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Sonderverträge und Artikel X Verträge ab dem sechsten Jahr unbefristet

Bild:spagra
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Bei den sogenannten Artikel X (sprich "zehn") und den Sonderverträgen nach § 36 VBG (Vertragsbedienstetengesetz) handelt es sich um Verträge für Lehrer*innen im alten Dienstrecht, die entweder die vollen Anstellungserfordernisse nicht erfüllen (Artikel X) oder Lehrer*innen mit Sondervertragsvereinbarung gem. Rundschreiben 20/2015 der technischen Fächer, Mathematik, Physik, Chemie und Informatik sind.

 

Unbefristet,

wenn Beschäftigung „über eine Gesamtdauer von fünf Schuljahren“ hinausgeht 


Im aktuellen Erlass des Ministeriums, der kürzlich an alle Bildungsdirektionen erging, ist endlich geklärt, dass:

  • für die Lehrer*innen mit Sonderverträgen „Weiter- und Wiederbestellungen“ zulässig sind, „wenn geeignete Vertragslehrpersonen, die die Einreihungserfordernisse erfüllen, trotz Ausschreibung …. nicht gefunden werden“,
  • die „Verträge im Rahmen solcher Weiter- und Wiederbestellungen“ höchstens auf ein Schuljahr „befristet abgeschlossen werden dürfen“,
  • bei einer Beschäftigung, die „über eine Gesamtdauer von fünf Schuljahren“ hinausgeht, „das Dienstverhältnis auf unbestimmte Zeit zu verlängern“ ist und
  • für die, die schon jetzt mehr als 5 Jahre haben: "Soweit Personen mit Verträgen nach Art. X des Bundesgesetzes BGBl. Nr. 350/1982 im Dienstverhältnis stehen, deren Gesamtverwendungsdauer fünf Schuljahre bereits überschritten hat, sind die Dienstverträge (mit dem aktuell vereinbarten Beschäftigungsausmaß) als auf unbestimmte Zeit eingegangen umzustellen."

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Kommentare: 90
  • #1

    Max (Dienstag, 19 Mai 2020 08:49)

    Ich bin mittels mittlerweile unbefristeten Sondervertrag (Bewegung und Sport) in einer NMS angestellt.
    Habe ich als Sondervertragslehrer (unbefristet) auch nach 5 Jahren den Anspruch auf Vollbeschäftigung auf unbestimmte Zeit?
    Danke für die Hilfe.

  • #2

    Josef Gary Fuchsbauer (Dienstag, 19 Mai 2020 09:56)

    Beantragen kann man das sicherlich;
    aber aus dem Wort Sondervertrag erschließe ich, dass nicht alle Anstellungserfordernisse erfuellt sind und daher die Bildungdsdirektion mehr Stunden (also eine Erhoehung deines Vertragsausmaßes) nur geben darf, wenn keine vollgeprueften Bewerber*innen da sind.
    Wenn allerdings die Stundenanzahl erhoeht wird, dann erhoeht sich auch das Vertragsausmaß.
    Bei einem Dauervertrag kann der Dienstgeber nicht einseitig sagen: naechstes Jahr bekommst du weniger!

  • #3

    Regina (Montag, 13 Juli 2020 12:21)

    Mein Sondervertrag wurde in diesem Jahr auf einen normalen Dienstvertrag umgestellt (AHS Ausbildung aber an NMS) .Welche Konsequenzen hat das für mich? MfG

  • #4

    Gary (Montag, 13 Juli 2020 13:12)

    Seit 1.9.2019 erfuellt man auch mit einem AHS-Lehramtsstudium die Anstellungserfordernisse fuer NMS und somit bedarf es bei einer entsprechenden Anstellung keines Sondervertrages mehr. Wenn die Anstellung im alten Dienstrecht ist, sollte die Bezahlung nach dem Schema l2a2 erfolgen. Ok?
    Bei einer allfaelligen spaeteren Anstellung an einer AHS oder BMHS waere die Bezahlung l1 und die Berufserfahrungszeiten an der NMS werden voll angerechnet.
    LG Gary

  • #5

    Max (Mittwoch, 15 Juli 2020 16:42)

    Ich werde ab September an einer NMS unterrichten. Jedoch habe ich bis dahin meinen Bachelor noch nicht wegen 1 fehlenden Prüfung, die erst ab September wieder angeboten wird. In welche Gehaltsstufe falle ich dann?

  • #6

    Josef Gary Fuchsbauer (Donnerstag, 16 Juli 2020 16:46)

    Das kommt drauf an, ob die Bildungsdirektion es wie im Abs. 11 von
    https://www.jusline.at/gesetz/vbg/paragraf/38 sieht (weil ja zu erwarten ist, dass das Studium bald abgeschlossen wird) oder einen Vertrag nach Abs. 11a gibt. Im ersten Fall wird das normale pd-Gehalt bezahlt, im zweiten wird es bis zur positiven Ablegung der letzten Prüfung einen prozentuellen Abschlag vom Grundgehalt geben.

    Die Verweildauer in Stufe 1 sind bei Einstieg ohne Studienabschluss 8,5 Jahre - was aber im konkreten Fall bedeutungslos ist, weil immer die kuerzere Verweildauer gilt: Bei Einstieg ohne Abschluss maximal 8,5 Jahre in Stufe 1, aber maximal 4,5 Jahre ab der lezten Bachelorpruefung (oder Bachelorarbeitsbeurteilung) und maximal 3,5 Jahre ab der lezten Ma(gi)sterpruefung (oder Masterarbeitsbeurteilung). Z.B. bei Bachelorabschluss im Jaenner 2021 und durchgehender Beschaeftigung erfolgt die Vorrueckung in Stufe 2 mit 1.8.2025 (außer der Master wuerde schon vor Jaenner 2022 abgeschlossen ...)

    Neues Dienstrecht für neue Lehrpersonen
    Grundgehalt bei voller Lehrverpflichung (22 Stunden)
    Stufe Euro Dauer
    1 2.781,1 3,5-8,5 J.
    2 3.165,6 5 Jahre
    3 3.551,1 5 Jahre
    4 3.936,7 6 Jahre
    5 4.322,5 6 Jahre
    6 4.708,2 6 Jahre
    7 4.946,5 bis Pension

    Zulagen pro Monatswochenstunde:
    14,4 LVPflGr.III ab 9.Schulst. / gewisse Fächer an BS
    27,5 NMS-Schularbeitsfächer, LVPflGr.I+II 5.-8. Schulst. AHS
    35,2 LVPflGr.I+II ab 9. Schulst. A+BHS (in diesen Fächern sind 20 Stunden eine volle Lehrverpflichtung)

    Beispiel als Lehrer*in an AHS:
    10 Stunden Mathematik an Oberstufe (10x35,2 Zulage)
    5 Stunden Mathematik an Unterstufe (5x27,5 Zulage)
    5 Stunden Physik an Oberstufe (LVPflGr.III, 5x14,4 Zulage)
    1 Stunde qualifizierte Nachmittagsbetreuung
    ergeben eine volle Lehrverpflichtung und
    2781,1 Euro 14mal/Jahr und
    352+137,5+72=561,5 Euro 12mal/Jahr.
    Die 2 Zusatzgehaelter werden als 4 halbe Gehaelter Sonderzahlung im
    Sept./Nov./Maerz/Juni ausbezahlt.

    LG Gary

  • #7

    Anonym (Mittwoch, 26 August 2020 19:09)

    Wie sieht die aktuelle Situation für schwangere Lehrerinnen aus? (Wegen Corona)
    Können diese ausschließen im Homeoffice arbeiten? (Vorbereitung, Verbessern.)
    Herzliche Grüße

  • #8

    Josef Gary Fuchsbauer (Mittwoch, 26 August 2020 21:33)

    Schwangerschaft gilt schon seit dem Fruehjahr nicht als Risiko bezueglich Corona, daher auch nicht als Grund fuer Homeoffice (das ist allgemein so, nicht speziell bei Lehrerinnen).

  • #9

    Parmy (Donnerstag, 27 August 2020 15:42)

    Seit 2015 arbeite ich als ein Native Speaker Teacher in einer Volksschule. Wann bekomme ich einen unbefristeten Vertrag?

  • #10

    Gary (Donnerstag, 27 August 2020 16:32)

    In Österreich kann man im oeffentlichen Dienst maximal 5 Jahre befristet beschaeftigt werden. Ab dem 6. Jahr ist ein Dauervertrag auszustellen. Seit Mai 2019 gilt das auch für Sonderverträge.
    D.h., wenn die Anstellung schon mehr als 5 Jahre dauert, ist der neue Vertrag ein Dauervertrag, bzw. sollte ein befristeter Vertrag in einen Zeitraum von mehr als 5 Jahren hineinreichen, kann ein neuer Vertrag beantragt werden (sollte aber an sich automatisch vom Dienstgeber entsprechend ausgestellt werden).

  • #11

    Bine (Dienstag, 24 November 2020 18:42)

    Ich arbeite 4 Jahre im Lehrerdienstrecht. In dem Schuljahr 2020/21 arbeite ich das 3.Jahr an einer NMS mit einem Sondervertrag. Wann habe ich rechtlichen Anspruch auf einen unbefristeten Vertrag, bzw. ist es möglich mit einer BHMS Ausbildung aus dem Sondervertrag heraus zu kommen?

  • #12

    Gary (Donnerstag, 26 November 2020 14:06)

    Ab dem 6. Jahr wird in Oesterreich jeder Vertrag ein Dauervertrag.
    Warum handelt es sich um einen Sondervertrag? Werden an der Mittelschule Faecher unterrichtet, fuer die keine AHS/BMHS-Lehrbefaehigung vorliegt? Dann ist der Sondervertrag gerechtfertigt.
    Gibt es eine Chance, dass die Anstellungserfordernisse erfüllt werden können? Nachfragen an einer Pädgogischen Hochschule, die ja 60-ECTS-Lehrgänge für pädagogische Qualifizierung von Quereinsteiger*innen anbieten.

  • #13

    Anonym (Montag, 14 Dezember 2020 11:36)

    Ich arbeite das zweite Jahr an einer MS. Erstes Jahr 11 Stunden als Personalreserve, 2. Jahr 18 Stunden Englisch. Wenn ich nächstes Jahr eine Vollzeitanstellung bekomme, kann ich nach diesem Schuljahr einen Antrag auf unbefristet stellen?

  • #14

    Josef Gary Fuchsbauer (Montag, 14 Dezember 2020 11:55)

    Ob Vollzeit oder Teilzeit ist für die Frage befristet oder unbefristet nicht von Bedeutung. Der Antrag auf einen unbefristeten Vertrag kann natürlich gestellt werden. Ob die Bildungsdirektion die Umstellung auf einen Dauervertrag vor dem 6. Jahr macht, haengt von den Umstaenden ab: Die Voraussetzung der Erfüllung der Anstellungserfordernisse und positive Induktionphase liegen wohl vor. Ob eine längerfristige Beschäftigung möglich ist, kann aber nicht allgemein beantwortet werden. Da der Dienstgeber die Bildungsdirektion ist, kommt es auch nicht nur auf die Lage an der eigenen Dienststelle an, sondern im Bundesland.

  • #15

    Anonym (Freitag, 18 Dezember 2020 19:40)

    Ich habe am 3. September 2018 mein Dienstverhältnis IIL / I2b1 als Vertragslehrerin im Artikel X an einer AHS in Wien begonnen, somit noch als Studentin. Ab 29. Mai 2019 wurde mein Vertrag aufgrund meines Stundenabschlusses (Diplom, Lehramt alt) auf I1 geändert. Im Schuljahr 2019/20 sowie im laufenden SJ 20/21 bin ich weiterhin als Vertragslehrerin IIL / l1 angestellt. Ich habe somit das 3. Dienstjahr über die BD Wien. Das UP wird mir mit Ablauf dieses SJ erlassen werden, da ich dann die nötigen 40 WE habe.
    Meine Frage nun:
    Wann kann ich mit dem unbefristeten Vertrag rechnen? Zählt das 1. Dienstjahr auch zu den 5 Jahren, obwohl ich in diesem Schuljahr bis Mai noch Studentin war? Zählen die weiteren Jahre im Artikel X mit Studienabschluss dazu?
    Falls die gesamten Sondervertragszeiten zu den 5 Jahren zählen, müsste ich theoretisch mit 4.9.2023 umgestellt werden, richtig?
    Danke und herzliche Grüße

  • #16

    Josef Gary Fuchsbauer (Samstag, 19 Dezember 2020 19:32)

    Im Gesetz ueber die maximale Dauer von II L Vertraegen wird nicht unterschieden, ob in dieser Zeit nach l2b1 oder l2a2 oder l2a1 oder l1 bezahlt wurde. Siehe https://www.jusline.at/gesetz/vbg/paragraf/90k und die folgenden. Wenn du daher weiterhin beschaeftigt wirst und auch im Schuljahr 23/24 als Lehrerin arbeitest, hast du spaetestens dann einen Dauervertrag zu bekommen. Dann wird das Besoldungsdienstalter festgestellt. Dieses wird wohl in realiter am 29.5.2019 beginnen, weil du da die Anstellungsbedingungen erfuellt hast; die Zeit davor wird als Vorbildungsausgleich abgezogen (das Gehaltsschema ist ja so angelegt, dass fuer l1 der Studienabschluss Voraussetzung ist); aber natuerlich bleibt dir diese Zeit als Pensionsversicherungszeit. Du wirst also dann ab dem Dauervertrag im Sept. 23 in Stufe 3 eingestuft und ab 1.6.2025 in Stufe 4 vorruecken.

  • #17

    Anonym (Donnerstag, 28 Januar 2021 12:18)

    Mein Mann ist Native Speaker Teacher an einer NMS mit einem Sondervetrag. Er befindet sich in seinem 5. Jahr. Nun hat er die Zusage fuer die Weiterverwendung bekommen - wieder ein 1-Jahresvertrag - 2021/22 ist also sein 6. Jahr. Wann sollte er seinen unbefristeten Vertrag bekommen? Danke und LG

  • #18

    Gary (Donnerstag, 28 Januar 2021 16:59)

    Wenn er dann im 6. Jahr ist, hat er das Recht auf Ausstellung eines Dauervertrages - siehe oben:
    "Soweit Personen mit Verträgen nach Art. X des Bundesgesetzes BGBl. Nr. 350/1982 im Dienstverhältnis stehen, deren Gesamtverwendungsdauer fünf Schuljahre bereits überschritten hat, sind die Dienstverträge (mit dem aktuell vereinbarten Beschäftigungsausmaß) als auf unbestimmte Zeit eingegangen umzustellen."
    Er braucht daher jetzt nichts zu tun (damit nicht jemand auf die Idee kommt, ihm keinen Vertrag mehr zu geben, damit er kein Recht auf einen Dauervertrag bekommt).Sollte wider Erwarten im 6. Jahr dann kein Dauervertrag von der Bildungsdirektion kommen, dann in einem formlosen Schreiben diesen gem. BMBWF-722/0014-II/11/2019 beantragen.

  • #19

    Michael (Dienstag, 02 Februar 2021 20:34)

    Hallo! Ab wann habe ich Anspruch auf einen unbefristeten Vollvertrag bzw. ab wann können meine Stunden nicht mehr reduziert werden (gesicherte Verwendung)?

  • #20

    Hannes Grünbichler (Dienstag, 02 Februar 2021 21:13)

    Wenn du im 6. Dienstjahr bist, hast du das Recht auf Ausstellung eines Dauervertrages. Du bekommst dann einen Dauervertrag im Ausmaß jener Stundenanzahl, die du im 6 Jahr beschäftigt bist (https://www.jusline.at/gesetz/vbg/paragraf/90m). Diese Stundenanzahl musst du auch in den Folgejahren beschäftigt werden.
    Bist du mit deinem Stundenausmaß einmal vollbeschäftigt und hast einen Dauervertrag, brauchst du die Bildungsdirektion nur ersuchen, deinen Vertrag auf die tatsächliche Beschäftigungssituation anzupassen. Dir steht dann die Vollbeschäftigung immer zu.
    Bei einem Dauervertrag kann die Schule die Stunden nicht einseitig reduzieren. Die im Vertrag genannten bzw. die im Vorjahr gehaltene Stundenanzahl stehen dir zu. Ein Anrecht auf MDLs hat man allerdings nicht.

  • #21

    Peter (Montag, 15 Februar 2021 16:44)

    Hallo! Seit Jänner 2021 bin ich mit 11 Stunden an einer MS in der Induktionsphase (Bachelor im September 2020 abgeschlossen und aktuell im 1. Semester im Master) tätig. Von diesen 11 Stunden unterrichte ich 6 Stunden in meinen geprüften Fächern (4 Englisch und 2 GPB). Laut Lohnzettel bin ich im Schema Sondervertrag eingestuft. Welche Voraussetzungen müssen von meiner Seite erfüllt werden, um als Vertragslehrperson eingestuft zu werden bzw. kann dies im Laufe dieses Semesters noch geändert werden?

    Danke
    LG

  • #22

    Josef Gary Fuchsbauer (Montag, 15 Februar 2021 16:56)

    Kannst du mir einen Lohnzettel an fuchsbauer@oeli-ug.at mailen?
    Als Bachelor erfüllst du die Anstellungsbedingungen und bist in den ersten 12 Monaten in der Induktionsphase. Wenn diese positiv beurteilt wird, kannst du weiter beschäftigt werden. Allerdings steht im Gesetz nirgends, dass während der Induktionsphase ein Sondervertrag zu geben ist.

  • #23

    Raphaela (Donnerstag, 18 Februar 2021 16:24)

    Hallo! Ich hätte eine Frage. Ich habe das Lehramtsstudium an der UNI 2017 abgeschlossen, mein Unterrichtspraktikum an einem Gymnasium absolviert und unterrichte nun das dritte Jahr in Doppelverwendung an einem BORG und einer MS.

    Ich habe im ersten Jahr (2018,2019) alle Stunden (11) über den Bundesvertrag bekommen, außerdem habe ich im Halbjahr weitere 11 Stunden über einen Sondervertrag in der MS bekommen.

    Im zweiten Jahr (2019,2020) hatte ich dann nur mehr 1 Stunde über den Bundesvertrag und 21 Stunden über den Sondervertrag in der MS.

    Im dritten Jahr (2020.2021) hatte ich 8 Stunden über den Bundesvertrag und 13 Stunden über den Sondervertrag.

    Ich unterrichte nur geprüfte Fächer an der MS.

    Ist der Sondervertrag in der MS zulässig, da ich im Kommentar #4 gelesen habe, dass das eigentlich nicht mehr der Fall sein sollte...

    Vielen Dank im Voraus!

  • #24

    Gary (Donnerstag, 18 Februar 2021 16:40)

    Die gesetzliche Situation ist nach wie vor so, wie in #4 beschrieben und somit die Anstellungserfordernisse für Mittelschulunterricht erfüllt und kein Sondervertrag erforderlich. Wie ist die Bezahlung? Auf die kommt es ja an und nicht darauf, ob beim Vertrag "Sonder" dabeisteht ...

  • #25

    Raphaela (Donnerstag, 18 Februar 2021 17:37)

    Danke für die rasche Antwort. Ich bin in l2a2 und in l1 eingestuft. Gibt es eine Möglichkeit, dass man für die MS Stunden l1 bekommt?

  • #26

    Gary (Donnerstag, 18 Februar 2021 18:56)

    Es ist korrekt im alten Dienstrecht mit Lehramtsausbildung in AHS/BMHS in l1 und in Mittelschulen in l2a2 eingestuft zu sein. Besser geht nicht.

  • #27

    Raphaela (Freitag, 19 Februar 2021 07:44)

    Okey, vielen Dank für die Antworten :)

  • #28

    Kerstin (Mittwoch, 03 März 2021 18:30)

    Hallo, ich bin gespannt ob mir jemand die Frage beantworten und wäre sehr dankbar dafür!

    Ich war 2 Jahre lang im Sondervertrag (es hat Schwierigkeiten mit den Praxisstunden gegeben, die sich aber bereits gelöst haben) und bin danach sofot umgestellt worden auf einen l2a2 Vertrag! Zählen die 2 Jahre, die ich im Sondervertrag war zu meinen Dienstjahren dazu und bekomme am dem 5. Jahr meinen unbefristeten Vertrag im l1?

  • #29

    Gary (Mittwoch, 03 März 2021 18:55)

    Liebe Kaerstin!
    Die 2 Jahre, die du im Sondervertrag warst, zählen zu deinen II-L-Dienstjahren dazu, wenn sie beim selber Dienstgeber waren und du bekommst spätestens NACHG dem 5. Jahr einen unbefristeten Vertrag (I L). Die Gesetzesstelle:
    https://www.jusline.at/gesetz/vbg/paragraf/90k
    https://www.jusline.at/gesetz/vbg/paragraf/90l
    https://www.jusline.at/gesetz/vbg/paragraf/90m

  • #30

    Sandra (Donnerstag, 11 März 2021 17:30)

    Lieber Gary,
    ich habe auch eine Frage bezüglich des Sondervertrages: Ich unterrichte im dritten Jahr als Quereinsteigerin an einer AHS. Wie ich oben gelesen habe, würde mein Dienstvertrag im 6. Jahr in ein unbefristetes Anstellungsverhältnis übergehen.
    Was ist, wenn ich die Schule wechsle? Werden die Jahre zusammengezählt oder fange ich wieder bei 0 an?
    Und: wie verhält es sich mit Schwangerschaft? Zählen die Vorjahre, falls ich in Karenz gehe oder sind sie dann auch hinfällig?
    Vielen Dank im Voraus!

    Mit lieben Grüßen,
    Sandra

  • #31

    Gary (Donnerstag, 11 März 2021 17:46)

    Liebe Sandra! Schulwechsel ist sicher kein Problem. Der Vertrag besteht ja nicht mit der Schule, sondern mit der Bildungsdirektion. Für den Fall der Schwangerschaft verweise ich auf das, was ich unter #234 in
    https://www.oeliug.at/2017/11/18/gehaltstabelle-f%C3%BCr-lehrerinnen-2018/ geschrieben habe.
    Es sollte demnach möglich sein, auch im Mutterschutz und in Elternkarenz den Vertrag weiter zu haben (Benachteiligungsverbot für Elternschaft in Österreich).

  • #32

    Martin (Freitag, 12 März 2021 17:42)

    Ich bin jetzt im zweiten Jahr als Sondervertragslehrerin in der Polytechnischen Schule. Derzeit ist meine Gehaltseinstufung: IIL I2a1.
    Ich absolviere den SOVL-Lehrgang (30 ECTS), Abschluß dieses Schuljahr.
    1) Wie wird man nach Abschluß des SOVL Lehrgangs eingestuft? Gehaltsänderung?
    2) Wie kann man das Gehalt überprüfen? Die veröffentlichen Sätze pro Jahreswochenstunde passen nicht mit meinem Gehalt überein. Mein Gehalt ist etwas höher - gibt es Zulagen?
    Vielen Dank!

  • #33

    Gary (Sonntag, 14 März 2021 05:56)

    Einerseits bin ich erstaunt, dass aktuell jemand im zweiten Dienstjahr und im alten Dienstrecht sein kann, weil ja seit 1.9.2019 nur mehr Anstellungen nach dem neuen Dienstrecht möglich sind.
    Andererseits bin ich über einen "SOVL-Lehrgang (30 ECTS)" erstaunt, weil ich gem. den gesetzlichen Bestimmungen nur mehr 60-ECTS und 240-ECTS Regelungen annahm. Wer als Akademiker*in (Masterniveau) ohne Lehramtsabschluss einsteigt, macht die 60-ECTS-Pädagogikausbildung. Wer als Fachpratkiker*in mit Berufsausbildung und Berufspraxis einsteigt, macht in den ersten 5 Jahren die 240-ECTS-Ausbildung zum BEd.
    Da es sich aber offenbar in diesem Fall um einen anderen Einstieg als Lehrer und eine andere berufsbegleitende Pädagogikausbildung handelt, kann ich auch nicht sagen, ob danach l2a2 bezahlt wird, also das normale Gehalt an PTS im alten Dienstrecht.
    Um die Bezahlung in II L l2a1 überprüfen zu können, brauchen wir das konkrete Beschäftigungsausmaß und den Lohnzettel. Eventuell an fuchsbauer@oeli-ug.at mailen.

  • #34

    Margarethe (Mittwoch, 07 April 2021 22:27)

    Lieber Gary,
    meine Frage bezieht sich auf die Situation einer Kollegin. Sie hat in Holland eine Fächerkombination studiert, die es bei uns nicht gibt (Französisch und Hauswirtschaft/Ernährung). Das Studium entspricht aber einem Lehramtsstudium in Französisch bei uns.
    Sie arbeitet inzwischen seit mehr als zwanzig Jahren an unserer Schule und unterrichtet hier ausschließlich Französisch (BHS incl. Matura). Als ihr Vertrag vor ca. 10 Jahren auf 'unbefristet' umgestellt wurde, teilte man ihr mit, dass sie nun saniert sei. Die Einstufung blieb aber bei l 2a2.
    Müsste die Umstellung auf den unbefristeten Vertrag nicht auch eine Umstellung auf die Bezahlung entsprechend l1 nach sich gezogen haben?
    Wir sind mit dieser Frage nicht weitergekommen, glauben aber, dass die Kollegin, die Gleiches leistet wie alle anderen Französischlehrpersonen an unserer Schule nicht gerecht bezahlt wird.
    Herzlichen Dank für deine Antwort im Voraus!
    Liebe Grüße
    Margarethe

  • #35

    Gary (Mittwoch, 07 April 2021 23:08)

    Offenbar hat sie ein Studium abgeschlossen, das in Österreich einem PH-Abschluss / Bachelorniveau entspricht. Wenn das so ist, hat sie dann als Lehrerin an einer BMHS die Anstellungserfordernisse nicht erfüllt und daher einen Sondervertrag bekommen (da sie erst nach 10 Jahren einen Dauervertrag bekam, muss es ein II L Art.X Vertrag gewesen sein - Anstellung einer Person ohne volle Anstellungserfordernisse aufgrund von Lehrer*innenmangel). Da sie danach anscheinend keinen weiteren Abschluss vorgelegt hat, änderte sich ihre Einstufung auch durch die (damals) nach 10 Jahren (heute wär es schon nach 5 Jahren) vorgesehene Umstellung auf einen I L Dauervertrag nicht. Wenn dabei das Wort "saniert" verwendet wurde, ist das nicht zutreffend. Die Bezahlung passiert in Österreich nicht (nur) nach der Arbeitsleistung, sondern (auch) nach den formellen Anstellungserfordernissen. Dabei gibt es keinen Unterschied zwischen II L und I L. Wenn damals die Bedingungen für l 2a2 erfüllt waren, sind sie auch heute erfüllt. Oder umgekehrt gesagt: Wenn ihr holländischer Studienabschluss als masterwertig eingestuft worden wäre, hätte sie immer schon l 1 bezahlt bekommen müssen, egal ob damals in II L oder jetzt in I L. Sollte sich tatsächlich herausstellen, dass der Studienabschluss falsch bewertet wurde und das nun bewiesen werden [würde mich allerdings überraschen], könnte sie eine Gehaltsdifferenznachzahlung für 3 Jahre verlangen.
    Wie gesagt, dass sie Gleiches leistet, bewirkt nicht gleiche Bezahlung.
    Leider keine bessere Nachricht . . .

  • #36

    Chris (Montag, 19 April 2021 21:45)

    Hallo Gary!

    Ich hätte eine Frage zu meinem Sondervertrag zu diesem Thema: "Wer als Akademiker*in (Masterniveau) ohne Lehramtsabschluss einsteigt, macht die 60-ECTS-Pädagogikausbildung."

    Ich bin nun im zweitem Dienstjahr in einer PTS mit Sondervertrag "PD_LL ABS_1" Ich hatte beim Einstig in den Lehrerdienst bereits das Masterstudium "Sport- und Bewegungswissenschaften" sowie einen pädagogischen Hochschullehrgang mit 60ects "Erzieher für die Lernhilfe" abgeschlossen. Zusätzlich habe ich die Werkmeisterausbildung für Maschinenbau absolviert (ich unterrichte auch im Metallbereich und Sport). Die geforderten 30ects, die für Sonderverträge zu absolvieren sind, habe ich auch schon erledigt.
    Meine Frage wäre, ist der Sondervertrag und/ bzw. "LL ABS_1" gerechtfertigt? Ich würde mich über eine Antwort von dir Freuen, danke! FG Chris

  • #37

    Gary (Dienstag, 20 April 2021 10:39)

    Ich nehme an "LL ABS_1" ist eine Abkürzung dafür, dass sie dir nicht das pd-Gehalt, sondern nur einen gewissen Prozentsatz davon zahlen. Wieviel?
    Ich werde meine PTS- und allgemein die APS-Expert*innen auf diesen deinen Eintrag hier aufmerksam machen und falls jemand dir mehr sagen kann, wirst du es hier lesen (oder du sendest mir ein Mail an fuchsbauer@oeli-ug.at und ich schick dir dann Mailadresse(n) von Kolleg*innen, die dazu mehr wissen. LG Gary

  • #38

    Danny (Dienstag, 20 April 2021 13:41)

    Aufgrund der Nichterfüllung der Zuordnungsvoraussetzungen kommt es hier zu einem Sondervertrag, der mit prozentualen Abschlägen versehen ist, die abhängig von der Ausbildung sind. Die Abschläge können 5% - 25% betragen. Des Weiteren kann es sein, wie in diesem Fall, dass zusätzliche Qualifikationen in Aus- und Weiterbildung erforderlich sind. Diese sagen aber nur aus, dass man diese innerhalb von 5 Jahren absolvieren muss, um anschließend in ein unbefristetes Dienstverhältnis überführt werden zu können und eben nicht, dass dadurch die Bedingungen für eine Zuordnung ins das PD-Schema erfüllt sind. Der jeweilige Abschlag bleibt auch im unbefristeten Dienstverhältnis
    aufrecht, es sei denn, die Voraussetzungen für die Zuordnung zur
    Entlohnungsgruppe pd werden nachträglich erfüllt. In diesen Fällen endet
    der Sondervertrag und hat eine reguläre Einstufung im pd-Schema unter
    Anwendung der zum Vorbildungsausgleich vorgesehenen Bestimmungen zu
    erfolgen.

  • #39

    Jacqui (Freitag, 23 April 2021 11:35)

    Liebes Team,

    ich bin seit September 2017 mit Sondervertrag an einer MS angestellt. Ich habe mir dann ein halbes Jahr Auszeit genommen (Auflösung des Dienstverhältnisses, da Bildungskarenz mit befristetem Vertrag nicht genehmigt wurde) und wurde nach diesem halben Jahr wieder im Sondervertrag angestellt. Nun meine Frage: Kann dieses Semester Auszeit Grund dafür sein, die höchstens 6 Jahre erneut von vorne zu beginnen? Laut meinen Recherchen geht es ja um eine Gesamthöchstdauer. Muss man dafür durchgehend ohne Unterbrechung angestellt gewesen sein?

    Danke im Voraus und lG!

  • #40

    Stivi (Freitag, 23 April 2021 13:21)

    Ich bin 2009 als Lehrer eingestiegen, hatte den zum damaligen Zeitpunkt neuen BAC Abschluss bereits. Derzeit befinde ich mich in Gehaltsstufe 8 l2a2, da die Anrechnungen damals nach alten System erfolgten, bekam ich einige Zeiten angerechnet, welche heute nicht mehr angerechnet werden.

    Nun hätte ich gerne Bundesland gewechselt, allerdings wurde mir mitgeteilt, dass ich neben dem Zeiten, welche ich aufgrund der veränderten Anrechnungen verliere, auch ein Vorbildungsausgleich abgezogen wird. Wäre das richtig? Dachte der Abzug kommt nur dann pauschal zu tragen, wenn die Anstellungserfordernisse nicht erfüllt sind zum Zeitpunkt des Eintritts.

    Ich hätte gerechnet das ich mit 12 Dienstjahrenund 1 Jahr Zivildienst in Stufe 7 einsteigen müsste. Liege ich mit meiner Einschätzung falsch?

  • #41

    Josef Gary Fuchsbauer (Freitag, 23 April 2021 13:29)

    zu # 39: Die 5 Jahre könnne mit Unterbrechungen sein!
    zu # 40: Wenn du die Ausbildung f. l2a2 hast (beim Einstieg damals schon hattest) und in l2a2 bezahlt wirst, dann wird dir nichts von deiner Dienstzeit abgezogen.. Du kommst in Sufe 7. Richtig.

  • #42

    Marie (Samstag, 24 April 2021 09:26)

    Guten Tag,

    derzeit bin ich als Bundeslehrerin an einer BHS tätig. Im Jahr 2013 fing ich mit einem Sondervertrag als Lehrerin an einer NMS an, den Sondervertrag erhielt ich, da ich über das Projekt Teach for Austria angestellt wurde. Im November 2015 schloss ich mein Lehramtsstudium an der Universität ab, seit 2010 besitze ich bereits einen Mag. für ein Diplomstudium. Im Jahr 2016 erhielt ich einen befristeten AHS Lehrervertrag mit einer Mitverwendung an der bisherigen NMS. Im Jahr 2018 erhielt ich meinen unbefristeten L1 Vertrag.. Da ich einige Jahre an der Universtät und Dienst bei einer Gemeinde verrichte. In Summe wurden mir 2482 Tage angerechnet, wobei ein 100 % Ausbildungsausgleich von 1416 Tagen abezogen wurde. Weshalb sich am Ende nun nur eine Anrechnung von 2 Jahren und 11 Monaten ergab. Die Einstufung erfolgte damals in Gehaltsstufe 2, derzeit befinde ich mich in Gehaltsstufe 3.
    Nun hätte ich die Möglichkeit an eine MS in meiner Wohngegend zu wechseln. Leider kann bzw. will mir keiner Auskunft darüber geben mit welcher Gehaltseinstufung ich rechnen könnte.
    Meine Frage wäre, ob der Ausbildungsausgleich bei der Einstufung im L2a2 Vertrag gleich hoch wäre, wie im L1 Vertrag, oder ob dieser gegebenenfalls geringer ausfällt, da bereits ein MAG. seit dem Jahr 2010 vorhanden war.

  • #43

    Gary (Samstag, 24 April 2021 10:22)

    Bei einem Wechsel von einer in l1 eingestuften Bundeslehrerin zu einer Mittelschul- und damit in l2a2 einzustufenden Landeslehrerin wird tatsächlich eine Neuberechnung des Besoldungsdienstalters gemacht - und zwar nach den heute gültigen Regeln: Anrechnung des öffentlichen Dienstes generell, Privatwirtschaftszeiten (wozu auch Uni zählt, weil die ja seit über 20 Jahren aus dem öffentlichen Dienst ausgegliedert sind) nur dann, wenn sie berufsnützlich sind. Wenn Anrechnungszeiten dabei sind, die vor dem für die Anstellung erforderlichen Bildungsabschluss liegen, wird Vorbildungsausgleich abgezogen, allerdings bei l2a2 um 2 Jahre weniger als bei l1 (weil nur 3- statt 5-jähriges Studium erforderlich).

  • #44

    Marie (Samstag, 24 April 2021 10:29)

    Es wurden bei der damaligen Zeiten die Uni Zeiten unter dem Punkt Einschlägige Berufstätigkeit oder ähnliches erfast. Hierfür dürfte sich ja nichts geändert haben und ich kann von einer Wiederabrechnung ausgehen?

  • #45

    Gary (Samstag, 24 April 2021 10:46)

    Das lässt sich nicht mit Sicherheit sagen. Denn ob die Unitätigkeit auch für die Mittelschultätigkeit eine entsprechende Relevanz hat, ist allgemein nicht beantwortbar.
    Aber das Finanzielle kann ja wohl beim Wechsel an die MS nicht das Ausschlaggebende sein, weil die Bezahlung in l2a2 sowieso um einiges unter l1 liegt, bzw. mit den Jahren immer weiter auseinandergeht.

  • #46

    Marie (Samstag, 24 April 2021 10:56)

    Nein natürlich nicht. Es wäre aber gelogen zu sagen das es gar keine Rolle spielt.

  • #47

    Rebecca (Dienstag, 27 April 2021 12:56)

    Hallo!

    Ich habe eine Frage bezüglich Bundeslandwechsel. Ich habe 1 Jahr in Wien unterrichtet und bin mittlerweile das 3. Jahr an einer Schule in NÖ. Von unterschiedlichen Seiten habe ich gehört,dass das eine 1 Unterrichtsjahr in Wien nicht zu den 5 Jahren, die man für einen unbefristeten Vertrag benötigt, zählt. Stimmt das?

    Liebe Grüße

  • #48

    Josef Gary Fuchsbauer (Dienstag, 27 April 2021 14:05)

    In Siehe https://www.jusline.at/gesetz/vbg/paragraf/90k steht "oder mehrerer solcher Verwendungen beim selben Dienstgeber dürfen für einen Vertragslehrer insgesamt fünf Jahre nicht übersteigen. Vorangegangene Zeiträume einer Verwendung als Vertragslehrer des Entlohnungsschemas I L oder in einem öffentlich-rechtlichen Dienstverhältnis an einer im § 90c Abs. 3 angeführten Einrichtung oder mehrerer solcher Verwendungen sind für diesen Zeitraum anzurechnen." § 90c Abs. 3 sind alle Schulen Österreichs. Juristisch mehrdeutig ist, was "beim selben Dienstgeber" bedeutet. Als Landeslehrer*in ist der Dienstgeber die Bildungsdirektion des Landes und ein Bundeslandwechsel auch ein Dienstgeberwechsel mit einem neuen Vertrag (und neuer Berechnung der Vordienstzeiten). Bei Bundeslehrer*innen ist das hingegen nur eine Versetzung und muss daher auch die Zählung der II L Jahre weiterlaufen.

  • #49

    Sara (Dienstag, 27 April 2021 15:54)

    Lieber Gary,
    ich habe auch eine Frage bezüglich des Sondervertrages. Und zwar habe ich Chemie studiert und sogar ein Doktoratstudium in technischer Chemie gemacht. . Jetzt unterrichte ich seit einem Jahr als Quereinsteigerin an einer AHS Chemie. Wird mein Dienstvertrag im 6. Jahr in ein unbefristetes Anstellungsverhältnis übergehen. Muss ich dafür zusätzliche Prüfungen ablegen oder geht das auch so?
    Darf ich auch an mehreren Schulen unterrichten um eine Vollbeschäftigung mit Chemie zu erreichen?

    Vielen Dank im Voraus!

    Mit lieben Grüßen,
    Sara

  • #50

    Gary (Mittwoch, 28 April 2021 09:01)

    Seit Frühjahr 2019 sind auch Sonderverträge ab dem 6. Jahr Dauerverträge. Und natürlich darf auch an mehreren Schulen unterrichtet werden. Und die Anstellungsbedingungen ändern sich nicht vom befristeten zum unbefristeten Vertrag. Hast du die (früher) so genannte Ingenieurspädagogikausbildung berufsbegleitend an der PH schon gemacht? Da wird eine 60-ECTS-Ausbildung angeboten, die quereinsteigende Techinker*innen (oder andere) in den ersten 5 Jahren zu machen haben.

  • #51

    Martin (Donnerstag, 29 April 2021 18:23)

    Hallo Gary!
    Ich unterrichte seit diesem Schuljahr an einer BMHS und befinde mich gerade in der Induktionsphase (Mag. Abschluss). Bin unbefristet als Vertretung. Bin im PD angestellt.
    Für kommendes Schuljahr (bis April 2022) bin ich noch ein Vertretungslehrer für diesselbe Person, die zu diesem Zeitpunkt aber dann in Pension geht.
    Ist es ab diesem Zeitpunkt möglich für einen unbefristeten Vertrag anzusuchen (sind dann offene gesicherte Stunden), oder kann ich diesen erst im 6. Dienstjahr bekommen? Wird ggf. ein Zivildienst hierbei auch berücksichtigt oder nur für die Vorrückung auf die nächste Gehaltsstufe?
    Danke für die Infos!

  • #52

    Gary (Donnerstag, 29 April 2021 18:41)

    Ich nehme an bei "Bin unbefristet als Vertretung" handelt es sich (um einen allerdings haeufigen) Flüchtigkeitsfehler und gemeint ist "Bin befristet als Vertretung".
    1. Zivildienst vor dem Beginn der Unterrichtstätigkeit zählt nicht zur 5-Jahresfrist.
    2. Verträge im öffentlichen Dienst Österreichs werden spätestens nach 5 Jahren (die nicht zusammenhängend sein müssen) Dauerverträge. Davor kann ein Dauervertrag ausgestellt werden, wenn die Anstellungsbedingungen erfüllt sind und auf Dauer gesicherte Stunden vorhanden sind - allerdings bezieht sich letzteres nicht auf die einzelne Schule, sondern auf den Bereich der Bildungsdirektion, also das Bundesland.
    Da im pd-Schema die Bezahlung bei befristeten und unbefristeten Verträgen völlig gleich ist, ist es nun nicht mehr soo entscheidend, ab wann es tatsächlich ein Dauervertrag ist. Real bedeutungsvoll ist es meist bei Eintritt einer Schwangerschaft; aber da erleb ich meistens große Kooperationsbereitschaft der Behörden.

  • #53

    Lisa (Dienstag, 11 Mai 2021 22:08)

    Hallo Gary,

    Ich hab 2018 meinen IIL Vertrag bekommen, der in den Folgejahren auch verlängert wurde. Für das Schuljahr 20/21 durfte ich eine Schwangerschaft verkünden. Mein aktueller Vertrag hätte mit September 21 geendet, meine Karenz mit Juli 21. Heute wurde ich angerufen, dass mein Vertrag nun mit Ende meiner Karenz ausläuft. Ist das so einfach möglich?
    Gibt es diesen Kündigungsschutz für uns (gültig bis 4 Wochen nach Ende der Karenz) nicht? Die Schule hätte für den Herbst auch schon mit mir gerechnet....

    Liebe Grüße

  • #54

    Gary (Dienstag, 11 Mai 2021 22:27)

    Sehr eigenartig. Du hast einen bis 31.8. oder 5.9. oder 12.9. befristeten Vertrag, ok? Du hast ein Kind geboren und innerhalb der Mutterschutzfrist bekannt gegeben, dass du in Elternkarenz bis x,Juli gehst, ok? Die Schule hat dich für 21/22 eingeplant, ok? Ein Telefongespräch ändert einen Vertrag nicht. Aber ein II L Vertrag kann tatsächlich gekündigt werden: https://www.jusline.at/gesetz/vbg/paragraf/91g - aber dass das mit dem Ende der Karenz geschieht, hab ich noch nie gehört. Vielleicht sollten wir das im direkten Kontakt weiter behandeln. Kannst du zumindest Schultyp und Bundesland an fuchsbauer@oeli-ug.at mailen? Evt kann ich dich mit einer Kollegin oder einem Kollegen aus diesem Bereich zur Beratung zusammenbringen.

  • #55

    Peter (Freitag, 14 Mai 2021 22:49)

    Lieber Gary,
    die Frage klingt jetzt vielleicht etwas komisch, aber wie erkenne ich ob ich einen "normalen" Vertrag, einen "Sondervertrag" oder einen Artikel "X Vertrag" habe? Ist das am Dienstvertrag unter Beschäftigungsart ersichtlich?
    Vielen Dank!
    MfG

  • #56

    Belinda (Montag, 24 Mai 2021 16:22)

    Ich bin seit 2016 Native Speaker Teacher an einer NMS in Wien. Jetzt wurde mir für das Jahr 2021/22 (mein 6. Jahr) wieder ein 1-Jahresvertrag gegeben. Laut meinen ursprünglichen (Sonder-)Vertrag muss ich innerhalb 4 Jahre einen zusätzlichen ECTS Kurs machen, ansonsten falle ich in eine untere Gehaltsstufe. Das ist dieses Jahr auch passiert, da ich den Kurs noch nicht gemacht habe. Brauche ich diesen Kurs für einen Dauervertrag? Ich traue mich nicht nachfragen.
    Vielen Dank

  • #57

    Anonym (Dienstag, 15 Juni 2021 17:40)

    Hallo,

    Lt. Landesschulrat STMK:

    Das Monatsentgelt beträgt bei voller Lehrverpflichtung und Erfüllung der Anstellungsvoraussetzungen in der Entlohnungsgruppe Pädagogischer Dienst (§ 18 Landesvertragslehrpersonengesetz) mindestens brutto € 2.821,40. Es erhöht sich gegebenenfalls auf Basis der gesetzlichen Vorschriften durch anrechenbare Vordienstzeiten. Bei Nichterfüllung der Anstellungsvoraussetzungen werden je nach Qualifikation Abschläge vom Monatsentgelt von bis zu 25 % vorgenommen

    Wie werden die Abschläge berechnet?

    Danke und LG

  • #58

    Josef Gary Fuchsbauer (Dienstag, 15 Juni 2021 18:05)

    zu #55: Es tut mir leid, dass diese Frage bisher nicht beantwortet wurde. Offenbar gab es ein technisches Problem und mir wurden erst heute nach dem Eintrag #57 auch #56 und #55 angezeigt.
    "Wie erkenne ich ob ich einen "normalen" Vertrag, einen "Sondervertrag" oder einen Artikel "X Vertrag" habe?" Artikel X Vertrag gibt es bei Einstieg ab Sept. 2019 nicht mehr, sondern das, was im alten Dienstrecht im Artikel X stand, steht jetzt im Absatz 11 "Solange geeignete Personen, die die für ihre Verwendung vorgeschriebenen Zuordnungsvoraussetzungen erfüllen, trotz Ausschreibung der Planstelle nicht gefunden werden, dürfen auch Personen aufgenommen werden, die den Nachweis der Zuordnungsvoraussetzungen nicht zur Gänze erbringen", bzw. wurde dann auch noch Absatz 11a angefügt - siehe https://www.jusline.at/gesetz/vbg/paragraf/38 bzw. f. Landeslehrer*innen https://www.jusline.at/gesetz/lvg/paragraf/3, wobei gem. Abs. 11a eine Unterzahlung um 30% möglich ist. Anstellungen nach diesen Paragrafen werden als Sonderverträge bezeichnet. Beim Gehaltsschema steht dann nicht einfach "pd", sondern noch was dabei - hab ich bei Verträgen von Kolleg*innen gesehen.

  • #59

    Gary (Dienstag, 15 Juni 2021 18:16)

    zu #56: Es tut mir leid, dass diese Frage bisher nicht beantwortet wurde. Offenbar gab es ein technisches Problem und mir wurden erst heute nach dem Eintrag #57 auch #56 angezeigt.
    Liebe Belinda, wenn du tatsächlich im Herbst weiterarbeitest und damit im 6. Jahr bist, schickst du im Dienstweg über die Schulleitung an die Bildungsdirektion ein kurzes Schreiben und ersuchst um die ab dem 6. Jahr erforderliche Ausstellung eines Dauervertrags. Wenn eine Bildungsdirektion jemanden ein 6. Jahr anstellt, dann IST arbeitsrechtlich das ein Dauervertrag, auch wenn Anstellungsbedingungen nicht erfüllt sind. Die Nichterfüllung kann sich bloß in der Bezahlung auswirken (im alten Dienstrecht zB l2b1 oder l2a1 statt l2a2 oder l1; im neuen Dienstrecht Abschläge vom pd-Schema gem. Abs. 11a - s.o. #58)

  • #60

    Gary (Dienstag, 15 Juni 2021 18:29)

    zu #57: Wie am Ende von #58 geschrieben, sind sogar 30% Abzug vom pd-Schema möglich, wenn die Anstellungserfordernisse nicht voll erfüllt sind. Im Gesetz stehen dazu keine Details. Es gibt aber Tabellen von Bildungsdirektionen, wieviel % weniger zB bei Einsatz an der VS, aber Ausbildung für die Sekundarstufe, oder bei Einsatz in nichtgeprüften Fächern oder bei fehlendem Bachelor etc bezahlt wird. Als Steirer schreibst du am besten (je nach deinem Schultyp) ein Mail an noack@oeli-ug.at (APS), berghold@oeli-ug.at (BS), kemmer@oeli-ug.at (AHS), moessler@oeli-ug.at (BMHS) oder du kommunizierst mit mir per Mail: fuchsbauer@oeli-ug.at (ÖLI-Bundeskoordinator)

  • #61

    Andrea (Mittwoch, 16 Juni 2021 18:55)

    Guten Tag!
    Ich habe einen Sondervertrag und habe von 6.9.2010 -März 2014(Karenz) in einer Schule als AHS Lehrerin gearbeitet. Der Vertrag lief dann am 31.8.2014 aus.
    Heuer (2020) habe ich wieder als Lehrerin begonnen.
    Ich hatte all die Jahre eine volle Lehrverpflichtung. Nächstes Jahr sollte ich ja dann umgestellt werden??- und gerade dann bekomme ich nur 8 WE.
    Dh bei meinem unbefristeter Vertrag habe ich einen Rechtsanspruch für 8 WE. Ist das jetzt für immer und ewig so?
    LG Andrea

  • #62

    Gary (Mittwoch, 16 Juni 2021 20:43)

    Der Vertrag wird natürlich auf das tatsächlich unterrichtete Stundenausmaß ausgestellt. Allerdings gilt dann gem. BLVG (Lehrverpflichtungsgesetz), dass Lehrer*innen möglichst voll zu beschäftigen sind; und daher steht auch im Sicherstellungserlass, dass Vertragsauffüllung vor Neuausschreibungen (und auch vor Überstunden anderer) geht. Auf diese Weise wird sich das Vertragsausmaß künftig wieder erhöhen. Und da nach der Gesetzeslage nur in den ersten 5 Jahren das Beschäftigungsausmaß einseitig vom Dienstgeber reduziert werden kann, wird es dann wieder ein voller Vertrag werden.

  • #63

    Sophie (Freitag, 25 Juni 2021 15:44)

    Hallo Gary!

    Ich bin ein wenig verunsichert.
    Ab September darf ich mit einer halben Lehrverpflichtung an einer NMS starten, ich werde einen Sondervertrag erhalten, da ich (neues Dienstrecht, neue Lehramtsausbildung) noch nicht ganz fertig bin. Mir fehlen ein paar LVs und die vier BA-Prüfungen in Deutsch. Ziel ist es, den Bachelor spätestens Herbst 2022 fertig zu kriegen, was knapp werden könnte, da bestimmte LVs nur alle zwei Semester angeboten werden und sich teilweise überschneiden, sodass ich evtl. 1-2 Semester länger brauche. Derzeit befinde ich mich im 6. Semester, ab Herbst dann im 7. Semester.

    Meine Fragen:

    Wie lange kann ein Sondervertrag verlängert werden (ich möchte möglichst wenig Gefahr laufen, bereits nach einem Jahr gekündigt zu werden)?
    Kann ein Sondervertrag auch während eines laufenden Jahres (z. B. Februar) in einen zumindest befristeten Vertrag gewandelt werden?
    Bzw. zählen Jahre, in denen man unter Sonderverträgen gearbeitet hat, in die Zeit bis zu unbefristeten Verträgen (5 Jahre) mit hinein?

    Vielen Dank einstweilen schon einmal für deine Antwort!

    LG Sophie

  • #64

    Gary (Freitag, 25 Juni 2021 15:58)

    Bei uns heißt es Sondervertrag, wenn nicht alle Anstellungsvoraussetzungen erfüllt sind.
    So lange das der Fall ist, bekommst du jeweils auf ein Jahr befristete Verträge (außer du kämest schon ins 6. Jahr, dann wird's ein Dauervertrag). Du wirst also nicht nach einem Jahr gekündigt, sondern der Vertrag läuft sowieso aus. ABER: beim derzeitigen Lehrer*innenmangel und dem bereits im vollen Gange befindlichen Kampf der Schul(typ)en um die Lehrer*innen, wird dir die Bildungsdirektion (also konkret: die Schulleitung) schon ca im Mai wieder einen Vertrag für das kommende Schuljahr vorlegen und dir sagen, den sollst du möglichst sofort unterschreiben (ich hatte da viele Anrufe von Kolleg*innen, die ein wenig Bedenkzeit wollten, bzw. sich die Ausschreibungen an anderen Schul(typ)en ansehen wollten).
    Wann du deinen Abschluss machst, wirkt sich auf deine Bezahlung aus, weil du bis dahin (vermutlich) 15% (evt auch mehr, weil du noch nicht kurz vor dem Abschluss bist) weniger verdienst und du dich aktuell auf achteinhalb Jahre in Stufe 1 einstellen musst. Ab dem 240-Ects-Bachelor, sind's dann aber nur mehr 4,5 Jahre. Beides also Gründe, nicht zu trödeln ... Die Bezahlung ist bei befristeten und unbefristeten Verträgen gleich (das war nur im alten Dienstrecht verschieden).

  • #65

    Dorothea (Donnerstag, 15 Juli 2021 09:36)

    Hallo Gary!

    Ab September werde ich in an einer niederösterreichischen VS (meine Stammschule) als Personalreserve (Springerin zum Einsatz an mehreren Schulen) mit voller Lehrverpflichtung eingesetzt (1 Jahr befristet). Mit September würde/wird auch meine Induktionsphase beginnen.
    Leider kann es sein, dass sich die Abgabe und damit die Benotung meiner Bachelorarbeit um ein paar (wenige) Wochen verzögert, sodass ich meinen BEd womöglich nicht, wie geplant, mit spätestens 6.9.21 in den Händen halte. Nun mache ich mir Sorgen bzgl. meines Einstiegs. Könnte mir die Stelle wieder genommen werden, da ich die Voraussetzungen bis dahin nicht komplett erfülle — oder wäre auch eine normale Bezahlung im pd-Schema möglich, da ich das Studium in absehbarer Zeit (mit Sicherheit noch im Herbst) abschließe? Wenn ich einen Sondervertrag erhielte, mit wieviel Abschlag müsste ich rechnen, wenn wirklich nur noch die Bachelorarbeit fehlt (235 ECTS erarbeitet, 5 fehlen noch?)
    Letzte Frage: Wenn ich einen Sondervertrag erhielte, würde die Induktionsphase für mich trotzdem beginnen, oder kann diese definitiv nur nach Abschluss starten?


    Herzlichen Dank im Voraus !

  • #66

    Sabine (Donnerstag, 15 Juli 2021 16:57)

    Hallo!

    Kann es sein, dass bei (befristeten) Sonderverträgen - auch wenn diese über die Sommermonate bis Herbst laufen - die Sommerferien nicht bezahlt werden (mit der Begründung: "das ist bei Sonderverträgen so")?

    Danke und LG

  • #67

    Josef Gary Fuchsbauer (Freitag, 16 Juli 2021 06:31)

    zu Dorothea #65, Induktionsphase. Wörtlich steht in https://www.jusline.at/gesetz/lvg/paragraf/5 nicht, ob die Induktionsphase beginnen kann, wenn die Anstellungserfordernisse noch nicht erfüllt sind.
    "(4) Die Induktionsphase beginnt mit dem Dienstantritt und endet nach zwölf Monaten."
    Allerdings ergibt sich aus
    "(9) Auf Landesvertragslehrpersonen, für die eine Ausbildungsphase (§ 7) vorgesehen ist, sind die Bestimmungen über die Induktionsphase nicht anzuwenden.",
    dass bei Anstellung trotz fehlenden Studienabschlusses eben keine Induktionsphase vorgesehen ist: § 7, Abs. 1:
    "(1) Landesvertragslehrpersonen, die die Voraussetzungen für die Zuordnung in die Entlohnungsgruppe pd gemäß § 3 Abs. 3 (allenfalls in Verbindung mit § 3 Abs. 4 und 5) oder gemäß § 3 Abs. 3a (allenfalls in Verbindung mit § 3 Abs. 4) oder gemäß § 3 Abs. 11 erfüllen, beginnen ihr Dienstverhältnis mit der Ausbildungsphase."
    Dieser letztgenannte § 3 Abs. 11 lautet:
    "Solange geeignete Personen, die die für ihre Verwendung vorgeschriebenen Zuordnungsvoraussetzungen erfüllen, trotz Ausschreibung der Planstelle nicht gefunden werden, dürfen auch Personen aufgenommen werden, die den Nachweis der Zuordnungsvoraussetzungen nicht zur Gänze erbringen, wenn zu erwarten ist, dass sie die Zuordnungsvoraussetzungen erfüllen werden."
    Ob also nun, sobald die Anstellungserfordernisse erfüllt sind, die 12-monatige Induktionsphase während des Schuljahres beginnen kann, bleibt vom Gesetz her unklar. Ich nehme aber an, dass es den österreichischen Weg geben wird . . . Falls ein Sondervertrag nach Absatz 11 ausgestellt wird, weil das Studium noch nicht fertig ist, würde ich gleich nach der letzten für den Bachelor erforderlich Prüfung die Ausstellung eines neuen Vertrages und den Beginn der Induktionsphase beantragen.

  • #68

    Gary (Freitag, 16 Juli 2021 06:45)

    zu Sabine #66 "Kann es sein, dass bei (befristeten) Sonderverträgen - auch wenn diese über die Sommermonate bis Herbst laufen - die Sommerferien nicht bezahlt werden (mit der Begründung: "das ist bei Sonderverträgen so")?"
    Wenn jemand so etwas behauptet, dann bitte nachfragen, aus welcher Gesetzesstelle sich das ergibt.
    Ein bestehendes Vertragsverhältnis, in dem eine Nichtbezahlung des Urlaubs vorgesehen ist, kenne ich nicht.
    Allerdings gibt es die Bestimmung, dass Verträge, die ab 1. Februar oder später beginnen, mit dem Ende des Unterrichtsjahres (also an einem Julifreitag) enden können, weil nämlich nur bei Beginn vor 1. Februar der Vertrag bis zum Ende des Schuljahres (also Sonntag im September) zu laufen hat. Allerdings steht das in https://www.jusline.at/gesetz/vbg/paragraf/90j (und damit im Bereich der Bestimmungen für das alte Dienstrecht).
    Jedenfalls steht in https://www.jusline.at/gesetz/vbg/paragraf/42a,
    dass die Sommerferien die Zeit unseres Urlaubs sind und der ist ja wohl bezahlt.

  • #69

    Marcella (Donnerstag, 26 August 2021 08:57)

    Hallo!

    Ist es möglich, den unbefristeten Vertrag auch mit Bachelor alleine zu erhalten, sofern die 5 Jahre des bestehenden Dienstverhältnisses aufrecht bleiben?
    Im Gesetztestext konnte ich nur die abgeschlossene Induktionsphase als Voraussetzung entnehmen.

  • #70

    Gary (Donnerstag, 26 August 2021 10:59)

    Es ist richtig, dass das Gesetz als Voraussetzung für einen Dauervertrag die abgeschlossene Induktionsphase (und nicht den Master) verlangt. Da aber für den Unterricht an der Sek II der Master als Anstellungserfordernis verlangt wird, wird es wohl keinen Dauervertrag an AHS-Oberstufen und BMHS ohne Master geben. Außer: Wenn jemand bereits 5 Jahre (muss nicht durchgehend sein) einen Vertrag als Lehrer*in in Österreich hatte und auch im 6. Jahr als Lehrer*in beschäftigt wird, dann ist jedenfalls ein Dauerauftrag auszustellen (Kettenregelverbot).

  • #71

    Krux (Mittwoch, 01 September 2021 15:17)

    Ich bin seit einem Jahr mit einem Sondervertrag an einer MS im VLPD/PD/1 mit einem Abschlag von 5%, werde aber durch Anrechnung der Vordienstzeiten im kommenden Jahr in die nächste Gehaltsstufe eingereiht. Laut meinem Vertrag muss ich einen Lehrgang für Sondervertragsbedienstete im Ausmaß von 30 ECTS absolvieren, der wird nur leider momentan nirgends für die PD Lehrkräfte angeboten. Ich habe gelesen, dass ein neuer Hochschullehrgang für Sondervertragslehrkräfte kommen soll. Finde aber leider nirgends Informationen für den 30 ECTS Lehrgang bzw. Hochschullehrgang. Wird so ein Vertrag wie meiner auch einmal in einen Unbefristeten übergehen, bzw. wo kann ich diesen Lehrgang absolvieren?

  • #72

    Gabi (Donnerstag, 02 September 2021 12:24)

    Was passiert wenn man mit einem Sondervertrag (befristet auf ein Schuljahr) an einer MS angestellt ist und schwanger wird?
    - darf man in Karenz gehen und wie lange?
    - bekommt man nach der Karenz wieder eine Stelle?
    - was muss man bedenken?

  • #73

    Gary (Donnerstag, 02 September 2021 16:27)

    zu #71: Nach 5 Jahren mit befristeten Verträgen (müssen nicht einmal direkt hintereinander sein) als Landes-/Bundeslehrer*in in Österreich wird spätestens bei einer Anstellung im 6. Jahr ein Dauervertrag ausgestellt. Bezüglich des Hochschullehrgangs für Sondervertragslehrkräfte werde ich bei Kolleg*innen nachfragen, bzw. sie ersuchen, hier eine Antwort zu schreiben - falls es diese 30 ECTS schon wo gibt.

  • #74

    Gary (Donnerstag, 02 September 2021 16:35)

    Für den Fall der Schwangerschaft verweise ich auf das, was ich unter #234 in
    https://www.oeliug.at/2017/11/18/gehaltstabelle-f%C3%BCr-lehrerinnen-2018/ geschrieben habe.
    Es sollte demnach möglich sein, auch im Mutterschutz und in Elternkarenz den Vertrag weiter zu haben (Benachteiligungsverbot für Elternschaft in Österreich).
    Zu den konkreten Fragen: Natürlich gelten die Mutterschutz- und Karenzbestimmungen auch bei befristeten Verträgen. Wenn allerdings der Vertrag auch ohne Schwangerschaft asugelaufen wäre (zB weil die vertretene Lehrperson zurückkommt, oder weil die Anstellungsbedingungen nicht erfüllt sind und jemand die Stelle bekommt, die oder der sie erfüllt), dann schützt auch die Schwangerschaft nicht vor dem Ende des Vertrages.

  • #75

    Hans (Freitag, 03 September 2021 08:21)

    zu#71 und #73: Einen eigenen HLG für diese Gruppe wird es, denke ich, nicht geben, Die 30 ECTS könnten im Rahmen des Ergänzungsstudiiums, welches für die MS-Lehrerinnen angeboten wird, absolviert werden.

  • #76

    Sophie (Dienstag, 07 September 2021 08:42)

    Liebes Team,
    Ich habe ein paar Fragen... Ich bin derzeit in einem Sondervertrag (fertiges Diplomstudium für MS/AHS/BHS) an einer VS angestellt. Ich bekomme 95% bezahlt. Ich unterrichte seit 2020. Kann ich dann mit 2026 auf einen unbefristeten Vertrag hoffen? Auf meinem Gehaltszettel steht, dass ich 2028 vorrücken werde. Ich habe aber mein Studium bereits abgeschlossen. Ist die Vorrückung im Sondervertrag eine andere? Angenommen ich würde an eine MS/AHS wechseln, würden mir die Jahre an der VS angerechnet werden und es ergäbe sich ein anderes Vorrückungs-Datum?
    Herzlichen Dank!

  • #77

    Josef Gary Fuchsbauer (Dienstag, 07 September 2021 11:20)

    Unterricht seit 2020, daher neues Dienstrecht und Gehaltsschema pd, aber wegen "falschem" Schultyp Abzug von 5%. Ok. Es gilt die allgemeine Regel, dass nach 5 Jahren (müssen nicht ununterbrochen sein) als Landes-/Bundeslehrerin in Österreich der Vertrag im 6. Jahr ein Dauervertrag ist. Da aber im neuen Dienstrecht die Bezahlungsregeln für befristete und unbefristete Verträge gleich ist, wird sich nichts ändern, solange an VS unterrichtet wird und dafür keine Zusatzausbildung abgeschlossen wird (wäre mit PädHochschule zu klären, ob da was mit vertretbarem Aufwand möglich ist - wird aber wohl doch ziemlich aufwändig sein). Die Zeiten als Landes-/Bundesbedienstete werden natürlich auch bei Verträgen an anderen Schultypen als Berufserfahrungszeiten voll angerechnet.
    An sich dauert die erste Stufe des pd-Schemas bei Einstieg als Ma(gi)ster/Magistra nur 3,5 Jahre. Aber weil es der falsche Abschluss ist, wird offenbar das Studium gar nicht angerechnet und wie bei fehlendem Studium die erste Stufe mit 8,5 Jahren gerechnet. Das würde ich bei der Bildungsdirektion hinterfragen - oder schauen, dass möglichst bald eine Stelle in der Sekudarstufe gefunden wird.

  • #78

    Anonym (Dienstag, 07 September 2021 21:44)

    Ich habe im Februar 2018 im Sondervertrag altes Dienstrecht l2b1in zwei Schulen (Bund und Land) begonnen zu unterrichten. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich noch keinen Studienabschluss (Bachelor im Dezember 2020 abgeschlossen). Februar bis September 2020 war ich in Bildungskarenz und seit Oktober 2020 bin ich nur noch beim Bund (AHS) und der Vertrag hat sich aufgrund des Bachelors auf l2a2 geändert. Das Unterrichtspraktikum sowie die Induktionsphase sind für mich weggefallen. Wann kann ich mit einem unbefristeten Vertrag rechnen? (Masterabschluss voraussichtlich Anfang 2023) Werden meine Dienstzeiten für die Einstufung im 1L-Vertrag berücksichtigt bzw. In welcher Stufe werde ich einsteigen?

  • #79

    Gary (Mittwoch, 08 September 2021 07:20)

    Dienst im öffentlichen Bereich: Feb.18 bis Jän.20, ab Okt. 20 durchgehend. Einerseits wird diese Zeit angerechnet, andererseits wird aber für die derzeitige Einstufung in l2a2 der Vorbildungsausgleich (wegen nebenberuflichem Studium) abgezogen, sodass seit dem Abschluss des Bachelors l2a2 Stufe 1 zustünde, was aber egal ist, da im II-L-System bezahlt wird, in dem es keine Gehaltsvorrückungen gibt. Nach dem Masterabschluss steht dann l1 zu, wird aber zunächst noch im II L bezahlt. Nach Umstellung auf einen I L Dauervertrag (spätestens im 6. Dienstjahr, also ab Oktober oder Nov, 2023) wird dann die Vordienstzeitenermittlung gemacht - einerseits Anrechnung von 5 Jahren, aber Vorbildungsausgleich, sodass wohl nur die Zeit ab einem Jahr nach dem Abschluss des 240-ECTS-Bachelor übrig bleiben wird, also Besoldungsdienstalter beginnend ab Anfang 2022, d.h. ab Anfang 2024 Stufe 2 von l1. Die Zeit vor 2022 hatte den Vorteil des Einkommens und der erworbenen Pensionsversicherungszeit, zählt aber nicht für der Besoldungsdienstalter von l1, weil dafür der Masterstudienabschluss erforderlich ist. Weil aber nach dem 240-ECTS-BA bis zum Master nur 1 Jahr Vorbildungsausgleich vorgesehen ist, wird effektiv schon vor dem Masterabschluss angerechnet.

  • #80

    Mani (Donnerstag, 09 September 2021 10:04)

    Hallo Gary,

    Ich habe eine Frage bezüglich Sondervertrag, Gehälter und Weiterbildung.
    Ich habe einen Sondervertrag auf einer Wiener Mittelschule und beginne dort heuer mein drittes Jahr. Den Sondervertrag habe ich, weil ich kein Lehramtsstudium abgeschlossen habe, aber ich habe ein abgeschlossenes Diplomstudium (TU Wien). Jetzt ist es ja so, dass ich fünf Jahre lang jährlich einen befristeten Vertrag bekomme und ab dem sechsten Jahr dieser in einen befristeteten wechseln sollte.
    Leider ist das ganze für mich nicht ganz transparent gestaltet und ich alleine keine Antworten auf meine Fragen finden konnte.

    Wie bzw. wo finde ich herraus, wie viel Prozent weniger ich verdiene? Mir wurde immer gesagt etwas zwischen 5%-25%. Auf meinem Lohnzettel finde ich keinen extra Vermerk sondern nur:

    Schema: PD
    Verw. Gruppe: pd
    Gehaltsstufe: 1
    Vorr. Termin: 01.09.2027
    Besch. Ausmaß: 52,27%

    Ich höre immer wieder von Lehrgängen die man machen kann um berufsbegleitend eine pädagogische Ausbildung nachzumachen. (so auch vom Hochschullehrgang für Sondervertragsbedienstete der nicht mehr angeboten wird).
    Wie viele ECTS muss man nachmachen wenn man schon ein abgeschlossenes Diplomstudium (Architektur) hat und erhöht sich das Gehalt nach absolvieren dieser ECTS auf 100%? Bzw. würde ich immer nur das reduzierte Gehalt verdienen wenn ich ohne zusätzliche Lehrgänge nach fünf Jahren in den Dauervertrag komme?

    Welche Lehrgänge kann ich zu diesem Zwecke aktuell absolvieren da es den Kurs "Hochschullehrgang für Sondervertragslehrer*innen in den Mangelfächern 2.0" ja nicht mehr gibt.
    Ich besuche dieses Jahr die Weiterbildung für ungeprüfte Lehrkräfte für Bewegung und Sport von der PH. Ist das ein solcher Lehrgang den ich mir anrechnen kann?
    Und muss man das extra nach absolvieren der notwendigen ECTS an die Bildungsdirektion melden oder funktioniert die Anrechnung automatisiert?

    Entschuldigung für die vielen Fragen. Leider ist es nicht so einfach die Informationen alleine zu recherchieren.

    lg

  • #81

    Gary (Donnerstag, 09 September 2021 17:00)

    Ich nehme an, dass das in anderen Bundesländern auch wie bei uns in OÖ gehandhabt wird:
    Wer ein Fachstudium auf Masterniveau abgeschlossen und entsprechende Berufspraxis gesammelt und deshalb als Fachtheorielehrer*in (meist an HTL/HAK) angestellt wird
    (das Gesetz sieht das in https://www.jusline.at/gesetz/vbg/paragraf/38 bzw https://www.jusline.at/gesetz/lvg/paragraf/2, jeweils Abs. 3, 3a vor), macht an der Pädagogischen Hochschule eine berufsbegeitende einjährige 60-ECTS-Pädagogik-Ausbildung (was ja eh auch in den genannten Gesetzespassagen steht) und legt das Abschlusszeugnis in der Schule zur Weiterleitung an die Bildungsdirektion vor.

    Zur Frage des derzeitigen Abschlages:
    Wenn am Lohnzettel steht: 52,97%,
    dann 2821,40*0,5297 rechnen und mit dem Monatsbezug vergleichen,
    ob das passt bzw. wieviel Abzug gemacht wird.

    LG Gary

  • #82

    Katharina (Samstag, 18 September 2021 08:45)

    Im 7. Jahr Sondervertrag l2b1 an Ms, da kein Lehramtsstudium, trotzdem KV, Auszeichnungen, seit 2 Jahren L1 Art. X, bekomme trotzdem immer befristeten Dienstantrittszettel?
    ??
    Direktor will mich behalten, BD erklärt jetzt, wenn ich bis Ablauf der 10 Jahre keinen Bachelor habe, schmeißt man mich raus.
    Wäre das möglich,dachte immer mit L1 bin ich unbefristet und ArtikelX bedeutet nur geringeres Gehalt?

  • #83

    Gary (Samstag, 18 September 2021 09:11)

    Liebe Katharina!
    Die Buchstaben und Ziffern in unseren Verträgen sind verwirrend und führen leicht zu Verwechslungen.
    Da du in l2b1 und von "L1" schreibst, nehme ich an, dass es sich dabei auch um so eine Verwechslung handelt. l2b1 ist die Entlohnungsgruppe, in der du mangels Studienabschluss eingereiht bist (umgangssprachlich Maturant*innenschema genannt). Die Vertragsart wird im alten Schema mit "II L" (keine Vorrückungen, Jahresstundenbezahlung, fast immer befristete Verträge) oder "I L" bezeichnet.
    Der Zusatz Art. X (sprich: "Artikel zehn", benannt nach einer Veröffentlichungsnummer in einem lange zurückliegenden Bundesgesetzblatt) bedeutet Anstellung ohne Erfüllung der Anstellungserfordernisse, aber wegen Bedarf und Mangel an entsprechend ausgebildeten Bewerber*innen. "I L" bedeutet Einreihung in eine Entlohnungsstufe gemäß den Vordienstzeiten und (fast immer) Dauervertrag. Da du bereits mehr als 5 Jahre im Dienst bist, ist es ein Dauervertrag.
    "Hinausschmeißen" bedeutet in diesem Fall, dass du unter Einhaltung der Kündigungsfrist (bis 10 Jahre sind das 3 Monate, dann 4 und ab 15 Jahre 5) wegen Bedarfsmangel gekündigt werden kannst, wenn sie genug geeignete Bewerber*innen haben und nicht genug Stunden für dich im ganzen Bundesland.Die 10-Jahresfrist gibt es im Gesetz nicht mehr. Wenn du einen Bachelor schaffen kannst, würde das zB in der Gehaltsstufe 4 brutto um 500 Euro mehr pro Monat bei Vollbeschäftigung bedeuten (netto pro Jahr ca 4000 Euro mehr!), das sollte doch Motivation zum Lernen und Studieren sein.

  • #84

    Katharina (Sonntag, 19 September 2021 13:47)

    Vielen Dank für die rasche Antwort, das heißt aber, wenn mein Chef mich behalten will (und es gibt in Ms eh zu wenig Lehrer) kann ich ruhig auch bis 2026 für den Bachelor brauchen, ohne dass man mich kündigen kann?
    Dass es finanziell besser wäre, ist klar, nur da es nix berufsbegleitend gibt, ist das nicht so easy

  • #85

    Gary (Sonntag, 19 September 2021 15:16)

    "ohne dass man mich kündigen kann" stimmt so nicht. Wie oben geschrieben: unter Einhaltung der Kündigungsfrist kann wegen Bedarfsmangel gekündigt werden, wenn genug geeignete Bewerber*innen und nicht genug Stunden für dich da sind. Aber du hast Recht: Beim derzeitigen Mangel besteht eher keine Gefahr.

  • #86

    Katharina (Sonntag, 19 September 2021)

    Vielen Dank, das beruhigt sehr

  • #87

    Esther (Dienstag, 21 September 2021 21:28)

    Hallo Gary,
    ich habe IFOM studiert und bin nach langem Warten (5 Jahre) an eine Mittelschule gekommen. Mittlerweile habe ich einen unbefristeten 1l-Vertrag und bin im l2a1 eingestuft (Sondervertrag da Lehramt für BMHS). Jetzt meine Frage: Welche Möglichkeiten (berufsbegleitend) gibt es, dass ich im l2a2 eingestuft werde?
    Vor ca. fünf Jahren wurde mir schon gesagt, dass ein Lehrgang oder eine Ausbildung für Quereinsteiger angeboten wird - offenbar ist dies nicht zustande gekommen.
    LG Esther

  • #88

    Gary (Mittwoch, 22 September 2021 04:59)

    Das versteh ich nicht: Seit Sept. 2019 gilt doch gem.Gesetzesänderung, dass ein Lehramtsstudium für AHS/BMHS auch für Mittelschulen als Erfüllung der Anstellungserfordernis gilt und somit zur Einstufung l2a2 führt. Ich würde daher im Dienstweg eine entsprechende Änderung einfordern. Oder gibt es einen anderen Grund, warum nicht l2a2 bezahlt wird?

  • #89

    Esther (Mittwoch, 22 September 2021 07:05)

    Wirklich? In welchem Gesetz ist das geregelt? Lt. meiner letzten Auskunft in der Bildungsdirektion voriges Schuljahr wurde mir noch gesagt, dass auf meinem Lehramtszeugnis stehen muss „berechtigt an Mittelschulen zu unterrichten“.
    Anderer Grund liegt meines Wissens nicht vor - möglich weil ich mit meinem Studium nur ein Fach habe? Oder weil ich noch das alte Bachelorstudium habe? Habe damals mit Diplomstudium angefangen und im letzten Jahr noch die Möglichkeit den Bachelor zu machen (war damals ganz neu).

  • #90

    Gary (Freitag, 24 September 2021 07:23)

    Im Artikel 14a von
    https://www.ris.bka.gv.at/NormDokument.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=10008549&Artikel=&Paragraf=&Anlage=1&Uebergangsrecht=
    steht: "Die Ernennungserfordernisse für die Verwendung an einer (Neuen) Mittelschule und an einer Polytechnischen Schule gelten auch durch ein der Verwendung entsprechendes Lehramt für die mittleren und höheren Schulen in zwei Unterrichtsgegenständen gemäß § 87 Abs. 1 des Universitätsgesetzes 2002 – UG, BGBl. I Nr. 120/2002, bzw. § 66 Abs. 1 des Universitäts-Studiengesetzes – UniStG, BGBl. I Nr. 48/1997, als erfüllt."
    Also ist offenbar tatsächlich das eine Fach das Problem.