ÖVPFPÖ Koalitionsverhandlung: Einigung beim Thema Kindergarten

Foto: Sparr
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In den Verhandlungen zum Thema Bildung habe man sich in Teilbereichen einigen können, sickerte dieses Wochenende an die Öffentlichkeit. So habe man sich auf ein zweites verpflichtendes Kindergartenjahr geeinigt. Selbstverständlich nicht für alle. Das war dann den Verhandlern wohl doch zu teuer. Nachdem sie vorhaben bei den Investitionen für die Schulen einen Batzen Geld einzusparen, wollen sie es nicht gleich wieder für die Elementarpädagogik ausgeben. Dafür finden sich sicher bessere Verwendungsmöglichkeiten. Wie zum Beispiel für die Gegenfinanzierung der, laut Gerüchten geplanten Abschaffung der Körperschaftssteuer. 
Also verpflichtend soll das zweite Kindergartenjahr für die vierjährigen Kids sein, „die es brauchen“, wie laut Presse am Sonntag in einem Papier stehe, das ihr vorliege. Demnach sollen Kinder mit „Deutschdefiziten“ verpflichtend ein zweites Kindergartenjahr besuchen müssen. Für die Feststellung, wer davon betroffen ist, müsse neben einer „Sprachstandsfeststellung“ noch weitere, „für die Entwicklung des Kindes relevante Faktoren“ berücksichtigt werden. Welche Faktoren das sein sollen, gehe aus dem Papier nicht hervor, schreibt diePresse.
Und wie zu erwarten war, soll bereits den Jüngsten im Kindergarten ein verbindlicher Wertekanon, ein Bekenntnis zur Verfassungs-, Werte- und Gesellschaftsordnung, vermittelt werden. Dazu gehört wohl auch das „Wertechristentum“ des Udo Landbauer, Landtagsabgeordneter in Niederösterreich und Spitzenkandidat der FPÖ bei der Landtagswahl (siehe dazu: Nikolo in Gefahr!  FPÖ NÖ fordert „Wertechristentum“ in Kindergärten und Volksschulen).

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