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„Einspruch, Herr Minister Faßmann!“ - oder „Der Mann hat Humor“

Bild:spa
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Gestern schrieb Peter Steiner in seinem Kommentar „Fassmann: Der Wissenschaftler, dem die Wissenschaft so was von egal ist.“ auf oeliug.at:
Keine Spur von wissenschaftlicher Begründung trübt das „Pädagogik Paket 2018“. Statt auf wissenschaftlicher Beweisführung zu gründen wird die Zukunft der Schulkinder in die bewährten Hände des „gesunden Volksempfindens“ gelegt. Nach Aussagen des Uni-Professors und derzeitigen Bildungsministers Fassmann wählen sie sich einfach ins Ministerium durch oder schreiben E-Mails und, voilá, es gibt wieder Ziffernnoten und Sitzenbleiben in der Volksschule und Leistungsgruppen in der Haupt-, pardon, jetzt Mittelschule. Wissenschaft wurscht!

Und schon heute kommt die Bestätigung im Standardinterview mit Bildungsminister Heinz Faßmann: „Faßmann zu Noten in der Volksschule: "Es ist eine politische Entscheidung"“

Einspruch, Herr Minister Faßmann!
„Reformen, die nicht auf wissenschaftlichen Erkenntnissen bauen, von Ihnen, einem Wissenschaftler, als rein politisch deklariert, auf dem Rücken von Kindern auszutragen wird Ihrer Verantwortung als Bildungsminister nicht gerecht“, rügt die Vorstandsvorsitzende der ÖLI-UG, Barbara Gessmann-Wetzinger, den Bildungsminister. Denn „die junge Generation verdient die bestmögliche Ausbildung auf der Basis aktueller Forschungsergebnisse. Nur damit kann sie sich künftigen Herausforderungen gut gerüstet stellen.“

Da gibt's nicht mehr viel zu sagen...
„Also der Mann hat Humor“, „Minister Faßmann im heutigen Standardinterview ist doch feinste Satire!“, meint Timo Brunnbauer (ÖLI-UG). Ironie ist sicher ein naheliegender und legitimer Versuch, für sich die unsäglichen Auswirkungen der türkisblauen Bildungspolitik halbwegs erträglich zu machen. Zwei Beispiele aus dem Interview führt Brunnbauer an: 

Da gibt's nicht mehr viel zu sagen...
Thema Sitzenbleiben:
STANDARD: Was das für die Kinder heißt, können Sie sich vorstellen?
Faßmann: Natürlich. Es gäbe eine gewisse Form der Stigmatisierung, sagen die Kritiker. Es kann aber auch eine befreiende Situation sein.

Noch besser (also der Mann hat Humor, gefällt):
Thema Noten in der VS und wie es dazu gekommen ist:
STANDARD: Also eine rein politische Entscheidung, keine wissenschaftlich begründete?
Faßmann: Es ist eine politische Entscheidung, wie vieles, was ich entscheiden muss. Nicht hinter jeder politischen Entscheidung gibt es auch eine wissenschaftliche Fundierung.

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