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Sonderverträge und Artikel X Verträge ab dem sechsten Jahr unbefristet

Bild:spagra
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Bei den sogenannten Artikel X und den Sonderverträgen nach § 36 VBG (Vertragsbedienstetengesetz) handelt es sich um Verträge für Lehrer*innen im alten Dienstrecht, die entweder die vollen Anstellungserfordernisse nicht erfüllen (Artikel X) oder Lehrer*innen mit Sondervertragsvereinbarung gem. Rundschreiben 20/2015 der Technischen Fächer, Mathematik, Physik, Chemie und Informatik sind.

 

Unbefristet,

wenn Beschäftigung „über eine Gesamtdauer von fünf Schuljahren“ hinausgeht 


Im aktuellen Erlass des Ministeriums, der kürzlich an alle Bildungsdirektionen erging, ist endlich geklärt, dass:

  • für die Lehrer*innen mit Sonderverträgen „Weiter- und Wiederbestellungen“ zulässig sind, „wenn geeignete Vertragslehrpersonen, die die Einreihungserfordernisse erfüllen, trotz Ausschreibung …. nicht gefunden werden“,
  • die „Verträge im Rahmen solcher Weiter- und Wiederbestellungen“ höchstens auf ein Schuljahr „befristet abgeschlossen werden dürfen“,
  • bei einer Beschäftigung, die „über eine Gesamtdauer von fünf Schuljahren“ hinausgeht, „das Dienstverhältnis auf unbestimmte Zeit zu verlängern“ ist und
  • für die, die schon jetzt mehr als 5 Jahre haben: "Soweit Personen mit Verträgen nach Art. X des Bundesgesetzes BGBl. Nr. 350/1982 im Dienstverhältnis stehen, deren Gesamtverwendungsdauer fünf Schuljahre bereits überschritten hat, sind die Dienstverträge (mit dem aktuell vereinbarten Beschäftigungsausmaß) als auf unbestimmte Zeit eingegangen umzustellen."

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Kommentare: 54
  • #1

    Max (Dienstag, 19 Mai 2020 08:49)

    Ich bin mittels mittlerweile unbefristeten Sondervertrag (Bewegung und Sport) in einer NMS angestellt.
    Habe ich als Sondervertragslehrer (unbefristet) auch nach 5 Jahren den Anspruch auf Vollbeschäftigung auf unbestimmte Zeit?
    Danke für die Hilfe.

  • #2

    Josef Gary Fuchsbauer (Dienstag, 19 Mai 2020 09:56)

    Beantragen kann man das sicherlich;
    aber aus dem Wort Sondervertrag erschließe ich, dass nicht alle Anstellungserfordernisse erfuellt sind und daher die Bildungdsdirektion mehr Stunden (also eine Erhoehung deines Vertragsausmaßes) nur geben darf, wenn keine vollgeprueften Bewerber*innen da sind.
    Wenn allerdings die Stundenanzahl erhoeht wird, dann erhoeht sich auch das Vertragsausmaß.
    Bei einem Dauervertrag kann der Dienstgeber nicht einseitig sagen: naechstes Jahr bekommst du weniger!

  • #3

    Regina (Montag, 13 Juli 2020 12:21)

    Mein Sondervertrag wurde in diesem Jahr auf einen normalen Dienstvertrag umgestellt (AHS Ausbildung aber an NMS) .Welche Konsequenzen hat das für mich? MfG

  • #4

    Gary (Montag, 13 Juli 2020 13:12)

    Seit 1.9.2019 erfuellt man auch mit einem AHS-Lehramtsstudium die Anstellungserfordernisse fuer NMS und somit bedarf es bei einer entsprechenden Anstellung keines Sondervertrages mehr. Wenn die Anstellung im alten Dienstrecht ist, sollte die Bezahlung nach dem Schema l2a2 erfolgen. Ok?
    Bei einer allfaelligen spaeteren Anstellung an einer AHS oder BMHS waere die Bezahlung l1 und die Berufserfahrungszeiten an der NMS werden voll angerechnet.
    LG Gary

  • #5

    Max (Mittwoch, 15 Juli 2020 16:42)

    Ich werde ab September an einer NMS unterrichten. Jedoch habe ich bis dahin meinen Bachelor noch nicht wegen 1 fehlenden Prüfung, die erst ab September wieder angeboten wird. In welche Gehaltsstufe falle ich dann?

  • #6

    Josef Gary Fuchsbauer (Donnerstag, 16 Juli 2020 16:46)

    Das kommt drauf an, ob die Bildungsdirektion es wie im Abs. 11 von
    https://www.jusline.at/gesetz/vbg/paragraf/38 sieht (weil ja zu erwarten ist, dass das Studium bald abgeschlossen wird) oder einen Vertrag nach Abs. 11a gibt. Im ersten Fall wird das normale pd-Gehalt bezahlt, im zweiten wird es bis zur positiven Ablegung der letzten Prüfung einen prozentuellen Abschlag vom Grundgehalt geben.

    Die Verweildauer in Stufe 1 sind bei Einstieg ohne Studienabschluss 8,5 Jahre - was aber im konkreten Fall bedeutungslos ist, weil immer die kuerzere Verweildauer gilt: Bei Einstieg ohne Abschluss maximal 8,5 Jahre in Stufe 1, aber maximal 4,5 Jahre ab der lezten Bachelorpruefung (oder Bachelorarbeitsbeurteilung) und maximal 3,5 Jahre ab der lezten Ma(gi)sterpruefung (oder Masterarbeitsbeurteilung). Z.B. bei Bachelorabschluss im Jaenner 2021 und durchgehender Beschaeftigung erfolgt die Vorrueckung in Stufe 2 mit 1.8.2025 (außer der Master wuerde schon vor Jaenner 2022 abgeschlossen ...)

    Neues Dienstrecht für neue Lehrpersonen
    Grundgehalt bei voller Lehrverpflichung (22 Stunden)
    Stufe Euro Dauer
    1 2.781,1 3,5-8,5 J.
    2 3.165,6 5 Jahre
    3 3.551,1 5 Jahre
    4 3.936,7 6 Jahre
    5 4.322,5 6 Jahre
    6 4.708,2 6 Jahre
    7 4.946,5 bis Pension

    Zulagen pro Monatswochenstunde:
    14,4 LVPflGr.III ab 9.Schulst. / gewisse Fächer an BS
    27,5 NMS-Schularbeitsfächer, LVPflGr.I+II 5.-8. Schulst. AHS
    35,2 LVPflGr.I+II ab 9. Schulst. A+BHS (in diesen Fächern sind 20 Stunden eine volle Lehrverpflichtung)

    Beispiel als Lehrer*in an AHS:
    10 Stunden Mathematik an Oberstufe (10x35,2 Zulage)
    5 Stunden Mathematik an Unterstufe (5x27,5 Zulage)
    5 Stunden Physik an Oberstufe (LVPflGr.III, 5x14,4 Zulage)
    1 Stunde qualifizierte Nachmittagsbetreuung
    ergeben eine volle Lehrverpflichtung und
    2781,1 Euro 14mal/Jahr und
    352+137,5+72=561,5 Euro 12mal/Jahr.
    Die 2 Zusatzgehaelter werden als 4 halbe Gehaelter Sonderzahlung im
    Sept./Nov./Maerz/Juni ausbezahlt.

    LG Gary

  • #7

    Anonym (Mittwoch, 26 August 2020 19:09)

    Wie sieht die aktuelle Situation für schwangere Lehrerinnen aus? (Wegen Corona)
    Können diese ausschließen im Homeoffice arbeiten? (Vorbereitung, Verbessern.)
    Herzliche Grüße

  • #8

    Josef Gary Fuchsbauer (Mittwoch, 26 August 2020 21:33)

    Schwangerschaft gilt schon seit dem Fruehjahr nicht als Risiko bezueglich Corona, daher auch nicht als Grund fuer Homeoffice (das ist allgemein so, nicht speziell bei Lehrerinnen).

  • #9

    Parmy (Donnerstag, 27 August 2020 15:42)

    Seit 2015 arbeite ich als ein Native Speaker Teacher in einer Volksschule. Wann bekomme ich einen unbefristeten Vertrag?

  • #10

    Gary (Donnerstag, 27 August 2020 16:32)

    In Österreich kann man im oeffentlichen Dienst maximal 5 Jahre befristet beschaeftigt werden. Ab dem 6. Jahr ist ein Dauervertrag auszustellen. Seit Mai 2019 gilt das auch für Sonderverträge.
    D.h., wenn die Anstellung schon mehr als 5 Jahre dauert, ist der neue Vertrag ein Dauervertrag, bzw. sollte ein befristeter Vertrag in einen Zeitraum von mehr als 5 Jahren hineinreichen, kann ein neuer Vertrag beantragt werden (sollte aber an sich automatisch vom Dienstgeber entsprechend ausgestellt werden).

  • #11

    Bine (Dienstag, 24 November 2020 18:42)

    Ich arbeite 4 Jahre im Lehrerdienstrecht. In dem Schuljahr 2020/21 arbeite ich das 3.Jahr an einer NMS mit einem Sondervertrag. Wann habe ich rechtlichen Anspruch auf einen unbefristeten Vertrag, bzw. ist es möglich mit einer BHMS Ausbildung aus dem Sondervertrag heraus zu kommen?

  • #12

    Gary (Donnerstag, 26 November 2020 14:06)

    Ab dem 6. Jahr wird in Oesterreich jeder Vertrag ein Dauervertrag.
    Warum handelt es sich um einen Sondervertrag? Werden an der Mittelschule Faecher unterrichtet, fuer die keine AHS/BMHS-Lehrbefaehigung vorliegt? Dann ist der Sondervertrag gerechtfertigt.
    Gibt es eine Chance, dass die Anstellungserfordernisse erfüllt werden können? Nachfragen an einer Pädgogischen Hochschule, die ja 60-ECTS-Lehrgänge für pädagogische Qualifizierung von Quereinsteiger*innen anbieten.

  • #13

    Anonym (Montag, 14 Dezember 2020 11:36)

    Ich arbeite das zweite Jahr an einer MS. Erstes Jahr 11 Stunden als Personalreserve, 2. Jahr 18 Stunden Englisch. Wenn ich nächstes Jahr eine Vollzeitanstellung bekomme, kann ich nach diesem Schuljahr einen Antrag auf unbefristet stellen?

  • #14

    Josef Gary Fuchsbauer (Montag, 14 Dezember 2020 11:55)

    Ob Vollzeit oder Teilzeit ist für die Frage befristet oder unbefristet nicht von Bedeutung. Der Antrag auf einen unbefristeten Vertrag kann natürlich gestellt werden. Ob die Bildungsdirektion die Umstellung auf einen Dauervertrag vor dem 6. Jahr macht, haengt von den Umstaenden ab: Die Voraussetzung der Erfüllung der Anstellungserfordernisse und positive Induktionphase liegen wohl vor. Ob eine längerfristige Beschäftigung möglich ist, kann aber nicht allgemein beantwortet werden. Da der Dienstgeber die Bildungsdirektion ist, kommt es auch nicht nur auf die Lage an der eigenen Dienststelle an, sondern im Bundesland.

  • #15

    Anonym (Freitag, 18 Dezember 2020 19:40)

    Ich habe am 3. September 2018 mein Dienstverhältnis IIL / I2b1 als Vertragslehrerin im Artikel X an einer AHS in Wien begonnen, somit noch als Studentin. Ab 29. Mai 2019 wurde mein Vertrag aufgrund meines Stundenabschlusses (Diplom, Lehramt alt) auf I1 geändert. Im Schuljahr 2019/20 sowie im laufenden SJ 20/21 bin ich weiterhin als Vertragslehrerin IIL / l1 angestellt. Ich habe somit das 3. Dienstjahr über die BD Wien. Das UP wird mir mit Ablauf dieses SJ erlassen werden, da ich dann die nötigen 40 WE habe.
    Meine Frage nun:
    Wann kann ich mit dem unbefristeten Vertrag rechnen? Zählt das 1. Dienstjahr auch zu den 5 Jahren, obwohl ich in diesem Schuljahr bis Mai noch Studentin war? Zählen die weiteren Jahre im Artikel X mit Studienabschluss dazu?
    Falls die gesamten Sondervertragszeiten zu den 5 Jahren zählen, müsste ich theoretisch mit 4.9.2023 umgestellt werden, richtig?
    Danke und herzliche Grüße

  • #16

    Josef Gary Fuchsbauer (Samstag, 19 Dezember 2020 19:32)

    Im Gesetz ueber die maximale Dauer von II L Vertraegen wird nicht unterschieden, ob in dieser Zeit nach l2b1 oder l2a2 oder l2a1 oder l1 bezahlt wurde. Siehe https://www.jusline.at/gesetz/vbg/paragraf/90k und die folgenden. Wenn du daher weiterhin beschaeftigt wirst und auch im Schuljahr 23/24 als Lehrerin arbeitest, hast du spaetestens dann einen Dauervertrag zu bekommen. Dann wird das Besoldungsdienstalter festgestellt. Dieses wird wohl in realiter am 29.5.2019 beginnen, weil du da die Anstellungsbedingungen erfuellt hast; die Zeit davor wird als Vorbildungsausgleich abgezogen (das Gehaltsschema ist ja so angelegt, dass fuer l1 der Studienabschluss Voraussetzung ist); aber natuerlich bleibt dir diese Zeit als Pensionsversicherungszeit. Du wirst also dann ab dem Dauervertrag im Sept. 23 in Stufe 3 eingestuft und ab 1.6.2025 in Stufe 4 vorruecken.

  • #17

    Anonym (Donnerstag, 28 Januar 2021 12:18)

    Mein Mann ist Native Speaker Teacher an einer NMS mit einem Sondervetrag. Er befindet sich in seinem 5. Jahr. Nun hat er die Zusage fuer die Weiterverwendung bekommen - wieder ein 1-Jahresvertrag - 2021/22 ist also sein 6. Jahr. Wann sollte er seinen unbefristeten Vertrag bekommen? Danke und LG

  • #18

    Gary (Donnerstag, 28 Januar 2021 16:59)

    Wenn er dann im 6. Jahr ist, hat er das Recht auf Ausstellung eines Dauervertrages - siehe oben:
    "Soweit Personen mit Verträgen nach Art. X des Bundesgesetzes BGBl. Nr. 350/1982 im Dienstverhältnis stehen, deren Gesamtverwendungsdauer fünf Schuljahre bereits überschritten hat, sind die Dienstverträge (mit dem aktuell vereinbarten Beschäftigungsausmaß) als auf unbestimmte Zeit eingegangen umzustellen."
    Er braucht daher jetzt nichts zu tun (damit nicht jemand auf die Idee kommt, ihm keinen Vertrag mehr zu geben, damit er kein Recht auf einen Dauervertrag bekommt).Sollte wider Erwarten im 6. Jahr dann kein Dauervertrag von der Bildungsdirektion kommen, dann in einem formlosen Schreiben diesen gem. BMBWF-722/0014-II/11/2019 beantragen.

  • #19

    Michael (Dienstag, 02 Februar 2021 20:34)

    Hallo! Ab wann habe ich Anspruch auf einen unbefristeten Vollvertrag bzw. ab wann können meine Stunden nicht mehr reduziert werden (gesicherte Verwendung)?

  • #20

    Hannes Grünbichler (Dienstag, 02 Februar 2021 21:13)

    Wenn du im 6. Dienstjahr bist, hast du das Recht auf Ausstellung eines Dauervertrages. Du bekommst dann einen Dauervertrag im Ausmaß jener Stundenanzahl, die du im 6 Jahr beschäftigt bist (https://www.jusline.at/gesetz/vbg/paragraf/90m). Diese Stundenanzahl musst du auch in den Folgejahren beschäftigt werden.
    Bist du mit deinem Stundenausmaß einmal vollbeschäftigt und hast einen Dauervertrag, brauchst du die Bildungsdirektion nur ersuchen, deinen Vertrag auf die tatsächliche Beschäftigungssituation anzupassen. Dir steht dann die Vollbeschäftigung immer zu.
    Bei einem Dauervertrag kann die Schule die Stunden nicht einseitig reduzieren. Die im Vertrag genannten bzw. die im Vorjahr gehaltene Stundenanzahl stehen dir zu. Ein Anrecht auf MDLs hat man allerdings nicht.

  • #21

    Peter (Montag, 15 Februar 2021 16:44)

    Hallo! Seit Jänner 2021 bin ich mit 11 Stunden an einer MS in der Induktionsphase (Bachelor im September 2020 abgeschlossen und aktuell im 1. Semester im Master) tätig. Von diesen 11 Stunden unterrichte ich 6 Stunden in meinen geprüften Fächern (4 Englisch und 2 GPB). Laut Lohnzettel bin ich im Schema Sondervertrag eingestuft. Welche Voraussetzungen müssen von meiner Seite erfüllt werden, um als Vertragslehrperson eingestuft zu werden bzw. kann dies im Laufe dieses Semesters noch geändert werden?

    Danke
    LG

  • #22

    Josef Gary Fuchsbauer (Montag, 15 Februar 2021 16:56)

    Kannst du mir einen Lohnzettel an fuchsbauer@oeli-ug.at mailen?
    Als Bachelor erfüllst du die Anstellungsbedingungen und bist in den ersten 12 Monaten in der Induktionsphase. Wenn diese positiv beurteilt wird, kannst du weiter beschäftigt werden. Allerdings steht im Gesetz nirgends, dass während der Induktionsphase ein Sondervertrag zu geben ist.

  • #23

    Raphaela (Donnerstag, 18 Februar 2021 16:24)

    Hallo! Ich hätte eine Frage. Ich habe das Lehramtsstudium an der UNI 2017 abgeschlossen, mein Unterrichtspraktikum an einem Gymnasium absolviert und unterrichte nun das dritte Jahr in Doppelverwendung an einem BORG und einer MS.

    Ich habe im ersten Jahr (2018,2019) alle Stunden (11) über den Bundesvertrag bekommen, außerdem habe ich im Halbjahr weitere 11 Stunden über einen Sondervertrag in der MS bekommen.

    Im zweiten Jahr (2019,2020) hatte ich dann nur mehr 1 Stunde über den Bundesvertrag und 21 Stunden über den Sondervertrag in der MS.

    Im dritten Jahr (2020.2021) hatte ich 8 Stunden über den Bundesvertrag und 13 Stunden über den Sondervertrag.

    Ich unterrichte nur geprüfte Fächer an der MS.

    Ist der Sondervertrag in der MS zulässig, da ich im Kommentar #4 gelesen habe, dass das eigentlich nicht mehr der Fall sein sollte...

    Vielen Dank im Voraus!

  • #24

    Gary (Donnerstag, 18 Februar 2021 16:40)

    Die gesetzliche Situation ist nach wie vor so, wie in #4 beschrieben und somit die Anstellungserfordernisse für Mittelschulunterricht erfüllt und kein Sondervertrag erforderlich. Wie ist die Bezahlung? Auf die kommt es ja an und nicht darauf, ob beim Vertrag "Sonder" dabeisteht ...

  • #25

    Raphaela (Donnerstag, 18 Februar 2021 17:37)

    Danke für die rasche Antwort. Ich bin in l2a2 und in l1 eingestuft. Gibt es eine Möglichkeit, dass man für die MS Stunden l1 bekommt?

  • #26

    Gary (Donnerstag, 18 Februar 2021 18:56)

    Es ist korrekt im alten Dienstrecht mit Lehramtsausbildung in AHS/BMHS in l1 und in Mittelschulen in l2a2 eingestuft zu sein. Besser geht nicht.

  • #27

    Raphaela (Freitag, 19 Februar 2021 07:44)

    Okey, vielen Dank für die Antworten :)

  • #28

    Kerstin (Mittwoch, 03 März 2021 18:30)

    Hallo, ich bin gespannt ob mir jemand die Frage beantworten und wäre sehr dankbar dafür!

    Ich war 2 Jahre lang im Sondervertrag (es hat Schwierigkeiten mit den Praxisstunden gegeben, die sich aber bereits gelöst haben) und bin danach sofot umgestellt worden auf einen l2a2 Vertrag! Zählen die 2 Jahre, die ich im Sondervertrag war zu meinen Dienstjahren dazu und bekomme am dem 5. Jahr meinen unbefristeten Vertrag im l1?

  • #29

    Gary (Mittwoch, 03 März 2021 18:55)

    Liebe Kaerstin!
    Die 2 Jahre, die du im Sondervertrag warst, zählen zu deinen II-L-Dienstjahren dazu, wenn sie beim selber Dienstgeber waren und du bekommst spätestens NACHG dem 5. Jahr einen unbefristeten Vertrag (I L). Die Gesetzesstelle:
    https://www.jusline.at/gesetz/vbg/paragraf/90k
    https://www.jusline.at/gesetz/vbg/paragraf/90l
    https://www.jusline.at/gesetz/vbg/paragraf/90m

  • #30

    Sandra (Donnerstag, 11 März 2021 17:30)

    Lieber Gary,
    ich habe auch eine Frage bezüglich des Sondervertrages: Ich unterrichte im dritten Jahr als Quereinsteigerin an einer AHS. Wie ich oben gelesen habe, würde mein Dienstvertrag im 6. Jahr in ein unbefristetes Anstellungsverhältnis übergehen.
    Was ist, wenn ich die Schule wechsle? Werden die Jahre zusammengezählt oder fange ich wieder bei 0 an?
    Und: wie verhält es sich mit Schwangerschaft? Zählen die Vorjahre, falls ich in Karenz gehe oder sind sie dann auch hinfällig?
    Vielen Dank im Voraus!

    Mit lieben Grüßen,
    Sandra

  • #31

    Gary (Donnerstag, 11 März 2021 17:46)

    Liebe Sandra! Schulwechsel ist sicher kein Problem. Der Vertrag besteht ja nicht mit der Schule, sondern mit der Bildungsdirektion. Für den Fall der Schwangerschaft verweise ich auf das, was ich unter #234 in
    https://www.oeliug.at/2017/11/18/gehaltstabelle-f%C3%BCr-lehrerinnen-2018/ geschrieben habe.
    Es sollte demnach möglich sein, auch im Mutterschutz und in Elternkarenz den Vertrag weiter zu haben (Benachteiligungsverbot für Elternschaft in Österreich).

  • #32

    Martin (Freitag, 12 März 2021 17:42)

    Ich bin jetzt im zweiten Jahr als Sondervertragslehrerin in der Polytechnischen Schule. Derzeit ist meine Gehaltseinstufung: IIL I2a1.
    Ich absolviere den SOVL-Lehrgang (30 ECTS), Abschluß dieses Schuljahr.
    1) Wie wird man nach Abschluß des SOVL Lehrgangs eingestuft? Gehaltsänderung?
    2) Wie kann man das Gehalt überprüfen? Die veröffentlichen Sätze pro Jahreswochenstunde passen nicht mit meinem Gehalt überein. Mein Gehalt ist etwas höher - gibt es Zulagen?
    Vielen Dank!

  • #33

    Gary (Sonntag, 14 März 2021 05:56)

    Einerseits bin ich erstaunt, dass aktuell jemand im zweiten Dienstjahr und im alten Dienstrecht sein kann, weil ja seit 1.9.2019 nur mehr Anstellungen nach dem neuen Dienstrecht möglich sind.
    Andererseits bin ich über einen "SOVL-Lehrgang (30 ECTS)" erstaunt, weil ich gem. den gesetzlichen Bestimmungen nur mehr 60-ECTS und 240-ECTS Regelungen annahm. Wer als Akademiker*in (Masterniveau) ohne Lehramtsabschluss einsteigt, macht die 60-ECTS-Pädagogikausbildung. Wer als Fachpratkiker*in mit Berufsausbildung und Berufspraxis einsteigt, macht in den ersten 5 Jahren die 240-ECTS-Ausbildung zum BEd.
    Da es sich aber offenbar in diesem Fall um einen anderen Einstieg als Lehrer und eine andere berufsbegleitende Pädagogikausbildung handelt, kann ich auch nicht sagen, ob danach l2a2 bezahlt wird, also das normale Gehalt an PTS im alten Dienstrecht.
    Um die Bezahlung in II L l2a1 überprüfen zu können, brauchen wir das konkrete Beschäftigungsausmaß und den Lohnzettel. Eventuell an fuchsbauer@oeli-ug.at mailen.

  • #34

    Margarethe (Mittwoch, 07 April 2021 22:27)

    Lieber Gary,
    meine Frage bezieht sich auf die Situation einer Kollegin. Sie hat in Holland eine Fächerkombination studiert, die es bei uns nicht gibt (Französisch und Hauswirtschaft/Ernährung). Das Studium entspricht aber einem Lehramtsstudium in Französisch bei uns.
    Sie arbeitet inzwischen seit mehr als zwanzig Jahren an unserer Schule und unterrichtet hier ausschließlich Französisch (BHS incl. Matura). Als ihr Vertrag vor ca. 10 Jahren auf 'unbefristet' umgestellt wurde, teilte man ihr mit, dass sie nun saniert sei. Die Einstufung blieb aber bei l 2a2.
    Müsste die Umstellung auf den unbefristeten Vertrag nicht auch eine Umstellung auf die Bezahlung entsprechend l1 nach sich gezogen haben?
    Wir sind mit dieser Frage nicht weitergekommen, glauben aber, dass die Kollegin, die Gleiches leistet wie alle anderen Französischlehrpersonen an unserer Schule nicht gerecht bezahlt wird.
    Herzlichen Dank für deine Antwort im Voraus!
    Liebe Grüße
    Margarethe

  • #35

    Gary (Mittwoch, 07 April 2021 23:08)

    Offenbar hat sie ein Studium abgeschlossen, das in Österreich einem PH-Abschluss / Bachelorniveau entspricht. Wenn das so ist, hat sie dann als Lehrerin an einer BMHS die Anstellungserfordernisse nicht erfüllt und daher einen Sondervertrag bekommen (da sie erst nach 10 Jahren einen Dauervertrag bekam, muss es ein II L Art.X Vertrag gewesen sein - Anstellung einer Person ohne volle Anstellungserfordernisse aufgrund von Lehrer*innenmangel). Da sie danach anscheinend keinen weiteren Abschluss vorgelegt hat, änderte sich ihre Einstufung auch durch die (damals) nach 10 Jahren (heute wär es schon nach 5 Jahren) vorgesehene Umstellung auf einen I L Dauervertrag nicht. Wenn dabei das Wort "saniert" verwendet wurde, ist das nicht zutreffend. Die Bezahlung passiert in Österreich nicht (nur) nach der Arbeitsleistung, sondern (auch) nach den formellen Anstellungserfordernissen. Dabei gibt es keinen Unterschied zwischen II L und I L. Wenn damals die Bedingungen für l 2a2 erfüllt waren, sind sie auch heute erfüllt. Oder umgekehrt gesagt: Wenn ihr holländischer Studienabschluss als masterwertig eingestuft worden wäre, hätte sie immer schon l 1 bezahlt bekommen müssen, egal ob damals in II L oder jetzt in I L. Sollte sich tatsächlich herausstellen, dass der Studienabschluss falsch bewertet wurde und das nun bewiesen werden [würde mich allerdings überraschen], könnte sie eine Gehaltsdifferenznachzahlung für 3 Jahre verlangen.
    Wie gesagt, dass sie Gleiches leistet, bewirkt nicht gleiche Bezahlung.
    Leider keine bessere Nachricht . . .

  • #36

    Chris (Montag, 19 April 2021 21:45)

    Hallo Gary!

    Ich hätte eine Frage zu meinem Sondervertrag zu diesem Thema: "Wer als Akademiker*in (Masterniveau) ohne Lehramtsabschluss einsteigt, macht die 60-ECTS-Pädagogikausbildung."

    Ich bin nun im zweitem Dienstjahr in einer PTS mit Sondervertrag "PD_LL ABS_1" Ich hatte beim Einstig in den Lehrerdienst bereits das Masterstudium "Sport- und Bewegungswissenschaften" sowie einen pädagogischen Hochschullehrgang mit 60ects "Erzieher für die Lernhilfe" abgeschlossen. Zusätzlich habe ich die Werkmeisterausbildung für Maschinenbau absolviert (ich unterrichte auch im Metallbereich und Sport). Die geforderten 30ects, die für Sonderverträge zu absolvieren sind, habe ich auch schon erledigt.
    Meine Frage wäre, ist der Sondervertrag und/ bzw. "LL ABS_1" gerechtfertigt? Ich würde mich über eine Antwort von dir Freuen, danke! FG Chris

  • #37

    Gary (Dienstag, 20 April 2021 10:39)

    Ich nehme an "LL ABS_1" ist eine Abkürzung dafür, dass sie dir nicht das pd-Gehalt, sondern nur einen gewissen Prozentsatz davon zahlen. Wieviel?
    Ich werde meine PTS- und allgemein die APS-Expert*innen auf diesen deinen Eintrag hier aufmerksam machen und falls jemand dir mehr sagen kann, wirst du es hier lesen (oder du sendest mir ein Mail an fuchsbauer@oeli-ug.at und ich schick dir dann Mailadresse(n) von Kolleg*innen, die dazu mehr wissen. LG Gary

  • #38

    Danny (Dienstag, 20 April 2021 13:41)

    Aufgrund der Nichterfüllung der Zuordnungsvoraussetzungen kommt es hier zu einem Sondervertrag, der mit prozentualen Abschlägen versehen ist, die abhängig von der Ausbildung sind. Die Abschläge können 5% - 25% betragen. Des Weiteren kann es sein, wie in diesem Fall, dass zusätzliche Qualifikationen in Aus- und Weiterbildung erforderlich sind. Diese sagen aber nur aus, dass man diese innerhalb von 5 Jahren absolvieren muss, um anschließend in ein unbefristetes Dienstverhältnis überführt werden zu können und eben nicht, dass dadurch die Bedingungen für eine Zuordnung ins das PD-Schema erfüllt sind. Der jeweilige Abschlag bleibt auch im unbefristeten Dienstverhältnis
    aufrecht, es sei denn, die Voraussetzungen für die Zuordnung zur
    Entlohnungsgruppe pd werden nachträglich erfüllt. In diesen Fällen endet
    der Sondervertrag und hat eine reguläre Einstufung im pd-Schema unter
    Anwendung der zum Vorbildungsausgleich vorgesehenen Bestimmungen zu
    erfolgen.

  • #39

    Jacqui (Freitag, 23 April 2021 11:35)

    Liebes Team,

    ich bin seit September 2017 mit Sondervertrag an einer MS angestellt. Ich habe mir dann ein halbes Jahr Auszeit genommen (Auflösung des Dienstverhältnisses, da Bildungskarenz mit befristetem Vertrag nicht genehmigt wurde) und wurde nach diesem halben Jahr wieder im Sondervertrag angestellt. Nun meine Frage: Kann dieses Semester Auszeit Grund dafür sein, die höchstens 6 Jahre erneut von vorne zu beginnen? Laut meinen Recherchen geht es ja um eine Gesamthöchstdauer. Muss man dafür durchgehend ohne Unterbrechung angestellt gewesen sein?

    Danke im Voraus und lG!

  • #40

    Stivi (Freitag, 23 April 2021 13:21)

    Ich bin 2009 als Lehrer eingestiegen, hatte den zum damaligen Zeitpunkt neuen BAC Abschluss bereits. Derzeit befinde ich mich in Gehaltsstufe 8 l2a2, da die Anrechnungen damals nach alten System erfolgten, bekam ich einige Zeiten angerechnet, welche heute nicht mehr angerechnet werden.

    Nun hätte ich gerne Bundesland gewechselt, allerdings wurde mir mitgeteilt, dass ich neben dem Zeiten, welche ich aufgrund der veränderten Anrechnungen verliere, auch ein Vorbildungsausgleich abgezogen wird. Wäre das richtig? Dachte der Abzug kommt nur dann pauschal zu tragen, wenn die Anstellungserfordernisse nicht erfüllt sind zum Zeitpunkt des Eintritts.

    Ich hätte gerechnet das ich mit 12 Dienstjahrenund 1 Jahr Zivildienst in Stufe 7 einsteigen müsste. Liege ich mit meiner Einschätzung falsch?

  • #41

    Josef Gary Fuchsbauer (Freitag, 23 April 2021 13:29)

    zu # 39: Die 5 Jahre könnne mit Unterbrechungen sein!
    zu # 40: Wenn du die Ausbildung f. l2a2 hast (beim Einstieg damals schon hattest) und in l2a2 bezahlt wirst, dann wird dir nichts von deiner Dienstzeit abgezogen.. Du kommst in Sufe 7. Richtig.

  • #42

    Marie (Samstag, 24 April 2021 09:26)

    Guten Tag,

    derzeit bin ich als Bundeslehrerin an einer BHS tätig. Im Jahr 2013 fing ich mit einem Sondervertrag als Lehrerin an einer NMS an, den Sondervertrag erhielt ich, da ich über das Projekt Teach for Austria angestellt wurde. Im November 2015 schloss ich mein Lehramtsstudium an der Universität ab, seit 2010 besitze ich bereits einen Mag. für ein Diplomstudium. Im Jahr 2016 erhielt ich einen befristeten AHS Lehrervertrag mit einer Mitverwendung an der bisherigen NMS. Im Jahr 2018 erhielt ich meinen unbefristeten L1 Vertrag.. Da ich einige Jahre an der Universtät und Dienst bei einer Gemeinde verrichte. In Summe wurden mir 2482 Tage angerechnet, wobei ein 100 % Ausbildungsausgleich von 1416 Tagen abezogen wurde. Weshalb sich am Ende nun nur eine Anrechnung von 2 Jahren und 11 Monaten ergab. Die Einstufung erfolgte damals in Gehaltsstufe 2, derzeit befinde ich mich in Gehaltsstufe 3.
    Nun hätte ich die Möglichkeit an eine MS in meiner Wohngegend zu wechseln. Leider kann bzw. will mir keiner Auskunft darüber geben mit welcher Gehaltseinstufung ich rechnen könnte.
    Meine Frage wäre, ob der Ausbildungsausgleich bei der Einstufung im L2a2 Vertrag gleich hoch wäre, wie im L1 Vertrag, oder ob dieser gegebenenfalls geringer ausfällt, da bereits ein MAG. seit dem Jahr 2010 vorhanden war.

  • #43

    Gary (Samstag, 24 April 2021 10:22)

    Bei einem Wechsel von einer in l1 eingestuften Bundeslehrerin zu einer Mittelschul- und damit in l2a2 einzustufenden Landeslehrerin wird tatsächlich eine Neuberechnung des Besoldungsdienstalters gemacht - und zwar nach den heute gültigen Regeln: Anrechnung des öffentlichen Dienstes generell, Privatwirtschaftszeiten (wozu auch Uni zählt, weil die ja seit über 20 Jahren aus dem öffentlichen Dienst ausgegliedert sind) nur dann, wenn sie berufsnützlich sind. Wenn Anrechnungszeiten dabei sind, die vor dem für die Anstellung erforderlichen Bildungsabschluss liegen, wird Vorbildungsausgleich abgezogen, allerdings bei l2a2 um 2 Jahre weniger als bei l1 (weil nur 3- statt 5-jähriges Studium erforderlich).

  • #44

    Marie (Samstag, 24 April 2021 10:29)

    Es wurden bei der damaligen Zeiten die Uni Zeiten unter dem Punkt Einschlägige Berufstätigkeit oder ähnliches erfast. Hierfür dürfte sich ja nichts geändert haben und ich kann von einer Wiederabrechnung ausgehen?

  • #45

    Gary (Samstag, 24 April 2021 10:46)

    Das lässt sich nicht mit Sicherheit sagen. Denn ob die Unitätigkeit auch für die Mittelschultätigkeit eine entsprechende Relevanz hat, ist allgemein nicht beantwortbar.
    Aber das Finanzielle kann ja wohl beim Wechsel an die MS nicht das Ausschlaggebende sein, weil die Bezahlung in l2a2 sowieso um einiges unter l1 liegt, bzw. mit den Jahren immer weiter auseinandergeht.

  • #46

    Marie (Samstag, 24 April 2021 10:56)

    Nein natürlich nicht. Es wäre aber gelogen zu sagen das es gar keine Rolle spielt.

  • #47

    Rebecca (Dienstag, 27 April 2021 12:56)

    Hallo!

    Ich habe eine Frage bezüglich Bundeslandwechsel. Ich habe 1 Jahr in Wien unterrichtet und bin mittlerweile das 3. Jahr an einer Schule in NÖ. Von unterschiedlichen Seiten habe ich gehört,dass das eine 1 Unterrichtsjahr in Wien nicht zu den 5 Jahren, die man für einen unbefristeten Vertrag benötigt, zählt. Stimmt das?

    Liebe Grüße

  • #48

    Josef Gary Fuchsbauer (Dienstag, 27 April 2021 14:05)

    In Siehe https://www.jusline.at/gesetz/vbg/paragraf/90k steht "oder mehrerer solcher Verwendungen beim selben Dienstgeber dürfen für einen Vertragslehrer insgesamt fünf Jahre nicht übersteigen. Vorangegangene Zeiträume einer Verwendung als Vertragslehrer des Entlohnungsschemas I L oder in einem öffentlich-rechtlichen Dienstverhältnis an einer im § 90c Abs. 3 angeführten Einrichtung oder mehrerer solcher Verwendungen sind für diesen Zeitraum anzurechnen." § 90c Abs. 3 sind alle Schulen Österreichs. Juristisch mehrdeutig ist, was "beim selben Dienstgeber" bedeutet. Als Landeslehrer*in ist der Dienstgeber die Bildungsdirektion des Landes und ein Bundeslandwechsel auch ein Dienstgeberwechsel mit einem neuen Vertrag (und neuer Berechnung der Vordienstzeiten). Bei Bundeslehrer*innen ist das hingegen nur eine Versetzung und muss daher auch die Zählung der II L Jahre weiterlaufen.

  • #49

    Sara (Dienstag, 27 April 2021 15:54)

    Lieber Gary,
    ich habe auch eine Frage bezüglich des Sondervertrages. Und zwar habe ich Chemie studiert und sogar ein Doktoratstudium in technischer Chemie gemacht. . Jetzt unterrichte ich seit einem Jahr als Quereinsteigerin an einer AHS Chemie. Wird mein Dienstvertrag im 6. Jahr in ein unbefristetes Anstellungsverhältnis übergehen. Muss ich dafür zusätzliche Prüfungen ablegen oder geht das auch so?
    Darf ich auch an mehreren Schulen unterrichten um eine Vollbeschäftigung mit Chemie zu erreichen?

    Vielen Dank im Voraus!

    Mit lieben Grüßen,
    Sara

  • #50

    Gary (Mittwoch, 28 April 2021 09:01)

    Seit Frühjahr 2019 sind auch Sonderverträge ab dem 6. Jahr Dauerverträge. Und natürlich darf auch an mehreren Schulen unterrichtet werden. Und die Anstellungsbedingungen ändern sich nicht vom befristeten zum unbefristeten Vertrag. Hast du die (früher) so genannte Ingenieurspädagogikausbildung berufsbegleitend an der PH schon gemacht? Da wird eine 60-ECTS-Ausbildung angeboten, die quereinsteigende Techinker*innen (oder andere) in den ersten 5 Jahren zu machen haben.

  • #51

    Martin (Donnerstag, 29 April 2021 18:23)

    Hallo Gary!
    Ich unterrichte seit diesem Schuljahr an einer BMHS und befinde mich gerade in der Induktionsphase (Mag. Abschluss). Bin unbefristet als Vertretung. Bin im PD angestellt.
    Für kommendes Schuljahr (bis April 2022) bin ich noch ein Vertretungslehrer für diesselbe Person, die zu diesem Zeitpunkt aber dann in Pension geht.
    Ist es ab diesem Zeitpunkt möglich für einen unbefristeten Vertrag anzusuchen (sind dann offene gesicherte Stunden), oder kann ich diesen erst im 6. Dienstjahr bekommen? Wird ggf. ein Zivildienst hierbei auch berücksichtigt oder nur für die Vorrückung auf die nächste Gehaltsstufe?
    Danke für die Infos!

  • #52

    Gary (Donnerstag, 29 April 2021 18:41)

    Ich nehme an bei "Bin unbefristet als Vertretung" handelt es sich (um einen allerdings haeufigen) Flüchtigkeitsfehler und gemeint ist "Bin befristet als Vertretung".
    1. Zivildienst vor dem Beginn der Unterrichtstätigkeit zählt nicht zur 5-Jahresfrist.
    2. Verträge im öffentlichen Dienst Österreichs werden spätestens nach 5 Jahren (die nicht zusammenhängend sein müssen) Dauerverträge. Davor kann ein Dauervertrag ausgestellt werden, wenn die Anstellungsbedingungen erfüllt sind und auf Dauer gesicherte Stunden vorhanden sind - allerdings bezieht sich letzteres nicht auf die einzelne Schule, sondern auf den Bereich der Bildungsdirektion, also das Bundesland.
    Da im pd-Schema die Bezahlung bei befristeten und unbefristeten Verträgen völlig gleich ist, ist es nun nicht mehr soo entscheidend, ab wann es tatsächlich ein Dauervertrag ist. Real bedeutungsvoll ist es meist bei Eintritt einer Schwangerschaft; aber da erleb ich meistens große Kooperationsbereitschaft der Behörden.

  • #53

    Lisa (Dienstag, 11 Mai 2021 22:08)

    Hallo Gary,

    Ich hab 2018 meinen IIL Vertrag bekommen, der in den Folgejahren auch verlängert wurde. Für das Schuljahr 20/21 durfte ich eine Schwangerschaft verkünden. Mein aktueller Vertrag hätte mit September 21 geendet, meine Karenz mit Juli 21. Heute wurde ich angerufen, dass mein Vertrag nun mit Ende meiner Karenz ausläuft. Ist das so einfach möglich?
    Gibt es diesen Kündigungsschutz für uns (gültig bis 4 Wochen nach Ende der Karenz) nicht? Die Schule hätte für den Herbst auch schon mit mir gerechnet....

    Liebe Grüße

  • #54

    Gary (Dienstag, 11 Mai 2021 22:27)

    Sehr eigenartig. Du hast einen bis 31.8. oder 5.9. oder 12.9. befristeten Vertrag, ok? Du hast ein Kind geboren und innerhalb der Mutterschutzfrist bekannt gegeben, dass du in Elternkarenz bis x,Juli gehst, ok? Die Schule hat dich für 21/22 eingeplant, ok? Ein Telefongespräch ändert einen Vertrag nicht. Aber ein II L Vertrag kann tatsächlich gekündigt werden: https://www.jusline.at/gesetz/vbg/paragraf/91g - aber dass das mit dem Ende der Karenz geschieht, hab ich noch nie gehört. Vielleicht sollten wir das im direkten Kontakt weiter behandeln. Kannst du zumindest Schultyp und Bundesland an fuchsbauer@oeli-ug.at mailen? Evt kann ich dich mit einer Kollegin oder einem Kollegen aus diesem Bereich zur Beratung zusammenbringen.