Modellregion Vorarlberg – Nur ein Klotz am parteiideologischen Bein der ÖVP?

Nach dem VN-Interview mit der neuen Vorarlberger Bildungslandesrätin Schöbi-Fink ist die Wahrscheinlichkeit einer Umsetzung der Gemeinsamen Schule in der Modellregion Vorarlberg nur mehr sehr gering. Wer von der Nachfolgerin Bernadette Mennels, die das ambitionierte Projekt „Modellregion Vorarlberg“ auf Schiene gebracht hat, klare Worte der Unterstützung erwartet hat, wurde enttäuscht. Obwohl es einen Beschluss des Landtages mit den Stimmen aller Parteien für die Umsetzung der Gemeinsamen Schule im Rahmen der Modellregion Vorarlberg gibt, ist Schöbi-Fink schon zufrieden, wenn „durch unsere Schullandschaft noch mehr als bisher ein Ruck geht“.

Originalzitat dazu aus dem Interview auf die Frage: 

Können Forschungsprojekt und Modellregion auf Grundlage der Regierungspläne überhaupt noch ein Thema sein?

Schöbi-Fink: „Wir haben im Landtag mit den Stimmen aller Parteien beschlossen, dass wir die Empfehlungen des Forschungsprojekts Schritt für Schritt umsetzen. Am Ende dieses Prozesses, bei dem die Experten von acht bis zehn Jahren ausgehen, schlagen diese eine gemeinsame Schule vor. Jetzt sind wir seit gut zwei Jahren auf diesem Weg. Wenn wir es schaffen, dass durch unsere Schullandschaft noch mehr als bisher ein Ruck geht, dass die Schulen, die bei den Themen Ganztagsschulen, innere Differenzierung, Talente fördern, schon sehr weit auf ihrem Weg sind, anderen Mut machen, auch Mut zur Veränderung, dann haben wir viel erreicht.“
Kurz: Soll heißen, weil die türkisblaue Koalition die Gesamtschule nicht will, müssen wir uns auch nicht mehr für die Modellregion in Vorarlberg stark machen!"
So einfach wird man den Klotz am parteiideologischen Bein los - glaubt die Ländle-ÖVP.   

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