· 

Zentralmatura: „Viel zu wenig Zeit für eine seriöse Korrektur!“

Zentralmatura: „Viel zu wenig Zeit für eine seriöse Korrektur!“ Bild:spagra
Zentralmatura: „Viel zu wenig Zeit für eine seriöse Korrektur!“ Bild:spagra

Unzumutbare Korrekturbedingungen

 

Obwohl die ÖLI-UG und ihre Landesorganisationen die Landesschulräte (LSR)/Bildungsdirektionen (BiDi) in den Bundesländern und das Ministerium schon mehrfach darauf hingewiesen haben, sorgt die Termingestaltung im Rahmen der Zentralmatura wieder für unzumutbare Korrekturbedingungen.
Der vom Ministerium vorgeschriebene Zwischen-Konferenztermin am Montag den 20.5.2019 zwingt die Vorsitzenden, als Abgabe-Termin für korrigierte Arbeiten Donnerstag den 16.5. vorzugeben. Für manche Fächer bleibt damit nicht einmal eine Woche Korrekturzeit, inklusive Zweitkorrektur. Für nichtzentrale Maturafächer bleiben gar nur 2 Tage.

Ein konkretes Beispiel einer Kollegin (Anfrage an die ÖLI-UG):
Ich unterrichte an einer HLW Englisch und habe heute, am 8.5. erfahren, dass ich die korrigierten Maturaarbeiten (19 Kandidat*innen) am Donnerstag, den 16.5. um 12:00 in der Direktion abgeben muss. Innerhalb dieses Zeitraumes ist keine seriöse Korrektur möglich.

Für Schularbeitskorrektur steht eine Woche zur Verfügung

Wie die Kollegin zurecht kritisiert, kann in dieser kurzen Zeitspanne eine seriöse Korrektur nicht gewährleistet werden. Deshalb müssen zukünftig für die Korrekturen der Matura jene Zeiten zur Verfügung sein, die zumindest wie bei Schularbeiten vorzusehen sind. Für Schularbeitskorrektur steht eine Woche zur Verfügung. Das soll auch für Matura-Klausuren so gelten und die anderen Termine müssen darauf abgestimmt werden.

Als kurzfristige Lösung empfehlen wir den Direktionen:
Die Direktoren sollen allen, die nicht ausreichend Zeit für die Korrektur haben, bis zu 3 Tage Sonderurlaub dafür geben. Drei Tage Sonderurlaub sind in der Kompetenz der Schulleitung und sie muss dafür nicht in der Bildungsdirektion anzusuchen, sondern lediglich nachher melden, wem sie wieviel (für die Korrektur) frei gegeben hat.
ms

 

Terminchaos bei Zentralmatura: Eine Stellungnahme des Dienststellenausschusses RG 14 Astgasse 3 Wien

Liebe KollegInnen!

Der Dienststellenausschuss ist erschüttert, dass bei der heurigen Zentralmatura eine so schlechte Koordination zwischen den verschiedenen Pflichtterminen und Unterstützungswerkzeugen vor allem in Englisch besteht, dass einzelne KollegInnen bei der verpflichtenden Korrektur der schriftlichen Maturaarbeiten  völlig überlastet werden.
Besonders problematisch ist folgender Zeitplan:
Der vom Ministerium vorgeschriebene Konferenztermin am Montag den 20.5. zwingt die Vorsitzenden zu einem Abgabetermin der korrigierten Maturaarbeiten von Donnerstag den 16.5..
Die schriftliche Arbeit für nichtzentrale Maturafächer am Dienstag den 14.5. und die Abgabe der korrigierten Arbeiten an die Vorsitzenden am Donnerstag den 16.5. führt bei uns in der verpflichtenden schriftlichen Sportkundematura zu einer Korrekturzeit von 2 Tagen für 20 Arbeiten. Der Kollege wurde zwar extra vom Unterricht freigestellt, aber diese Planung ist nicht zumutbar.
Besonders unverständlich ist weiters die Öffnung des telefonischen Helpdesks für die Englischmatura am Donnerstag den 16.5. um 14.00.

Hier sind offensichtlich die Termine nicht abgestimmt worden.

 

Grundsätzlich halten wir eine seriöse Korrektur auch weniger Arbeiten in einer Frist, die nur einen bis zwei Tage dauert und zu der normalen Unterrichtsverpflichtung dazu kommt, nicht für durchführbar.
Da wir viele junge Mütter in Elternteilzeit als Kolleginnen haben, interessiert uns, wie weit diese verpflichtet werden können, für zusätzliche Termine kurzfristig Kinderbetreuungen zu organisieren oder auf fix eingeplante „freie“ Tage zu verzichten.
Was sollen KollegInnen mit einer zweiten fix verplanten Arbeitsstelle mit diesen fremden verpflichtenden Zeiten tun?
Wir erwarten von unseren vorgesetzten Dienststellen für unsere KollegInnen Zeitplanungen, die sowohl eine qualitativ hochwertige Korrektur ermöglichen, als auch auf die vielfältigen Verpflichtungen abgestimmt sind.
Rechtlich sehen wir es als notwendig an, die Vorschriften für die Korrekturen der Matura entsprechend der Schularbeitsplanungen zu erweitern. Für Schularbeitskorrektur steht eine Woche zur Verfügung, für die umfangreiche und für die Schüler eigentlich wichtigere Maturaarbeit nur „Unverzüglich“.
Für den DA.
Fischer

Kommentar schreiben

Kommentare: 0