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WORKERS FOR FUTURE: Streiken für den Umweltschutz

Umweltschutz und Arbeitsplätze sind kein Widerspruch. Umweltschutz und Wirtschaftsentwicklung fördern einander.

Umweltschutz ist die Basis für soziale Gerechtigkeit und ein sicheres Leben.

 

Arbeitnehmer*innen schließen sich zu der Bewegung "Workers For Future" zusammen und unterstützen die "Fridays For Future"-Demos. Erstmals am 27. September 2019 in Wien. Aufgefordert sind der ÖGB und seine Teilgewerkschaften die Kundgebung mit Streiks für Umweltschutz zu unterstützen.

 

Gewerkschaft ziert sich

Doch Teile der Gewerkschaft zögern, sich aktiv für Umweltschutzziele einzusetzen. Sie fürchten Arbeitsplatzverluste durch eine Wirtschaft, die sich an Klimazielen orientiert. Und wahrscheinlich sehen das auch viele Arbeitnehmer*innen so. Doch Umweltschutz und eine positive Wirtschaftsentwicklung bedingen einander.

 

Die menschengemachten Klimaveränderungen verursachen immense Kosten und Schäden. Die Folgen: Ernteausfälle, Megastürme und in der Folge Verarmung, Kriege um knapper werdende Ressourcen und Massenmigrationen, mit denen wir uns jetzt schon konfrontiert sehen. Die UNO-Organisation ILO (International Labor Organisation) schätzt, "dass der Temperaturanstieg zu einem Verlust von 80 Millionen Arbeitsplätzen und Wirtschaftsschäden von 2,3 Billionen Dollar führen werden". Die ILO geht dabei von einem bescheidenen Anstieg um 1,5°C bis 2100 aus. Die derzeitigen Schätzungen liegen bei 3 - 5° Erwärmung.

 

60 Millionen neue Arbeitsplätze durch Umweltschutz weltweit

Weltweit entstehen Chancen auf rund 60 Millionen zusätzlichen Arbeitsplätzen weltweit bis 2030, so eine Erhebung des deutschen Bundesumweltamtes. Die Green Jobs entstehen einerseits durch den Ausbau von erneuerbaren Energiesystemen, um nur ein Beispiel zu nennen. Andererseits führt ein nachhaltigeres Wirtschaften im Agrar- und Industriebereich sowie notwendige Investitionen im Sozial- und Bildungsbereich zu steigender Nachfrage nach Arbeitnehmer*innen.

 

Einige österreichische Teilgewerkschaften haben die Sache im vollen Umfang erkannt. PROGE (Produktionsgewerkschaft), Vida (Verkehr und Dienstleistung) und Youunion (Daseinsgewerkschaft) forderten gemeinsam mit einer Reihe von Organisationen der Zivilgesellschaft im Februar 2019 von der Bundesregierung Mitsprache und Mitentscheidung der Arbeitnehmer*innen und Bürger*innen bei notwendigen Umweltschutzmaßnahmen. "Just Transition: Klimaschutz demokratisch gestalten" ist das Motto für eine sozial gerechte und demokratische Umgestaltung.

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Christian Schwaiger, Mitglied der Bundesleitung AHS der GÖD (Samstag, 20 Juli 2019 18:41)

    Damit auch sich auch die GÖD in diesem Sinn engagiert, müssten wohl die Unabhängigen GewerkschafterInnen stärker werden: Bei der kommenden Wahl im November wär Gelegenheit dazu ...