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Gewalt in den Schulen: Runder Tisch im Stadtschulrat Wien

Keine Gewalt an der Schule  Bild:spa
Keine Gewalt an der Schule Bild:spa

Runder Tisch gegen Gewalt“ beschloss konkrete Maßnahmen.

So lautet der Titel einer Aussendung des Wiener Stadtschulrates, in der über das Ergebnis des gestrigen „Runden Tisches gegen Gewalt“, berichtet wird. Anlass war die die aktuelle, medial und politisch gepuschte Diskussion über die, von einigen subjektiv wahrgenommenen, starke Zunahme von Gewalt an Schulen. Der Gewerkschaftsvertreter für die Pflichtschullehrer/innen, Paul Kimberger, äußerte ja zuletzt in der „Presse“ seine Befürchtung, dass die Gewalt in der Schule „wächst – und zwar quantitativ wie qualitativ“. Aber mit Daten könnten solche Wahrnehmung weder bestätigt noch nachvollzogen werden, weil es derartige Statistiken nämlich gar nicht gäbe, wie die diepresse.com berichtet.
Der Stadtschulrat für Wien nimmt aber "dieses Thema ernst und hat sich daher entschlossen, gemeinsam mit anderen PartnerInnen die Diskussion fortzuführen und Strategien und Maßnahmen für ein friedliches Miteinander von SchülerInnen, LehrerInnen und Eltern zu entwickeln“, stellt Wiens Bildungsdirektor und Amtsführender Stadtschulratspräsident Heinrich Himmer in seiner Aussendung klar.
Erste Maßnahmen vereinbart
Damit das Thema „Gewalt an der Schule“ endlich anhand von Fakten diskutiert werden könne, sei „es grundlegend, dass alle erfassbaren Daten hierzu bald auf dem Tisch liegen“, fordert Himmer. Deshalb ist ein Ergebnis und die erste Maßnahme der Gesprächsrunde, gemeinsam mit der Wiener Polizei die "Möglichkeit einer quantitativen Erfassung von Gewaltdelikten an Schulen" zu schaffen.
Die Datenerfassung und die Erstellung von Informationsbroschüren für Lehrer/innen, Eltern und SchülerInnen sollen bis Herbst 2018 umgesetzt werden. Ebenfalls im Herbst ist ein weiterer „Runder Tisch“ mit der Präsentation der Ergebnisse der gestern vereinbarten Untergruppe mit dem Thema „Suspendierungen“, geplant.
Aber das reiche noch nicht aus um das Thema Gewalt an den Schulen zu lösen, ist sich Himmer bewusst und meint abschließend: „In diesem Sinne versteht sich der heutige überfraktionelle, interkonfessionelle und multiprofessionelle Runde Tisch auch als Auftakt. Wir brauchen einen fortgesetzten Schulterschluss aller Akteure für die Bekämpfung von Gewalt – das haben sich unsere Schulen, unsere LehrerInnen, SchülerInnen und Eltern verdient.“

ms

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