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Gehaltstabelle für LehrerInnen 2018

Wie berichtet, haben sich die Regierung und die Gewerkschaft Öffentlicher Dienst (GÖD) in der vierten Verhandlungsrunde auf eine Gehaltserhöhung von 2,33% geeignet.


Die Gehaltstabelle für 2018 wurde von der ÖLI entsprechend aktualisiert.

Gary Fuchsbauer hat die Tabellen kompakt auf ein A4-Format eingepasst, damit ihr sie einfach für euch ausdrucken könnt und, was uns sehr freuen würde, sie auch für eure KollegInnen im Konferenzzimmer aufhängt. Die Auflösung ermöglicht auch einen A3-Ausdruck in guter Qualität.   
Bitte teilt uns auch mit, falls sich ein Fehler durch die Aktualisierung eingeschlichen hat oder  weitere wesentliche Zahlen der LehrerInnenbesoldung gewünscht werden.

Tabelle zum herunterladen und ausdrucken

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Gehaltstabelle 2018 für LehrerInnen A4-Format
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Kommentare: 111
  • #1

    Gabriele Hellmer (Montag, 19 März 2018 11:55)

    Ich bitte um Erklärung: In Ihrer Tabelle gebührt für IL/I1/1 ein Entgelt von 2.521,20 EUR. Mit welchem Faktor kann ich den Stundenlohn errechnen? Bzw für welche Anzahl wöchentlicher Unterrichtstunden ist dieser Betrag gerechnet?
    Vielen Dank.

  • #2

    cgg (Dienstag, 27 März 2018 12:43)

    Der angegebene Betrag entspricht einer vollen Lehrverpflichtung (20 Werteinheiten) – die Zahl der gehaltenen Unterrichtsstunden ist aber von den unterrichteten Fächern respektive deren Werteinheiten abhängig.

  • #3

    B. G. (Dienstag, 16 Oktober 2018 14:08)

    Ich habe die Einstufung II L, L1, Stufe 12, wo finde ich mich in der Tabelle?
    Ich bedanke mich schon vorab für Hinweise!

  • #4

    Gary Fuchsbauer (Mittwoch, 17 Oktober 2018 09:41)

    Zur Anfrage IIL

    Die Bezeichnung Stufe 12 auf dem II L Lohnzettel ist wirklich verwirrend,
    weil das II L Schema gar keine Stufen hat.
    Tatsaechlich gibt es hier nur 2 Eintragungsmoeglichkeiten:
    Stufe 10 bedeutet, dass jemand das Jahresgehalt von Sept.-Juni in 10 Teilen ausbezahlt bekommt (manchmal gehen II L Vertraege nicht ueber die Ferien).
    Stufe 12 bedeutet, dass jemand das Jahresgehalt ganz normal in 12 Teilen ausbezahlt bekommt.

    Die II L Tabelle im Gesetz enthaelt keine Monatsgehaelter, sondern das Gehalt pro Jahreswochenstunde in den verschiedenen Lehrverpflichtungsgruppen bzw. Einstufungen, hier L1.
    In den Gehaltstabellen der OeLI haben wir eine Spalte
    "II-L-Monatsgeh. f. volle LehrVpfl."
    eingefuegt, aus der ersichtlich ist, dass das Gehalt fuer L1-LehrerInnen bei Vollbeschaeftigung (egal welche Faecher) ca 2665 Euro ist.

    Die tatsaechliche Berechnung erfolgt zB bei 17 gehaltenen Stunden der Lehrverpflichtungsgruppe I so:
    tabellarischer Wert: 1866, multipliziert mit 17 und dividiert durch 12 (Monate) = 2643,50 brutto pro Monat. Dazu kommen in den Monaten September, November, Maerz und Juni noch die Weihnachts-/Urlaubsgeldanteile, in Summe also noch 2x2643,50.
    Zu beruecksichtigen ist allerdings auch noch, dass bei den gehaltenen Stunden jene in nicht ganzjaehrigen Klassen (zB Maturaklassen) mit einem Faktor ca 0,8 abgewertet werden, weil der Unterricht ja nur ca 8 von 10 Unterrichtsmonaten laeuft.
    Wenn du uns deine konkreten Stunden/Klassen schickst, koennen wir gerne Details besprechen.
    LG Gary

  • #5

    cgg (Dienstag, 23 Oktober 2018 17:30)

    Wann ist denn in etwa mit der Gehaltstabelle für 2019 zu rechnen?

  • #6

    Manfred Sparr (Dienstag, 23 Oktober 2018 18:17)

    Die Gehaltstabelle 2019 ist auf der Homepage, sobald die derzeit laufenden Gehaltsverhandlungen für Bundesbedienstete mit einem Ergebnis abgeschlossen sind.

  • #7

    Sophie Hurter (Freitag, 26 Oktober 2018 23:40)

    Hallo!
    Sind die Beträge in der Tabelle brutto oder netto?
    Danke und lg!

  • #8

    Manfred Sparr (Samstag, 27 Oktober 2018 10:26)

    Die Beträge in der Gehaltstabelle sind (leider) brutto.
    Aber über eine ordentlich gemachte Arbeitnehmerveranlagun (Steuerausgleich) kann man die Steuer zumindest ein wenig reduzieren. Siehe dazu die Informationen in unserem Dienstrechtsskriptum auf dieser HP. LG

  • #9

    tf (Mittwoch, 07 November 2018 11:56)

    Hallo, wie kann ich den monatlichen Lohn berechnen, um die Geringfügigkeitsgrenze nicht zu überschreiten? (IL, Stufe 5). Danke!

  • #10

    Josef Gary Fuchsbauer (Freitag, 09 November 2018 07:37)

    Liebe/r "tf"!
    Lt. https://www.help.gv.at/Portal.Node/hlpd/public/content/99/Seite.990119.html betraegt die Geringfuegigkeitsgrenze 2018
    438,05 Euro. Deine Einstufungsangabe "IL, Stufe 5" ist nicht eindeutig, daher hier die Antwort fuer die 2 haeufigsten Gehaltsschemen bei LehrerInnen:
    Wenn du in l1 bist und somit bei Vollbeschaeftigung (20 WE) 3092,50 Euro verdienen wuerdest, bleibst du mit
    [438,05/(3092,5/20)=] 2,83 WE unter der Grenze.
    Wenn du in l2a2 bist und somit bei Vollbeschaeftigung (20 WE an AHS/BMHS, 22 Unterrichtsstunden an Landesschulen) 2642 Euro verdienen wuerdest, bleibst du mit [438,05/(2642/20)=] 3,31 WE bzw. [438,05/(2642/22)=] 3,64, also 3 regelmäßige Wochenstunden unter der Grenze. Auch wenn in deiner Situation die Berechnungsbasis an einer Landesschule weniger als 22 Wochenstunden ist, geht es sich mit 3 Stunden aus.
    2019 wird es hoffentlich eine Gehaltserhoehung geben (am Montag beginnen zwar die Metaller zu streiken, aber bei uns gehen an diesem Tag die Gehaltsverhandlungen weiter) und es wird auch die Geringfuegigkeitsgrenze angehoben, sodass sich an den Zahlenverhaeltnissen nicht viel aendern wird.
    LG Gary, fuchsbauer@oeli-ug.at, 0680 2124358

  • #11

    Barbara (Freitag, 09 November 2018 12:30)

    Ich bin in der verzragslehrerin 1 Gruppe l2a2 Stufe 7...derzeit noch in karenz...ich möchte mit verminderter Lehrverpflichtung einsteigen...wie kann ich mir dann mein ( am besten netto) Gehalt berechnen?

  • #12

    Josef Gary Fuchsbauer (Freitag, 09 November 2018 16:38)

    Liebe Barbara!
    l2a2/7 bringt bei Vollbeschaeftigung brutto 2964,40 Euro pro Monat, 14 mal im Jahr.
    Das Bruttogehalt bei Teilbeschaeftigung ergibt sich prozentuell, zB halbbeschaeftigt (2964,4x0,5=)1482,20.
    Fuer die Ermittlung des zu erwartenden Netto empfehle ich
    https://onlinerechner.haude.at/bmf/brutto-netto-rechner.html,
    da dieser auch die Betraege fuer das "Weihnachts- und Urlaubsgeld" auswirft, bloß wird bei uns LehrerInnen dieses 13. und 14. Gehalt in Form von vier halben Bezuegen im Maerz, Juni, September und November [bei BeamtInnen erst im Dez.] ausbezahlt.
    ZB 1482,3 im brutto-netto-rechner rechts oben bei brutto eingeben, ergibt:
    1.210 Euro pro Monat, bei den Sonderzahlungen werden's dann netto so ca jeweils 605 Euro dazu sein.
    Fahrtkostenzuschuss, Kinderzulage, Lohnsteuerfreibetraege koennen diese Zahlen dann noch erhoehen.
    LG Gary, fuchsbauer@oeli-ug.at, 0680 2124358

  • #13

    Martin (Freitag, 09 November 2018 17:27)

    Wie werden die Jahreswochenstunden bei Vertragslehrern in IIL berechnet? Bsp; 2 Stunden in LII --> wieviel Euro macht das Aus? Danke

  • #14

    Josef Gary Fuchsbauer (Freitag, 09 November 2018 20:22)

    Die II L Tabelle im Gesetz enthaelt keine Monatsgehaelter, sondern das Gehalt pro Jahreswochenstunde in den verschiedenen Lehrverpflichtungsgruppen bzw. Einstufungen, hier L1.
    In den Gehaltstabellen der OeLI haben wir eine Spalte
    "II-L-Monatsgeh. f. volle LehrVpfl."
    eingefuegt, aus der ersichtlich ist, dass das Gehalt fuer L1-LehrerInnen bei Vollbeschaeftigung (egal welche Faecher) ca 2665 Euro ist.
    Leider sind die aehnlich klingenden Bezeichnungen verwirrend:
    "zwei L" fuer II L (= befristete) Vertraege; und
    "L zwei" fuer L 2, also die Einstufungen L2a2 (Bachelor und Vorgaengerabschluesse), L2a1 (Teilstudienabschluesse) und L2b1 (Maturaniveau).
    Wenn nun die von Martin dargestellte Situation so ist, dass er als L2a2-Lehrer 2 Stunden in einem II L Vertrag unterrichtet, dann ergibt sich folgende Berechnung fuer die Jahresstunden und sodann mittels Division durch 12 fuer das Monatsgehalt:
    Die tatsaechliche Berechnung erfolgt zB bei 2 gehaltenen Stunden in L2a2 so:
    tabellarischer Wert: 1234,80, multipliziert mit 2 und dividiert durch 12 (Monate) = 205,80 brutto pro Monat. Dazu kommen in den Monaten September, November, Maerz und Juni noch die Weihnachts-/Urlaubsgeldanteile, in Summe also noch 2x205,80.
    Sollte ich die Situation aber missverstanden haben, dann bitte nochmal fragen. Falls du L1-Lehrer (Uni-Lehramtsabsolvent oder Vergleichbares), dann scroll nach oben, da die Frage fuer L1 auf dieser Seite schon behandelt wurde.
    LG Gary

  • #15

    Babsi (Donnerstag, 13 Dezember 2018 13:51)

    Hallo ich hätte eine kurze Frage, wirkt sich die nachqualifizierung zum bachelor auf das gehalt aus? Meine Derzeitige einstufung ist IL l2a2 /07 Danke!

  • #16

    Josef Gary Fuchsbauer (Freitag, 14 Dezember 2018 15:37)

    Liebe Babsi!
    Da du bereits im "Bachelor-Schema" l2a2 bezahlt wirst, aendert sich nichts.
    Das naechstbessere Schema im alten Lehrer_innendienstrecht ist l1, fuer das aber nicht nur ein Ma(gi)ster/DI erforderlich ist, sondern auch Unterrichtstaetigkeit an einer l1-wertigen Stelle (AHS/BMHS [außer Fachpraxis, die auch an hoeheren Schulen l2a2-wertig ist]).
    Ein Umstieg ins neue Dienstrecht (pd-Schema) ist ja vom Gesetz her genrell und fuer alle ausgeschlossen.

  • #17

    Gerda Rottner (Freitag, 14 Dezember 2018 19:26)

    Ich würde gerne wissen, wie viel man monatlich verdient, wenn man in einer BHS eine volle Lehrverpflichtung hat, aber kein Lehramtsstudium, sondern ein anderes abgeschlossen hat. (Falls man die Stunden bekommt...)
    Danke, Gerda

  • #18

    Josef Gary Fuchsbauer (Samstag, 15 Dezember 2018 07:55)

    Liebe Gerda!
    Falls das (auf Masterniveau) abgeschlossene Fachstudium in jenem Fach ist, fuer das man wegen Lehrer_innenmangel engagiert wird, ist die Bezahlung wie bei abgeschlossenem Lehramtsstudium. Falls der Einstieg noch im laufenden Schuljahr 2018/19 erfolgt, bekommt man einen sogenannten Artikel X (sprich "zehn") Vertrag (Einjahresverträge) und wird zunächst nach dem Schema II L l1 bezahlt, was bei voller Lehrverpflichtung 2019 ein Bruttomonatsgehalt von 2747 Euro ergibt. Nach 5 Jahren bekommt man einen auf 2 Jahre befristeten I L l1 Vertrag und es werden die einschlaegigen Berufserfahrungszeiten seit Studienabschluss geprueft und evt. fuer die Vorrueckung angerechnet. Wenn zB 3 solche Vollbeschaeftigungsjahre (oder zB 6 Halbbeschaeftigungsjahre) vor dem Einstieg ins Lehramt vorliegen, dann besteht nach den 5 II L Jahren in Summe ein Besoldungsdienstalter von 8 Jahren und man kommt im Biennalsystem in die 5. Stufe und verdient 3184,1 Euro (alle 2 Jahre rueckt man um ca 200 Euro vor). Danach bekommt man (wenn man immer noch gebraucht wird) einen Dreijahresvertrag und nach den dann 10 Jahren kann man einen Dauervertrag bekommen.
    Sollte der Einstieg erst im September 2019 oder spaeter sein, gilt das neue Lehrer_innendienstrecht. Dieses sieht dezidiert auch die Beschaeftigung von Absolvent_innen eines Fachstudiums vor und ermoeglicht diesen bei Absolvierung eines nebenberuflichen paedagogischen 60-ECTS-Masters die volle Erfuellung der Anstellungserfordernisse und somit einen Dauervertrag (wie bisher bei Lehramtsstudienabsolvent_innen nach spaetestens 5 Jahren). Auch wenn man heuer noch ins alte Dienstrecht einsteigt, wird man wohl diesen paedagogischen 60-ECTS-Master machen koennen, um sich so nachzuqualifizieren.
    Das neue Dienstrecht bringt eine um ca 3 Stunden hoehere Lehrverpflichtung und die verpflichtende Uebernahme von 2 nichtunterrichtlichen Aufgaben, ohne dass das Gehalt in diesem Ausmaß hoeher als im alten Dienstrecht ist. Allerdings wird im neuen Dienstrecht auch bereits in der Phase der Einjahresvertraege die Berufserfahrungszeit beruecksichtigt, die Einstufung in eine Gehaltsstufe erfolgt also bereits am Beginn. Der Verdienst bei Vollbeschaeftigung haengt im neuen Dienstrecht von den unterrichteten Faechern ab (und auch vom Schultyp, da aber nur nach BHS gefragt wurde, hier die Zahlen fuer diese):
    Grundverdienst:
    2.719,9 3,5 Jahe bei Einsteig als Ma(gi)ster, DI
    3.095,9 5 Jahre
    3.473,0 5 Jahre
    3.850,1 6 Jahre
    4.227,4 6 Jahre
    4.604,6 6 Jahre
    4.837,7 bis Pension
    Diese Monatsbezuege werden 14mal ausbezahlt. Dazu kommen 12mal bezahlte Faecherzulagen:
    34,5 mal 20 = 690 Euro, wenn nur Gegenstaende der Lehrverpflichtungsgruppen I und II unterrichtet werden.
    14 mal 22 = 308 Euro, wenn nur Gegenstaende der Lehrverpflichtungsgruppe III. Bei anderen Gegenstaenden gibt es keine Zulagen.
    Zum Vergleich: Wenn man im alten Dienstrecht 20 Stunden Gegenstaende der Lehrverpflichtungsgruppe I unterrichtet und zB Klassenvorstand und Lehrmittelverwaltung als nicht unterrichtliche Zusatzaufgaben hat (also dann mit Ueberstunden dieselbe Arbeitszeit, die im neuen vorgeschrieben ist), bekommt man im II L l1 Vertrag monatlich im Schnitt ca 3470 Euro und in der Stufe 5 im I L l1 Vertrag ca 3745 Euro und alle 2 Jahre dann um ca 220 Euro mehr.

  • #19

    Erina (Mittwoch, 19 Dezember 2018 14:23)

    Guten tag, ich möchte nach meiner Karenz wieder einsteigen, möchte aber auch gerne wissen, wieviel ich mit l2a2/Gehaltsstufe 4 für 8, 9 oder 10 gehaltene Wochenstunde besoldet werde. Können sie mir diese Auskunft geben??? Vielen dank!

  • #20

    Josef Gary Fuchsbauer (Mittwoch, 19 Dezember 2018 17:19)

    Liebe Erina!
    Es kommt dabei darauf an, welche Stunden das sind. Oder anders ausgedrueckt, welcher Teil der Lehrverpflichtung, wieviel Prozent einer vollen Lehrverpflichtung das sind.
    8, 9 oder 10 woechentliche Unterrichtsstunden sind bei einer 22-stuendigen Lehrverpflichtung (oder in Gruppe IV bei Bundeslehrer_innen) ca 36,4, 41 oder 45,5%. Das ergaebe ein Monatsbruttogehalt von ca 940, 1056 oder 1174 Euro.
    Bei einer 21-stuendigen Lehrverpflichtung (oder in Gruppe IVa bei Bundeslehrer_innen) ca 38,1, 42,9 oder 47,7%. Das ergaebe ein Monatsbruttogehalt von ca 984, 1110 oder 1230 Euro.
    In Lehrverpflichtungsgruppe IVb bei Bundeslehrer_innen sind es ca 39, 44 oder 49%. Das ergaebe ein Monatsbruttogehalt von ca 1009, 1135 oder 1260 Euro.
    In Gruppe III sind es ca 42, 47 oder 52,5%. Das ergaebe ein Monatsbruttogehalt von ca 1084, 1220 oder 1355 Euro.
    In Gruppe II sind es ca 44, 50 oder 55%. Das ergaebe ein Monatsbruttogehalt von ca 1140, 1283 oder 1426 Euro.
    Was das jeweils netto ausmacht, kann zB mit https://onlinerechner.haude.at/bmf/brutto-netto-rechner.html ermittelt werden.
    ZB ergibt sich bei brutto 940 netto knapp 800 Euro, bei brutto 1056 netto knapp 900 Euro, bei brutto 1230 netto ca 1044 Euro.

  • #21

    Erina (Donnerstag, 20 Dezember 2018 12:32)

    Hallo, danke für die Info! Ich bin aber Vertragslehrerin in bgld, wie ist es dann da? Keine Bundeslehrerin! Ich hatte vorher eine volle Lehrberpflichtung!

  • #22

    Josef Gary Fuchsbauer (Donnerstag, 20 Dezember 2018 20:58)

    Liebe Erina!
    Wie ich ausgefuehrt habe, kommt es (egal ob Bundes- oder Landeslehrerin) darauf an, welcher Teil der Lehrverpflichtung, wieviel Prozent einer vollen Lehrverpflichtung das sind.
    8, 9 oder 10 woechentliche Unterrichtsstunden sind bei einer 22-stuendigen Lehrverpflichtung (zB an der VS) 36,4%, 40,9% oder 45,5%. Das ergaebe ein Monatsbruttogehalt von 939, 1056 oder 1173 Euro.
    Bei einer 21-stuendigen Lehrverpflichtung (meist an der NMS) 38,1%, 42,9% oder 47,6%. Das ergaebe ein Monatsbruttogehalt von 983, 1106 oder 1229 Euro. Was das jeweils netto ausmacht, kann zB mit https://onlinerechner.haude.at/bmf/brutto-netto-rechner.html ermittelt werden. ZB ergibt sich bei brutto 939 netto knapp 800 Euro, bei brutto 1056 netto knapp 900 Euro, bei brutto 1229 netto ca 1044 Euro.

  • #23

    Nico (Samstag, 22 Dezember 2018 14:50)

    Guten Tag,

    ich werde kommendes Jahr 34, habe einen abgeschlossenen BA (Wirtschaft), einen abgeschlossenen MA (Wirtschaft) sowie ab Februar 2020 einen abgeschlossenen Msc (Wipäd). Zwischen MA und Studienbeginn Msc habe ich 6 Jahre gearbeitet (Marketing/Vertrieb).

    Nun zu meiner Frage: Wie ist die X Achse auf der neuen Gehaltstabelle genau zu verstehen? Hier wird ja vom "Alter" gesprochen. Ist dieses bei der Gehaltseinstufung tatsächlich ausschlaggebend und wenn ja, müssen sich alle BHS auch daran orientieren/halten? Sofern relevant in wieweit werden mir meine Berufszeiten angerechnet?

    Vielen Dank im Voraus und eine schöne Weihnachtszeit.

  • #24

    Josef Gary Fuchsbauer (Samstag, 22 Dezember 2018 17:43)

    Lieber Nico!
    Ich beginne bei der vorletzten Frage: "müssen sich alle BHS auch daran orientieren/halten?"
    Die Schulen haben keinerlei Kompetenz beim Gehalt. Dieses ist vom Gesetz festgelegt und wird in der Realitaet von der Bildungsdirektion (neuer Name ab 2019 des bisherigen Landes-/Stadtschulrates) umgesetzt, gegebenenfalls nach Rueckfrage bei der Bildungsdirektion. Vom Gesetz her sind die Berufserfahrungszeiten nach Abschluss des Wirtschaftsstudiums anrechenbar. Siehe dazu auch oben die Antwort #18. Das Alter ist keine Komponente bei der Gehaltseinstufung. Es wird allerdings das sogenannte Besoldungsdienstalter bestimmt, das sich dann durch die Summe der angerechneten Berufserfahrungszeiten in der Privatwirtschaft (oder als Selbstaendiger) und den Zeiten im oeffentlichen Dienst ergibt.
    Weitere Fragen gerne ...

  • #25

    Beatrice (Donnerstag, 03 Januar 2019 09:47)

    Ich bin derzeit AHS Lehrerin mit L1 Vertrag, Gehaltsstufe 6.
    Was würde ich mit dieser Einstufung in der NMS/Poly verdienen, welche Tabelle ist da relevant? Ich überlege in die Pflichtschule zu wechseln, da ich auch die PÄDAK Ausbildung habe. Vielen Dank schon im Voraus

  • #26

    Asl (Donnerstag, 10 Januar 2019 13:45)

    Hallo, bin Vertragslehrerin, L2a2 , Stufe 4!
    Gehe demnächst in Karenzurlaub, steige ich in meiner Stufe während meiner Karenz oder wird alles stillgelegt?

  • #27

    Josef Gary Fuchsbauer (Samstag, 12 Januar 2019 07:47)

    zu Beatrice #25: Mit PH-Abschluss gilt in NMS/Poly das Gehaltsschema l2a2 (dass es auch einen Uni-Lehramtsabschluss gibt, ist dafuer nicht relevant).
    Ein Wechsel ins neue Dienstrecht (Schema pd) ist vom Gesetz generell ausgeschlossen.
    Allerdings wird beim Wechsel von Bundeslehrerin auf Landeslehrerin das Besoldungsdienstalter neu ermittelt. Die Regeln haben sich dazu im Februar 2015 geaendert und es koennte daher eine andere Gehaltsstufe herauskommen (Ausbildungszeiten werden nicht mehr angerechnet, Zeiten im oeffentlichen Dienst werden wie bisher voll angerechnet, berufsnuetzliche Erfahrungszeiten außerhalb des oeff. Dienstes sind aber nun bis zu 10 Jahren anrechenbar, wobei allerdings Teilzeiten nur aliquot gerechnet werden. Evt. koennen wir per Mail Datails der konkreten Situation besprechen: fuchsbauer@oeli-ug.at

  • #28

    Josef Gary Fuchsbauer (Samstag, 12 Januar 2019 07:53)

    zu Asl #26: Waehrend des gesetzlichen Elternkarenzurlaubs (bis zu 2 Jahre pro Kind) wird die Vorrueckung bei einem Dauervertrag (I L) nicht gehemmt, steigt also das Besoldungsdienstalter weiter an. Eine Anschlusskarenz danach wird meines Wissens nur halb angerechnet. In einem Sonderurlaub gegen Entfall der Bezuege oder einer anderen Karenz gegen Entfall der Bezuege steigt das Besoldungsdienstalter nicht an, erfolgt die Vorrueckung daher dann entsprechend spaeter (Verschiebung immer um ganze Monate, weil Vorrueckung immer nur am 1. eines Monats erfolgt, wenn im Besoldungsdienstalter ein Monat voll ist).

  • #29

    Hape (Mittwoch, 23 Januar 2019 22:39)

    Hallo,
    bin seit 2005 Instrumentallehrer im Borg. 2004 Uni Abschluss IGP (Instrumental und Gesangspädagogik) Bachelor und 2007 Uni Abschluss IGP Master.

    Meine Einstufung ist VL IL/L2b1 ?!?!?!

    Ich habe 2 Uni-Abschlüsse und bin in der zweitschlechtesten Gehaltsstufe eingestuft, kann das möglich sein???


    Danke für eure Infos

  • #30

    Engel_bert (Dienstag, 12 Februar 2019 11:02)

    Hallo,

    bin Vertragslehrer (2. Bildungsweg) an einer NMS mit einem unbefristeten L1 l2a2 (Stufe 5) Vertrag in Vollzeit (21 Std.) tätig. Ich habe an der PH die Fächer BSP & Mathematik (Bachelor) gemacht und vorher ein Diplomstudium (Mag.) der Geographie. Möchte aufgrund der Familienverhältnisse auf Teilzeit (60 - 70 %) umsteigen.

    Sollte an einer BHS/AHS ca. 10 Std. Geographie angeboten werden - Wie würde ich dann dort einsteigen? Könnte ich dort auch BSP zusätzlich unterrichten?

    Danke für eure Infos

  • #31

    Josef Gary Fuchsbauer (Dienstag, 12 Februar 2019 11:55)

    Lieber Engelbert!
    Sowohl der Einsatz als Geographie- als auch als Sportlehrer an einer A/BHS sind nur mit einem Sondervertrag moeglich, da die Anstellungserfordernisse nicht erfuellt sind. Und daher nur dann, wenn die Bildungsdirektion trotz Ausschreibung fuer die GWK/BuS-Stunden niemanden findet, die/der die Anstellungserfordernisse (Uni-Lehramtsstudium GWK bzw. BuS) erfuellt.
    Da viele Uni-Lehramtsstudierende versuch(t)en im laufenden Schuljahr in den Dienst zu treten, weil sie nur so ins alte Dienstrecht kommen, koennte es sein, dass es ab naechstem Schuljahr wieder leichter ist, offene Stellen an AHS oder BMHS zu finden. Im Laufe der naechsten Jahre gehen ja viele Lehrer_innen in Pension ...

  • #32

    Verena (Dienstag, 12 Februar 2019 20:05)

    Guten Abend!

    Ich habe im vergangenen Schuljahr das Unterrichtspraktikum (Fächer GSKPB und RK; Universitätsabschluss als Mag.) an einer AHS gemacht und hatte zusätzlich an dieser Schule Stunden als Karenzvertretung. Im jetzigen Schuljahr habe ich bisher nur Stellen als Krankenstandvertretung an AHS bekommen. Ich bin als IIL l1 eingestuft und somit im alten Dienstrecht.

    Ich habe nun das Angebot bekommen an einer Volksschule als RK-Lehrerin bis zum Ende des Schuljahres zu arbeiten.
    1) Wenn ich das Angebot annehme wie werde ich dann eingestuft?
    2) Wenn ich im Herbst erneut an einer AHS/BMHS arbeite, bin ich wieder IIL L1 und im alten Dienstrecht? (Welche Auswirkungen hat der Wechsel vom Bundeslehrer zum Landeslehrer und anschließend (hoffentlich) erneut zum Bundeslehrer?)

    Vielen Dank im Voraus!

    Herzliche Grüße

  • #33

    Josef Gary Fuchsbauer (Mittwoch, 13 Februar 2019 06:41)

    Liebe Verena!
    1. Das absolvierte Lehramtsstudium ergibt die Erfuellung der Anstellungserfordernisse fuer den Unterricht in 2 Faechern an einer AHS oder BMHS, aber nicht fuer den Unterricht an Pflichtschulen, weil fuer diese ein Lehramtsstudium an einer PH erforderlich ist.
    Gemäß Artikel II, 2. Verwendungsgruppe L 2a 2, Zif.4., in https://www.jusline.at/gesetz/ldg_1984/paragraf/anlage1 gilt in Religion aber auch der Abschluss des Unistudiums als Erfuellung der Anstellungserfordernisse fuer den Religionsunterricht an Volksschulen und führt somit zur Einstufung L2a2.
    2. Wenn irgendwann spaeter erneut an einer AHS/BMHS unterrichtet wird, gibt es wieder einen IIL l1 Vertrag im alten Dienstrecht bis in Summe 5 Unterrichtsjahre erreicht sind, denn spaetestens dann ist ein IL l1 Dauervertrag zu geben. Bei den Auswirkungen des Wechsels von Bundeslehrer_in zu Landeslehrer_in und anschließend erneut zu Bundeslehrer_in kommt es darauf an, ob der Vertrag als VS-RL als kirchlich bestellte Religionslehrerin oder als Vertragslehrerin erfolgt. Im letztgenannten Fall zählt die Unterrichtszeit voll für die Vorrückung, weil es eine Anstellung im oeffentlichen Dienst ist. Die Zeit als kirchlich bestellte Religionslehrerin gilt als Berufserfahrungszeit außerhalb des oeffentlichen Dienstes und wird deshalb nur aliquot beruecksichtigt. ZB: 11 Stunden Religion an einer VS von Maerz bis Juni zaehlen als 2 Monate. Die Anrechnung der Berufserfahrungszeit erfolgt beim Wechsel von II L auf I L, weil es erst in I L Vorrueckungen alle 2 Jahre gibt.

  • #34

    Verena (Mittwoch, 13 Februar 2019 09:34)

    Vielen, vielen Dank für die ausführliche Antwort!

    Herzliche Grüße

  • #35

    Ferdinand (Mittwoch, 20 Februar 2019 15:48)

    Nachdem ich hier gelesen habe, dass das Besoldungsalter bei Wechsel von Bundeslehrer zu Landeslehrer neu berechnet wird, möchte ich erstens nachfragen, ob das auch noch in anderen Fällen oder gar auch prinzipiell möglich ist? Und ob zweitens nach einer eventuellen Neueinstufung (zB von 7 auf 10) die bisher erhaltenen Gehälter rückwirkend mit einer Einmalzahlung nachgebessert werden?

  • #36

    A.P. (Mittwoch, 20 Februar 2019 20:03)

    Ich bin VS-Lehrerin und in meinem 5 Dienstjahr in Karenz gegangen. Ich habe 1 Jahr gearbeitet bevor mein 2 Kind auf die Welt kam und werde mit 02.07 wieder an meine Stammschule zurück gehen.
    Momentan bin ich in der Besoldungsgruppe L2a2.
    zu meinen Fragen:
    Wann kann ich in ein unbefristetes Dienstverhältnis aufgenommen werden?
    Wenn ich übernommen werde, wie verhält sich das dann zu meiner Besoldung?
    Ich wäre momentan im 7 Dienstjahr, steige ich dann Gehaltstechnisch gleich höher ein oder fange ich auf der untersten Stufe an und steige erst alle 2 Jahre?

  • #37

    Josef Gary Fuchsbauer (Donnerstag, 21 Februar 2019 11:07)

    Zu #35: Lieber Ferdinand!
    Wenn im oeffentlichen Dienst (seit Maerz 2015) ein neues Dienstverhaeltnis begonnen wird, dann wird das bisherige Besoldungsdienstalter fuer die Einstufung in diesem neuen Dienstverhaeltnis ermittelt. Zu einer Nachzahlung in einem alten Dienstverhaeltnis kann es dadurch nicht kommen. Im alten Dienstrecht galten ja (falls es vor Maerz 2015 begann) die alten Regeln.
    Wechselt ein/e Bundeslehrer/in von einer Bildungsdirektion in eine andere (Bundeslaenderwechsel), so bleibt sie/er Bundeslehrer/in und es kommt zu keiner Neuberechnung. Wechselt hingegen ein/e Landeslehrer/in in eine anderes Bundesland, wird sie dann Landeslehrer/in einer anderen Bildungsdirektion und bekommt somit einen neuen Vertrag samt neuer Besoldungsdienstalterermittlung. Dasselbe gilt beim Wechsel vom Landes- in den Bundesdienst oder umgekehrt.
    LG Gary

  • #38

    Josef Gary Fuchsbauer (Donnerstag, 21 Februar 2019 11:56)

    Offenbar hat noch niemand #29 Hape (Wednesday, 23 January 2019 22:39) geantwortet:

    Hallo Hape!

    Offenbar andelt es sich beim abgeschlossenen Masterstudium nicht um ein Lehramtsstudium mit Lehrberechtigung in 2 Faechern an hoeheren Schulen, sondern es wurde formell die Lehrberechtigung fuer den Instrumentalunterricht an Musikschulen erworben.

    Leider ist das Kulturland Oesterreich in Bezug auf die Einstufung von Mag.art., die nicht ein Lehramtsstudium mit Lehrberechtigung in 2 Faechern an hoeheren Schulen abgeschlossen haben, bei den gesetzlichen Vorschriften den Kuenstler_innen gegenueber benachteiligend. Wir haben diesbezueglich (als Gewerkschaft) bisher auch auf dem Rechtsweg keine Aenderung erreicht. Oberster Gerichtshof sagt, es steht so im Gesetz und jede/r, die/der eine Anstellung annimmt, akzeptiert somit auch die Gesetzeslage.
    Ich kann mich erinnern, dass urspruenglich Fachhochschul-Abschluesse nicht zur Einstufung in akademische Gehaltsstufen im oeffentlichen Dienst gefuehrt haben und das dann geaendert wurde, wenn der FH-Abschluss zum Dissertieren berechtigte. Diese FH-Bestimmungen find ich allerdings im Moment weder im Internet noch in meinem Computer.
    Vermutlich kann man heute aber mit allen masterwertigen FH-Abschluessen wie auch an den KunstUnis dissertieren, drum steht da vielleicht deshalb nichts mehr in im Internet findbaren Gesetzesstellen.

    Ich hab jetzt die aktuellen Einstufungsbestimmungen fuer L1 und L2a2 und L2b1 herausgesucht:

    https://www.jusline.at/gesetz/bdg/paragraf/anlage1-23
    Leider fehlt da die Ueberschrift: "23. VERWENDUNGSGRUPPE L 1
    (soweit sie nicht von Z 21a erfasst ist)
    Ernennungserfordernisse:"
    Nach 23.1, Abs. 1-5, führen alle Lehramtsstudienabschluesse (2 Faecher) bei Unterricht an AHS/BMHS zu L1.
    Und auch andere einschlaegige Uniabschluesse und nachfolgender (meist 4-jaehriger) Praxis bei AHS/BMHS-Unterricht in wirtschaftlichen oder fachtheoretischen Gegenstaenden oder Religion, bzw. Mathematik, Physik, Chemie, Informatik oder Wirtschaft an technischen und gewerblichen Lehranstalten.

    In https://www.jusline.at/gesetz/bdg/paragraf/anlage1-24
    fehlt ebenfalls die Ueberschrift: "VERWENDUNGSGRUPPE L 2a 2
    Ernennungserfordernisse:"
    Es fuehren Nichtlehramstabschluesse auf Masterniveau im Bereich Musik und BE/TW bei Unterricht an AHS/BMHS zu L2a2, wenn jemand Matura hat.

    In https://www.jusline.at/gesetz/bdg/paragraf/anlage1-26
    fehlt ebenfalls die Ueberschrift: "VERWENDUNGSGRUPPE L 2b 1
    Ernennungserfordernisse:"
    Es fuehren Nichtlehramstabschluesse auf Masterniveau im Bereich Musik und BE/TW bei Unterricht an AHS/BMHS zu L2b1, wenn jemand keine Matura hat.
    Da ist also nicht vom Mag.art. die Rede, sondern es geht einfach darum, dass die kuenstlerischen Faecher nur bei entsprechenden Lehramtsstudien zu L1 fuehren und nur mit Matura zu L2, waehrend in gewissen anderen Gegenstaenden auch Nichtlehramtsstudien zu L1 fuehren und bei anderen Studien nicht gefragt wird, ob man mit Studienberechtigungspruefung oder Matura zum Studium zugelassen wurde.

    Es beginnt uebrigens grad wieder mit Gewerkschaftsunterstuetzung ein Prozess, aber der wird womoeglich bis zum EUGH gehen muessen, um was zu erreichen. Leider hab ich da keine bessere Nachricht.

  • #39

    Josef Gary Fuchsbauer (Donnerstag, 21 Februar 2019 12:41)

    zu #36: Liebe Kollegin!

    Die Bestimmung https://www.jusline.at/gesetz/vbg/paragraf/90m lautet, dass ab dem 6. Dienstjahr ein Dauervertrag (I L) auszustellen ist, wobei bis zu 2 Jahre Elternkarenz/BH/ZD innerhalb dies Dienstverhaeltnisses zu den 5 Jahren Maximaldauer II L dazuzaehlen. Siehe: https://www.jusline.at/gesetz/vbg/paragraf/90k und https://www.jusline.at/gesetz/vbg/paragraf/90l

    Auch innerhalb der ersten 5 Jahre ist ein Dauerervertrag moeglich, denn II L darf es nur unter gewissen Umstaenden geben - seihe https://www.jusline.at/gesetz/vbg/paragraf/90h

    Ab einem Dauervertrag erfolgt die Ermittlung des Besoldungsdienstalters. Dazu zaehlen alle Beschaeftigungsverhaeltnisse im oeffentlichen Dienst voll (auch bei Teilzeit) und berufsnuetzliche Taetigkeiten außerhalb des oeff. Dienstes nach Abschluss des Studiums aliquot (zB 1 Jahr Halbbeschaeftigung wird als 6 Monate gewertet), wobei die Berufsnuetzlichkeit vom Inhalt und der Zeit her von Verordnungen sehr eng ausgelegt wird. (Bei Maennern sind fuer den Wehrdienst 6 und fuer den Zivildienst 9 Monate anrechenbar, auch wenn tatsaechlich laenger gedient wurde.)
    Sind zB in Summe 6 Jahre Besoldungsdienstalter erreicht, erfolgt ab dem naechsten Monatsersten die Einstufung in Gehaltsstufe 4.
    LG Gary

  • #40

    Gab Rielle (Donnerstag, 28 Februar 2019 13:59)

    Wie kann ich mir sicher sein, dass ich richtig eingestuft wurde? Ich bin Vertragslehrerin L2a2 Stufe 7!

    LG Gabi

  • #41

    Anna (Freitag, 01 März 2019 07:19)

    Ad #39

    "... dass ab dem 6. Dienstjahr ein Dauervertrag (I L) auszustellen ist, wobei bis zu 2 Jahre Elternkarenz/BH/ZD innerhalb dies Dienstverhaeltnisses zu den 5 Jahren Maximaldauer II L dazuzaehlen."

    Ich habe momentan einen befristeten Vertrag (IIL/L1) und 2 Kinder. Diese hab ich aber vor meiner Anstellung als Lehrerin bekommen. Zählen die (2 Jahre) Karenzzeiten trotzdem zu diesem Zeitraum?

    Vielen Dank für die Auskunft!

  • #42

    Josef Gary Fuchsbauer (Freitag, 01 März 2019 11:22)

    Zu Gab Rielle #40: Da muess ma wohl persoenlich kommunizieren: fuchsbauer@oeli-ug.at

  • #43

    Josef Gary Fuchsbauer (Freitag, 01 März 2019 11:25)

    Zu Anna #41: Nein, Karenzzeiten vor dem Dienstverhaeltnis zaehlen nicht zu den 5 II-L-Jahren (und spaeter auch nicht bei der Vorrueckung). Sie wirken sich nur spaeter auf die Pensionsberechnung aus.

  • #44

    Daniela Steinbauer (Dienstag, 05 März 2019 21:31)

    Ich bitte um Auskunft: Ich bin derzeit an einer höheren Schule im fachpraktischen Unterricht tätig, also l2a2 Stufe 9. Ich habe im Juni mein Bachelorstudium in Religionspädagogik für die APS abgeschlossen. Ist das eigentlich dasselbe Entlohnungsschema? Danke für die Auskunft.

  • #45

    Josef Gary Fuchsbauer (Mittwoch, 06 März 2019 07:35)

    Ja, Lehrer_innen an APS mit dem entsprechenden Lehramtsstudium sind im alten Dienstrecht in l2a2 eingestuft. Allerdings wird bei Anstellung als Landeslehrerin an einer Volksschule, Mittelschule, Berufsschule ein neues Dienstverhaeltnis abgeschlossen, sodass auch die Vordienstzeiten (das Bedoldungsdienstalter) neu nach den seit Februar 2015 geltenden Bestimmungen ermittelt wird. Dazu wird wohl nur die bisherige Bundesdienstzeit herangezogen, sodass sich eine niedrigere Stufe als 9 ergeben kann.

  • #46

    Kurfuerstin (Montag, 25 März 2019 19:37)

    Hallo Gary,
    Bin im 6. aktiven Lehrerinnenjahr an einer Landwirtschaftlichen Lehranstalt (Schwerpunkt Hauswirtschaft) tätig. Als Dipl.Ing. (Boku/Landschaftsplanung) und abgeschlossenem BEd. (Agar- und Umweltpädagogik) als: 2a2 eingestuft mit der Begründung - es gibt keine Dienststelle in der Fachrichtung Hauswirtschaft. Kollegen mit gleicher Ausbildung, an derselben Schule, die in Fachrichtung Landwirtschaft arbeiten, bekommen jedoch l1. Wie ist das heutzutage noch zu erklären, dass hier so differenziert und vor allem argumentiert wird. Soll schulische Ausbildung nicht gleichwertig bewertet/bezahlt werden in Österreich? Dazu ist auch zu sagen, dass die Abschlüsse beider Fachrichtungen nämlich "Erwerb des Facharbeiters" gleichwertig sind. Ich orte hier ein Gleichbehandlungsproblem.
    Punkt 2: Zudem wird gerade mein Besoldungsdienstalter errechnet (wegen Überstellung in 1l).
    Kann ich das bei Dir parallel errechnen lassen. Würde gerne einen Anhaltspunkt haben. DANKE und lg Kurfürstin

  • #47

    Martin (Dienstag, 26 März 2019 16:13)

    Ich bin im 5. Dienstjahr und bekomme ab Herbst einen I L Vertrag. In der LFVT habe ich für nächstes Jahr 16 WE Deutsch und 5 WE Informatik. Ich habe aber Lehramt Deutsch und Geschichte studiert. Mangels Geschichtestunden muss ich nächstes Jahr Informatik unterrichten, was für mich kein Problem ist. Erhalte ich trotzdem einen unbefristeten IL Vertrag über eine volle Lehrverpflichtung oder nur einen Teilvertrag für die Stunden in denen ich geprüft bin? MFG, Martin

  • #48

    Gary (Samstag, 30 März 2019 10:21)

    zu Mo., 25.3., 19:37: Du kannst mir gerne an fuchsbauer@oeli-ug.at wegen des Besoldungsdienstalters schreiben.
    Zur Frage der Einreihung in l2a2 / l1: Ich kenne ein Kollegin mit einem masterwertigen Abschluss in l1, die dann eine weitere bachelorwertige Ausbildung gemacht hat und dann in diesem Bereich unterrichtet hat. Sie wurde auf l2a2 umgestellt, weil sie dann in einem l2-Bereich unterrichtet hat. Aehnlich wird es auch bei dir sein: Einsatz in einem Bereich, der nur eine l2a2-wertige Ausbildung verlangt, daher entsprechende Bezahlung. Um also l1 bezahlt zu bekommen, muss sowohl die Ausbildung, als auch die Arbeitstaetigkeit entsprechend sein. Wenn der Unterricht sowohl in l1-, als auch in l2-Bereichen erfolgt, wird ueblicherweise das hoehere Ausmaß fuer die Einreihung entscheidend sein.

  • #49

    Josef Gary Fuchsbauer (Samstag, 30 März 2019 10:25)

    zu Di., 26.3., 10:21: Bei der Frage befristeten oder Dauer-Vertrag sind die konkret unterrichtenden Stunden nicht so wichtig. Es darf nur 5 Jahre einen befristeten Vertrag geben, daher ist der Vertrag ab dem 6. Jahr ein Dauervertrag und zwar fuer das gesamte Stundenausmaß. Siehe Abs. 1b in https://www.jusline.at/gesetz/vbg/paragraf/90m

  • #50

    Ulrike Raudner (Montag, 01 April 2019 20:17)

    Hallo! Kann man aus der Gehaltsstufe - bei mir 11, L2A2- auf die angerechneten Dienstjahre schließen?
    Vielen Dank im Voraus!
    Ulrike Raudner

  • #51

    Josef Gary Fuchsbauer (Dienstag, 02 April 2019 06:19)

    Wenn der Dauervertrag vor Februar 2015 gegeben wurde, stimmt das reale Besoldungsdienstalter nicht genau mit dem ueberein, was am Lohnzettel steht, weil es in diesem Monat eine Reform der Anrechnungsbestimmungen gab. Sollte aber erst nach diesem Zeitpunkt die Anrechnung passiert (und von einem befristeten II L auf einen unbefristeten I L umgestellt worden) sein, dann laesst sich diese auf dem Lohnzettel ablesen:
    Auf dem Lohnzettel vom Maerz 2019 steht im Kasten rechts oben zum Beispiel:
    Besold.dienstalter: 20.01.16
    Einst. L2a2
    Gehaltsstufe: 11
    nächste Vorr: 1. Februar 2021
    Dabei bedeutet "20.01.16" 20 Jahre, 01 Monate, 16 Tage sind Mitte Maerz 2019 als Besoldungsdienstalter vorhanden, wurden also entweder im oeffentlichen Dienst gearbeitet oder als berufsnuetzliche Vordienstzeit aus der Privatwirtschaft angerechnet. Die Vorrueckung in die naechste Gehaltsstufe geschieht immer dann, wenn eine gerade Jahreszahl erreicht wird, also zB bei 2 in Stufe 2, bei 4 in Stufe 3, ... bei 20 in Stufe 11, bei 22 in Stufe 12.

  • #52

    Martina (Freitag, 05 April 2019 15:23)

    Ich unterrichte derzeit an einer AHS im Sondervertrag (IIL - l2b1) und schließe demnächst mein LA-Studium ab. Wie werde ich dann eingestuft, wenn ich das Studium abgeschlossen aber kein UP habe?
    Vielen Dank im Voraus!
    LG Martina

  • #53

    Karoline (Freitag, 05 April 2019 17:17)

    Ich arbeite derzeit an einer VS mit Sondervertrag (IIL - l2a2) und habe mein Diplomstudium im März 2019 abgeschlossen. Wie werde ich eingestuft, wenn ich im Herbst an einer AHS/BHS zu arbeiten beginne?

    Danke für jegliche Rückmeldungen!

    LG, Karoline

  • #54

    Miriam (Freitag, 05 April 2019 17:39)

    Hallo, ich habe die Sportlehrerausbildung auf der Schmelz absolviert und habe mich für die APS beworben Fach SPORT.
    Welchen Sondervertrag erhalte ich bei einer Anstellung?

    Liebe Grüße

  • #55

    Josef Gary Fuchsbauer (Samstag, 06 April 2019 11:18)

    zu #52 Martina (Freitag, 05 April 2019 15:23)

    Einstufung, wenn das Studium abgeschlossen ist, aber kein UP: Das Fehlen des UP bewirkt nur, dass kein Dauervertrag gegeben wird, also ein II L Vertrag bleibt. Aber die Einstufung erfolgt nach Abschluss der Ma(gi)ster-Lehramtsausbildung in L1. Da ab 1.9.2019 das UP-Gesetz nicht mehr gilt, wurde die UP-Ersatzbestimmung ins Dauerrecht uebernommen: Unterricht im Ausmaß von 2 Jahreslehrverpflichtungen an irgendeiner Schule in Oe ersetzt das UP (auch die bisherige Unterrichtszeit zaehlt dazu). Sobald also zB 4 Jahre Halbbeschaeftigung erreicht sind, gelten die Anstellungserfordernisse als erfuellt und kein ein I L Dauervertrag gegeben werden (wenn die entsprechenden Dauerstunden da sind oder schon 5 Befristungsjahre erreicht sind).

  • #56

    Gary (Samstag, 06 April 2019 11:20)

    zu #53 Karoline (Freitag, 05 April 2019 17:17)

    Siehe obige Antwort zu #52

  • #57

    Gary (Samstag, 06 April 2019 11:37)

    zu #54 Miriam (Freitag, 05 April 2019 17:39):
    Wenn es sich bei der Anstellung ab 1.9.2019 um den ersten Vertrag als Landes- oder Bundeslehrerin in Oesterreich handelt, dann gilt das neue Dienstrecht und da wiederum https://www.jusline.at/gesetz/vbg/paragraf/38 (Bundeslehrer*innen, AHS, BMHS) und https://www.jusline.at/gesetz/lvg/paragraf/3 (Landeslehrer*innen, VS, MS, Poly, BS), jeweils Absatz 11: "Solange geeignete Personen, die die für ihre Verwendung vorgeschriebenen Zuordnungsvoraussetzungen erfüllen, trotz Ausschreibung der Planstelle nicht gefunden werden, dürfen auch Personen aufgenommen werden, die den Nachweis der Zuordnungsvoraussetzungen nicht zur Gänze erbringen, wenn zu erwarten ist, dass sie die Zuordnungsvoraussetzungen erfüllen werden." In diesem Fall waere die Einstufung pd (siehe oben die Tabelle in Antwort #18, wobei die Stufe 1 ohne Bachelor 8,5 Jahre dauert). Ist aber nicht geplant oder meint der Dienstgeber, dass nicht "zu erwarten ist, dass Sie die Zuordnungsvoraussetzungen erfüllen werden", dann gilt der erst ab 1.9.2019 gueltige Absatz 11a: "Solange trotz Ausschreibung der Planstelle geeignete Personen, die die für ihre Verwendung vorgeschriebenen Zuordnungsvoraussetzungen erfüllen oder gemäß Abs. 11 aufgenommen werden dürfen, nicht gefunden werden, dürfen Personen mittels Sondervertrag gemäß § 36 aufgenommen werden, wobei das sondervertraglich festgelegte Monatsentgelt das bei einer Einstufung in die Entlohnungsgruppe pd vorgesehene Entgelt um bis zu 30% unterschreiten kann.“ Wir warten nun darauf, dass eine Verordnung des Bildungsminsteriums herauskommt, fuer welche Personengruppen welcher Abzug vom pd-Schema gilt. Im schlimmsten Fall waere das Gehalt daher um 30 Prozent niedriger als bei voll geprueften Lehrer*innen.

  • #58

    Martin (Samstag, 06 April 2019 11:49)

    Hallo Josef, ich arbeite derzeit in der Privatwirtschaft (Maschinenbau) und bin derzeit in meinen 20. Dienstjahr (inklusive Lehrzeit) und überlege als Berufsschullehrer tätig zu werden, jedoch sind mir die Randbedingungen bzw. Details nicht ganz klar. Ich selbst habe die zwei jährige Werksmeisterschule im Maschinenbau abgeschlossen, danach besuchte ich die HTL-Maschinenbau (Abendschule), Studium in Ausmaß von 240 ECTS-Punkte zum Dipl. Wirtschaftsing. (FH), derzeit Masterstudium in Ausmaß von 120 ECTS-Punkte (Industrial Management) - Abschluss wenn alles so funktioniert wie geplant im Frühjahr 2020 mit M.Sc. Soviel grob zu meinen beruflichen Werdegang. Nun zu meinen zwei Fragen:
    Die erste wäre bezüglich des Gehaltes, ich würde somit in den Pädagogischen Dienst (Lehrerrecht Neu) einsteigen so viel ich verstanden habe, wobei die max. Anrechnung von Vordienstzeiten 12 Jahre bedeuten würde!? Trifft dies bei mir zu? Ab wann wird diese Anrechnung durchgeführt?
    Die zweite Frage würde meine Ausbildung betreffen: Wie wäre der Ablauf? Dauer? Einstufung Gehalt während der Ausbildung? Ehrlich gesagt möchte ich nicht nach der langen und parallelen Ausbildung zu meiner Vollbeschäftigung nochmals einen Bachelor mit 8. und einen Master mit 4. Semester machen müssen! Ich weiß Josef das waren jetzt doch mehr als zwei Fragen aber vielleicht kannst du meine Knoten im Kopf lösen, vielen Dank im Voraus für deine Bemühungen!
    Liebe Grüße
    Martin

  • #59

    Josef Gary Fuchsbauer (Samstag, 06 April 2019 16:41)

    Ein Vorteil des neuen Dienstrechts besteht darin, dass es gleich am Beginn die Vordienstzeitenanrechnung gibt, auch wenn es zunaechst nur befristete Vertraege gibt. Allerdings wird es dabei sehr darauf ankommen, in welchem Fachbereich in der Schule gearbeitet wird, weil sich danach die Anrechnung richtet: Anrechenbar sind Zeiten (max. 12 J.), die eine Qualitaetssteigerung des Unterrichts erwarten lassen, also Berufstaetigkeit in einem Bereich, der auch unterrichtet wird. Nachdem bereits eine Ausbildung auf Masterniveau vorhanden ist / beim Einstieg vorhanden sein wird, wird wohl nur eine paedagogischen Masterausbildung im Ausmaß von 60 ECTS verlangt werden, die von der Paed.Hochschule so angeboten werden wird, dass es leicht nebenberuflich moeglich sein wird.

  • #60

    Sara (Mittwoch, 10 April 2019 20:50)

    Ich absolviere zurzeit das Unterrichtspraktikum mit den Fächern Englisch und Biologie und habe für das nächste Schuljahr eine volle Lehrverpflichtung im Fach Naturwissenschaften (BHS) in Aussicht. Es wurde mir mitgeteilt, dass ich eine Stunde in der Woche für das Kustodiat zuständig sein werden muss. Da ich ins neue Dienstrecht falle, nun meine Frage: Wie viel ist mein Einstiegsgehalt und was für Zulagen bekomme ich mit dem Fach Naturwissenschaften? Falle ich auch in eine gewisse Stufen (I L1) oder gibt es dies gar nicht mehr im neuen Dienstrecht?

    Vielen Dank!

  • #61

    Gary (Mittwoch, 17 April 2019 22:29)

    Zu Sara #60:
    Bei einer vollen Lehrverpflichtung sind im neuen Dienstrecht 2 Aufgaben wie zB das Kustodiat zu uebernehmen (das zweite koennte ein Klassenvorstand sein). Das Gehaltsschema im neuen Dienstrecht:
    Stufe Euro Dauer
    1 2.719,9 3,5 Jahre bei Einstieg als Ma(gi)ster
    2 3.095,9 5 Jahre
    3 3.473,0 5 Jahre
    4 3.850,1 6 Jahre
    5 4.227,4 6 Jahre
    6 4.604,6 6 Jahre
    7 4.837,7 bis Pension
    Ob es und welche Zulage es gibt, haengt von der Einstufung des Gegenstands im alten Dienstrecht ab:
    Faecher der Lehrverpflichtungsgruppe 1 und 2 (zB NWG2 an einer HTL, oder Englisch, Deutsch, Mathe in allen Schultypen) bringen 34,5 Euro pro Monat pro Wochenstunde zusaetzlich (12mal/Jahr an BMHS oder AHS-Oberstufen),
    Faecher der Lehrverpflichtungsgruppe 3 (zB Naturwissenschaften, Physik, Boilologie etc an den meisten Schulen) bringen 14 Euro pro Monat pro Wochenstunde zusaetzlich (12mal/Jahr an BMHS oder AHS-Oberstufen).
    An AHS-Unterstufen und NMS bringen nur die "Schularbeitsfaecher" (Gruppe 1 und 2) eine Zulage: 26,9 Euro pro Monat.
    Die Unterrichtspflicht ist ja im neuen Dienstrecht normalerweilse 22 Stunden, aber die Faecher der Lehrverpflichtungsgruppe 1 und 2 an BMHS oder AHS-Oberstufen sind mit 1,1 bewertet, haben also praltisch eine Unterrichtspflicht von 20 Stunden.
    Beispiel: 10 Stunden NWG2 und 11 Stunden Biologie (Gruppe 3) ergeben an einer BMHS eine volle Lehrverpflichtung und bringen 10x34,5 + 11x14 = 499 Euro Zulage. Die Zulage ist in allen Gehaltsstufen gleich hoch. In der Stufe 1 ergaebe sich so ein Bruttogehalt von 3218,90.
    LG Gary - fuchsbauer@oeli-ug.at

  • #62

    Patrick (Mittwoch, 24 April 2019 13:27)

    Hallo Gary,
    ich habe eine Frage zur Fächervergütung im neuen Dienstrecht. Bekommt ein Schulleiter zusätzlich zur Leiterzulage eine Fächervergütung? Es heißt ja, dass ihm - bei entsprechender Schulgröße - die Lehrverpflichtung erlassen wird. Ansonsten kann es ja passieren, dass ein Lehrer mit MDL mehr als ein Leiter verdient, oder?
    Danke für deine Antwort. LG

  • #63

    Gary (Mittwoch, 24 April 2019 21:00)

    Du meinst, wenn ein Schulleiter, der eine volle Freistellung hat, nicht unterrichtet, ob er trotzdem eine Faecherzulage bekommt? Nein, bekommt er nicht. Aber die Schulleitungszulage sind im neuen Dienstrecht nicht so schlecht.
    Und dass einzelne Lehrer*innen mehr als der Leiter verdienen, kann es auch im alten Dienstrecht geben.
    Allerdings wird ja wohl auch in kuenftigen Sicherstellungserlaessen stehen, dass die Ueberstunden innerhalb der Faechergruppen gleichverteilt sein sollen und die Leiter*innen nicht mehr Ueberstunden als die Fachkolleg*innen haben sollen. So koennte ja ein Schulleiter mit Faechern, in denen andere Ueberstunden haben, auch unterrichten - wenn er das will. NB: Ein Argument, warum es im neuen Dienstrecht das Zeitkonto nicht gibt, war allerdings, dass es im neuen Dienstrecht eh keine Ueberstunden mehr geben wird. ... :-)

  • #64

    Katharina (Sonntag, 28 April 2019 11:27)

    Hallo, ich arbeite 21 Unterrichtsstunden in einer NMS und habe einen Sondervertrag. Meine Gehaltsstufe ist Entlohnungsschema II L, Entlohnungsgruppe I2a1. Ich habe das neuen Dienstrecht. Angenommen mein Vertrag würde verlängert werden, ist dieser dann auch befristet und falls ja, für wie lange und ab wann kommt es zur ersten Gehaltsvorrrückung?
    Vielen Dank für Ihre Hilfe!

  • #65

    Josef Gary Fuchsbauer (Sonntag, 28 April 2019 12:00)

    Liebe Katharina! Da muss ein Fehler vorliegen: II L / l2a1 ist im alten Dienstrecht. Im neuen gibt es nur das Schema pd. Ist mit dem Satz "Ich habe das neuen Dienstrecht" gemeint, dass die neue Lehrer*innenausbildung absolviert wurde oder noch wird? Besteht der Sondervertrag, weil das Studium noch nicht abgeschlossen wurde?
    Jedenfalls: Im alten Dienstrechts-Schema II L (befristete Vertraege) gibt es keine Gehaltsvorrueckungen. Diese gibt es erst ab einem I L Vertrag (normalerweise Dauervertrag, außer bei "Artikel X" [sprich: 10], wenn die erdorderliche Ausbildung nicht abgeschlossen ist). Im I L Vertrag gibt es alle 2 Jahre eine Vorrueckung, wobei die II L Zeiten angerechnet, aber ein Vorbildungsausgleich davon abgezogen wird.
    Im neuen Dienstrechtsschema pd gibt es auch in befristeten Vertragen Vorrueckungen, allerdings dauert die Stufe 1 je nach Ausbildung beim Eintritt 3,5 Jahre als Ma(gi)ser o.Ae., 4,5 Jahre als 240-ECTS-Bachelor, 5,5 Jahre als 180-ECTS-Bachelor, sonst 8,5 Jahre. Danach dauern die Stufen 2 und 3 je 5 und die Stufen 4-6 je 6 Jahre. Danach folgt die hoechste Stufe 7.

  • #66

    tjm (Dienstag, 07 Mai 2019 18:04)

    Lieber Gary,
    ich werde im September 2019 vertraglich auf l1 umgestellt. Mein l1-Vertrag beinhaltet dann die Anzahl an WE, die ich im September habe, oder?
    Gilt das auch für Abendgymnasien? Habe gehört, dort wird die Anzahl der WE im WiSe und SoSe zusammengezählt und dann halbiert um das Ausmaß der l1-Stunden festzustellen. Stimmt das?
    Stimmt es auch, dass wenn man nicht 20WE hat, man nicht so leicht auf 2oWE l1 kommt?
    Liebe Grüße und vielen Dank!

  • #67

    Gary (Dienstag, 07 Mai 2019 23:16)

    Umstellung auf l1 gibt's, wenn du vorher zB l2b1 hattest und dann dein Studium abgeschlossen hast und nun im akademischen Gehaltsschem l1 bist.
    Das Ausmaß der WE im Vertrag ist - egal, ob Abendschule oder nicht - das durchschnittliche Ausmaß des aktuellen Schuljahres, weil wir in AHS/BMHS seit vielen Jahren eine Jahresdurchrechnung haben (bei Abschlussklassen und allen anderen nicht Ganzjahresklassen wird aufs ganze Jahr anteilsmäßig umgerechnet).
    Falls es sich bei "l1" um eine Verwechslung oder einen Tippfehler handelt und du von II L (befristeter Vertrag) auf I L (Dauervertrag) umgestellt worden bist, gilt fuer das Ausmaß der WE im Vertrag natuerlich dasselbe.
    Falls du teilbeschaeftigt bist (also weniger als 20 WE) und vollbeschaeftigt werden willst, so ist das insofern nicht soo schwer, weil ja - wie heuer auch im Sicherstellungserlass erwaehnt wird - das BLVG (Lehrverpflichtungsgesetz) die Vollbeschaeftigung von Lehrer*innen als das Anzustrebende angibt und daher die Vertragsauffuellung von Lehrer*innen vor der Ausschreibung und Neuanstellung und natuerlich auch vor den Ueberstunden anderer kommt. Darauf sollte auch die Personalvertretung schauen, weil diese ja als eine ihrer Hauptaufgaben das Achten auf die Einhaltung der zugunsten der Bediensteten gueltigen Gesetze, Verordnungen, Erlaesse, usw. hat (PVG § 2)

  • #68

    tjm (Mittwoch, 08 Mai 2019 11:23)

    Vielen Dank für die schnelle und fundierte Antwort sowie auch die Information über den Sicherstellungserlass.
    Bei mir geht es um die Umstellung II L auf I L.
    Der Jahresdurchrechnungszeitraum ist das Schuljahr, in dem man umgestellt wird, oder? Also bei mir wäre es das kommende Schuljahr 2019/20.

  • #69

    Gary (Mittwoch, 08 Mai 2019 12:21)

    ja

  • #70

    Irene (Sonntag, 12 Mai 2019 19:17)

    Lieber Gary,
    ich werde im September mit einem Sondervertrag in der VS (SPF-Stunden,Aufgabenstunden,DAZ...) unterrichten. Ich habe vor 27 Jahren die LAP für den hauswirtschaftlichen Fachunterricht abgeschlossen. Danach habe ich 1 Jahr mit Sondervertrag an der VS unterrichtet, danach 5 Jahre in der HBLA in meinem Fach. Danach war ich 7 Jahre in Karenz. Dann habe ich 10 Jahre als Büroangestellte gearbeitet. Nach meiner zusätzlichen Ausbildung zur Dipl. Sozialpädagogin habe ich 1,5 Jahre in der Lernbetreuung für VS-u.NMS-Kinder gearbeitet. Wie werde ich eingestuft und wieviel VDZ werden angerechnet?
    Liebe Grüße und vielen dank!!!

  • #71

    Josef Gary Fuchsbauer (Montag, 13 Mai 2019 08:59)

    Liebe Irene!
    Das ist eine in mehrfacher Hinsicht interessante Situation. Einerseits ganz aktuell durch das neue EUGH-Urteil vom letzten Mittwoch, das die seit Februar 2015 in Oesterreich gueltige Vordienstzeitenanrechnungsregelung, als EU-rechtswidrig erklaert hat. Wie lange es bis zu einer Neuregelung durch den Gesetzgeber dauern wird und wie diese aussehen wird, kann ich nicht sagen. Ich werde daher nun nach aktueller Gesetzeslage antworten (die neue kann nur besser werden).
    Andererseits hab ich leider in letzter Zeit erleben muessen, dass sich die Bildungsdirektionen nicht wirklich an die Gesetze halten, wenn es um die Frage befristete und Dauervertraege geht. Gemäß https://www.jusline.at/gesetz/vbg/paragraf/90k muesste ein Dauervertrag ausgestellt werden, weil bereits mehr als 5 Jahre mit Vertraegen beim Landesschulrat (der nun Bildungsdirektion heißt) gearbeitet wurde. Sollte aber trotzdem ein befristeter Vertrag gegeben werden, erfolgt keine Vordienstzeitenanrechnung, weil im alten Dienstrecht (das fuer alle gilt, die schon vor 2015 einen Lehrer*innenvertrag hatten) in einem solchen II L Vertrag eine altersunabhaengige Bezahlung gilt. Ob die Einstufung aufgrund der LAP und/oder als Dipl.Sozialpaedagogin in l2a2 erfolgt oder aufgrund der fehlenden VS-Lehramtsausbildung in l2b1, haengt vom Dienstgeber ab. Wie war die Einstufung damals in der VS?
    Falls es einen Dauervertrag gibt, sind folgende Vordienstzeiten sicher anzurechnen: 6 Jahre fuer Unterrichtszeit an VS und HBLA. Die 1,5 Jahre in der Lernbetreuung aber eher nicht, weil das wahrscheinlich an einer privaten Institution war und vermutlich wie Nachhilfe und daher nicht als dem Schulunterricht vergleichbar eingestuft wird.
    Bezahlungsmäßig wuerde eine Vollbeschaeftigung in l2a2 ca 2440 Euro Monatsbrutto bringen, in l2b1 1930 (dazwischen gaebe es nun l2a1 mit ca 2180). Bei einem Dauervertrag in Stufe 4 (wegen der 6 Unterrichtsjahre) wuerde eine Vollbeschaeftigung in l2a2 ca 2.580 Euro Monatsbrutto bringen, in l2b1 2.090 (in l2a1 ca 2410).
    Ich wuerde bei der Bildungsdirektion nachfragen und verlangen, dass als ausgebildete Lehrerin in l2a2 bezahlt wird.
    LG Gary

  • #72

    Sarah (Mittwoch, 29 Mai 2019 21:50)

    Hallo! Ich verstehe die Tabelle leider nicht so ganz...wie kann ich mir ausrechnen, wie viel ich im alten Dienstrecht bei befristetem Vertrag,also IIL, und 11 Wochenstunden verdiene?
    Hätte es versucht, die Ergebniss können aber nicht stimmen...
    Vielen Dank im Voraus!

  • #73

    Josef Gary Fuchsbauer (Donnerstag, 30 Mai 2019 14:08)

    Liebe Sarah!
    Die dort angegebenen Zahlen werden pro Jahreswochenstunde bezahlt, aufgeteilt auf 12 Monatsgehaelter (die aber dann gewissermaßen 14mal bezahlt werden, weil im Sept/Nov/Maerz/Juni 50% Sonderzahlung dazukommt).
    Beispiele bei jeweils 11 ganzjaehrig gehaltenen Wochenstunden (in Maturakl. und anderen nicht ganzjaehrigen Klassen muessen die 11 Stunden wegen der Verkuerzung um einen Faktor reduziert werden):
    II L l1 Lehrerin mit den Faechern der Lehrverpflichtungsgruppe I. In der Tabelle steht 1923,60.
    1923,6 mal 11 Stunden dividiert durch 12 Monate = 1763,30 Euro Monatsgehalt.
    II L l1 Lehrerin mit den Faechern der Lehrverpflichtungsgruppe III. In der Tabelle steht 1730,40.
    1730,4 mal 11 Stunden dividiert durch 12 Monate = 1586,20 Euro Monatsgehalt.
    II L l2a2 Lehrerin an einer VS oder NMS. In der Tabelle steht 1273,20.
    1273,2 mal 11 Stunden dividiert durch 12 Monate = 1167,10 Euro Monatsgehalt, wobei hier von einer 23-stuendigen Lehrverpflichtung ausgegangen wird. Sollte die volle Lehrverpflichtung aber zB nur 21 Stunden betragen, so ist der erhaltene Betrag mit 23/21 zu multiplizieren, sodass sich 1278,25 Euro ergeben.

  • #74

    Linda (Donnerstag, 06 Juni 2019 20:50)

    Hallo!

    Ich habe das neue pd Schema und bin in der 1. Gehaltsstufe. Ich wollte fragen, wie viel verdiene ich, wenn ich nur 10h (Teilzeit) arbeite?

    Lg, Linda

  • #75

    Gary (Donnerstag, 06 Juni 2019 23:46)

    Die Bezahlung nach dem pd-Schema erfolgt so, dass fuer eine volle Lehrverpflichtung 22 Wochenstunden Unterricht (und die Uebernahme von 2 nichtunterrichtlichen Aufgaben) erforderlich sind, wobei aber Unterricht der Lehrverpflichtungsgruppen I und II in BMHS/Oberstufe-AHS mit 1,1 multipliziert wird. Insofern koennten die 10 Stunden (und die Uebernahme von 1 nichtunterrichtlichen Aufgabe, wird von Schulleitung im Einvernehmen mit der Personalvertretung zugeteilt) genau eine halbe Lehrverpflichtung sein und daher die Haelfte der nachfolgenden Tabellenwerte einbringen.
    Stufe Euro Dauer
    1 2.719,9 3,5 Jahre bei Einstieg als Master, 4,5 J. bei 240 ECTS-Bachelor usw.
    2 3.095,9 5 Jahre
    3 3.473,0 5 Jahre
    4 3.850,1 6 Jahre
    5 4.227,4 6 Jahre
    6 4.604,6 6 Jahre
    7 4.837,7 bis Pension
    Zu diesen (14mal ausbezahlten) Monatsgehaeltern kommen noch 12mal die Faecherzulagen:
    In AHS-Oberstufe/BMHS fuer Stunden der ersten beiden Lehrverpflichtungsgruppen je 34,50 (also bei 10: 345 Euro), fuer Stunden der dritten Lehrverpflichtungsgruppe 14 Euro, fuer die schlechteren Gruppen keine Zulagen.
    In der NMS/Poly/AHS-Unterstufe im Wesentlichen nur Zulage f. Schularbeitsfaecher in Hoehe von 26,90 €

    LG Gary
    Josef Gary Fuchsbauer, OeLI-UG, 0680 2124358

  • #76

    Petra (Montag, 10 Juni 2019 06:39)

    Hallo,
    ich habe das Angebot an einer Privatschule mit Öffentlichkeitsrecht ab September 2019 arbeiten zu können.
    Ich habe in Deutschland (damalige DDR) ein Studium an der pädagogischen Hochschule zum Diplomlehrer für Geschichte absolviert und war anschliessend 7 Jahre im Schuldienst an einer polytechnischen Oberschule tätig. Familiär bedingt absolvierte ich eine 2. Ausbildung zur Speditionskauffrau und später noch eine Zusatzqualifikation zur eidgenössischen Zolldeklarantin und bin bis zum heutigen Tag in diesem Tätigkeitsfeld beschäftigt.
    Wie würde man mich einstufen und wo würde mein monatliches Gehalt bei 100% Lehrtätigkeit liegen ?
    Vielen Dank für eine Rückmeldung
    lg Petra

  • #77

    Gary (Montag, 10 Juni 2019 16:08)

    Liebe Petra - siehe oben meine Antwort #75.
    Im neuen österreichischen Lehrer*innendienstrecht gibt es nur mehr dieses eine Gehaltsschema.
    Positiv: Die 7 Jahre im Schuldienst (oefffentlicher Dienst) werden angerechnet. Die Privatwirtschaftstätigkeiten nicht, weil sie nicht berufsrelevant im engeren Sinn fuer den Lehrberuf sind.
    Unklar: Wie der Studienabschluss in Österreich gewertet wird, da in Ö für ein Lehramtsstudium 2 Unterrichtsfächer auf Master- oder zumindest Bachelorniveau erforderlich sind. Das ECTS-System hat es ja damals noch nicht gegeben ...
    Negativ: Durch den ab 1.9.2019 geltenden Absatz 11a im Vertragsbedienstetengesetz Par. 38 - s.o. in #57 - koennen zwar bei Bedarf auch Personen als Lehrer*in angestellt werden, die die Anstellungserfordernisse nicht erfuellen, aber ihr Gehalt kann bis zu 30% unter den Zahlen der Tabelle liegen. Allerdings meine ich, dass das in diesem Fall nicht so sein wird, weil es auch den Absatz 11 gibt, dass Personen als Lehrer*in angestellt werden, die die Anstellungserfordernisse nicht erfuellen, aber zu erwarten ist, dass sie sie erfuellen werden - in diesem Fall gibt es keine Gehaltsabzuege, aber die Verpflichtung innerhalb von 5 Jahren entsprechende Abschluesse nachzuholen.
    LG Gary, fuchsbauer@oeli-ug.at

  • #78

    Victoria (Dienstag, 11 Juni 2019 08:25)

    Hallo,
    ich werde im Herbst vom IIL l2a2 (befristet) auf IL (l2a2?) unbefristet umgestellt (Pflichtschule). Ich habe jetzt mein 3. Dienstjahr abgeschlossen und beginne im Herbst mein 4. Dienstjahr.
    Ich wollte nachfragen, in welche Stufe ich eingeordnet werde und wie lange die Neueinstufung dauert.
    LG Victoria

  • #79

    Gary (Donnerstag, 13 Juni 2019 07:17)

    Liebe Victoria! Wie lange das dauert kann nicht allgemein vorhergesagt werden, weil es zB auch darauf ankommt, wie kompliziert die bisherigen Berufserfahrungen außerhalb des oeffentlichen Dienstes waren. Kompliziert in dem Sinn, dass sich die/der Zustaendige in der Bildungsdirektion nicht gleich entscheiden traut und die Sache an hoehere Stelle (bei Bundeslehrer*innen auch ans Ministerium) weitergibt. Bis zum Abschluss der Berechnung des Besoldungsdienstalters (Vordienstzeitenanrechnung) wird wohl in Stufe 2 bezahlt werden, weil ja bereits mehr als 2 Jahre Schuldienst vorliegen. Falls weitere Zeiten im oeffentlichen Dienst (in Oesterreich oder anderswo in Europa) vorliegen, werden die jedenfalls angerechnet. Zeiten in der Privatwirtschaft oder als Selbstaendige werden (grob gesagt) nur dann angerechnet, wenn sie nach dem Studienabschluss liegen und entweder durch Sammeln von Unterrichtserfahrung den Einstieg als Lehrerin erleichtert haben oder durch Arbeit im inhaltlichen Bereich der Unterrichtsfaecher Facherfahrung gebracht haben.

  • #80

    Sophie (Freitag, 14 Juni 2019 15:17)

    Hallo,
    ich bin derzeit mit Sondervertrag in der Integration tätig. Da ich kein Studium abgeschlossen habe, bin ich derzeit in l2b1. Wenn ich mein Studium abgeschlossen habe (kein Lehramt), werde ich dann umgestellt?
    LG
    Sophie

  • #81

    Barbara (Freitag, 14 Juni 2019 23:56)

    Liebe Sophie!
    Ohne Lehramt wirst du keine Umstellung bekommen. Das Lehramt ist Voraussetzung für die Einstufung nach L2a2.

  • #82

    Silke (Sonntag, 16 Juni 2019 17:07)

    Lieber Gary!

    In Anbetracht Ihrer Antworten 18 und 57 habe ich folgende Fragen:

    Ich besitze einen Bachelor (180 Ects) in Erziehungswissenschaften bzw. Sozialpaedagogik und befinde mich gerade im ersten Jahr des Masters in Paedagogische Wissenschaften (Ausland).

    Ich waere sehr daran interessiert als Sonderpaedagogin an einer Sonderschule oder in einer Integrationsklasse zu arbeiten.

    Wie wuerde ich mit dem ND eingestuft werden und wie wuerde mein Anfangsgehalt aussehen wenn ich berufsbegleitend den Bachelor Primarstufe beginnen wuerde?
    Haette ich mit einem Masterabschluss Paedagogische Wissenschaften auch die Moeglichkeit einen 60 Ects-Master zu belegen um als Sonderpaedagogin zu arbeiten?

    LG

    Silke

  • #83

    Gary (Montag, 17 Juni 2019 19:56)

    Ich hab die Frage an Kolleg_innen weitergegeben, aber es ist nicht wirklich voraussagbar, wie diese Fragen im neuen Dienstrecht behandelt werden. Bisher ist es so, dass Neueinsteiger*innen ohne die formell erforderlichen Qualifikationen nicht ins neue Dienstrecht, also ins pd-Schema (paedagogischer Dienst) gelassen wurden, sondern einen Sondervertrag im alten Dienstrecht erhielten. Ab September 2019 gibt es aber nur mehr den Einstieg in pd.
    Dabei gibt es nur mehr dieses eine Gehaltsschema, allerdings mit 2 Verringerungsmoeglichkeiten: Wenn keine entsprechenden Abschluesse vorhanden sind / anerkannt werden, wird um 30% weniger bezahlt, also nur jeweils 0,7 vom pd-Schema. Wenn gewisse Abschluesse anerkannt werden, kann 0,85 oder mehr bezahlt werden. Siehe letzte Seite im neuen Erlass https://www.oeliug.at/app/download/12315240799/Erl._an_alle_Bildungsdirektionen_BMBWF.pdf?t=1560768760
    Gem. Absatz 11 in https://www.jusline.at/gesetz/vbg/paragraf/38 ist auch schon Vollbezahlung vor Studienabschluss moeglich, wenn entsprechender Lehrer*innenmangel besteht und "wenn zu erwarten ist, dass Sie die Zuordnungsvoraussetzungen erfüllen werden." Allerdings dauert dann die erste Stufe des pd-Schemas nicht 3,5 Jahre, sondern bis zu 8,5 Jahre.
    Ob gewisse Voraussetzungen zur Zulassung zu gewissen Studien akzeptiert werden, ist mit den Hochschulen/Unis zu klaeren, die die Studien anbieten.

  • #84

    Andreas (Donnerstag, 20 Juni 2019 09:02)

    Ich hätte eine Frage zur Vertragsumstellung gemäß §90m VBG. Bin aktuell im 5. Jahr mit 21 Werteinheiten in einem 2LL1 Vertrag an einer AHS tätig und werde im nächsten Schuljahr auf Fixvertrag umgestellt. Da es im nächsten Schuljahr mit den Stunden sehr eng wird und meine 5 Jahresfrist am 1. September abläuft (ein Tag vor Beginn des neuen Schuljahres) wollte ich fragen, ob ich beim Ausmaß des Fixvertrages von jenen 21 Werteinheiten im 5. Jahr ausgehen kann. Vielen Dank für die Hilfe!

  • #85

    Benjamin (Freitag, 21 Juni 2019 17:37)

    Liebe Leute,
    Ich habe die letzten Jahre als Sondervertragslehrer gearbeitet und Anfang Mai mein Lehramtsstudium abgeschlossen. Dadurch wurde mir auch das Unterrichtspraktikum angerechnet und ich habe einen neuen (befristeten) Vertrag im alten Lehrerdienstrecht bekommen. Ich bin nun im Entlohnungsschema 2L und in der Entlohnungsgruppe L1. Was genau bedeutet das und was ist der Unterschied? In welcher Spalte der Gehaltstabelle finde ich mich jetzt? Vielen lieben Dank im Voraus!

  • #86

    Josef Gary Fuchsbauer (Freitag, 21 Juni 2019 20:46)

    Zu #84: Der Vertrag fuer das 6. Dienstjahr umfasst die Stunden des 6. Dienstjahres. Das Ausmaß der Stunden des 5. Dienstjahres im II L Vertrag war ja wie eben dieser Vertrag befristet. Wenn im 6. Jahr aufgrund der Stunden ein Teilbeschaeftigungsdauervertrag vergeben wird, dann besteht ja im Fruehjahr 2020 die Moeglichkeit um Vertragsauffuellung anzusuchen und dann gilt wieder, dass Vertragsauffuellung vor Neuanstellungen etc geht.
    Sobald das Stundenausmaß hoeher wird, ist auch der Vertrag entsprechend. LG Gary

  • #87

    Gary (Freitag, 21 Juni 2019 20:57)

    Zu #85: Der Vertrag II L / l 1 bedeutet einerseits die bestmoegliche Bezahlung an hoeheren Schulen (l 1) und andererseits nach dem Jahresstundenmodell II L. Siehe dazu hier oben unter #4 (dort stehen bloß noch die Zahlen von 2018, also sind die heurigen Bezuege um die Lohnerhoehung (bei Vollzeit: +2,33% + 19,5 Euro) anzuheben. Wenn Fragen offen bleiben, gerne hier oder ...
    LG Gary, fuchsbauer@oeli-ug.at, 0680 2124358

  • #88

    Helga (Montag, 24 Juni 2019 10:05)

    Hallo,
    Ich habe mich heuer als Chemielehrer in einer HTL (Bundesanstalt) beworben und habe vom Direktor eine Zusage für Herbst. Ich bin Quereinsteiger und habe 19 Jahre Arbeitserfahrung in der Pharma-/Biotechindustrie. Nach dem neuen Dienstrecht sind maximal 12 Jahre Vordienstzeitenanrechnung möglich. Gibt es Erfahrungswerte, ob diese 12 Jahre tatsächlich angerechnet werden, oder ob versucht wird, diese "weg zu diskutieren"? Ich habe gerade erfahren, dass ich erst im ca. Oktober mit Dienstvertrag rechnen kann. Für mich ist die Anrechnung der Vordienstzeiten ein "Muss" Ich bin 45 und kann nicht mit "Junglehrergehalt" beginnen. Wie hoch wäre mein Gehalt mit 12 angerechneten Jahren?
    Danke, liebe Grüße Helga

  • #89

    Josef Gary Fuchsbauer (Montag, 24 Juni 2019 14:22)

    Ein interessanter Zeitpunkt fuer diese Frage: Am 8.5.2019 hat der EUGH die derzeitige oetserr. Regelung als EU-rechtswidrig aufgehoben. Es ist zu hoffen, dass der Nationalrat noch bevor er sich zwecks Neuwahl aufloest eine neue EU-konforme Regelung beschließt.
    Es wurde tatsaechlich auch diese 10-(nur im neuen Lehrer*innendienstrecht sind es 12)Jahresbeschraenkung aufgehoben. Allerdings bleibt sicherlich die Betimmung, dass nur Arbeitszeit angerechnet werden kann, die entweder die Einarbeitung auf den Arbeitsplatz erleichtert oder durch die Unterrichtserfahrung eine hoehere Qualitaet des Unterrichts erwarten laesst.
    Wenn die bisherige Anrechnungspraxis nicht verschlechtert wird, dann kann bei technischen Faechern die Anrechnung unter den bisherigen Praemissen angenommen werden: Zeiten nur nach Abschluss des Studiums und nur aus den letzten 20 Jahren; nur Zeiten in Arbeitsverhaeltnissen, deren Ende nicht mehr als 10 Jahre zurueckliegt; nur Taetigkeiten in Bereichen, die im Unterricht im Laufe der jeweiligen Lehrplaene vorkommen; ...
    Gehaltstabelle bei Vollbeschaeftigung:
    Stufe Euro Dauer
    1 2.719,9 3,5 Jahre bei Einstieg als Master, 4,5 J. bei 240 ECTS-Bachelor usw.
    2 3.095,9 5 Jahre
    3 3.473,0 5 Jahre
    4 3.850,1 6 Jahre
    5 4.227,4 6 Jahre
    6 4.604,6 6 Jahre
    7 4.837,7 bis Pension
    Zu diesen (14mal ausbezahlten) Monatsgehaeltern kommen noch 12mal die Faecherzulagen:
    In AHS-Oberstufe/BMHS fuer Stunden der ersten beiden Lehrverpflichtungsgruppen je 34,50 (also bei 20: 690 Euro), fuer Stunden der dritten Lehrverpflichtungsgruppe 14 Euro, fuer die schlechteren Gruppen keine Zulagen.
    In der NMS/Poly/AHS-Unterstufe im Wesentlichen nur Zulage f. Schularbeitsfaecher in Hoehe von 26,90 €

    Bei Einstieg mit 12 angerechneten Jahren gilt die ersten eineinhalb Jahre Stufe 3 und danach 4, usw. Die Faecherzulagen sind in allen Stufen gleich.

  • #90

    Tanja (Montag, 24 Juni 2019 14:43)

    Hallo! Bei mir steht 2L §44 VBG, aber das finde ich nicht in der Tabelle ...?

    Dankeschön!
    Freundliche Grüsse

  • #91

    Gary (Montag, 24 Juni 2019 16:45)

    Derzeit steht im Par. 44 des VBG etwas ueber die Schulleitung im neuen Dienstrecht. Handelt es sich um einen aelteren Vertrag und ist daher der Par. 44 in der Version bis Sommer 2015 gemeint (naemlich der derzeitige Par. 90o)? Vermutlich.
    Ist aber egal, denn es gibt ohnedies nur ein II L Schema mit den Jahresstundenzahlen fuer die diversen Kategorien: l1, l2a2, l2b1 etc und innerhalb von l1 dann noch die Lehrverpflichtungsgruppen - siehe
    https://www.jusline.at/gesetz/vbg/paragraf/90o
    Wenn in l1 (an AHS/BMHS) zB 20 Stunden der Lehrverpflichtungsgruppe 3 unterrichtet werden (und keine verkuerzte Klasse (zB wegen Matura) dabei ist, gibt's dafuer die 1730,40 (aus der Tabelle) mal 20 dividiert durch 12 Monate als Monatsbruttobezug

  • #92

    Judith F (Montag, 01 Juli 2019 10:34)

    Hallo!
    Wie sieht mein Einstiegsgehalt bei einer Lehrverpflichtung mit 12h (abgeschlossenes Lehramtsstudium Mag. und BA an Uni Wien und abgeschlossenes Unterrichtspraktikum) im neuen Dienstrecht aus? Vielen Dank für eine rasche Antwort! LG Judith

  • #93

    Josef Gary Fuchsbauer (Montag, 01 Juli 2019 11:52)

    Liebe Judith!
    Die Gehaltstabelle und die Faecherzulagen habe ich oben unter #89 angefuehrt.
    Es kommt bei 12 gehaltenen Stunden daher darauf an, welche Gegenstaende (in welchem Schultyp, in welchem Jahrgang) unterrichtet werden. Normalerweise ist die volle Lehrverpflichtung 22 gehaltene Unterrichtsstunden pro Woche, aber fuer Stunden der ersten beiden Lehrverpflichtungsgruppen gibt es in der AHS-Oberstufe und der BMHS den Faktor 1,1, fuer Stunden in Abschlussklassen (oder anderen verkuerzten Klassen) gibt es ja nach Dauer zb 0,8 (bei 8 statt 10 Unterrichtsmonaten) als Faktor.
    Annahme: 6 Stunden Schularbeitsfach in Oberstufe, 2 Stunden Schularbeitsfach in Unterstufe, 3 Stunden anderes Fach in Unterstufe, 1 Lehrverpflichtungsgruppe-3-Fach in Maturaklasse bis April. Ergibt rechnerisch 6x1,1+2+3+1x0,8= 12,4 Stunden. 12,4/22=56,36% Bezahlung von 2719,9 Euro in der ersten Gehaltsstufe = 1533 Euro (14mal/Jahr), dazu 12mal/Jahr die Faecherzulage: 6x34,5+2x26,9+3x0+1x14x0,8=272 Euro.
    LG Gary

  • #94

    Andreas (Mittwoch, 03 Juli 2019 03:39)

    Hallo,

    wie ist es in der HTL mit den Fächerzulagen mit dem neuen Dienstrecht 2019. Sind die Gegenstände Elektronik, Labor, Grundlagen Elektrotechnik usw. in der höheren Gruppe und gibt es dafür Zulagen?

    Danke,
    freundliche Grüße
    Andreas

  • #95

    Gary (Mittwoch, 03 Juli 2019 15:16)

    Lieber Andreas!

    Um dies festzustellen, muss man in den Stundentafeln der jeweiligen Lehrplaene nachsehen, denn da stehen die Lehrverpflichtungsgruppen dabei - siehe https://www.abc.berufsbildendeschulen.at/downloads/ (bzw.f.AHS: ), speziell die vielen HTL-Lehrplaene: https://www.htl.at/htlat/lehrplaene und speziell https://www.htl.at/fileadmin/content/Lehrplan/HTL_SV_2011_2012_2013/SV_Lehrplan_HL_Elektrotechnik_2011.PDF - wenn in der rechten Spalte I oder II steht sind die Stunden mit 1,1 bewertet und gibt es pro Monatswochenstunde 34,50 Euro Zulage; wenn in der rechten Spalte III steht sind die Stunden mit 1,0 bewertet und gibt es pro Monatswochenstunde 14,00 Euro Zulage; sonst gibt es keine Zulage. In der 5.-8. Schulstufe gibt es nur in I und II 26,90 Euro Zulage und alle Faecher sind mit 1,0 bewertet. Elektronik, Labor, Grundlagen Elektrotechnik sind jedenfalls in I.

  • #96

    Gary (Mittwoch, 03 Juli 2019 15:17)

    Ich hab vorhin vergessen den Link zu den AHS-Lerplaenen einzufuegen:
    https://bildung.bmbwf.gv.at/schulen/unterricht/lp/lp_abs.html

  • #97

    Hanna (Donnerstag, 11 Juli 2019 06:03)

    Hallo und schon mal danke für die Hilfe! Ich bin mit 01.07. diesen Jahres auf den 1L Vertrag umgestellt worden. Zuvor war ich 3 Jahre als Religionslehrerin (kirchlich bestellt, 16 Wochenstunden) an einer NMS tätig, dann 5 Jahre im AHS Bereich (2 Jahre 80 Prozent; dann 3 Jahre Vollzeit) tätig. Während meines UP-Jahres habe ich 3 Monate einige Stunden an einer Bafep unterrichtet. Meine Vordienstzeiten (die NMS Tätigkeit, Karenzvertretung) habe ich Mitte Juni abgegeben. Jetzt habe ich mein neues Gehalt überprüft und tja es sind nun fast 450 Euro Brutto weniger als noch im Vormonat (Laut Gehaltszettel bin ich Stufe 3 und nächster Vorrückungstermin 01.07.20). Da hab ich jetzt schon schlucken müssen, kann es sein, dass es soviel weniger ist? (man hat immer gehört, dass es etwas weniger sein kann, aber das ist schon viel). Oder bin ich noch nicht richtig eingestuft? (Immerhin habe ich die Zeiten erst vor 2 Wochen abgegeben). Ich hatte jetzt auch eine Überstunde, die nun auf diesem Gehaltszettel nicht mehr bezahlt wird (also es ist genau das Grundgehalt von Stufe 3 von eurer Liste und keinen Euro mehr). Wo könnte ich nachfragen, ob die Einstufung schon durch ist und ob sie richtig ist? Oder soll ich noch etwas Geduld haben, weil das vermutlich einfach noch nicht ausgerechnet ist? Danke schon mal! Liebe Grüße!

  • #98

    Anita (Freitag, 12 Juli 2019 22:34)

    Hallo,

    ich habe eine Frage: Ich bin seit 1.1.2019 II l /L1 Vertragslehrer und habe 10 Wochenstunden mit einem Faktor 1,167 (wobei 2 Stunden mit einem Faktor 2,117 sind, da diese Klassen früher aufgehört haben). Wenn ich die Entlohnungsgruppe für Lehrerverpflichtung 1 nehme (lt. Lehrfächerverteilung), dann rechne ich:
    (1.923,60 /12*8*1,167)*4 + (1.923,60/12*2*1,0585)= 1.835,92

    Lt. meinem Gehaltszettel habe ich einen Betrag von 1.594,99
    Was stimmt nun? Warum?

    Vielen Dank für Hilfe.
    Schöne Grüße,

  • #99

    Josef Gary Fuchsbauer (Samstag, 13 Juli 2019 06:45)

    Hallo Hanna! Zu #97:
    a) Die Vordienstzeit/Berufserfahrungszeit, das sogenannte Besoldungsdienstalter ist in dieses Gehalt sicher noch nicht eingerechnet worden. Du bekommst dasAnrechnungsergebnis offiziell von der Bildungsdirektion mitgeteilt.
    b) Leider wird bei der Anrechnung von kirchl.bestellter Rel.Lehrer*innenzeit (ich war das selbst 3,5 Jahre) wie bei Privatwirtschaftszeiten vorgegangen, also nur Teilanrechnung bei Teilzeit. Dass darueber hinaus - wie ich gehoert habe - bei manchen oder allen auch die Ferien nicht angerechnet werden, sollte irgendwann jemand mit gewerkschaftlichem Rechtsschutz bekaempfen, denn Urlaubsanspruch darf sicher nicht abgezogen werden.
    c) Es muesste sich folgende Anrechnungsjahre ergeben: 3x16/22 NMS-Zeit, 2x0,8+3 AHS-Zeit, 0,25x0,?? BAfEP-Zeit, in Summe also ca 6,8 Jahre, somit solltest du in Stufe 4 kommen mit Vorrueckung ca am 1.10. 2020 in 5.
    d) Im II-L-Schema, nach dem auch kirchl.best.RL bezahlt werden, wird nach Jahresstunden bezahlt und somit auch die Ueberstunden 14mal/Jahr. In I L werden die Ueberstunden in allen unterrichtsfreien Wochen und beim Weihnachts- und Urlaubsgeld nicht bezahlt. Hattest du auch einen Klassenvorstand? Der wird bei allen nur von Sept. bis Juni bezahlt, das wuerde also auch ein Minus von ca 200 Euro beim Juligehalt erklaeren.
    Wenn du willst, melde dich bei fuchsbauer@oeli-ug.at, wenn du die Mitteilung ueber die Anrechnung bekommen hast und ich schau es mir an. LG Gary

  • #100

    Gary (Samstag, 13 Juli 2019 06:54)

    Hallo Anita! Zu #98:
    Du hast die Wertigkeit der Stunden gewissermaßen doppelt gerechnet, naemlich einerseits beim WE-Faktor und andererseits hast du die 1923,60 Euro aus der Gehaltstabelle fuer Lehrverpflichtungsgruppe I genommen, die aber eben schon die Gruppe I beinhaltet.
    Korrekt muesste sein: 2 Stunden sind 1,0585 statt 1,167 wert, also mit 1,0585/1,167 abgewertet, ergibt 1,814. Du hast also 9,814 Stunden der Lehrverpflichtungsgruppe I. 1923,6 /12*9,814=1573,18, aber vielleicht sind die abgewerteten Stunden doch a paar Zehntel mehr wert und deshalb bekommst du 1594,99.
    LG Gary





  • #101

    Anita (Samstag, 13 Juli 2019 13:14)

    Hallo Gary!
    Vielen Dank für die rasche und informative Antwort! Jetzt kenne ich mich aus.
    Schöne Grüße,
    Anita

  • #102

    Hanna (Montag, 15 Juli 2019 14:26)

    Danke schon mal für die ausführliche Antwort! Wirklich toll, dass man sich hier an jemanden wenden kann!

  • #103

    Steffi (Donnerstag, 08 August 2019 16:40)

    Hallo Gary!
    Ich hätte eine Frage und würde mich freuen, wenn Sie diese beantworten können:

    Ich bin Volksschullehrerin in Wien (1. Dienstjahr) und hätte eine Frage bezüglich dem neuen Dienstrecht.
    Ich habe den BEd mit 180 ECTS absolviert und bin kurz vor meinem Masterabschluss in Sozialpädagogik an der Uni.

    Das neue Dienstrecht sieht eine Gehaltsvorrückung bei einem 180 ECTS BEd nach 5,5 Jahren vor.
    Mit einem Master ist eine Vorrückung nach 3,5 Jahren vorgesehen. Habe ich das so richtig verstanden?

    Ist damit nur der PH Primarstufen Master gemeint oder wäre auch ein Sozialpädagogik Master von der Uni für diese Gehaltsvorrückung anrechenbar.

    LG

  • #104

    Gary (Donnerstag, 08 August 2019 17:03)

    Es geht um den fuer die Anstellungserfordernisse - in diesem Fall fuer die VS - vorgesehenen Master (of Education). Da werden die Bediensteten der Bildungsdirektion wohl keine Moeglichkeit sehen, die Verweildauer in Stufe 1 ab Abschluss des Sozialpaedagogikstudiums auf 3,5 Jahre zu verkuerzen.
    Die Regelung ist so, dass ab dem Zeitpunkt der letzten absolvierten Pruefung fuer den vorgeschriebenen Master nur mehr 3,5 Jahre in Stufe 1 bezahlt wird und dann am naechsten Monatsersten die Vorrueckung in Stufe 2 erfolgen wuerde. Wenn also erst nach 2 Jahren in Stufe 1 der Master gemacht wird, bringt's finanziell nichts mehr. Moeglicherweise wird aber spaeter einmal zB fuer Schulleitungsposten der Master als Voraussetzung definiert ...

  • #105

    Regine Runge (Sonntag, 25 August 2019 14:08)

    Hallo!

    Als Auslandsösterreicherin möchte ich eventuell zum nächsten Schuljahr nach Österreich zurücksiedeln und noch 10 Jahre als Volksschullehrerin arbeiten. Ich bin 55 Jahre und in Deutschland mit E13 Stufe 5 eingruppiert, was einem Brutto von 5400.- bzw netto ca 3000.-Euro entspricht. Zusatzleistungen werden nicht bezahlt (Urlaub, Vertretung, Fachleitung etc. ist alles inklusive). Es wäre schön, wenn ich eine Idee bekommen könnte, wie ich in Österreich vermutlich einzuordnen wäre... Vielen lieben Dank. auch gerne mail. regine-runge@gmx.de

  • #106

    Josef Gary Fuchsbauer (Sonntag, 25 August 2019 14:44)

    Hallo Regine!
    So hohe Gehaelter gibt es in Oesterreich leider nicht.
    Ich nehme an, dass die Taetigkeit in D oeffentlicher Dienst war und daher auch in Oesterreich voll als Besoldungsdienstalter/Berufserfahrungszeit angerechnet wird. Die Verweildauer in der Stufe 1 haengt von der (in Oesterreich anzuerkennenden) Ausbildung ab; bei Volksschullehrer*innen ist die Dauer der 1. Stufe normalerweise 5,5 Jahre.
    Gehaltstabelle bei Vollbeschaeftigung:
    Stufe Euro Dauer
    1 - 2.719,9 - 3,5 -8,5 Jahre
    2 - 3.095,9 - 5 Jahre
    3 - 3.473,0 - 5 Jahre
    4 - 3.850,1 - 6 Jahre
    5 - 4.227,4 - 6 Jahre
    6 - 4.604,6 - 6 Jahre
    7 - 4.837,7 - bis Pension
    Wenn zB 27,5 Jahre vorhanden sind, dann waere die Bezahlung in den naechsten 6 Jahren nach Stufe 6, was netto in Oesterreich knapp 2800 Euro monatlich bedeutet, dazu kommen im Nov., Maerz, Juni und Sept. je ca 1800 Euro netto Sonderzahlung. Die Unterrichtspflicht sind 22 Stunden und dazu diverses nichtunterrichtliches ...

  • #107

    Peter F. (Freitag, 13 September 2019 06:20)

    Ich hätte eine Frage zur Vertragsumstellung 2LL1 auf 1LL1: Ich wurde mit diesem Schuljahr umgestellt, habe aber noch keine Information über Anrechnung von Vordienstzeiten und damit kein Besoldungsdienstalter ermittelt bekommen und sehe jetzt mit Schrecken, dass ich im September nur den Betrag aus Stufe 1 überwiesen bekommen habe (trotz 6. Dienstjahr). Gehe ich recht in der Annahme, dass nach Ermittlung des BDA nachverrechnet wird?

    Vielen Dank und beste Grüße

    Peter

  • #108

    Gary (Freitag, 13 September 2019 08:48)

    Wurdest du schon aufgefordert, deine möglicherweise anrechenbaren Zeiten aufzulisten? Wenn du das gemacht hast, dauert es danach natuerlich noch ein bisschen, bis alles beurteilt ist und du die Mitteilung bekommst, was warum wie (nicht) angerechnet wird (es sollte jeweils der Paragraf als Begruendung dabeistehen). Danach wird ab Beginn des I L l1 Vertrags neu berechnet und nachgezahlt.

  • #109

    Peter (Freitag, 13 September 2019 13:39)

    Vielen herzlichen Dank!

  • #110

    Ines (Sonntag, 15 September 2019 08:01)

    Hallo,
    ich unterrichte im 7. Jahr als Sondervertragslehrerin, bin auch im 1L/L1 Schema habe jedoch keinen unbefristeten Vertrag, da ich nicht Lehramt studiert habe. Wann kann ich mit einem Fixvertrag rechnen und gibt es dabei etwas für mich zu beachten, bzw. Besonderheiten?
    LG Ines

  • #111

    Josef Gary Fuchsbauer (Sonntag, 15 September 2019 08:30)

    Seit dem Fruehjahr gilt, dass ab dem 6. Jahr ein Dauervertrag auszustellen ist. Es gab ein Schreiben vom Bildungsministerium an die Bildungsdirektionen. Bitte im Dienstweg ein formloses Schreiben einbringen: Da ich bereits das 7. Jahr unterrichte, ersuche ich um die nun schon ab dem 6. Jahr vorgesehene Ausstellung eines Dauervertrages.