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„Stumpfsinnige“ Berichterstattung des ORF V über Sonntagsdemo in Bludenz

Bludenz staunt, und staut in alle Gassen! 1.300 Teilnehmer_innen an der Sonntagsdemo in Bludenz  Bild: Juliane Alton FB
Bludenz staunt, und staut in alle Gassen! 1.300 Teilnehmer_innen an der Sonntagsdemo in Bludenz Bild: Juliane Alton FB

„Schatten über Sonntagsdemos“ lautet das Titelinsert zum Bericht über die Sonntagsdemo in Bludenz in Vorarlberg-Heute (ORF). Dementsprechend wird im Beitrag ausschließlich „der tragische Tod eines Mitarbeiters der BH Dornbirn“ thematisiert.

Die Klarstellungen der Veranstalter und Redner_innen der Demo, dass der „tragische Zwischenfall mit ihrem Anliegen eigentlich gar nichts zu tun“ habe, ignoriert der ORF-Vorarlberg. Und das mit einer Konsequenz, als hätte der verantwortliche Redakteur noch immer nicht kapiert, dass es die „Neue Politik“ in Österreich, die einen Innenminister Kickl möglich macht, der „Schatten“ ist.

 

Kommentar von Gerhard Pušnik:
Ein Beispiel für den Stumpfsinn, den österreichische Medien liefern können, findet sich auf der Seite von Radio Vorarlberg: der tragische Tod des Mitarbeiters der BH Dornbirn habe „Schatten“ auf die Sonntagsdemos geworfen.
Das wird im Bericht über die Sonntagsdemo, die diesmal in Bludenz stattfand und wie immer gut besucht war, einfach so behauptet, auf so richtig investigative Weise! Von der engagierten und kritischen Meldung August Gächters dafür kein Wort. Ist der ORF-Journalist einfach nur ein gedankenlos Angepasster oder schon ein glühender Fan eines amtsbekannten, namentlich nicht genannten Innenministers?

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Kommentare: 1
  • #1

    martina mittelberger (Donnerstag, 14 Februar 2019 10:55)

    Es ist ja nicht bloß der ORF. Auf vol.at wurde ein Foto zur Demo als Aufmacher gezeigt, dass VOR Beginn der Demo aufgenommen worden ist und dementsprechend wenige Teilnehmer zeigt. Darunter stand, dass nur 400-500 Teilnehmer dabei waren. Diese Zahl kam angeblich von einem jungen Polizisten (Missverständnis hieß es später, man bat um Entschuldigung), obwohl der Polizeikommandant oiffiziell über tausend Teilnehmer an die Medien meldete. Die Redaktion von vol.at weigert sich bis heute, die erwiesenermaßen falsche Zahl zu korrigieren.
    "Man wird sich noch wundern, was alles geht" ist längst Realität geworden.