn ja, müssen sich alle BHS auch daran orientieren/halten? Sofern relevant in wieweit werden mir meine Berufszeiten angerechnet?

    Vielen Dank im Voraus und eine schöne Weihnachtszeit.

  • #24

    Josef Gary Fuchsbauer (Samstag, 22 Dezember 2018 17:43)

    Lieber Nico!
    Ich beginne bei der vorletzten Frage: "müssen sich alle BHS auch daran orientieren/halten?"
    Die Schulen haben keinerlei Kompetenz beim Gehalt. Dieses ist vom Gesetz festgelegt und wird in der Realitaet von der Bildungsdirektion (neuer Name ab 2019 des bisherigen Landes-/Stadtschulrates) umgesetzt, gegebenenfalls nach Rueckfrage bei der Bildungsdirektion. Vom Gesetz her sind die Berufserfahrungszeiten nach Abschluss des Wirtschaftsstudiums anrechenbar. Siehe dazu auch oben die Antwort #18. Das Alter ist keine Komponente bei der Gehaltseinstufung. Es wird allerdings das sogenannte Besoldungsdienstalter bestimmt, das sich dann durch die Summe der angerechneten Berufserfahrungszeiten in der Privatwirtschaft (oder als Selbstaendiger) und den Zeiten im oeffentlichen Dienst ergibt.
    Weitere Fragen gerne ...

  • #25

    Beatrice (Donnerstag, 03 Januar 2019 09:47)

    Ich bin derzeit AHS Lehrerin mit L1 Vertrag, Gehaltsstufe 6.
    Was würde ich mit dieser Einstufung in der NMS/Poly verdienen, welche Tabelle ist da relevant? Ich überlege in die Pflichtschule zu wechseln, da ich auch die PÄDAK Ausbildung habe. Vielen Dank schon im Voraus

  • #26

    Asl (Donnerstag, 10 Januar 2019 13:45)

    Hallo, bin Vertragslehrerin, L2a2 , Stufe 4!
    Gehe demnächst in Karenzurlaub, steige ich in meiner Stufe während meiner Karenz oder wird alles stillgelegt?

  • #27

    Josef Gary Fuchsbauer (Samstag, 12 Januar 2019 07:47)

    zu Beatrice #25: Mit PH-Abschluss gilt in NMS/Poly das Gehaltsschema l2a2 (dass es auch einen Uni-Lehramtsabschluss gibt, ist dafuer nicht relevant).
    Ein Wechsel ins neue Dienstrecht (Schema pd) ist vom Gesetz generell ausgeschlossen.
    Allerdings wird beim Wechsel von Bundeslehrerin auf Landeslehrerin das Besoldungsdienstalter neu ermittelt. Die Regeln haben sich dazu im Februar 2015 geaendert und es koennte daher eine andere Gehaltsstufe herauskommen (Ausbildungszeiten werden nicht mehr angerechnet, Zeiten im oeffentlichen Dienst werden wie bisher voll angerechnet, berufsnuetzliche Erfahrungszeiten außerhalb des oeff. Dienstes sind aber nun bis zu 10 Jahren anrechenbar, wobei allerdings Teilzeiten nur aliquot gerechnet werden. Evt. koennen wir per Mail Datails der konkreten Situation besprechen: fuchsbauer@oeli-ug.at

  • #28

    Josef Gary Fuchsbauer (Samstag, 12 Januar 2019 07:53)

    zu Asl #26: Waehrend des gesetzlichen Elternkarenzurlaubs (bis zu 2 Jahre pro Kind) wird die Vorrueckung bei einem Dauervertrag (I L) nicht gehemmt, steigt also das Besoldungsdienstalter weiter an. Eine Anschlusskarenz danach wird meines Wissens nur halb angerechnet. In einem Sonderurlaub gegen Entfall der Bezuege oder einer anderen Karenz gegen Entfall der Bezuege steigt das Besoldungsdienstalter nicht an, erfolgt die Vorrueckung daher dann entsprechend spaeter (Verschiebung immer um ganze Monate, weil Vorrueckung immer nur am 1. eines Monats erfolgt, wenn im Besoldungsdienstalter ein Monat voll ist).

  • #29

    Hape (Mittwoch, 23 Januar 2019 22:39)

    Hallo,
    bin seit 2005 Instrumentallehrer im Borg. 2004 Uni Abschluss IGP (Instrumental und Gesangspädagogik) Bachelor und 2007 Uni Abschluss IGP Master.

    Meine Einstufung ist VL IL/L2b1 ?!?!?!

    Ich habe 2 Uni-Abschlüsse und bin in der zweitschlechtesten Gehaltsstufe eingestuft, kann das möglich sein???


    Danke für eure Infos

  • #30

    Engel_bert (Dienstag, 12 Februar 2019 11:02)

    Hallo,

    bin Vertragslehrer (2. Bildungsweg) an einer NMS mit einem unbefristeten L1 l2a2 (Stufe 5) Vertrag in Vollzeit (21 Std.) tätig. Ich habe an der PH die Fächer BSP & Mathematik (Bachelor) gemacht und vorher ein Diplomstudium (Mag.) der Geographie. Möchte aufgrund der Familienverhältnisse auf Teilzeit (60 - 70 %) umsteigen.

    Sollte an einer BHS/AHS ca. 10 Std. Geographie angeboten werden - Wie würde ich dann dort einsteigen? Könnte ich dort auch BSP zusätzlich unterrichten?

    Danke für eure Infos

  • #31

    Josef Gary Fuchsbauer (Dienstag, 12 Februar 2019 11:55)

    Lieber Engelbert!
    Sowohl der Einsatz als Geographie- als auch als Sportlehrer an einer A/BHS sind nur mit einem Sondervertrag moeglich, da die Anstellungserfordernisse nicht erfuellt sind. Und daher nur dann, wenn die Bildungsdirektion trotz Ausschreibung fuer die GWK/BuS-Stunden niemanden findet, die/der die Anstellungserfordernisse (Uni-Lehramtsstudium GWK bzw. BuS) erfuellt.
    Da viele Uni-Lehramtsstudierende versuch(t)en im laufenden Schuljahr in den Dienst zu treten, weil sie nur so ins alte Dienstrecht kommen, koennte es sein, dass es ab naechstem Schuljahr wieder leichter ist, offene Stellen an AHS oder BMHS zu finden. Im Laufe der naechsten Jahre gehen ja viele Lehrer_innen in Pension ...

  • #32

    Verena (Dienstag, 12 Februar 2019 20:05)

    Guten Abend!

    Ich habe im vergangenen Schuljahr das Unterrichtspraktikum (Fächer GSKPB und RK; Universitätsabschluss als Mag.) an einer AHS gemacht und hatte zusätzlich an dieser Schule Stunden als Karenzvertretung. Im jetzigen Schuljahr habe ich bisher nur Stellen als Krankenstandvertretung an AHS bekommen. Ich bin als IIL l1 eingestuft und somit im alten Dienstrecht.

    Ich habe nun das Angebot bekommen an einer Volksschule als RK-Lehrerin bis zum Ende des Schuljahres zu arbeiten.
    1) Wenn ich das Angebot annehme wie werde ich dann eingestuft?
    2) Wenn ich im Herbst erneut an einer AHS/BMHS arbeite, bin ich wieder IIL L1 und im alten Dienstrecht? (Welche Auswirkungen hat der Wechsel vom Bundeslehrer zum Landeslehrer und anschließend (hoffentlich) erneut zum Bundeslehrer?)

    Vielen Dank im Voraus!

    Herzliche Grüße

  • #33

    Josef Gary Fuchsbauer (Mittwoch, 13 Februar 2019 06:41)

    Liebe Verena!
    1. Das absolvierte Lehramtsstudium ergibt die Erfuellung der Anstellungserfordernisse fuer den Unterricht in 2 Faechern an einer AHS oder BMHS, aber nicht fuer den Unterricht an Pflichtschulen, weil fuer diese ein Lehramtsstudium an einer PH erforderlich ist.
    Gemäß Artikel II, 2. Verwendungsgruppe L 2a 2, Zif.4., in https://www.jusline.at/gesetz/ldg_1984/paragraf/anlage1 gilt in Religion aber auch der Abschluss des Unistudiums als Erfuellung der Anstellungserfordernisse fuer den Religionsunterricht an Volksschulen und führt somit zur Einstufung L2a2.
    2. Wenn irgendwann spaeter erneut an einer AHS/BMHS unterrichtet wird, gibt es wieder einen IIL l1 Vertrag im alten Dienstrecht bis in Summe 5 Unterrichtsjahre erreicht sind, denn spaetestens dann ist ein IL l1 Dauervertrag zu geben. Bei den Auswirkungen des Wechsels von Bundeslehrer_in zu Landeslehrer_in und anschließend erneut zu Bundeslehrer_in kommt es darauf an, ob der Vertrag als VS-RL als kirchlich bestellte Religionslehrerin oder als Vertragslehrerin erfolgt. Im letztgenannten Fall zählt die Unterrichtszeit voll für die Vorrückung, weil es eine Anstellung im oeffentlichen Dienst ist. Die Zeit als kirchlich bestellte Religionslehrerin gilt als Berufserfahrungszeit außerhalb des oeffentlichen Dienstes und wird deshalb nur aliquot beruecksichtigt. ZB: 11 Stunden Religion an einer VS von Maerz bis Juni zaehlen als 2 Monate. Die Anrechnung der Berufserfahrungszeit erfolgt beim Wechsel von II L auf I L, weil es erst in I L Vorrueckungen alle 2 Jahre gibt.

  • #34

    Verena (Mittwoch, 13 Februar 2019 09:34)

    Vielen, vielen Dank für die ausführliche Antwort!

    Herzliche Grüße

  • #35

    Ferdinand (Mittwoch, 20 Februar 2019 15:48)

    Nachdem ich hier gelesen habe, dass das Besoldungsalter bei Wechsel von Bundeslehrer zu Landeslehrer neu berechnet wird, möchte ich erstens nachfragen, ob das auch noch in anderen Fällen oder gar auch prinzipiell möglich ist? Und ob zweitens nach einer eventuellen Neueinstufung (zB von 7 auf 10) die bisher erhaltenen Gehälter rückwirkend mit einer Einmalzahlung nachgebessert werden?

  • #36

    A.P. (Mittwoch, 20 Februar 2019 20:03)

    Ich bin VS-Lehrerin und in meinem 5 Dienstjahr in Karenz gegangen. Ich habe 1 Jahr gearbeitet bevor mein 2 Kind auf die Welt kam und werde mit 02.07 wieder an meine Stammschule zurück gehen.
    Momentan bin ich in der Besoldungsgruppe L2a2.
    zu meinen Fragen:
    Wann kann ich in ein unbefristetes Dienstverhältnis aufgenommen werden?
    Wenn ich übernommen werde, wie verhält sich das dann zu meiner Besoldung?
    Ich wäre momentan im 7 Dienstjahr, steige ich dann Gehaltstechnisch gleich höher ein oder fange ich auf der untersten Stufe an und steige erst alle 2 Jahre?

  • #37

    Josef Gary Fuchsbauer (Donnerstag, 21 Februar 2019 11:07)

    Zu #35: Lieber Ferdinand!
    Wenn im oeffentlichen Dienst (seit Maerz 2015) ein neues Dienstverhaeltnis begonnen wird, dann wird das bisherige Besoldungsdienstalter fuer die Einstufung in diesem neuen Dienstverhaeltnis ermittelt. Zu einer Nachzahlung in einem alten Dienstverhaeltnis kann es dadurch nicht kommen. Im alten Dienstrecht galten ja (falls es vor Maerz 2015 begann) die alten Regeln.
    Wechselt ein/e Bundeslehrer/in von einer Bildungsdirektion in eine andere (Bundeslaenderwechsel), so bleibt sie/er Bundeslehrer/in und es kommt zu keiner Neuberechnung. Wechselt hingegen ein/e Landeslehrer/in in eine anderes Bundesland, wird sie dann Landeslehrer/in einer anderen Bildungsdirektion und bekommt somit einen neuen Vertrag samt neuer Besoldungsdienstalterermittlung. Dasselbe gilt beim Wechsel vom Landes- in den Bundesdienst oder umgekehrt.
    LG Gary

  • #38

    Josef Gary Fuchsbauer (Donnerstag, 21 Februar 2019 11:56)

    Offenbar hat noch niemand #29 Hape (Wednesday, 23 January 2019 22:39) geantwortet:

    Hallo Hape!

    Offenbar andelt es sich beim abgeschlossenen Masterstudium nicht um ein Lehramtsstudium mit Lehrberechtigung in 2 Faechern an hoeheren Schulen, sondern es wurde formell die Lehrberechtigung fuer den Instrumentalunterricht an Musikschulen erworben.

    Leider ist das Kulturland Oesterreich in Bezug auf die Einstufung von Mag.art., die nicht ein Lehramtsstudium mit Lehrberechtigung in 2 Faechern an hoeheren Schulen abgeschlossen haben, bei den gesetzlichen Vorschriften den Kuenstler_innen gegenueber benachteiligend. Wir haben diesbezueglich (als Gewerkschaft) bisher auch auf dem Rechtsweg keine Aenderung erreicht. Oberster Gerichtshof sagt, es steht so im Gesetz und jede/r, die/der eine Anstellung annimmt, akzeptiert somit auch die Gesetzeslage.
    Ich kann mich erinnern, dass urspruenglich Fachhochschul-Abschluesse nicht zur Einstufung in akademische Gehaltsstufen im oeffentlichen Dienst gefuehrt haben und das dann geaendert wurde, wenn der FH-Abschluss zum Dissertieren berechtigte. Diese FH-Bestimmungen find ich allerdings im Moment weder im Internet noch in meinem Computer.
    Vermutlich kann man heute aber mit allen masterwertigen FH-Abschluessen wie auch an den KunstUnis dissertieren, drum steht da vielleicht deshalb nichts mehr in im Internet findbaren Gesetzesstellen.

    Ich hab jetzt die aktuellen Einstufungsbestimmungen fuer L1 und L2a2 und L2b1 herausgesucht:

    https://www.jusline.at/gesetz/bdg/paragraf/anlage1-23
    Leider fehlt da die Ueberschrift: "23. VERWENDUNGSGRUPPE L 1
    (soweit sie nicht von Z 21a erfasst ist)
    Ernennungserfordernisse:"
    Nach 23.1, Abs. 1-5, führen alle Lehramtsstudienabschluesse (2 Faecher) bei Unterricht an AHS/BMHS zu L1.
    Und auch andere einschlaegige Uniabschluesse und nachfolgender (meist 4-jaehriger) Praxis bei AHS/BMHS-Unterricht in wirtschaftlichen oder fachtheoretischen Gegenstaenden oder Religion, bzw. Mathematik, Physik, Chemie, Informatik oder Wirtschaft an technischen und gewerblichen Lehranstalten.

    In https://www.jusline.at/gesetz/bdg/paragraf/anlage1-24
    fehlt ebenfalls die Ueberschrift: "VERWENDUNGSGRUPPE L 2a 2
    Ernennungserfordernisse:"
    Es fuehren Nichtlehramstabschluesse auf Masterniveau im Bereich Musik und BE/TW bei Unterricht an AHS/BMHS zu L2a2, wenn jemand Matura hat.

    In https://www.jusline.at/gesetz/bdg/paragraf/anlage1-26
    fehlt ebenfalls die Ueberschrift: "VERWENDUNGSGRUPPE L 2b 1
    Ernennungserfordernisse:"
    Es fuehren Nichtlehramstabschluesse auf Masterniveau im Bereich Musik und BE/TW bei Unterricht an AHS/BMHS zu L2b1, wenn jemand keine Matura hat.
    Da ist also nicht vom Mag.art. die Rede, sondern es geht einfach darum, dass die kuenstlerischen Faecher nur bei entsprechenden Lehramtsstudien zu L1 fuehren und nur mit Matura zu L2, waehrend in gewissen anderen Gegenstaenden auch Nichtlehramtsstudien zu L1 fuehren und bei anderen Studien nicht gefragt wird, ob man mit Studienberechtigungspruefung oder Matura zum Studium zugelassen wurde.

    Es beginnt uebrigens grad wieder mit Gewerkschaftsunterstuetzung ein Prozess, aber der wird womoeglich bis zum EUGH gehen muessen, um was zu erreichen. Leider hab ich da keine bessere Nachricht.

  • #39

    Josef Gary Fuchsbauer (Donnerstag, 21 Februar 2019 12:41)

    zu #36: Liebe Kollegin!

    Die Bestimmung https://www.jusline.at/gesetz/vbg/paragraf/90m lautet, dass ab dem 6. Dienstjahr ein Dauervertrag (I L) auszustellen ist, wobei bis zu 2 Jahre Elternkarenz/BH/ZD innerhalb dies Dienstverhaeltnisses zu den 5 Jahren Maximaldauer II L dazuzaehlen. Siehe: https://www.jusline.at/gesetz/vbg/paragraf/90k und https://www.jusline.at/gesetz/vbg/paragraf/90l

    Auch innerhalb der ersten 5 Jahre ist ein Dauerervertrag moeglich, denn II L darf es nur unter gewissen Umstaenden geben - seihe https://www.jusline.at/gesetz/vbg/paragraf/90h

    Ab einem Dauervertrag erfolgt die Ermittlung des Besoldungsdienstalters. Dazu zaehlen alle Beschaeftigungsverhaeltnisse im oeffentlichen Dienst voll (auch bei Teilzeit) und berufsnuetzliche Taetigkeiten außerhalb des oeff. Dienstes nach Abschluss des Studiums aliquot (zB 1 Jahr Halbbeschaeftigung wird als 6 Monate gewertet), wobei die Berufsnuetzlichkeit vom Inhalt und der Zeit her von Verordnungen sehr eng ausgelegt wird. (Bei Maennern sind fuer den Wehrdienst 6 und fuer den Zivildienst 9 Monate anrechenbar, auch wenn tatsaechlich laenger gedient wurde.)
    Sind zB in Summe 6 Jahre Besoldungsdienstalter erreicht, erfolgt ab dem naechsten Monatsersten die Einstufung in Gehaltsstufe 4.
    LG Gary

  • #40

    Gab Rielle (Donnerstag, 28 Februar 2019 13:59)

    Wie kann ich mir sicher sein, dass ich richtig eingestuft wurde? Ich bin Vertragslehrerin L2a2 Stufe 7!

    LG Gabi

  • #41

    Anna (Freitag, 01 März 2019 07:19)

    Ad #39

    "... dass ab dem 6. Dienstjahr ein Dauervertrag (I L) auszustellen ist, wobei bis zu 2 Jahre Elternkarenz/BH/ZD innerhalb dies Dienstverhaeltnisses zu den 5 Jahren Maximaldauer II L dazuzaehlen."

    Ich habe momentan einen befristeten Vertrag (IIL/L1) und 2 Kinder. Diese hab ich aber vor meiner Anstellung als Lehrerin bekommen. Zählen die (2 Jahre) Karenzzeiten trotzdem zu diesem Zeitraum?

    Vielen Dank für die Auskunft!

  • #42

    Josef Gary Fuchsbauer (Freitag, 01 März 2019 11:22)

    Zu Gab Rielle #40: Da muess ma wohl persoenlich kommunizieren: fuchsbauer@oeli-ug.at

  • #43

    Josef Gary Fuchsbauer (Freitag, 01 März 2019 11:25)

    Zu Anna #41: Nein, Karenzzeiten vor dem Dienstverhaeltnis zaehlen nicht zu den 5 II-L-Jahren (und spaeter auch nicht bei der Vorrueckung). Sie wirken sich nur spaeter auf die Pensionsberechnung aus.

  • #44

    Daniela Steinbauer (Dienstag, 05 März 2019 21:31)

    Ich bitte um Auskunft: Ich bin derzeit an einer höheren Schule im fachpraktischen Unterricht tätig, also l2a2 Stufe 9. Ich habe im Juni mein Bachelorstudium in Religionspädagogik für die APS abgeschlossen. Ist das eigentlich dasselbe Entlohnungsschema? Danke für die Auskunft.

  • #45

    Josef Gary Fuchsbauer (Mittwoch, 06 März 2019 07:35)

    Ja, Lehrer_innen an APS mit dem entsprechenden Lehramtsstudium sind im alten Dienstrecht in l2a2 eingestuft. Allerdings wird bei Anstellung als Landeslehrerin an einer Volksschule, Mittelschule, Berufsschule ein neues Dienstverhaeltnis abgeschlossen, sodass auch die Vordienstzeiten (das Bedoldungsdienstalter) neu nach den seit Februar 2015 geltenden Bestimmungen ermittelt wird. Dazu wird wohl nur die bisherige Bundesdienstzeit herangezogen, sodass sich eine niedrigere Stufe als 9 ergeben kann.

  • #46

    Kurfuerstin (Montag, 25 März 2019 19:37)

    Hallo Gary,
    Bin im 6. aktiven Lehrerinnenjahr an einer Landwirtschaftlichen Lehranstalt (Schwerpunkt Hauswirtschaft) tätig. Als Dipl.Ing. (Boku/Landschaftsplanung) und abgeschlossenem BEd. (Agar- und Umweltpädagogik) als: 2a2 eingestuft mit der Begründung - es gibt keine Dienststelle in der Fachrichtung Hauswirtschaft. Kollegen mit gleicher Ausbildung, an derselben Schule, die in Fachrichtung Landwirtschaft arbeiten, bekommen jedoch l1. Wie ist das heutzutage noch zu erklären, dass hier so differenziert und vor allem argumentiert wird. Soll schulische Ausbildung nicht gleichwertig bewertet/bezahlt werden in Österreich? Dazu ist auch zu sagen, dass die Abschlüsse beider Fachrichtungen nämlich "Erwerb des Facharbeiters" gleichwertig sind. Ich orte hier ein Gleichbehandlungsproblem.
    Punkt 2: Zudem wird gerade mein Besoldungsdienstalter errechnet (wegen Überstellung in 1l).
    Kann ich das bei Dir parallel errechnen lassen. Würde gerne einen Anhaltspunkt haben. DANKE und lg Kurfürstin

  • #47

    Martin (Dienstag, 26 März 2019 16:13)

    Ich bin im 5. Dienstjahr und bekomme ab Herbst einen I L Vertrag. In der LFVT habe ich für nächstes Jahr 16 WE Deutsch und 5 WE Informatik. Ich habe aber Lehramt Deutsch und Geschichte studiert. Mangels Geschichtestunden muss ich nächstes Jahr Informatik unterrichten, was für mich kein Problem ist. Erhalte ich trotzdem einen unbefristeten IL Vertrag über eine volle Lehrverpflichtung oder nur einen Teilvertrag für die Stunden in denen ich geprüft bin? MFG, Martin

  • #48

    Gary (Samstag, 30 März 2019 10:21)

    zu Mo., 25.3., 19:37: Du kannst mir gerne an fuchsbauer@oeli-ug.at wegen des Besoldungsdienstalters schreiben.
    Zur Frage der Einreihung in l2a2 / l1: Ich kenne ein Kollegin mit einem masterwertigen Abschluss in l1, die dann eine weitere bachelorwertige Ausbildung gemacht hat und dann in diesem Bereich unterrichtet hat. Sie wurde auf l2a2 umgestellt, weil sie dann in einem l2-Bereich unterrichtet hat. Aehnlich wird es auch bei dir sein: Einsatz in einem Bereich, der nur eine l2a2-wertige Ausbildung verlangt, daher entsprechende Bezahlung. Um also l1 bezahlt zu bekommen, muss sowohl die Ausbildung, als auch die Arbeitstaetigkeit entsprechend sein. Wenn der Unterricht sowohl in l1-, als auch in l2-Bereichen erfolgt, wird ueblicherweise das hoehere Ausmaß fuer die Einreihung entscheidend sein.

  • #49

    Josef Gary Fuchsbauer (Samstag, 30 März 2019 10:25)

    zu Di., 26.3., 10:21: Bei der Frage befristeten oder Dauer-Vertrag sind die konkret unterrichtenden Stunden nicht so wichtig. Es darf nur 5 Jahre einen befristeten Vertrag geben, daher ist der Vertrag ab dem 6. Jahr ein Dauervertrag und zwar fuer das gesamte Stundenausmaß. Siehe Abs. 1b in https://www.jusline.at/gesetz/vbg/paragraf/90m

  • #50

    Ulrike Raudner (Montag, 01 April 2019 20:17)

    Hallo! Kann man aus der Gehaltsstufe - bei mir 11, L2A2- auf die angerechneten Dienstjahre schließen?
    Vielen Dank im Voraus!
    Ulrike Raudner

  • #51

    Josef Gary Fuchsbauer (Dienstag, 02 April 2019 06:19)

    Wenn der Dauervertrag vor Februar 2015 gegeben wurde, stimmt das reale Besoldungsdienstalter nicht genau mit dem ueberein, was am Lohnzettel steht, weil es in diesem Monat eine Reform der Anrechnungsbestimmungen gab. Sollte aber erst nach diesem Zeitpunkt die Anrechnung passiert (und von einem befristeten II L auf einen unbefristeten I L umgestellt worden) sein, dann laesst sich diese auf dem Lohnzettel ablesen:
    Auf dem Lohnzettel vom Maerz 2019 steht im Kasten rechts oben zum Beispiel:
    Besold.dienstalter: 20.01.16
    Einst. L2a2
    Gehaltsstufe: 11
    nächste Vorr: 1. Februar 2021
    Dabei bedeutet "20.01.16" 20 Jahre, 01 Monate, 16 Tage sind Mitte Maerz 2019 als Besoldungsdienstalter vorhanden, wurden also entweder im oeffentlichen Dienst gearbeitet oder als berufsnuetzliche Vordienstzeit aus der Privatwirtschaft angerechnet. Die Vorrueckung in die naechste Gehaltsstufe geschieht immer dann, wenn eine gerade Jahreszahl erreicht wird, also zB bei 2 in Stufe 2, bei 4 in Stufe 3, ... bei 20 in Stufe 11, bei 22 in Stufe 12.

  • #52

    Martina (Freitag, 05 April 2019 15:23)

    Ich unterrichte derzeit an einer AHS im Sondervertrag (IIL - l2b1) und schließe demnächst mein LA-Studium ab. Wie werde ich dann eingestuft, wenn ich das Studium abgeschlossen aber kein UP habe?
    Vielen Dank im Voraus!
    LG Martina

  • #53

    Karoline (Freitag, 05 April 2019 17:17)

    Ich arbeite derzeit an einer VS mit Sondervertrag (IIL - l2a2) und habe mein Diplomstudium im März 2019 abgeschlossen. Wie werde ich eingestuft, wenn ich im Herbst an einer AHS/BHS zu arbeiten beginne?

    Danke für jegliche Rückmeldungen!

    LG, Karoline

  • #54

    Miriam (Freitag, 05 April 2019 17:39)

    Hallo, ich habe die Sportlehrerausbildung auf der Schmelz absolviert und habe mich für die APS beworben Fach SPORT.
    Welchen Sondervertrag erhalte ich bei einer Anstellung?

    Liebe Grüße

  • #55

    Josef Gary Fuchsbauer (Samstag, 06 April 2019 11:18)

    zu #52 Martina (Freitag, 05 April 2019 15:23)

    Einstufung, wenn das Studium abgeschlossen ist, aber kein UP: Das Fehlen des UP bewirkt nur, dass kein Dauervertrag gegeben wird, also ein II L Vertrag bleibt. Aber die Einstufung erfolgt nach Abschluss der Ma(gi)ster-Lehramtsausbildung in L1. Da ab 1.9.2019 das UP-Gesetz nicht mehr gilt, wurde die UP-Ersatzbestimmung ins Dauerrecht uebernommen: Unterricht im Ausmaß von 2 Jahreslehrverpflichtungen an irgendeiner Schule in Oe ersetzt das UP (auch die bisherige Unterrichtszeit zaehlt dazu). Sobald also zB 4 Jahre Halbbeschaeftigung erreicht sind, gelten die Anstellungserfordernisse als erfuellt und kein ein I L Dauervertrag gegeben werden (wenn die entsprechenden Dauerstunden da sind oder schon 5 Befristungsjahre erreicht sind).

  • #56

    Gary (Samstag, 06 April 2019 11:20)

    zu #53 Karoline (Freitag, 05 April 2019 17:17)

    Siehe obige Antwort zu #52

  • #57

    Gary (Samstag, 06 April 2019 11:37)

    zu #54 Miriam (Freitag, 05 April 2019 17:39):
    Wenn es sich bei der Anstellung ab 1.9.2019 um den ersten Vertrag als Landes- oder Bundeslehrerin in Oesterreich handelt, dann gilt das neue Dienstrecht und da wiederum https://www.jusline.at/gesetz/vbg/paragraf/38 (Bundeslehrer*innen, AHS, BMHS) und https://www.jusline.at/gesetz/lvg/paragraf/3 (Landeslehrer*innen, VS, MS, Poly, BS), jeweils Absatz 11: "Solange geeignete Personen, die die für ihre Verwendung vorgeschriebenen Zuordnungsvoraussetzungen erfüllen, trotz Ausschreibung der Planstelle nicht gefunden werden, dürfen auch Personen aufgenommen werden, die den Nachweis der Zuordnungsvoraussetzungen nicht zur Gänze erbringen, wenn zu erwarten ist, dass sie die Zuordnungsvoraussetzungen erfüllen werden." In diesem Fall waere die Einstufung pd (siehe oben die Tabelle in Antwort #18, wobei die Stufe 1 ohne Bachelor 8,5 Jahre dauert). Ist aber nicht geplant oder meint der Dienstgeber, dass nicht "zu erwarten ist, dass Sie die Zuordnungsvoraussetzungen erfüllen werden", dann gilt der erst ab 1.9.2019 gueltige Absatz 11a: "Solange trotz Ausschreibung der Planstelle geeignete Personen, die die für ihre Verwendung vorgeschriebenen Zuordnungsvoraussetzungen erfüllen oder gemäß Abs. 11 aufgenommen werden dürfen, nicht gefunden werden, dürfen Personen mittels Sondervertrag gemäß § 36 aufgenommen werden, wobei das sondervertraglich festgelegte Monatsentgelt das bei einer Einstufung in die Entlohnungsgruppe pd vorgesehene Entgelt um bis zu 30% unterschreiten kann.“ Wir warten nun darauf, dass eine Verordnung des Bildungsminsteriums herauskommt, fuer welche Personengruppen welcher Abzug vom pd-Schema gilt. Im schlimmsten Fall waere das Gehalt daher um 30 Prozent niedriger als bei voll geprueften Lehrer*innen.

  • #58

    Martin (Samstag, 06 April 2019 11:49)

    Hallo Josef, ich arbeite derzeit in der Privatwirtschaft (Maschinenbau) und bin derzeit in meinen 20. Dienstjahr (inklusive Lehrzeit) und überlege als Berufsschullehrer tätig zu werden, jedoch sind mir die Randbedingungen bzw. Details nicht ganz klar. Ich selbst habe die zwei jährige Werksmeisterschule im Maschinenbau abgeschlossen, danach besuchte ich die HTL-Maschinenbau (Abendschule), Studium in Ausmaß von 240 ECTS-Punkte zum Dipl. Wirtschaftsing. (FH), derzeit Masterstudium in Ausmaß von 120 ECTS-Punkte (Industrial Management) - Abschluss wenn alles so funktioniert wie geplant im Frühjahr 2020 mit M.Sc. Soviel grob zu meinen beruflichen Werdegang. Nun zu meinen zwei Fragen:
    Die erste wäre bezüglich des Gehaltes, ich würde somit in den Pädagogischen Dienst (Lehrerrecht Neu) einsteigen so viel ich verstanden habe, wobei die max. Anrechnung von Vordienstzeiten 12 Jahre bedeuten würde!? Trifft dies bei mir zu? Ab wann wird diese Anrechnung durchgeführt?
    Die zweite Frage würde meine Ausbildung betreffen: Wie wäre der Ablauf? Dauer? Einstufung Gehalt während der Ausbildung? Ehrlich gesagt möchte ich nicht nach der langen und parallelen Ausbildung zu meiner Vollbeschäftigung nochmals einen Bachelor mit 8. und einen Master mit 4. Semester machen müssen! Ich weiß Josef das waren jetzt doch mehr als zwei Fragen aber vielleicht kannst du meine Knoten im Kopf lösen, vielen Dank im Voraus für deine Bemühungen!
    Liebe Grüße
    Martin

  • #59

    Josef Gary Fuchsbauer (Samstag, 06 April 2019 16:41)

    Ein Vorteil des neuen Dienstrechts besteht darin, dass es gleich am Beginn die Vordienstzeitenanrechnung gibt, auch wenn es zunaechst nur befristete Vertraege gibt. Allerdings wird es dabei sehr darauf ankommen, in welchem Fachbereich in der Schule gearbeitet wird, weil sich danach die Anrechnung richtet: Anrechenbar sind Zeiten (max. 12 J.), die eine Qualitaetssteigerung des Unterrichts erwarten lassen, also Berufstaetigkeit in einem Bereich, der auch unterrichtet wird. Nachdem bereits eine Ausbildung auf Masterniveau vorhanden ist / beim Einstieg vorhanden sein wird, wird wohl nur eine paedagogischen Masterausbildung im Ausmaß von 60 ECTS verlangt werden, die von der Paed.Hochschule so angeboten werden wird, dass es leicht nebenberuflich moeglich sein wird.

  • #60

    Sara (Mittwoch, 10 April 2019 20:50)

    Ich absolviere zurzeit das Unterrichtspraktikum mit den Fächern Englisch und Biologie und habe für das nächste Schuljahr eine volle Lehrverpflichtung im Fach Naturwissenschaften (BHS) in Aussicht. Es wurde mir mitgeteilt, dass ich eine Stunde in der Woche für das Kustodiat zuständig sein werden muss. Da ich ins neue Dienstrecht falle, nun meine Frage: Wie viel ist mein Einstiegsgehalt und was für Zulagen bekomme ich mit dem Fach Naturwissenschaften? Falle ich auch in eine gewisse Stufen (I L1) oder gibt es dies gar nicht mehr im neuen Dienstrecht?

    Vielen Dank!

  • #61

    Gary (Mittwoch, 17 April 2019 22:29)

    Zu Sara #60:
    Bei einer vollen Lehrverpflichtung sind im neuen Dienstrecht 2 Aufgaben wie zB das Kustodiat zu uebernehmen (das zweite koennte ein Klassenvorstand sein). Das Gehaltsschema im neuen Dienstrecht:
    Stufe Euro Dauer
    1 2.719,9 3,5 Jahre bei Einstieg als Ma(gi)ster
    2 3.095,9 5 Jahre
    3 3.473,0 5 Jahre
    4 3.850,1 6 Jahre
    5 4.227,4 6 Jahre
    6 4.604,6 6 Jahre
    7 4.837,7 bis Pension
    Ob es und welche Zulage es gibt, haengt von der Einstufung des Gegenstands im alten Dienstrecht ab:
    Faecher der Lehrverpflichtungsgruppe 1 und 2 (zB NWG2 an einer HTL, oder Englisch, Deutsch, Mathe in allen Schultypen) bringen 34,5 Euro pro Monat pro Wochenstunde zusaetzlich (12mal/Jahr an BMHS oder AHS-Oberstufen),
    Faecher der Lehrverpflichtungsgruppe 3 (zB Naturwissenschaften, Physik, Boilologie etc an den meisten Schulen) bringen 14 Euro pro Monat pro Wochenstunde zusaetzlich (12mal/Jahr an BMHS oder AHS-Oberstufen).
    An AHS-Unterstufen und NMS bringen nur die "Schularbeitsfaecher" (Gruppe 1 und 2) eine Zulage: 26,9 Euro pro Monat.
    Die Unterrichtspflicht ist ja im neuen Dienstrecht normalerweilse 22 Stunden, aber die Faecher der Lehrverpflichtungsgruppe 1 und 2 an BMHS oder AHS-Oberstufen sind mit 1,1 bewertet, haben also praltisch eine Unterrichtspflicht von 20 Stunden.
    Beispiel: 10 Stunden NWG2 und 11 Stunden Biologie (Gruppe 3) ergeben an einer BMHS eine volle Lehrverpflichtung und bringen 10x34,5 + 11x14 = 499 Euro Zulage. Die Zulage ist in allen Gehaltsstufen gleich hoch. In der Stufe 1 ergaebe sich so ein Bruttogehalt von 3218,90.
    LG Gary - fuchsbauer@oeli-ug.at

  • #62

    Patrick (Mittwoch, 24 April 2019 13:27)

    Hallo Gary,
    ich habe eine Frage zur Fächervergütung im neuen Dienstrecht. Bekommt ein Schulleiter zusätzlich zur Leiterzulage eine Fächervergütung? Es heißt ja, dass ihm - bei entsprechender Schulgröße - die Lehrverpflichtung erlassen wird. Ansonsten kann es ja passieren, dass ein Lehrer mit MDL mehr als ein Leiter verdient, oder?
    Danke für deine Antwort. LG

  • #63

    Gary (Mittwoch, 24 April 2019 21:00)

    Du meinst, wenn ein Schulleiter, der eine volle Freistellung hat, nicht unterrichtet, ob er trotzdem eine Faecherzulage bekommt? Nein, bekommt er nicht. Aber die Schulleitungszulage sind im neuen Dienstrecht nicht so schlecht.
    Und dass einzelne Lehrer*innen mehr als der Leiter verdienen, kann es auch im alten Dienstrecht geben.
    Allerdings wird ja wohl auch in kuenftigen Sicherstellungserlaessen stehen, dass die Ueberstunden innerhalb der Faechergruppen gleichverteilt sein sollen und die Leiter*innen nicht mehr Ueberstunden als die Fachkolleg*innen haben sollen. So koennte ja ein Schulleiter mit Faechern, in denen andere Ueberstunden haben, auch unterrichten - wenn er das will. NB: Ein Argument, warum es im neuen Dienstrecht das Zeitkonto nicht gibt, war allerdings, dass es im neuen Dienstrecht eh keine Ueberstunden mehr geben wird. ... :-)

  • #64

    Katharina (Sonntag, 28 April 2019 11:27)

    Hallo, ich arbeite 21 Unterrichtsstunden in einer NMS und habe einen Sondervertrag. Meine Gehaltsstufe ist Entlohnungsschema II L, Entlohnungsgruppe I2a1. Ich habe das neuen Dienstrecht. Angenommen mein Vertrag würde verlängert werden, ist dieser dann auch befristet und falls ja, für wie lange und ab wann kommt es zur ersten Gehaltsvorrrückung?
    Vielen Dank für Ihre Hilfe!

  • #65

    Josef Gary Fuchsbauer (Sonntag, 28 April 2019 12:00)

    Liebe Katharina! Da muss ein Fehler vorliegen: II L / l2a1 ist im alten Dienstrecht. Im neuen gibt es nur das Schema pd. Ist mit dem Satz "Ich habe das neuen Dienstrecht" gemeint, dass die neue Lehrer*innenausbildung absolviert wurde oder noch wird? Besteht der Sondervertrag, weil das Studium noch nicht abgeschlossen wurde?
    Jedenfalls: Im alten Dienstrechts-Schema II L (befristete Vertraege) gibt es keine Gehaltsvorrueckungen. Diese gibt es erst ab einem I L Vertrag (normalerweise Dauervertrag, außer bei "Artikel X" [sprich: 10], wenn die erdorderliche Ausbildung nicht abgeschlossen ist). Im I L Vertrag gibt es alle 2 Jahre eine Vorrueckung, wobei die II L Zeiten angerechnet, aber ein Vorbildungsausgleich davon abgezogen wird.
    Im neuen Dienstrechtsschema pd gibt es auch in befristeten Vertragen Vorrueckungen, allerdings dauert die Stufe 1 je nach Ausbildung beim Eintritt 3,5 Jahre als Ma(gi)ser o.Ae., 4,5 Jahre als 240-ECTS-Bachelor, 5,5 Jahre als 180-ECTS-Bachelor, sonst 8,5 Jahre. Danach dauern die Stufen 2 und 3 je 5 und die Stufen 4-6 je 6 Jahre. Danach folgt die hoechste Stufe 7.

  • #66

    tjm (Dienstag, 07 Mai 2019 18:04)

    Lieber Gary,
    ich werde im September 2019 vertraglich auf l1 umgestellt. Mein l1-Vertrag beinhaltet dann die Anzahl an WE, die ich im September habe, oder?
    Gilt das auch für Abendgymnasien? Habe gehört, dort wird die Anzahl der WE im WiSe und SoSe zusammengezählt und dann halbiert um das Ausmaß der l1-Stunden festzustellen. Stimmt das?
    Stimmt es auch, dass wenn man nicht 20WE hat, man nicht so leicht auf 2oWE l1 kommt?
    Liebe Grüße und vielen Dank!

  • #67

    Gary (Dienstag, 07 Mai 2019 23:16)

    Umstellung auf l1 gibt's, wenn du vorher zB l2b1 hattest und dann dein Studium abgeschlossen hast und nun im akademischen Gehaltsschem l1 bist.
    Das Ausmaß der WE im Vertrag ist - egal, ob Abendschule oder nicht - das durchschnittliche Ausmaß des aktuellen Schuljahres, weil wir in AHS/BMHS seit vielen Jahren eine Jahresdurchrechnung haben (bei Abschlussklassen und allen anderen nicht Ganzjahresklassen wird aufs ganze Jahr anteilsmäßig umgerechnet).
    Falls es sich bei "l1" um eine Verwechslung oder einen Tippfehler handelt und du von II L (befristeter Vertrag) auf I L (Dauervertrag) umgestellt worden bist, gilt fuer das Ausmaß der WE im Vertrag natuerlich dasselbe.
    Falls du teilbeschaeftigt bist (also weniger als 20 WE) und vollbeschaeftigt werden willst, so ist das insofern nicht soo schwer, weil ja - wie heuer auch im Sicherstellungserlass erwaehnt wird - das BLVG (Lehrverpflichtungsgesetz) die Vollbeschaeftigung von Lehrer*innen als das Anzustrebende angibt und daher die Vertragsauffuellung von Lehrer*innen vor der Ausschreibung und Neuanstellung und natuerlich auch vor den Ueberstunden anderer kommt. Darauf sollte auch die Personalvertretung schauen, weil diese ja als eine ihrer Hauptaufgaben das Achten auf die Einhaltung der zugunsten der Bediensteten gueltigen Gesetze, Verordnungen, Erlaesse, usw. hat (PVG § 2)

  • #68

    tjm (Mittwoch, 08 Mai 2019 11:23)

    Vielen Dank für die schnelle und fundierte Antwort sowie auch die Information über den Sicherstellungserlass.
    Bei mir geht es um die Umstellung II L auf I L.
    Der Jahresdurchrechnungszeitraum ist das Schuljahr, in dem man umgestellt wird, oder? Also bei mir wäre es das kommende Schuljahr 2019/20.

  • #69

    Gary (Mittwoch, 08 Mai 2019 12:21)

    ja

  • #70

    Irene (Sonntag, 12 Mai 2019 19:17)

    Lieber Gary,
    ich werde im September mit einem Sondervertrag in der VS (SPF-Stunden,Aufgabenstunden,DAZ...) unterrichten. Ich habe vor 27 Jahren die LAP für den hauswirtschaftlichen Fachunterricht abgeschlossen. Danach habe ich 1 Jahr mit Sondervertrag an der VS unterrichtet, danach 5 Jahre in der HBLA in meinem Fach. Danach war ich 7 Jahre in Karenz. Dann habe ich 10 Jahre als Büroangestellte gearbeitet. Nach meiner zusätzlichen Ausbildung zur Dipl. Sozialpädagogin habe ich 1,5 Jahre in der Lernbetreuung für VS-u.NMS-Kinder gearbeitet. Wie werde ich eingestuft und wieviel VDZ werden angerechnet?
    Liebe Grüße und vielen dank!!!

  • #71

    Josef Gary Fuchsbauer (Montag, 13 Mai 2019 08:59)

    Liebe Irene!
    Das ist eine in mehrfacher Hinsicht interessante Situation. Einerseits ganz aktuell durch das neue EUGH-Urteil vom letzten Mittwoch, das die seit Februar 2015 in Oesterreich gueltige Vordienstzeitenanrechnungsregelung, als EU-rechtswidrig erklaert hat. Wie lange es bis zu einer Neuregelung durch den Gesetzgeber dauern wird und wie diese aussehen wird, kann ich nicht sagen. Ich werde daher nun nach aktueller Gesetzeslage antworten (die neue kann nur besser werden).
    Andererseits hab ich leider in letzter Zeit erleben muessen, dass sich die Bildungsdirektionen nicht wirklich an die Gesetze halten, wenn es um die Frage befristete und Dauervertraege geht. Gemäß https://www.jusline.at/gesetz/vbg/paragraf/90k muesste ein Dauervertrag ausgestellt werden, weil bereits mehr als 5 Jahre mit Vertraegen beim Landesschulrat (der nun Bildungsdirektion heißt) gearbeitet wurde. Sollte aber trotzdem ein befristeter Vertrag gegeben werden, erfolgt keine Vordienstzeitenanrechnung, weil im alten Dienstrecht (das fuer alle gilt, die schon vor 2015 einen Lehrer*innenvertrag hatten) in einem solchen II L Vertrag eine altersunabhaengige Bezahlung gilt. Ob die Einstufung aufgrund der LAP und/oder als Dipl.Sozialpaedagogin in l2a2 erfolgt oder aufgrund der fehlenden VS-Lehramtsausbildung in l2b1, haengt vom Dienstgeber ab. Wie war die Einstufung damals in der VS?
    Falls es einen Dauervertrag gibt, sind folgende Vordienstzeiten sicher anzurechnen: 6 Jahre fuer Unterrichtszeit an VS und HBLA. Die 1,5 Jahre in der Lernbetreuung aber eher nicht, weil das wahrscheinlich an einer privaten Institution war und vermutlich wie Nachhilfe und daher nicht als dem Schulunterricht vergleichbar eingestuft wird.
    Bezahlungsmäßig wuerde eine Vollbeschaeftigung in l2a2 ca 2440 Euro Monatsbrutto bringen, in l2b1 1930 (dazwischen gaebe es nun l2a1 mit ca 2180). Bei einem Dauervertrag in Stufe 4 (wegen der 6 Unterrichtsjahre) wuerde eine Vollbeschaeftigung in l2a2 ca 2.580 Euro Monatsbrutto bringen, in l2b1 2.090 (in l2a1 ca 2410).
    Ich wuerde bei der Bildungsdirektion nachfragen und verlangen, dass als ausgebildete Lehrerin in l2a2 bezahlt wird.
    LG Gary

  • #72

    Sarah (Mittwoch, 29 Mai 2019 21:50)

    Hallo! Ich verstehe die Tabelle leider nicht so ganz...wie kann ich mir ausrechnen, wie viel ich im alten Dienstrecht bei befristetem Vertrag,also IIL, und 11 Wochenstunden verdiene?
    Hätte es versucht, die Ergebniss können aber nicht stimmen...
    Vielen Dank im Voraus!

  • #73

    Josef Gary Fuchsbauer (Donnerstag, 30 Mai 2019 14:08)

    Liebe Sarah!
    Die dort angegebenen Zahlen werden pro Jahreswochenstunde bezahlt, aufgeteilt auf 12 Monatsgehaelter (die aber dann gewissermaßen 14mal bezahlt werden, weil im Sept/Nov/Maerz/Juni 50% Sonderzahlung dazukommt).
    Beispiele bei jeweils 11 ganzjaehrig gehaltenen Wochenstunden (in Maturakl. und anderen nicht ganzjaehrigen Klassen muessen die 11 Stunden wegen der Verkuerzung um einen Faktor reduziert werden):
    II L l1 Lehrerin mit den Faechern der Lehrverpflichtungsgruppe I. In der Tabelle steht 1923,60.
    1923,6 mal 11 Stunden dividiert durch 12 Monate = 1763,30 Euro Monatsgehalt.
    II L l1 Lehrerin mit den Faechern der Lehrverpflichtungsgruppe III. In der Tabelle steht 1730,40.
    1730,4 mal 11 Stunden dividiert durch 12 Monate = 1586,20 Euro Monatsgehalt.
    II L l2a2 Lehrerin an einer VS oder NMS. In der Tabelle steht 1273,20.
    1273,2 mal 11 Stunden dividiert durch 12 Monate = 1167,10 Euro Monatsgehalt, wobei hier von einer 23-stuendigen Lehrverpflichtung ausgegangen wird. Sollte die volle Lehrverpflichtung aber zB nur 21 Stunden betragen, so ist der erhaltene Betrag mit 23/21 zu multiplizieren, sodass sich 1278,25 Euro ergeben.

  • #74

    Linda (Donnerstag, 06 Juni 2019 20:50)

    Hallo!

    Ich habe das neue pd Schema und bin in der 1. Gehaltsstufe. Ich wollte fragen, wie viel verdiene ich, wenn ich nur 10h (Teilzeit) arbeite?

    Lg, Linda

  • #75

    Gary (Donnerstag, 06 Juni 2019 23:46)

    Die Bezahlung nach dem pd-Schema erfolgt so, dass fuer eine volle Lehrverpflichtung 22 Wochenstunden Unterricht (und die Uebernahme von 2 nichtunterrichtlichen Aufgaben) erforderlich sind, wobei aber Unterricht der Lehrverpflichtungsgruppen I und II in BMHS/Oberstufe-AHS mit 1,1 multipliziert wird. Insofern koennten die 10 Stunden (und die Uebernahme von 1 nichtunterrichtlichen Aufgabe, wird von Schulleitung im Einvernehmen mit der Personalvertretung zugeteilt) genau eine halbe Lehrverpflichtung sein und daher die Haelfte der nachfolgenden Tabellenwerte einbringen.
    Stufe Euro Dauer
    1 2.719,9 3,5 Jahre bei Einstieg als Master, 4,5 J. bei 240 ECTS-Bachelor usw.
    2 3.095,9 5 Jahre
    3 3.473,0 5 Jahre
    4 3.850,1 6 Jahre
    5 4.227,4 6 Jahre
    6 4.604,6 6 Jahre
    7 4.837,7 bis Pension
    Zu diesen (14mal ausbezahlten) Monatsgehaeltern kommen noch 12mal die Faecherzulagen:
    In AHS-Oberstufe/BMHS fuer Stunden der ersten beiden Lehrverpflichtungsgruppen je 34,50 (also bei 10: 345 Euro), fuer Stunden der dritten Lehrverpflichtungsgruppe 14 Euro, fuer die schlechteren Gruppen keine Zulagen.
    In der NMS/Poly/AHS-Unterstufe im Wesentlichen nur Zulage f. Schularbeitsfaecher in Hoehe von 26,90 €

    LG Gary
    Josef Gary Fuchsbauer, OeLI-UG, 0680 2124358

  • #76

    Petra (Montag, 10 Juni 2019 06:39)

    Hallo,
    ich habe das Angebot an einer Privatschule mit Öffentlichkeitsrecht ab September 2019 arbeiten zu können.
    Ich habe in Deutschland (damalige DDR) ein Studium an der pädagogischen Hochschule zum Diplomlehrer für Geschichte absolviert und war anschliessend 7 Jahre im Schuldienst an einer polytechnischen Oberschule tätig. Familiär bedingt absolvierte ich eine 2. Ausbildung zur Speditionskauffrau und später noch eine Zusatzqualifikation zur eidgenössischen Zolldeklarantin und bin bis zum heutigen Tag in diesem Tätigkeitsfeld beschäftigt.
    Wie würde man mich einstufen und wo würde mein monatliches Gehalt bei 100% Lehrtätigkeit liegen ?
    Vielen Dank für eine Rückmeldung
    lg Petra

  • #77

    Gary (Montag, 10 Juni 2019 16:08)

    Liebe Petra - siehe oben meine Antwort #75.
    Im neuen österreichischen Lehrer*innendienstrecht gibt es nur mehr dieses eine Gehaltsschema.
    Positiv: Die 7 Jahre im Schuldienst (oefffentlicher Dienst) werden angerechnet. Die Privatwirtschaftstätigkeiten nicht, weil sie nicht berufsrelevant im engeren Sinn fuer den Lehrberuf sind.
    Unklar: Wie der Studienabschluss in Österreich gewertet wird, da in Ö für ein Lehramtsstudium 2 Unterrichtsfächer auf Master- oder zumindest Bachelorniveau erforderlich sind. Das ECTS-System hat es ja damals noch nicht gegeben ...
    Negativ: Durch den ab 1.9.2019 geltenden Absatz 11a im Vertragsbedienstetengesetz Par. 38 - s.o. in #57 - koennen zwar bei Bedarf auch Personen als Lehrer*in angestellt werden, die die Anstellungserfordernisse nicht erfuellen, aber ihr Gehalt kann bis zu 30% unter den Zahlen der Tabelle liegen. Allerdings meine ich, dass das in diesem Fall nicht so sein wird, weil es auch den Absatz 11 gibt, dass Personen als Lehrer*in angestellt werden, die die Anstellungserfordernisse nicht erfuellen, aber zu erwarten ist, dass sie sie erfuellen werden - in diesem Fall gibt es keine Gehaltsabzuege, aber die Verpflichtung innerhalb von 5 Jahren entsprechende Abschluesse nachzuholen.
    LG Gary, fuchsbauer@oeli-ug.at

  • #78

    Victoria (Dienstag, 11 Juni 2019 08:25)

    Hallo,
    ich werde im Herbst vom IIL l2a2 (befristet) auf IL (l2a2?) unbefristet umgestellt (Pflichtschule). Ich habe jetzt mein 3. Dienstjahr abgeschlossen und beginne im Herbst mein 4. Dienstjahr.
    Ich wollte nachfragen, in welche Stufe ich eingeordnet werde und wie lange die Neueinstufung dauert.
    LG Victoria

  • #79

    Gary (Donnerstag, 13 Juni 2019 07:17)

    Liebe Victoria! Wie lange das dauert kann nicht allgemein vorhergesagt werden, weil es zB auch darauf ankommt, wie kompliziert die bisherigen Berufserfahrungen außerhalb des oeffentlichen Dienstes waren. Kompliziert in dem Sinn, dass sich die/der Zustaendige in der Bildungsdirektion nicht gleich entscheiden traut und die Sache an hoehere Stelle (bei Bundeslehrer*innen auch ans Ministerium) weitergibt. Bis zum Abschluss der Berechnung des Besoldungsdienstalters (Vordienstzeitenanrechnung) wird wohl in Stufe 2 bezahlt werden, weil ja bereits mehr als 2 Jahre Schuldienst vorliegen. Falls weitere Zeiten im oeffentlichen Dienst (in Oesterreich oder anderswo in Europa) vorliegen, werden die jedenfalls angerechnet. Zeiten in der Privatwirtschaft oder als Selbstaendige werden (grob gesagt) nur dann angerechnet, wenn sie nach dem Studienabschluss liegen und entweder durch Sammeln von Unterrichtserfahrung den Einstieg als Lehrerin erleichtert haben oder durch Arbeit im inhaltlichen Bereich der Unterrichtsfaecher Facherfahrung gebracht haben.

  • #80

    Sophie (Freitag, 14 Juni 2019 15:17)

    Hallo,
    ich bin derzeit mit Sondervertrag in der Integration tätig. Da ich kein Studium abgeschlossen habe, bin ich derzeit in l2b1. Wenn ich mein Studium abgeschlossen habe (kein Lehramt), werde ich dann umgestellt?
    LG
    Sophie

  • #81

    Barbara (Freitag, 14 Juni 2019 23:56)

    Liebe Sophie!
    Ohne Lehramt wirst du keine Umstellung bekommen. Das Lehramt ist Voraussetzung für die Einstufung nach L2a2.

  • #82

    Silke (Sonntag, 16 Juni 2019 17:07)

    Lieber Gary!

    In Anbetracht Ihrer Antworten 18 und 57 habe ich folgende Fragen:

    Ich besitze einen Bachelor (180 Ects) in Erziehungswissenschaften bzw. Sozialpaedagogik und befinde mich gerade im ersten Jahr des Masters in Paedagogische Wissenschaften (Ausland).

    Ich waere sehr daran interessiert als Sonderpaedagogin an einer Sonderschule oder in einer Integrationsklasse zu arbeiten.

    Wie wuerde ich mit dem ND eingestuft werden und wie wuerde mein Anfangsgehalt aussehen wenn ich berufsbegleitend den Bachelor Primarstufe beginnen wuerde?
    Haette ich mit einem Masterabschluss Paedagogische Wissenschaften auch die Moeglichkeit einen 60 Ects-Master zu belegen um als Sonderpaedagogin zu arbeiten?

    LG

    Silke

  • #83

    Gary (Montag, 17 Juni 2019 19:56)

    Ich hab die Frage an Kolleg_innen weitergegeben, aber es ist nicht wirklich voraussagbar, wie diese Fragen im neuen Dienstrecht behandelt werden. Bisher ist es so, dass Neueinsteiger*innen ohne die formell erforderlichen Qualifikationen nicht ins neue Dienstrecht, also ins pd-Schema (paedagogischer Dienst) gelassen wurden, sondern einen Sondervertrag im alten Dienstrecht erhielten. Ab September 2019 gibt es aber nur mehr den Einstieg in pd.
    Dabei gibt es nur mehr dieses eine Gehaltsschema, allerdings mit 2 Verringerungsmoeglichkeiten: Wenn keine entsprechenden Abschluesse vorhanden sind / anerkannt werden, wird um 30% weniger bezahlt, also nur jeweils 0,7 vom pd-Schema. Wenn gewisse Abschluesse anerkannt werden, kann 0,85 oder mehr bezahlt werden. Siehe letzte Seite im neuen Erlass https://www.oeliug.at/app/download/12315240799/Erl._an_alle_Bildungsdirektionen_BMBWF.pdf?t=1560768760
    Gem. Absatz 11 in https://www.jusline.at/gesetz/vbg/paragraf/38 ist auch schon Vollbezahlung vor Studienabschluss moeglich, wenn entsprechender Lehrer*innenmangel besteht und "wenn zu erwarten ist, dass Sie die Zuordnungsvoraussetzungen erfüllen werden." Allerdings dauert dann die erste Stufe des pd-Schemas nicht 3,5 Jahre, sondern bis zu 8,5 Jahre.
    Ob gewisse Voraussetzungen zur Zulassung zu gewissen Studien akzeptiert werden, ist mit den Hochschulen/Unis zu klaeren, die die Studien anbieten.

  • #84

    Andreas (Donnerstag, 20 Juni 2019 09:02)

    Ich hätte eine Frage zur Vertragsumstellung gemäß §90m VBG. Bin aktuell im 5. Jahr mit 21 Werteinheiten in einem 2LL1 Vertrag an einer AHS tätig und werde im nächsten Schuljahr auf Fixvertrag umgestellt. Da es im nächsten Schuljahr mit den Stunden sehr eng wird und meine 5 Jahresfrist am 1. September abläuft (ein Tag vor Beginn des neuen Schuljahres) wollte ich fragen, ob ich beim Ausmaß des Fixvertrages von jenen 21 Werteinheiten im 5. Jahr ausgehen kann. Vielen Dank für die Hilfe!

  • #85

    Benjamin (Freitag, 21 Juni 2019 17:37)

    Liebe Leute,
    Ich habe die letzten Jahre als Sondervertragslehrer gearbeitet und Anfang Mai mein Lehramtsstudium abgeschlossen. Dadurch wurde mir auch das Unterrichtspraktikum angerechnet und ich habe einen neuen (befristeten) Vertrag im alten Lehrerdienstrecht bekommen. Ich bin nun im Entlohnungsschema 2L und in der Entlohnungsgruppe L1. Was genau bedeutet das und was ist der Unterschied? In welcher Spalte der Gehaltstabelle finde ich mich jetzt? Vielen lieben Dank im Voraus!

  • #86

    Josef Gary Fuchsbauer (Freitag, 21 Juni 2019 20:46)

    Zu #84: Der Vertrag fuer das 6. Dienstjahr umfasst die Stunden des 6. Dienstjahres. Das Ausmaß der Stunden des 5. Dienstjahres im II L Vertrag war ja wie eben dieser Vertrag befristet. Wenn im 6. Jahr aufgrund der Stunden ein Teilbeschaeftigungsdauervertrag vergeben wird, dann besteht ja im Fruehjahr 2020 die Moeglichkeit um Vertragsauffuellung anzusuchen und dann gilt wieder, dass Vertragsauffuellung vor Neuanstellungen etc geht.
    Sobald das Stundenausmaß hoeher wird, ist auch der Vertrag entsprechend. LG Gary

  • #87

    Gary (Freitag, 21 Juni 2019 20:57)

    Zu #85: Der Vertrag II L / l 1 bedeutet einerseits die bestmoegliche Bezahlung an hoeheren Schulen (l 1) und andererseits nach dem Jahresstundenmodell II L. Siehe dazu hier oben unter #4 (dort stehen bloß noch die Zahlen von 2018, also sind die heurigen Bezuege um die Lohnerhoehung (bei Vollzeit: +2,33% + 19,5 Euro) anzuheben. Wenn Fragen offen bleiben, gerne hier oder ...
    LG Gary, fuchsbauer@oeli-ug.at, 0680 2124358

  • #88

    Helga (Montag, 24 Juni 2019 10:05)

    Hallo,
    Ich habe mich heuer als Chemielehrer in einer HTL (Bundesanstalt) beworben und habe vom Direktor eine Zusage für Herbst. Ich bin Quereinsteiger und habe 19 Jahre Arbeitserfahrung in der Pharma-/Biotechindustrie. Nach dem neuen Dienstrecht sind maximal 12 Jahre Vordienstzeitenanrechnung möglich. Gibt es Erfahrungswerte, ob diese 12 Jahre tatsächlich angerechnet werden, oder ob versucht wird, diese "weg zu diskutieren"? Ich habe gerade erfahren, dass ich erst im ca. Oktober mit Dienstvertrag rechnen kann. Für mich ist die Anrechnung der Vordienstzeiten ein "Muss" Ich bin 45 und kann nicht mit "Junglehrergehalt" beginnen. Wie hoch wäre mein Gehalt mit 12 angerechneten Jahren?
    Danke, liebe Grüße Helga

  • #89

    Josef Gary Fuchsbauer (Montag, 24 Juni 2019 14:22)

    Ein interessanter Zeitpunkt fuer diese Frage: Am 8.5.2019 hat der EUGH die derzeitige oetserr. Regelung als EU-rechtswidrig aufgehoben. Es ist zu hoffen, dass der Nationalrat noch bevor er sich zwecks Neuwahl aufloest eine neue EU-konforme Regelung beschließt.
    Es wurde tatsaechlich auch diese 10-(nur im neuen Lehrer*innendienstrecht sind es 12)Jahresbeschraenkung aufgehoben. Allerdings bleibt sicherlich die Betimmung, dass nur Arbeitszeit angerechnet werden kann, die entweder die Einarbeitung auf den Arbeitsplatz erleichtert oder durch die Unterrichtserfahrung eine hoehere Qualitaet des Unterrichts erwarten laesst.
    Wenn die bisherige Anrechnungspraxis nicht verschlechtert wird, dann kann bei technischen Faechern die Anrechnung unter den bisherigen Praemissen angenommen werden: Zeiten nur nach Abschluss des Studiums und nur aus den letzten 20 Jahren; nur Zeiten in Arbeitsverhaeltnissen, deren Ende nicht mehr als 10 Jahre zurueckliegt; nur Taetigkeiten in Bereichen, die im Unterricht im Laufe der jeweiligen Lehrplaene vorkommen; ...
    Gehaltstabelle bei Vollbeschaeftigung:
    Stufe Euro Dauer
    1 2.719,9 3,5 Jahre bei Einstieg als Master, 4,5 J. bei 240 ECTS-Bachelor usw.
    2 3.095,9 5 Jahre
    3 3.473,0 5 Jahre
    4 3.850,1 6 Jahre
    5 4.227,4 6 Jahre
    6 4.604,6 6 Jahre
    7 4.837,7 bis Pension
    Zu diesen (14mal ausbezahlten) Monatsgehaeltern kommen noch 12mal die Faecherzulagen:
    In AHS-Oberstufe/BMHS fuer Stunden der ersten beiden Lehrverpflichtungsgruppen je 34,50 (also bei 20: 690 Euro), fuer Stunden der dritten Lehrverpflichtungsgruppe 14 Euro, fuer die schlechteren Gruppen keine Zulagen.
    In der NMS/Poly/AHS-Unterstufe im Wesentlichen nur Zulage f. Schularbeitsfaecher in Hoehe von 26,90 €

    Bei Einstieg mit 12 angerechneten Jahren gilt die ersten eineinhalb Jahre Stufe 3 und danach 4, usw. Die Faecherzulagen sind in allen Stufen gleich.

  • #90

    Tanja (Montag, 24 Juni 2019 14:43)

    Hallo! Bei mir steht 2L §44 VBG, aber das finde ich nicht in der Tabelle ...?

    Dankeschön!
    Freundliche Grüsse

  • #91

    Gary (Montag, 24 Juni 2019 16:45)

    Derzeit steht im Par. 44 des VBG etwas ueber die Schulleitung im neuen Dienstrecht. Handelt es sich um einen aelteren Vertrag und ist daher der Par. 44 in der Version bis Sommer 2015 gemeint (naemlich der derzeitige Par. 90o)? Vermutlich.
    Ist aber egal, denn es gibt ohnedies nur ein II L Schema mit den Jahresstundenzahlen fuer die diversen Kategorien: l1, l2a2, l2b1 etc und innerhalb von l1 dann noch die Lehrverpflichtungsgruppen - siehe
    https://www.jusline.at/gesetz/vbg/paragraf/90o
    Wenn in l1 (an AHS/BMHS) zB 20 Stunden der Lehrverpflichtungsgruppe 3 unterrichtet werden (und keine verkuerzte Klasse (zB wegen Matura) dabei ist, gibt's dafuer die 1730,40 (aus der Tabelle) mal 20 dividiert durch 12 Monate als Monatsbruttobezug

  • #92

    Judith F (Montag, 01 Juli 2019 10:34)

    Hallo!
    Wie sieht mein Einstiegsgehalt bei einer Lehrverpflichtung mit 12h (abgeschlossenes Lehramtsstudium Mag. und BA an Uni Wien und abgeschlossenes Unterrichtspraktikum) im neuen Dienstrecht aus? Vielen Dank für eine rasche Antwort! LG Judith

  • #93

    Josef Gary Fuchsbauer (Montag, 01 Juli 2019 11:52)

    Liebe Judith!
    Die Gehaltstabelle und die Faecherzulagen habe ich oben unter #89 angefuehrt.
    Es kommt bei 12 gehaltenen Stunden daher darauf an, welche Gegenstaende (in welchem Schultyp, in welchem Jahrgang) unterrichtet werden. Normalerweise ist die volle Lehrverpflichtung 22 gehaltene Unterrichtsstunden pro Woche, aber fuer Stunden der ersten beiden Lehrverpflichtungsgruppen gibt es in der AHS-Oberstufe und der BMHS den Faktor 1,1, fuer Stunden in Abschlussklassen (oder anderen verkuerzten Klassen) gibt es ja nach Dauer zb 0,8 (bei 8 statt 10 Unterrichtsmonaten) als Faktor.
    Annahme: 6 Stunden Schularbeitsfach in Oberstufe, 2 Stunden Schularbeitsfach in Unterstufe, 3 Stunden anderes Fach in Unterstufe, 1 Lehrverpflichtungsgruppe-3-Fach in Maturaklasse bis April. Ergibt rechnerisch 6x1,1+2+3+1x0,8= 12,4 Stunden. 12,4/22=56,36% Bezahlung von 2719,9 Euro in der ersten Gehaltsstufe = 1533 Euro (14mal/Jahr), dazu 12mal/Jahr die Faecherzulage: 6x34,5+2x26,9+3x0+1x14x0,8=272 Euro.
    LG Gary

  • #94

    Andreas (Mittwoch, 03 Juli 2019 03:39)

    Hallo,

    wie ist es in der HTL mit den Fächerzulagen mit dem neuen Dienstrecht 2019. Sind die Gegenstände Elektronik, Labor, Grundlagen Elektrotechnik usw. in der höheren Gruppe und gibt es dafür Zulagen?

    Danke,
    freundliche Grüße
    Andreas

  • #95

    Gary (Mittwoch, 03 Juli 2019 15:16)

    Lieber Andreas!

    Um dies festzustellen, muss man in den Stundentafeln der jeweiligen Lehrplaene nachsehen, denn da stehen die Lehrverpflichtungsgruppen dabei - siehe https://www.abc.berufsbildendeschulen.at/downloads/ (bzw.f.AHS: ), speziell die vielen HTL-Lehrplaene: https://www.htl.at/htlat/lehrplaene und speziell https://www.htl.at/fileadmin/content/Lehrplan/HTL_SV_2011_2012_2013/SV_Lehrplan_HL_Elektrotechnik_2011.PDF - wenn in der rechten Spalte I oder II steht sind die Stunden mit 1,1 bewertet und gibt es pro Monatswochenstunde 34,50 Euro Zulage; wenn in der rechten Spalte III steht sind die Stunden mit 1,0 bewertet und gibt es pro Monatswochenstunde 14,00 Euro Zulage; sonst gibt es keine Zulage. In der 5.-8. Schulstufe gibt es nur in I und II 26,90 Euro Zulage und alle Faecher sind mit 1,0 bewertet. Elektronik, Labor, Grundlagen Elektrotechnik sind jedenfalls in I.

  • #96

    Gary (Mittwoch, 03 Juli 2019 15:17)

    Ich hab vorhin vergessen den Link zu den AHS-Lerplaenen einzufuegen:
    https://bildung.bmbwf.gv.at/schulen/unterricht/lp/lp_abs.html

  • #97

    Hanna (Donnerstag, 11 Juli 2019 06:03)

    Hallo und schon mal danke für die Hilfe! Ich bin mit 01.07. diesen Jahres auf den 1L Vertrag umgestellt worden. Zuvor war ich 3 Jahre als Religionslehrerin (kirchlich bestellt, 16 Wochenstunden) an einer NMS tätig, dann 5 Jahre im AHS Bereich (2 Jahre 80 Prozent; dann 3 Jahre Vollzeit) tätig. Während meines UP-Jahres habe ich 3 Monate einige Stunden an einer Bafep unterrichtet. Meine Vordienstzeiten (die NMS Tätigkeit, Karenzvertretung) habe ich Mitte Juni abgegeben. Jetzt habe ich mein neues Gehalt überprüft und tja es sind nun fast 450 Euro Brutto weniger als noch im Vormonat (Laut Gehaltszettel bin ich Stufe 3 und nächster Vorrückungstermin 01.07.20). Da hab ich jetzt schon schlucken müssen, kann es sein, dass es soviel weniger ist? (man hat immer gehört, dass es etwas weniger sein kann, aber das ist schon viel). Oder bin ich noch nicht richtig eingestuft? (Immerhin habe ich die Zeiten erst vor 2 Wochen abgegeben). Ich hatte jetzt auch eine Überstunde, die nun auf diesem Gehaltszettel nicht mehr bezahlt wird (also es ist genau das Grundgehalt von Stufe 3 von eurer Liste und keinen Euro mehr). Wo könnte ich nachfragen, ob die Einstufung schon durch ist und ob sie richtig ist? Oder soll ich noch etwas Geduld haben, weil das vermutlich einfach noch nicht ausgerechnet ist? Danke schon mal! Liebe Grüße!

  • #98

    Anita (Freitag, 12 Juli 2019 22:34)

    Hallo,

    ich habe eine Frage: Ich bin seit 1.1.2019 II l /L1 Vertragslehrer und habe 10 Wochenstunden mit einem Faktor 1,167 (wobei 2 Stunden mit einem Faktor 2,117 sind, da diese Klassen früher aufgehört haben). Wenn ich die Entlohnungsgruppe für Lehrerverpflichtung 1 nehme (lt. Lehrfächerverteilung), dann rechne ich:
    (1.923,60 /12*8*1,167)*4 + (1.923,60/12*2*1,0585)= 1.835,92

    Lt. meinem Gehaltszettel habe ich einen Betrag von 1.594,99
    Was stimmt nun? Warum?

    Vielen Dank für Hilfe.
    Schöne Grüße,

  • #99

    Josef Gary Fuchsbauer (Samstag, 13 Juli 2019 06:45)

    Hallo Hanna! Zu #97:
    a) Die Vordienstzeit/Berufserfahrungszeit, das sogenannte Besoldungsdienstalter ist in dieses Gehalt sicher noch nicht eingerechnet worden. Du bekommst dasAnrechnungsergebnis offiziell von der Bildungsdirektion mitgeteilt.
    b) Leider wird bei der Anrechnung von kirchl.bestellter Rel.Lehrer*innenzeit (ich war das selbst 3,5 Jahre) wie bei Privatwirtschaftszeiten vorgegangen, also nur Teilanrechnung bei Teilzeit. Dass darueber hinaus - wie ich gehoert habe - bei manchen oder allen auch die Ferien nicht angerechnet werden, sollte irgendwann jemand mit gewerkschaftlichem Rechtsschutz bekaempfen, denn Urlaubsanspruch darf sicher nicht abgezogen werden.
    c) Es muesste sich folgende Anrechnungsjahre ergeben: 3x16/22 NMS-Zeit, 2x0,8+3 AHS-Zeit, 0,25x0,?? BAfEP-Zeit, in Summe also ca 6,8 Jahre, somit solltest du in Stufe 4 kommen mit Vorrueckung ca am 1.10. 2020 in 5.
    d) Im II-L-Schema, nach dem auch kirchl.best.RL bezahlt werden, wird nach Jahresstunden bezahlt und somit auch die Ueberstunden 14mal/Jahr. In I L werden die Ueberstunden in allen unterrichtsfreien Wochen und beim Weihnachts- und Urlaubsgeld nicht bezahlt. Hattest du auch einen Klassenvorstand? Der wird bei allen nur von Sept. bis Juni bezahlt, das wuerde also auch ein Minus von ca 200 Euro beim Juligehalt erklaeren.
    Wenn du willst, melde dich bei fuchsbauer@oeli-ug.at, wenn du die Mitteilung ueber die Anrechnung bekommen hast und ich schau es mir an. LG Gary

  • #100

    Gary (Samstag, 13 Juli 2019 06:54)

    Hallo Anita! Zu #98:
    Du hast die Wertigkeit der Stunden gewissermaßen doppelt gerechnet, naemlich einerseits beim WE-Faktor und andererseits hast du die 1923,60 Euro aus der Gehaltstabelle fuer Lehrverpflichtungsgruppe I genommen, die aber eben schon die Gruppe I beinhaltet.
    Korrekt muesste sein: 2 Stunden sind 1,0585 statt 1,167 wert, also mit 1,0585/1,167 abgewertet, ergibt 1,814. Du hast also 9,814 Stunden der Lehrverpflichtungsgruppe I. 1923,6 /12*9,814=1573,18, aber vielleicht sind die abgewerteten Stunden doch a paar Zehntel mehr wert und deshalb bekommst du 1594,99.
    LG Gary





  • #101

    Anita (Samstag, 13 Juli 2019 13:14)

    Hallo Gary!
    Vielen Dank für die rasche und informative Antwort! Jetzt kenne ich mich aus.
    Schöne Grüße,
    Anita

  • #102

    Hanna (Montag, 15 Juli 2019 14:26)

    Danke schon mal für die ausführliche Antwort! Wirklich toll, dass man sich hier an jemanden wenden kann!

  • #103

    Steffi (Donnerstag, 08 August 2019 16:40)

    Hallo Gary!
    Ich hätte eine Frage und würde mich freuen, wenn Sie diese beantworten können:

    Ich bin Volksschullehrerin in Wien (1. Dienstjahr) und hätte eine Frage bezüglich dem neuen Dienstrecht.
    Ich habe den BEd mit 180 ECTS absolviert und bin kurz vor meinem Masterabschluss in Sozialpädagogik an der Uni.

    Das neue Dienstrecht sieht eine Gehaltsvorrückung bei einem 180 ECTS BEd nach 5,5 Jahren vor.
    Mit einem Master ist eine Vorrückung nach 3,5 Jahren vorgesehen. Habe ich das so richtig verstanden?

    Ist damit nur der PH Primarstufen Master gemeint oder wäre auch ein Sozialpädagogik Master von der Uni für diese Gehaltsvorrückung anrechenbar.

    LG

  • #104

    Gary (Donnerstag, 08 August 2019 17:03)

    Es geht um den fuer die Anstellungserfordernisse - in diesem Fall fuer die VS - vorgesehenen Master (of Education). Da werden die Bediensteten der Bildungsdirektion wohl keine Moeglichkeit sehen, die Verweildauer in Stufe 1 ab Abschluss des Sozialpaedagogikstudiums auf 3,5 Jahre zu verkuerzen.
    Die Regelung ist so, dass ab dem Zeitpunkt der letzten absolvierten Pruefung fuer den vorgeschriebenen Master nur mehr 3,5 Jahre in Stufe 1 bezahlt wird und dann am naechsten Monatsersten die Vorrueckung in Stufe 2 erfolgen wuerde. Wenn also erst nach 2 Jahren in Stufe 1 der Master gemacht wird, bringt's finanziell nichts mehr. Moeglicherweise wird aber spaeter einmal zB fuer Schulleitungsposten der Master als Voraussetzung definiert ...

  • #105

    Regine Runge (Sonntag, 25 August 2019 14:08)

    Hallo!

    Als Auslandsösterreicherin möchte ich eventuell zum nächsten Schuljahr nach Österreich zurücksiedeln und noch 10 Jahre als Volksschullehrerin arbeiten. Ich bin 55 Jahre und in Deutschland mit E13 Stufe 5 eingruppiert, was einem Brutto von 5400.- bzw netto ca 3000.-Euro entspricht. Zusatzleistungen werden nicht bezahlt (Urlaub, Vertretung, Fachleitung etc. ist alles inklusive). Es wäre schön, wenn ich eine Idee bekommen könnte, wie ich in Österreich vermutlich einzuordnen wäre... Vielen lieben Dank. auch gerne mail. regine-runge@gmx.de

  • #106

    Josef Gary Fuchsbauer (Sonntag, 25 August 2019 14:44)

    Hallo Regine!
    So hohe Gehaelter gibt es in Oesterreich leider nicht.
    Ich nehme an, dass die Taetigkeit in D oeffentlicher Dienst war und daher auch in Oesterreich voll als Besoldungsdienstalter/Berufserfahrungszeit angerechnet wird. Die Verweildauer in der Stufe 1 haengt von der (in Oesterreich anzuerkennenden) Ausbildung ab; bei Volksschullehrer*innen ist die Dauer der 1. Stufe normalerweise 5,5 Jahre.
    Gehaltstabelle bei Vollbeschaeftigung:
    Stufe Euro Dauer
    1 - 2.719,9 - 3,5 -8,5 Jahre
    2 - 3.095,9 - 5 Jahre
    3 - 3.473,0 - 5 Jahre
    4 - 3.850,1 - 6 Jahre
    5 - 4.227,4 - 6 Jahre
    6 - 4.604,6 - 6 Jahre
    7 - 4.837,7 - bis Pension
    Wenn zB 27,5 Jahre vorhanden sind, dann waere die Bezahlung in den naechsten 6 Jahren nach Stufe 6, was netto in Oesterreich knapp 2800 Euro monatlich bedeutet, dazu kommen im Nov., Maerz, Juni und Sept. je ca 1800 Euro netto Sonderzahlung. Die Unterrichtspflicht sind 22 Stunden und dazu diverses nichtunterrichtliches ...

  • #107

    Peter F. (Freitag, 13 September 2019 06:20)

    Ich hätte eine Frage zur Vertragsumstellung 2LL1 auf 1LL1: Ich wurde mit diesem Schuljahr umgestellt, habe aber noch keine Information über Anrechnung von Vordienstzeiten und damit kein Besoldungsdienstalter ermittelt bekommen und sehe jetzt mit Schrecken, dass ich im September nur den Betrag aus Stufe 1 überwiesen bekommen habe (trotz 6. Dienstjahr). Gehe ich recht in der Annahme, dass nach Ermittlung des BDA nachverrechnet wird?

    Vielen Dank und beste Grüße

    Peter

  • #108

    Gary (Freitag, 13 September 2019 08:48)

    Wurdest du schon aufgefordert, deine möglicherweise anrechenbaren Zeiten aufzulisten? Wenn du das gemacht hast, dauert es danach natuerlich noch ein bisschen, bis alles beurteilt ist und du die Mitteilung bekommst, was warum wie (nicht) angerechnet wird (es sollte jeweils der Paragraf als Begruendung dabeistehen). Danach wird ab Beginn des I L l1 Vertrags neu berechnet und nachgezahlt.

  • #109

    Peter (Freitag, 13 September 2019 13:39)

    Vielen herzlichen Dank!

  • #110

    Ines (Sonntag, 15 September 2019 08:01)

    Hallo,
    ich unterrichte im 7. Jahr als Sondervertragslehrerin, bin auch im 1L/L1 Schema habe jedoch keinen unbefristeten Vertrag, da ich nicht Lehramt studiert habe. Wann kann ich mit einem Fixvertrag rechnen und gibt es dabei etwas für mich zu beachten, bzw. Besonderheiten?
    LG Ines

  • #111

    Josef Gary Fuchsbauer (Sonntag, 15 September 2019 08:30)

    Seit dem Fruehjahr gilt, dass ab dem 6. Jahr ein Dauervertrag auszustellen ist. Es gab ein Schreiben vom Bildungsministerium an die Bildungsdirektionen. Bitte im Dienstweg ein formloses Schreiben einbringen: Da ich bereits das 7. Jahr unterrichte, ersuche ich um die nun schon ab dem 6. Jahr vorgesehene Ausstellung eines Dauervertrages.

  • #112

    Magdalena (Mittwoch, 18 September 2019 13:21)

    Hallo,
    ich habe letztes Jahr mein UP absolviert und zusätzlich mit Sondervertrag unterrichtet. In diesem Schuljahr hab ich leider (noch) keine Stelle bekommen, daher bin ich gerade dabei, mich an NMS zu bewerben. Hierzu hätte ich noch ein paar Fragen: Falls ich doch wieder zu einem anderen Schultyp wechsle: zählt ein Jahr an einer APS zu den 5 Dienstjahren die man braucht, um in AHS/BHS auf den unbefristeten DV umgestellt zu werden?

    Danke!

  • #113

    Gary (Mittwoch, 18 September 2019 14:25)

    Jedenfalls zaehlt die Unterrichtszeit in der NMS als Berufserfahrungszeit und damit fuer die Bestimmung des Zeitpunkts der Gehaltsstufenvorrueckung bei einem Dauervertrag. Zur Frage, ob sie zu den 5 Dienstjahren zaehlt, die es maximal dauern kann, um auf den unbefristeten DV umgestellt zu werden, sagt das Gesetz (https://www.jusline.at/gesetz/vbg/paragraf/90k) ja, wenn es beim selben Dienstgeber ist. Nachdem das die Bildungsdirektion ist, koennte bei Bundeslandwechsel die Anrechnung evt. verweigert werden. Andererseits gibt es seit dem Fruehjahr aufgrund einer EUGH-Entscheidung ja die Neuregelung, dass sogar Lehrer*innen, die die Anstellungserfordernisse nicht erfuellen, ab dem 6. Jahre einen Dauerfertrag bekommen muessen (Kettenvertragsverbote). Ich wuerde mir deshalb dazu noch keine Gedanken machen, sondern jedenfalls eine Anstellungsmoeglichkeit annehmen - 1. wegen des Verdienstes und 2. wegen der zu sammelnden Berufserfahrung und 3. wegen der spaeteren jeweils frueheren Vorrueckung.

  • #114

    Christoph (Donnerstag, 03 Oktober 2019 13:55)

    Hallo, ich hätte eine Frage zur Einstufung im Gehaltsschema.
    Wenn ich NMS-Lehrer bin und das AHS-Lehramt vor kurzem abgeschlossen habe, werde ich da von der L2a2 Gruppe in die L1 Gruppe getauscht oder bleibe ich trotz des erworbenenen höheren Lehramtes in der L2a2 Gruppe?
    Mfg

  • #115

    peter (Donnerstag, 10 Oktober 2019 01:11)

    hallo, wie rechnen sich auf dem Besoldungsdienstalter die Dienstjahre, die man als Selbständige (auf Honorarbasis) an einer (teilweise gleichzeitig mehreren) private Musikschule in Deutschland gearbeitet hat? Und die zweite Frage wäre, wie ändern die Situation die Jahre, die mann keine Sozialversicherungsbeiträge zahlen dürfte, da mann zu niedriges Jahreseinkommen erzoggen hat? Die nächste Frage. Sie haben oben geschrieben, dass bei eine Teilzeit sich prozentuell die Besoldunszeiten anrechnen. Da jedes Jahr (teilweisse Monat) unterschiedliches Kinder-/Stundenanzahl unterichtet wurden, muss mann dann für jedes Jahr genau (ein Monatsdurchschnitt) die Prozente für die Teilzeit berechnen (was wird mit Sommerferien?)? Die vorletzte Frage, die Zeiten, die mann mehr als ``vollzeit'' (also z.B. 35St/Woche) genarbeitet hat, wie rechnen sie sich die an das Besoldungsdienstalter bzw. ist es vorgesehen, dass die dann die Zeiten die mann wenige als ``vollzeit'' (also z.B. 15St/Woche) gearbeitet hat ausgleichen? Ja und die letzte Frage, wie wieken sich die Zeiten die mann als Hochschultudent neben dem Studium (Magister im Umfang von 1 Tag/Woche) auf eine Musikschule hearbeitet hat?vielen Dank, MfG

  • #116

    Josef Gary Fuchsbauer (Donnerstag, 10 Oktober 2019 07:36)

    zu #114
    Christoph (Donnerstag, 03 Oktober 2019)
    In Österreich wird im alten Lehrer*innen-Dienstrecht einerseits nach der Art des Unterrichts und andererseits nach der eigenen Ausbildung bezahlt - und zwar jeweils nach dem schlechteren von beiden. Konkret: An einer NMS gibt es für Lehrer*innen mit der dafür notwendigen Ausbildung die Bezahlung nach dem Schema l2a2. Wenn jemand nicht die dafür erforderliche Qualifaikation hat, dann wird mit Sondervertrag (meist) in einer niedrigeren Stufe (l2a1 oder l2b1) bezahlt. Da seit 1.9.2019 die Ausbildung zum AHS-Lehrer auch als Qualifikation für die NMS gilt. Somit bleibt im konkreten Fall die Bezahlung unverändert l2a2. In den letzten Jahren (und auslaufend nun noch ca 3 Jahre) gab/gibt es das Projekt, dass Bundeslehrer*innen mit AHS-Lehramt, die an Bundesschulen angestellt sind, an NMS mitverwendet werden, um hier im Teamteaching zu unterrichten. Diese haben an den Bundesschulen einen l1-Vertrag (sind meines Wissens alle im alten Dienstrecht) und ihre NMS-Stunden werden in ihren Vertrag eingerechnet und somit auch l1-wertig bezahlt. Dies war aber eine Ausnahme und dient/e (als Projekt früherer Unterrichtsministerinnen) der Kooperation der Schulen der Sekundarstufe 1. Umgekehrt gibt es an weniger Bundesschulen auch mitverwendete NMS-Lehrer*innen, die ihre AHS/BMHS-Stunden in ihren Vertrag eingerechnet und somit auch l2a2-wertig bezahlt bekommen.

  • #117

    Josef Gary Fuchsbauer (Donnerstag, 10 Oktober 2019 07:51)

    zu #115
    peter (Thursday, 10 October 2019)
    Das ist sehr einfach: Es wird die Steuererklaerung verlangt, aus der hervorgeht, wieviel in diesem Jahr verdient wurde. Wenn glaubhaft gemacht werden kann, dass das so verdiente Geld der Berufserfahrung diente, dann wird es in folgender Weise als Berufserfahrungszeit angerechnet: Das erzielte Einkommen wird mit dem Anfangsgehalt als Lehrer*in verglichen und so der Prozentsatz der Anrechnung ermittelt. Wenn so wenig gearbeitet und verdient wurde, dass die Geringfügigkeitsgrenze nicht überschritten wurde, wird wohl auch nichts angerechnet. Es gilt naemlich die Regel: bis 20% Beschaeftigung (also im Durchschnitt nur 1 Tag pro Wochenarbeitszeit) wird nicht angrechnet, über 80% wird voll angerechnet. Beispiel: Anfangsgehalt derzeit im pd-Lehrer*innen-Bezahlungsschema: 2719,9 monatlich. (mal 14=) 38078,60 jährlich. Wenn nun die Einkommenssteuererklärung nur bis zu 20% davon (7615,72) Einkommen ergibt, wird nichts angerechnet. Werden zB 25% daon (9519,65) erreicht, wird ein Vierteljahr, also 3 Monate von diesem Jahr als Berufserfahungszeit angerechnet. Leider ist das System nicht besser und es wird nicht viel angerechnet.

  • #118

    Irmgard (Freitag, 11 Oktober 2019 19:50)

    Lieber Gary,
    ich habe am 9.September in der VS (15 GLZ-Stunden und 7 SPF-Stunden) zu unterrichten begonnen. Ich habe 1992 die LAP für den hauswirtschaftlichen Fachunterricht abgeschlossen. Danach habe ich ein Praxisjahr absolviert. Vom 15.11.1993 bis 11.09.1994 habe ich mit einem Sondervertrag ( IIL I3 ) in der VS, HS und ASO unterrichtet. Vom 11.09.1995 bis 31.08.1999 habe ich in der HBLA in meinem Fach als Hauswirtschaftslehrerin unterrichtet (IIL/L2a2). Nch 7-jähriger Karenzzeit habe ich 9 Jahre und 9 Monate als Verwaltungsassistentin gearbeitet. 2017 habe ich die Ausbildung zur Dipl.Sozialpädagogin gemacht. Von 15.01.2018 bis 30.06.2019 habe ich bei der Caritas als Sozialpädagogin und im Lerncafe für VS-und NMS-Kinder gearbeitet. Ich wurde mit einem Sondervertrag in das Entlohnungsschema IIL, I2a1 eingereiht. Der Vertrag ist bis 13.09.2020 befristet. Ist die Einstufung korrekt und mit wieviel Gehalt kann ich rechnen?
    Danke und liebe Grüße!!!

  • #119

    Hannes Grünbichler (Samstag, 12 Oktober 2019 05:20)

    zu #118
    Irmgard (Freitag, 11 Oktober 2019)

    Leider ist deine Einstufung korrekt. Du erfuellst die Voraussetzung fuer die VS nicht zur Gaenze, weil kein VS-/ASO-Lehramt vorhanden, deswegen passt die Einstufung in Entlohnungsgruppe l2a1.
    Dies ergibt bei voller Lehrverpflichtung € 2186,80 brutto und entspricht monatlich ca. € 1580,- netto ohne Familienbonus, zusaetzlich bekommst du in den Monaten September, November, Maerz und Juni anteilsmaeszig das Weihnachts- und Urlaubsgeld dazu, was uebers Jahr gesehen dann in Summe noch € 3440 Euro netto dazu.
    Falls der Gewerkschaftsbeitrag vom Dienstgeber einbehalten wird, sind es ca. 1565 Euro (12x/Jahr) ohne Fabo.

    Sofern ich richtig gerechnet habe, befindest du dich erst mit 15.11.2019 im 6. Dienstjahr. Insofern ist die Anstellung korrekt.
    Seit dem Fruehjahr gilt, dass auch Sondervertragslehrer*innen ab dem 6. Dienstjahr auf einen Dauervertrag umzustellen sind. Es gab dazu ein Schreiben vom Bildungsministerium an die Bildungsdirektionen. Vor Ueberstellung in IL muss man aber 6 Monate unterrichtet haben.
    Dann kannst du im Dienstweg ein formloses Schreiben einbringen: Da ich bereits das 6. Jahr unterrichte, ersuche ich um die nun schon ab dem 6. Jahr vorgesehene Ausstellung eines Dauervertrages (sofern du immer beim gleichen Dienstgeber beschäftigt warst, also immer im selben Bundesland).
    Dann werden dir auch Vordienstzeiten angerechnet.

  • #120

    Hannes Grünbichler (Samstag, 12 Oktober 2019 10:21)

    zu #118
    Irmgard (Freitag, 11 Oktober 2019)
    Einen Nachtrag habe ich vergessen: Falls die Karenzzeit mit Kindererziehung zu tun hat, bekommst du davor auch Jahre angerechnet. Trotzdem musst du vor Ueberstellung in IL 6 Monate unterrichtet haben.
    Einfach im Februar 2020 den Antrag einbringen auf Ueberstellung, wie oben angekuendigt.

  • #121

    Irmgard (Samstag, 12 Oktober 2019 11:35)

    zu #118
    Lieber Hannes,
    danke für deine Auskunft. Die Zeit in der HBLA habe ich in Oberösterreich unterrichtet.Gilt da die 6-Jahresanstellung nicht? Mit September 2019 habe ich auch den 4-semestrigen DAZ-Lehrgang begonnen. Wenn dieser abgeschlossen ist und ich DAZ in der VS unterrichte, werde ich dann anders eingestuft?
    Liebe Grüße Irmgard

  • #122

    Hannes Grünbichler (Samstag, 12 Oktober 2019 12:25)

    zu #118
    (Samstag, 12 Oktober 2019)

    Die Umstellung gilt ab dem 6. Dienstjahr beim selben Dienstgeber. Ich nehme an, du unterrichtet jetzt auch in einer VS in OÖ. Dann passt das, weil formal selber Dienstgeber.

    Wahrscheinlich bleibst du in derselben Gruppe, weil formal noch immer die Anstellungserforderniss nicht zur Gaenze erfuellt.

    LG,
    Hannes

  • #123

    Irmgard (Samstag, 12 Oktober 2019 14:28)

    zu #118 + #121
    Lieber Hannes,
    jetzt unterrichte ich wieder in der Steiermark. Ich war nur die HBLA-Zeit ( 11.09.1995 bis 31.08.1999 ) in OÖ.
    Wahrscheinlich wird dann nur das erste Jahr (15.11.1993 bis 11.09.1994) gezählt und ich bin lt. dieser Regelung erst im 2.Dienstjahr:??
    Liebe Grüße Irmgard

  • #124

    Irmgard (Samstag, 12 Oktober 2019 14:35)

    zu # 118 + # 121
    sorry, habe noch etwas vergessen. in der Karrenzzeit habe ich 2 Kinder bekommen.
    Liebe Grüße Irmgard

  • #125

    Hannes Grünbichler (Samstag, 12 Oktober 2019 15:55)

    zu # 118 + # 121
    Irmgard (Samstag, 12 Oktober 2019)

    Leider ist es so... Die BD wird das sehr wahrscheinlich so interpretieren. Die Zeiten werden dir zwar als Vordienstzeiten bei Ueberstellung in IL angerechnet, aber du wirst noch länger in IIL verbleiben muessen (mind. noch 2 Jahre), glaube ich.
    Ich würde aber trotzdem versuchen, einen Antrag zu stellen. Ein bisschen ist man auf das Wohlwollen der BD angewiesen. Meines Wissens gibt es keine einheitliche Linie. Vorab koennte dann deine zustaendige Personalvertretung das Gespraech mit der Zustaendigen in der Personalabteilung fuehren. Ich kann dir nach der Wahl im November mitteilen, wer das ist.

    LG,
    Hannes

  • #126

    Irmgard (Sonntag, 13 Oktober 2019 14:09)

    zu #118 bis #125
    Dankeschön, das wäre sehr nett.
    Liebe Grüße Irmgard

  • #127

    Stefan (Montag, 14 Oktober 2019 21:41)

    Lieber Hannes/Gary,

    ich habe AHS-Lehramt studiert, im Schuljahr 18/19 mein Unterrichtspraktikum absolviert und starte nun mit November in einer NMS. 18 Stunden, davon 4 Stunden in einem Hauptfach (welches ich aber nicht studiert habe). Wie werde ich hier eingestuft bzw. mit welchem Gehalt kann ich rechnen?
    Vielen Dank im Voraus für deine Hilfe.
    LG

  • #128

    peter (Montag, 14 Oktober 2019 22:57)

    Hallo Gary, vielen Dank für deine Antwort. Die Regeln die du beschiebst, beziehen sich auf aktuelle Daten (Geringfügigkeitsgrenze, Anfangstgehalt,..) oder auf historische Daten? Bei Honorrarverträgen hat man (in Deutschland) in privaten Musikschulen 8-16euro,natürlich in Ferrien kein Einkommen,also am Ende bei ´´vollbeschäftigung´´ von 12 bis 21Uhr unterwegs (drei Standorte) wird nur wenig angerechnet, als die Kinder kammen,die ein paar Unterrichtsstunden vermutlich gar nichts angerechnet??Gibs da keine Sonderegeln/Ausnahmen? Was wird mit dem Universitätsstudium,Konservatoriumstudium,Karenz, Weiterbildungen/Integrationskurz,...? Gilt es nur bei selbständigen oder auch bei normale offentliche Einstellung, wo der Einkommen vom Staat reguliert is?noch mal vielen Dank

  • #129

    peter (Montag, 14 Oktober 2019 23:45)

    noch eine Frage ist mir aufgefallen. Handelt sich bei Freiberufler/Selbständige um Einkommen, oder Gewinn?noch mal vielen Dank,Peter

  • #130

    Hannes Grünbichler (Montag, 14 Oktober 2019 23:48)

    zu #127
    Stefan (Montag, 14 Oktober 2019)

    Ich nehme an, dass du in deinen UP keine zusaetzlichen Stunden unterrichtet hast, sodass du zwischen alten Dienstrecht und neuen waehlen hast duerfen.

    Also wirst du im Schuljahr 2019/20 im neuen Dienstrecht angestellt (pd-Schema).
    Eine volle Unterrichtsverpflichtung entspricht im pd-Schema 24 Stunden. Deine Anstellung entspricht einer 3/4-Stelle. In der 1. Stufe im pd-Schema verdient man 2719,90 Euro brutto, ie. bei einer 3/4 Anstellung ca. 2040 Euro brutto plus einer Faecherzulage von 4x26,90 Euro (= in Summe ca. 2147,50 Euro brutto pro Monat).
    Dein Gehalt entspricht dann ca. 1561 Euro netto (12x) und im November, Maerz, Juni, Septer bekommt du noch anteilsmaeszig Weihnachts- und Urlaubsgeld in Summe von ca.3383 Euro dazu.
    Falls du Geweschaftsmitglied wirst betraegt dein Gehalt ca. 1545 Euro netto, hast aber einen sehr guten Rechtsschutz.

  • #131

    Hannes Grünbichler (Montag, 14 Oktober 2019 23:54)

    zu #129
    peter (Montag, 14 Oktober 2019)

    Einkommen gemaesz Steuererklärung.

  • #132

    Gary (Montag, 14 Oktober 2019 23:55)

    Zu Stefan (Montag, 14 Oktober 2019 21:41) #127:
    Seit Sept. 2019 berechtigt ein abgeschlossenes AHS-Lehramtsstudium auch zum Unterricht an NMS. Und da es für Neulehrer*innen auch nur mehr das eine Schema pd gibt, ist die Arbeitszeit und die Bezahlung an NMS und AHS-Unterstufen ganz gleich. Du bekommst pd-Stufe 1 bezahlt und für die 4 "Hauptfach"stunden die mittlere Faecherzulage. Siehe dazu oben bei #89.

  • #133

    Stefan (Dienstag, 15 Oktober 2019 19:56)

    Vielen Dank für eure Antworten
    LG

  • #134

    Lieber Hannes/Gary (Mittwoch, 16 Oktober 2019 23:14)

    Ich unterrichte jetzt seit 5 Jahren in einer Privatschule als IIL Vertragslehrerin die Fächer Betriebswirtschaft und Rechnungswesen mit der Einstufung L2b1 (Gehaltsstufe 12). (In dieser Zeit war ich auch 2 Jahre in Karenz.). Obwohl ich Bachelor Abschluss Betriebswirtschaft habe bin ich L2b1, verstehe es nicht ganz. Nun wollte ich fragen ob die Einstufung zu IL Vertragslehrer automatisch erfolgt bzw. welche Gehaltsstufe wird es dann sein?

    Vielen Dank

    Elif

  • #135

    Josef Gary Fuchsbauer (Donnerstag, 17 Oktober 2019 01:41)

    Die Anstellungserfordernis fuer diese Faecher ist ein auf Mastniveau abgeschlossenes Wirtschaftspädagogikstudium und eine danach erbrachte Berufsprraxis. Dieses ist nicht erfuellt, daher ist offenbar nur die Einstufung als "Maturant" in l2b1 erfolgt. Die Anstellung erfolgte offenbar aus Mangel an vollgeprueften Lehrer*innen nach Artikel X. Gem. Schreiben des BMBWF vom Mai 2019 sind nun auch Art. X Vertraege nach 5 Jahren in Dauervertraege umzuwandeln. Da jedoch erst 3 Jahre unterrichtet wird (in den Art X Bestimmungen ist die Formulierung aus https://www.jusline.at/gesetz/vbg/paragraf/90l nicht enthalten), erfolgte bisher keine Umstellung auf I L. Ich wuerde jedoch den Antrag auf Vertragsumwandlung schriftlich im Dienstweg an die Bildungsdirektion einbringen, wenn die Umwandlung gewuenscht wird. Allerdings kann dann Folgendes passieren: Die Jurist*innen des Dienstgebers kommen zur Ansicht, dass VBG Par. 90l auf Art. X Vertraege nicht anzuwenden ist und weisen den Antrag ab. Gleichzeitig koennten sie aber auch ueberpruefen, ob noch ein entsprechender Mangel an vollgeprueften Lehrer*innen dieser Faecher besteht - meines Wissens ist dieser naemlich eher nicht mehr gegeben - und koennten den Vertrag dann womoeglich nicht mehr verlaengern ...
    Zur Frage, welche Gehaltsstufe in I L / l2b1 dann bezahlt wuerde: Da die Anstellungserfordernisse nicht erfuellt sind, werden auch keine Berufspraxiszeiten, sondern nur die bisherige Unterrichtszeit angerechnet, daher wird wohl Stufe 2-3 herauskommen. Empfehlung: Master machen.

  • #136

    DS (Donnerstag, 17 Oktober 2019 16:14)

    Ich hätte eine Frage bzgl. Einstufung. ich habe einen B.A. in Erziehungs- und Bildungswissenschaft und einen Mag. LA (D/E). Ich habe bereits 3 Jahre mit Sondervertrag an einer BHS gearbeitet. Nach Abschluss des Diplomstudiums habe ich nun eine Stelle in einer NMS bekommen (21 Std.). Laut Auskunft der BD bin ich 2L, I2a2 eingestuft. Ich bin aber davon ausgegangen, dass ich nach Abschluss des Diplomstudiums in IL einzustufen wäre. Liege ich da falsch? Bitte um Information. LG Doris

  • #137

    Gary (Donnerstag, 17 Oktober 2019 17:39)

    Seit 1.9.2019 erfuellt man mit einem Lehramtsstudium (Mag. MA) auch die Anstellungserfordernisse fuer NMS und wird daher wie ein*e NMS-Lehrer*in bezahlt. Im alten Dienstrecht ist das eben l2a2. Die Art des Vertrages ist wohl ein befristeter und das heißt II L. Ein unbefristeter Vertrag ist I L. Bei Unterricht an einer AHS oder BMHS waere die Einstufung l1. Siehe auch oben meine Antwort #116.

  • #138

    Hannes (Donnerstag, 17 Oktober 2019 21:44)

    Ich habe 2018/19 mein Praktikum gemacht und bin davor nur für einen Monat als kirchlich bestellter RL in einer VS eingesprungen. Heute habe ich meinen Gehaltszettel bekommen und gesehen, dass ich für meine Pflichtschulstunden nach folgendem Gehaltsschema bezahlt bekomme: IIL §44VBG / §230. Würde das bedeuten, dass ich doch im alten Lehrerdienstrecht eingestuft wurde?

    Danke für eure Antwort.

    Liebe Grüße,
    Hannes

  • #139

    Josef Gary Fuchsbauer (Donnerstag, 17 Oktober 2019 22:24)

    Lieber Hannes, da kann was nicht stimmen: § 44 VBG gehandelt das Thema Schulleitung und §230 muss aus einem anderen Gesetz sein, weil dasd VG nur bis § 100 geht.
    Hast du schon einen Lohnzettel?
    Vom Buchstaben des Geetzes her bist du nun eine neue Landeslehrperson, weil du vor 1.9.2019 noch nicht als Landes- oder Bundeslehrer im alten Dienstrecht gearbeitet hast, sondern nur im Ausbildungsverhaeltnis UP und als kirchlich bestellter RL. Dein Bezahlungsschema waere demnach pd und nicht IL oder IIL.
    Oder hattest du waehrend des UP eine Zeit lang zB Vertretungsstunden und warst somit nicht nur UP, sondern auch - zumindest kurzzeitig - Bundeslehrer im alten Dienstrecht? Dann bleibst du auch auf Dauer in diesem Dienstrecht.

  • #140

    Hannes (Freitag, 18 Oktober 2019 05:45)

    Lieber Josef,

    es steht am Gehaltszettel ,,09 19 Entgeld IIL §44VBG /§230'' und ,,SZ 3. Qu. §147 / §3GG / §8aVBG'' und ,,10 19 Entgelt IIL §44 VBG / §230''.

    Nein ich hatte keine Vertretungsstunden. Ich habe nur 1x als Schulassistenz gearbeitet, aber nur über einen Verein bzw. als Sexualpädagoge aber über selbstverständiger Art und mal als Vertretungslehrer Religion aber kirchlich bestellt. Also nur übers Land bzw Bund.

    Danke für deine Antwort.

    Liebe Grüße,
    Hannes

  • #141

    Josef Gary Fuchsbauer (Freitag, 18 Oktober 2019 08:17)

    Bist du jetzt Landeslehrer oder kirchlich bestellter Religionslehrer?

  • #142

    Hannes Grünbichler (Freitag, 18 Oktober 2019 10:18)

    zu #140

    Lieber Hannes,
    ich glaube, dass du kirlich bestellter Religionslehrer bist. Die Verguetung uebernimmt dann das Land.
    Die Einstufung erfolgt dann nach IIL.
    Der §44 deutet auf ein Landes-Vertragsbedienstetengesetz - L-VBG - hin und §230 sollte die Bezahlung für Lehrer nach Schema II-L bedeuten.

  • #143

    Hannes (Freitag, 18 Oktober 2019 15:00)

    Lieber Josef,

    ja, ich bin kirchlich bestellt und werde nach II-L bezahlt, werde aber dann vermutlich doch in das neue Dienstrecht aufgenommen. Da gibt's nichts mehr zu machen, oder?

    Danke.

  • #144

    Hannes Grünbichler (Freitag, 18 Oktober 2019 15:12)

    Hallo Hannes,
    ja du kommst dann ins neue Dienstrecht (LVG und pd-Schema).
    Leider kann man hier nichts mehr machen, weil es kein Wahlrecht mehr gibt.

  • #145

    Josef (Sonntag, 20 Oktober 2019 00:59)

    Hallo!
    Ich arbeite schon im 6. Jahr mit einem Artikel X Vertrag als 2L Lehrer im AHS. Wie bekomme ich meinen Vertrag in einen 1L Vertrag umgestellt?

  • #146

    Hannes Grünbichler (Sonntag, 20 Oktober 2019 06:06)

    zu #145
    Josef (Sonntag, 20 Oktober 2019)

    vgl. Gary #110 und 111

    Bitte im Dienstweg ein formloses Schreiben einbringen: Da ich bereits das 6. Jahr unterrichte, ersuche ich um die im 6. Jahr vorgesehene Ausstellung eines Dauervertrages.

  • #147

    Barbara Artner (Donnerstag, 24 Oktober 2019 08:47)

    Hallo, ich bin seit 2000 an einer AHS tätig, seit 2003 bin ich 1LL2a2. (Ich habe IGP auf einem Konservatorium studiert.) Meine Vorrückungsstufe war zuletzt 9.
    Nun habe ich im April noch ein Diplomstudium abgeschlossen. Ich bin im Oktober rückwirkend auf 1LL1 eingestuft worden. Meine Gehaltsstufe ist nun wieder 7 und mir wurde Geld abgezogen.
    Nun habe ich zwei Fragen:1) Können Sie das nachvollziehen und mir erklären?
    2) Wo kann ich den zugehörigen Gesetzestext, bzw. Erlass zum Umstieg von 1LL2A2 auf 1LL1 finden?

    Mit Dank im Voraus und freundlichen Grüßen

  • #148

    Hannes Grünbichler (Donnerstag, 24 Oktober 2019 16:10)

    zu #147
    Wenn du IGP studiert hast, erfuellst du die Anstellungserfordernisse fuer L2a2, weil du zusaetzlich auch die RDP von einer hoeheren Schule hast + IGP von Konservatorium (Anlage 1 Z 24.3 BDG - Verwendungsgruppe L2a2: https://www.jusline.at/gesetz/bdg/paragraf/anlage1-24)
    Jetzt hast du ein Diplomstudium abgeschlossen (akademisch). Deshalt erfuellst du die Anstellungserfordernis fuer die Verwendungsgruppe L1. Bei der Ueberstellung in diese akademische Entlohnungsgruppe sowie bei der erstmaligen Einreihung in eine Entlohnungsgruppe ist ein Vorbildungsausgleich beim Besoldungsdienstalter in Abzug zu bringen, wenn die Studien, die zur Erfuellung der mit einem solchen Arbeitsplatz verbundenen Aufgaben ueblicherweise benoetigt werden, nicht vor Beginn des Dienstverhaeltnisses abgeschlossen wurden. Das sind in deinem Fall 4 Jahre (also 2 Stufen).

    Deine Entlohnung darf aber nicht weniger sein.
    L1-Stufe 7: 3566,60 € brutto
    L2a2-Stufe 9: 3290,50 € brutto

    Ich wuerde dann einfach einmal bei der der fuer die Verrechnung zustaendigen Person in der Bildungsdirektion nachfragen (ueber Sekretariat).

  • #149

    Josef Gary Fuchsbauer (Samstag, 26 Oktober 2019 11:25)

    Wenn jemand in L2a2 war und dann nach einem Studienabschluss in L1 aufgestuft wird, dann werden 2 Jahre Ueberstellungsverlust / Vorbildungsausgleich abgezogen (wegen Unterschied von 3 und 5 Jahren Ausbildung).

  • #150

    Michael (Sonntag, 27 Oktober 2019 07:25)

    Hallo

    Ich abe erfahren, dass manche Privatschulen in den Sommerferien im ||L Vertrag nicht anstellen (10 statt 12 Monate), kann dies auch auf das neue PD Schema zutreffen oder sind dort immer die Sommerferien inkludiert bzw. bezahlt?

    LG Michael

  • #151

    Hannes Grünbichler (Montag, 28 Oktober 2019 04:35)

    zu #151
    (Michael, 27. Oktober 2019)

    Eine allgemeine Aussage kann ich leider nicht erteilen. Für Privatschulen gilt nämlich das Privatschulgesetz.
    Lehrer werden nach §19 (1) PrivSchG subventioniert (https://www.jusline.at/gesetz/privschg/paragraf/19)
    Steht keine freie Planstelle zur Verfügung dann werden nach Dienstrecht alt zB die VertragslehrerInnen II L folgendermaßen bezahlt: Es hängt davon ab, wann das DV beginnt, Stichtag ist der 1.2. des betreffenden Unterrichtsjahr (Beginn vor 1.2. dann Teiler 12, nach 1.2. Teiler 10). Das neue Dienstrecht (pd-Schema) kennt diesen Stichtag nicht. Man kann das DV aber auch mit Semesterende befristen.
    Privatschulen, die keine freien Subventionsposten zur Verfügung haben, können auch LehrerInnen anstellen, die sie selbst bezahlen, insofern kann der Schulerhalter als Dienstgeber hier einen frei zu vereinbarenden Dienstverträge aushandeln.
    Dies ist eine nicht ganz befriedigende Antwort.

  • #152

    Martin Sselhak (Mittwoch, 30 Oktober 2019 20:20)

    Ich arbeite seit kurzem an einer NMS (habe an der Uni Salzburg Lehramt studiert und mit Magistertitel abgeschlossen).

    Nun steht in der Broschüre die wir bekommen haben "Gleichwertige Ausbildung verlangt gleiche Bezahlung".
    Meine Ausbildung ist ja gleichwertig wie die der AHS-Lehrer, da Studium an der Uni. Bekomme ich somit das Gehalt für AHS-Lehrer obwohl ich in einer NMS arbeite oder trotzdem nur das der, sonst an einer PH ausgebildeten, NMS-Lehrer?
    (Ich meine diese Broschüre: https://bildung.bmbwf.gv.at/schulen/lehrdr/ldr_broschuere.pdf?6592d9)

    Danke, Martin

  • #153

    Martin Sselhak (Mittwoch, 30 Oktober 2019 20:40)

    Tut mir leid - gleich noch eine zweite Frage:

    Was wird an Vordienstzeiten angerechnet werden bzw. sollte ich Einspruch erheben wenn etwas davon nicht berücksichtigt wird?

    a, Wie sieht es mit Arbeiten mit Kinder- und Jugendgruppen, z.B. in Sportvereinen oder als Schilehrer aus?
    b, Werden Zivildienst und/oder Studienzeiten irgendwie angerechnet?
    c, Ich war einige Zeit als Nachhilfelehrer bei einem Institut angestellt, jedoch nur geringfügig (je nach Kundenlage zwischen 25 und 40 Stunden im Monat, von Monat zu Monat schwankend aber immer so, dass ich unter der Geringfügigkeitgrenze blieb). Wird das angerechnet und wenn ja wie? Anteilig?
    d, Ich hatte zeitweise mehrere Jobs gleichzeitig. Z.B. ein paar Nachhilfestunden pro Monat, ein paar Kindersportkurse, usw. Jedes für sich nicht wirklich viele Monatsstunden, zusammengerechnet aber rund ein Halbzeitjob. Wie wird so etwas berücksichtigt?
    e, Wie sieht es mit der Arbeit im Familienbetrieb aus, die zeitweise sehr umfangreich war, aber immer im Rahmen der familiären Beistandspflicht abgerechnet wurde, da die Anstellung innerhalb der Familie zu kompliziert erschien?

    Danke, Martin


  • #154

    Josef Gary Fuchsbauer (Mittwoch, 30 Oktober 2019 20:41)

    Lehrverpflichtung und Bezahlung ist an NMS und AHS-Unterstufe im neuen Dienstrecht tatsaechlich genau gleich.
    Der Unterschied ist bloß ab der 9. Schulstufe an AHS und BMHS, denn da darf man nur mit Ma(gi)ster unterrichten.

  • #155

    Gary (Mittwoch, 30 Oktober 2019 20:49)

    Schul- und Studienzeiten nicht, Zivildienst schon, außerschulische Arbeit nur, wenn sie auf akademischem Niveau war und fuer den Einstieg als Lehrer hilfreich war. Nachhilfe zaehlt definitiv nicht dazu, die geschilderte Jugendarbeit wohl auch nicht. Außerdem keine Zeiten vor Abschluss der fuer die Anstellung erforderlichen Ausbildung. Ander Arbeit, die nichts inhaltlich mit den Unterrichtsgegenstaenden zu tun hat, ist nicht anrechenbar.
    So ist es.

  • #156

    Michael (Samstag, 02 November 2019 09:12)

    Zu Gary #155

    Hallo Gary, mich würde noch interessieren, wie bei einem Einspruch vorzugehen wäre, falls es zur Entscheidung einer Nichtanrechnung kommen würde?

    (z.B. HTL Maschinenbau und Zivi danach 4Jahre Maschinenbauingenieur und dann Studium Mathematik/Physik und nun AHS Oberstufe Physik/Mathe) Gerade im Bereich Physik würde ich es nämlich nicht verstehen, wenn nichts aus dem Maschinenbau angerechnet werden würde, da vieles (Statik, Dynamik, Kinematik, Pneumatik, Hydraulik,..) nun auch im Unterricht gelehrt wird,..

    LG und Danke

  • #157

    Gary (Samstag, 02 November 2019 10:14)

    Lieber Michael! Einspruch ist moeglich und schriftlich ueber die Direktion an die Bildungsdirektion einzubringen. Hineineschreiben, was du aus welchem Grund als anrechenbar siehst. Aber, wie gesagt, Taetigkeiten vor Abschluss des Lehramtsstudiums werden sie dir nicht anrechnen, weil Ausbildungszeiten nicht anzurechnen sind, da die Einstufung in ein akademisches Gehaltsschema (wie pd oder l1) die vorangehende Ausbildung natuerlich voraussetzt. These are the facts...

  • #158

    Michael (Samstag, 02 November 2019 10:43)

    Zu #157

    Vielen Dank fuer die Nachricht Gary

    Bin gespannt in meinem Fall, da es sich ja meines Erachtens eindeutig um eine "einschlägige Berufspraxiszeit, die mit dem Fach des abgeschlossenen Lehramtsstudiums inhaltlich in engem Zusammenhang steht" handelt und keine Ausbildungszeit!? und da der Maschinenbauingenieur ja aufgewertet wurde und dem Bachelor gleichgestellt wurde bin ich sehr am Ausgang interessiert,..

    Auch die Passage:" werden vor dem Abschluss des Lehramtsstudiums zurückliegende Praxiszeiten als einschlägig erarchtet, sind diese Fälle zur koordinierenden Behandlung und derailierten Prüfung an die Zentralstelle heranzutragen,.." könnte Hoffnung geben

    LG

  • #159

    Hannes Grünbichler (Samstag, 02 November 2019 11:10)

    Ich fürchte Gary hat recht.
    Der Maschinenbau Ingenieur wurde zwar aufgewertet ist aber nicht akademisch. Der Abschluss ist gleichwertig aber nicht gleichartig.
    LG

  • #160

    Andrea (Montag, 04 November 2019 22:05)

    Hallo,

    ich bin momentan in meinem 3. Dienstjahr und habe das neue Dienstrecht (pd - schema). Angenommen ich werde schwanger. Zählen Karenzzeiten zur Vorrückung oder bleibe ich einfach bis zur Rückkehr aus der Karenz in derselben Stufe? Also zu Zeit bin ich in der 1. Stufe und verbleibe dort 5,5 Jahre. Zählen nun Karenzzeiten zur Besoldung/Vorrückungsstichtag oder nicht?

    Danke im Voraus.
    LG Andrea

  • #161

    Hannes Grünbichler (Mittwoch, 06 November 2019 04:43)

    #161
    (Andrea 04. November 2019)

    Hallo Andrea, ja deine Karenzzeit zaehlt fuer die Vorrueckung. Es gilt §29c (2) VBG (https://www.jusline.at/gesetz/vbg/paragraf/29c). Damit du aber nicht gekuendigt wirst gilt es folgendes zu beachten. Die Maximaldauer, dass du auf deinen Arbeitsplatz zurueckkehren kannst, betraegt 2 Jahre (§ 29d VBG), ansonsten wirst du abberufen (dh du kannst woanders dienstzugeteilt werden) oder die BD laesst einfach den Vertrag auslaufen (weil du noch einen befristeten Vertrag haben wirst.)

  • #162

    Andrea (Mittwoch, 06 November 2019 21:39)

    Vielen Dank für die schnelle Antwort Herr Grünbichler.
    Aus dem Gesetzestext lese ich heraus, dass die Karenzzeit nur zur Hälfte angerechnet werden kann. Verstehe ich das richtig?
    Und was ist, wenn man zwischenzeitlich nochmals schwanger wird - gilt dann ebenfalls die 2-Jahres-Regelung (also, dass man danach gekündigt wird bzw. der Vertrag einfach ausläuft und man keinen Anspruch auf den „alten“ Arbeitsplatz mehr hat?)
    Angenommen man bekommt nach 5 Dienstjahren den unbefristeten Vertrag und wird dann erst schwanger - dann gilt die Regelung mit den 2 Jahren nicht, oder?
    Ziemlich kompliziert... Aber danke im Voraus für die Hilfe! :-)
    LG Andrea0

  • #163

    Hannes Grünbichler (Donnerstag, 07 November 2019 04:55)

    zu #162
    (Andrea, Mittwoch, 06 November 2019)

    Die Karenzzeit wird voll angerecht. Es gilt §29c (2) VBG. Die Zeit einer Karenz nach dem MSchG oder dem VKG bleibt für Rechte, die sich nach der Dauer der Dienstzeit richten, wirksam. = also Vollanrechnung.

    Das Gesetz besagt leider, dass man nur 2 Jahre das Recht hat, auf seinem angestammten Arbeitsplatz zurueckzukehren. Eine erneute Schwangerschaft verlaengert die Frist leider nicht.
    Das Problem, dass ich bei eineuten Schwangerschaft sehe ist, dass die Stelle einfach besetzt werden kann, weil das Rueckkehrrecht de iure nicht mehr existiert. Der Dienstgeber (Bidi) kann also den Vertrag auslaufen lassen (wird aber vorher nachfragen).

    Bei einem Fixvertrag geht das nicht.

    Bei ihrer Rueckkehr habe sie allerdings das Recht, bis zum Schuleintritt des Kindes Teilzeit (aber mind. 50%) zu arbeiten und auch ihre Arbeitszeit mitzugestalten, weil Sie Betreuungspflichten gegenueber ihres Kindes haben. Sie koennten also zB den Wunsch aeussern, dass sie nur 3 Tage am Vormittag unterrichten wollen.

    Sie erhalten einen unbefristeten Vertrag erst nach 6 Monaten wieder im Dienst (duch formloses Schreiben mit der Bitte auf Umstellung auf unbefristeten Vertrag an die Bidi.). Dann wuerde ich erneut in Karenz gehen.
    (Sie muessen ihre Schwangerschaft auch nicht sofort melden. Man muss diese ja nicht sofort bemerken... es kann ja vieles Unverhersehbares passieren ;-) und Kinder sollten uns so wichtig sein, dass sich jede(r) ueber die Schwangerschaft einer Kollegin mitfreut und als Leitung die Karenz einfach ermoeglicht)

  • #164

    Hannes Grünbichler (Donnerstag, 07 November 2019 14:57)

    zu #162
    (Andrea, Mittwoch, 06 November 2019)
    Hallo nochmals,
    entschuldige mir ist ein Fehler passiert.
    Bei Rueckkehr hat mab das Recht, bis zum Schuleintritt des Kindes Teilzeit (mind 30%, also 6WE) zu arbeiten und auch ihre Arbeitszeit mitzugestalten, weil Sie Betreuungspflichten gegenueber ihres Kindes haben (so hätte es richtigerweise) geheissen. :)

    Uebrigens, man kann auch andere Vereinbarungen treffen, wenn Schule zustimmt.

  • #165

    Andrea (Donnerstag, 07 November 2019 23:30)

    Klingt alles super. Danke vielmals für die Infos!
    Und Sie haben vollkommen Recht: Kinder sind was Tolles und jeder sollte sich mitfreuen :-)
    Ich persönlich wollte mich nur informieren, damit ich einfach Bescheid weiss - gibt einem Sicherheit. Man hört halt doch Vieles was gar nicht stimmt, weil sich die Leute nicht auskennen...
    Vielen, vielen Dank nochmals Herr Grünbichler.
    Alles Liebe, Andrea

  • #166

    Barbara (Sonntag, 10 November 2019)

    Hallo! Ich habe auch eine Frage zur Gehaltstabelle. Mir ist unklar, was unter "Teilstudienabschlüsse" verstanden wird? 1. Studienabschnitt des LA-Studiums oder auch 1. Abschnitt eines regulären Diplomstudiums oder ganz etwas anderes?

    Vielen Dank im Voraus für die Antwort!

    Liebe Grüße
    Barbara

  • #167

    Desiree (Montag, 11 November 2019 10:46)

    Hallo!

    Ich habe einen IIL/L1 Vertrag und 23,18 Werteinheiten. Sind die 3,18 Werteinheiten, die ich über der vollen Lehrverpflichtung bin, MDLs und wie werden die verrechnet bzw. im Lohnzettel ausgewiesen?

  • #168

    Josef Gary Fuchsbauer (Montag, 11 November 2019 11:24)

    Bei II-L-Vertraegen werden alle Stunden, also auch die von 20-23,18, gleich bezahlt! Das bewirkt, dass sie wesentlich besser bezahlt werden, als bei einem I-L-Vertrag, weil sie naemlich das ganze Jahr ueber bezahlt werden und nicht nur waehrend der Schulwochen. Wenn ich einen Lohnzettel gemailt bekomme (fuchsbauer@oeli-ug.at), dann kann ich das erlaeutern.

  • #169

    Gary (Montag, 11 November 2019 11:26)

    zu #166 Barbara:
    Fuer ein Lehramt sind (fast immer) 2 Faecher erforderlich. Wenn nur eines abgeschlossen ist, ist das ein Teilabschluss.

  • #170

    Nina schremser (Donnerstag, 21 November 2019 06:43)

    Ich bin aktuell als llL Lehrerin angestellt und habe nun den Hochschullehrgang Mentoring abgeschlossen (MEd). Ist nun eine Einstufung im lL Gehaltsschema möglich?

  • #171

    Hannes Grünbichler (Donnerstag, 21 November 2019 06:54)

    zu #171
    (Donnerstag, 21 November 2019)

    Liebe Kollegin,
    IIL ist eine befristeter Vertrag, weil noch nicht im 6. Dienstjahr.
    Welche Schule unterrichtest du? Ich vermute Mittelschule... also wirst du nach gehaltenen Stunden und nach Schultyp bezahlt und bist IIL/l2a2 eingestuft (Die Bezahlung ist auch etwas besser als in IL/l2a2).
    Der Master aendert leider nichts daran.
    IL/l2a2 bekommst du im 6. Dienstjahr. Dann ist der Vertrag unbefristet.

  • #172

    Anne (Freitag, 22 November 2019 10:48)

    Hallo,
    habe als Lehrerin (verbeamtet) in Bayern am Gymnasium gearbeitet und bin mittlerweile mit einem IL-Vertrag in Österreich. Wird die Karenz (2 Kinder), die noch als Beamte beantragt wurde, bei der Einstufung in die Gehaltsstufe angerechnet?
    Liebe Grüße

  • #173

    Hannes Grünbichler (Freitag, 22 November 2019 15:47)

    zu #173
    (Freitag, 22 November 2019)

    Liebe Kollegin,

    wenn du bereits einen IL-Vertrag hast, dann bist du auch schon eingestuft. Das Besoldungsdienstalter muesste errechnet worden sein und ist im portal.gv.at am Gehaltszettel ersichlich.
    Das Besoldungsdienstalter wurde nach §26 VBG ermittelt. Im Regelfall wird eine Karenz angerechnet, pro Kind bis zu 2 Jahre. Deinen Fall muesste man sich aber genauer anschauen.

    Bei Uebergabe des Vertrags muesstest du auch darueber informiert worden sein (mittels Beiblatt), wie deine Einstufung (aus den angerechneten Zeiten) ermittelt wurde. Nach dieser Mitteilung hat man dann eine Einspruchsfrist gem. §26 (6) VBG von 3 Monaten. Diese wird bei dir leider schon verstrichen sein.

    Gerne koennen wir uns deinen Vertrag auch anschauen oder auch telefonisch durchbesprechen, wenn du willst.

    Liebe Grueße

  • #174

    franziska (Samstag, 23 November 2019 20:22)

    Ich bin in der Regelpension.
    Ab 25.11. aber bin ich als Krankenstandsvertretung bis voraussichtlich 20.12. mit 20 Unterrichtsstunden in einer VS als kirchlich bestellte Religionslehrerin eingesetzt.
    Welches Gehaltsschema gilt bei mir nun?
    Wie hoch wird mein Gehalt sein?
    Falls ich doch nach Weihnachten noch weiter im Einsatz bleiben soll, werden dann die Weihnachtsferien mitabgegolten?

    Danke - und liebe Grüße!

  • #175

    Hannes Grünbichler (Sonntag, 24 November 2019 04:48)

    @ #175
    (23. November 2019)
    Du muesstest nach II-L-Schema, (nach dem die kirchl.best.RL bezahlt werden), bezahlt werden. Bezahlt wird nach Unterrichtsstunden (https://www.oeliug.at/recht/gehalt/gehaltstabelle/), also in etwa 2218,45 brutto, entspricht in etwa 1600 netto (wobei es bei dir etwas hoeher ausfaellt, weil kein PV-Beitrag mehr bezalt werden muss).
    Weihnachts- und Urlaubsgeld ist aliquot auszubezahlen.

  • #176

    franziska (Montag, 25 November 2019 13:23)

    Vielen Dank für die prompte Information!
    Schöne Zugabe! ;))

  • #177

    Gabe (Sonntag, 15 Dezember 2019 08:14)

    Hallo
    Studiere zur Zeit Biologie. Möchte aber nach dem Studium Lehramt für Musikerziehung und Biologie draufsatteln. Habe ich gute Chancen für Biologie und Musik? Oder ist es besser ein anderes Fach zu wählen?

  • #178

    Hannes Grünbichler (Montag, 16 Dezember 2019 09:44)

    @ #177
    (Sonntag, 15 Dezember 2019)

    Ich kann nur raten, ein Zweitfach zu waehlen, das du dir zu unterrichten auch gut vorstellen kannst, wenn es Musik ist, dann passt das natuerlich. Prinzipiell gehe ich davon aus, dass es in naher Zukunft freie Stellen geben wird, weil doch viele Pensionierungen anstehen.

    Eine gute Wahl fuer ein Zweitfach ist immer auch Mathematik, Physik, Chemie ...

    Ich wuerde aber jenes Fach waehlen, das mir aber am meisten Freude bereitet.

  • #179

    John (Samstag, 11 Januar 2020 18:17)

    Hallo,
    Ich bin IL-Lehrer und an meiner Schule ist jetzt ein Lehrer (nennen wir ihn Karl) nach dem neuen Vertrag also pd seit dieser Woche angestellt mit meinem Unterrichtsfach, da er für einen IL-Lehrer, der in Krankenstand ist und mit Juli in Pension geht, neu gekommen ist.
    Diese Stunden sind also IIL-Stunden, da sie Vertretungstunden sind.
    Können pd-Lehrer IIL-Stunden übernehmen?
    Kann Karl automatisch bleiben oder gelten hier noch die alten Gegebenheiten, dass Lehrerinnen und Lehrer mit einem längeren Dienstalter vorzuziehen sind?
    In diesem Fall wäre neben mir auch ein Kollege mit IL (nennen wir ihn Kunibert), der einen Vertrag über 16WE hat und gerne voll werden möchte.
    Haben Kunibert und ich ein Vorrecht nächstes Jahr die Stunden vom dann pensionierten, zur Zeit im Krankenstand befindlichem Kollegen, zu bekommen oder gilt mit dem neuen pd-Vertrag, dass Karl bleiben kann und sich uns "vordrängt"?
    Liebe Grüße
    John

  • #180

    Josef Gary Fuchsbauer (Samstag, 11 Januar 2020 22:04)

    Hallo John!
    Vertraege im neuen Dienstrecht (pd) gibt es befristet (jedenfalls bis zum Masterabschluss, bzw. wenn es Befristungsgruende wie im alten Dienstrecht gibt) und unbefristet (aber jedenfalls ab dem 6. Jahr unbefristet). Auch die sonstigen Regeln aus dem Sicherstellungserlass gelten: Zuerst sind die Beamt*innen, dann die Dauervertragslehrer*innen einzuteilen; gewuenschte Vertragsauffuellungen von Teilbeschaeftigten kommen vor Ausschreibung/Neuanstellung; Vertragsverlaengerung von befristeten Vertraegen kommen erst danach. Real spielt allerdings auch noch die von den Bildungsdirektionen den Schulleitungen gegebene Mitentscheidungsmoeglichkeit mit, die ueber das im Gesetz vorgesehene Reihungsrecht (samt Letztentscheidung durch die Bildungsdirektion) meiner Beobachtung nach weit hinausgeht. Dies haengt moeglicherweise auch damit zusammen, dass nach den Umstrukturierungen in den Bildungsdirektionen dort die Entscheidungsstrukturen nicht mehr so klar sind (frueher wusste man immer klar, welche*r LSI zustaendig ist). Das laengere Dienstalter als Vorziehgrund steht so meines Wissens nicht im Gesetz, vielmehr koennen Schulleitungen mit Zusatzqualifikationen und natuerlich mit den (un)passenden Faecherkombinationen argumentieren...

  • #181

    John (Sonntag, 12 Januar 2020 11:00)

    Danke Gary für deine wie immer fundierte Antwort.
    Der neue Kollege hat eine alte Pädagoginnenausbildung mit Mag. hat aber während seines UP keine Zusatzstunden bekommen und bekommt jetzt seine ersten Stunden sprich den pd-Vertrag.
    Angestellt ist er nur für die Vertretung des Krankenstandes. Ist das ein Befristungsgrund wie im alten Dienstrecht oder gilt er ab sofort ohne 6 Jahre als unbefristet?

  • #182

    Gary (Sonntag, 12 Januar 2020 15:43)

    .. weil er im UP keine eigenen Stunden hatte und somit erstmals 19/20 Bundeslehrer ist, ist er im neuen Dienstrecht.
    Natuerlich ist eine Krankenstandsvertretung eine befristete Anstellung.
    Es ist nicht anzunehmen, dass die Bildungsdirektionen ihre Politik der moeglichst 5 Jahre langen befristeten Vertraege aendern und weiterhin - egal ob II L oder pd - alle Gruende fuer Befristungen ausnutzen werden und zuletzt weiterhin den Allerweltsgrund "aus organisatorischen Gruenden" in die Vertraege hineinschreiben werden.
    Der einzige Vorteil von pd ist, dass hier von Anfang an auch bei einem befristeten Vertrag die Vordienstzeiten anzurechnen sind und (bei Mag./Master) jedenfalls nach 3,5 Jahren die Vorrueckung in Stufe 2 erfolgt, auch wenn der Vertrag befristet ist.

  • #183

    John (Sonntag, 12 Januar 2020 18:22)

    Danke für die Auskunft Gary �

  • #184

    Karine (Donnerstag, 16 Januar 2020 21:32)

    Hallo! Bin erfreut diese Seite mit vielen kompetenten Antworten gefunden zu haben.
    Eine Frage würde sich für mich stellen:
    Mein Kind ist vier Jahre alt. Derzeit habe ich eine halbe Lehrverpflichtung, dH 11 Stunden. (Einstufung 1l/l2a2/4). Die halbe Lehrverpflichtung ist aber sehr aufwendig, 5 D, 4 M Stunden, Werken und Kreatives Gestalten. Da ich zwei Hauptfächer unterrichte habe ich keinen freien Tag. Ist es auch möglich weniger als 11 Stunden zu errichten? Laut meinem Direktor nicht. Vielen Dank für die Auskunft!

  • #185

    Karine (Donnerstag, 16 Januar 2020 21:42)

    Nachtrag: Ich unterrichte in einer Volksschule in NÖ.

  • #186

    Hannes (Freitag, 17 Januar 2020 08:19)

    @ #184 und #185

    Liebe Karine,

    zu deiner Frage: Elternteilzeit nach MSchG und VKG:
    Nach Beendigung des Kinderbetreuungsgeldbezuges ist eine Herabsetzung der Wochendienstzeitnach dienstrechtlichen Vorschriften nur auf hoechstens 50 Prozent der Vollbeschaeftigung moeglich.

    Neben diesem Anspruch laesst das VBG fuer Vertragsbedienstete die Moeglichkeit nach §20 Abs. 3 VBG offen, dienstvertraglich befristete oder unbefristete Teilbeschaeftigung - ohne Mindeststundenausmaß - zu vereinbaren.
    (vgl. https://www.jusline.at/gesetz/vbg/paragraf/20.)

    Bis zum 7. Lebensjahr des Kindes (oder bis zu einem spaeteren Schuleintritt) besteht grundsaetzlich ein Anspruch auf Teilzeitbeschaeftigung. Hierfuer muss bei Vertragsbediensteten das Arbeitsverhaeltnis zum Zeitpunkt des Antritts der Teilzeitbeschäftigung ununterbrochen mindestens drei Jahre gedauert haben (Zeiten des Mutterschutzes und der Karenz werden eingerechnet). Weiters muessen in der Dienststelle mehr als 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschaeftigt sein. Da bei VS die Dienststelle der Bezirk ist, hat diese doch mehr als 20 Beschaeftigte.
    Gewuenschter Beginn der Elternteilzeit, Dauer (mindestens zwei Monate), Ausmaß und Lage der Arbeitszeit musssen dem Dienstgeber mindestens drei Monate vor dem beabsichtigten Antritt schriftlich vorgeschlagen werden. Fuer Vertragsbedienstete, deren Kinder ab dem 01.01.2016 geboren sind, gilt, dass bei einer Teilzeitbeschaeftigung eine bestimmte Bandbreite (Reduktion um mindestens 20% der woechentlichen Normalarbeitszeit und Mindestarbeitszeit von 30%, also mind. 7 Stunden Unterricht pro Woche) einzuhalten ist.

    Eine Reduktion um 50% steht dir dienstrechtlich zu, alles andere kann man aus dem §15 MSchG ableiten und kann dir der Dienstgeber auch nicht verwehren, gehoert aber vereinbart (https://www.jusline.at/gesetz/mschg/paragraf/15h).

    Rueckfragen bitte auch gerne unter
    bei Gary Fuchsbauer (0680 2124358) oder mir, Hannes Gruenbichler (06509254988)

  • #187

    Peter (Samstag, 18 Januar 2020 08:56)

    Guten Morgen,

    eine nicht unmittelbar dienstrechtliche Frage: Ich bin IL Lehrer und an zwei Schulen ca. je 10-12 WE. Kann ich von meiner Seite aus die Stammschule wechseln also, dass die schule wo ich im Moment mitverwendet werde zu meiner Stammschule mache und meine jetzige Stammschule zur mitverwendung wird.
    Ich möchte in den nächsten Jahren nämlich nur in meiner jetzigen mitverwendungsschule unterrichten und dann mit einer vollen Lehrverpflichtung.
    Liebe Grüße

  • #188

    Hannes Gruenbichler (Sonntag, 19 Januar 2020 05:03)

    @ #188 (Samstag, 18 Januar 2020)

    So einach ist es leider nicht die Stammschule zu wechseln. Dies wird von den BiDis aber auch unterschiedlich gehandhabt.
    Am besten ihr Ansinnen mit der Schulleitung ihrer mitverwendenden Schule besprechen und auch bei der PV anfragen, ob es in den naechsten Jahren moeglich ist, mehr Stunden zu bekommen. Die Schulleitung, weiß am besten, wie ein Wechsel der Stammschule am einfachsten moeglich ist.
    Am leichtesten ist es immer dann, wenn es an der mitverwendenden Schule einen Bedarf fuer eine vollbeschaeftigte Lehrperson gibt und sich beide Schulleitungen (also auch ihre derzeitige Stammschule) einig sind, also den Stammschulwechsel befuerworten. Dann geht der Wechsel meist recht unkompliziert.
    Es koennte aber auch sein, dass die Stelle ganz offiziell ausgeschrieben werden muss und man sich dann bewerben muss (mittels Versetzungsansuchen).
    Rueckfragen und naehere Details bitte auch gerne unter
    bei Gary Fuchsbauer, 0680/2124358 oder mir 0650/9254988

  • #189

    Greta (Dienstag, 21 Januar 2020 10:53)

    Derzeit unterrichtet ich als Sonderschullehrerin, im IIL Vertrag. Bin im fünften Dienstjahr und werde hoffentlich bald in den IL Vertrag umgestellt. Wie verändert sich die Besoldung dahingehend bzw. in welcher Entlohnungsstufe steige ich ein?
    Habe ein Angebot als Beratungslehrerin zu arbeiten, wie werden diese entlohnt?
    Vielen Dank für die Antwort!

  • #190

    David (Dienstag, 21 Januar 2020 12:32)

    Hallo Greta!

    Normalerweise wird man spätestens nach dem 5ten Dienstjahr in den IL Vertrag umgestellt. Wenn allerdings eine Karenzierung oder sonstiges da drinnen war, kann sich der II L Vertrag auch verlängern.

    Die Einstufung im IL Vertrag erfolgt normalerweise nach den Dienstjahren, die man bereits geleistet hat. Sollte in deinem Fall dann die dritte Stufe im IL Vertrag in l2a2 sein.

    Die Stundenbasis für Beratungslehrer/innen liegt bei 21 Stunden. Du als Sonderschullehrer hast eine 22 Stundenbasis. Dementsprechend würde dein Gehalt Prozentuell angepasst werden, wenn du als Beratungslehrerin arbeitest.

    Für eine exakte Auskunft und ob und wann du auf den IL Vertrag umgestellt wirst, empfehle ich dir aber, dass du dich direkt an deine Bildungsdirektion und den entsprechenden Sachbearbeiter wendest. Dieser kann dann eine Akteneinsicht machen und dir eine genaue Auskunft über deine Vertragslage geben.

  • #191

    Dominic (Mittwoch, 22 Januar 2020 16:15)

    Seit diesem Schuljahr habe ich einen Fixvertrag für eine volle Lehrverpflichtung an der HTL und habe einen IL Vertrag bekommen - l2b1. Die genaue Einstufung erfolg noch nach der Anrechnung der Vordienstzeiten. Jetzt wäre aber meine Frage welche Qualifikation man mitbringen muss bzw. welche Ausbildung man benötigt um z.B. in l2a2 oder l2a1 eingestuft zu werden. Vielen Danke für die Antwort.

  • #192

    Hannes Gruenbichler (Mittwoch, 22 Januar 2020 18:22)

    Lieber Dominic,

    die Info ist nichts fuer den Blog.
    Bitte schick uns deine Anfrage unter bhs@oeli-ug.at.
    Ich benoetige auch konkrete Info zu deiner Vorbildung und was du konkret unterrichtest. (Mein Annahme: Fachpraktiker und Werkstattunterricht).
    Ich beantworte deine Anfrage gerne via eMail oder unter 0650/9254988 (ich) bzw. 0680/2124358 (Gary)

  • #193

    Dominic (Mittwoch, 22 Januar 2020 19:04)

    Lieber Hannes,

    vielen Dank für die schnelle Rückmeldung. Ich werde dir die nötigen Informationen schicken und wäre um eine Antwort dankbar.

  • #194

    tjm (Sonntag, 09 Februar 2020 09:46)

    Lieber Gary,

    muss man als Religionslehrerin (IL, weitere Fächer PP und Ethik), wenn man sich nur für Ethikstunden an einer neuen Schule bewirbt mit den Religions-FI Rücksprache halten?
    Kann man sich überhaupt initiativ als Religionslehrerin bewerben.
    Ich möchte das wissen, da ja vermutlich ab 21/22 Ethik an allen Oberstufen eingeführt wird. Ich bin zur Zeit an zwei Schulen, würde aber von einer in den nächsten Jahren weggehen und stattdessen in eine Schule, die im Moment keinen Ethikunterricht hat aber wenn es vom NR beschlossen wird ab dem SJ 21/22.

    LG

  • #195

    Gary (Sonntag, 09 Februar 2020 16:22)

    Ja, ich wuerde schon solche (geplanten) beruflichen Weiterentwicklungen mit dem*der FI besprechen, weil diese*r ja auch Personalplanungen macht. Da du nicht kirchlich bestellt bist, kannst du natuerlich auch PP und Ethik unterrichten und dich daher dafuer bewerben. Andererseits: Da alles im Regierungsprogramm unter dem Budgetvorbehalt steht und mein Optimismus bezueglich BM Faßmann und Budget-fuer-die -Bildung-Herausholen sehr begrenzt ist, kann da wohl nur sehr vorsichtig geplant werden. Aber ich hoffe natuerlich auch, dass das so kommt, wie geplant. Alles Gute!

  • #196

    Sylvia (Sonntag, 16 Februar 2020 12:17)

    Hallo!

    Ich würde gerne wissen, wie lange die Zeit im neuen Dienstrecht jetzt konkret ist, in der man von der 1. Gehaltsstufe zur 2. wechselt? Es steht eine "von bis" Zeit dort.

    L. G. Sylvia

  • #197

    Gary (Sonntag, 16 Februar 2020 12:39)

    Bei Einstieg als Ma(gi)ster 3,5 Jahre.
    Bei Einstieg als 240-ECTS-Bachelor 4,5 Jahre.
    Bei Einstieg als 180-ECTS-Bachelor 5,5 Jahre.
    Bei Einstieg sonst 8,5 Jahre.
    (Abzueglich jeweils die angerechneten Berufserfahrungszeiten.)

  • #198

    Gary (Sonntag, 16 Februar 2020 12:41)

    Nachtrag: Statt Magister kann natuerlich auch Dipl.Ing. oder anderer gleichwertiger Studienabschluss stehen

  • #199

    Maria (Mittwoch, 19 Februar 2020 20:42)

    Hallo!
    Ich bin derzeit im 2. Bildungsweg mit dem BA LA Biologie und Chemie und plane noch vor Studienabschluss den Quereinstieg in eine Wiener AHS, also dann ohne offizielle Lehrbefugnis. Ich habe 6-jährige Berufserfahrung als Ökologin (Mag.a Dr.in mit Uni-Lehrverträgen). Ich wäre sehr glücklich um eine Einschätzung, wie meine Einstufung ausschauen würde. Danke und Schönen Abend!

  • #200

    Josef Gary Fuchsbauer (Donnerstag, 20 Februar 2020 06:14)

    Hallo Maria!
    Es ist zwar nicht mit Sicherheit vorherzusagen (weil der Dienstgeber das restriktiv behandelt), aber wenn die facheinschlägige Berufserfahrung nach Abschluss des Mag. lag, sollte sie angerechnet werden. Die Anstellung als Lehrerin erfolgt (wenn vor 2019 noch nicht als Landes-/Bundeslehrerin gearbeitet wurde) jedenfalls im Gehaltsschema pd (s.o. #197), in dem heuer folgende Gehaltsstufen bezahlt werden (14mal Monatsbrutto):
    2.781,1
    3.165,6 - 5 Jahre
    3.551,1 - 5 Jahre
    3.936,7 - 6 Jahre
    4.322,5 - 6 Jahre
    4.708,2 - 6 Jahre
    4.946,5
    Am Anfang wird Stufe 1 bezahlt, aber dann nach Abschluss der meist leider lange dauernden Berufserfahrungszeitenanrechnung rückabgerechnet.
    Je nach Lehrplan/Gegenstand kommt dazu die Fächervergütung (12mal/Jahr):
    14,4 Lehrverpflichtungsgruppe III ab 9.Schulst. AHS, BMHS, bzw. in BS
    27,5 NMS-Schularbeitsfächer und LVPflGr.I+II 5.-8. Schulst.
    35,2 LVPflGr.I+II ab 9. Schulst.
    Das bedeutet zB bei 10 Stunden Chemie an einer AHS-Oberstufe 144 Euro pro Monat;
    bei Biologie und Umweltkunde als Schularbeitsfach im naturwissenschaftlichen ORG 352 Euro.

  • #201

    PV ERG 22 (Donnerstag, 27 Februar 2020 09:35)

    Hallo!
    Ich hätte eine Frage zur Besoldung von Sondervertragslehrer*innen die in einem unbefristeten Dienstverhältnis (SV 1L/l1) sind. Und zwar gibt es hinsichtlich der Einstufung und der Besoldung für Lehrer/innen mit diesem Vertragsstatus irgendwelche finanzielle Nachteile gegenüber 1L/l1 Lehrer/innen mit geprüftem Lehramt?

    Konkret, gibt es Unterschiede in der Besoldung und Vorrückung zwischen Sondervertragslehrer/innen mit einem unbefristetem Dienstverhältnis (SV IL/l1) und lehramtsgeprüften IL/l1-Vertragslehrer/innen, die in einem unbefristeten Dienstverhältnis stehen.
    Zum Beispiel:
    1) Bekommt ein/e Sondervertragslehrer/in mit einem SV 1L/l1 (unbefristet, mit abgeschlossenem Hochschulstudium) in der gleichen Gehaltsstufe weniger bezahlt als ein/eine lehramtsgeprüfte 1L/l1 Lehrer/in. Wenn ja, wie groß ist der Unterschied.

    2) Gibt es hinsichtlich der Vorrückung in der Gehaltsstufe irgendwelche Nachteile/Unterschiede zwischen diesen beiden Gruppen?
    Vielen Dank für die Rückmeldung.

  • #202

    Hannes (Donnerstag, 27 Februar 2020 10:18)

    zu #202 / PV ERG 22 (Donnerstag, 27 Februar 2020)
    Hallo,
    bitte teile uns mit um welchen Schultyp es sich handelt, weil es unterschiedliche Sondervertraege gibt.
    Bist du im pd-Schema oder wirklich in 1L/l1 (Dienstrecht alt), also Vertragslehrpersonen in einem der"Mangelfächern"? Im alten Dienstrecht gibt es keinen Unterschied in der Bezahlung, du muesstest dann aber einen Lehrgang fuer Neulehrer*innen machen bzw. gemacht haben, weil du schon laenger unterrichtest hast.
    Bitte um Rueckmeldung.
    Danke

  • #203

    PV ERG 22 (Samstag, 29 Februar 2020 18:50)

    Hallo! Danke für die rasche Rückmeldung. Wir sind ein Realgymnasium. Und ja, es handelt sich um einen unbefristeten SV 1L/l1. In diesen wurde nach dem 6. Dienstjahr überstellt.

  • #204

    PV ERG 22 (Samstag, 29 Februar 2020 18:52)

    Und ja altes Dienstrecht.

  • #205

    Hannes (Sonntag, 01 März 2020 18:46)

    zu #205 / PV ERG 22 (Donnerstag, 29 Februar 2020)
    Dann gibt es keinen Unterschied in der Bezahlung.
    Deine Einstufung siehst du im www.portal.at am Gehaltszettel unter Gehaltsstufe.
    Dein Grundgehalt bezogen auf die Besoldungsstufe unter https://www.oeliug.at/alles-was-recht-ist/dienstrecht-neu/gehaltstabelle/

  • #206

    SC (Sonntag, 01 März 2020 20:42)

    Hallo!

    Ich bin AHS-Lehrer (1L/L1, 11 Dienstjahre). Nun möchte ich mich in ein anderes Bundesland (von NOE ins BGLD) versetzen lassen. Es gab schon Gespräche mit der neuen Schule (im BGLD).
    Wie gehe ich da am Besten vor, was muss ich beachten? Wie erfolgt eine Versetzung bzw. wie ist die Vorgehensweise bei einem Ansuchen um Versetzung?
    Vielen Dank!

  • #207

    Christian (Montag, 02 März 2020 22:07)

    Ich bin zurzeit in der Privatwirtschaft tätig und arbeite dort schon seit ca. 10 Jahren im Tätigkeitsbereich "Facility Management". Berufsbegleitend habe ich einen BSc (Wirtschaftsingenieurwesen), einen MSc (Wirtschaftsingenieurwesen) und einen DI (Gebäudetechnik/Gebäudemanagement gemacht. Davor noch die HTL in Elektrotechnik. Möchte nun Lehrer werden und möchte hier in Erfahrung bringen, was ich in einem Polytechnikum oder in einer Berufsschule bzw. in einer HTL verdienen würde. Ich werde vermutlich in das neue Dienstrecht eingegliedert, aber die Berücksichtigung von meinen Dienstjahren und meiner Vorbildung in den einzelnen Schultypen ist mir nicht ganz klar. Würde mich auf eine Antwort freuen.

  • #208

    Josef Gary Fuchsbauer (Dienstag, 03 März 2020 10:16)

    zu #206: Ueblicherweise sind Versetzungsansuchen im Jaenner bei der derzeitigen Bildungsdirektion einzubringen. Ich wuerde das daher rasch im Dienstweg ueber die eigene Schulleitung machen und auf die Gespraeche mit der aufnehmenden Schule und den Bedarf dort hinweisen. Und einen Grund fuer die verspaetete Eingabe anfuehren!

  • #209

    Gary (Dienstag, 03 März 2020 10:33)

    zu #207: Ja, es gilt dasselbe Gehaltsschema pd fuer alle Schultypen, allerdings gibt es Unterschiede beim erforderlichen Unterrichtsstundenausmaß: An Polytechnischen und Berufs-Schulen ist es immer 22, an BMHS (zB HTL) ist es bei Faechern der Lehrverpflichtungsgruppe 1 und 2 (was hier der Fall sein wird) 20. An Berufsschulen gibt es eine Faecherverguetung von 14,4 Euro pro Monatswochenstunde, also bei 22 Stunden 316,80 Euro pro Monat brutto. An AHS-Oberstufen und BMHS (zB HTL) gibt es bei Faechern der Lehrverpflichtungsgruppe 1 und 2 eine Faecherverguetung von 35,2 Euro pro Monatswochenstunde, also bei 20 Stunden 704 Euro pro Monat brutto. Da die Arbeitszeit in jedem Fall von einer 40 Stundenwoche ausgeht (als Durchschnitt uebers Jahr gerechnet) wird der Mehraufwand an den hoeheren Schulen einerseits durch die geringere Unterrichtsstundenzahl und andererseits durch die unterschiedlichen Faecherverguetungen ausgeglichen.
    Die Ausschreibungen werden voraussichtlich wieder (am Beginn der) letzte(n) Aprilwoche auf den Websites der Bildungsdirektionen stattfinden und die Bewerbungen sind dort elektronisch bis Anfang Mai einzubringen. Es ist sinnvoll, sich danach bei den gewuenschten Schulen zu melden und die Bereitschaft zum Vorstellungsgespraech mitzuteilen, da die Schulleitungen ein Reihungsrecht haben, wenn auch die Letztentscheidung und die Anstellung durch die Bildungsdirektion erfolgt.
    Die Vordienstzeitenanrechnung erfolgt dann nach der Anstellung und es bestehen durchaus realistische Chancen, dass berufsnuetzliche Arbeitszeiten angerechnet werden, sodass zwar ab Beginn in Stufe 1 bezahlt wird, aber dann nachbezahlt wird. Die Stufen ohne Anrechnungen waeren:
    1 2.781,1 3,5 Jahre
    2 3.165,6 5 Jahre
    3 3.551,1 5 Jahre
    4 3.936,7 6 Jahre
    5 4.322,5 6 Jahre
    6 4.708,2 6 Jahre
    7 4.946,5
    Mit der Anstellung ist auch zu unterschreiben, dass innerhalb der ersten 5 Jahre die paedagogische Ausbildung im Ausmaß von 60 ECTS (wird an den Paedagogischen Hochschulen so angeboten, dass sie berufsbegleitend neben Vollbeschaeftigung moeglich ist) absolviert wird. Es wird aber trotzdem schon Beginn weg voll bezahlt. Die Nichtabsolvierung dieser Ausbildung waere nach 5 Jahren ein Kuendigungsgrund.

  • #210

    Ulrike (Samstag, 07 März 2020 14:54)

    Ich habe Wirtschaftspädagogik studiert und arbeite seit vielen Jahren in der Privatwirtschaft. Bisher noch kein Unterricht an einer Schule, daher voraussichtlich neues Dienstrecht.
    Wieviele Jahre Vordienstzeit können max. angerechnet werden?
    In welche Stufe kommt man beispielsweise bei Anrechnung von 10 Jahren Vordienstzeit?
    Gibt es nach neuem Dienstrecht auch eine Zulage für die wirtschaftlichen Fächer in der Polytechnischen Schule?

  • #211

    Hannes (Samstag, 07 März 2020 15:32)

    zu #211 (Samstag, 07 März 2020)

    Liebe Ulrike siehe Entrag #209. Der einzige Unterschied anstelle HTL denke dir einfach HAK. Die Einstufung koennte in Stufe 2 oder 3 erfolgen, wenn alle Zeiten angerechnet werden.

    LG,
    Hannes

  • #212

    Ulrike (Samstag, 07 März 2020 17:53)

    Vielen Dank für die rasche Antwort. Gibt es nach neuem Dienstrecht auch eine Zulage für die wirtschaftlichen Fächer in der Polytechnischen Schule?
    LG

  • #213

    Hannes (Samstag, 07 März 2020 17:56)

    zu #213
    ... ja es gibt die kleine Fächervergütung.
    LG,

  • #214

    Hannes (Sonntag, 08 März 2020 09:34)

    zu #212/13
    Korrektur: Fächerzulage gibt es für dich keine bzw. nur für Deutsch, Englisch und Mathematik.

  • #215

    Chris (Dienstag, 10 März 2020 22:40)

    Hallo
    Kurze Frage:
    Ich bin derzeit im Besoldungsschema l2b1 Gehaltsstufe 9.
    Werde jetzt in das Besoldungsschema l2a1 umgestellt.
    Im Mai ist meine Vorrückung in die Gehaltsstufe 10.
    Bleibt bei der Umstufung in das höhere Besoldungsschema die Gehaltsstufe und die Vorrückung gleich oder verliere ich da etwas?
    Danke
    Lg

  • #216

    Hannes (Donnerstag, 12 März 2020 04:24)

    Es ist ein Vorbildungsausgleich abzuziehen. Hierfür müsste ich genau das Fach und Studium wissen.
    Wahrscheinlich werden 2 Jahre abgezogen, also fällst du nur um eine Stufe zurück.

  • #217

    Die Moni (Montag, 16 März 2020 19:56)

    Hallo ich war von 2003 - 2018 mit einem IIL Vertrag als Vertragslehrer beschäftigt!

    Ich war davon einige Jahre in Karenz nach MSchG und auf Karenzurlaub (unbezahlt) zur Kinderbetreuung!

    2018 wurde mein Vertrag nicht mehr verlängert!

    Seit März bin ich nun wieder angestellt als LI/L2a2!

    Ist mein Vertrag nun unbefristet oder befristet?
    Habe ich durch meinen alten Vertrag und die Karenz nach MSchG (zur Gänze) und Karenzurlaub unbezahlt (zur Hälfte) einen Anspruch auf Vorrückung in der Entlohnung?

  • #218

    Hannes (Mittwoch, 18 März 2020 06:49)

    ad #217 (Montag, 16 März 2020)

    IL/l2a2 bedeutet, dass du einen unbefristeten Vertrag hast.
    Ja, das ist richtig: Karenz nach MSchG ist zur Gänze und der anschließende "Karenzurlaub" zur Hälfte für die Vorrückung wirksam.

    Falls du die korrekte Einstufung mit dem Vertrag noch nicht erhalten hast, keine Sorge wird nachgezahlt. Dzt. dauert die Einstufung, wegen Neuberechnung des Besoldungsdienstalters (BDA) für alle Beschäftigten, Umsetzung des EuGH-Urteils

  • #219

    Oliver (Donnerstag, 09 April 2020 02:55)

    Hallo,
    habe eine Frage zu den Gehaltstabellen. Bin selber seit SJ 2016-17 VS-Lehrer und werde demnach nach der IIL-Tabelle entlohnt.
    Nach 5 Jahren endet die befristete Zeit und ich komme in die Vertragslehrer - IL Tabelle (I 2a2).
    Meine Frage dazu: In welcher Stufe beginne ich dort?

    Danke und LG

  • #220

    Josef Gary Fuchsbauer (Donnerstag, 09 April 2020 08:15)

    Ich nehme an, dass die Anstellung als VS-Lehrer mit einem Beschaeftigungsausmaß von mehr als 10 Stunden ist. Denn bis 10 Stunden kann es auf Dauer II L bleben - siehe https://www.jusline.at/gesetz/vbg/paragraf/90h, Absatz 1, letzter Satz:
    "Ebenso sind Vertragslehrer an Volksschulen, Neuen Mittelschulen, Sonderschulen, an Polytechnischen Schulen und an Berufsschulen, die nicht für eine dauernde Beschäftigung mit mehr als zehn Wochenstunden aufgenommen werden, in das Entlohnungsschema II L einzureihen."
    Für diesen Fall gilt nämlich https://www.jusline.at/gesetz/vbg/paragraf/90k, Abs. 1 (dass spaetestens im 6. Jahr ein I L Vertrag zu geben ist) nicht - steht in Abs. 2.
    Bei mehr als 10 Stunden ist spaetestens im 6. Jahr ein Dauervertrag auszustellen, aber das kann auch schon frueher passieren, weil nur bei Erfuellung einer der Voraussetzungen aus VBG Par. 90h ein II L Vertrag besehen darf.
    Bei der Umstellung auf I L wird jedenfalls der Vorrueckungsstichtag oder das Besoldungsdienstalter ermittelt. Dabei zaehlen als Vordienstzeiten einerseits alle Beschaeftigungen im oeffentlichen Dienst (auch Zeiten von Teilbeschaeftigung zaehlen voll; auch Bundesheer oder Zivildienst) und Zeiten aus Privatwirtschaft oder Selbstaendigkeit, wenn sie entweder den Einstief als Lehrer*in erleichtert haben oder durch diese Berufserfahung ein besserer Unterricht erwartet werden kann (diese Zeiten zaehlen bei Teilbeschaeftigung nur aliquot, zB ein Jahr in 50%-Beschaeftigung zaehlt als halbes Jahr). Aber die Durchfuehrungsbestimmungen beschraenken bei VS-Lehrer*innen die Anrechnung der oeffentlichen Zeiten auf maximal 4 Jahre und erkennen nur ganz spezielle Taetigkeit als berufsnuetzlich an, so zB ist eine Voraussetzung, dass nur Taetigkeiten nach Abschluss des Lehramtsstudiums angerechnet werden.
    Wenn daher zB am 5.9.2016 als Lehrer begonnen wurde und ab 1.9.2021 ein Dauervertrag gegeben wird, dann waere die Einstufung, wenn zB auch 6 Monate Bundesheer vorliegen, Stufe 3 und ab April 2022 Stufe 4. Besoldungsdienstalter am 1.9.2021: 4 Jahre, 11 Monate und 26 Tage aus II-L-Zeit, 6 Monate aus Bundesheer, Summe: 05 05 26 (so steht's zumindest bei mir am Lohnzettel). Immer wenn hier eine gerade Jahreszahl voll wird, gibt's eine Vorrueckung: bei 02 in Stufe 2, bei 04 in Stufe 3 und bei 06 in Stufe 4 usw. Da am 1.4.2022 dann Besoldungsalter 06 00 26 ist, gibt's dann Stufe 4.

  • #221

    Josef Gary Fuchsbauer (Donnerstag, 09 April 2020 08:22)

    sorry, oben sind 2 bloede Fehler: statt Einstief muss es Einstieg heißen. Der 2. Fehler ist ein fehlendes _nicht_. Hier der korrigierte Satzteil:
    "Aber die Durchfuehrungsbestimmungen beschraenken bei VS-Lehrer*innen die Anrechnung der nichtoeffentlichen Zeiten auf maximal 4 Jahre". Die oeffentlichen Zeiten werden immer voll angerechnet. Es zaehlt uebrigens auch oeffentlicher Dienst in anderen EWR-Staaten von Tuerkei bis Norwegen ...

  • #222

    Laura (Freitag, 10 April 2020 12:22)

    Hallo,
    ich war nun nach Abschluss meines Lehramtsstudiums 5 Jahre (Teilzeit) an einer AHS angestellt (Vertragslehrer IIL/L1, Gehaltsstufe 12). Nun gehe ich davon aus, dass mein Dienstverhältnis nach dieser Gesamtverwendungsdauer von 5 Jahren ab nächstem Schuljahr in ein IL Dienstverhältnis umgewandelt wird.

    Nun habe ich dazu einige Fragen:

    -) Muss ich dazu noch irgendwas machen oder geschieht das automatisch?

    -) Woher weiß ich, in welche Gehaltsstufe ich dann komme? (Ich habe innerhalb der letzten 5 Jahre auch an der Uni unterrichtet. Bringt das etwas für eine höhere Gehaltsstufe? Wo muss ich das bekanntgeben?)

    -) Ich unterrichte dieses Jahr nur ca. 2 WE. Habe ich dann mein IL Dienstverhältnis für immer nur über 2 WE oder kann ich das irgendwie erhöhen, dass ich in Zukunft jedes Jahr eine fixe Anzahl an WE bekomme, ohne jedes Jahr darauf angewiesen zu sein, wieviel Stunden dann tatsächlich frei sind?

    Dankeschön!

  • #223

    Gary (Freitag, 10 April 2020 16:33)

    Liebe Laura!
    Wenn du im 6. Dienstjahr bist, erhaeltst du von Gesetzes wegen (brauchst also nichts tun) einen I L Vertrag mit dem Stundenausmaß, das du im 6. Jahr unterrichtest (egal welche Stunden das sind, weil im Absatz 1a - https://www.jusline.at/gesetz/vbg/paragraf/90m - steht, dass Stunden, die jemand im 6. Jahr unterrichtet als gesichert gelten).
    Sobald jemand (im alten Dienstrecht) einen Dauervertrag bekommt (im neuen hingegen gleich am Beginn des Dienstverhaeltnisses), wird dann auch einmal die schriftliche Aufforderung kommen, alle bisherigen beruflichen Taetigkeiten anzufuehren. Dafuer wird dann ausreichend Zeit eingeraeumt.
    Dabei zaehlen als Vordienstzeiten einerseits alle Beschaeftigungen im oeffentlichen Dienst (auch Zeiten von Teilbeschaeftigung zaehlen voll; auch Zeiten im EWR von Tuerkei bis Norwegen ...) und Zeiten aus Privatwirtschaft oder Selbstaendigkeit, wenn sie entweder den Einstieg als Lehrer*in erleichtert haben oder durch diese Berufserfahung ein besserer Unterricht erwartet werden kann (diese Zeiten zaehlen bei Teilbeschaeftigung nur aliquot, zB ein Jahr in 50%-Beschaeftigung zaehlt als halbes Jahr). Aber die Durchfuehrungsbestimmungen beschraenken bei AHS-Lehrer*innen die Anrechnung der nichtoeffentlichen Zeiten (auch Uni ist seit deren Ausgliederung nicht mehr oeffentlicher Dienst) auf maximal 6 Jahre und erkennen nur ganz spezielle Taetigkeiten als berufsnuetzlich an, so zB ist eine Voraussetzung, dass nur Taetigkeiten nach Abschluss des Lehramtsstudiums angerechnet werden.
    Wenn daher zB am 5.9.2015 als Lehrerin begonnen wurde und ab 1.9.2020 ein Dauervertrag gegeben wird, dann waere die Einstufung Stufe 3 und ab Oktober 2021 Stufe 4. Besoldungsdienstalter am 1.9.2021: 5 Jahre, 11 Monate und 26 Tage aus II-L-Zeit: 05 11 26 steht dann am Lohnzettel). Immer wenn hier eine gerade Jahreszahl voll wird, gibt's eine Vorrueckung: bei 02 in Stufe 2, bei 04 in Stufe 3 und bei 06 in Stufe 4 usw. Da am 1.10.2021 dann Besoldungsalter 06 00 26 ist, gibt's dann Stufe 4. Wenn außerschulisches dazugerechnet wird, dann frueher ... Egal wie lang die Prozedur der Vordienstzeitenanrechnung dauert, es wird ab 1.9.2020 nachgezahlt werden.

    Wie gesagt, das Vertragsausma0 bestimmt sich nicht aus den heurigen, sondern den Stunden im 6. Dienstjahr. Da die Planung (provisorische Lehrfaecherverteilung) fuer 20/21 schon erstellt ist: Bei Personalvertretung nachfragen, was fuer naechstes Jahr eingeteilt ist. Fuer die Zukunft gilt: Wenn mehr Stunden da sind, erhoeht sich der Vertrag natuerlich dann sukzessive.

  • #224

    Roberta Mincheva (Donnerstag, 30 April 2020 12:52)

    Hallo,
    ich habe mich beworben für freie stelle in Landes musikschuhle OÖ. Bis jetzt habe ich nicht als Lehrerin gearbeitet.Die Stelle ist auf Teilzeit 3,4,oder 10 wochenstunden.
    Das Angebot steht : Entlohnung :gemäß Entlohnungsschema IL oder IIL bzw.IIL-msl der OÖ Landes- Vertragsbedienstetenverordnung.
    Was heisst das?Wie viel bekomme ich pro Monat?

  • #225

    Josef Gary Fuchsbauer (Donnerstag, 30 April 2020 15:19)

    Vermutlich wird am Beginn ein befristeter Vertrag ausgestellt und nach dem II L System bezahlt, in dem eine Jahreswochenstunden 1300 Euro bringt. D.h. zB wenn während des gesamten Schuljahres wöchentlich 10 Unterrichtsstunden zu 50 Minuten (real gibt es Stundenlängen auch mit 25, 30 etc Minuten; aber 50 Minuten sind die Berechnungsbasis) gehalten werden, ergibt das 13.000 Euro brutto pro Jahr, wobei das Gehalt monatlich (je ein Zwölftel, also 1084 Euro) ausbezahlt wird. Dazu kommt dann noch das 13. und 14. Gehalt in jeweils gleicher Höhe. Wenn sonst nichts verdient wird, faellt keine Lohnsteuer an, sondern nur die Sozialabgaben in Höhe von ca 165 Euro.

  • #226

    Gary (Donnerstag, 30 April 2020 15:21)

    Ergünzung: Die genannten Zahlen geltn nur, wenn die Anstellungserfordernisse (abgeschlossenes Studium) erfüllt sind,

  • #227

    Roberta Mincheva (Donnerstag, 30 April 2020 17:25)

    Herzlichen Dank !!

  • #228

    Inka (Montag, 04 Mai 2020 04:15)

    bezogen auf #140 bis #144: verstehe ich was falsch?
    Warum wird hier behauptet, es wird ins neue Dienstrecht überstellt?

    Ich wurde zum ersten Mal im 2018/2019 (bis 08.09.19) als Sondervertragslehrerin APS angestellt und auch, wie in #140 nach
    "Entgelt IIL §44VBG /§230'' entlohnt (keine Verlängerung)
    Seit 04.09.2019 werde ich mit neuem Vertrag als Berufsschullehrerin nach
    "Entgelt §41VBG/§283/u.w." entlohnt. Könnte ich bzw. sollte ich nicht (rückwirkend) ins neue Dienstrecht überstellt werden (was ich gerne hätte)?

    Wenn nein, möchte ich noch fragen, ob meine aktuelle Einstufung in IL/I2a1 (FB II), (Im 18/19 war ich als SVL in IIL/I2a1 eingestuft) offensichtlich, damit keine Verschlechterung der Einstufung zum Vorjahr entsteht, ohne allerdings, die für I2b1 gebührende Dienstzulage von 166,8 Euro, korrekt sein kann?
    Sollte nicht (entsprechend der Regelung über die Dienstzulage für I2b1, auch für meine I2a1 eine Dienstzulage, laut §60 GehG, Abs. 1 Z 1 87,2 € geben? Vielen Dank

  • #229

    Josef Gary Fuchsbauer (Montag, 04 Mai 2020 05:30)

    Bei der Person, die mit uns von #138-144 kommuniziert hat, handelt es sich um einen Religionslehrer, der vor dem 1.9.2019 NICHT als Landes- oder Bundeslehrer angestellt war (sondern einerseits ein Ausbildungsverhaeltnis als Unterrichtspraktikant und andererseits eine Anstellung als kirchlich bestellter Religionslehrer hatte). Auch im Herbst 2019 arbeitete er NICHT als Landes- oder Bundeslehrer, sondern als kirchlich bestellter Religionslehrer. Wenn er spaeter einmal Landes- oder Bundeslehrer wird, kommt er ins neue Dienstrecht, weil er eben davor kein Landes- oder Bundeslehrer im alten Dienstrecht war.
    Inka in #228 hatte 18/19 eine Anstellung als Landeslehrerin im alten Dienstrecht (die Behoerden haben bis August 2019 bei Sonderverträgen wegen Nichterfüllung der Anstellungserfordernisse nur im alten Dienstrecht angestellt). Und weil bereits vor 1.9.2019 ein Vertrag als Landeslehrerin des alten Dienstrechts bestand, gibt es auch später keine Möglichkeit eines Vertrages im neuen Dienstrecht. So steht es leider im Gesetz.
    Da die derzeitige Einstufung l2a1 ist, fehlt offenbar immer noch etwas fuer die Erfuellung aller Anstellungserfordernisse, denn sonst muesste es l2a2 geben.

  • #230

    Birgit (Dienstag, 12 Mai 2020 12:07)

    Hallo!
    Ich bin das dritte Jahr an einer HLW im Schema IL / l1, bereits im unbefristeten Vertrag.
    Nun möchte ich an eine NMS wechseln.
    Werde ich wieder als IL oder nur IIL angestellt?
    Falls IL, in welche Entlohnungsgruppe werde ich eingereiht?
    Besten Dank im Voraus.

  • #231

    Gary (Dienstag, 12 Mai 2020 12:26)

    Gem. https://www.jusline.at/gesetz/vbg/paragraf/90k muss erst im 6. Jahr ein Dauervertrag gegeben werden und es kann daher jedenfalls noch 2 Jahre II L akzeptiert werden. In der NMS wird in l2a2 eingestuft. Wenn dann spaeter ein I L l2a2 Dauervertrag gegeben wird, werden die fuer den jetzigen Vertrag angerechneten Zeiten und die Unterrichtszeiten seither angerechnet.


  • #232

    Martina (Freitag, 29 Mai 2020 11:18)

    Hallo,
    ich habe bereits sehr viel informatives hier gelesen – vielen Dank dafür, das ist sehr hilfreich! ;-)

    Daten...
    Ich bin Vertragslehrerin II L, L2a2, an einer BHS und bei der BVA.

    Meine Frage...
    Wie funktioniert das mit der Karenzzeit/Kinderbetreuungsgeld bei befristeten Verträgen?
    Mein Vertrag läuft ja immer nur von Schuljahr zu Schuljahr... Heißt das, dass ich danach "arbeitslos" wäre?
    Ist das System nun ähnlich wie in der Privatwirtschaft, dass das gehaltsabhängig gewählt werden kann? Wo kann ich hier am Besten nachlesen?

    Vielen lieben Dank vorab. Liebe Grüße.

  • #233

    Martina (Freitag, 29 Mai 2020 11:24)

    Nachtrag zu Posting #232:

    Mit welchen Bezügen kann man hier dann rechnen bei einer 1-Jährigen Karenz?
    In der Privatwirtschaft heißt es ja: "Einkommensabhängiges System / Bezugshöhe:
    80 Prozent der Letzteinkünfte, maximal 66 Euro täglich (rund 2.000 Euro monatlich)
    Bezugsdauer: längstens bis zum 365. Tag ab Geburt des Kindes, wenn nur ein Elternteil Kinderbetreuungsgeld bezieht."

    Ist dies dann auch für mich zutreffend? Wenn ja, was wird hier als "Letzteinkünfte" herangezogen?

    Vielen Dank.

  • #234

    Josef Gary Fuchsbauer (Freitag, 29 Mai 2020 12:03)

    zu #232 und #233: Es gibt keine Sonderbestimmungen fuer den oeffentlichen Dienst, sondern es gelten die allgemeinen Bestimmungen fuer Mutterschutz/Karenz/Kinderbetreuungsgeld. Daher kann auch die einkommensabhaengige Variante gewaehlt werden. Bezueglich des Problems befristeter Vertrag und Auslaufen (zB waehrend der Mutteschutzfrist, sodass bei Beginn der Karenzzeit und des Kinderbetreuungsgeldbezugsbeginns kein Vertrag bestuende) haben wir vom ZA-BMHS folgende Aussendung an alle BMHS-Personalvertretungen gemacht:

    Wien, am 21. September 2017
    ZA-Zl.: 2017/203, Mag. Be/Eß

    Klarstellung betreffend Weiterverwendung schwangerer Kolleginnen mit befristeten Verträgen erreicht!
    Liebe Kolleginnen und Kollegen,
    Kolleginnen mit befristeten Dienstverträgen hatten bislang oftmals Schwierigkeiten, nach Meldung einer Schwangerschaft einen „Folgevertrag“ zu erhalten. Mehrmals hat der Zentralausschuss BMHS deshalb im Bildungsminsterium zu Gunsten der Kolleginnen erfolgreich interveniert. Zusätzlich haben wir ein Schreiben an die LSR/SSR angeregt, aus dem klar hervorgeht, dass aus dem Titel der Schwangerschaft keine Benachteiligung hinsichtlich eines Folgevertrages entstehen darf. Wir haben nun ein diesbezügliches Schreiben von Mag. Rubin (Geschäftszahl BMB-532/0002-III/5/2017) in der Hand und zitieren auszugsweise:
    „Bei einer nachfolgenden Bewerbung im Folgejahr ist die gemeldete Schwangerschaft jedenfalls kein Grund diese Bewerbung abzulehnen und eine Weiterbeschäftigung nicht vorzunehmen.
    Eine Ablehnung der Weiterbeschäftigung kann auch alleine nicht damit begründet werden, dass die Bedienstete in unmittelbaren zeitlichen Zusammenhang mit der Weiterbestellung in das Beschäftigungsverbot geht, oder einen Karenzurlaub nach den Elternkarenzbestimmungen antritt und demzufolge eine (weitere) Vertretung aufzunehmen ist.
    Die vorliegende und gemeldete Schwangerschaft stellt keinen sachlichen Grund dar, das Dienstverhältnis nicht weiter zu verlängern, löst aber auch keinen zwingenden Rechtsanspruch auf Weiterbeschäftigung aus.“
    Wir ersuchen daher, diese Information der Kollegenschaft weiterzuleiten und hoffen, damit ein für alle Mal mögliche Ungerechtigkeiten gegenüber schwangeren Kolleginnen mit befristeten Verträgen aus der Welt geschafft zu haben.
    Mit freundlichen Grüßen
    Prof.in HRin Mag.a Gerlinde BERNHARD
    Vorsitzende des ZA-BMHS

  • #235

    Sabi (Samstag, 06 Juni 2020 14:02)

    Ich habe eine Anstellung bekommen in einer VS (habe aber das Magister Lehramtsstudium abgeschlossen und bereits davor 2 Jahre an einer BHS im alten Dienstrecht unterrichtet) und ein Schreiben bekommen in dem Stand:
    Sie werden für die Zeit vom Dienstantritt bis 05.09.2021 als Vertragslehrerin nach dem Entlohnungsschema IL / I2a2 eingestellt.

    Das heißt trotz IL ist der Vertrag befristet?

    Meine 2 Jahre Vordienste wurden angerechnet .

    Vielen Dank
    Liebe Grüße

  • #236

    Sabi #332 (Samstag, 06 Juni 2020 14:13)

    Mein befristeter Vertag ist ausgelaufen.
    Unsere Tochter kam im Mai 2018 zur Welt, Mutterschutz bis Juli und im September bin ich dann zu Hause geblieben und mein Vertrag ist ausgelaufen. Habe 1 Jahr gehaltsbezogenes Karenzgeld bekommen und mich danach beim AMS gemeldet.
    Seit Jänner bin ich wieder als Lehrerin allerdings jetzt im Landesdienst davor Bundesdienst tätig. Musste mich komplett neu bewerben!

    Also in der BHS läuft dein Vertrag dann aus ! Sie hätten ihn mir zwar verlängert wenn ich im September(da wäre unser Kind gerade knapp 4 Monate gewesen) wieder arbeiten gegangen wäre!

    So war es bei mir .
    Liebe Grüße

  • #237

    Susi (Samstag, 06 Juni 2020 14:27)

    Hallo an alle

    Eine Frage: Ich bin jetzt im 4. Dienstjahr und schwanger, noch keine Kinder davor. Möchte 2 Jahre zu Hause bleiben und es heißt ja das 5. Dienstjahr ist das Ausschlaggebende für die Stunden im Fixvertrag. Ich möchte mir natürlich die 2 Jahre Karenz anrechnen lassen und somit wäre mein 5. DJ ein Karenzjahr. Wie wird das gehandhabt?

    (Altes Dienstrecht.

    Vielen Dank
    Lg Susi

  • #238

    Josef Gary Fuchsbauer (Samstag, 06 Juni 2020 14:28)

    Zu #235: Ja, es gibt selten auch befristete I L Vertraege, was im Unterschied zu II L bedeutet, dass die Vordienstzeiten berechnet und gemäß dem Besoldungsdienstalter bezahlt wird.
    Zu #236: Die Bildungsdirektionen haben gem. dem in #234 zitierten Schreiben auch im Falle der Karenz den Vertrag zu verlaengern, wenn sie ihn im Falle der Uebernahme von Stunden verlaengern wuerden. Sonst waere es ja genau eine verbotene Benachteiligung von Mutterschaft. Wenn die lieben Kolleg*innen in den Bildungsdirektionen das nicht so machen, dann auf dieses Schreiben hinweisen!

  • #239

    Sabi #238 (Samstag, 06 Juni 2020 14:45)

    Danke.
    Ich habe mehrmals nachgefragt und sie haben mir gesagt wenn ich damals im Sept 2018 nicht arbeiten kommen läuft mein Vertrag aus
    Was hätte ich da noch machen sollen?

    Herzliche Grüße und Danke

  • #240

    Gary (Samstag, 06 Juni 2020 14:50)

    Zu#237: Ausschlaggebend fuer den ersten Dauervertrag sind nicht die Stunden im Jahr vor dem Dauervertrag, sondern eben in dem Jahr, in dem der Dauervertrag ausgestellt wird.
    Im Absatz 2 von https://www.jusline.at/gesetz/vbg/paragraf/90l steht, dass es den Dauervertrag dann erst nach einem Semester Unterricht gibt. Es ist aber nicht soo tragisch, wenn in diesem Jahr dann eine geringere Stundenzahl unterrichtet wird und daher der I L Vertrag auf diese Stundenzahl lautet. Dann wenn spaeter mehr Stunden unterrichtet werden, aendert sich auch das Vertragsausmaß (egal, ob ein neuer Vertrag ausgestellt wird oder nicht; denn in Oesterreich gilt, das was passiert / gearbeitet und bezahlt wird, mehr als was auf einem Papier steht. Und wenn jemand behauptet, dass sich der Vertrag dann nicht aendert, weil die zusaetzlichen Stunden ungesichert seien, dann ist auf den vor einigen Jahren eingefuegten Absatz 1a in https://www.jusline.at/gesetz/vbg/paragraf/90m hinzuweisen: Stunden eines I L Vertrages haben kein Mascherl "ungesichert" mehr. Dieses gibt es nur bei II L Vertraegen (Par. 90h) und gem. https://www.jusline.at/gesetz/vbg/paragraf/90c bei I L in den ersten 5 Dienstjahren. Abs. 3 sagt, dass ein Vertrag, von jemandem, die oder der schon 5 Jahre unterrichtet hat, nicht mehr einseitig gekuerzt werden darf.

  • #241

    Gary (Samstag, 06 Juni 2020 14:54)

    Zu #239 "Was hätte ich da noch machen sollen?": Mit einer oder einem Personalvertreter*in hingehen oder den (gewerkschaftlichen) Rechtsschutz einschalten. Ersteres haette reichen muessen. Aber nicht immer sitzen in den Bildungsdirektionen bestinformierte Lehrer*innen-freundliche Menschen, und: irren ist menschlich ...

  • #242

    Sabi # 241 (Samstag, 06 Juni 2020 15:43)

    Gut zu wissen damit ich diese Informationen weitergeben kann.
    Ich hab damals mit vielen gesprochen und auch ganz oben gefragt und mit der Personalvertretung der Schule gesprochen .
    Herzliche Grüße

  • #243

    FYC (Sonntag, 07 Juni 2020 17:47)

    Hallo an alle,

    ich bin kürzlich auf diese Seite gestoßen und habe viele der bisherigen Beiträge mit großem Interesse gelesen. Da ich in den nächsten Wochen eine sehr weitreichende Entscheidung treffen muss, würde ich nun auch selber gerne ein paar Fragen stellen und hoffe auf viele fundierte und ehrliche Rückmeldungen!

    Kurz zu meiner Ausgangslage:

    Ich bin Wirtschaftspädagoge mit allen Anstellungserfordernissen, altes Dienstrecht. Bislang hab ich insgesamt 4 Jahre als Vertragslehrer IIL an Wiener BMHS unterrichtet. An meiner ersten Schule (HUM) war leider nach 3 vollen (befristeten) Jahren ganz kurzfristig Schluss - und die Art und Weise, wie es passiert ist, war ziemlich zweifelhaft. Nach einem Jahr Stehzeit bin ich dann 2018/19 an eine HAK gekommen, wo es mir wieder gut gefallen hätte - aber auch da ging es nach einem Jahr nicht weiter (sowohl für mich als auch für andere WiPäd-KollegInnen, die dann alle wieder weggeschoben wurden). Ich wäre folglich zum SJ 2019/20 versetzt worden - allerdings ausgerechnet an eine Schule, die aufgrund der sehr speziellen Rahmenbedingungen für mich einfach überhaupt nicht vorstellbar/machbar war, so dass ich von mir aus abgelehnt und noch einmal ein Jahr Stehzeit in Kauf genommen habe. Obwohl mir das Unterrichten wirklich große Freude bereitet und es auch in den Klassen immer gut gepasst hat, ist es bisher leider wirklich ein wenig dumm gelaufen. Der langen Rede kurzer Sinn: insgesamt 4 Jahre in IIL, wobei schon 6 Jahre vergangen sind.

    Die schlechte Nachricht: Ich habe für das kommende Schuljahr in Wien leider gar keine Stelle mehr in Aussicht - und mit 40 wird es nach meinem Gefühl schon ein wenig kritisch. Der Karren scheint eher verfahren und sooo viele BMHS gibt es dann ja auch nicht. Zum Glück gibt es ein Angebot aus einem anderen Bundesland, allerdings nur für 10 Stunden. Alternativ könnte ich auch für eine unbefristete Vollzeitstelle nach Deutschland gehen.

    Nun zu meinen Fragen:

    1) Ich würde ja mit (bzw. nach) diesem nun kommenden 5. Dienstjahr im neuen Bundesland automatisch eine Überstellung in IL erwirken. Oder könnte man das von Seiten der BD im neuen Bundesland oder auch der Schule noch irgendwie vereiteln - Ausnahme negative Unterrichtsbeurteilung, was ich aber nicht glaube? Die Stelle ist ja auch befristet ausgeschrieben. Bin ich da wirklich komplett auf der sicheren Seite, wenn der Unterricht passt?

    2) Ich hätte in diesem nun kommenden 5. Jahr in IIL eben nur 10 Stunden. Wenn es an dieser neuen Schule mittelfristig nicht mehr als diese 10 Stunden gibt, habe ich dann überhaupt eine Chance in absehbarer Zeit wieder Vollzeit zu unterrichten? Ich habe leider keinen Einblick in die Situation der Schule und bin auch an einem Punkt angelangt, an dem ich nicht mehr alles glaube, was man mir von Seiten der BD oder der Schulleitungen erzählt. Was müsste/könnte ich tun, damit ich spätestens ab SJ 2021/22 unbefristet und wieder in Vollzeit unterrichten kann?

    3) Ich wäre dann ja auch zunächst Mal an das neue Bundesland festgebunden. Allerdings lebe ich schon sehr lange in Wien und möchte meinen Wohnsitz hier auch nicht wirklich aufgeben. Was Versetzungen angeht, so hört man sehr unterschiedliche Aussagen. Während die einen sagen, dass alles leichter wird, sobald man mal einen IL hat, weil man ja ggü. Neuanstellungen bevorzugt wird, sagen die anderen, dass es mit IL viel schwieriger wird, wenn man das Bundesland (wieder) wechseln möchte. Wie realistisch wäre also mittelfristig eine Versetzung zurück nach Wien, sobald ich den IL habe? Wer müsste da alles zustimmen?

    Der Super-Gau für mich wäre, wenn ich auf Dauer mit 10 Stunden in einem anderen Bundesland festsetzten würde, ohne die Situation ändern zu können. Das hat private und natürlich auch finanzielle Gründe. Alternativ könnte ich eben jetzt für eine recht gut bezahlte unbefristet Vollzeit-Stelle in eine deutsche Großstadt gehen und dann einfach hoffen, dass sich im SJ 2021/22 vielleicht doch noch was in Wien auftut, da ja die deutschen Zeiten sowieso nicht zählen und es mit einem IIL noch recht unkompliziert gehen würde. Man erfährt ja leider nie wirklich, warum es mit einem Einsatz nix wird (weil wirklich zu viele Bewerber oder zu wenig Stunden, weil man den Direktoren nicht zu Gesicht steht, weil man seitens der BD keinen IL-Vertrag ausstellen will/darf usw. usf.).

    Ich weiß nicht, wie ich strategisch vorgehen soll, wenn ich mich insgesamt einfach in Österreich und da vor allem im Großraum Wien sehe und wenn ich Vollzeit und endlich mal unbefristet unterrichten will.

    Sorry, dass das so lange und verworren geworden ist. Ich würde mich aber wirklich sehr über Unterstützung bei meinen offenen (rechtlichen) Fragen freuen und vielleicht auch über die eine oder andere persönliche Einschätzung, was angesichts dieser verzwickten Lage realistisch und sinnvoll ist.

    Danke! :)

  • #244

    Josef Gary Fuchsbauer (Sonntag, 07 Juni 2020 19:42)

    Ich wuerde in dieser Situation die Stelle in Deutschland annehmen. Einerseits ist es finanziell besser, andererseits bleibt damit in Oesterreich weiterhin die Bildungsdirektion Wien erster Ansprechpartner, was offenbar auf Dauer gewuenscht ist. Und falls die Stelle in D auch oeffentlicher Dienst ist, wird das Jahr spaeter fuer den Vorrueckungsstichtag, also das Besoldungsdienstalter angerechnet (fuer die II L Zeit natuerlich nicht).
    Zum rechtlichen bezueglich II L und I L: Wenn 5 Jahre an einer oesterreichischen Schule unterrichtet worden sind und es in einem weiteren Jahr einen Vertrag gibt, so ist dieser als I L Vertrag auszustellen - und zwar natuerlich im Ausmaß der Stunden dieses Jahres (die 10 Stunden im Jahr davor sind egal). Gesetzesstellen: https://www.jusline.at/gesetz/vbg/paragraf/90k und https://www.jusline.at/gesetz/vbg/paragraf/90m
    LG Gary

  • #245

    Nicola (Dienstag, 09 Juni 2020 18:47)

    Hallo,
    Ich lebe bereits seit 15 Jahre in der Schweiz und unterrichte hier an einer Internationalen Schule (International School Basel) - Unterrichtssprache ist Englisch, und ich unterrichte die Fächer Biologie, Chemie und Sport. Lehrplan ist International Baccalaureate und MYP (Middle Years Programme). Bevor ich in die Schweiz gegangen bin, habe ich nach meinem BSP & Biologie (Lehramt und Diplomstudium) in Österreich am BG/BRG Draschestrasse (Bilingual) mein Unterrichtspraktikum absolviert. Die Beschäftigung hier ist 100% - und das bereits seit 15 Jahren.
    Nun überlege ich in ferner Zukunft wieder nach Österreich zurückzukehren (ich weiss...in Bezug auf die Besoldung vermutlich der blanke Wahnsinn). Wenn ich mir das Besoldungsschema (pdf Tabellen) ansehe, verstehe ich eigentlich nur Bahnhof. Kann man irgendwie voraussagen wie und ob etwas für eine Unterrichtstätigkeit in Österreich angerechnet werden würde? Falls ja, wie würde ich vermutlich eingestuft werden? Der langen Rede kurzer Sinn: Wie hoch wird das Gehalt sein? Wieviele Gehälter werden in Ö ausbezahlt? 12 oder 14? Und wie sind generell die Jobaussichten für diese Unterrichtsgegenstände in Österreich? Abgesehen davon, dürfte ich auf Chemie (obwohl nicht studiert) ob meiner einschlägigen Unterrichtserfahrung in Ö unterrichten? Stelle ich zuviele Fragen?
    Für eine Antwort bedanke ich mich im Voraus. Liebe Grüsse aus der Schweiz

  • #246

    Gary (Mittwoch, 10 Juni 2020 07:31)

    Liebe*r Wien-Schweizer*in!
    Da in Österreich bisher noch kein Dienstverhaeltnis als Landes- oder Bundeslehrer*in bestand (sondern nur das Ausbildungsverhaeltnis Unterrichtspraktikum), kommt im Falle einer Anstellung seit dem 1.9.2019 das neue Dienstrecht und somit die Bezahlung in pd zur Anwendung.
    Falls das Dienstverhaeltnis in der Schweiz mit einer oeffentlichen Koerperschaft besteht, ist es bei einer Anstellung in Oesterreichs oeffentlichem Dienst voll anrechenbar. In diesem Fall wuerde bei einem nahtlosen Uebergang zu einer Anstellung in Oesterreich das Besoldungsdienstalter mit Herbst 2005 (wenn ich "15 Jahre in der Schweiz und unterrichte" richtig interpretiere) beginnen und wuerde ab ca April 2025 das Gehalt der Stufe 5 von pd (derzeit 4.322,50 Euro pro Monat, 14mal pro Jahr, wobei im Maerz, Juni, Sept. und Nov. jeweils ein halbes Gehalt als Sonderzahlung das 13.+14. ausmachen) bezahlt und bis dahin Stufe 4 (Tabelle s.o. bei #209). Um das volle Gehalt zu bekommen ist eine Anstellung mit 22 Unterrichtsstunden erforderlich (zusaetzlich werden von der Schulleitung 2 nichtunterrichtliche Aufgaben [als pd-Stunden oder 23.+24. Stunde bezeichnet] wie zB Klassenvorstand zugeteilt - siehe Abs. 3, Zif. 1-5 in https://www.jusline.at/gesetz/vbg/paragraf/40a). Fuer die Biologiestunden gibt es - aufgrund des größeren Vor-/Nachbereitungsaufwandes gegenueber zB Sport - die Zulage "Fächervergütung", die 12mal/Jahr ausbezahlt wird. Biologie wird in unterschiedlichen Schultypen/Lehrplaenen unterschiedlich intensiv unterrichtet und je nachdem, ob es in Lehrverpflichtungsgruppe III oder in I/II ist, unterschiedlich bezahlt. In III betraegt die Zulage 14,40 pro Monatswochenstunde, also zB bei 10 regelmäßigen Biologiestunden 144 Euro. Ist Bio ein im Volksmund so genanntes Schularbeitenfach (Lehrverpflichtungsgruppe I oder II), betraegt die Zulage 35,30 Euro (https://www.jusline.at/gesetz/vbg/paragraf/46e) UND ist die Stundenwertigkeit 1,1 und bei 20 Biologiestunden waere somit die 22-stuendige Unterrichtsverpflichtung erfuellt.
    Wenn die Anstellung über Bio und/oder Sport erfolgt und dann an der Schule auch Bedarf an Chemie besteht, wird auch Chemieunterricht moeglich sein, da die Diensteinteilung im Einvernehmen zwischen Schulleitung und Personalvertretung zu erstellen ist.
    Wie die Anstellungs-Chancen mit Bio, Sport und Chemie sind, kann am besten immer Ende April / Anfang Mai auf den Websites der Bildungsdirektionen der Bundeslaender nachgeschaut werden, wenn die Hauptausschreibuungen und Bewerbungsfristen (leider nur ca 1 Woche lang) sind. Aber es gibt dort auch sonst waehrend des Jahres Ausschreibungen und Bewerbunsgmoeglichkeiten, wenn entweder zum Haupttermin nicht genug Bewerbungen einlangen oder zu anderen Zeitpunkten als dem Schulanfang im September Stunden frei werden. Da in den naechsten Jahren viele Lehrer*innen in Pension/Ruhestand gehen, schaut's dann in all diesen Faechern nicht schlecht aus.
    Und jetzt noch Antworten fuer den Fall, dass meine obigen Annahmen nicht stimmen:
    1. Falls waehrend des Unterrichtspraktikums aufgrund zusaetzlicher Unterrichtsstunden auch schon ein Vertrag als Bundeslehrer bestand, dann erfolgt bei einer neuerlichen Anstellung in Oesterreich die Einreihung ins alte Dienstrecht und in die l1-Bezahlung. Wenn die Anrechnung der Schweizer Berufserfahrungszeiten wie oben angenommen sind, ergaebe sich ab Okober 2021 die Stufe 9 mit derzeit 4067,70 Euro und alle 2 Jahre um ca 200 Euro mehr - bis Stufe 16 und danach 5574,10 bzw. 5863,90 Euro in den beiden hoechsten Stufen. Die Unterrichtspflicht im alten Dienstrecht sind 20 Werteinheiten, wobei zB Lehrverpflichtungsgruppe III mit 1,05 (zB normale Biologie) und Bewegung und Sport in Gruppe IVa mit 0,955 bewertet sind. Sollte die Uebernahme nichtunterrichtlicher Aufgaben erfolgen, werden diese extra bezahlt, zB Klassenvorstand je 209,70 Euro von Sept. bis Juni (also 10mal/Jahr).
    2. Falls die Berufstätigkeit in der Schweiz nicht im oeffentlichen Dienst war, sind die Zeiten nur im Rahmen der Berufserfahrungszeitenregelungen anrechenbar, was im Falle des Unterrichts von allgemeinbildenden Faechern (wie zB Bio, BuS, Chemie) eine maximale Anrechnung von 6 Jahren bedeutet. Im pd erfolgt dann somit am Beginn die Bezahlung in Stufe 2 mit derzeit 3.165,60 Euro (Vorrueckungen nach 5-6 Jahren um jeweils knapp 400 Euro bis 4708,20 in der vorletzten Stufe und nach weiteren 6 Jahren Hoechstgehalt 4.946,50, das nach 31,5 Besoldungsdienstjahren erreicht wird).

  • #247

    Niki (Mittwoch, 10 Juni 2020 10:08)

    Danke vielmals, das sind ja super detaillierte Auskünfte. Leider fürchte ich, dass ich dass meine Dienstzeit hier in der Schweiz Ihrer Aussage nach eher nicht angerechnet wird (bzw. höchstens 6 Jahre...), da es ja eine internationale Schule ist (Also so wie die Vienna International School, oder American International School). VIS ist sozusagen eine Partnerschule von uns und hat auch den gleichen Lehrplan. Ich bin mir ansonsten nicht sicher was mit "öffentlichem Dienst" gemeint ist - denn es ist eine Privatschule mit Oeffentlichkeitsrecht (Zeugnisse sind überall anerkannt - wie gesagt, IB Baccalaureate, welches ja auch in manchen österr. Gymnasium unterrichtet wird, zb BG Klosterneuburg).
    Wobei, ich habe gerade gelesen, dass laut § 12 und 12a Gehaltsgesetz
    (GG) / § 26 VBG bei Vordienstzeiten Dienstzeiten als LehrerIn in der EU (ab 1979) oder in der Schweiz (ab 1. 1. 2001), § 26(2)2f VBG angerechnet werden. Da wird allerdings nicht zwischen öffentlichen und nicht-öffentlichem Dienst unterschieden. Dieses Beamtentum gibt es im klassischen Sinne in der Schweiz eigentlich nicht, somit bin ich mir auch nicht sicher was eigentlich als "öffentlicher Dienst" klassifiziert wird.

    Naja, alles schwierig. Ich würde mich natürlich am ehesten auch für eine Schule mit internationalem/bilingualem Touch interessieren - Unterrichtssprache Englisch bei Bio und Chemie und/oder Sport soll ja angeblich auch in Ö momentan gefragt sein. Somit wollte ich auch fragen ob man sich in Ö mittlerweile direkt bei den Schulen bewirbt (so wie hier in der Schweiz), oder nach wie vor NUR bei Landes/Stadtschulrat nach Ausschreibung der Stelle im Amtsblatt der Wiener Zeitung?

    Zu meinem damaligem Berufsverhältnis in Ö: Ich denke schon, dass ich damals während meiner einjährigen Beschäftigung eine Anstellung als Bundeslehrer hatte - ich habe neben dem Unterrichtspraktikum auch Anstellungen an 2 anderen Gymnasien in Wien gehabt. Aber ich kann mich nicht mehr genau erinnern wie ich damals eingestuft war...ich werde mal bei meinem nächsten Heimatbesuch meine Unterlagen heraussuchen.

    Und wenn alle Stricke reissen muss ich scheinbar bei den Eidgenossen bleiben...:-)

    Ich wollte mich aber nochmal bei Ihnen für die tolle und vor allem rasche Antwort danken. So schnell gibt's in der Schweiz keine Antworten....haha.

  • #248

    Gary (Mittwoch, 10 Juni 2020 11:38)

    a) Gem. https://www.jusline.at/gesetz/vbg/paragraf/26 gilt:
    "(2) Als Vordienstzeiten auf das Besoldungsdienstalter anzurechnen sind die zurückgelegten Zeiten
    1. in einem Dienstverhältnis zu einer Gebietskörperschaft oder zu einem Gemeindeverband eines Mitgliedstaats des Europäischen Wirtschaftsraums, der Türkischen Republik oder der Schweizerischen Eidgenossenschaft;"
    Das müsste in der Schweiz geklärt werden, ob das vorliegt. In Österreich arbeiten die Lehrer*innen in vielen Privatschulen mit einem Dienstverhältnis als Landes- oder Bundeslehrer*in (dabei ist es egal, ob sie Beamt*innen sind oder nicht).
    b) Wenn damals während des Unterrichtspraktikums sogar an anderen Schulen unterrichtet wurde, dann gilt für die Wiedereinstieg in Österreich gem. https://www.jusline.at/gesetz/vbg/paragraf/37 "(3) Personen, die vor dem Beginn des Schuljahres 2014/2015 schon einmal in einem öffentlich-rechtlichen oder in einem vertraglichen Dienstverhältnis zum Bund oder zu einem Land als Lehrperson gestanden sind, unterliegen den Bestimmungen über Vertragsbedienstete im Lehramt gemäß Abschnitt VIII 3. Unterabschnitt.", also das alte Dienstrecht mit I L Bezahlung.
    c) Die Behörden heißen in Ö nun nicht mehr Landes-/Stadtschulrat, sondern einheitlich Bildungsdirektion und die sind für Ausschreibung (im Internet!!!), Bewerbung und Anstellung zuständig. Allerdings haben die Schulleitungen ein Reihungsrecht unter den Bewerber*innen, die die Anstellungserfordernisse erfüllen, nach dem sich vielfach die Behörden halten. Daher ist es immer auch sinnvoll, nach der Bewerbung nicht einfach auf eine Einladung einer Schule zu warten, sondern sich selbst bei der Direktion um einen Vorstellungstermin bemühen.
    d) Schulen mit Unterrichtssprache Englisch gibt es meines Wissens in (fast) jedem Bundesland, oeffentliche und private.

  • #249

    Niki (Mittwoch, 10 Juni 2020 21:22)

    Danke nochmal für die informative Antwort.

    Ja, eigentlich sieht das dann eher nicht so rosig aus für mich. Ich bin mir eigentlich ziemlich sicher, dass mein Arbeitsverhältnis nicht "in einem Dienstverhältnis mit einer Gebietskörperschaft ...." steht, da es ja eine Privatschule ist. Der Wiki Eintrag lautet wie folgt: "The International School of Basel Region AG (known as ISB) is a not-for-profit, self-supporting company, acknowledged as a private school by the local authority Basel-Landschaft, registered under Swiss law and abiding by all local authority requirements. The purpose of the ISBR AG is the operation of an English-speaking private day school for girls and boys. ISB staff and students comprise upwards of forty different nationalities, including many Swiss nationals.The educational programmes offered by ISB (see International Baccalaureate, below) are recognised and accepted by Swiss universities, subject to the usual academic requirements"

    In Anbetracht dieser Tatsache, wäre es finanziell schon ein ziemlicher Rückschritt, da ich ja dann trotz Einstufung ins alte Dienstrecht mit L1 mit Anrechnung der maximal 6 Jahre Berufserfahrung nur auf der 2. Stufe landen würde, und das nach über 15 Jahren einschlägiger Unterrichtserfahrung in einer authorisierten IB World School mit internationaler Reputation.

    Schon ein bisschen deprimierend.
    Trotzdem - ein grosses Dankeschön für die Hilfestellung und rasche Auskunft. Ich schätze das sehr.

    Liebe Grüsse

  • #250

    Christian (Samstag, 13 Juni 2020 17:59)

    Guten Tag,

    ich habe geplant in einer HTL zukünftig zu unterrichten und ich bin mir aufgrund des komplexen Vertragsbediensteten-Gesetzes nicht sicher, wie das Besolderungsdienstalter in meinem Fall ermittelt wird. Vor allem das Thema mit dem festen und individuellen Vorbildungsausgleich in Zusammenhang mit den Vordienstzeiten ist unverständlich für mich beschrieben. Ich habe 11 Jahre einschlägige Berufserfahrung und habe in dieser Zeit zwei Studien berufsbegleitend absolviert.

    Mit der ersten Gehaltsstufe sind alle Ausbildungen abgegolten somit bleiben 3,5 Jahre in dieser Stufe übrig. Liege ich damit richtig, dass ich aufgrund meiner Vordienstzeiten in die Gehaltsstufe 3 gelange?

    Vielen Dank schon vorab für Ihre Auskunft, mfg

  • #251

    Josef Gary Fuchsbauer (Samstag, 13 Juni 2020 18:32)

    Im jetzt gelenden neuen Dienstrecht erfolgt die Ermittlung des Besoldungsdienstalters in den ersten Monaten nach dem Einstieg als Lehrer. Dazu zaehlen alle Beschaeftigungsverhaeltnisse im oeffentlichen Dienst voll (auch bei Teilzeit) und berufsnuetzliche Taetigkeiten außerhalb des oeff. Dienstes nach Abschluss des fuer die Anstellung erforderlichen Studiums aliquot (zB 1 Jahr Halbbeschaeftigung wird als 6 Monate gewertet), wobei die Berufsnuetzlichkeit vom Inhalt und der Zeit her von Verordnungen sehr eng ausgelegt wird. (Bei Maennern sind auch Wehrdienst bzw. Zivildienst nun wieder voll anrechenbar.) Es werden daher wohl nicht alle 11 Jahre anrechenbar sein.
    Und: Ja, bei Einstieg mit einem fuer die Anstellung erforderlichen Studienabschluss auf Masterniveau sind fuer Stufe eins 3,5 Jahre zu rechnen
    LG Gary

  • #252

    Christian (Sonntag, 14 Juni 2020 22:30)

    Vielen Dank für die Antworten.

    Eine Frage hätte ich noch. Gelten die im Bundeslehrer-Lehrverpflichtungsgesetz unter §2 stehenden Werteinheiten für die einzelnen Lehrverpflichtungsgruppen auch für Lehrer im Entlohnungsschema PD? Bzw. gilt dieses Gesetz überhaupt für Bundeslehrer im Entlohnungsschema PD?

    Vielen Dank

  • #253

    Gary (Sonntag, 14 Juni 2020 22:39)

    Die Lehrverpflichtungsgruppen (LVG) gelten fuer pd _nur_ in folgender Weise:
    Gegenstaende der LVG I und II führen an AHS-Oberstufen und BMHS zur großen Faecherzulage und zum Faktor 1,1 (sodass zB bei 20 gehaltenen Stunden die pd-Unterrichtsverpflichtung von 22 erfuellt ist).
    Gegenstaende der LVG III führen an AHS-Oberstufen und BMHS zur kleinen Faecherzulage.
    Gegenstaende der LVG I und II führen in der an AHS-Unterstufen zur mittleren Faecherzulage.
    Die im Bundeslehrer-Lehrverpflichtungsgesetz angefuehrten Stundenwertigkeiten gelten in pd nicht.

  • #254

    Nicola (Montag, 15 Juni 2020 19:53)

    So, ich habe mich nun noch ein wenig weiter in die Materie eingelesen. Es gibt da ein paar Dinge die mir noch nicht ganz klar sind. Laut §26 VBG Besoldungsdienstalter
    (3) sind auch über die in Abs. 2 angeführten Zeiten hinaus Zeiten der Ausübung einer einschlägigen Berufstätigkeit oder eines einschlägigen Verwaltungspraktikums bis zum Ausmaß von insgesamt höchstens zehn Jahren als Vordienstzeiten anrechenbar. Eine Berufstätigkeit oder ein Verwaltungspraktikum ist einschlägig, insoweit eine fachliche Erfahrung vermittelt wird, durch die
    1. eine fachliche Einarbeitung auf dem neuen Arbeitsplatz überwiegend unterbleiben kann oder
    2. ein erheblich höherer Arbeitserfolg durch die vorhandene Routine zu erwarten ist.

    Wäre das bei mir nicht der Fall? Weiters scheint laut Rundschreiben vom 9. Juli 2019 (Richtlinien für die Anrechnung von Zeiten auf die Zeit der Ausbildungsphase gemäß § 138 BDG 1979 und § 66 VBG; Neuregelung aufgrund der 2. Dienstrechts-Novelle 2019) siehe https://www.bmbwf.gv.at/Themen/schule/schulrecht/rs/2020_04.html auch die gesetzliche Höchstgrenze für die Anrechnung einschlägiger Berufserfahrungen und für Zeiten im öffentlichen Interesse. Somit können bei vorliegender Zustimmung der Bundesministerin oder des Bundesministers für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport auch zehn Jahre
    überschreitende einschlägige Tätigkeiten als Vordienstzeiten angerechnet werden.

    Ausschlaggebend dafür dürften diesbezüglich anscheinend eine bessere Verwendbarkeit sein, die dann innerhalb der ersten 6 Monaten des neuen Dienstverhältnisses zu beurteilen wäre.

    Ich verstehe demnach nicht warum nur maximal 6 Jahre Berufserfahrung angerechnet werden sollten - ich befinde mich ja in einem einschlägigen Beschäftigungsverhältnis, in dem ich die gleiche Tätigkeit wie an einer österreichischen (öffentlichen) Schule ausübe.

    Für eine Erklärung bzw. Hilfestellung dieser Interpretation wäre ich Ihnen sehr dankbar.

  • #255

    Hannes Grünbichler (Dienstag, 16 Juni 2020 07:53)

    zu #254

    Leider ist es so wie Gary im Eintrag #246 geschrieben hat.
    In Österreich wurde vom zuständigen Ministerium per Erlass geregelt, dass Lehrpersonen fuer allgemeinbildenden Faecher bis max. 6 Jahre an berufsnuetzlichen Zeiten angerechnet werden.
    Da deine Schule eine Privatschule ist und eben keine staatliche Schule (bzw. eine Kantonsschule) koennen dir also nur die 6 Jahre angerechnet werden und du beginnst im pd-Schema in der Stufe 2.

  • #256

    FYC (Dienstag, 16 Juni 2020 18:01)

    zu #243 und 244

    Vielen Dank für die rasche Rückmeldung! Ich möchte trotzdem gerne noch einmal nachfragen, wie eine Versetzung in ein anderes Bundesland ablaufen würde - ich habe diesbezüglich gar keinen Einblick. Wird das wirklich so schwierig, wie man immer wieder hört? Wer ist bei einer Versetzung involviert? Ich nehme an man braucht eine Schule im neuen Bundesland (Wunsch der Direktion) sowie die Zustimmung beider Bildungsdirektionen?

    Wenn ich mich für das österreichische Angebot entscheide und es nach dem 5. Dienstjahr in II L (2020/21) im Schuljahr darauf (2021/22) keine Stunden mehr an der Schule gibt (oder zu wenig, dass ich davon leben kann), welche Möglichkeiten hätte ich dann überhaupt noch?

    Nochmals vielen Dank für die Unterstützung!

  • #257

    Nicola (Dienstag, 16 Juni 2020 18:13)

    Ok, na das macht dann die Entscheidung wenigstens leichter...muss ich scheinbar bei meinen Eidgenossen und den 100 000 CHF Entlohnung im Jahr bleiben.

    Gibt es in Österreich dann gymnasiale Privatschulen die nicht dem österr. Besoldungsschema unterworfen sind? Also abgesehen von richtigen internationalen Schulen wie VIS, AIS, DIS, Amadeus Int.School? Denn abgesehen davon sind ja alle Schulen die sich als Gymnasium bezeichnen eigentlich Gebietskörperschaften, oder? Sprich, das Besoldungschema wird dann per VBG geregelt? Oder gibt es Gymnasium die nicht die Reglementierungen des per Ministerium vorgegebenen Besoldungsberechnungen vornimmt?

    Es schon wirklich erstaunlich - denn wenn ich meine Erfahrung im Unterrichtswesen einer österr. Schule mit dem der Privatschule hier vergleiche (nicht nur auf persönlicher Erfahrung basierend, sondern auch im Vergleich mit KollegInnen die momentan an österr. Gymnasien unterrichte), dann behaupte ich, dass sowohl die Qualität der Schulführung also auch die individuelle Leistung im Dienstverhältnis eine wesentlich höhere ist. Alleine die bisherige Bewältigung der Coronakrise in unserer Schule war - mit dem was nach Erzählung von KollegInnen an österr. Gymnasium geleistet wurde - bis aufs kleinste Detail durchgeplant, fast mit Perfektion in synchronen & asynchronen Distance-Learning Stunden von der ersten Minute der Schulschliessungen bis zum Schluss durchgeführt, per täglich up-zu-datenden fächerübergreifenden Lernplattformen koordiniert und mittels (online) Stundenbeobachtungen von line managern und Direktoren optimiert. Aber gut, dass das österr. Schulsystem kein internationales Aushängeschild ist, ist eigentlich eh bekannt...somit wäre ein weniger traditionelles und amtschimmelhaftes Herangehen an Anrechnung von Dienstzeiten von Lehrern, die Erfahrung an innovativen und akademisch standardisierten und akkreditierten Lehr- und Unterrichtsmethoden sammeln durften wünschenswert. Für beide Seiten...

  • #258

    Josef Gary Fuchsbauer (Dienstag, 16 Juni 2020 18:27)

    Bezueglich Bezahlung kommen die Regeln nicht vom Ministerium, sondern vom Gesetzgeber und stehen in Beamtendienstrechtsgesetz, Gehaltsgesetz, Vertragsbedienstetengesetz u.a. Dasselbe gilt auch fuer Auswahl und Bezahlung von Schulleitungen. Schulautonomie gibt es praktisch nicht, schon gar nicht finanziell.

  • #259

    Gary (Dienstag, 16 Juni 2020 18:38)

    zu #256:
    Eine Versetzung in ein anderes Bundesland gibt es ja erst mit einem Dauervertrag. Ein II L Vertrag hat ein Ablaufdatum und wenn ich mich fuer die Zeit danach in einem anderen Bundesland bewerbe: That's it. Wer mit einem I L Vertrag in einem anderen Bundesland unterrichten will, bringt im Jaenner davor ein Versetzungsansuchen für Schulen/Städte/Regionen im anderen Bundesland ein, bewirbt sich Ende April (wie im eigenen Bundesland) um ausgeschriebene Stellen dort, nimmt Kontakt mit den Direktionen auf und versucht, an die erste Stelle gereiht zu werden. Meist wird dann zunaechst nicht "versetzt", sondern dienstzugeteilt, was wiederum manchmal jahrelang so bleibt, bis die neue Bildungsdirektion meint, dass nun wohl klar sei, dass auf Dauer Stunden da sind und der Versetzung zustimmt.
    Wenn es nach dem 5. Dienstjahr in II L (2020/21) im Schuljahr darauf (2021/22) keine Stunden mehr an der Schule gibt (oder zu wenig, dass man davon leben kann), dann: Ende April (oder auch bei Nachausschreibungen) um ausgeschriebene Stellen bewerben, Kontakt mit den Direktionen aufnehmen und versuchen, an die erste Stelle gereiht zu werden.

  • #260

    BineLine (Mittwoch, 24 Juni 2020 16:50)

    Ich bin in Gehaltsstufe 41, L2a2, diese Stufe finde ich allerdings in keiner Tabelle.....

  • #261

    Hannes Grünbichler (Mittwoch, 24 Juni 2020 18:39)

    Du meinst sicher die Gehaltsstufe 14, L2a2, siehe Tabelle
    https://www.oeliug.at/app/download/12410513699/GehaltsTabLehr2020.pdf?t=1592308859

  • #262

    FYC (Mittwoch, 24 Juni 2020 19:49)

    Ich hätte nun auch noch eine Frage zu den Gehaltsstufen im alten Dienstrecht. Wenn man 5 volle Jahre in II L unterrichtet hat und im 6. Jahr in I L überstellt wird, davor noch 2+ Jahre einschlägige Wirtschaftspraxis (WiPäd) absolviert hat sowie 12 Monate Zivildienst, so wären das nach meiner Berechnung 8 volle Jahre, die angerechnet werden. Wird man dann also mindestens in die Entlohnungsstufe 5 eingeordnet (I L/l 1), aktuell EUR 3.255,70? Da ja alle zwei Jahre vorgerückt wird? Und wird dann mit der Umstellung nicht auch immer noch etwas nachgezahlt?

  • #263

    Vali (Sonntag, 28 Juni 2020 21:52)

    Hallo, ich wende mich mit folgendem Anliegen an euch:
    Ich habe meine Mutterschaftskarenz mit dem 1.Geburtstag meiner Tochter beendet und befinde mich nun bis zum 2.Geb. in Bildungskarenz. Im Zuge des Bildungskarenz- Beginns wurde ich von einem befristeten l2a2 Vertrag auf einen unbefristeten IL- Vertrag umgestellt. Vor meiner Karenz war ich mit 22 Stunden in der VS vollbeschäftigt.
    Ich möchte nun meine Lehrverpflichtung aufgrund der Betreuung meiner Tochter herabsetzen und stehe vor der Frage, welche Stundenanzahl sich finanziell und steuerlich besser auswirkt (stelle mir ein Stundenausmaß von 11-13 Stunden vor). Ich starte im Dezember und bin dann - die beiden Karenzjahre eingerechnet- im 7.Dienstjahr.

    Vielen Dank für die Rückmeldung!
    LG, Vali

  • #264

    Josef Gary Fuchsbauer (Montag, 29 Juni 2020 05:12)

    zu #262: Die Berechnung ist richtig und die Nachzahlung geht bis an den Beginn des I L Vertrages zurueck. Zu Beginn des I L Vertrages bekommt man schriftlich die Aufforderung, alle bisherigen Berufserfahrungszeiten anzugeben. Während des II L Vertrages gibt es eine vom Besoldungsdienstalter unabhängige Bezahlung.

  • #265

    Gary (Montag, 29 Juni 2020 05:15)

    zu #263: In Österreich erfolgt die Bezahlung und Besteuerung so, dass es keine "Spruenge" gibt, die bei mehr Arbeit zu weniger Nettolohn fuehren, weil bei Mehrverdienst nur fuer das zusaetzliche Einkommen der jeweilige Grenzsteuersatz angewendet wird.

  • #266

    Vali (Montag, 29 Juni 2020 08:46)

    Okay vielen Dank für die rasche Rückmeldung! Das ist ein tolles Service!

    Wie viel Bruttolohn werde ich dann in etwa für die 12 Stunden bekommen?
    LG, Vali

  • #267

    Gary (Montag, 29 Juni 2020 09:13)

    Falls am Beginn noch Stufe 3 ist, machen 12 Stunden (bei einer 22-stuendigen Lehrverpflichtung) brutto ca 1390, netto ca 1140 Euro aus. In Stufe 4 sind es 1440 bzw. 1170 Euro netto.
    13 Stunden brutto ca 1510, netto ca 1220 in Stufe 3. In Stufe 4 sind es 1560 bzw. 1250 Euro netto.

  • #268

    Julia (Montag, 29 Juni 2020 09:41)

    Liebe ÖLI UG,

    ich bin laut Dienstvertrag "längstens bis Ende des Schuljahres" angestellt (AHS, Niederösterreich). Bekomme ich die Sommermonate bezahlt oder nicht? Wissen Sie das? Vielen Dank für die Hilfe

    MfG Julia

  • #269

    Gary (Montag, 29 Juni 2020 09:57)

    Das Schuljahr endet am Sonntag vor dem Beginn des neuen Schuljahres; solche Vertraege enden dann manchmal am 31. August.
    Das Unterrichtsjahr endet diese (W, N, B) oder naechste Woche.
    Die Sommerferien sind gem. VBG der den Lehrer*innen zustehende Urlaub.

  • #270

    Vali (Montag, 29 Juni 2020 10:27)

    Okay danke...bezieht sich dann deine Lohnrechnung noch auf l2a2 oder schon auf L1?

  • #271

    Julia (Montag, 29 Juni 2020 10:55)

    Vielen Dank für die schnelle Antwort und die Auskunft! (bzgl. Bezahlung in den Sommermonaten)

    Trifft das auch zu, wenn man nicht weiterverwendet wird? Mein Vertrag war auf dieses eine Schuljahr begrenzt (Karenzvertretung) und ich bekomme nächstes Schuljahr keine Stunden. Ich bin im 1. Dienstjahr, PD.

    Vielen herzlichen Dank für die Hilfe!
    Julia

  • #272

    Hannes Grünbichler (Montag, 29 Juni 2020 10:58)

    Ja natürlich

  • #273

    Julia (Montag, 29 Juni 2020 11:00)

    Danke!

  • #274

    Gary (Montag, 29 Juni 2020 12:43)

    zu #263, #267, #270:
    Leider sind die Buchstabenkombinationen I L und L1 bzw. l1 in unserem Lohn- und Vertragsschema verwirrend. I L ist eine Vertragsart, (fast immer) ein Dauervertrag. L1 und l1 sind die Gehaltsschemata fuer Pragmatisierte bzw. Vertragslehrer*innen an AHS und BMHS mit einem (Lehramts-)Abschluss auf Ma(gi)sterniveau. Es gibt demnach I L / l 1 Verträge.
    Bei Vali geht es um einen I L / l2a2 Vertrag, also einen Dauervertrag mit einem Lehramtsstudienabschluss auf Dipl-Päd./Bachelorniveau. Und fuer diesen ist die Berechnung in #267.

  • #275

    Christian (Dienstag, 30 Juni 2020 09:59)

    Lieber Gary Fuchsbauer,

    ich habe soeben meine Zuweisung der Bildungsdirektion Wien als Wirtschaftspädagoge an eine HAK erhalten. :-) Dem Schreiben ist ein Formular zur Anrechnung der Vordienstzeiten ("Feststellung des Besoldungsdienstalters"). Dazu hätte ich einige Fragen:

    ich bin seit dem Jahr 2003 selbstständig als Immobilientreuhänder tätig. 2011 habe ich mein BW-Studium abgeschlossen, und heuer mein Wipäd-Studium. Nebenbei bin ich seit 2003 auch laufend in der Erwachsenenbildung tätig.

    Nach welchen Kriterien erfolgt die Anrechnung der selbstständigen Tätigkeit bzw. welche Dokumente/Nachweise sollten dafür beigefügt werden? (Aus meiner Sicht kommen in meinem Fall Gewerbeschein, Steuerbescheide, Sozialversicherungsauszug in Betracht)

    Was ich schon herausgefunden habe ist natürlich der Grundsatz der Einschlägigkeit ("Einarbeitung kann überwiegend unterbleiben", "höherer Arbeitserfolg durch Routine ist zu erwarten"). Was für mich aber völlig unklar ist - und zwar insbesondere wie von einem Selbstständigen der Nachweis erbracht werden kann - sind vorallem zwei Dinge:

    1. nach welchem Maßstab wird diese doch sehr schwammige Bestimmung beurteilt? (als EPU war ich in quasi geschäftsführender Position und für das gesamten kaufmännischen Management verantwortlich)

    2. Wie wirkt sich auf die anrechenbaren Vordienstzeiten die Tatsache aus, dass ich seit 2003 selbstständig bin, seit 2011 meinen ersten akademischen Abschluss habe und seit heuer den (als Anstellungserfordernis nötigen) Wipäd-Abschluss? In den Richtlinien des BKA habe ich dazu folgendes gefunden: "Bei der Aufnahme in eine akademische Verwendungs- oder Entlohnungsgruppe ist für eine Anrechenbarkeit einer während des Studiums ausgeübten Berufstätigkeit daher zwingend erforderlich, dass diese Berufstätigkeit zweifellos auf akademischem Niveau ausgeübt wurde". Auch hier stellt sich für mich wieder vorallem die Frage, wie ich als Selbstständiger den entsprechenden Nachweis erbringen kann.

    Ich wäre Ihnen sehr dankbar, wenn Sie etwas Licht ins Dunkel bringen könnten!

    Lieben Gruß
    Christian

  • #276

    Josef Gary Fuchsbauer (Dienstag, 30 Juni 2020 11:15)

    Da 2011 ein Wirtschaftsstudium auf Masterniveau abgeschlossen wurde, sollte die Anrechnung ab diesem Zeitpunkt moeglich sein. (Es werden ja bei Bedarf auch solche Absolvent*innen angestellt und ihnen die Berufspraxis angerechnet.)
    Die Anrechnung bei Selbstaendigen erfolgt ueblicherweise so, dass das Jahreseinkommen gem. Steuerbescheid mit dem Anfangsgehalt als Lehrer verglichen und so der Prozentsatz ermittelt wird, der vom jeweiligen Jahr angerechnet wird. Dass die Taetigkeit als berufsnuetzlich eingestuft wird, ist bei Wirtschaftslehrern nicht so schwierig. Einfach angeben, was gemacht wurde.

  • #277

    Christian (Dienstag, 30 Juni 2020 13:24)

    Herzlichen Dank für die rasche Antwort!

  • #278

    FYC (Dienstag, 30 Juni 2020 20:43)

    Nochmals vielen Dank für die bisherigen Antworten auch von meiner Seite! Nun ist mir noch eine Sache eingefallen, die für meine Entscheidung (in Österreich bleiben oder vorübergehend eine Stelle in Deutschland annehmen) immens wichtig wäre:

    Können prinzipiell anrechenbare Vordienstzeiten oder gar Anstellungserfordernisse für BMHS eigentlich auch verjähren??? Ich bilde mir ein, dass ich da mal was gelesen habe, dass alles älter als 10 Jahre nicht mehr berücksichtigt wird?

    Bei mir ist es eben so, dass ich mit SJ 2014/15 als BMHS-Lehrer begonnen habe, aber in den 6 Jahren bis Sommer 2020 leider nur 4 Jahre in IIL zusammengebracht habe. Vor 2014 war ich jahrelang in der Wirtschaft (WiPäd). Angenommen ich nehm ab Herbst das deutsche Angebot an, bleibe bis 2024 an einer öffentlichen Schule in Deutschland und möchte dann zurück nach Österreich. Die Jahre in Deutschland würden ja für's Besoldungsdienstalter berücksichtigt werden, sobald ich in IL komme. Aber meine für Österreich erforderliche Wirtschaftspraxis wäre dann schon über 10 Jahre her.

    Oder gilt die zweijährige Wirtschaftspraxis bzw. die zurückgelegten Zeiten als Lehrer in IIL "ewig"?

    Sorry, aber mir setzt das alles gerade sehr zu, ich möchte mir mit einer falschen Entscheidung nicht alles verbauen... :o/

  • #279

    Josef Gary Fuchsbauer (Dienstag, 30 Juni 2020 20:58)

    Die Praxiszeiten als Anstellungserfordernis und natuerlich der Studienabschluss verjaehren nicht.
    Ja, Anstellungen im öffentlichen Dienst in Deutschland und Unterrichtserfahrung an vergleichbaren Schulen irgendwo werden angerechnet. Die 10-Jahresfrist gibt's in einem anderen Bereich: Wenn Berufserfahrungszeiten in der Privatwirtschaft oder außerhalb des EWR schon vor mehr als 10 Jahren geendet haben, dann werden sie auf das Besoldungsdienstalter nicht mehr angerechnet. Es ist zwar bis 20 Jahre zurueck anrechenbar, aber nur wenn sich diese Anstellung in die letzten 10 Jahre hinein erstreckte. Zumindest steht es so in einer Verordnung.

  • #280

    Josef Gary Fuchsbauer (Dienstag, 30 Juni 2020 21:00)

    Die Praxiszeiten als Anstellungserfordernis und natuerlich der Studienabschluss verjaehren nicht.
    Ja, Anstellungen im öffentlichen Dienst in Deutschland und Unterrichtserfahrung an vergleichbaren Schulen irgendwo werden angerechnet. Die 10-Jahresfrist gibt's in einem anderen Bereich: Wenn Berufserfahrungszeiten in der Privatwirtschaft oder außerhalb des EWR schon vor mehr als 10 Jahren geendet haben, dann werden sie auf das Besoldungsdienstalter nicht mehr angerechnet. Es ist zwar bis 20 Jahre zurueck anrechenbar, aber nur wenn sich diese Anstellung in die letzten 10 Jahre hinein erstreckte. Zumindest steht es so in einer Verordnung.

  • #281

    Margot (Montag, 20 Juli 2020 14:04)

    Ich habe heute im Zuge einer Bewerbungsabsage der Bildungsdirektion eine Nachricht vorgefunden, die mich sehr beunruhigt. In der Betreffzeile dieser wahrscheinlich automatisch generierten E-Mail stand bei meiner Personalnummer (wohl unabsichtlich angeführt) "ACHTUNG DIENSTVERGEHEN".

    Tatsächlich gab es an meiner früheren Schule einen Konflikt, der zum Ende der Zusammenarbeit geführt hat. Ich habe mir aber nichts Gravierendes zuschulden kommen lassen und mir wäre diesbezüglich auch nie etwas zur Kenntnis gebracht worden. Es war eher etwas Persönliches. Allerdings würde es mich nicht wundern, wenn man mich damals angeschwärzt hat.

    Wie kann man bei der Bildungsdirektion herausfinden, ob und was gegen einen vorliegt? Ohne Anstellung (Parteienstellung) bekommt man keine Akteneinsicht. Da es sich bei meiner Bewerbung auch um einen Schultyp handelt, der eigentlich nicht meiner Ausbildung entspricht, könnte es eventuell auch eine interne Notiz sein, vor einem solchen "Wechsel" zu überprüfen, warum Bewerber sich für den "fremden" Schultyp bewerben?

    Andererseits klingt es schon sehr eindeutig. Gibt es hier eine Vermutung / Empfehlung???

  • #282

    Josef Gary Fuchsbauer (Montag, 20 Juli 2020)

    Liebe Kollegin!
    Ob es Absicht oder ein Versehen war, dass dir nun indirekt mitgeteilt wurde, dass du - offenbar ohne dass dir das im Detail bewusst war - damals wegen eines Dienstvergehens "gegangen worden bist", ist nun egal. Leider hab ich sowas schon frueher auch bei einem anderen Kollegen gehoert und der hat jahrelang keine Stunden bekommen und alle moeglichen Stellen eingeschaltet, um dann nach Langem - meines Wissens - doch wieder eine Anstellung zu bekommen. Menschlich ist sowas sehr unfair, aber offenbar juristisch korrekt, weil nach Auslaufen eines Vertrages anscheinend tatsaechlich keinerlei Informationspflicht des dann ehemaligen Dienstgebers besteht. Ich wuerde trotzdem einen Gespraechstermin in der Bildungsdirektion vereinbaren, um abzuklaeren, ob dort womoeglich ein faktisches "Berufsverbot" notiert ist. Wenn die Bildungsdirektion das Gespraech verweigert oder bei diesem keine entsprechend klare Auskunft gibt (oder die Auskunft entsprechend negativ ist), dann ist wohl juristischer Beistand erforderlich. Bist du GOeD-Mitglied? Dann kannst du dich an goed.recht@goed.at wenden. Wenn nicht, kann eventuell eine private Rechtsschutzversicherung kontaktiert werden. Wenn diese auch nicht besteht, blieben noch Sprechstunden von Anwaelten bei Gemeindeaemtern oder anderen Behoerden, die immer wieder so etwas anbieten.
    LG Gary, 0680 2124358

  • #283

    Margot (Montag, 20 Juli 2020 14:45)

    Ok, danke - das klingt nicht gut. Wer wäre denn bei der Bildungsdirektion ein geeigneter Ansprechpartner, um so etwas abzuklären? Pädagogischer Dienst? Oder besser ein Sachbearbeiter? Ich möchte mir ja auch nicht mehr kaputt machen als nötig, wenn ich dann auch noch an den/die Falsche(n) gerate. Ich habe mich ja damals schon an eine Vertraute vom Fachausschuss gewandt - aber die meinte, lieber nicht zum Pädagogischen Dienst gehen, da wird es eher noch schlimmer.

    Und ganz wichtig: sollte es diesen "Eintrag" und ein damit verbundenes "faktisches" Berufsverbot tatsächlich geben, betrifft es nur die eine Bildungsdirektion oder wird das dann österreichweit ausgetauscht, wenn ich zum Beispiel in einem anderen Bundesland eine Anstellung in Aussicht habe?

    Wie werde ich GOeD-Mitglied?

  • #284

    Gary (Montag, 20 Juli 2020 15:44)

    Mit wem am besten in der Bildungsdirektion gesprochen werden kann, laesst sich allgemein nicht beantworten, weil es auf das Bundesland, bzw. die konkreten Personen ankommt.
    Eine Anstellung in einem anderen Bundesland, sollte moeglich sein, wenn keine negative Dienstbeurteilung vorliegt.
    https://www.goed.at/mitgliedschaft/goed-mitglied-werden/
    Zum Ausfuellen als derzeit nicht Beschaeftigte wuerde ich bei
    "Beschäftigt bei (Dienststelle)" hinschreiben: zuletzt ..., derzeit keine Anstellung, aber laufend Bewerbungen.
    "Bundesvertretung" ist APS-Gewerkschaft, oder AHS-Gew. oder BMHS-Gew. oder BS-Gew. oder Landwirtschaftslehrer*innen (ich wuerd das hinschreiben, wo die letzte Anstellung war).
    Den unteren Teil "Beitragseinbehalt durch den Dienstgeber" laesst du natuerlich frei. Auf der zweiten Seite unten siehst du, dass du ohne Anstellung nur 1,80 Euro/Monat zahlen musst. Du bekommst Erlagscheine. Allerdings ist erst ab dem 6. Mitgliedsmonat der volle Rechtsschutz gegeben - siehe https://www.goed.at/leistungen/ Beratung gibt es schon vorher.
    Wir koennen gerne auch per fuchsbauer@oeli-ug.at kommunizieren und nicht mehr weiter hier in der Oeffentlichkeit.

  • #285

    Gary (Mittwoch, 22 Juli 2020 07:20)

    Eine Kollegin hat zur Frage, wie man erfahren kann, was in der Bildungsdirektion gespeichert ist, auf die DSGVO (Datenschutzgrundverordnung) hingewiesen. Gem. https://www.jusline.at/gesetz/dsgvo/paragraf/15 besteht das Recht, dies zu erfahren (und das wird sicher nicht durch die Tatsache eingeschraenkt, dass derzeit kein Vertrag besteht).

  • #286

    Sabine (Dienstag, 11 August 2020 21:53)

    Hallo,
    ich habe von der Bildungsdirektion eine Zusage bekommen und werde ab September mit der Einstufung SV pd Bewegung und Sport Stunden in einer BHS übernehmen. Ich habe kein Lehramt allerdings ein Magister und Bakk Abschluss in Sportwissenschaften.
    Meine Frage: unter welche Einstufung laut Gehaltstabelle fällt "SV pd"? und die 2. Frage: Unter #18 wird von einem 60 ECTS Pädagogik Master gesprochen. Wird der 2020 noch angeboten und wenn ja wo? Auf der BSPA Wien habe ich über 2 Semester den pädagogischen Teil "Bewegung und Sport an Schulen unterrichten" absolviert, man hat mir dort gesagt das hilft mir eine Stelle als Sportlehrerin in der Pflichtschule zu bekommen ich weiß aber nicht wie/ob sich das auf die Einstufung meiner Stelle an einer BHS auswirkt. Einen Master mit 60 ECTS würde ich noch auf mich nehmen um zukünftig eine gehaltstechnisch bessere Einstufung zu erlangen.
    Danke für die Auskunft. Lg Sabine

  • #287

    Josef Gary Fuchsbauer (Dienstag, 11 August 2020 22:35)

    Liebe Sabine!
    a) Ob du genau nach Schema pd bezahlt wirst oder mit einem prozentuellen Abschlag, haengt davon ab, ob die Bildungsdirektion nach Abs. 11 oder Abs. 11a von https://www.jusline.at/gesetz/vbg/paragraf/38 anstellt, ob sie also erwartet, dass bald die Anstellungserfordernisse erfuellt werden oder eher spaeter. Da bereits ein facheinschlaegiger Master vorliegt (aber vermutlich nicht die im Abs. 3, Zif. 2 geforderte Berufspraxis nach Abschluss des Bachelor), wird ein nicht zu hoher Prozentsatz von pd abgezogen werden. Wenn dann die in Abs. 3, Zif. 3 verlangte 60-ECTS-Paedagogikausbildung abgeschlossen ist (und dann auch die Praxis zwar nicht außerschulisch, aber als Lehrpraxis vorliegt), wir pd voll bezahlt werden. Diese Paedagogikausbildung wird von den PHs laufend berufsbegleitend angeboten (dort nachfragen!), weil ja auch viele andere ohne Lehramtsstudium einsteigen. Ob und was von der bereits vorhandenen paedagogischen Ausbildung anrechenbar ist, ist ebenfalls mit der PH zu klaeren.
    Eine unterschiedliche Ausbildung zwischen den Lehrer*innen der Pflichtschule und den anderen Schulen gibt es ja nicht mehr, sondern es gibt die die Ausbildung zur Primarstufenlehrerin (Volksschule) oder fuer Sekundarstufe (Mittelschule, AHS, BMHS) und das Bezahlungsschema pd gilt fuer alle.

  • #288

    Sabine (Mittwoch, 12 August 2020 21:20)

    Lieber Gery danke für die schnelle Antwort da werde ich auf der PH nochmals genau nachfragen und den Master vielleicht tatsächlich nachholen. Im Schreiben der Bildungsdirektion habe ich nichts von Abs. 11 oder Abs 11.a gelesen. Es steht, dass ich für ein Jahr vertretend für einen Kollegen angestellt werde - vielleilcht ist das dann wieder etwas anderes.
    Noch nicht ganz klar ist mir unter welcher Buchstabenkombination ich mich in den Gehaltstabellen orientieren soll. Falle ich dann unter I2a2 ?
    Dankeschön, lg. Sabine

  • #289

    Hannes Grünbichler (Donnerstag, 13 August 2020 05:39)

    ad #289
    a) Auch wenn du jemanden vertrittst ist es so wie Gary im #287 geschrieben hat.
    b) Du musst dich jedenfalls am Schema pd orientieren.
    https://www.oeliug.at/app/download/12410513699/GehaltsTabLehr2020.pdf
    Spalte links unten (Neues Dienstrecht fuer neue Lehrpersonen)

  • #290

    Sabine (Freitag, 14 August 2020 07:34)

    Vielen Dank Hannes! Jetzt muss ich nur noch diesen gewünschten Master mit den 60 ECTS finden. An der PH iWien gibt es ein Bakk zur Hochschulischen Nachqualifizierung das wird es ja nicht sein. Es gibt Masterstudien an der PH Wien die mit MEd abschließen und 60 ECTS umfassen die sind allerdings mit spezifischen Ausrichtungen wie Sozial- und Gesundheitskompezents, Medienpädagogik oder auch Mode und Design. Wisst ihr geht es der Bildungsdirektion "einfach" nur darum, dass ich einen Pädagogischen Master habe oder muss man individuell für sein Unterrichtsfach einen Master finden?
    Wenn hier zu jemand Erfahrung hat wäre ich dankbar.

  • #291

    Christian (Sonntag, 16 August 2020 16:11)

    Lieber Gary,
    ich hätte zwei Fragen zum neuen Dienstrecht:
    im Herbst fange ich neu an einer HAK an und habe laut LFV im WS 15 WSt und dann im SS 30 WSt.
    Jetzt wäre es für mich natürlich wichtig zu wissen, wie es da mit der Entlohnung aussieht. Werde ich im WS weniger verdienen und im SS dann entsprechend mehr oder wird das über das Schuljahr durchgerechnet? Und wie sieht das dabei mit Überstunden aus, denn im SS wären das ja doch einige...?
    Vielen lieben Dank,
    Christian

  • #292

    Gary (Sonntag, 16 August 2020 22:36)

    zu #290: Meines Wissens ist diese 60-ECTS-Paedagogikausbildung nicht mit einem Master abzuschließen, zumindest steht im Gesetz nur die ECTS-Zahl und NICHT ein zu erlangender Titel. Meines Wissens werden hier auch nicht verschiedene Studien nach einzelnen Faechern angeboten, aber das ist alles mit der PH (und evt. der Bildungsdirektion) zu klaeren.

  • #293

    Gary (Sonntag, 16 August 2020 23:06)

    zu #291: Bei uns an der Schule wird das (oder wurde das als es mich des oefteren betraf) als Jahresdurchrechnung eingetragen, d.h. es wird das ganze Jahr ein volles Gehalt bezahlt und die Mehrstunden des Sommersemesters auf das WS angerechnet ("Glaettung") und die nicht fuer diesen Ausgleich erforderlichen Stunden werden als Ueberstunden ausbezahlt. Allerdings hatte ich das immer nur, als ich schon einen Dauervertrag hatte und war der Unterschied nie so extrem groß. Aber gem. Absatz 6 in https://www.jusline.at/gesetz/vbg/paragraf/40a sollte es wohl auch bei euch so sein (das muss sich doch mit der Schulleitung klaeren lassen, wie das bei euch ist).
    Ueberstunden werden jedenfalls (sowohl in I L Vertraegen im alten Dienstrecht, als auch in pd im neuen Dienstrecht) so bezahlt, dass pro Stunde 1,3% vom Monatsgrundgehalt (gem. Gehaltstabelle) bezahlt wird - siehe https://www.jusline.at/gesetz/vbg/paragraf/47 (Abs. 2).
    Die Faecherzulage wird uebrigens immer in jedem Monat so bezahlt, wie es tatsaechlich der Lehrfaecherverteilung fuer diesen Zeitraum entspricht. Lediglich in den Sommerferien wird der Durchschnitt des vorangegangen Unterrichtsjahres bezahlt - siehe https://www.jusline.at/gesetz/vbg/paragraf/46e (Abs. 3). Waehrend die Faecherzulage auch ueber die Weihnachts- und andere Ferien weiter bezahlt wird, werden Ueberstunden nur in jenen Wochen bezahlt, in denen sie als Unterricht gehalten werden, wobei es gewisse Faelle gibt, in denen trotz Unterrichtsentfall an einzelnen Tagen die Bezahlung weiterlaeuft - aber das waere eine eigenes Thema - bei Bedarf gerne hier oder per Mail nachfragen.

  • #294

    Christian (Montag, 17 August 2020 22:06)

    Lieber Gary, ich möchte dir ein ganz grosses DANKESCHÖN für deine Zeit und Mühe aussprechen, mit der du alle Fragen immer so ausführlich und kompetent beantwortest!

  • #295

    Ingrid (Sonntag, 23 August 2020 11:48)

    Liebe Alle,
    ich fange demnächst neu an einem Abend-Kolleg an. Weiß jemand, ob es für das Gehalt oder die Lehrverpflichtung einen Unterschied macht, ob man am Tag oder am Abend unterrichtet? Im alten Dienstrecht gibt es dazu Informationen, aber beim neuen Dienstrecht kann ich dazu irgendwie gar nichts finden.
    LG Ingrid

  • #296

    Josef Gary Fuchsbauer (Sonntag, 23 August 2020 12:09)

    Leider gibt es im neuen Dienstrecht keinerlei Bonus fuer Unterricht am Abend.

  • #297

    Lisi (Mittwoch, 26 August 2020 10:51)

    Hallo,
    hier scheint es einen Experten zum Thema Gehalt zu geben - dazu meine Frage: ich werde umgestellt in IL (SoV). Soweit ich weiß ist das nun ein unbefristetes Dienstverhältnis?! Die Gehaltstabelle habe ich allerdings noch nicht durchschaut. Nach 5 Jahren Unterricht in der AHS: stimmt es, dass ich mein Gehalt in der Tabelle Vertragslehrer IL, l1 und dann auf Stufe 3 finde (außer mir werden weitere Vordienstzeiten angerechnet)? In dem Fall würde das monatliche Gehalt doch stark sinken im Vergleich zur bisherigen Bezahlung im IIL-System. Ich habe etwas gelesen über eine sogenannte Ergänzungszulage, gibt es so etwas? Ich komme auf ca. 23 Werteinheiten im kommenden Schuljahr, KV bin ich auch. Über eine Einschätzung zum Gehalt würde ich mich freuen!

  • #298

    Lisi (Mittwoch, 26 August 2020 10:57)

    Ps.: auf meine Gehaltszettel steht allerdings Gehaltsstufe 12. Das verwirrt mich noch mehr ;)

  • #299

    Anonym (Mittwoch, 26 August 2020 19:41)

    Wie sieht die aktuelle Situation wegen Corona für schwangere Lehrerinnen aus?
    Herzliche Grüße

  • #300

    Josef Gary Fuchsbauer (Mittwoch, 26 August 2020 21:27)

    zu #297, #298, #299.
    #297: Ja. Nach 5 Dienstjahren ergibt sich bei keinen (oder weniger als 1 Jahr) Vordienstzeiten Stufe 3. Bei 23 WE kommen allerdings zum Grundgehalt in im Schnitt 36 Unterrichtswochen 3 mal 1,3% vom Monatsgrundgehalt, also 3,9% dazu, d.h. uebers Jahr gerechnet in 9 Monaten 4 mal 3,9 = 15,6%. Real sind die Ueberstunden natuerlich aufgeteilt auf September bis Juli und werden jeweils ca 2 Monate spaeter ausbezahlt. Eine Ergaenzungszulage gibt es da nicht. Klassenvorstand, Pruefungsgebuehren etc werden bei II L und I L Vertraegen gleich berechnet und bezahlt. Und ja: I L ist normalerweise eine Dauervertrag, nach 5 Jahren sogar sicher.
    #298: In II L bedeutet "12" bei Gehaltsstufe nur, dass das Gehalt in 12 Monatsraten ausgezahlt wird (es gibt naemlich auch 10-Monatsvertraege/-Auszahlungen)
    #299: Schwangerschaft gilt schon seit dem Fruehjahr nicht als Risiko bezueglich Corona, daher auch nicht als Grund fuer Homeoffice (das ist allgemein so, nicht speziell bei Lehrerinnen).