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Manfred SPARR: "Das Wichtigste war die kompromisslose Parteiunabhängigkeit."

Manfred Sparr ist ein herausragender Unabhängiger Gewerkschafter. Es ging Anfang Juli in Pension, unterstützt die ÖLI-UG und die UBG aber weiterhin. Zu früh für eine Denkschrift aber zur rechten Zeit für ein rückschauendes Interview, das Katharina Bachmann für die Unabhängige Bildungsgewerkschaft/UBG führte.

 

Katharina Bachmann im Gespräch mit Manfred Sparr

Bild: Joachim Wiesner

 

 

 

 

"Das Wichtigste war die kompromisslose Parteiunabhängigkeit."

Mit Manfred Sparr tritt Ende dieses Schuljahres ein profilierter und langjähriger VLI-Personalvertreter in den Ruhestand.

 

Ein Interview von Katharina Bachmann mit dem Neopensionisten

Wie bist du zur VLI gekommen?
Nachdem ich Ende der 1980er Jahre überraschenderweise beim ersten Antreten zur Wahl des Dienststellenausschusses an der HAK Bregenz zum Vorsitzenden gewählt wurde und seit meinem ersten Dienstmonat Gewerkschaftsmitglied war, hat mich der damalige Vertreter der VLI im Fachausschuss BMHS, Werner Dreier, gefragt, ob ich mich auch in der VLI engagieren möchte. Weil mir das Programm der VLI schon immer gut gefallen hat, habe ich zugesagt.

Welche Punkte des VLI-Programms haben dich besonders angesprochen?
Der wichtigste Punkt war sicher die kompromisslose Parteiunabhängigkeit. Dazu kamen noch ihre modernen bildungspolitischen Grundsätze und Aktivitäten. Vom Engagement dieser „Truppe“ war ich von Anfang an begeistert.

2004 gelang es der VLI, die Mehrheit im Fachausschuss BMHS zu erzielen. Du bist seit- dem Vorsitzender im Fachausschuss (FA). Was waren deine Grundsätze in dieser Tätigkeit?
Das Ziel war immer, für alle Beteiligten die beste und eine faire Lösung zu finden. Die Zusammenarbeit mit dem Dienstgeber war stets geprägt von gegenseitiger Wertschätzung und Sachorientiertheit. Mir war immer klar, dass eine erfolgreiche PV-Arbeit totale Transparenz, umfassende Information und Kommunikation auf Augenhöhe voraussetzt.

Hat sich die Arbeit als Fachausschussvorsitzender im Laufe der Jahre verändert?
Selbstverständlich, weil die Erfolge der VLI bei den folgenden Personalvertretungswahlen für die Arbeit als FA-Vorsitzender eine eindrucksvolle und wichtige Bestätigung für den eingeschlagenen Weg darstellten.


Worin siehst du die größten Errungenschaften der vergangenen Jahre?
Durch die Vernetzung und die konstruktive Zusammenarbeit der Mandatar*innen in den Dienststellenausschüssen mit dem Fachausschuss hat sich in Vorarlberg eine starke Position der Personalvertretung an allen Schulen entwickelt und gefestigt.

Welche Herausforderungen siehst du in Zukunft?
Bereits in den letzten Jahren erfolgte eine ständige Zunahme der Belastungen der Lehrer*innen, die – so wie es momentan aussieht – auch nicht so bald enden wird. Es wird in Zukunft noch mehr erforderlich sein, dass die Personalvertretung gemeinsam mit dem Dienstgeber geeignete Maßnahmen entwickelt, damit diese Belastungen nicht oder nicht im vollen Ausmaß auf die Arbeit der Kolleg*innen durchschlagen.

Welche Eigenschaften waren für dich als Personalvertreter hilfreich?
Weil die PV-Arbeit vom Prinzip her immer eine Arbeit ist, die sinnbehaftet ist, kommt zu dem oben Erwähnten noch hinzu, dass diese Tätigkeit stets mit einem großen Spaßfaktor verbunden war.

Du warst ja auch bundesweit sehr aktiv, im Zentralausschuss und auch medial für die ÖLI vorne mit dabei. Wie hat sich diese Vernetzung auf deine Tätigkeit im Land ausgewirkt?
Eine bundesweite Vernetzung und eine wirkungsvolle Öffentlichkeitsarbeit sind eine unerlässliche Unterstützung der FA-Arbeit, um sich auch bei sehr schwierigen Herausforderungen für die Kolleg*innen erfolgreich einsetzen zu können.

Danke für das Gespräch.

 

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