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Sonderverträge und Artikel X Verträge ab dem sechsten Jahr unbefristet

Bild:spagra
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Bei den sogenannten Artikel X (sprich "zehn") und den Sonderverträgen nach § 36 VBG (Vertragsbedienstetengesetz) handelt es sich um Verträge für Lehrer*innen im alten Dienstrecht, die entweder die vollen Anstellungserfordernisse nicht erfüllen (Artikel X) oder Lehrer*innen mit Sondervertragsvereinbarung gem. Rundschreiben 20/2015 der technischen Fächer, Mathematik, Physik, Chemie und Informatik sind.

 

Unbefristet,

wenn Beschäftigung „über eine Gesamtdauer von fünf Schuljahren“ hinausgeht 


Im aktuellen Erlass des Ministeriums, der kürzlich an alle Bildungsdirektionen erging, ist endlich geklärt, dass:

  • für die Lehrer*innen mit Sonderverträgen „Weiter- und Wiederbestellungen“ zulässig sind, „wenn geeignete Vertragslehrpersonen, die die Einreihungserfordernisse erfüllen, trotz Ausschreibung …. nicht gefunden werden“,
  • die „Verträge im Rahmen solcher Weiter- und Wiederbestellungen“ höchstens auf ein Schuljahr „befristet abgeschlossen werden dürfen“,
  • bei einer Beschäftigung, die „über eine Gesamtdauer von fünf Schuljahren“ hinausgeht, „das Dienstverhältnis auf unbestimmte Zeit zu verlängern“ ist und
  • für die, die schon jetzt mehr als 5 Jahre haben: "Soweit Personen mit Verträgen nach Art. X des Bundesgesetzes BGBl. Nr. 350/1982 im Dienstverhältnis stehen, deren Gesamtverwendungsdauer fünf Schuljahre bereits überschritten hat, sind die Dienstverträge (mit dem aktuell vereinbarten Beschäftigungsausmaß) als auf unbestimmte Zeit eingegangen umzustellen."

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Kommentare: 224
  • #1

    Max (Dienstag, 19 Mai 2020 08:49)

    Ich bin mittels mittlerweile unbefristeten Sondervertrag (Bewegung und Sport) in einer NMS angestellt.
    Habe ich als Sondervertragslehrer (unbefristet) auch nach 5 Jahren den Anspruch auf Vollbeschäftigung auf unbestimmte Zeit?
    Danke für die Hilfe.

  • #2

    Josef Gary Fuchsbauer (Dienstag, 19 Mai 2020 09:56)

    Beantragen kann man das sicherlich;
    aber aus dem Wort Sondervertrag erschließe ich, dass nicht alle Anstellungserfordernisse erfuellt sind und daher die Bildungdsdirektion mehr Stunden (also eine Erhoehung deines Vertragsausmaßes) nur geben darf, wenn keine vollgeprueften Bewerber*innen da sind.
    Wenn allerdings die Stundenanzahl erhoeht wird, dann erhoeht sich auch das Vertragsausmaß.
    Bei einem Dauervertrag kann der Dienstgeber nicht einseitig sagen: naechstes Jahr bekommst du weniger!

  • #3

    Regina (Montag, 13 Juli 2020 12:21)

    Mein Sondervertrag wurde in diesem Jahr auf einen normalen Dienstvertrag umgestellt (AHS Ausbildung aber an NMS) .Welche Konsequenzen hat das für mich? MfG

  • #4

    Gary (Montag, 13 Juli 2020 13:12)

    Seit 1.9.2019 erfuellt man auch mit einem AHS-Lehramtsstudium die Anstellungserfordernisse fuer NMS und somit bedarf es bei einer entsprechenden Anstellung keines Sondervertrages mehr. Wenn die Anstellung im alten Dienstrecht ist, sollte die Bezahlung nach dem Schema l2a2 erfolgen. Ok?
    Bei einer allfaelligen spaeteren Anstellung an einer AHS oder BMHS waere die Bezahlung l1 und die Berufserfahrungszeiten an der NMS werden voll angerechnet.
    LG Gary

  • #5

    Max (Mittwoch, 15 Juli 2020 16:42)

    Ich werde ab September an einer NMS unterrichten. Jedoch habe ich bis dahin meinen Bachelor noch nicht wegen 1 fehlenden Prüfung, die erst ab September wieder angeboten wird. In welche Gehaltsstufe falle ich dann?

  • #6

    Josef Gary Fuchsbauer (Donnerstag, 16 Juli 2020 16:46)

    Das kommt drauf an, ob die Bildungsdirektion es wie im Abs. 11 von
    https://www.jusline.at/gesetz/vbg/paragraf/38 sieht (weil ja zu erwarten ist, dass das Studium bald abgeschlossen wird) oder einen Vertrag nach Abs. 11a gibt. Im ersten Fall wird das normale pd-Gehalt bezahlt, im zweiten wird es bis zur positiven Ablegung der letzten Prüfung einen prozentuellen Abschlag vom Grundgehalt geben.

    Die Verweildauer in Stufe 1 sind bei Einstieg ohne Studienabschluss 8,5 Jahre - was aber im konkreten Fall bedeutungslos ist, weil immer die kuerzere Verweildauer gilt: Bei Einstieg ohne Abschluss maximal 8,5 Jahre in Stufe 1, aber maximal 4,5 Jahre ab der lezten Bachelorpruefung (oder Bachelorarbeitsbeurteilung) und maximal 3,5 Jahre ab der lezten Ma(gi)sterpruefung (oder Masterarbeitsbeurteilung). Z.B. bei Bachelorabschluss im Jaenner 2021 und durchgehender Beschaeftigung erfolgt die Vorrueckung in Stufe 2 mit 1.8.2025 (außer der Master wuerde schon vor Jaenner 2022 abgeschlossen ...)

    Neues Dienstrecht für neue Lehrpersonen
    Grundgehalt bei voller Lehrverpflichung (22 Stunden)
    Stufe Euro Dauer
    1 2.781,1 3,5-8,5 J.
    2 3.165,6 5 Jahre
    3 3.551,1 5 Jahre
    4 3.936,7 6 Jahre
    5 4.322,5 6 Jahre
    6 4.708,2 6 Jahre
    7 4.946,5 bis Pension

    Zulagen pro Monatswochenstunde:
    14,4 LVPflGr.III ab 9.Schulst. / gewisse Fächer an BS
    27,5 NMS-Schularbeitsfächer, LVPflGr.I+II 5.-8. Schulst. AHS
    35,2 LVPflGr.I+II ab 9. Schulst. A+BHS (in diesen Fächern sind 20 Stunden eine volle Lehrverpflichtung)

    Beispiel als Lehrer*in an AHS:
    10 Stunden Mathematik an Oberstufe (10x35,2 Zulage)
    5 Stunden Mathematik an Unterstufe (5x27,5 Zulage)
    5 Stunden Physik an Oberstufe (LVPflGr.III, 5x14,4 Zulage)
    1 Stunde qualifizierte Nachmittagsbetreuung
    ergeben eine volle Lehrverpflichtung und
    2781,1 Euro 14mal/Jahr und
    352+137,5+72=561,5 Euro 12mal/Jahr.
    Die 2 Zusatzgehaelter werden als 4 halbe Gehaelter Sonderzahlung im
    Sept./Nov./Maerz/Juni ausbezahlt.

    LG Gary

  • #7

    Anonym (Mittwoch, 26 August 2020 19:09)

    Wie sieht die aktuelle Situation für schwangere Lehrerinnen aus? (Wegen Corona)
    Können diese ausschließen im Homeoffice arbeiten? (Vorbereitung, Verbessern.)
    Herzliche Grüße

  • #8

    Josef Gary Fuchsbauer (Mittwoch, 26 August 2020 21:33)

    Schwangerschaft gilt schon seit dem Fruehjahr nicht als Risiko bezueglich Corona, daher auch nicht als Grund fuer Homeoffice (das ist allgemein so, nicht speziell bei Lehrerinnen).

  • #9

    Parmy (Donnerstag, 27 August 2020 15:42)

    Seit 2015 arbeite ich als ein Native Speaker Teacher in einer Volksschule. Wann bekomme ich einen unbefristeten Vertrag?

  • #10

    Gary (Donnerstag, 27 August 2020 16:32)

    In Österreich kann man im oeffentlichen Dienst maximal 5 Jahre befristet beschaeftigt werden. Ab dem 6. Jahr ist ein Dauervertrag auszustellen. Seit Mai 2019 gilt das auch für Sonderverträge.
    D.h., wenn die Anstellung schon mehr als 5 Jahre dauert, ist der neue Vertrag ein Dauervertrag, bzw. sollte ein befristeter Vertrag in einen Zeitraum von mehr als 5 Jahren hineinreichen, kann ein neuer Vertrag beantragt werden (sollte aber an sich automatisch vom Dienstgeber entsprechend ausgestellt werden).

  • #11

    Bine (Dienstag, 24 November 2020 18:42)

    Ich arbeite 4 Jahre im Lehrerdienstrecht. In dem Schuljahr 2020/21 arbeite ich das 3.Jahr an einer NMS mit einem Sondervertrag. Wann habe ich rechtlichen Anspruch auf einen unbefristeten Vertrag, bzw. ist es möglich mit einer BHMS Ausbildung aus dem Sondervertrag heraus zu kommen?

  • #12

    Gary (Donnerstag, 26 November 2020 14:06)

    Ab dem 6. Jahr wird in Oesterreich jeder Vertrag ein Dauervertrag.
    Warum handelt es sich um einen Sondervertrag? Werden an der Mittelschule Faecher unterrichtet, fuer die keine AHS/BMHS-Lehrbefaehigung vorliegt? Dann ist der Sondervertrag gerechtfertigt.
    Gibt es eine Chance, dass die Anstellungserfordernisse erfüllt werden können? Nachfragen an einer Pädgogischen Hochschule, die ja 60-ECTS-Lehrgänge für pädagogische Qualifizierung von Quereinsteiger*innen anbieten.

  • #13

    Anonym (Montag, 14 Dezember 2020 11:36)

    Ich arbeite das zweite Jahr an einer MS. Erstes Jahr 11 Stunden als Personalreserve, 2. Jahr 18 Stunden Englisch. Wenn ich nächstes Jahr eine Vollzeitanstellung bekomme, kann ich nach diesem Schuljahr einen Antrag auf unbefristet stellen?

  • #14

    Josef Gary Fuchsbauer (Montag, 14 Dezember 2020 11:55)

    Ob Vollzeit oder Teilzeit ist für die Frage befristet oder unbefristet nicht von Bedeutung. Der Antrag auf einen unbefristeten Vertrag kann natürlich gestellt werden. Ob die Bildungsdirektion die Umstellung auf einen Dauervertrag vor dem 6. Jahr macht, haengt von den Umstaenden ab: Die Voraussetzung der Erfüllung der Anstellungserfordernisse und positive Induktionphase liegen wohl vor. Ob eine längerfristige Beschäftigung möglich ist, kann aber nicht allgemein beantwortet werden. Da der Dienstgeber die Bildungsdirektion ist, kommt es auch nicht nur auf die Lage an der eigenen Dienststelle an, sondern im Bundesland.

  • #15

    Anonym (Freitag, 18 Dezember 2020 19:40)

    Ich habe am 3. September 2018 mein Dienstverhältnis IIL / I2b1 als Vertragslehrerin im Artikel X an einer AHS in Wien begonnen, somit noch als Studentin. Ab 29. Mai 2019 wurde mein Vertrag aufgrund meines Stundenabschlusses (Diplom, Lehramt alt) auf I1 geändert. Im Schuljahr 2019/20 sowie im laufenden SJ 20/21 bin ich weiterhin als Vertragslehrerin IIL / l1 angestellt. Ich habe somit das 3. Dienstjahr über die BD Wien. Das UP wird mir mit Ablauf dieses SJ erlassen werden, da ich dann die nötigen 40 WE habe.
    Meine Frage nun:
    Wann kann ich mit dem unbefristeten Vertrag rechnen? Zählt das 1. Dienstjahr auch zu den 5 Jahren, obwohl ich in diesem Schuljahr bis Mai noch Studentin war? Zählen die weiteren Jahre im Artikel X mit Studienabschluss dazu?
    Falls die gesamten Sondervertragszeiten zu den 5 Jahren zählen, müsste ich theoretisch mit 4.9.2023 umgestellt werden, richtig?
    Danke und herzliche Grüße

  • #16

    Josef Gary Fuchsbauer (Samstag, 19 Dezember 2020 19:32)

    Im Gesetz ueber die maximale Dauer von II L Vertraegen wird nicht unterschieden, ob in dieser Zeit nach l2b1 oder l2a2 oder l2a1 oder l1 bezahlt wurde. Siehe https://www.jusline.at/gesetz/vbg/paragraf/90k und die folgenden. Wenn du daher weiterhin beschaeftigt wirst und auch im Schuljahr 23/24 als Lehrerin arbeitest, hast du spaetestens dann einen Dauervertrag zu bekommen. Dann wird das Besoldungsdienstalter festgestellt. Dieses wird wohl in realiter am 29.5.2019 beginnen, weil du da die Anstellungsbedingungen erfuellt hast; die Zeit davor wird als Vorbildungsausgleich abgezogen (das Gehaltsschema ist ja so angelegt, dass fuer l1 der Studienabschluss Voraussetzung ist); aber natuerlich bleibt dir diese Zeit als Pensionsversicherungszeit. Du wirst also dann ab dem Dauervertrag im Sept. 23 in Stufe 3 eingestuft und ab 1.6.2025 in Stufe 4 vorruecken.

  • #17

    Anonym (Donnerstag, 28 Januar 2021 12:18)

    Mein Mann ist Native Speaker Teacher an einer NMS mit einem Sondervetrag. Er befindet sich in seinem 5. Jahr. Nun hat er die Zusage fuer die Weiterverwendung bekommen - wieder ein 1-Jahresvertrag - 2021/22 ist also sein 6. Jahr. Wann sollte er seinen unbefristeten Vertrag bekommen? Danke und LG

  • #18

    Gary (Donnerstag, 28 Januar 2021 16:59)

    Wenn er dann im 6. Jahr ist, hat er das Recht auf Ausstellung eines Dauervertrages - siehe oben:
    "Soweit Personen mit Verträgen nach Art. X des Bundesgesetzes BGBl. Nr. 350/1982 im Dienstverhältnis stehen, deren Gesamtverwendungsdauer fünf Schuljahre bereits überschritten hat, sind die Dienstverträge (mit dem aktuell vereinbarten Beschäftigungsausmaß) als auf unbestimmte Zeit eingegangen umzustellen."
    Er braucht daher jetzt nichts zu tun (damit nicht jemand auf die Idee kommt, ihm keinen Vertrag mehr zu geben, damit er kein Recht auf einen Dauervertrag bekommt).Sollte wider Erwarten im 6. Jahr dann kein Dauervertrag von der Bildungsdirektion kommen, dann in einem formlosen Schreiben diesen gem. BMBWF-722/0014-II/11/2019 beantragen.

  • #19

    Michael (Dienstag, 02 Februar 2021 20:34)

    Hallo! Ab wann habe ich Anspruch auf einen unbefristeten Vollvertrag bzw. ab wann können meine Stunden nicht mehr reduziert werden (gesicherte Verwendung)?

  • #20

    Hannes Grünbichler (Dienstag, 02 Februar 2021 21:13)

    Wenn du im 6. Dienstjahr bist, hast du das Recht auf Ausstellung eines Dauervertrages. Du bekommst dann einen Dauervertrag im Ausmaß jener Stundenanzahl, die du im 6 Jahr beschäftigt bist (https://www.jusline.at/gesetz/vbg/paragraf/90m). Diese Stundenanzahl musst du auch in den Folgejahren beschäftigt werden.
    Bist du mit deinem Stundenausmaß einmal vollbeschäftigt und hast einen Dauervertrag, brauchst du die Bildungsdirektion nur ersuchen, deinen Vertrag auf die tatsächliche Beschäftigungssituation anzupassen. Dir steht dann die Vollbeschäftigung immer zu.
    Bei einem Dauervertrag kann die Schule die Stunden nicht einseitig reduzieren. Die im Vertrag genannten bzw. die im Vorjahr gehaltene Stundenanzahl stehen dir zu. Ein Anrecht auf MDLs hat man allerdings nicht.

  • #21

    Peter (Montag, 15 Februar 2021 16:44)

    Hallo! Seit Jänner 2021 bin ich mit 11 Stunden an einer MS in der Induktionsphase (Bachelor im September 2020 abgeschlossen und aktuell im 1. Semester im Master) tätig. Von diesen 11 Stunden unterrichte ich 6 Stunden in meinen geprüften Fächern (4 Englisch und 2 GPB). Laut Lohnzettel bin ich im Schema Sondervertrag eingestuft. Welche Voraussetzungen müssen von meiner Seite erfüllt werden, um als Vertragslehrperson eingestuft zu werden bzw. kann dies im Laufe dieses Semesters noch geändert werden?

    Danke
    LG

  • #22

    Josef Gary Fuchsbauer (Montag, 15 Februar 2021 16:56)

    Kannst du mir einen Lohnzettel an fuchsbauer@oeli-ug.at mailen?
    Als Bachelor erfüllst du die Anstellungsbedingungen und bist in den ersten 12 Monaten in der Induktionsphase. Wenn diese positiv beurteilt wird, kannst du weiter beschäftigt werden. Allerdings steht im Gesetz nirgends, dass während der Induktionsphase ein Sondervertrag zu geben ist.

  • #23

    Raphaela (Donnerstag, 18 Februar 2021 16:24)

    Hallo! Ich hätte eine Frage. Ich habe das Lehramtsstudium an der UNI 2017 abgeschlossen, mein Unterrichtspraktikum an einem Gymnasium absolviert und unterrichte nun das dritte Jahr in Doppelverwendung an einem BORG und einer MS.

    Ich habe im ersten Jahr (2018,2019) alle Stunden (11) über den Bundesvertrag bekommen, außerdem habe ich im Halbjahr weitere 11 Stunden über einen Sondervertrag in der MS bekommen.

    Im zweiten Jahr (2019,2020) hatte ich dann nur mehr 1 Stunde über den Bundesvertrag und 21 Stunden über den Sondervertrag in der MS.

    Im dritten Jahr (2020.2021) hatte ich 8 Stunden über den Bundesvertrag und 13 Stunden über den Sondervertrag.

    Ich unterrichte nur geprüfte Fächer an der MS.

    Ist der Sondervertrag in der MS zulässig, da ich im Kommentar #4 gelesen habe, dass das eigentlich nicht mehr der Fall sein sollte...

    Vielen Dank im Voraus!

  • #24

    Gary (Donnerstag, 18 Februar 2021 16:40)

    Die gesetzliche Situation ist nach wie vor so, wie in #4 beschrieben und somit die Anstellungserfordernisse für Mittelschulunterricht erfüllt und kein Sondervertrag erforderlich. Wie ist die Bezahlung? Auf die kommt es ja an und nicht darauf, ob beim Vertrag "Sonder" dabeisteht ...

  • #25

    Raphaela (Donnerstag, 18 Februar 2021 17:37)

    Danke für die rasche Antwort. Ich bin in l2a2 und in l1 eingestuft. Gibt es eine Möglichkeit, dass man für die MS Stunden l1 bekommt?

  • #26

    Gary (Donnerstag, 18 Februar 2021 18:56)

    Es ist korrekt im alten Dienstrecht mit Lehramtsausbildung in AHS/BMHS in l1 und in Mittelschulen in l2a2 eingestuft zu sein. Besser geht nicht.

  • #27

    Raphaela (Freitag, 19 Februar 2021 07:44)

    Okey, vielen Dank für die Antworten :)

  • #28

    Kerstin (Mittwoch, 03 März 2021 18:30)

    Hallo, ich bin gespannt ob mir jemand die Frage beantworten und wäre sehr dankbar dafür!

    Ich war 2 Jahre lang im Sondervertrag (es hat Schwierigkeiten mit den Praxisstunden gegeben, die sich aber bereits gelöst haben) und bin danach sofot umgestellt worden auf einen l2a2 Vertrag! Zählen die 2 Jahre, die ich im Sondervertrag war zu meinen Dienstjahren dazu und bekomme am dem 5. Jahr meinen unbefristeten Vertrag im l1?

  • #29

    Gary (Mittwoch, 03 März 2021 18:55)

    Liebe Kaerstin!
    Die 2 Jahre, die du im Sondervertrag warst, zählen zu deinen II-L-Dienstjahren dazu, wenn sie beim selber Dienstgeber waren und du bekommst spätestens NACHG dem 5. Jahr einen unbefristeten Vertrag (I L). Die Gesetzesstelle:
    https://www.jusline.at/gesetz/vbg/paragraf/90k
    https://www.jusline.at/gesetz/vbg/paragraf/90l
    https://www.jusline.at/gesetz/vbg/paragraf/90m

  • #30

    Sandra (Donnerstag, 11 März 2021 17:30)

    Lieber Gary,
    ich habe auch eine Frage bezüglich des Sondervertrages: Ich unterrichte im dritten Jahr als Quereinsteigerin an einer AHS. Wie ich oben gelesen habe, würde mein Dienstvertrag im 6. Jahr in ein unbefristetes Anstellungsverhältnis übergehen.
    Was ist, wenn ich die Schule wechsle? Werden die Jahre zusammengezählt oder fange ich wieder bei 0 an?
    Und: wie verhält es sich mit Schwangerschaft? Zählen die Vorjahre, falls ich in Karenz gehe oder sind sie dann auch hinfällig?
    Vielen Dank im Voraus!

    Mit lieben Grüßen,
    Sandra

  • #31

    Gary (Donnerstag, 11 März 2021 17:46)

    Liebe Sandra! Schulwechsel ist sicher kein Problem. Der Vertrag besteht ja nicht mit der Schule, sondern mit der Bildungsdirektion. Für den Fall der Schwangerschaft verweise ich auf das, was ich unter #234 in
    https://www.oeliug.at/2017/11/18/gehaltstabelle-f%C3%BCr-lehrerinnen-2018/ geschrieben habe.
    Es sollte demnach möglich sein, auch im Mutterschutz und in Elternkarenz den Vertrag weiter zu haben (Benachteiligungsverbot für Elternschaft in Österreich).

  • #32

    Martin (Freitag, 12 März 2021 17:42)

    Ich bin jetzt im zweiten Jahr als Sondervertragslehrerin in der Polytechnischen Schule. Derzeit ist meine Gehaltseinstufung: IIL I2a1.
    Ich absolviere den SOVL-Lehrgang (30 ECTS), Abschluß dieses Schuljahr.
    1) Wie wird man nach Abschluß des SOVL Lehrgangs eingestuft? Gehaltsänderung?
    2) Wie kann man das Gehalt überprüfen? Die veröffentlichen Sätze pro Jahreswochenstunde passen nicht mit meinem Gehalt überein. Mein Gehalt ist etwas höher - gibt es Zulagen?
    Vielen Dank!

  • #33

    Gary (Sonntag, 14 März 2021 05:56)

    Einerseits bin ich erstaunt, dass aktuell jemand im zweiten Dienstjahr und im alten Dienstrecht sein kann, weil ja seit 1.9.2019 nur mehr Anstellungen nach dem neuen Dienstrecht möglich sind.
    Andererseits bin ich über einen "SOVL-Lehrgang (30 ECTS)" erstaunt, weil ich gem. den gesetzlichen Bestimmungen nur mehr 60-ECTS und 240-ECTS Regelungen annahm. Wer als Akademiker*in (Masterniveau) ohne Lehramtsabschluss einsteigt, macht die 60-ECTS-Pädagogikausbildung. Wer als Fachpratkiker*in mit Berufsausbildung und Berufspraxis einsteigt, macht in den ersten 5 Jahren die 240-ECTS-Ausbildung zum BEd.
    Da es sich aber offenbar in diesem Fall um einen anderen Einstieg als Lehrer und eine andere berufsbegleitende Pädagogikausbildung handelt, kann ich auch nicht sagen, ob danach l2a2 bezahlt wird, also das normale Gehalt an PTS im alten Dienstrecht.
    Um die Bezahlung in II L l2a1 überprüfen zu können, brauchen wir das konkrete Beschäftigungsausmaß und den Lohnzettel. Eventuell an fuchsbauer@oeli-ug.at mailen.

  • #34

    Margarethe (Mittwoch, 07 April 2021 22:27)

    Lieber Gary,
    meine Frage bezieht sich auf die Situation einer Kollegin. Sie hat in Holland eine Fächerkombination studiert, die es bei uns nicht gibt (Französisch und Hauswirtschaft/Ernährung). Das Studium entspricht aber einem Lehramtsstudium in Französisch bei uns.
    Sie arbeitet inzwischen seit mehr als zwanzig Jahren an unserer Schule und unterrichtet hier ausschließlich Französisch (BHS incl. Matura). Als ihr Vertrag vor ca. 10 Jahren auf 'unbefristet' umgestellt wurde, teilte man ihr mit, dass sie nun saniert sei. Die Einstufung blieb aber bei l 2a2.
    Müsste die Umstellung auf den unbefristeten Vertrag nicht auch eine Umstellung auf die Bezahlung entsprechend l1 nach sich gezogen haben?
    Wir sind mit dieser Frage nicht weitergekommen, glauben aber, dass die Kollegin, die Gleiches leistet wie alle anderen Französischlehrpersonen an unserer Schule nicht gerecht bezahlt wird.
    Herzlichen Dank für deine Antwort im Voraus!
    Liebe Grüße
    Margarethe

  • #35

    Gary (Mittwoch, 07 April 2021 23:08)

    Offenbar hat sie ein Studium abgeschlossen, das in Österreich einem PH-Abschluss / Bachelorniveau entspricht. Wenn das so ist, hat sie dann als Lehrerin an einer BMHS die Anstellungserfordernisse nicht erfüllt und daher einen Sondervertrag bekommen (da sie erst nach 10 Jahren einen Dauervertrag bekam, muss es ein II L Art.X Vertrag gewesen sein - Anstellung einer Person ohne volle Anstellungserfordernisse aufgrund von Lehrer*innenmangel). Da sie danach anscheinend keinen weiteren Abschluss vorgelegt hat, änderte sich ihre Einstufung auch durch die (damals) nach 10 Jahren (heute wär es schon nach 5 Jahren) vorgesehene Umstellung auf einen I L Dauervertrag nicht. Wenn dabei das Wort "saniert" verwendet wurde, ist das nicht zutreffend. Die Bezahlung passiert in Österreich nicht (nur) nach der Arbeitsleistung, sondern (auch) nach den formellen Anstellungserfordernissen. Dabei gibt es keinen Unterschied zwischen II L und I L. Wenn damals die Bedingungen für l 2a2 erfüllt waren, sind sie auch heute erfüllt. Oder umgekehrt gesagt: Wenn ihr holländischer Studienabschluss als masterwertig eingestuft worden wäre, hätte sie immer schon l 1 bezahlt bekommen müssen, egal ob damals in II L oder jetzt in I L. Sollte sich tatsächlich herausstellen, dass der Studienabschluss falsch bewertet wurde und das nun bewiesen werden [würde mich allerdings überraschen], könnte sie eine Gehaltsdifferenznachzahlung für 3 Jahre verlangen.
    Wie gesagt, dass sie Gleiches leistet, bewirkt nicht gleiche Bezahlung.
    Leider keine bessere Nachricht . . .

  • #36

    Chris (Montag, 19 April 2021 21:45)

    Hallo Gary!

    Ich hätte eine Frage zu meinem Sondervertrag zu diesem Thema: "Wer als Akademiker*in (Masterniveau) ohne Lehramtsabschluss einsteigt, macht die 60-ECTS-Pädagogikausbildung."

    Ich bin nun im zweitem Dienstjahr in einer PTS mit Sondervertrag "PD_LL ABS_1" Ich hatte beim Einstig in den Lehrerdienst bereits das Masterstudium "Sport- und Bewegungswissenschaften" sowie einen pädagogischen Hochschullehrgang mit 60ects "Erzieher für die Lernhilfe" abgeschlossen. Zusätzlich habe ich die Werkmeisterausbildung für Maschinenbau absolviert (ich unterrichte auch im Metallbereich und Sport). Die geforderten 30ects, die für Sonderverträge zu absolvieren sind, habe ich auch schon erledigt.
    Meine Frage wäre, ist der Sondervertrag und/ bzw. "LL ABS_1" gerechtfertigt? Ich würde mich über eine Antwort von dir Freuen, danke! FG Chris

  • #37

    Gary (Dienstag, 20 April 2021 10:39)

    Ich nehme an "LL ABS_1" ist eine Abkürzung dafür, dass sie dir nicht das pd-Gehalt, sondern nur einen gewissen Prozentsatz davon zahlen. Wieviel?
    Ich werde meine PTS- und allgemein die APS-Expert*innen auf diesen deinen Eintrag hier aufmerksam machen und falls jemand dir mehr sagen kann, wirst du es hier lesen (oder du sendest mir ein Mail an fuchsbauer@oeli-ug.at und ich schick dir dann Mailadresse(n) von Kolleg*innen, die dazu mehr wissen. LG Gary

  • #38

    Danny (Dienstag, 20 April 2021 13:41)

    Aufgrund der Nichterfüllung der Zuordnungsvoraussetzungen kommt es hier zu einem Sondervertrag, der mit prozentualen Abschlägen versehen ist, die abhängig von der Ausbildung sind. Die Abschläge können 5% - 25% betragen. Des Weiteren kann es sein, wie in diesem Fall, dass zusätzliche Qualifikationen in Aus- und Weiterbildung erforderlich sind. Diese sagen aber nur aus, dass man diese innerhalb von 5 Jahren absolvieren muss, um anschließend in ein unbefristetes Dienstverhältnis überführt werden zu können und eben nicht, dass dadurch die Bedingungen für eine Zuordnung ins das PD-Schema erfüllt sind. Der jeweilige Abschlag bleibt auch im unbefristeten Dienstverhältnis
    aufrecht, es sei denn, die Voraussetzungen für die Zuordnung zur
    Entlohnungsgruppe pd werden nachträglich erfüllt. In diesen Fällen endet
    der Sondervertrag und hat eine reguläre Einstufung im pd-Schema unter
    Anwendung der zum Vorbildungsausgleich vorgesehenen Bestimmungen zu
    erfolgen.

  • #39

    Jacqui (Freitag, 23 April 2021 11:35)

    Liebes Team,

    ich bin seit September 2017 mit Sondervertrag an einer MS angestellt. Ich habe mir dann ein halbes Jahr Auszeit genommen (Auflösung des Dienstverhältnisses, da Bildungskarenz mit befristetem Vertrag nicht genehmigt wurde) und wurde nach diesem halben Jahr wieder im Sondervertrag angestellt. Nun meine Frage: Kann dieses Semester Auszeit Grund dafür sein, die höchstens 6 Jahre erneut von vorne zu beginnen? Laut meinen Recherchen geht es ja um eine Gesamthöchstdauer. Muss man dafür durchgehend ohne Unterbrechung angestellt gewesen sein?

    Danke im Voraus und lG!

  • #40

    Stivi (Freitag, 23 April 2021 13:21)

    Ich bin 2009 als Lehrer eingestiegen, hatte den zum damaligen Zeitpunkt neuen BAC Abschluss bereits. Derzeit befinde ich mich in Gehaltsstufe 8 l2a2, da die Anrechnungen damals nach alten System erfolgten, bekam ich einige Zeiten angerechnet, welche heute nicht mehr angerechnet werden.

    Nun hätte ich gerne Bundesland gewechselt, allerdings wurde mir mitgeteilt, dass ich neben dem Zeiten, welche ich aufgrund der veränderten Anrechnungen verliere, auch ein Vorbildungsausgleich abgezogen wird. Wäre das richtig? Dachte der Abzug kommt nur dann pauschal zu tragen, wenn die Anstellungserfordernisse nicht erfüllt sind zum Zeitpunkt des Eintritts.

    Ich hätte gerechnet das ich mit 12 Dienstjahrenund 1 Jahr Zivildienst in Stufe 7 einsteigen müsste. Liege ich mit meiner Einschätzung falsch?

  • #41

    Josef Gary Fuchsbauer (Freitag, 23 April 2021 13:29)

    zu # 39: Die 5 Jahre könnne mit Unterbrechungen sein!
    zu # 40: Wenn du die Ausbildung f. l2a2 hast (beim Einstieg damals schon hattest) und in l2a2 bezahlt wirst, dann wird dir nichts von deiner Dienstzeit abgezogen.. Du kommst in Sufe 7. Richtig.

  • #42

    Marie (Samstag, 24 April 2021 09:26)

    Guten Tag,

    derzeit bin ich als Bundeslehrerin an einer BHS tätig. Im Jahr 2013 fing ich mit einem Sondervertrag als Lehrerin an einer NMS an, den Sondervertrag erhielt ich, da ich über das Projekt Teach for Austria angestellt wurde. Im November 2015 schloss ich mein Lehramtsstudium an der Universität ab, seit 2010 besitze ich bereits einen Mag. für ein Diplomstudium. Im Jahr 2016 erhielt ich einen befristeten AHS Lehrervertrag mit einer Mitverwendung an der bisherigen NMS. Im Jahr 2018 erhielt ich meinen unbefristeten L1 Vertrag.. Da ich einige Jahre an der Universtät und Dienst bei einer Gemeinde verrichte. In Summe wurden mir 2482 Tage angerechnet, wobei ein 100 % Ausbildungsausgleich von 1416 Tagen abezogen wurde. Weshalb sich am Ende nun nur eine Anrechnung von 2 Jahren und 11 Monaten ergab. Die Einstufung erfolgte damals in Gehaltsstufe 2, derzeit befinde ich mich in Gehaltsstufe 3.
    Nun hätte ich die Möglichkeit an eine MS in meiner Wohngegend zu wechseln. Leider kann bzw. will mir keiner Auskunft darüber geben mit welcher Gehaltseinstufung ich rechnen könnte.
    Meine Frage wäre, ob der Ausbildungsausgleich bei der Einstufung im L2a2 Vertrag gleich hoch wäre, wie im L1 Vertrag, oder ob dieser gegebenenfalls geringer ausfällt, da bereits ein MAG. seit dem Jahr 2010 vorhanden war.

  • #43

    Gary (Samstag, 24 April 2021 10:22)

    Bei einem Wechsel von einer in l1 eingestuften Bundeslehrerin zu einer Mittelschul- und damit in l2a2 einzustufenden Landeslehrerin wird tatsächlich eine Neuberechnung des Besoldungsdienstalters gemacht - und zwar nach den heute gültigen Regeln: Anrechnung des öffentlichen Dienstes generell, Privatwirtschaftszeiten (wozu auch Uni zählt, weil die ja seit über 20 Jahren aus dem öffentlichen Dienst ausgegliedert sind) nur dann, wenn sie berufsnützlich sind. Wenn Anrechnungszeiten dabei sind, die vor dem für die Anstellung erforderlichen Bildungsabschluss liegen, wird Vorbildungsausgleich abgezogen, allerdings bei l2a2 um 2 Jahre weniger als bei l1 (weil nur 3- statt 5-jähriges Studium erforderlich).

  • #44

    Marie (Samstag, 24 April 2021 10:29)

    Es wurden bei der damaligen Zeiten die Uni Zeiten unter dem Punkt Einschlägige Berufstätigkeit oder ähnliches erfast. Hierfür dürfte sich ja nichts geändert haben und ich kann von einer Wiederabrechnung ausgehen?

  • #45

    Gary (Samstag, 24 April 2021 10:46)

    Das lässt sich nicht mit Sicherheit sagen. Denn ob die Unitätigkeit auch für die Mittelschultätigkeit eine entsprechende Relevanz hat, ist allgemein nicht beantwortbar.
    Aber das Finanzielle kann ja wohl beim Wechsel an die MS nicht das Ausschlaggebende sein, weil die Bezahlung in l2a2 sowieso um einiges unter l1 liegt, bzw. mit den Jahren immer weiter auseinandergeht.

  • #46

    Marie (Samstag, 24 April 2021 10:56)

    Nein natürlich nicht. Es wäre aber gelogen zu sagen das es gar keine Rolle spielt.

  • #47

    Rebecca (Dienstag, 27 April 2021 12:56)

    Hallo!

    Ich habe eine Frage bezüglich Bundeslandwechsel. Ich habe 1 Jahr in Wien unterrichtet und bin mittlerweile das 3. Jahr an einer Schule in NÖ. Von unterschiedlichen Seiten habe ich gehört,dass das eine 1 Unterrichtsjahr in Wien nicht zu den 5 Jahren, die man für einen unbefristeten Vertrag benötigt, zählt. Stimmt das?

    Liebe Grüße

  • #48

    Josef Gary Fuchsbauer (Dienstag, 27 April 2021 14:05)

    In Siehe https://www.jusline.at/gesetz/vbg/paragraf/90k steht "oder mehrerer solcher Verwendungen beim selben Dienstgeber dürfen für einen Vertragslehrer insgesamt fünf Jahre nicht übersteigen. Vorangegangene Zeiträume einer Verwendung als Vertragslehrer des Entlohnungsschemas I L oder in einem öffentlich-rechtlichen Dienstverhältnis an einer im § 90c Abs. 3 angeführten Einrichtung oder mehrerer solcher Verwendungen sind für diesen Zeitraum anzurechnen." § 90c Abs. 3 sind alle Schulen Österreichs. Juristisch mehrdeutig ist, was "beim selben Dienstgeber" bedeutet. Als Landeslehrer*in ist der Dienstgeber die Bildungsdirektion des Landes und ein Bundeslandwechsel auch ein Dienstgeberwechsel mit einem neuen Vertrag (und neuer Berechnung der Vordienstzeiten). Bei Bundeslehrer*innen ist das hingegen nur eine Versetzung und muss daher auch die Zählung der II L Jahre weiterlaufen.

  • #49

    Sara (Dienstag, 27 April 2021 15:54)

    Lieber Gary,
    ich habe auch eine Frage bezüglich des Sondervertrages. Und zwar habe ich Chemie studiert und sogar ein Doktoratstudium in technischer Chemie gemacht. . Jetzt unterrichte ich seit einem Jahr als Quereinsteigerin an einer AHS Chemie. Wird mein Dienstvertrag im 6. Jahr in ein unbefristetes Anstellungsverhältnis übergehen. Muss ich dafür zusätzliche Prüfungen ablegen oder geht das auch so?
    Darf ich auch an mehreren Schulen unterrichten um eine Vollbeschäftigung mit Chemie zu erreichen?

    Vielen Dank im Voraus!

    Mit lieben Grüßen,
    Sara

  • #50

    Gary (Mittwoch, 28 April 2021 09:01)

    Seit Frühjahr 2019 sind auch Sonderverträge ab dem 6. Jahr Dauerverträge. Und natürlich darf auch an mehreren Schulen unterrichtet werden. Und die Anstellungsbedingungen ändern sich nicht vom befristeten zum unbefristeten Vertrag. Hast du die (früher) so genannte Ingenieurspädagogikausbildung berufsbegleitend an der PH schon gemacht? Da wird eine 60-ECTS-Ausbildung angeboten, die quereinsteigende Techinker*innen (oder andere) in den ersten 5 Jahren zu machen haben.

  • #51

    Martin (Donnerstag, 29 April 2021 18:23)

    Hallo Gary!
    Ich unterrichte seit diesem Schuljahr an einer BMHS und befinde mich gerade in der Induktionsphase (Mag. Abschluss). Bin unbefristet als Vertretung. Bin im PD angestellt.
    Für kommendes Schuljahr (bis April 2022) bin ich noch ein Vertretungslehrer für diesselbe Person, die zu diesem Zeitpunkt aber dann in Pension geht.
    Ist es ab diesem Zeitpunkt möglich für einen unbefristeten Vertrag anzusuchen (sind dann offene gesicherte Stunden), oder kann ich diesen erst im 6. Dienstjahr bekommen? Wird ggf. ein Zivildienst hierbei auch berücksichtigt oder nur für die Vorrückung auf die nächste Gehaltsstufe?
    Danke für die Infos!

  • #52

    Gary (Donnerstag, 29 April 2021 18:41)

    Ich nehme an bei "Bin unbefristet als Vertretung" handelt es sich (um einen allerdings haeufigen) Flüchtigkeitsfehler und gemeint ist "Bin befristet als Vertretung".
    1. Zivildienst vor dem Beginn der Unterrichtstätigkeit zählt nicht zur 5-Jahresfrist.
    2. Verträge im öffentlichen Dienst Österreichs werden spätestens nach 5 Jahren (die nicht zusammenhängend sein müssen) Dauerverträge. Davor kann ein Dauervertrag ausgestellt werden, wenn die Anstellungsbedingungen erfüllt sind und auf Dauer gesicherte Stunden vorhanden sind - allerdings bezieht sich letzteres nicht auf die einzelne Schule, sondern auf den Bereich der Bildungsdirektion, also das Bundesland.
    Da im pd-Schema die Bezahlung bei befristeten und unbefristeten Verträgen völlig gleich ist, ist es nun nicht mehr soo entscheidend, ab wann es tatsächlich ein Dauervertrag ist. Real bedeutungsvoll ist es meist bei Eintritt einer Schwangerschaft; aber da erleb ich meistens große Kooperationsbereitschaft der Behörden.

  • #53

    Lisa (Dienstag, 11 Mai 2021 22:08)

    Hallo Gary,

    Ich hab 2018 meinen IIL Vertrag bekommen, der in den Folgejahren auch verlängert wurde. Für das Schuljahr 20/21 durfte ich eine Schwangerschaft verkünden. Mein aktueller Vertrag hätte mit September 21 geendet, meine Karenz mit Juli 21. Heute wurde ich angerufen, dass mein Vertrag nun mit Ende meiner Karenz ausläuft. Ist das so einfach möglich?
    Gibt es diesen Kündigungsschutz für uns (gültig bis 4 Wochen nach Ende der Karenz) nicht? Die Schule hätte für den Herbst auch schon mit mir gerechnet....

    Liebe Grüße

  • #54

    Gary (Dienstag, 11 Mai 2021 22:27)

    Sehr eigenartig. Du hast einen bis 31.8. oder 5.9. oder 12.9. befristeten Vertrag, ok? Du hast ein Kind geboren und innerhalb der Mutterschutzfrist bekannt gegeben, dass du in Elternkarenz bis x,Juli gehst, ok? Die Schule hat dich für 21/22 eingeplant, ok? Ein Telefongespräch ändert einen Vertrag nicht. Aber ein II L Vertrag kann tatsächlich gekündigt werden: https://www.jusline.at/gesetz/vbg/paragraf/91g - aber dass das mit dem Ende der Karenz geschieht, hab ich noch nie gehört. Vielleicht sollten wir das im direkten Kontakt weiter behandeln. Kannst du zumindest Schultyp und Bundesland an fuchsbauer@oeli-ug.at mailen? Evt kann ich dich mit einer Kollegin oder einem Kollegen aus diesem Bereich zur Beratung zusammenbringen.

  • #55

    Peter (Freitag, 14 Mai 2021 22:49)

    Lieber Gary,
    die Frage klingt jetzt vielleicht etwas komisch, aber wie erkenne ich ob ich einen "normalen" Vertrag, einen "Sondervertrag" oder einen Artikel "X Vertrag" habe? Ist das am Dienstvertrag unter Beschäftigungsart ersichtlich?
    Vielen Dank!
    MfG

  • #56

    Belinda (Montag, 24 Mai 2021 16:22)

    Ich bin seit 2016 Native Speaker Teacher an einer NMS in Wien. Jetzt wurde mir für das Jahr 2021/22 (mein 6. Jahr) wieder ein 1-Jahresvertrag gegeben. Laut meinen ursprünglichen (Sonder-)Vertrag muss ich innerhalb 4 Jahre einen zusätzlichen ECTS Kurs machen, ansonsten falle ich in eine untere Gehaltsstufe. Das ist dieses Jahr auch passiert, da ich den Kurs noch nicht gemacht habe. Brauche ich diesen Kurs für einen Dauervertrag? Ich traue mich nicht nachfragen.
    Vielen Dank

  • #57

    Anonym (Dienstag, 15 Juni 2021 17:40)

    Hallo,

    Lt. Landesschulrat STMK:

    Das Monatsentgelt beträgt bei voller Lehrverpflichtung und Erfüllung der Anstellungsvoraussetzungen in der Entlohnungsgruppe Pädagogischer Dienst (§ 18 Landesvertragslehrpersonengesetz) mindestens brutto € 2.821,40. Es erhöht sich gegebenenfalls auf Basis der gesetzlichen Vorschriften durch anrechenbare Vordienstzeiten. Bei Nichterfüllung der Anstellungsvoraussetzungen werden je nach Qualifikation Abschläge vom Monatsentgelt von bis zu 25 % vorgenommen

    Wie werden die Abschläge berechnet?

    Danke und LG

  • #58

    Josef Gary Fuchsbauer (Dienstag, 15 Juni 2021 18:05)

    zu #55: Es tut mir leid, dass diese Frage bisher nicht beantwortet wurde. Offenbar gab es ein technisches Problem und mir wurden erst heute nach dem Eintrag #57 auch #56 und #55 angezeigt.
    "Wie erkenne ich ob ich einen "normalen" Vertrag, einen "Sondervertrag" oder einen Artikel "X Vertrag" habe?" Artikel X Vertrag gibt es bei Einstieg ab Sept. 2019 nicht mehr, sondern das, was im alten Dienstrecht im Artikel X stand, steht jetzt im Absatz 11 "Solange geeignete Personen, die die für ihre Verwendung vorgeschriebenen Zuordnungsvoraussetzungen erfüllen, trotz Ausschreibung der Planstelle nicht gefunden werden, dürfen auch Personen aufgenommen werden, die den Nachweis der Zuordnungsvoraussetzungen nicht zur Gänze erbringen", bzw. wurde dann auch noch Absatz 11a angefügt - siehe https://www.jusline.at/gesetz/vbg/paragraf/38 bzw. f. Landeslehrer*innen https://www.jusline.at/gesetz/lvg/paragraf/3, wobei gem. Abs. 11a eine Unterzahlung um 30% möglich ist. Anstellungen nach diesen Paragrafen werden als Sonderverträge bezeichnet. Beim Gehaltsschema steht dann nicht einfach "pd", sondern noch was dabei - hab ich bei Verträgen von Kolleg*innen gesehen.

  • #59

    Gary (Dienstag, 15 Juni 2021 18:16)

    zu #56: Es tut mir leid, dass diese Frage bisher nicht beantwortet wurde. Offenbar gab es ein technisches Problem und mir wurden erst heute nach dem Eintrag #57 auch #56 angezeigt.
    Liebe Belinda, wenn du tatsächlich im Herbst weiterarbeitest und damit im 6. Jahr bist, schickst du im Dienstweg über die Schulleitung an die Bildungsdirektion ein kurzes Schreiben und ersuchst um die ab dem 6. Jahr erforderliche Ausstellung eines Dauervertrags. Wenn eine Bildungsdirektion jemanden ein 6. Jahr anstellt, dann IST arbeitsrechtlich das ein Dauervertrag, auch wenn Anstellungsbedingungen nicht erfüllt sind. Die Nichterfüllung kann sich bloß in der Bezahlung auswirken (im alten Dienstrecht zB l2b1 oder l2a1 statt l2a2 oder l1; im neuen Dienstrecht Abschläge vom pd-Schema gem. Abs. 11a - s.o. #58)

  • #60

    Gary (Dienstag, 15 Juni 2021 18:29)

    zu #57: Wie am Ende von #58 geschrieben, sind sogar 30% Abzug vom pd-Schema möglich, wenn die Anstellungserfordernisse nicht voll erfüllt sind. Im Gesetz stehen dazu keine Details. Es gibt aber Tabellen von Bildungsdirektionen, wieviel % weniger zB bei Einsatz an der VS, aber Ausbildung für die Sekundarstufe, oder bei Einsatz in nichtgeprüften Fächern oder bei fehlendem Bachelor etc bezahlt wird. Als Steirer schreibst du am besten (je nach deinem Schultyp) ein Mail an noack@oeli-ug.at (APS), berghold@oeli-ug.at (BS), kemmer@oeli-ug.at (AHS), moessler@oeli-ug.at (BMHS) oder du kommunizierst mit mir per Mail: fuchsbauer@oeli-ug.at (ÖLI-Bundeskoordinator)

  • #61

    Andrea (Mittwoch, 16 Juni 2021 18:55)

    Guten Tag!
    Ich habe einen Sondervertrag und habe von 6.9.2010 -März 2014(Karenz) in einer Schule als AHS Lehrerin gearbeitet. Der Vertrag lief dann am 31.8.2014 aus.
    Heuer (2020) habe ich wieder als Lehrerin begonnen.
    Ich hatte all die Jahre eine volle Lehrverpflichtung. Nächstes Jahr sollte ich ja dann umgestellt werden??- und gerade dann bekomme ich nur 8 WE.
    Dh bei meinem unbefristeter Vertrag habe ich einen Rechtsanspruch für 8 WE. Ist das jetzt für immer und ewig so?
    LG Andrea

  • #62

    Gary (Mittwoch, 16 Juni 2021 20:43)

    Der Vertrag wird natürlich auf das tatsächlich unterrichtete Stundenausmaß ausgestellt. Allerdings gilt dann gem. BLVG (Lehrverpflichtungsgesetz), dass Lehrer*innen möglichst voll zu beschäftigen sind; und daher steht auch im Sicherstellungserlass, dass Vertragsauffüllung vor Neuausschreibungen (und auch vor Überstunden anderer) geht. Auf diese Weise wird sich das Vertragsausmaß künftig wieder erhöhen. Und da nach der Gesetzeslage nur in den ersten 5 Jahren das Beschäftigungsausmaß einseitig vom Dienstgeber reduziert werden kann, wird es dann wieder ein voller Vertrag werden.

  • #63

    Sophie (Freitag, 25 Juni 2021 15:44)

    Hallo Gary!

    Ich bin ein wenig verunsichert.
    Ab September darf ich mit einer halben Lehrverpflichtung an einer NMS starten, ich werde einen Sondervertrag erhalten, da ich (neues Dienstrecht, neue Lehramtsausbildung) noch nicht ganz fertig bin. Mir fehlen ein paar LVs und die vier BA-Prüfungen in Deutsch. Ziel ist es, den Bachelor spätestens Herbst 2022 fertig zu kriegen, was knapp werden könnte, da bestimmte LVs nur alle zwei Semester angeboten werden und sich teilweise überschneiden, sodass ich evtl. 1-2 Semester länger brauche. Derzeit befinde ich mich im 6. Semester, ab Herbst dann im 7. Semester.

    Meine Fragen:

    Wie lange kann ein Sondervertrag verlängert werden (ich möchte möglichst wenig Gefahr laufen, bereits nach einem Jahr gekündigt zu werden)?
    Kann ein Sondervertrag auch während eines laufenden Jahres (z. B. Februar) in einen zumindest befristeten Vertrag gewandelt werden?
    Bzw. zählen Jahre, in denen man unter Sonderverträgen gearbeitet hat, in die Zeit bis zu unbefristeten Verträgen (5 Jahre) mit hinein?

    Vielen Dank einstweilen schon einmal für deine Antwort!

    LG Sophie

  • #64

    Gary (Freitag, 25 Juni 2021 15:58)

    Bei uns heißt es Sondervertrag, wenn nicht alle Anstellungsvoraussetzungen erfüllt sind.
    So lange das der Fall ist, bekommst du jeweils auf ein Jahr befristete Verträge (außer du kämest schon ins 6. Jahr, dann wird's ein Dauervertrag). Du wirst also nicht nach einem Jahr gekündigt, sondern der Vertrag läuft sowieso aus. ABER: beim derzeitigen Lehrer*innenmangel und dem bereits im vollen Gange befindlichen Kampf der Schul(typ)en um die Lehrer*innen, wird dir die Bildungsdirektion (also konkret: die Schulleitung) schon ca im Mai wieder einen Vertrag für das kommende Schuljahr vorlegen und dir sagen, den sollst du möglichst sofort unterschreiben (ich hatte da viele Anrufe von Kolleg*innen, die ein wenig Bedenkzeit wollten, bzw. sich die Ausschreibungen an anderen Schul(typ)en ansehen wollten).
    Wann du deinen Abschluss machst, wirkt sich auf deine Bezahlung aus, weil du bis dahin (vermutlich) 15% (evt auch mehr, weil du noch nicht kurz vor dem Abschluss bist) weniger verdienst und du dich aktuell auf achteinhalb Jahre in Stufe 1 einstellen musst. Ab dem 240-Ects-Bachelor, sind's dann aber nur mehr 4,5 Jahre. Beides also Gründe, nicht zu trödeln ... Die Bezahlung ist bei befristeten und unbefristeten Verträgen gleich (das war nur im alten Dienstrecht verschieden).

  • #65

    Dorothea (Donnerstag, 15 Juli 2021 09:36)

    Hallo Gary!

    Ab September werde ich in an einer niederösterreichischen VS (meine Stammschule) als Personalreserve (Springerin zum Einsatz an mehreren Schulen) mit voller Lehrverpflichtung eingesetzt (1 Jahr befristet). Mit September würde/wird auch meine Induktionsphase beginnen.
    Leider kann es sein, dass sich die Abgabe und damit die Benotung meiner Bachelorarbeit um ein paar (wenige) Wochen verzögert, sodass ich meinen BEd womöglich nicht, wie geplant, mit spätestens 6.9.21 in den Händen halte. Nun mache ich mir Sorgen bzgl. meines Einstiegs. Könnte mir die Stelle wieder genommen werden, da ich die Voraussetzungen bis dahin nicht komplett erfülle — oder wäre auch eine normale Bezahlung im pd-Schema möglich, da ich das Studium in absehbarer Zeit (mit Sicherheit noch im Herbst) abschließe? Wenn ich einen Sondervertrag erhielte, mit wieviel Abschlag müsste ich rechnen, wenn wirklich nur noch die Bachelorarbeit fehlt (235 ECTS erarbeitet, 5 fehlen noch?)
    Letzte Frage: Wenn ich einen Sondervertrag erhielte, würde die Induktionsphase für mich trotzdem beginnen, oder kann diese definitiv nur nach Abschluss starten?


    Herzlichen Dank im Voraus !

  • #66

    Sabine (Donnerstag, 15 Juli 2021 16:57)

    Hallo!

    Kann es sein, dass bei (befristeten) Sonderverträgen - auch wenn diese über die Sommermonate bis Herbst laufen - die Sommerferien nicht bezahlt werden (mit der Begründung: "das ist bei Sonderverträgen so")?

    Danke und LG

  • #67

    Josef Gary Fuchsbauer (Freitag, 16 Juli 2021 06:31)

    zu Dorothea #65, Induktionsphase. Wörtlich steht in https://www.jusline.at/gesetz/lvg/paragraf/5 nicht, ob die Induktionsphase beginnen kann, wenn die Anstellungserfordernisse noch nicht erfüllt sind.
    "(4) Die Induktionsphase beginnt mit dem Dienstantritt und endet nach zwölf Monaten."
    Allerdings ergibt sich aus
    "(9) Auf Landesvertragslehrpersonen, für die eine Ausbildungsphase (§ 7) vorgesehen ist, sind die Bestimmungen über die Induktionsphase nicht anzuwenden.",
    dass bei Anstellung trotz fehlenden Studienabschlusses eben keine Induktionsphase vorgesehen ist: § 7, Abs. 1:
    "(1) Landesvertragslehrpersonen, die die Voraussetzungen für die Zuordnung in die Entlohnungsgruppe pd gemäß § 3 Abs. 3 (allenfalls in Verbindung mit § 3 Abs. 4 und 5) oder gemäß § 3 Abs. 3a (allenfalls in Verbindung mit § 3 Abs. 4) oder gemäß § 3 Abs. 11 erfüllen, beginnen ihr Dienstverhältnis mit der Ausbildungsphase."
    Dieser letztgenannte § 3 Abs. 11 lautet:
    "Solange geeignete Personen, die die für ihre Verwendung vorgeschriebenen Zuordnungsvoraussetzungen erfüllen, trotz Ausschreibung der Planstelle nicht gefunden werden, dürfen auch Personen aufgenommen werden, die den Nachweis der Zuordnungsvoraussetzungen nicht zur Gänze erbringen, wenn zu erwarten ist, dass sie die Zuordnungsvoraussetzungen erfüllen werden."
    Ob also nun, sobald die Anstellungserfordernisse erfüllt sind, die 12-monatige Induktionsphase während des Schuljahres beginnen kann, bleibt vom Gesetz her unklar. Ich nehme aber an, dass es den österreichischen Weg geben wird . . . Falls ein Sondervertrag nach Absatz 11 ausgestellt wird, weil das Studium noch nicht fertig ist, würde ich gleich nach der letzten für den Bachelor erforderlich Prüfung die Ausstellung eines neuen Vertrages und den Beginn der Induktionsphase beantragen.

  • #68

    Gary (Freitag, 16 Juli 2021 06:45)

    zu Sabine #66 "Kann es sein, dass bei (befristeten) Sonderverträgen - auch wenn diese über die Sommermonate bis Herbst laufen - die Sommerferien nicht bezahlt werden (mit der Begründung: "das ist bei Sonderverträgen so")?"
    Wenn jemand so etwas behauptet, dann bitte nachfragen, aus welcher Gesetzesstelle sich das ergibt.
    Ein bestehendes Vertragsverhältnis, in dem eine Nichtbezahlung des Urlaubs vorgesehen ist, kenne ich nicht.
    Allerdings gibt es die Bestimmung, dass Verträge, die ab 1. Februar oder später beginnen, mit dem Ende des Unterrichtsjahres (also an einem Julifreitag) enden können, weil nämlich nur bei Beginn vor 1. Februar der Vertrag bis zum Ende des Schuljahres (also Sonntag im September) zu laufen hat. Allerdings steht das in https://www.jusline.at/gesetz/vbg/paragraf/90j (und damit im Bereich der Bestimmungen für das alte Dienstrecht).
    Jedenfalls steht in https://www.jusline.at/gesetz/vbg/paragraf/42a,
    dass die Sommerferien die Zeit unseres Urlaubs sind und der ist ja wohl bezahlt.

  • #69

    Marcella (Donnerstag, 26 August 2021 08:57)

    Hallo!

    Ist es möglich, den unbefristeten Vertrag auch mit Bachelor alleine zu erhalten, sofern die 5 Jahre des bestehenden Dienstverhältnisses aufrecht bleiben?
    Im Gesetztestext konnte ich nur die abgeschlossene Induktionsphase als Voraussetzung entnehmen.

  • #70

    Gary (Donnerstag, 26 August 2021 10:59)

    Es ist richtig, dass das Gesetz als Voraussetzung für einen Dauervertrag die abgeschlossene Induktionsphase (und nicht den Master) verlangt. Da aber für den Unterricht an der Sek II der Master als Anstellungserfordernis verlangt wird, wird es wohl keinen Dauervertrag an AHS-Oberstufen und BMHS ohne Master geben. Außer: Wenn jemand bereits 5 Jahre (muss nicht durchgehend sein) einen Vertrag als Lehrer*in in Österreich hatte und auch im 6. Jahr als Lehrer*in beschäftigt wird, dann ist jedenfalls ein Dauerauftrag auszustellen (Kettenregelverbot).

  • #71

    Krux (Mittwoch, 01 September 2021 15:17)

    Ich bin seit einem Jahr mit einem Sondervertrag an einer MS im VLPD/PD/1 mit einem Abschlag von 5%, werde aber durch Anrechnung der Vordienstzeiten im kommenden Jahr in die nächste Gehaltsstufe eingereiht. Laut meinem Vertrag muss ich einen Lehrgang für Sondervertragsbedienstete im Ausmaß von 30 ECTS absolvieren, der wird nur leider momentan nirgends für die PD Lehrkräfte angeboten. Ich habe gelesen, dass ein neuer Hochschullehrgang für Sondervertragslehrkräfte kommen soll. Finde aber leider nirgends Informationen für den 30 ECTS Lehrgang bzw. Hochschullehrgang. Wird so ein Vertrag wie meiner auch einmal in einen Unbefristeten übergehen, bzw. wo kann ich diesen Lehrgang absolvieren?

  • #72

    Gabi (Donnerstag, 02 September 2021 12:24)

    Was passiert wenn man mit einem Sondervertrag (befristet auf ein Schuljahr) an einer MS angestellt ist und schwanger wird?
    - darf man in Karenz gehen und wie lange?
    - bekommt man nach der Karenz wieder eine Stelle?
    - was muss man bedenken?

  • #73

    Gary (Donnerstag, 02 September 2021 16:27)

    zu #71: Nach 5 Jahren mit befristeten Verträgen (müssen nicht einmal direkt hintereinander sein) als Landes-/Bundeslehrer*in in Österreich wird spätestens bei einer Anstellung im 6. Jahr ein Dauervertrag ausgestellt. Bezüglich des Hochschullehrgangs für Sondervertragslehrkräfte werde ich bei Kolleg*innen nachfragen, bzw. sie ersuchen, hier eine Antwort zu schreiben - falls es diese 30 ECTS schon wo gibt.

  • #74

    Gary (Donnerstag, 02 September 2021 16:35)

    Für den Fall der Schwangerschaft verweise ich auf das, was ich unter #234 in
    https://www.oeliug.at/2017/11/18/gehaltstabelle-f%C3%BCr-lehrerinnen-2018/ geschrieben habe.
    Es sollte demnach möglich sein, auch im Mutterschutz und in Elternkarenz den Vertrag weiter zu haben (Benachteiligungsverbot für Elternschaft in Österreich).
    Zu den konkreten Fragen: Natürlich gelten die Mutterschutz- und Karenzbestimmungen auch bei befristeten Verträgen. Wenn allerdings der Vertrag auch ohne Schwangerschaft asugelaufen wäre (zB weil die vertretene Lehrperson zurückkommt, oder weil die Anstellungsbedingungen nicht erfüllt sind und jemand die Stelle bekommt, die oder der sie erfüllt), dann schützt auch die Schwangerschaft nicht vor dem Ende des Vertrages.

  • #75

    Hans (Freitag, 03 September 2021 08:21)

    zu#71 und #73: Einen eigenen HLG für diese Gruppe wird es, denke ich, nicht geben, Die 30 ECTS könnten im Rahmen des Ergänzungsstudiiums, welches für die MS-Lehrerinnen angeboten wird, absolviert werden.

  • #76

    Sophie (Dienstag, 07 September 2021 08:42)

    Liebes Team,
    Ich habe ein paar Fragen... Ich bin derzeit in einem Sondervertrag (fertiges Diplomstudium für MS/AHS/BHS) an einer VS angestellt. Ich bekomme 95% bezahlt. Ich unterrichte seit 2020. Kann ich dann mit 2026 auf einen unbefristeten Vertrag hoffen? Auf meinem Gehaltszettel steht, dass ich 2028 vorrücken werde. Ich habe aber mein Studium bereits abgeschlossen. Ist die Vorrückung im Sondervertrag eine andere? Angenommen ich würde an eine MS/AHS wechseln, würden mir die Jahre an der VS angerechnet werden und es ergäbe sich ein anderes Vorrückungs-Datum?
    Herzlichen Dank!

  • #77

    Josef Gary Fuchsbauer (Dienstag, 07 September 2021 11:20)

    Unterricht seit 2020, daher neues Dienstrecht und Gehaltsschema pd, aber wegen "falschem" Schultyp Abzug von 5%. Ok. Es gilt die allgemeine Regel, dass nach 5 Jahren (müssen nicht ununterbrochen sein) als Landes-/Bundeslehrerin in Österreich der Vertrag im 6. Jahr ein Dauervertrag ist. Da aber im neuen Dienstrecht die Bezahlungsregeln für befristete und unbefristete Verträge gleich ist, wird sich nichts ändern, solange an VS unterrichtet wird und dafür keine Zusatzausbildung abgeschlossen wird (wäre mit PädHochschule zu klären, ob da was mit vertretbarem Aufwand möglich ist - wird aber wohl doch ziemlich aufwändig sein). Die Zeiten als Landes-/Bundesbedienstete werden natürlich auch bei Verträgen an anderen Schultypen als Berufserfahrungszeiten voll angerechnet.
    An sich dauert die erste Stufe des pd-Schemas bei Einstieg als Ma(gi)ster/Magistra nur 3,5 Jahre. Aber weil es der falsche Abschluss ist, wird offenbar das Studium gar nicht angerechnet und wie bei fehlendem Studium die erste Stufe mit 8,5 Jahren gerechnet. Das würde ich bei der Bildungsdirektion hinterfragen - oder schauen, dass möglichst bald eine Stelle in der Sekudarstufe gefunden wird.

  • #78

    Anonym (Dienstag, 07 September 2021 21:44)

    Ich habe im Februar 2018 im Sondervertrag altes Dienstrecht l2b1in zwei Schulen (Bund und Land) begonnen zu unterrichten. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich noch keinen Studienabschluss (Bachelor im Dezember 2020 abgeschlossen). Februar bis September 2020 war ich in Bildungskarenz und seit Oktober 2020 bin ich nur noch beim Bund (AHS) und der Vertrag hat sich aufgrund des Bachelors auf l2a2 geändert. Das Unterrichtspraktikum sowie die Induktionsphase sind für mich weggefallen. Wann kann ich mit einem unbefristeten Vertrag rechnen? (Masterabschluss voraussichtlich Anfang 2023) Werden meine Dienstzeiten für die Einstufung im 1L-Vertrag berücksichtigt bzw. In welcher Stufe werde ich einsteigen?

  • #79

    Gary (Mittwoch, 08 September 2021 07:20)

    Dienst im öffentlichen Bereich: Feb.18 bis Jän.20, ab Okt. 20 durchgehend. Einerseits wird diese Zeit angerechnet, andererseits wird aber für die derzeitige Einstufung in l2a2 der Vorbildungsausgleich (wegen nebenberuflichem Studium) abgezogen, sodass seit dem Abschluss des Bachelors l2a2 Stufe 1 zustünde, was aber egal ist, da im II-L-System bezahlt wird, in dem es keine Gehaltsvorrückungen gibt. Nach dem Masterabschluss steht dann l1 zu, wird aber zunächst noch im II L bezahlt. Nach Umstellung auf einen I L Dauervertrag (spätestens im 6. Dienstjahr, also ab Oktober oder Nov, 2023) wird dann die Vordienstzeitenermittlung gemacht - einerseits Anrechnung von 5 Jahren, aber Vorbildungsausgleich, sodass wohl nur die Zeit ab einem Jahr nach dem Abschluss des 240-ECTS-Bachelor übrig bleiben wird, also Besoldungsdienstalter beginnend ab Anfang 2022, d.h. ab Anfang 2024 Stufe 2 von l1. Die Zeit vor 2022 hatte den Vorteil des Einkommens und der erworbenen Pensionsversicherungszeit, zählt aber nicht für der Besoldungsdienstalter von l1, weil dafür der Masterstudienabschluss erforderlich ist. Weil aber nach dem 240-ECTS-BA bis zum Master nur 1 Jahr Vorbildungsausgleich vorgesehen ist, wird effektiv schon vor dem Masterabschluss angerechnet.

  • #80

    Mani (Donnerstag, 09 September 2021 10:04)

    Hallo Gary,

    Ich habe eine Frage bezüglich Sondervertrag, Gehälter und Weiterbildung.
    Ich habe einen Sondervertrag auf einer Wiener Mittelschule und beginne dort heuer mein drittes Jahr. Den Sondervertrag habe ich, weil ich kein Lehramtsstudium abgeschlossen habe, aber ich habe ein abgeschlossenes Diplomstudium (TU Wien). Jetzt ist es ja so, dass ich fünf Jahre lang jährlich einen befristeten Vertrag bekomme und ab dem sechsten Jahr dieser in einen befristeteten wechseln sollte.
    Leider ist das ganze für mich nicht ganz transparent gestaltet und ich alleine keine Antworten auf meine Fragen finden konnte.

    Wie bzw. wo finde ich herraus, wie viel Prozent weniger ich verdiene? Mir wurde immer gesagt etwas zwischen 5%-25%. Auf meinem Lohnzettel finde ich keinen extra Vermerk sondern nur:

    Schema: PD
    Verw. Gruppe: pd
    Gehaltsstufe: 1
    Vorr. Termin: 01.09.2027
    Besch. Ausmaß: 52,27%

    Ich höre immer wieder von Lehrgängen die man machen kann um berufsbegleitend eine pädagogische Ausbildung nachzumachen. (so auch vom Hochschullehrgang für Sondervertragsbedienstete der nicht mehr angeboten wird).
    Wie viele ECTS muss man nachmachen wenn man schon ein abgeschlossenes Diplomstudium (Architektur) hat und erhöht sich das Gehalt nach absolvieren dieser ECTS auf 100%? Bzw. würde ich immer nur das reduzierte Gehalt verdienen wenn ich ohne zusätzliche Lehrgänge nach fünf Jahren in den Dauervertrag komme?

    Welche Lehrgänge kann ich zu diesem Zwecke aktuell absolvieren da es den Kurs "Hochschullehrgang für Sondervertragslehrer*innen in den Mangelfächern 2.0" ja nicht mehr gibt.
    Ich besuche dieses Jahr die Weiterbildung für ungeprüfte Lehrkräfte für Bewegung und Sport von der PH. Ist das ein solcher Lehrgang den ich mir anrechnen kann?
    Und muss man das extra nach absolvieren der notwendigen ECTS an die Bildungsdirektion melden oder funktioniert die Anrechnung automatisiert?

    Entschuldigung für die vielen Fragen. Leider ist es nicht so einfach die Informationen alleine zu recherchieren.

    lg

  • #81

    Gary (Donnerstag, 09 September 2021 17:00)

    Ich nehme an, dass das in anderen Bundesländern auch wie bei uns in OÖ gehandhabt wird:
    Wer ein Fachstudium auf Masterniveau abgeschlossen und entsprechende Berufspraxis gesammelt und deshalb als Fachtheorielehrer*in (meist an HTL/HAK) angestellt wird
    (das Gesetz sieht das in https://www.jusline.at/gesetz/vbg/paragraf/38 bzw https://www.jusline.at/gesetz/lvg/paragraf/2, jeweils Abs. 3, 3a vor), macht an der Pädagogischen Hochschule eine berufsbegeitende einjährige 60-ECTS-Pädagogik-Ausbildung (was ja eh auch in den genannten Gesetzespassagen steht) und legt das Abschlusszeugnis in der Schule zur Weiterleitung an die Bildungsdirektion vor.

    Zur Frage des derzeitigen Abschlages:
    Wenn am Lohnzettel steht: 52,97%,
    dann 2821,40*0,5297 rechnen und mit dem Monatsbezug vergleichen,
    ob das passt bzw. wieviel Abzug gemacht wird.

    LG Gary

  • #82

    Katharina (Samstag, 18 September 2021 08:45)

    Im 7. Jahr Sondervertrag l2b1 an Ms, da kein Lehramtsstudium, trotzdem KV, Auszeichnungen, seit 2 Jahren L1 Art. X, bekomme trotzdem immer befristeten Dienstantrittszettel?
    ??
    Direktor will mich behalten, BD erklärt jetzt, wenn ich bis Ablauf der 10 Jahre keinen Bachelor habe, schmeißt man mich raus.
    Wäre das möglich,dachte immer mit L1 bin ich unbefristet und ArtikelX bedeutet nur geringeres Gehalt?

  • #83

    Gary (Samstag, 18 September 2021 09:11)

    Liebe Katharina!
    Die Buchstaben und Ziffern in unseren Verträgen sind verwirrend und führen leicht zu Verwechslungen.
    Da du in l2b1 und von "L1" schreibst, nehme ich an, dass es sich dabei auch um so eine Verwechslung handelt. l2b1 ist die Entlohnungsgruppe, in der du mangels Studienabschluss eingereiht bist (umgangssprachlich Maturant*innenschema genannt). Die Vertragsart wird im alten Schema mit "II L" (keine Vorrückungen, Jahresstundenbezahlung, fast immer befristete Verträge) oder "I L" bezeichnet.
    Der Zusatz Art. X (sprich: "Artikel zehn", benannt nach einer Veröffentlichungsnummer in einem lange zurückliegenden Bundesgesetzblatt) bedeutet Anstellung ohne Erfüllung der Anstellungserfordernisse, aber wegen Bedarf und Mangel an entsprechend ausgebildeten Bewerber*innen. "I L" bedeutet Einreihung in eine Entlohnungsstufe gemäß den Vordienstzeiten und (fast immer) Dauervertrag. Da du bereits mehr als 5 Jahre im Dienst bist, ist es ein Dauervertrag.
    "Hinausschmeißen" bedeutet in diesem Fall, dass du unter Einhaltung der Kündigungsfrist (bis 10 Jahre sind das 3 Monate, dann 4 und ab 15 Jahre 5) wegen Bedarfsmangel gekündigt werden kannst, wenn sie genug geeignete Bewerber*innen haben und nicht genug Stunden für dich im ganzen Bundesland.Die 10-Jahresfrist gibt es im Gesetz nicht mehr. Wenn du einen Bachelor schaffen kannst, würde das zB in der Gehaltsstufe 4 brutto um 500 Euro mehr pro Monat bei Vollbeschäftigung bedeuten (netto pro Jahr ca 4000 Euro mehr!), das sollte doch Motivation zum Lernen und Studieren sein.

  • #84

    Katharina (Sonntag, 19 September 2021 13:47)

    Vielen Dank für die rasche Antwort, das heißt aber, wenn mein Chef mich behalten will (und es gibt in Ms eh zu wenig Lehrer) kann ich ruhig auch bis 2026 für den Bachelor brauchen, ohne dass man mich kündigen kann?
    Dass es finanziell besser wäre, ist klar, nur da es nix berufsbegleitend gibt, ist das nicht so easy

  • #85

    Gary (Sonntag, 19 September 2021 15:16)

    "ohne dass man mich kündigen kann" stimmt so nicht. Wie oben geschrieben: unter Einhaltung der Kündigungsfrist kann wegen Bedarfsmangel gekündigt werden, wenn genug geeignete Bewerber*innen und nicht genug Stunden für dich da sind. Aber du hast Recht: Beim derzeitigen Mangel besteht eher keine Gefahr.

  • #86

    Katharina (Sonntag, 19 September 2021)

    Vielen Dank, das beruhigt sehr

  • #87

    Esther (Dienstag, 21 September 2021 21:28)

    Hallo Gary,
    ich habe IFOM studiert und bin nach langem Warten (5 Jahre) an eine Mittelschule gekommen. Mittlerweile habe ich einen unbefristeten 1l-Vertrag und bin im l2a1 eingestuft (Sondervertrag da Lehramt für BMHS). Jetzt meine Frage: Welche Möglichkeiten (berufsbegleitend) gibt es, dass ich im l2a2 eingestuft werde?
    Vor ca. fünf Jahren wurde mir schon gesagt, dass ein Lehrgang oder eine Ausbildung für Quereinsteiger angeboten wird - offenbar ist dies nicht zustande gekommen.
    LG Esther

  • #88

    Gary (Mittwoch, 22 September 2021 04:59)

    Das versteh ich nicht: Seit Sept. 2019 gilt doch gem.Gesetzesänderung, dass ein Lehramtsstudium für AHS/BMHS auch für Mittelschulen als Erfüllung der Anstellungserfordernis gilt und somit zur Einstufung l2a2 führt. Ich würde daher im Dienstweg eine entsprechende Änderung einfordern. Oder gibt es einen anderen Grund, warum nicht l2a2 bezahlt wird?

  • #89

    Esther (Mittwoch, 22 September 2021 07:05)

    Wirklich? In welchem Gesetz ist das geregelt? Lt. meiner letzten Auskunft in der Bildungsdirektion voriges Schuljahr wurde mir noch gesagt, dass auf meinem Lehramtszeugnis stehen muss „berechtigt an Mittelschulen zu unterrichten“.
    Anderer Grund liegt meines Wissens nicht vor - möglich weil ich mit meinem Studium nur ein Fach habe? Oder weil ich noch das alte Bachelorstudium habe? Habe damals mit Diplomstudium angefangen und im letzten Jahr noch die Möglichkeit den Bachelor zu machen (war damals ganz neu).

  • #90

    Gary (Freitag, 24 September 2021 07:23)

    Im Artikel 14a von
    https://www.ris.bka.gv.at/NormDokument.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=10008549&Artikel=&Paragraf=&Anlage=1&Uebergangsrecht=
    steht: "Die Ernennungserfordernisse für die Verwendung an einer (Neuen) Mittelschule und an einer Polytechnischen Schule gelten auch durch ein der Verwendung entsprechendes Lehramt für die mittleren und höheren Schulen in zwei Unterrichtsgegenständen gemäß § 87 Abs. 1 des Universitätsgesetzes 2002 – UG, BGBl. I Nr. 120/2002, bzw. § 66 Abs. 1 des Universitäts-Studiengesetzes – UniStG, BGBl. I Nr. 48/1997, als erfüllt."
    Also ist offenbar tatsächlich das eine Fach das Problem.

  • #91

    Esther (Dienstag, 28 September 2021 18:08)

    Vielen lieben Dank für die Info.

  • #92

    Emir MUSIC (Dienstag, 28 September 2021 21:03)

    Lieber Gary!
    Ich habe vor ein paar Tagen die Info bekommen, dass ich überstellt werde in 1L Schema. Die Vordienstzeiten wurden bekanntgegeben (5 Jahre als 2L/L1). In diesen 5 Jahren hatte ich immer über 100% Beschäftigungsausmaß. Mit welcher Einstufung kann man rechnen? 2. oder 3. Stufe oder weniger/mehr? Wahrscheinlich gibts da auch eine Formel wie man es berechnet, aber ich habe es leider nicht gefunden.

    Vielen Dank im Voraus!
    LG
    Emir

  • #93

    Gary Fuchsbauer (Dienstag, 28 September 2021 22:14)

    Bei der Tätigkeit als II-L-Lehrer sollte es nach der aktuellen Gesetzeslage auch als Privatschullehrer egal sein, wie hoch das Beschäftigungsausmaß war, weil es dieselbe Tätigkeit wie an öffentlichen Schulen ist. Aber da du eh vollbeschäftigt warst, hast du 5 Jahre Besoldungsdienstalter und bist daher MItte der Stufe 3.

  • #94

    Emir (Mittwoch, 29 September 2021 07:36)

    Lieber Gary,
    Herzlichen Dank!

  • #95

    Markus (Mittwoch, 29 September 2021 16:46)

    Lieber Gary,
    ich unterrichte derzeit das 5. Dienstjahr im Sondervertrag und schließe im Jänner meinen Bachelor ab.
    Ich bin im alten Dienstrecht.
    Wie ich oben gelesen habe, kann ich im 6. Jahr ein formloses Schreiben schicken um einen Fixvertrag zu erhalten.
    Wie werde ich dann mit Bachelor im alten Dienstrecht eingestuft?

    Liebe Grüße
    Markus

  • #96

    Gary (Mittwoch, 29 September 2021 17:24)

    Du wirst als Bachelor in l2a2 eingereiht werden, sobald du den Bachelor gemeldet hast.
    Wenn du an einer APS/BS unterrichtest, ist das eh das Bestmögliche. Wenn du an einer AHS/BMHS unterrichtest, wirst du in l1 kommen, sobald du dann den Master fertig hast.
    So ist es vom Gesetz her vorgesehen und so ist es auch bei meiner Tochter gelaufen.

  • #97

    Anniie (Freitag, 01 Oktober 2021 20:30)

    Hallo lieber Gary!
    Danke für deine ganzen Antworten hier... ich habe selten so viel über den Sondervertragsstatus gelesen. Eines verstehe ich leider noch immer nicht: ich bin im 1. Jahr Sondervertragslehererin an einer MS, was passiert wenn ich die benötigten ECTS nicht in 5 Jahren nachmache? Bekommt man trotzdem einen unbefristeten Vertrag? Und bekommt man dann auch mehr bezahlt oder bleiben die Abschläge für immer? Vielen Dank für die Hilfe!!!! Das System ist leider wirklich nicht trasparent.

  • #98

    Gary (Freitag, 01 Oktober 2021 21:08)

    In Österreich bekommen Lehrer*innen spätestens im 6. Beschäftigungsjahr einen Dauervertrag,
    der aber im neuen Dienstrecht nichts an der Bezahlung ändert (im alten fallweise schon, weil dann jedenfalls die Vordienstzeiten zu berücksichtigen sind, was im Neuen sowieso am Anfang geschieht).
    Die Abschläge fallen weg, sobald deren Grund wegfällt, wenn also die entsprechenden Abschlüsse vorliegen.

  • #99

    Anonym (Donnerstag, 14 Oktober 2021 15:26)

    Lieber Gary,

    ich war vom 01.09.2017 bis zum 30.6. 2019 als Vertragslehrer zum Land (2L 2b1) jeweils auf ein Schuljahr befristet an einer NMS angestellt und habe in dieser Zeit mein Diplomstudium beendet. Daraufhin ging mein Dienstverhältnis in L2a2 über und mir wurde das UP erlassen, da ich schon zwei Jahre Vollzeit an einer Schule beschäftigt gewesen war.

    Danach habe ich noch bis zum 31.08.2021 im Schema L2a2 an einer NMS weitergearbeitet und bin nun seit 01.09.2021 im Schema 2LL1 an einer BHS angestellt. Wann kann ich nun mit einem unbefristeten Vertrag rechnen? Werden die ersten zwei Jahre als Ausbildungsjahre gewertet, um es dem UP gleichzusetzen?

    Und auf welche Weise kann ich einen Antrag für ein unbefristetes Dienstverhältnis stellen?

    LG

  • #100

    Gary (Donnerstag, 14 Oktober 2021 21:03)

    Gem. https://www.jusline.at/gesetz/vbg/paragraf/90k, Absatz (1)
    darf die Gesamtverwendungsdauer als "II-L an einer im § 90c Abs. 3 angeführten Einrichtung oder mehrerer solcher Verwendungen beim selben Dienstgeber für einen Vertragslehrer insgesamt fünf Jahre nicht übersteigen". In 90c sind alle "inländischen öffentlichen Schule" bis zu PHs und Unis angeführt. Daher werden bei dir im Herbst 2022 die 5 Jahre voll und wann du dann weiterhin an der BMHS unterrichtest, ist dir ein I-L Vertrag auszustellen. Da du schreibst, der Vertrag f. 18/19 ging bis 30.6., werden die 5 Jahre nicht im September, sondern halt später, also irgendwann im Schuljahr 22/23 voll.
    Bei der Vordienstzeitenanrechnungsfrage ist zu berücksichtigen, dass du nun in L1 bist und daher Zeiten vor dem Studienabschluss als Vorbildungsausgleich abgezogen werden können und diese Unterrichtszeit bis zur letzten Prüfung für den Diplomabschluss auch nicht gewertet wird - zwar als Zeit im öffentlichen Dienst anerkannt, aber eben wieder abgezogen. Du hast in dieser Zeit
    a) verdient, b) Pensionsversicherungszeit erworben, aber nicht Besoldungsdienstalter für deine L1-Einstufung. Dass die Zeit als UP-Ersatz angerechnet wurde, ist ein anderes Thema, weil es im Gesetz heißt, dass 2 Jahre Volluntericht an einer 90c-Schule das UP ersetzen.
    Du kannst dann nach Erreichung der vollen 5 in einem formlosen Schreiben im Dienstweg über die Direktion an die Bildungsdirektion um Ausstellung eines I L Vertrages gem. VBG § 90m ansuchen (https://www.jusline.at/gesetz/vbg/paragraf/90m).

  • #101

    Nicole (Dienstag, 02 November 2021 17:15)

    Ich bin seit Sept. 2019 im Sondervertrag mit 5% Abschlag als PD-Lehrerin ( Volksschule) angestellt. Habe ein fertiges Magisterstudium, daher Vorrückung nach 3,5 Jahren (2023).
    Auch habe ich zusätzlich den Lehrgang Freizeitpädagogik mit 60 ECTS an der PH gemacht.
    Nun ich soll laut Vertrag innerhalb von 5 Jahren einen Lehrgang mit 30 ECTS machen, alleine die PHs konnten mir bis dato nicht helfen.
    Auch wollte ich von den PHs wissen, was meinerseits zur vollständigen, formalen Erlangung des Lehramtes zu absolvieren wäre.
    Ohne Aufnahmetest und anschließender Inskription nach Aufnahme in die Ausbildung Primarstufe würde man mir keine Auskunft geben können.
    Ist das alles wirklich so ( Aufnahmetest, obwohl ich seit über 2 Jahren in der Klasse stehe?) bzw. wo findet sich dieser ECTS-Lehrgang?
    Wie kann ich mir für das Lehramt was anrechnen lassen und wer kann mir sagen, was ich überhaupt noch zu absolvieren habe?
    Vielen lieben Dank, bin schon recht verzweifelt, weil ich mich mit meinen Anfragen ständig im Kreis drehe;-(!

  • #102

    Josef Gary Fuchsbauer (Mittwoch, 03 November 2021 07:38)

    Eine 30 ECTS Ausbildung ist mir nicht bekannt, kommt im Gesetz (https://www.jusline.at/gesetz/vbg/paragraf/38) auch nicht vor. Hat die Bildungsdirektion zugesagt oder steht im Vertrag, dass nach Absolvierung dieser Ausbildung (Welche Inhalte muss die haben? Gibt es dazu Aussagen der BilDir oder im Vertrag?) der Abschlag vom pd-Schema wegfällt und voll bezahlt wird?

  • #103

    bb (Mittwoch, 17 November 2021 14:41)

    Lieber Gary

    ich bin an einer Sonderschule seit SJ 17/18 mit Sondervertrag 19§3 angestellt. Bin im 3. Semester Bildungswissenschaften, da die BD meinte, dass ich mit diesem bachelor einen besseren Vertrag bekomme. Ich bin 47 Jahre alt. Heißt das ich bekomme mit 22/23 eventuell einen unbefristeten Vertrag? danke vielmals lg bb

  • #104

    Gary (Donnerstag, 18 November 2021 12:29)

    Sondervertrag 19/3 ist vermutlich nach Privatschulgesetz § 19, Abs. 3, d.h. angestellt vom Privatschulträger und das Geld kommt von der Bildungsdirektion. Und es ist wohl ein Vertrag nach dem Schema II L (befristeter Vertrag). Dauervertrag ab dem 6. Jahr (wenn nicht der Vertragsumfang 10 oder weniger Unterrichtswochenstunden sind!), dann im Schema I L mit Gehaltsstufen und Vordienstzeitenanrechnung (letztere nutzt aber womöglich nix, weil ja erst jetzt die Qualifikation erworben wird und davor eher gar keine Berufserfahrungszeiten angerechnet werden). Neben dem Unterschied II L und I L ist aber auch die Frage, was dann noch für Buchstaben/Zahlenkombinationen im Vertrag stehen: l2a2 wäre als Pflichtschullehrer*in ideal, setzt aber eine entsprechende Lehramtsausbildung voraus; l2a1 gibt's dann, wenn es einen Teilabschluss gibt (vielleicht verspricht die Bildungsdirektionen l2a1, wenn Bildungswissenschaften abgeschlossen sind, auch wenn das kein Lehramtsstudium ist); derzeit besteht wohl l2b1 (Maturaniveau).

  • #105

    Ivan (Samstag, 20 November 2021 23:17)

    Hallo. Ich habe in Kroatien Sport studiert,ich habe einen Master Abschluss. Seit 7 Jahren wohne ich in Deutschland,4,5 Jahren arbeite ich in der Schule wie einer Seiteneinsteiger.ich will nach Graz umziehen und dort arbeiten,auch in der Schule. wie ist das möglich?welche Entlohnungsgruppe bekomme ich, wieviel Geld ist das tatsächlich?danke und Schöne Grüße

  • #106

    Gary (Sonntag, 21 November 2021 07:08)

    Die Tatsache, dass in der EU studiert und als Lehrer gearbeitet wurde, bedeutet leider nicht, dass damit auch die Anstellungsbedingungen in Österreich erfüllt sind . . .
    "Normale" Lehrer*innen haben in Österreich ein Lehramtsstudium mit 2 Fächern absolviert.
    Wenn jedoch Mangel an (in diesem Fall: Sport-) Lehrer*innen besteht, werden auch andere angestellt. Ob es freie Stellen gibt, ist auf den Websites der Bildungsdirektionen nachzuschauen, auf denen auch die Bewerbungen um die Stellen online zu machen sind.
    Auf https://www.bildung-stmk.gv.at/service/Stellenausschreibungen-Land/Lehrstellen-APS.html steht zB: "Die nächste Ausschreibung für das Schuljahr 2021/2022 erfolgt vom 26.11.2021 bis 02.12.2021". Es gibt auch: https://www.bildung-stmk.gv.at/service/Stellenausschreibungen-Land/Lehrstellen-BPS.html und vor allem https://www.bildung-stmk.gv.at/service/Stellenausschreibungen-Bund.html, wo allerdings die Hauptausschreibung jeweils Ende April für das darauffolgende Schuljahr erfolgt und im Moment nichts ausgeschrieben ist.
    Wenn wo Sportstunden ausgeschrieben werden, dann bitte nicht nur online bewerben, sondern auch mit der jeweiligen Schulleitung Kontakt aufnehmen und vorstellen gehen, weil die Direktor*innen ein Reihungsrecht bei den Bewerber*innen haben.
    Das Bezahlungsschema ist pd:
    Stufe Euro Dauer
    1 2.821,4 3,5-8,5 Jahre
    2 3.211,5 5 Jahre
    3 3.602,6 5 Jahre
    4 3.993,8 6 Jahre
    5 4.385,2 6 Jahre
    6 4.776,5 6 Jahre
    7 5.018,2 bis Pension
    (Fachpraxis Sport und Unterrichtspraxis an Schulen werden als Vordienstzeiten angerechnet)
    Anstellung ist auch ohne ein 2-Fächer-Lehramtsstudium möglich:
    Wer ein Fachstudium auf Masterniveau abgeschlossen und entsprechende Berufspraxis gesammelt und deshalb als Fachlehrer*in angestellt wird
    (das Gesetz sieht das in https://www.jusline.at/gesetz/vbg/paragraf/38 bzw https://www.jusline.at/gesetz/lvg/paragraf/2, jeweils Abs. 3, 3a vor), macht an der Pädagogischen Hochschule eine berufsbegeitende einjährige 60-ECTS-Pädagogik-Ausbildung (was ja eh auch in den genannten Gesetzespassagen steht) und legt das Abschlusszeugnis in der Schule zur Weiterleitung an die Bildungsdirektion vor.
    Allerdings kann es gem. Abs. 11a von https://www.jusline.at/gesetz/vbg/paragraf/38 bis zur Erfüllung der Anstellungsvoraussetzungen Unterbezahlung von bis zu 30% vom pd-Schema geben.

  • #107

    Ivan (Sonntag, 21 November 2021 08:55)

    Vielen lieben Dank für die Antwort,sehr detailliert. In Deutschland musste ich auch einjährige pädagogische Einführung machen, vielleicht wird auch in Österreich anerkannt,weil in DE gemacht wurde. Das war auch in DE wichtig,mit Schulleitung in Kontakt treten und sofort hat geklappt. Das ich Sportler mit Erfahrung bin und seit 10 Jahren Handball Trainer ( Kinder zwischen 13-17) ich darf mich hofften in Österreich zu arbeiten.oder?Schöne Grüße,Ivan

  • #108

    Mario (Sonntag, 23 Januar 2022 21:47)

    In welche Gehaltsstufe geht ein Sondervertragslehrer im 6ten Dienstjahr über. Zurzeit 2L|3 ? Nette Grüße

  • #109

    Gary Fuchsbauer (Montag, 24 Januar 2022 06:45)

    Ein Dauervertrag ist dann I L (statt bisher II L), aber an dem was dahinter steht (in diesem Fall - wenn ich das richtig interpretiere - die niedrichtse Stufe L3) ändert sich dadurch nichts, denn das hängt ja von der Erfüllung der Anstellungserfordernisse und von den abgeschlossenen Ausbildungen ab.
    Bei der Umstufung in I L erfolgt die Vordienstzeitenanrechnung. Dazu werden die Informationen zugesandt und wird aufgefordert, die relevanten bisherigen Ausbildungen und Berufserfahrungen darzustellen. Angerechnet werden jedenfalls die bisherigen Dienstverhältnisse im öffentlichen Dienst (auch im europäischen Wirtschaftsraum incl. Türkei und Schweiz), also eben auch die 5 Jahre im II L Vertrag, sodass am Anfang mindestens in Stufe 3 bezahlt wird.

  • #110

    Lena (Dienstag, 15 Februar 2022 20:19)

    Hallo! Ich bin im neuen Dienstrecht und Unterrichte das 3. Jahr an einer NMS Fachfremd und habe einen Sondervertrag. Ich habe ein angeschlossenes Lehramtstudium (Mag.) Würde es etwas etwas an meinem Sondervertrag ändern wenn ich zumindest zwei Stunden in meinem geprüften Fach unterrichten würde ? Liebe Grüße

  • #111

    Anonym (Mittwoch, 16 Februar 2022 02:37)

    Ich bin seit 25 Jahren an einer AHS tätig und unterrichte erst seit zwei Jahren voll, da in jungen Jahren die Stunden an der jeweiligen Schule nicht da waren und ich nach meinen drei Kindern bewusst weniger Stunden unterrichtet hatte. Aus dem Jahr 2014 besteht ein fixer Vertrag über eine Lehrverpflichtung im Rahmen von 15,5 Werteinheiten.
    Die letzten 2 Jahre unterrichtete ich ca 19,5 WE. An meiner Schule meinte man, man könne mir so lange keinen vollen Fixvertrag geben, als ich Vertretungsstunden für (in meinem skurrilen Fall dienstjüngere ) KollegInnen habe.
    Zuerst müssen alle Verträge erfüllt werden, erst dann könne ich mit meinem Fach (E) mehr Stunden haben. Dies wird im nächsten Jahr dazu führen, dass sämtliche dienstjüngere Kolleginnen, unter anderem auch meine ehemalige UP, durch ihre Zweitfächer an der Schule voll sind und ich selbst, die ich mittlerweile zu den Dienstältesten gehöre, nicht nach Wunsch vollbeschäftigt sein kann. Änderung ist erst in ca. 6 Jahren in Sicht, wenn die älteste Kollegin in Pension geht. Da ich dann selbst nicht mehr viele Jahre bis zur Pension habe, suche ich um eine Lösung meines Problems.

  • #112

    Josef Gary Fuchsbauer (Mittwoch, 16 Februar 2022 06:33)

    Zu Lena #110: Seit 2019 stellt der Abschluss eines Lehrsamtsstudiums für höhere Schulen auch die Erfüllung der Anstellungsverfordernisse für den Unterricht an Mittelschulen in den geprüften Fächern dar. Du schreibst von "meinem geprüften Fach" und das erinnert mich an einen Fall, als jemand nicht das volle pd-Gehalt bekam, weil nicht beide Lehramtsstudienfächer an der Mittelschule unterricht wurden (weil es das zweite gar nicht in deren Lehrplan gibt). Da wir als Lehrer*innen immer den Dienstweg einhalten sollen und weil ja wohl auch die Schule Interesse daran haben wird, dass du ihr als Lehrerin erhalten bleibst (Stichwort Fachkräftemangel), würde ich mit der Schulleitung reden, damit diese mit der Schulaufsicht klärt, was nach Meinung der Personalist*innen der Bildungsdirektion erforderlich ist, damit du einen Dauervertrag mit voller pd-Bezahlung bekommst. Ab dem 6. Jahr muss zwar jede*r Lehrer*in einen Dauervertrag bekommen, aber wenn die Anstellungserfordernisse nicht erfüllt sind, kann auch in diesem ein Abschlag = Gehaltsverlust vorgesehen sein, weil es dann ein Vertrag nach Abs. 11a in https://www.jusline.at/gesetz/lvg/paragraf/3 sein kann. Gerne können wir auch über fuchsbauer@oeli-ug.at kommunizieren.

  • #113

    Josef Gary Fuchsbauer (Mittwoch, 16 Februar 2022 06:46)

    Zu #111:
    In Österreich gilt arbeitsrechtlich das, was gearbeitet (und in deinem Fall ja auch bezahlt) wird und nicht nur das, was auf einem (in diesem Fall veralteten) Vertrag steht. Schreib im Dienstweg über die Schule an die Bildungsdirektion und verlange die Ausfertigung eines deiner Arbeitssituation entsprechenden Verrtrages und verweise dabei auf Absatz 1a in https://www.jusline.at/gesetz/vbg/paragraf/90m ("Die Verwendung, mit der eine Einreihung gemäß Abs. 1 erfolgt, gilt in dem im Zeitpunkt dieser Einreihung gegebenen Ausmaß als gesicherte Verwendung"). Deine Stunden haben seit dem 6. Jahr kein Mascherl "gesichert/ungesichert" mehr, sondern sind Dauerstunden, weil du ins Schema I L eingereiht sein musst. Wenn du GÖD-Mitglied bist, kannst du dich notfalls auch ans Rechtsbüro goed.recht@goed.at wenden oder ein Rechtsschutzansuchen stellen: https://www.goed.at/fileadmin/user_upload/Rechtsschutzansuchen_111119.pdf

  • #114

    Johannes (Mittwoch, 16 Februar 2022 18:42)

    Hallo,
    Ich habe im September 2016 an einer Wiener NMS mit einem Sondervertrag (Studium noch nicht abgeschlossen) zu unterrichten begonnen. Ich habe das alte Besoldungsrecht gewählt und im April 2018 meinen Abschluss gemacht. Im Schuljahr 2018/2019 war ich nicht angestellt, da ich im Ausland war (auf Reisen).
    Seit 2019/2020 arbeite ich wieder an der selben NMS in Wien.
    Also zusammengefasst:
    2016/2017 Sondervertag
    2017/2018 Sondervertrag
    2019/2020 IIL
    2020/2021 IIL
    2021/2022 (aktuell)
    habe ich gearbeitet und habe mit 1.2.2022 den unbefristeten Vertrag IL erhalten.
    Meine Frage ist in welcher Gehaltsstufe ich eingestuft werden sollte/ mit welcher Stufe ich rechnen kann?
    Aufgrund des Alten Dienstrechts wurden meine Vordienstzeiten abgefragt um das Besoldungsalter zu berechnen.
    Ich habe 2011/12 6 Monate Grundwehrdienst absolviert und von September 2015 bis Ende Juni 2016 in einer Nachmittagsbetreuung gearbeitet.
    Vielen Dank für die Auskunft.

  • #115

    Josef Gary Fuchsbauer (Donnerstag, 17 Februar 2022 08:35)

    Wenn die Verträge in den einzelnen Schuljahren jeweils über ca 364 Tage gingen und die Nachmittagsbetreuung im öffentlichen Dienst war, dann ergeben sich bis Jänner 2022 mit dem Wehrdienst 5 Jahre, 9 Monate und etliche Tage. Da jedoch davon auch Zeiten vor Abschluss des Studiums waren, wird der Vorbildungsausgleich für l2a2 (zwei Jahre) abgezogen, sodass sich Gehaltsstufe 2 ergibt. Die Vorrückung in 3 erfolgt dann am 1.5.2022. Wenn die Nachmittagsbetreuung in einer Privatanstellung war, wird sie nicht angerechnet werden (einerseits weil sie vor dem Studienabschluss war und andererseits auch, weil sie keine dem Unterricht in der Klasse vergleichbare Qualität darstellt) und die Vorrückung in Stufe 3 würde erste mit 1.3.2023 erfolgen.

  • #116

    Anja (Sonntag, 20 März 2022 14:23)

    Lieber Gary,

    danke vorab für deine vielen hilfreichen Antworten!
    Ich arbeite mit meinem Bachelor in Germanistik seit 2 Jahren als Sprachförderlehrerin (und Begleitlehrerin) in einer Volksschule (Sondervertrag). Immer wieder wird mir von meiner Schulleitung ans Herz gelegt, das gesamte Lehramtstudium nachzuholen, da ich sonst „Jahr für Jahr um meine Stelle bangen und nie eine unbefristete Stelle erhalten werde“. Ich bin für meinen Bereich ausgebildet, er macht mir Freude und ich habe gar nicht das Bedürfnis, als klassische Volksschullehrerin zu unterrichten. Allerdings beängstigt mich der Gedanke daran, dass ich jederzeit meine Stelle verlieren könnte, wenn der Bedarf an Lehrern einmal nicht mehr so groß sein sollte. Zu Ausbildungen an der PH, die mich interessieren würden und in meinen Bereich fallen, werde ich ohne Lehramt nicht zugelassen. Gerade habe ich erfahren, dass es für das nächste Schuljahr zu wenig Stundenkontingent gibt, weshalb ich mich nun bei anderen Schulen bewerbe. Mein Vertrag läuft noch bis Ende des Schuljahres, allerdings entschied sich die Lehrerin, welche ich gerade vertrete, nun plötzlich dazu, schon vor den Sommerferien aus ihrer Karenz zurückzukehren. Das heißt für mich, ich muss die restlichen Monate bis Herbst die Hälfte meiner Stunden an sie abgeben und werde dementsprechend weniger bezahlt. Letztes Jahr ist mir genau dasselbe passiert. Ich bin sehr frustriert und habe langsam das Gefühl, dass ich mir mit meinem schwammigen Sondervertrag keine Zukunft aufbauen kann. Habe ich denn jemals eine Aussicht auf einen unbefristeten Vertrag und muss ich spontane Stundenkürzungen kurz vor den Sommerferien hinnehmen, obwohl ich die Kollegin laut Vertrag bis Ende des Schuljahres vertrete?
    Ich freue mich auf Ihre Stellungnahme!

    Mit freundlichen Grüßen,
    Anja

  • #117

    Carlota (Donnerstag, 07 April 2022 12:03)

    ich bin im alten Dienstrecht und habe 4 Jahre an einer WMS (zuerst da ich mit meinem Bachelor noch nicht fertig war im Sondervertrag, dann "normal") gearbeitet und mit diesem Schuljahr an eine AHS gewechselt (Master habe ich letztes Jahr abgeschlossen) - nun dachte ich eigentlich, dass ich ab nächsten Schuljahr automatisch einen unbefristeten Vertrag bekommen sollte -
    nun hat mir die Bildungsdirektion Wien Anfang der Woche mitgeteilt, dass ich erst in 5 Jahren einen unbefristeten Vertrag erwarten kann da ich einen Schulwechsel von Pflichtschule zu AHS Oberstufe vorgenommen habe
    ist das rechtens?
    Vielen Dank für die Auskunft

  • #118

    Alex (Donnerstag, 07 April 2022 15:43)

    Hallo,

    ich unterrichte seit 14. Februar 2022 an einer inklusiven Schule in Wien, habe den Lehramtsbachelor für Latein und Geschichte abgeschlossen und bin daher im Sondervertrag angestellt, allerdings in meiner Induktionsphase und in meinem Vertrag steht, dass ich nach der Besoldung eines Vertragslehrers bezahlt werde.
    Meine Frage ist nun, ob ich auch die Fächerzulagen bekomme, obwohl ich im Sondervertrag bin. Ich unterrichte nämlich auch Hauptfächer.

    LG Alex

  • #119

    Tom (Sonntag, 10 April 2022 12:03)

    Hallo Gary,

    Ich bin mittlerweile seit 10 Jahren als Lehrer an einer Ms tätig, auch schon länger unbefristet, allerdings nach wie vor mit Sondervertrag, da ich ein Magisterstudium in Germanistik habe, aber eben nicht die Lehramtsausbildung. Ich bin also 1L L2A1. Zusätzlich bin ich auch seit Jahren Gewerkschaftsfunktionär.

    Nun meine Frage: gibt es in Ö die Möglichkeit für eine berufsbegleitende Ausbildung in Didaktik/Pädagogik, um dann in L2A2 umgestellt zu werden? Ein reguläres Studium ist mit Vollbeschäftigung nicht möglich.

    Danke,

    Lg

  • #120

    Sophie Schlosser (Samstag, 16 April 2022 16:56)

    Hallo,
    ich habe mit abgeschlossenem Fachstudium (BA, MA) im alten Dienstrecht (Sondervertrag) zu unterrichten begonnen und habe nun meinen BEd (neue Ausbildung) abgeschlossen. Nun studiere ich im Masterstudium Lehramt. Wann habe ich Anspruch auf einen "normalen" Dienstvertrag?
    Vielen Dank für die Auskunft!

  • #121

    Josef Gary Fuchsbauer (Samstag, 16 April 2022 18:24)

    Aufgrund eines technischen Problems mit den Blogs wurden uns die Einträge nicht angezeigt und konnten daher nicht beantwortet werden. Ich entschuldige mich für die Nichtbeantwortung. Bitte verwendet lieber unsere Mailadressen aus https://www.oeliug.at/die-oeli-ug/oeli-team/, um uns Fragen zu senden. Es folgen hier nun Antworten für #116 bis #120

  • #122

    Gary (Samstag, 16 April 2022 18:34)

    Zu #116 Anja: Wenn es sich um einen Vertretungsvertrag handelt, steht wohl in diesem drin, wer vertreten wird und dass der Vertrag längestens bis Ende des Schuljahres 21/22 gilt - und daher enden kann, wenn die vertretene Person zurückkommt, bzw. sich das Stundenausmaß entsprechend ändert.
    Wie lange arbeitest du schon auf diese Weise? Es gibt zwar einerseits die Bestimmung, dass befristete II L Verträge im 6. Jahr zu einem Dauervertrag I L werden (https://www.jusline.at/gesetz/vbg/paragraf/90m), ABER dort ist auf § 90k und von dort wiederum auf § 90h verwiesen und dort steht: "Ebenso sind Vertragslehrer an Volksschulen, Mittelschulen, Sonderschulen, an Polytechnischen Schulen und an Berufsschulen, die nicht für eine dauernde Beschäftigung mit mehr als zehn Wochenstunden aufgenommen werden, in das Entlohnungsschema II L einzureihen." Falls das auf dich zutrifft, könntest du wohl tatsächlich mehr als 5 Jahre lang in II L bleiben.

  • #123

    Gary (Samstag, 16 April 2022 18:43)

    Zu #117 Carlota: Das ist tatsächlich eine Streitfrage, weil in https://www.jusline.at/gesetz/vbg/paragraf/90m steht:
    "Die Zeiträume einer Verwendung als Vertragslehrer des Entlohnungsschemas II L an einer im § 90c Abs. 3 angeführten Einrichtung oder mehrerer solcher Verwendungen beim selben Dienstgeber dürfen für einen Vertragslehrer insgesamt fünf Jahre nicht übersteigen. Vorangegangene Zeiträume einer Verwendung als Vertragslehrer des Entlohnungsschemas I L oder in einem öffentlich-rechtlichen Dienstverhältnis an einer im § 90c Abs. 3 angeführten Einrichtung oder mehrerer solcher Verwendungen sind für diesen Zeitraum anzurechnen."
    Es müssten also die Bildungsdirektion Wien, Bereich Landeslehrer*innen und die Bildungsdirektion Wien, Bereich Bundeslehrer*innen zwei verschiedene Dienstgeber sein, damit nach dem ersten Teil des Satzes die 5-Jahresregel nicht gelten würde. Ich glaube nicht, dass diese Interpretation vor einem Arbeitsgericht halten würde. Wenn du GÖD-Mitglied bist oder selbst eine gute Rechtsschutzversicherung hast, würde ich das bekämpfen. Die " im § 90c Abs. 3 angeführten Einrichtung"en sind nämlich alle Schulen von Volksschulen bis Hochschulen . . .

  • #124

    Gary (Samstag, 16 April 2022 18:57)

    zu #118 Alex: Die Fächerzulagen sind zu zahlen, wenn die entsprechenden Fächer in den entsprechenden Schultypen unterrichtet werden. Ob es sich dabei um die Induktionsphase handelt, spielt keine Rolle, weil in dieser dieselben Bezahlungsregeln gelten.
    Ob diese "inklusive Schule" ein Schultyp ist, an dem Fächerzulagen zu zahlen sind, geht für mich aus dem Namen nicht hervor.
    An AHS-Oberstufen und BMHS sind in Fächern der Lehrverpflichtungsgruppen I und II die große und in III die kleine Fächerzulage zu zahlen.
    An AHS-Unterstufen ist in Fächern der Lehrverpflichtungsgruppen I und II die mittlere Fächerzulage zu zahlen; ebenso an MS und PTS in den Schularbeitsfächern.
    In BS ist in der FG 1 und 2 die kleine Fächerzulage zu zahlen.

  • #125

    Gary (Samstag, 16 April 2022)

    Zu #119 Tom: Der Unterschied zwischen L2a1 und L2a2 ist meines Wissens nicht die Pädagogikausbildung, sondern ob die Lehrbefähigung für 1 oder für 2 Fächer vorliegt. Die Lehrbefähigung für 1 Fach liegt offenbar vor, weil ein Fachstudium vorliegt und dazu die langjährigen Unterrichtspraxis. Es gibt wohl nur die Chance, a) eine Einstufung in L2a2 zu verlangen und dabei von der Bildungsdirektion zu fordern, dass sie die für L2a2 fehlenden Qualifikationen benennt; oder b) aufgrund des vorliegenden Magisterstudiums und der vorliegenden Unterrichtspraxis sich um eine Stelle als Bundeslehrer an einer AHS oder BMHS zu bewerben und dann nebenberuflich die 60 ECTS PH-Pädagogikausbildung für Quereinsteiger*innen zu besuchen und in L1 bezahlt zu werden. Diese PH-Ausbildung ist nebenberuflich innerhalb eines Jahres möglich, da sie zB alle n HTLs quereinsteigenden Techniker*innen absolvieren.

  • #126

    Gary (Samstag, 16 April 2022 19:14)

    ZU #120 Sophie: Mit BEd wirst du in L2a2 bezahlt. Sobald du den Lehramts-Master hast, ändert sich beim Unterricht an Plichtschulen nichts, weil an diesen L2a2 die höchste Bezahlung ist, weil dort generell mit BA unterrichtet werden darf. Wenn du an AHS oder BMHS unterrichtest, bekommt du mit dem Master L1 bezahlt, wenn du L1-wertige Fächer unterrichtest
    (IFOM oder Werkstätte sind zB L2a2-wertige Fächer, weil sie eben auch ganz normal mit BA unterrichtet werden können).

  • #127

    Maja (Montag, 18 April 2022 08:18)

    Ist es möglich im neuen Dienstrecht (PD, AHS) vor Ablauf der 5 Jahre einen unbefristeten Vertrag zu bekommen?

  • #128

    Gary (Montag, 18 April 2022 09:07)

    Ja natürlich. Nach Abschluss der Induktionsphase und wenn Dauerstunden unterrichtet werden, ist ein Dauervertrag zu geben. Dass es im 6. Jahr spätestens einen Dauervertrag geben muss, gilt allgemein seit Mai 2019 wegen eines EUGH-Urteils. Aber früher ist es möglich, wenn die gesetzlichen Bedingungen (Anstellungserfordernisse) erfüllt sind und die unterrichteten Stunden keine Vertretungs- oder ungesicherten Stunden sind.

  • #129

    Sophie Schlosser (Dienstag, 19 April 2022 16:25)

    Danke vielmals für die Info. Ich unterrichte an einer AHS, bin mit BA, MA und BEd im alten Dienstvertrag im Sondervertrag eingestuft (5. Dienstjahr). Wann erhalte ich anstelle eines Sondervertrags einen normalen Dienstvertrag? Mit MEd oder nie?

  • #130

    Gary (Dienstag, 19 April 2022 17:22)

    Mit abgeschlossenem Fachstudium auf Masterniveau, mehr als 4 Jahren Unterrichtspraxis und BEd sollten die Bedingungen für eine Anstellung mit "normalem" Vertrag erfüllt sein.
    Allerdings kommt es dabei darauf an, ob Fachstudium, Unterrichtspraxis und BEd in zusammenpassenden Fächern sind. Im neuen Dienstrecht wäre es dann jedenfalls so.
    Aber es gilt auch im alten, dass im 6. Arbeitsjahr als Bundeslehrerin eine Dauervertrag auszustellen und nach dem I L Schema (also mit Ermittlung der Berufserfahrungs-/Vordienstzeiten und Gehaltsstufe) bezahlt wird. Was jedoch nicht in den Beiträgen #120 und #129 steht, ist die derzeitge Einstufung: L1 oder L2a2? Wenn bereits L1, dann wurde das MA-Fachstudium in Kombination mit Praxis und pädagogischer Ausbildung bereits als Erfüllung der Anstellungserfordernis gewertet. Ansonsten ist dafür der Master der Lehramtsstudiums erforderlich und wird ohne diesen auch im 6. Jahr L2a2, dann eben I L / L2a2 bezahlt.

  • #131

    Tom (Dienstag, 19 April 2022 20:56)

    Ad 119: lieber Gary, danke für die Auskunft! Was ist diese 60ects Pädagogikausbildung berufsbegleitend? Kann man die auch machen wenn man an einer MS angestellt ist?

    Mir geht es gar nicht so um die Bezahlung sondern ich fürchte um meinen Posten, wenn jemand mit ‚regulärer‘ Ausbildung mich verdrängt. (Zur Erinnerung: bin seit 10 Jahren mit 21 St. voll, unbefristet und in der Gewerkschaft) - könntest du dazu was sagen? Danke lg

  • #132

    Danny (Dienstag, 19 April 2022 23:53)

    zu #131 Ich kenne leider keine Fälle wo ein 60 ECTS Hochschulehrgang zu einer Vertragsverbesserung (z.B. L2A1 zu L2A2) geführt hat. Die Anstellungserfordernisse sehen leider 2 Fächer vor. Ob es in Österreich derzeit möglich ist ein weiteres Fach zu studieren müsste man eruieren.
    Zwecks deiner Anstellung sehe ich keine Nachteile durch den Sondervertrag, da du einen unbefristeten Vertrag hast - du hast Anspruch auf eine Stelle bzw. musst verwendet werden.

  • #133

    Petra (Freitag, 22 April 2022 09:19)

    Ich habe ein abgeschlossenes Lehramtsstudium von der Universität und arbeite seit 7 Jahren in einer Praxismittelschule. Da ich direkt von der Universität in diese Schule gekommen bin, habe ich seit 7 Jahren einen befristeten Sondervertrag IL l2a2, da ich Teil b der Ernennungserfordernissen nach 24.4 nicht erfülle.
    a) Erwerb eines der Verwendung entsprechenden akademischen Grades Bachelor of Education (BEd) gemäß § 65 Abs. 1 des Hochschulgesetzes 2005 bzw. das der Verwendung entsprechende Diplom gemäß AStG und
    b) sechsjährige Lehrpraxis.

    Mein Frage: Steht mir nicht bereits ein unbefristeter Vertrag zu?

    Nach diesem Schuljahr habe ich meinen 7ten befristeten Sondervertrag. Seitens meines Rektorates gibt es nur wenig Unterstützung und ich bekomme von verschiedensten Stellen unterschiedlichste Auskünfte. Im Gesetz steht "sechsjährige Lehrpraxis". Das Bundesministerium antwortet mit "die Lehrpraxis wurde nicht in einer der Ausbildung entsprechenden Schule absolviert" oder "6 Jahre Unterricht sind nicht gleich 6 Jahre, da es einen Berechnungsschlüssel gibt und man erst 4 Jahre, 3 Monate und 15 Tage gesammelt hätte". Ich bekomme an keiner Stelle Auskunft über diesen Berechnungsschlüssel. Weder das Rektorat, die Personalabteilung oder Direktion kennen diesen "Berechnungsschlüssel". Weiters trete ich seit 7 Jahren jedes Jahr im Herbst meinen Dienst an und bekomme !!! 1,5 Jahre im Nachhinein meinen Vertrag zum unterschreiben!!!. Ich habe heuer im Feber den Vertrag vom Schuljahr 19/20 zur Unterschrift bekommen. Ich möchte heuer im September bei Dienstantritt wissen ob ich einen unbefristeten Vertrag bekommen werde. Laut des Rektorates werde ich diese Auskunft frühestens nächstes Jahr vor den Sommerferien erhalten.

    Wenn ich mich an einer AHS bewerbe, nehme ich meine 7 Dienstjahre mit und bekomme dort sofort einen unbefristeten DV sogar im Gehaltsschema l1?

  • #134

    Maria (Samstag, 23 April 2022 08:55)

    Hallo,

    vll kann man mir hier weiterhelfen; ich unterrichte schon seit einigen Jahren an einer AHS, habe einen Fixvertrag im alten Dienstrecht, ich wurde mit einem BA eingestellt und musste leider vom Diplomstudium aufs Bolognasystem umgestellt werden, durch Anrechnungen habe ich jetzt den BEd und muss leider noch einige Dinge für den Master nachholen. Aufgrund meines BA war ich schon immer auf l2a2 eingestuft- bleibe ich das nun auch mit dem BEd?

    Vielen lieben Dank!

  • #135

    Gary (Sonntag, 24 April 2022 08:03)

    zu #133: a) Die Berechnungsmethode für die bisherige Unterrichtspraxiszeit ist wohl so, dass Zeiten der Teilbeschäftigung mit dem entsprechenden Faktor abgewertet werden; wenn zB ein Jahr mit 75%-Vertrag vorlag, wird es nur mit 9 statt 12 Monaten gerechnet.
    b) Seit Mai 2019 gilt in Österreich nach einem EUGH-Urteil, dass im 6. Arbeitsjahr als Bundeslehrerin eine Dauervertrag auszustellen und nach dem I L Schema (also mit Ermittlung der Berufserfahrungs-/Vordienstzeiten und Gehaltsstufe) bezahlt wird. Dass sich BIldungsdirektionen da nicht daran halten, habe ich bisher nicht gehört und bin daher negativ überrascht.
    c) Ob beim Wechsel von Mittelschule auf AHS die maximale Zeit für II L "mitgenommen" wird, ist tatsächlich eine Streitfrage, weil in https://www.jusline.at/gesetz/vbg/paragraf/90m steht:
    "Die Zeiträume einer Verwendung als Vertragslehrer des Entlohnungsschemas II L an einer im § 90c Abs. 3 angeführten Einrichtung oder mehrerer solcher Verwendungen beim selben Dienstgeber dürfen für
    einen Vertragslehrer insgesamt fünf Jahre nicht übersteigen. Vorangegangene Zeiträume einer Verwendung als Vertragslehrer des Entlohnungsschemas I L oder in einem öffentlich-rechtlichen
    Dienstverhältnis an einer im § 90c Abs. 3 angeführten Einrichtung oder mehrerer solcher Verwendungen sind für diesen Zeitraum anzurechnen."
    Es müssten also zB die Bildungsdirektion Wien, Bereich Landeslehrer*innen und die Bildungsdirektion Wien, Bereich Bundeslehrer*innen zwei verschiedene Dienstgeber sein, damit nach dem ersten Teil des
    Satzes die 5-Jahresregel nicht gelten würde. Ich glaube nicht, dass diese Interpretation vor einem Arbeitsgericht halten würde. Die " im § 90c Abs. 3 angeführten Einrichtung"en sind nämlich alle Schulen von Volksschulen bis Hochschulen . . .
    DA ES SICH ABER bei der Praxismittelschule nicht um eine Landesschule handelt und die Lehrer*innen (normalerweise) als Bundeslehrer*innen angestellt sind, sollte der Dienstgeber beim Wechsel in die AHS sowieso gleich bleiben.
    d) Bei vorliegendem Lehramtsabschluss für 2 Fächer an höheren Schulen gibt es bei Anstellung an AHS/BMHS die Einstufung in L1.
    e) Dass es so lange dauert, bis Verträge ausgestellt werden, ist sehr unerfreulich und hängt leider mit dem viel zu geringen Personal an der Bildungsdirektion zusammen.

  • #136

    Gary (Sonntag, 24 April 2022 08:05)

    zu #134: Ja, solange kein Masterabschluss vorliegt, wird in l2a2 weiterbezahlt.

  • #137

    Petra (Montag, 02 Mai 2022 12:52)

    zu #135:
    Hätten Sie eine Idee wie man in Erfahrung bringen kann, wie viele "Jahre man schon gesammelt hat". Wie gesagt, ich bin aktuell in meinem 7. DJ und möchte wissen ob ich für das nächste Schuljahr meine 6 Jahre gesammelt habe, damit ich einen unbefristeten Vertrag bekomme. Ich möchte das vor Dienstantritt wissen, da ich sonst in eine AHS wechseln werde.

  • #138

    Martin (Samstag, 07 Mai 2022 01:23)

    Hallo Gary,
    eine gute Freundin arbeitet seit 9 Jahren an einer MS in Wien und hat vor 3 Jahren ihr Lehramtsstudium an der Universität abgeschlossen. Jetzt könnte sie an eine AHS wechseln. Laut Bildungsdirektion muss sie ihren unbefristeten Vertrag (altes Dienstrecht) an der MS (Landeslehrer) kündigen. Was passiert mit den Vordienstzeiten? Was für einen Vertrag sollte sie an der AHS (Bundeslehrer) bekommen — befristet oder unbefristet, altes oder neues Dienstrecht, im 10. Dienstjahr oder wieder ganz von vorne? Ist der Schritt zu empfehlen oder riskant? Das hängt natürlich von der Ausgestaltung des neuen Vertrags ab, aber dazu erhält man im Vorfeld nur schwer eine verlässliche Auskunft …

  • #139

    Nadja (Dienstag, 21 Juni 2022 19:39)

    Hallo,
    auch ich bin verunsichert und bräuchte fachkundige Hilfe. Bin seit Sept 2019 im Dienst (Mag./pd), damals MS. Seit 2020 nahtlos in eine AHS gewechselt, jeweils immer als KV tätig. Nun durfte ich das Ansuchen auf Umstellung des Vertrags unterschreiben, aber befürchte, dass dieses nicht durchgeht, da ich nicht durchgehend beim selben Dienstgeber war (Land/Bund) und ja eigentlich erst seit 1,5 Jahren beim Bund bin. Gibt es schon Erfahrungswerte, ob hier die Bildungsdirektion das Ansuchen der Direktion genehmigt? Liebe Grüße und danke für deine Hilfe!

  • #140

    O.O (Freitag, 24 Juni 2022 15:09)

    Wenn ich 7 Jahre in Wien im Sondervertrag Lehrerkraft bin, darf ich dann einen Antrag gemäß der Verordnung der Bundesehrer*innen an die BdW auf unbefristung stellen ( oder wird dann nur auf l1 umgestellt und muss wieder jedes Jahr erneuert werden) und wird das dann wohl auch bewilligt?

    Lg

  • #141

    Alex (Dienstag, 28 Juni 2022 18:18)

    Hallo, ich beginne im Herbst mit einer vollen Lehrverpflichtung in einer NMS zu arbeiten. 8 Stunde Deutsch und der Rest Nebenfächer. Was verdient man da ca., wenn man einen Sondervertrag hat (Studium noch nicht abgeschlossen, zur Zeit ca 140 ECTS) ?
    Danke

  • #142

    Gary (Dienstag, 28 Juni 2022 19:08)

    Es tut ,mir leid, dass hier so lange nicht geantwortet wurde: es gab leider schon wieder ein technisches Problem, sodass die Einträge erst heute erschienen sind.
    Zu 137: Warum jemand im 7. Jahr noch einen befristeten Vertrag hat, ist gesetzlich nicht verständlich, außer es besteht eine Anstellung von unter 10 Stunden, dann kann nämlich an Pflichtschulen auf Dauer ein II-L-Vertrag gegeben werden. Ansonsten ist IMMER ab dem 6. Jahr ein Dauervertrag zu geben.Das steht in https://www.jusline.at/gesetz/vbg/paragraf/90k - da steht drin, dass zu den 5 Jahren Landes-/Bundeslehrer*innenverträge in allen Schulen zählen.

  • #143

    Gary (Dienstag, 28 Juni 2022 19:17)

    zu #138: In diesem Fall ist es leider ganz unangenehm, dass wir diesen technischen Ausfall hatten, weil diese Information jetzt wohl schon zu spät kommt.
    "Was passiert mit den Vordienstzeiten?" Alle Zeiten im öffentlichen Dienst sind anzurechnen, wobei von den Zeiten vor Abschluss des Ma(gi)sterstudiums der Vorbildngsausgleich abgezogen wird.
    "Was für einen Vertrag sollte sie an der AHS (Bundeslehrer) bekommen — befristet oder unbefristet, altes oder neues Dienstrecht?" Altes Dienstrecht, weil ein Wechsel vom Gesetz ausgeschlossen ist. Ab dem 6. Jahr ist ein Dauervertrag zu geben.Das steht in https://www.jusline.at/gesetz/vbg/paragraf/90k - da steht drin, dass zu den 5 Jahren Landes-/Bundeslehrer*innenverträge in allen Schulen zählen.
    "Ist der Schritt zu empfehlen oder riskant?" Ich halte ihn für empfehlenswert, wobei allerdings ohne Kenntnis der Unterrichtsfächer nichts Sicheres gesagt werden kann. Aber mittlerweile ist ja wohl die Bewerbung schon erfolgt und daher bekannt, ob eine Schulleitung einer AHS sie erstgereiht hat und sie daher mittlerweile wohl eine Zusage von der Bildungsdirektion hat.

  • #144

    Gary (Dienstag, 28 Juni 2022 19:21)

    zu #139: Eine Dauervertrag ist ja nicht nur spätestens im 6. Jahr zu geben, sondern auch davor, wenn die Anstellungserfordernisse erfüllt sind und Dauerstunden unterrichtet werden. Meiner Erfahrung nach halten sich die Bildungsdirektionen dabei häufig an die Beurteilung (ob eine Beschäftigung auf Dauer möglich ist) der Schulleitung.

  • #145

    Gary (Dienstag, 28 Juni 2022 19:25)

    zu #140 siehe bitte die Antwort in #142. Es müsste die Bildungsdirektion ohne Antrag im 6. Jahr einen Dauervertrag ausstellen (außer es ist eine Anstellung mit nur wenigen Stunden als LANDESlehrer*in - aber in #140 ist ja von Bundeslehrer*innen die Rede)

  • #146

    Gary (Dienstag, 28 Juni 2022 20:33)

    zu #141: Nach unseren Inforamtionen bekommst du einen Vertrag in der "Ausbildungsphase", sodass du 85% vom pd-Gehalt bezahlt bekommst. pd in Stufe 1 sind bei einer vollen Lehrverpflichtung 2908,20 Euro, davon 85%: 2472 Euro brutto 14x/Jahr. Dazu kommen für die 8 Stunden Deutsch als Fächerzulage (8x28,70=)229,60 Euro brutto 12x/Jahr. Das ergibt netto pro Monat ca 1900 Euro. Dazu kommen in den Monaten Sept., Nov., März, Juni die Anteile am 13./14. Gehalt, sodass netto in Summe im Jahr ca 26690 Euro herauskommen.

  • #147

    Thomas (Montag, 04 Juli 2022 17:21)

    Lieber Gary,

    vorweg vielen lieben Dank, dass man hier Fragen stellen kann und fachkundige Auskunft erhält!

    Ich arbeite seit 2 Jahren an einer AHS und war davor 3 Jahre mit Sondervertrag in zwei NMS angestellt. Bei der Verlängerung des Dienstvertrages nahm ich nun an, nach meinem 5. Jahr auf unbefristet umgestellt zu werden, was aber nicht der Fall sein wird, da der Dienstgeber (3 Jahre Land, 2 Jahre Bund) nicht derselbe ist. Gibt es eine andere Möglichkeit für L1 anzusuchen, um nicht weitere 3 Jahre warten zu müssen. Wenn nicht, welche Nachteile ergeben sich dadurch für mich?

    Zweite Frage: Ich habe neben meiner Ausbildung und neben meinen NMS-Jahren gesamt 10 Jahre als freier Mitarbeiter einer Tageszeitung gearbeitet (es gab Monate, in denen ich sehr wenig gearbeitet/verdient habe und Monate, in denen ich auf ein Vollzeitgehalt kam): Wie sind hier die Chancen, dass Teile davon als Vordienstzeiten angerechnet werden? - Als Deutschlehrer kann z.B. durch die maturablen Zeitungstextsorten (Kommentar, Leserbrief) und den Medienschwerpunkt im Lehrplan m.E. durchaus argumentierte werden, dass durch diese Erfahrung eine bessere Ausübung des Lehrberufs erwartbar ist.

    Danke für deine Einschätzung, beste Grüße

  • #148

    Sonja (Dienstag, 05 Juli 2022 17:13)

    Wie weit darf der Bachelor weg sein und dennoch eine Initiativbewerbung an einer NMS Sinn machen? Wie viel verdient man netto mit diesem Sondervertrag an einer NMS, kann man sich das grob mit verschiedenem Studienausmaß ausrechnen (Teilzeit, Vollzeit)? Ist eine (nahezu) Vollzeitbeschäftigung mit einem Bachelor, der im WS 2023 oder eher SS 2024 liegt, realistisch andenkbar? Bitte Ca.Beträge nennen :)

  • #149

    Ivan (Donnerstag, 14 Juli 2022 17:26)

    Hallo,

    ich werde am 12.9 auf eine MS Schule anfangen zu arbeiten. Ich habe Masterabschluss aus Kroatien und habe 5,5 Jahren in Deutschland wie Sportler gearbeitet. In Deutschland habe ich ein Jahr noch zusätzlich Pädagogische Ausbildung ausüben müssen. Seit 10 Jahren bin ich noch Handball Trainer in Leistungsport,Kinder von 12-18 Jahre alt. Wird das auch berücksichtigt beim Lohn Einstufung?

    Ich welche Lohnstufe werde ich ungefähr gehören?

    Vielen Dank

  • #150

    Gary Fuchsbauer (Samstag, 16 Juli 2022 17:59)

    Es tut,mir leid, dass hier so lange nicht geantwortet wurde: es funktioniert leider offenbar rnur mehr per Zufall, dass die Einträge hier für uns erscheinen und wir sie freischalten können.
    (Wir sind eh am Fertigstellen der neuen Website.)
    BITTE mailt an a@oeli-ug.at, dann erhaltet ihr verlässlicher und rascher Antwort.
    Zu #147: Das mit demselber Dienstgeber steht leider tatsächlich im Gesetz. Andererseits ist aber
    sowieso auch schon vor dem 6. Dienstjahr ein Dauervertrag zu geben, wenn gesicherte Stunden
    unterrichtet werden. Personalvertretung soll sich bei der Schulleitung in diesem Sinne einsetzen und die Schulleitung bei der Bildungsdirektion die Umstellung auf I-L verlangen.
    Dass journalistische Tätigkeit für Deutschlehrer*innen anrechnbar ist, steht in der Verordnung.
    Allerdings im aliquoten Ausmaß der Beschäftigung, die entweder aus einer zeitlichen Angabe im Vertrag ermittelt werden kann oder mittels Vergleich des Jahreseinkommens mit dem als Lehrer im ersten Dienstjahr.
    Allerdings ist per Verordnung auch festgelegt, dass in allgemeinbildenden Fächern in Summe maximal 6 Jahre angerechnet werden. UND es ist NICHT möglich die ohnedies wegen des öffentlichen Dienstes in der MS (immer voll) angerechnete Zeit ein zweites Mal anzurechnen.
    UND Tätigkeiten vor Abschluss der erforderlichen Ausbildung für die derzeitige Anstellung werden praktisch auch nicht angerechnet (die müsste ein entsprechendes "wissenschaftliches Niveau" nachgewiesen werden, was wohl bei Journalismus nicht anerkannt wird.

  • #151

    Gary (Samstag, 16 Juli 2022 18:06)

    zu #148: Es gibt bei den Bildungsdirektionen Werte an bereits absolvierten ECTS-Punkten, nach denen das Ausmaß der Abzüge vom pd-Schema ermittelt werden. In diesem Fall sind offenbar etwas mehr als 120 der 240 ECTS schon erreicht, sodass der Abschlag vielleicht nur 10% sein wird, aber das muss (am besten von der Schulleitung oder auch selbst) bei der Bildungsdirektion erfragt werden.
    Wieviele Stunden ein Sondervertrag hat, hängt von Mangel an Bewerber*innen mit abgeschlossener Ausbildung ab. Mit einer vollen Lehrverpflichtung wird es wohl schwieriger, das Studium zeitnah zu beenden (ich spreche aus Erfahrung, das war nämlich 41 Jahren auch schon so). Ich hab jedenfalls beraten, als jemand mit weniger als 50% des Studiums einen Job bekommen hat, weil eben der Bedarf aktuell sehr groß ist.

  • #152

    Gary (Samstag, 16 Juli 2022 18:16)

    Nach einmal: Es tut,mir leid, dass hier so lange nicht geantwortet wurde: es funktioniert leider offenbar rnur mehr per Zufall, dass die Einträge hier für uns erscheinen und wir sie freischalten können. (Wir sind eh am Fertigstellen der neuen Website.)
    BITTE mailt an a@oeli-ug.at, dann erhaltet ihr verlässlicher und rascher Antwort.
    Zu #149: Das lässt sich leider allgemein gar nicht beantworten, da offenbar kein Lehramtsstudium für 2 Unterrichtsfächer wie in Österreich vorgesehen vorliegt. Es wird also wohl einen Sondervertrag mit einem prozentuellen Abzug auf das pd-Schema geben. Das ist konkret mit der Bildungsdirektion abzuklären, dei wohl vom Bildungsministerium die Zeugnisse beurteilen und mit den österreichischen Bedingungen vergleichen wird.
    Wenn es eine Anstellung als Sportlehrer gibt, ist die Berufserfahrung als Trainer anrechenbar (s.o. bei 147; bei Teilbeschäftigung aliquot, maximal 6 Jahre).

  • #153

    Tanja (Montag, 22 August 2022 17:15)

    Ein Dienstverhältnis wird unbefristet und von ll2 in l1 überführt, wenn eine Anstellung 5 Jahre übersteigt (inkl. Vordienstzeiten). Bin Quereinsteigerin mit fachverwandtem Studium und sovl 30ects der phwien. Was ist der unterschied, wenn ein abgeschlossenes Lehramt vorliegt? Danke

  • #154

    Elisabeth (Montag, 22 August 2022 19:58)

    Kann sich ein AHS-Lehrer mit L1 - Vertrag beruflich verändern und aus dem Schuldienst aussteigen und sich nach zwei Jahren wieder zum Schuldienst melden. Zu welchen Bedingungen würde ich dann angestellt werden? Bleibt mein Vertrag erhalten und komme ich an meine Schule zurück?

  • #155

    Sophie (Dienstag, 13 September 2022 09:28)

    Hallo!

    Ich unterrichte mittlerweile mit einem unbefristeten Sondervertrag. Leider war es mir neben dem Unterrichten zeitlich nicht möglich, mein Diplomstudium abzuschließen und ich wurde ins neue Lehramt Curriculum überstellt. Nun habe ich meinen BEd abgeschlossen. Mit welchem Entlohnungsschema darf ich nun rechnen? Derzeit ist es l2b1.

    MfG

  • #156

    Beate (Dienstag, 27 September 2022 23:27)

    Ich habe ein Pädagogik Studium vor vielen Jahren abgeschlossen und dürfte in der VS unterrichten. Aber nur mit Sondervertrag und 5% Abschlag. Einen Lehrgang für Primarstufe gibt es nicht an der PH, so würde ich also immer im Sondervertrag bleiben, auch bei Erbringung der 30 ECTS in den ersten 5 Jahren. Zumindest habe ich es so verstanden. Wann würde ich denn da jemals in eine höhere Gehaltsstufe kommen? Werden das Besoldungsdienstalter und Vordienstzeiten erst mit Beginn eines unbefristeten Vertrages festgestellt? Oder hat man im Sondervertrag nie Vorrückungen? Danke im Voraus

  • #157

    Silvia (Mittwoch, 28 September 2022 17:32)

    Hallo, ich habe eine Frage, ich bin leider sehr verwirrt was mein Vertrag betrifft. Ich bin seit drei Wochen an einer MS in Wien tätig. Ich habe während meines Studiums im Sondervertrag in der Nachmittagsbetreuung gearbeitet und hatte einen L2b1 Vertrag. Mit wurde von der BiDi immer gesagt, dass ich im alten DR bin. Nun habe ich von meiner Schulleitung erfahren, dass ich die Induktionsphase machen muss und habe nun 22+2 Stunden, dh. Dass ich im PD bin. Aber auf Wision erscheint, dass ich einen L2a2 Vertrag habe. Ich kenne mich nicht mehr aus. Ich bin davon ausgegangen, dass ich mir die induktionsphase anrechnen lassen kann, wenn ich zwei Jahre voll unterrichte.

  • #158

    Josef Gary Fuchsbauer (Mittwoch, 28 September 2022 18:35)

    Noch einmal: Es tut,mir leid, dass hier so lange nicht geantwortet wird: es funktioniert nur mehr per Zufall, dass die Einträge hier für uns erscheinen und wir sie freischalten können. (Die neue Website oeli-ug.at ist schon in Betrieb, wenn auch immer noch im Aufbau.)
    BITTE mailt an a@oeli-ug.at, dann erhaltet ihr verlässlicher und rascher Antwort.
    Zu #153:
    Gemeint ist wohl: "Ein Dienstverhältnis wird unbefristet und von II L (sprich römisch zwei El) in I L
    (eins El) überführt, wenn eine Anstellung 5 Jahre übersteigt." Vordienstzeiten bei anderen Dienstgebern zählen da NICHT dazu. Aber diese 5 Jahre sind eine Obergrenze, denn davor ist bei Erfüllung der Voraussetzungen (Anstellungserfordernisse und Dauerstunden) auch schon ein Dauervertrag vorgesehen.
    "Bin Quereinsteigerin mit fachverwandtem Studium und sovl 30ects der phwien. Was ist der unterschied, wenn ein abgeschlossenes Lehramt vorliegt?" Wenn die Quereinstiegsvoraussetzungen erfüllt sind, dann ist später beim Dauervertrag kein Unterschied.

  • #159

    Gary (Mittwoch, 28 September 2022 18:46)

    zu #154: "Kann sich ein AHS-Lehrer mit I L - Vertrag beruflich verändern und aus dem Schuldienst aussteigen und sich nach zwei Jahren wieder zum Schuldienst melden. Zu welchen Bedingungen würde ich dann angestellt werden? Bleibt mein Vertrag erhalten und komme ich an meine Schule zurück? "
    Es gibt die Möglichkeit um Karenz gegen Entfall der Bezüge anzusuchen. Das wird genehmigt, wenn nicht wichtige dienstliche Gründe dagegen sprechen (leider in Magelzeiten also womöglich nicht immer). Am besten ca im Jänner für das nächste Schuljahr ansuchen (oder auch für 2, wenn schon klar ist, dass mindestens 2 Jahre in einem externen Job verbracht wird), und dann wieder im Jänner . . . Dann ist die Rückkehr in den Vertrag problemlos. Ein Recht auf dieselbe Stelle an derselben Schule gibt es insofern nicht, weil es nicht einmal mehr bei Beamt*innen schulfeste Stellen gibt. Aber natürlich ist es möglich, wenn die Schulleitung will und sich die Rahmenbedingungen nicht ensprechend geändert haben.
    Wenn hingegen die Karenzierung nicht genehmigt wird und du kündigen musst (Fristen: ab 15 Jahren: 5 Monate, also im März für 31.8.; ab 10 J.: 4 Mon., ab 5 J.; 3 Mon.), musst du dich bei Wiedereinstiegswunsch neu bewerben, allerdings ist kein Dienstrechtswechsel möglich.

  • #160

    Gary (Mittwoch, 28 September 2022 18:48)

    zu #155: "Ich unterrichte mittlerweile mit einem unbefristeten Sondervertrag. Leider war es mir neben dem Unterrichten zeitlich nicht möglich, mein Diplomstudium abzuschließen und ich wurde ins neue Lehramt Curriculum überstellt. Nun habe ich meinen BEd abgeschlossen. Mit welchem Entlohnungsschema darf ich nun rechnen? "
    L2a2. Ab Masterabschluss dann L1

  • #161

    Gary (Mittwoch, 28 September 2022 18:53)

    zu #156: Im neuen Dienstrecht (pd-Schema) gibt es in der Bezahlung keinen Unterschied zwischen befristeten und Dauerverträgen, denn es wird am Beginn das Besoldungsdienstalter mit den Vordienstzeiten ermittelt (Unterlagen/Fragen werden von Bildungsdirektion elektronisch übermittelt und man hat genug Zeit alle Angaben und Beweise einzureichen). Es gibt also daher auch bei einem 5%-Abschlagvertrag wegen "falschem" Schultyp/Studium genauso die Gehaltsvorrückungen!

  • #162

    Gary (Mittwoch, 28 September 2022 18:58)

    zu #157: früher l2b1, "habe nun 22+2 Stunden, dh. dass ich im PD bin. Aber auf Wision erscheint, dass ich einen L2a2 Vertrag habe".
    Wision stimmt. Ein Dienstrechtswechsel ist vom Gesetz her ausgeschlossen. Leider kann man nicht immer davon ausgehen, dass alle Vorgesetzten richtig informiert sind.
    Und für heute zum Abschluss nochmal der Hinweis:
    es funktioniert nur mehr per Zufall, dass die Einträge hier für uns erscheinen und wir sie freischalten und beantworten können. (Die neue Website https://oeli-ug.at ist schon in Betrieb, wenn auch immer noch im Aufbau.)
    BITTE mailt an a@oeli-ug.at, dann erhaltet ihr verlässlicher und rascher Antwort.

  • #163

    Olivia (Samstag, 08 Oktober 2022 08:45)

    Bitte um Aufklärung: Ist es richtig, dass Sonderverträge an der VS nur ab 11 Stunden gewährt werden? Dieser Vertrag wurde mir als AHS-Lehrerin für das laufende Schuljahr angeboten (Bidi Stmk.). Gibt es außer einem Sondervertrag auch die Möglichkeit eines regulären Dienstvertrages mit weniger Stunden? Herzlichen Dank!

  • #164

    Josef Gary Fuchsbauer (Samstag, 08 Oktober 2022 09:31)

    Das ist auch unser Wissensstand: Die Bildungsdirektionen wollen keine Verträge mit weniger als 50% Beschäftigung (also 11 Unterrichtsstunden) vergeben. Gesetzlich gibt es dazu keine Regelung, aber der Arbeitgeber bestimmt eben, welche Anstellungen er vergibt.
    Neu ist für Sondervertragslehrer*innen an Pflichtschulen ein „Antragsrecht“ (VBG § 100 Abs 99): Lehrer*innen im neuen Dienstrecht (pd-Lehrpersonen) mit Sondervertrag, die ein nicht einschlägiges Lehramt aufweisen, sind auf Antrag dem Entlohnungsschema pd zuzuordnen. Diese Zuordnung hat während der ersten 6 Monate mit Inkrafttreten dieser Bestimmung (also bis 28.2.2023) rückwirkend ab dem 1.9.2022 zu erfolgen, danach ab den nächstfolgenden Monatsersten. Anträge können bis längstens 31. August 2023 eingebracht werden.

  • #165

    Eva (Montag, 17 Oktober 2022 16:05)

    Ich habe einen Sondervertrag, obwohl ich (MS Lehramt) an einer Sonderschule Kinder unterrichte, die nach dem MS Lehrplan unterrichtet werden sollen.
    In einer Antwort habe ich gelesen „Seit 1.9.2019 erfuellt man auch mit einem AHS-Lehramtsstudium die Anstellungserfordernisse fuer NMS und somit bedarf es bei einer entsprechenden Anstellung keines Sondervertrages mehr. “

    Warum erfülle ich mit einem MS Lehramt nicht die Anstellungserfordernisse für eine Sonderschule?
    Vielen Dank für Ihre Antwort.

  • #166

    Josef Gary Fuchsbauer (Dienstag, 18 Oktober 2022 00:05)

    Die einfache, aber unbefriedigende Antwort:
    Weil zwar seit 1.9.2019 gilt, dass mit der AHS-Lehrbefähigung für 2 Fächer an der MS
    auch an letzterer mit voller Bezahlung unterrichtet werden darf,
    aber eine ähnliche Bestimmung für Mittelschule-Sonderschule nicht existiert.
    Begründung für den Gesetzesunterschied: Die inhaltlichen und pädagogischen
    Anforderungen an AHS-Unterstufen und Mittelschule sind formell gleich, jene
    an Mittelschulen und Sonderschulen nicht.
    Es gibt eine Sondervertragsrichtlinie aus dem Juli 2020, die unter dem Punkt 3.1.3 folgendes ausweist:
    Ein in Österreich erworbenes nicht der Verwendung entsprechendes Lehramtsstudium (Bachelor-, Diplom- oder Mastergrad) gemäß § 87 Abs. 1 UG oder gemäß § 65 Abs. 1 Hochschulgesetz 2005 (HG) bzw. ein im europäischen Hochschulraum erworbener vergleichbarer (postsekundärer) Abschluss. - Abschlag 5% und Sondervertrag.

  • #167

    Renate Brunnbauer (Dienstag, 18 Oktober 2022 15:36)

    @eva
    Das kann ich mir nicht erklären. Das lässt sich am besten individuell erfragen/klären. Wenn du in OÖ arbeitest, dann kann ich das für dich machen, bzw. nach einem Kontakt in deinem Bundesland suchen helfen. Bitte schreib mir direkt: r.brunnbauer@kuli.net

  • #168

    Elke (Samstag, 22 Oktober 2022 20:16)

    Ich habe Wirtschaftspädagogik studiert, einige Jahre in der Privatwirtschaft gearbeitet und möchte jetzt nach der Elternkarenz unterrichten. Die Bildungsdirektion teilte mir mit, dass dies nun auch im Pflichtschulbereich möglich ist, Sondervertrag mit 5% Abschlag. Meine Frage, macht es gehaltstechnisch einen Unterschied ob ich in einer VS oder MS unterrichte? Werden hier Dienstjahre aus der Privatwirtschaft angerechnet?
    Vielen Dank im Voraus!

  • #169

    Josef Gary Fuchsbauer (Samstag, 22 Oktober 2022 21:37)

    Gibt es einen bestimmten Grund, warum du in eine Pflichtschule willst, wo dein Fachgebiet nicht als Unterrichtsfach vorkommt?
    Ich fürchte, dass deine Berufserfahrungszeit in der Wirtschaft da eher nicht anrechenbar ist, weil da kein Zusammenhang mit den Lehrplänen hergestellt werden kann.
    Außerdem gilt die seit heuer neue Quereinstiegsregelung dezidiert NICHT für die Volksschule, für die Mittelschule hingegen schon, d.h. dass du in zweiterer an sich die Chance auf einen normalen Vertrag hast, wenn du zB Mathematik unterrichtest.
    Hier der Ausschnitt aus dem Quereinstieg-Artikel von Uschi Göltl für den nächsten Kreidekreis:
    Interessent*innen brauchen einen
    Bachelor (bzw. ein 180-ECTS-Studium) aus einem verwandten Fachbereich. So soll man zB. mit Betriebswirtschaft Mathematik unterrichten dürfen. Voraussetzung ist eine mindestens einjährige Berufspraxis.

    Ab 2023 wird eine Zertifizierungskommission diese Voraussetzungen überprüfen und die Eignung für den Lehrberuf feststellen.

    Sodann kann man als Lehrer*in ohne Abschläge unterrichten und braucht nur in den ersten 5 Jahren den Hochschullehrgang Quereinstieg mit 60 bzw. 90 ECTS nebenberuflich zu machen. Dieser PH-Lehrgang wird gerade aufgebaut.
    Details dazu finden sich auf:
    https://www.bmbwf.gv.at/Themen/schule/fpp/ausb/quereinstieg.html
    bmbwf.gv.at/dam/jcr:92c42da6-f7fc-4c08-bacd-80a59e8de6bf/quereinstieg_faq_ab.pdf
    Achtung: Diese Regelung gilt nicht für Volks- und Sonderschulen. Wer hier ohne Lehramt(sabschluss) mit Sondervertrag einsteigt, muss berufsbegleitend die gesamte Primarstufenpädagogik absolvieren.

  • #170

    Elke (Samstag, 22 Oktober 2022 22:19)

    Danke für die rasche Antwort. Grund ist, dass ich
    sehr gern unterrichten möchte, bei meinen Fächern der Personalbedarf zu Zeit aber nicht sehr hoch ist. Der Punkt Quereinstieg trifft auf mich lt. Bildungsdirektion nicht zu, da ich bereits eine pädagogische Ausbildung habe.
    Ich würde dann quasi dauerhaft mit diesem Abschlag unterrichten, richtig? Wie hoch schätzen sie das Risiko ein, dass der befristete Vertrag dann nicht verlängert wird?
    Danke und lg

  • #171

    Gary (Samstag, 22 Oktober 2022 23:02)

    Oh, sorry. Da hab ich unaufmerksam gelesen, nur die "Wirtschaft" beim Studium wahrgenommen und nicht die Pädagogik.
    Da der Mangel speziell bei Volks- und Mittelschullehrer*innen auch in den nächsten Jahren bestehen wird und da spätestens ab dem 6. Jahr ein Dauervertrag zu geben ist, sehe ich keine Gefahr der Nichtverlängerung.

  • #172

    Anonym (Sonntag, 23 Oktober 2022 09:16)

    Ich habe HAK Matura, und ein Vollzeitstudium an einer österr FH gemacht. Abschluss Mag. für wirtschaftswissenschaftliche Berufe, unterrichte seit 2 Jahren in einer Berufsschule den fachpraktischen Unterricht 12 Std und muss jetzt auf der pädagogischen Hochschule den Bachelor (6 Semester) und dann noch den Aufbaulehrgang (5 Semester) machen. Es wird mir nichts angerechnet. Gibt es da keine andere Lösung? HTL Lehrer müssen nur 2 Jahre machen…

  • #173

    Gary (Mittwoch, 26 Oktober 2022 07:09)

    Siehe oben in #169 die Info und den Link zu den neuen Quereinstiegsregelungen. Offenbar sind die bei denen, die dich informiert haben, noch nicht bekannt. Allerdings hat es di evon dir zitierten Regelungen auch bisher nicht gegeben: Ich hab noch nie gehört, dass eine "pädagogische Hochschule den Bachelor (6 Semester) und dann noch den Aufbaulehrgang (5 Semester)" anbietet. Und es gibt auch keine PH, an der "HTL Lehrer müssen nur 2 Jahre machen" gilt. Sondern:
    a) Es gibt für HTL-Fachpraktiker*innen und Berufsschullehrer*innen, die mit Meisterprüfung und Praxis in ihrem Beruf (also ohne PH- oder Uniabschluss) einsteigen, eine 4-jährige PH-Ausbildung, die nebenberuflich in den ersten 5 Unterrichtsjahren zu machen ist, wobei in dieser Zeit ein halbes Jahr bei vollem Grundbezug ein volles PH-Studium möglich ist. Aber das trifft auf dich als Mag. nicht zu.
    b) Wer mit einem Fachstudiums-Hochschulabschluss und nach diesem Abschluss dreijähriger Berufspraxis als Lehrer*in beginnt und in einer Schule Fächer dieses Fachbereichs unterrichtet, muss die nebenberuflich an den PH angebotene 60-ECTS-Pädagogikausbildung machen.
    Diese beiden Regelungen stehen für Landeslehrer*innen in https://www.jusline.at/gesetz/lvg/paragraf/3 und für Bundeslehrer*innen in https://www.jusline.at/gesetz/vbg/paragraf/38, und zwar b) jeweils in Absatz 3, und a) in Abs. 5.
    Und dazu kommt nun - wie in #169 erwähnt - die Neuregelung: Details dazu finden sich auf:
    https://www.bmbwf.gv.at/Themen/schule/fpp/ausb/quereinstieg.html
    https://bmbwf.gv.at/dam/jcr:92c42da6-f7fc-4c08-bacd-80a59e8de6bf/quereinstieg_faq_ab.pdf

  • #174

    Katja (Mittwoch, 26 Oktober 2022 21:00)

    Hallo,
    ich habe Lehramt alt studiert, arbeite in einer MS und bin PD Schema. Habe jetzt meinen Dienstvertrag nach unbefristet bekommen, aber nur für 12 Stunden gesichert und für 12 nicht gesichert. Wie kann das sein? Arbeite von Beginn an mit einer vollen Lehrverpflichtung (24 h, neues DR)
    MfG

  • #175

    Gary (Mittwoch, 26 Oktober 2022 21:15)

    Offenbar ist der Dienstgeber trotz Lehrer*innenmangel der Meinung, dass nur die Hälfte der Stunden gesichert sind, weil die andere Hälfte Vertretungsstunden oder aus anderen Gründen vorübergehende oder ungesicherte Stunden sind.
    Diese Passage des Vertrages ändert aber nichts an der Bezahlung und ab dem 6. Jahr darf der Dienstgeber das Stundenausmaß nicht mehr ohne deine Zustimmung verringern.

  • #176

    Cani (Montag, 31 Oktober 2022 19:18)

    Ich bin seit September als Religionslehrer tätig und wurde dem Schema 2L l2b1 zugeordnet, da ich noch Student bin. Meine Frage lautet, kommt nach 5 Jahren befristetes Dienstverhältnis nun das alte Dienstrecht zur Anwendung, also 1L, l2a2, L1 ect oder falle ich dann ins PD schema hinein, ich finde diesbezüglich keine Informationen.

  • #177

    Gary (Montag, 31 Oktober 2022 20:14)

    Liebe*r Cani!
    Da stellen sich mehrere Fragen:
    - Hast du vor 1.9.2019 als Landes- oder Bundeslehrer*in an einer österreichischen Schule
    gearbeitet und warst im alten Dienstrecht?
    - Bist du jetzt als kirchlich bestellte*r Religionslehrer*in tätig?
    Falls du keine Mailadresse verwenden willst, kannst du hier antworten (und hoffen, dass jemand von uns bald wieder hier hereinschaut - das ist nämlich der Blog unserer alten Website, die nicht mehr aktualisiert wird; neu: oeli-ug.at)
    Oder du schrebst ein Mail an fuchsbauer@oeli-ug.at oder rufst mich an: 0680 2124358
    Wer irgendwann im alten Dienstrecht als Landes-/Bundeslehrer*in war, bleibt das auch bei späteren
    Dienstverhältnissen, egal in welchem Bundesland und Schultyp. Wer im neuen angefangen hat, bleibt das ebenfalls.
    Wer erstmals ab September 2019 als Landes-/Bundeslehrer*in in Österreich anfängt, ist im neuen Dienstrecht.
    Üblicherweise vergeben auch die Religionsgemeinschaften für kirchlich bestellte Religionslehrer*innen ihre Verträge nach den Regeln für Landes- und Bundeslehrer*innen, weil diese meist auch vom Staat bezahlt werden.
    Solltest du bisher nicht als Landes- (an einer Pflichtschule) oder Bundeslehrer*in (an einer AHS oder BMHS in Österreich) gearbeitet haben, dann kannst du eigentlich nicht einen II L l2b1 Vertrag bekommen, weil ja an Neue nun schon seit 3 Jahren nur mehr Verträge im neuen Dienstrecht mit dem einheitlichen Bezahlungsschema pd (pädagogischer Dienst) vergeben werden.

  • #178

    Maria (Freitag, 04 November 2022 04:43)

    Hallo
    Ich arbeite an einer Berufsschule und wollte fragen, wenn es anfangs hieß, ich erhalte nur 95% Gehalt und als ich begonnen habe nach 1 Monat, kam meine Vorgesetzte und teilte mir mit, dass ich doch 100% bekomme, da die LAP kaufmännisch ist.
    Bezüglich der Anrechnung von Vordienstzeiten und die Tatsache, dass ich mit 15 Jahren eine kaufmännische Lehre (die mir doch zu 100% verhalf) sowie die LAP und BRP und danach fast durchgehend bei dem Lehrbetrieb war (während meines Diplomstudiums Psychologie mit Fokus auf Wirtschaft geringfügig), ist meine Frage, ob die Chancen gut stehen, dass ich ein paar Jahre angerechnet bekomme oder eher nicht so hoch?
    Danke für Euer Feedback! Liebe Grüße Maria

  • #179

    Gary (Freitag, 04 November 2022 10:24)

    Aus dem, was ich da herauslese, erfolgte die Anstellung aufgrund eines abgeschlossenen Studiums auf Masterniveau und wird daher die erste Vorrückung schon nach dreieinhalb Jahren erfolgen und nicht erst nach acheinhalb Jahren, was der Fall wäre, wenn aufgrund von fachlicher Ausbildung ohne Bachelorabschluss angestellt worden wäre und der Bachelor nun nebenberuflich zu machen wäre.
    Anrechenbare Zeiten können immer erst nach dem für die Anstellung erforderlichen Abschluss liegen, weil das Gehaltsschema pd so hoch angesetzt ist, dass eben entsprechende Ausbildungsabschlüsse Voraussetzung sind. Lehrzeit kommt daher sowieso nicht für Anrechnung in Frage. Geringfügige Beschäftigung ebenfalls nicht, weil unter 20% in einer Verordnung ausgeschlossen wird. Aber da diese neben der Studienzeit war und die Studienzeit eben Voraussetzung ist, wäre das sowieso eine nicht mögliche Doppelanrechnung dieser Zeit.
    Anrechenbar sind daher hier nur berufsnützliche bezahlte Tätigkeiten zwischen Studienabschluss und Beginn im öffentlichen Dienst.

  • #180

    Beate Sonnweber (Freitag, 04 November 2022 12:06)

    Liebe Maria,
    eine komplette Anrechnung eines Psychologiestudiums in vollem Umfang (selbst wenn es einen Wirtschaftsschwerpunkt hat) scheint mir (zumindest in Vorarlberg) schwierig. Allenfalls würden bei uns Module, die inhaltlich mit dem Berufspädagogik-Studium deckungsgleich sind, von der Pädagogischen Hochschule angerechnet, aber nicht das Studium in vollem Umfang, da die Einschlägigkeit nicht gegeben ist. Die Praxiszeiten (außer Lehrzeiten) werden in vollem Umfang (bis zu 12 Jahre) angerechnet, sofern es sich nicht um geringfügige Beschäftigungsverhältnisse handelt. Der Vorbildungsausgleich würde also bei der Einstufung in vollem Umfang abgezogen (5 Jahre)

  • #181

    Martin (Montag, 07 November 2022 16:10)

    Hi
    Ich arbeite seit über 5 Jahren in einer Ahs. Ich habe seit zwei Jahren einen unbefristeten Vertag mit 5 fixen Unterrichtsstunden und 11 befristeten.
    Jetzt habe ich wieder einen Vertrag mit nur 5 unbefristeten Stunden bekommen, obwohl ich in der Lehrfächerverteilung mit 16 Stunden drinnen bin und diese auch das ganze Jahr unterrichte- also keine Vertretung auf ein paar Monate. Sollte ich nicht nach 5 Jahren meine bestehenden Stunden als unbefristete Stunden bekommen?

  • #182

    Gary (Montag, 07 November 2022 21:59)

    https://www.jusline.at/gesetz/vbg/paragraf/90m sagt in Abs. 1b: "Die Verwendung, mit der eine Einreihung gemäß Abs. 1 [Dauervertrag ab dem 6. Jahr] erfolgt, gilt in dem im Zeitpunkt dieser Einreihung gegebenen Ausmaß als gesicherte Verwendung"
    Andererseits ist es auch egal, was im Vertrag steht, da der Dienstgeber ab dem 6. Jahr jedenfalls das Stundenausmaß nicht mehr kürzen darf, weil er das nämlich NUR in den ersten 5 Jahren dürfte, wie in https://www.jusline.at/gesetz/vbg/paragraf/90c, Abs. 3, steht: "Bei Vertragslehrpersonen mit einer Gesamtverwendung als Lehrperson an einer inländischen öffentlichen Schule, Universität oder Hochschule, an der Akademie der bildenden Künste, an einer mit Öffentlichkeitsrecht ausgestatteten inländischen privaten Schule, Universität oder Hochschule oder an einer Pädagogischen Hochschule oder der Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik Wien im Ausmaß von weniger als fünf Jahren können die Stunden der nicht gesicherten Verwendung vom Dienstgeber ohne Zustimmung der Dienstnehmerin oder des Dienstnehmers in Wegfall gebracht werden, wobei sich das Monatsentgelt entsprechend ändert."

  • #183

    Evi (Montag, 07 November 2022 22:11)

    Lieber Gary,
    mein Anliegen ist Folgendes:
    Seit 17.10. 2022 bin ich als Vertretungs-Vertragslehrerin an einer NMS Basis 21,00 Stunden tätig ( II L/l2a2 auf die Dauer der Vertretung für dienstverhinderte Lehrer längstens bis 3.09.2023, das BA-Lehramtsstudium abgeschlossen (März 2022), das Diplomstudium abgeschlossen (kein Lehramt- 2007)). Davor war ich 2013/2014, 2014/2015 als Lehrerin an einer HTL tätig (altes Dienstrecht, befristeter Sondervertrag IL/l1).
    Meine Fragen: 1. Wann kann ich frühestens mit einem unbefristeten Vertrag rechnen? 2. Habe ich als Vertretungs-Vertragslehrerin Anspruch auf die Reduzierung meiner Lehrverpflichtung? Ich kann diese 21 Stunden aus Kinderbetreuungs- und Ausbildungsgründen (Kind 8 Jahre alt, Masterstudium Lehramt) nicht schaffen.
    Vielen lieben Dank!
    Liebe Grüße
    Evi

  • #184

    Josef Gary Fuchsbauer (Donnerstag, 10 November 2022 16:07)

    Du bist nun Landeslehrerin und warst früher 2 Jahre als Bundeslehrerin tätig. Der Dienstgeber sieht das als 2 Verträge mit verschiedenen Dienstgebern und zählt die Zeit eher nicht zusammen, sodass es jetzt wieder 5 Jahre dauern kann, bis du einen Dauervertrag bekommst. Allerdings wirst du als MS-Lehrerin außer den beiden HTL-Jahren eher nichts angerechnet bekommen, sodass zumindest noch eine zeitlang der II L Vertrag eh besser bezahlt ist.
    Du hast offenbar aktuell den befristeten Vertrag mit 21 Stunden akzeptiert (auch schon unterschrieben?), sodass eine Verringerung des Stundenausmaßes nur im Einvernehmen mit dem Dienstgeber möglich ist. Da das Kind bereits 8 Jahre alt, hast du aktuell auch kein Recht auf Elternteizeit (gilt nur bis zur Schulpflicht). Meines Wissens ist aber grad eine Gesetzesänderung im parlamentarischen Prozess, die die Teilzeitmöglichkeit auch für Kinder bis 8 Jahre schaffen wird - aber das nutzt dir offenbar auch nichts.
    Du musst also nach einer einvernehmlichen Lösung mit dem Dienstgeber trachten.
    Da du im alten Dienstrecht bist, hast du allerdings im Unterschied zum neuen auch im befristeten Vertrag ein Kündigungsrecht mit einer Frist von nur einem Monat, aber nur zu einem Monatsende. Vielleicht nutzt dir das beim Verhandeln was, wenn sie dich nicht ganz verlieren wollen . . .

  • #185

    Kathi (Freitag, 18 November 2022 10:55)

    Hallo Gary,

    ich wurde 2020 (AHS in Wien) auf IIL umgestellt (davor zwei Jahre im Sondervertrag) und bin aktuell in meinem 5. Dienstjahr. Jetzt bin ich schwanger und der GT wird Ende Mai/Anfang Juni sein. Meine aktuelle Info (laut GÖD) ist, dass, wenn die Direktion nicht um frühzeitige Umstellung auf IL ansucht bzw. wenn diese nicht genehmigt wird, mein Vertrag mit Ende des Schuljahres abläuft und ich mich erneut bewerben muss, stimmt das?

    Danke für deine Hilfe!

    Liebe Grüße
    Kathi

  • #186

    thomi (Freitag, 18 November 2022 22:29)

    Hallo Gary,

    ich möchte unbedingt HTL-Lehrer werden. Ich schildere dir somit kurz meine Ausgangssituation:

    - 4 Jahre Lehre Konstruktion
    - 4 Jahre Facharbeiter Konstruktion ( 2 Jahre Teilzeit und 2 Jahre Vollzeit)
    -1,5 Jahre Berufserfahrung nach dem Bachelor (Maschinenbau)

    kommendes Jahr werde ich mit dem Master in MB fertig. Ich habe gelesen, dass die Berufspraxis nachdem Studium erfolgen muss, aber dabei auch schon anderes gehört.
    1.) Ist es ein Problem, dass es ein FH-Studium ist?
    2.) Wie ist das jetzt wirklich?
    3.) Kann man als HTL-Lehrer vollzeitbeschäftigt sein, und zusätzlich in der Abend-HTL unterrichten?
    4.) Kann man auch Mathematik mit einem MB Studium unterrichte
    5.) Wie sinnvoll oder besser wäre es, zuvor noch ein Doktorrat zu machen? (z.B. statt einer normalen Berufspraxis)
    6.) Du redest immer wieder von Fächerzulagen. Wo kann ich diese Zulagen Fächerspezifisch für z.B. Mechanik, Mathematik, Konstruktionsübungen, Fertigungstechnik, etc. finden?
    7.) Wie viele Stunden hat man an der HTL tatsächlich abzuhalten?
    8.) Wie schätzt du die Lage in den nächsten Jahren in den HTL´s ein? Im Bezug auf neue Stellen in meinem Bereich?

    Ich möchte mich im Voraus bedanken,
    Liebe Grüße
    Thomi

  • #187

    Gary (Dienstag, 22 November 2022 14:24)

    zu #185:
    a)
    Beim aktuellen Mangel an Lehrer*innen, wirst du auch nach der Rückkehr aus der Karenz eine Stelle bekommen,
    selbst wenn dein II-L-Vertrag ausgelaufen sein sollte.
    Da du dann bereits 5 Jahre Unterricht + Mutterschutz + Karenz als II-L-Lehrerin hättest
    (Abs. (1), Zif. 2. in https://www.jusline.at/gesetz/vbg/paragraf/90l), hast du
    Anspruch auf einen I-L-Dauervertrag (https://www.jusline.at/gesetz/vbg/paragraf/90k mit der
    Einschränkung von Abs. (3) in § 90l).

    b)
    Wenn du nicht bis Frühsjahr einen Dauservertrag bekommst (die Schule soll ihn doch beantragen,
    weil's die Sache für alle einfacher macht), tritt der von Ministerialrat Rubin - s.u. -
    schon vor Jahren beschriebene Fall ein, gemäß dem du als Schwangere nicht benachteilgt werden
    darfst und daher dein Vertrag nicht einfach verlorengehen darf.
    LG Gary

    Siehe https://www.oeliug.at/2017/11/18/gehaltstabelle-f%C3%BCr-lehrerinnen-2018/, was ich dort unter #234 geschrieben habe:

    Bezueglich des Problems befristeter Vertrag und Auslaufen (zB waehrend der Mutterschutzfrist, sodass bei Beginn der Karenzzeit und des Kinderbetreuungsgeldbezugsbeginns kein Vertrag bestuende) haben wir vom ZA-BMHS folgende Aussendung an alle BMHS-Personalvertretungen gemacht:

    Wien, am 21. September 2017
    ZA-Zl.: 2017/203, Mag. Be/Eß

    Klarstellung betreffend Weiterverwendung schwangerer Kolleginnen mit befristeten Verträgen erreicht!

    Liebe Kolleginnen und Kollegen,

    Kolleginnen mit befristeten Dienstverträgen hatten bislang oftmals Schwierigkeiten,
    nach Meldung einer Schwangerschaft einen „Folgevertrag“ zu erhalten.
    Mehrmals hat der Zentralausschuss BMHS deshalb im Bildungsminsterium zu Gunsten der Kolleginnen erfolgreich interveniert.
    Zusätzlich haben wir ein Schreiben an die LSR/SSR angeregt, aus dem klar hervorgeht,
    dass aus dem Titel der Schwangerschaft keine Benachteiligung hinsichtlich eines Folgevertrages entstehen darf.
    Wir haben nun ein diesbezügliches Schreiben von Mag. Rubin (Geschäftszahl BMB-532/0002-III/5/2017) in der Hand und zitieren auszugsweise:
    „Bei einer nachfolgenden Bewerbung im Folgejahr ist die gemeldete Schwangerschaft jedenfalls kein Grund diese Bewerbung abzulehnen und eine Weiterbeschäftigung nicht vorzunehmen.
    Eine Ablehnung der Weiterbeschäftigung kann auch alleine nicht damit begründet werden,
    dass die Bedienstete in unmittelbaren zeitlichen Zusammenhang mit der Weiterbestellung in das
    Beschäftigungsverbot geht,
    oder einen Karenzurlaub nach den Elternkarenzbestimmungen antritt und demzufolge eine (weitere) Vertretung aufzunehmen ist.
    Die vorliegende und gemeldete Schwangerschaft stellt keinen sachlichen Grund dar, das Dienstverhältnis nicht weiter zu verlängern, löst aber auch keinen zwingenden Rechtsanspruch auf
    Weiterbeschäftigung aus.“
    Wir ersuchen daher, diese Information der Kollegenschaft weiterzuleiten und hoffen, damit ein für alle Mal mögliche Ungerechtigkeiten gegenüber schwangeren Kolleginnen mit befristeten Verträgen aus
    der Welt geschafft zu haben.

    Mit freundlichen Grüßen
    Prof.in HRin Mag.a Gerlinde BERNHARD
    Vorsitzende des ZA-BMHS

  • #188

    Gary (Dienstag, 22 November 2022 14:32)

    zu #186: a) du kannst dich aufgrund deiner fachlichen Ausbildung und Berufspraxis sofort als Fachpraxislehrer an einer HTL bewerben, was allerdings ein 4-jähriges nebenberufliches PH-Studium in den ersten HTL-Jahren bedeutet. Das ist zwar so organisiert, dass es tatsächlich neben dem vollen Unterricht zu schaffen ist (und im 3. Jahr gibt es auch dafür ein halbes Jahr Sonderirlaub bei weiterlaufendem Grundbezug), aber durch dein abgeschlossenes Bachelorstudium bist du eigentlich dafür überqualifizert (wärst aber nicht der erste ...)
    Da du bereits mehr als ein Jahr Praxis nach dem Bachelor hast, kannst du dich allerdings auch als Quereinsteiger bewerben - siehe den entsprechenden Artikel in
    https://archiv.oeli-ug.at/krkr2207.pdf, wo die weiteren Infos verlinkt sind.
    Details dann gern per Mail an fuchsbauer@oeli-ug.at

  • #189

    Gary (Dienstag, 22 November 2022 14:55)

    zu den Unterrichts- und Bezahlungsfragen von #187:
    1.) Ist es ein Problem, dass es ein FH-Studium ist?
    Ein FH-Abschluss auf Masterebene ist genauso ein Masterabschluss wie an einer anderen Hochschule oder Universität (die frühere Einschränkung, dass der Master ein Doktoratsstudium ermöglichen muss, ist wohl irrelevant, weil das mittlerweile doch jeder Master tut).
    3.) Kann man als HTL-Lehrer vollzeitbeschäftigt sein, und zusätzlich in der Abend-HTL unterrichten?
    Abend-HTLs sind doch sowieso im Normalfall Teil einer (Tages-)HTL und die Stunden am Abend zählen genauso, wie die am Tag. Da ist kein Unterschied.
    4.) Kann man auch Mathematik mit einem MB Studium unterrichten.
    Ja, bei den Quereinstiegsinfos des BMBWF ist das sogar als Beispiel angeführt.
    5.) Wie sinnvoll oder besser wäre es, zuvor noch ein Doktorrat zu machen? (z.B. statt einer normalen Berufspraxis)
    Doktorat bringt für die Unterrichtsqualifikation gar nichts.
    6.) Du redest immer wieder von Fächerzulagen. Wo kann ich diese Zulagen Fächerspezifisch für z.B. Mechanik, Mathematik, Konstruktionsübungen, Fertigungstechnik, etc. finden?
    Die von dir angeführten Beispiele sind alles Fächer der Lehrverpflichtungsgruppen 1 oder 2 und fallen damit in die "große" Fächerzulage. Wir veröffentlichen die Zahlen immer auf einem A4-Blatt mit allen anderen Lehrer*innen-Gehalts- und Zulagenwerten. Für 2022:
    http://archiv.oeli-ug.at/GehaltsTabLehr2022.pdf
    (Sobald die Gehaltsverhandlungen abgeschlossen sind, gibt es http://archiv.oeli-ug.at/GehaltsTabLehr2023.pdf). Links unten stehen die Zahlen für das nun gültige neue Dienstrecht, darunter auch die 36,9-Zulage.
    7.) Wie viele Stunden hat man an der HTL tatsächlich abzuhalten?
    Wenn man nur solche Fächer unterrichtet, sind es 20 Stunden (wenn allerdings eine Abschlussklasse dabei ist, zählt die nur ca 0,8). Wenn bei allen die Zulage anfällt, erhöht sich das Monatsgehalt von 2908,20 (in Stufe 1) um 738 Euro.
    8.) Wie schätzt du die Lage in den nächsten Jahren in den HTL´s ein? Im Bezug auf neue Stellen in meinem Bereich?
    Da werden immer freie Stellen sein; das war in den 41 Jahren, seit ich das beobachte, immer so

  • #190

    Mimi (Mittwoch, 23 November 2022 19:39)

    Hallo

    ich habe einen Masterabschluss und unterrichte seit 6 Jahren (als Quereinsteigerin) an einer AHS Biologie. Mein Vertrag wurde 11/2021 auf einen unbefristeten Vertrag umgestellt. Jetzt lese ich zum ersten Mal etwas von einer 60 ECTS Ausbildung, die innerhalb von 5 Jahren zu absolvieren ist. Um den Artikel X aus meinem Vertrag weg zu bekommen habe ich ein Lehramsstudium inskribiert. Dieses bin ich gerade dabei abzuschließen (Bachelor)
    Nun bin ich gerade in Karenz und möchte nach meiner Karenz Bildungskarenz beantragen. In dieser Zeit möchte ich das Bachelorstudium abschließen - nur währen der Bildungskarenz hat man keinen Kündigungsschutz. Heißt das, dass es sein kann, dass ich nach der Bildungskarenz nicht mehr zurück an die Schule kann bzw. sich mein Vertrag verändern kann (obwohl es ein unbefristeter L1 Vertrag ist?

  • #191

    BiMa (Sonntag, 27 November 2022 13:12)

    Guten Tag!

    Vorab vielen Dank für die tolle Arbeit, die ihr leistet!

    Nun zu meiner Frage: Ich arbeite seit dem SJ 2019/2020 als Lehrerin, erst 3 Jahre an einer Wiener MS, seit September an einer Wiener AHS.

    Aktuell bin ich schwanger, GT im Juni.

    Was, wenn ich nach Ende der Karenzzeit zurück an eine MS gehen würde - würden in dem Falle zumindest die 3 Jahre, die ich schon als Landeslehrerin verbracht habe, in die Gesamtverwendungsdauer bis zum unbefristeten Vertrag eingerechnet werden? Oder würden die 5 Jahre von vorne zu laufen beginnen?

    Vielen Dank im Voraus!

  • #192

    Gary (Mittwoch, 30 November 2022 06:46)

    Du wirst nicht gekündigt werden, wenn dein Bildungskarenzansuchen genehmigt wird.
    Ich nehme an, du hast ein Bilogiefachstudium auf Masterebene abgeschlossen und deshalb
    (zunächst einen befristeten II L / L1- und nun) einen I L / L1 Dauervertrag bekommen.
    Wenn du nun zusätzlich ein Lehramtsstudium als Bachelor abschließt, wird keine weitere
    Ausbildung mehr verlangt werden, da auch bei den Quereinsteiger*innen im alten Dienstrecht
    (und nicht nur bei den jetzt neuen Regelungen für Quereinstieg im neuen Dienstrecht) zusätzlich zum vorhandenen Ma(gi)ster oder Dipl.Ing. nur eine 60-ECTS-Pädagogikausbildung verlangt wurde (die du mit deinem Abschluss (über)erfüllen wirst).

  • #193

    Gary (Mittwoch, 30 November 2022 06:56)

    (#192 ist Antwort zu #190, nun) zu #191:
    Die 5 Jahre beim selben Dienstgeber müssen nicht hintereinander liegen, sodass du beim Wiedereinstieg als Landeslehrerin der Bildungsdirektion Wien dann im 4. Dienstjahr bist. Allerdings ist die Regelung, dass es spätestens im 6. Dienstjahr einen Dauervertrag geben muss, nicht die einzige, sondern ein Dauervertrag ist zu geben, wenn zumindest zum Teil dauerhafte (sogenannte "gesicherte") Stunden unterrichtet werden - was beim aktuellen Lehrer*innenmangel wohl leicht der Fall sein kann.

  • #194

    andi (Freitag, 02 Dezember 2022 12:49)

    Lieber Gary,

    ich hätte folgende Frage:

    Kann man als Lehrer ein volles Dienstverhältnis ausführen und zusätzlich dazu noch ein halbes in einer anderen Schule oder Unterrichtsform (z.B Vollzeit HTL-Lehrer + Teilzeit in Abend-HTL; oder Vollzeit in einer HTL und Teilzeit in einer anderen)?

    Danke im Voraus,
    Andreas

  • #195

    Gary (Montag, 05 Dezember 2022 04:22)

    Die in Klammer angeführten Beispiele sind ebenso wie das Dienstverhältnis Tätigkeiten als Bundeslehrer und daher Mitverwendungen. Diese sind möglich, wenn ein Mitverwendungsantrag in der Schule gestellt und bewilligt wird. Wenn neben der Tätigkeit als Bundeslehrer auch als Landeslehrer oder außerhalb des Schulbereichs gearbeitet wird, sind dazu jeweils eigene Dienst-/Arbeitsverhältnisse erforderlich, die als Nebenbeschäftigung in der Schule zu melden sind. Nebenbeschäftigungen kann der Dienstgeber untersagen, wenn sie dem Ruf eines Beamten schaden oder zu befürchten ist, dass durch die zeitliche Belastung die Aufgaben als Beamter nicht in vollem Umfang erfüllt werden.

  • #196

    Thorsten (Dienstag, 06 Dezember 2022 10:57)

    Guten Tag,

    als BHMS-Lehrer benötigt man ja eine gewisse Anzahl an Facheinschlägigen Berufspraxisjahren. Das sind 3 Jahre auf Basis Vollzeit, ist das richtig?
    Müssen diese zwingend nachdem Facheinschlägigen Studium gemacht werden, oder zählen diese auch bereits wenn man sie vor einem Studium gemacht hat?

    Danke, Thorsten

  • #197

    Gary (Donnerstag, 08 Dezember 2022 12:26)

    Falls es sich um ein Fachtheoriefach o.Ä. handelt:
    https://www.jusline.at/gesetz/vbg/paragraf/38, Abs. 2a, Zif. 2 ist da ganz eindeutig: "die nach dem Erwerb eines facheinschlägigen Mastergrades (Diplomgrades) zurückzulegende erforderliche Berufspraxis." und n Abs. 3, Zif. 2: "eine nach dem Erwerb eines Bachelorgrades bzw. Diplomgrades zurückzulegende erforderliche Lehr- oder Berufspraxis "
    Anders ist es nur in der Fachpraxis, weil ja hier das Studium erst berufsbegleitend in den ersten Unterrichtsjahreen gemacht werden muss: "(5) Bei einer Verwendung in fachpraktischen Unterrichtsgegenständen, in den Unterrichtsgegenständen Didaktik, Praxisunterricht und Praxiskindergarten/Praxishort an Bildungsanstalten für Elementarpädagogik und an Bildungsanstalten für Sozialpädagogik sowie im Fachbereich Soziales an Fachschulen für Sozialberufe kann die erforderliche Berufspraxis gemäß Abs. 3 Z 2 auch vor dem Studium zurückgelegt werden und das Erfordernis gemäß Abs. 3 Z 1 lit. a berufsbegleitend absolviert werden."

  • #198

    Isa (Sonntag, 18 Dezember 2022 16:00)

    Können Sie mir sagen, wieviel ich als Volksschullehrerin mit Sondervertrag verdienen würde?

    Vielen Dank

  • #199

    Gary (Sonntag, 18 Dezember 2022 17:47)

    Liebe Isa, das sind zu wenig Informationen für eine detaillierte Antwort.
    Warum Sondervertrag? Welche Voraussetzungen für die Anstellung sind erfüllt und welche nicht?
    Das Gesetz https://www.jusline.at/gesetz/lvg/paragraf/3 sieht im Absatz 11 eine Anstellung mit voller pd-Bezahlung (Anfangsgehalt 2023: 3116,10 Euro) vor, wenn Sie "den Nachweis der Zuordnungsvoraussetzungen nicht zur Gänze erbringen, wenn zu erwarten ist, dass sie die Zuordnungsvoraussetzungen erfüllen werden", also in absehbarer Zeit die notwendige Ausbildung abschließen werden. Aber gem. Absatz 11a "dürfen Personen mittels Sondervertrag gemäß § 36 aufgenommen werden, wobei das sondervertraglich festgelegte Monatsentgelt das bei einer Einstufung in die Entlohnungsgruppe pd vorgesehene Entgelt um bis zu 30% unterschreiten kann."

  • #200

    Thorsten (Montag, 19 Dezember 2022 11:12)

    Danke für die Antwort (#197) Gary.

    Ich frage mich jedoch noch, wieviel Zeit man dann nach dem Erhalt des Mastertitels arbeiten soll/muss, bevor man z.B als HTL-Lehrer unterrichten kann?

    Danke,
    Thorsten

  • #201

    Gary (Montag, 19 Dezember 2022 21:24)

    WIe du in #186 eh schon selbst geschrieben hast: Die erforderlichen Praxiszeiten wurden kürzlich für so ziemlch alle Fälle auf 3 Jahre vereinheitlicht.
    Im Rahmen der neuen Quereinstiegsregeln wird aufgrund des Mangels an Lehrpersonen - laut
    Aussage von Sektions-Chefin Scheuringer bei einem Gespräch zufällig heute - allerdings nur
    die Hälfte verlangt und wird die dann in der Schule gesammelte Unterrichtspraxis auch gewertet -
    und man muss sowieso innerhalb der ersten 8 Jahre die 60-ECTS-Pädagogikausbildung an der
    PH machen, bevor man die Anstellungsbedingungen voll erfüllt. Allerdings wird
    a) diese Ausbildung an den PHs so angeboten, dass sie tatsächlich neben vollem Unterricht
    innerhalb eines Jahres zu schaffen ist und
    b) wird man von Anfang an voll bezahlt.

  • #202

    Clemens (Freitag, 30 Dezember 2022 11:44)

    Hallo, ich unterrichte seit 3 Jahren mit Sondervertrag (pd mit 95% Gehalt) an einer MS. Laut Bildungsdirektion muss ich innerhalb von 5 Jahren 30 ECTS an einer PH absolvieren. Im Sommer habe ich diese 30 ECTS absolviert. Ich wollte jetzt in Erfahrung bringen, ob ich nach Abschluss dieser 30 ECTS aus dem Sonervertrag ausscheide und einen regulären Vertrag bekomme. Bzw. ob ich danach ein volles Gehalt beziehe oder ob ich bis zu meiner Pension nur 95% Gehalt bekomme.
    Vielen Dank für die Auskunft.

    LG Clemens

  • #203

    Teresa (Freitag, 30 Dezember 2022 12:55)

    Lieber Gary,

    ich bin Lehrerin (Mag, pD, Sondervertrag -15%) an einer Sonderschule (aber Bundesschule) und werde an einer AHS mitverwendet. In dieser AHS unterrichte ich 6 Stunden in meinem geprüften Fach Spanisch in der SEKII. Sollte ich für diese Stunden nicht volles Gehalt bekommen, wenn ich doch als AHS Lehrerin auch an einer AHS arbeite oder ist dies bei einer Mitverwendung nicht möglich? Fächervergütung erhalte ich ebenfalls nicht, mit der Begründung, dass es das Fach Spanisch an meiner Stammschule nicht gibt und somit nicht verrechnet werden kann.

    Vielen Dank im Voraus für die Antworten.

    Liebe Grüße
    Teresa

  • #204

    Gary (Freitag, 30 Dezember 2022 13:20)

    zu #202: Hallo Clemens, einerseits ist aus dieser minimalen Info keine Antwort ableitbar; andererseits ist die richtige Ansprechstelle natürlich der Dienstgeber, der sich a) an die Gesetze zu halten hat und b) gemäß diesen auch Auskunft zu geben hat.

  • #205

    Gary (Freitag, 30 Dezember 2022 13:34)

    #203: Liebe Terresa! Díe Begründung, dass ein Abrechnungsprogramm etwas nicht verrechnen kann, ist natürlich nicht gesetzeskonform. Die Fächervergütung steht gem. VBG zu und der Dienstgeber hat sie zu zahlen und es ist sein Problem, das verrechnungstechnisch zu lösen.
    Wie aber die korrekte Bezahlung ohne pd-Abschlag zu erreichen ist, wenn ein -15%-Vertrag besteht, weiß ich auch nicht. Vermutlich ist hier wohl danach zu trachten, dass ein pd-Vertrag für die AHS-Beschäftigung ausgestellt wird. Ich würde mit der Personalvertretung und der Schulleitung an der AHS sprechen. Ich werde bei den ÖLI-AHS- und APS-Personavertreter*innen sprechen, ob jemand Erfahrung mit so einer Situation hat.

  • #206

    anonym (Freitag, 30 Dezember 2022 20:30)

    Lieber Gary!

    Wir haben an meiner Schule folgenden Fall. Es sind zu wenige Englischstunden für beide da. Der Direktor möchte nun diejenige behalten, die gerade erst einen fertigen Bachelor hat, weil sie angeblich ein besseres Zweitfach hat. Die andere ist eine um einiges ältere Mutter und hat eine fertige Ausbildung mit UP sowie mehrere Jahre Unterrichtserfahrung, aber noch kein L1.
    Es ist bei beiden der gleiche Arbeitsvertrag, L2, also ist es korrekt.

    Studenten werden nun zu ernsthaften Konkurrenten für fertig ausgebildete Lehrer mit Berufserfahrung?
    Das ist eine tolle Werbung für den Lehrerberuf.
    Ich bitte Sie, um Ihre Meinung!

    Danke im Voraus!

    Liebe Grüße!

  • #207

    Gary (Freitag, 30 Dezember 2022 22:12)

    #206 mutet ein wenig eigenartig an. Einerseits gibt es in viiiielen Bereichen zu wenig Lehrpersonen, andererseits werden hier offenbar Leute hinausgedrängt. Außerdem ist mit diesen wenigen anonymen Hinweise keine ernsthafte Antwort möglich. L1 meint wohl Dauervertrag I L oder auch in pd. L2 meint wohl einen bedristeten II L Vertrag im alten Dienstrecht. Jedenfalls: Bitte die Personalvertretung einschalten, die gem. PVG § 2 auf die Einhaltung der Gesetze zu achten hat. Und dazu gehört, dass zunächst jene weiterzubeschäftigen sind, die alle Anstellungsbedingungen (in der Sekudarstufe 2 gehört dazu auch der Masterabschluss) erfüllen und erst danach andere an die Reihe kommen können.

  • #208

    anonym (Samstag, 31 Dezember 2022 12:30)

    Lieber Gary!

    Viele herzlichen Dank für Ihre verständnisvolle und hilfreiche Rückmeldung.
    Sie machen hier wirklich eine tolle Arbeit!
    Meine Schule ist in der Sekundarstufe 2. Ich bitte Sie, mir den Paragraph zu sagen, wo man es gesetzlich nachlesen kann, dass in der Sek. 2 ein Master als Anstellungserfordernis benötigt wird.

    Liebe Grüße!

  • #209

    Gary (Samstag, 31 Dezember 2022 13:25)

    https://www.jusline.at/gesetz/vbg/paragraf/41
    beginnt mit:
    "(1) Voraussetzung für den Einsatz in allgemein bildenden Unterrichtsgegenständen in der Sekundarstufe 2 ist der Abschluss des Masterstudiums"

  • #210

    Anna (Sonntag, 01 Januar 2023 11:53)

    Lieber Gary,

    ich bin im 5. Unterrichtsjahr und meine Fachkollegin hat gerade nach dem Master zu unterrichten begonnen. Es gibt für uns beide zu wenig Stunden, da ein älterer Kollege aufstocken wird.
    Hätte ich Anspruch auf die Stunden, da ich bereits länger unterrichte? Noch kein L1
    VBG Paragraf 90m im 4. Absatz

    Vielen Dank für die Auskunft!
    LG, Anna

  • #211

    Anna (Sonntag, 01 Januar 2023 12:21)

    Ergänzend zum vorherigen Eintrag. Der Direktor möchte die jüngere Fachkollegin behalten, weil ich aufgrund eines Kleinkindes nur Teilzeit arbeiten will. Natürlich gibt er das nicht offen zu, aber nachdem ich letztes Jahr eine ausgezeichnete Beurteilung erhalten habe und es sonst trotz mehrmaligem Nachfragen keine Kritik an mir gibt, kann ich es mir nicht anders erklären.
    Man hat ja ein Recht auf Teilzeit bis zum Schuleintritt, aber das gilt nicht für L2 Lehrer?
    Kann er mich hinauswerfen, weil ich nicht zu viele Stunden unterrichten will?

    Vielen Dank!

  • #212

    Danny (Sonntag, 01 Januar 2023 13:37)

    Zu #202 - Lieber Clemens, die 30 ECTS sind die Grundvoraussetzung für deine Anstellung (pädagogische Grundausbildung). Ich kann daraus ableiten, dass du kein Lehramt absolviert hast, daher ist auch kein regulärer Vertrag möglich. Die 95% bleiben dir also erhalten. Du hast 2 Möglichkeiten, um einen abschlagsfreien Vertrag zu erhalten - Lehramtstudium absolvieren oder es über den neuen Quereinstieg probieren. Wenn du genauere Infos brauchst, dann schreib mir unter: noack(a)oeli-ug.at
    LG Danny

  • #213

    Gary (Sonntag, 01 Januar 2023 13:51)

    a) Benachteilgung wegen Elternschaft darf es nicht geben und die Elternteilzeitregelung wurde sogar grad ausgeweitet und gilt nun bis das Kind 8 wird.
    b) Der zitierte § ist auch eindeutig. Und wie oben geschrieben: Bitte die Personalvertretung einschalten, die gem. PVG § 2 auf die Einhaltung der Gesetze zu achten hat.

  • #214

    Lisa (Montag, 02 Januar 2023 18:01)

    Lieber Gary!

    Zur Zeit unterrichte ich einer AHS 9 Stunden (Teilzeit aufgrund eines Kindes) im 5. Unterrichtsjahr.
    Für nächstes Schuljahr sind auch nur diese 9 Stunden vorgesehen.
    Reichen diese aus um von der Bildungsdirektion einen Dauervertrag zu bekommen oder
    brauche ich dafür mindestens 11 Stunden?

    Danke für deine Hilfe!

    LG, Lisa

  • #215

    Gary (Montag, 02 Januar 2023 23:07)

    Es ist im 6. Jahr als Bundeslehrer*in auch bei nur 9 Stunden ein Dauervertrag auszustellen.
    (An BMHS gibt es viele nebenbeschäftigte Lehrer*innen mit unter 50% und Dauervertrag.)

  • #216

    Sandra (Montag, 09 Januar 2023 20:47)

    Lieber Gary!

    Thema: Dienstvertrag - befristet/unbefristet
    Infos: 3. Dienstjahr (1 Jahr Sonderschule, 2 Jahre AHS) , Vollzeitanstellung, befristeter Vertrag, neues Dienstrecht, abgeschlossenes Diplomstudium

    Als ich mich an der AHS beworben habe wurde mir versichert, dass es sich um gesicherte Stunden handelt. (1xPension - jene Person sollte ich vollzeit ersetzen)
    Weiters gab/gibt es noch weitere Karenzen und Abgänge im betreffenden Fach.
    Außerdem wurden letztes Jahr zusätzlich Studierende aufgenommen um die Stunden bewältigen zu können.
    Dieses Jahr ging erneut eine Lehrperson im betreffenden Fach in Pension und auch kommendes Jahr wird wieder eine Lehrperson in Pension gehen, weshalb heuer noch einmal zwei Lehrkräfte aufgenommen wurden.
    Nun habe ich schon letztes einen Dienstvertrag erhalten, der besagt, dass ich nur eine Vertretungsstelle habe (befristeter Vertrag). Und auch heuer steht das selbe drin, mit dem Unterschied, dass ich Lehrpersonen vertrete, welche aktuell (vollzeit) im Dienst sind.
    Ist dieser Vertrag dann überhaupt gültig?
    Versucht die Bildungsdirektion meine Fixanstellung künstlich hinauszuzögern? (trotz Lehrermangel im betreffenden Fach)

    Bin über 30 und möchte im Falle einer Schwangerschaft keine Probleme bekommen mit meiner Anstellung. Habe das Gefühl ich muss mein Leben an die Kettenverträge anpassen..

    Lieben Gruß

  • #217

    Gary (Montag, 09 Januar 2023 21:12)

    Liebe Sandra! Da du im neuen Dienstrecht bist, wirst du mit einem befristeten Vertrag gleich bezahlt, wie mit einem unbefristeten. Da du im Rechtsstaat Österreich lebst, darfst du durch Schwanger-/Elternschaft nicht benachteiligt werden. Siehe dazu auch oben die zitierte Aussendung in #187.
    Wenn du tatsächlich einen Vertrag hast, dessen Befristung mit der Vertretung einer selbst voll unterrichtenden Person begründet ist, solltest du dich an die Personalvertretung wenden, die ja gem. https://www.jusline.at/gesetz/pvg/paragraf/2 auf die Einhaltung aller zugunsten der Lehrer*innen geltenden Bestimmungen zu achten hat.

  • #218

    anonym (Dienstag, 10 Januar 2023 13:30)

    Liebe Sandra!
    Dieses Problem haben viele Lehrerinnen... Ich bin im dritten Dienstjahr mit einem L2 Vertrag schwanger geworden und mein Vertrag wurde nicht verlängert und ich musste mich vor dem Mutterschutz arbeitslos melden. Es ist eine Frage deines Alters. Ich hatte schon mit einigen Nachteilen zu kämpfen, vor allem finanziell. Das einkommensabhängige Karenzgeld kriegst du nicht und du kannst keine Bildungskarenz im 2. Jahr machen. Du kannst auch nicht die Karenz kurzfristig verlängern. Während andere Mütter mit dem Stillen beschäftigt waren, musste ich Bewerbungen schreiben. Der Wiedereinstieg war bei mir alles andere als rosig, weil viele glauben, dass die eh bald wieder schwanger wird und man ist somit nicht die 1. Wahl. L1 Lehrer können hingegen die Stunden reglementieren, da ja auch die Krabbelstube 10h verlangt. Solange die biologische Uhr nicht tickt, würde ich mir diesen Stress nicht mehr antun.

    Alles Gute!

  • #219

    Gary (Dienstag, 10 Januar 2023 20:09)

    Liebe Kollegin "anonym"! Ich kann natürlich nicht beurteilen, ob die Nichtverlängerung des Vertrages aufgrund der Schwangerschaft erfolgte oder wegen Arbeitsmangels unabwendbar war.
    Falls ersteres, dann hätte die Personalvertretung eingreifen müssen. Auch sähe ich dann die Fürsorgepflicht des Dienstgebers (Schulleitung und Schulaufsicht/Bildungsdirektion) verletzt, weil diese ja die negativen Auswirkungen bis hin zur dann nicht möglichen Wahl einer Kinderbetreuungsgeldvariante kennen.
    Allerdings sehe ich derzeit und in absehbarer Zeit aufgrund des immer noch zunehmenden Mangels an Lehrerinnen und Lehrern keine Gefahr von auslaufenden Verträgen und nachfolgendem Stress.
    LG Gary, Vater von 5 Kindern

  • #220

    anonym (Dienstag, 17 Januar 2023 13:08)

    Lieber Gary!

    Ich bin der Fall aus 206. Mir wurde von der PV mitgeteilt, dass sie mich nicht behalten können, da es zu wenige gesicherte Stunden für L1 Lehrer gibt. Jede Schule hat nur ein bestimmtes Kontingent an L1 Stunden.
    Die beiden Gesetzestexte treffen daher auf mich leider nicht zu.

    Dennoch herzlichen Dank für deine Hilfe!

    Liebe Grüße!

  • #221

    Hannes (Dienstag, 17 Januar 2023 13:26)

    Liebe anonym #220 und #206. Das ist sehr eigenartig. Ich würde dir raten mich oder Gary zu kontaktieren. Prinzipiell müsste die PV nämlich schon die von Gary genannten Punkte bei der Schulleitung anführen. Deinen Fall würde ich auch der Sektionschefin Scheuringer vorlegen.

    Garys Nummer ist 0680 2124358 und meine 0650 9254988.

  • #222

    anonym (Dienstag, 17 Januar 2023 13:56)

    Das ist wirklich sehr nett von euch. Ich bin aber nur Mitglied bei der GÖD und ich möchte eure Zeit nicht weiter gratis in Anspruch nehmen.
    Ich habe zu viel Angst, dass mich dann kein Direktor mehr nimmt, wenn das zu sehr öffentlich wird.
    Ich werde auch an einer anderen Schule Stunden bekommen.

    Liebe Grüße!

  • #223

    Anonym (Donnerstag, 19 Januar 2023 11:55)

    Lieber Gary,

    ich befinde mich nun im 6. Dienstjahr: 4 Jahre NMS (davon 2 Jahre als Sondervertragslehrerin) und 2. Jahr an einer BHS. Anfang dieses Schuljahres habe ich ein formloses Ansuchen über den Dienstweg eingereicht und um Umstellung auf ein unbefristetes Verhältnis gebeten. Da ich seitdem nichts mehr gehört habe, habe ich nochmals an die Bildungsdirektion geschrieben. Die Antwort nun: Da dies erst mein zweites Dienstjahr als Bundeslehrerin ist, werde ich nicht in ein unbefristetes Dienstverhältnis umgestellt, sondern soll um Weiterverwendung ansuchen. Ist dies rechtens? Ich dachte, dass die Schulart keine Rolle spielt.
    Danke für deine Antwort!

  • #224

    Hannes (Donnerstag, 19 Januar 2023 15:54)

    Ad #223:
    Formal ist das rechtens.
    In der NMS bist du Landeslehrperson, jetzt eben in der BMHS Bundeslehrperson. Dieser Wechsel gilt formal als Dienstgeberwechsel. Erst im 6. Dienstjahr beim selben Dienstgeben (als Bundeslehrperson) wirst du dann de iure in ein unbefristetes Dienstverhältnis umgestellt.
    Nur für die Bezahlung macht es im neuen Dienstrecht keinen Unterschied mehr, ob unbefristeten oder befristestes DV.