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Welternährungstag: Schule soll essen lehren.

Bild von pencil parker auf pixabay.com
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Die Schule soll die Schüler*innen vom Kindergarten bis zum Schulabschluss das richtige Essen lehren. Das machen die meisten Schulen ohnedies. Der Erfolg ist nicht garantiert, denn ohne Verstärkung durch das Elternhaus oder den Freundeskreis bleiben zuckersüße rote Rindviecher und ähnliche Energydrinks einfach alltägliche Durstlöscher.

 

Marlies Gruber, Geschäftsführerin des forum.ernährung.heute, fordert "Ernährungsbildung": "Viele Menschen geben sich aufgrund des reichen Angebots der falschen Illusion hin, dass sie - egal, was sie essen - eine ausreichende Nährstoffversorgung hätten."

 

"Übergewicht und Mangelernährung in Österreich nehmen gleichzeitig zu." sagt Gruber. Das Bewusstsein für gesunde Lebensmittel sei weitgehend verloren gegangen.

 

Im Großteil der Erde gibt es andere Probleme. Mehr als 800 Millionen Menschen hungern, rund ein Drittel der produzierten Lebensmittel wird weggeworfen. Diesen Widerspruch prangert die die neue Studie der FAO (Food- and Agriculture-Organization der UNO) an. Die Lebensmittel-Verschwendung hat soziale, wirtschaftliche aber auch ökologische Konsequenzen. Die Produktion eines Kilos Lebensmittel erzeugt 4,5 Kilo CO2. In Summe verursachen die verschwendeten Lebensmittel rund 1 Billion Euro pro Jahr.

 

Die UNO will den Wegwerfanteil auf die Hälfte der Summe des Jahres 2016 drücken. Dabei sollen Wegwerfverbote für Supermärkte eine ganz besondere Rolle spielen. In Tschechien gibt es derartige Regelungen bereits. Dort müssen nicht verkaufte Lebensmittel an Hilfsvereine abgegeben werden. Die ÖVP hatte letzten September angekündigt für Österreich ein ähnliches Gesetz schaffen zu wollen.

 

Bildquelle: pencil parker auf Pixabay

 

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