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ÖLI-UG-Statement zur Situation der Lehrer*innen in der Corona-Krise

Bild von Vektor Kunst auf pixabay. Bearbeitung PSt
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Mehr Schutz für Lehrer*innen und eine bessere Ausstattung der Schulen mit Warmwasserleitungen und Seife in Klassen und auf WCs fordert die ÖLI-UG. Außerdem ist, wie sich jetzt zeigt, die Ausstattung der Lehrer*innen und Schulen mit IT-Equipment nicht ausreichend. Darüber müssen nach der Krise ernsthafte Verhandlungen der GÖD mit der Dienstgeberseite beginnen. In der Zeit der Krise ist es nur möglich, den Schutz der Lehrer*innen zu verbessern und die Ausstattung der Schulen mit Desinfektionsmitteln zu gewährleisten.

 

Unsere Forderungen im Wortlaut:

 

Sehr geehrter Herr Bundesminister Fassmann,

sehr geehrte Damen und Herren in den Bildungsdirektionen,

sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen in den Gewerkschaften sowie ZAs s von APS, BS, AHS und BMHS,

sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen in den FAs der AHS und BMHS

 

Die derzeit herrschende Pandemie stellt die Schulen und die Kolleg*innen im Lehrberuf vor besondere Aufgaben und bedingt außergewöhnliche Maßnahmen. Dabei darf der Schutz der Kolleg*innen nicht vergessen werden. Die ÖLI-UG/Österreichische Lehrer*innen-Initiative bittet daher dringend um die Verwirklichung folgender Forderungen:

 

1) Kolleg*innen in den Schulstufen 1-8 und im Kindergarten, Hort, Internat etc., die den Risikogruppen (60plus, Menschen mit latenten Gesundheitsbeeinträchtigungen, Schwangere etc.) angehören, müssen sofort vom Dienst, auch Journaldienst etc., befreit werden. Direkter Körperkontakt ist bei der Betreuung der Kinder in den vorgenannten Gruppen unumgänglich und nicht zu vermeiden. Besonders betrifft das jene Lehr- und Betreuungsberufe, die im Bereich der Klein- und Kleinstkinder sowie der sonderschulischen Einrichtungen arbeiten.

 

2) Die Einteilung der Kolleg*innen zur Beaufsichtigung in den Schulstufen 1-8 und im Kindergarten, Hort, Internat etc. bzw. zu Journaldiensten muss durch Verhandlungen der Leitungen mit den Betroffenen und dem Dienststellenausschuss erstellt werden. Es geht hiemit um eine Diensteinteilung, über die laut PVG §9, Abs. 2, lit. b mit der Personalvertretung Einvernehmen herzustellen ist.

 

3) Wenn die Corona-Krise vorbei ist, müssen die Gewerkschaften sofort Verhandlungen mit dem Dienstgeber bzw. der Bildungsdirektion über die Ausstattung mit

 

• warmem Wasser in allen WCs und Klassenzimmern (bauliche Mängel)

• genügend Seife bzw. Desinfektionsmitteln an den Waschstellen

• vom Dienstgeber zur Verfügung zu stellender elektronischer Ausrüstung (Laptops, Handys etc.) für alle Lehrer*innen bzw. bei Nutzung von Privatgeräten für eine spezielle Abgeltung, die die Abnützung der Geräte berücksichtigt, zu führen.

 

Wir danken für Ihr Verständnis und die Einbindung unserer Forderungen in die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Krise sowie für künftige Pandemien.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

für die ÖLI-UG

Barbara Gessmann-Wetzinger

Vorsitzende der ÖLI-UG, für die APS;

Beate Sonnweber für die Berufschulen;

Gerhard Pusnik, Ursula Göltl für die AHS;

Gary Fuchsbauer und Peter Steiner für die BMHS

 

Kontakt: Barbara Gessmann-Wetzinger,

Vorsitzende der ÖLI-UG

(0676 3419435, b.wetzinger@tsn.at)

 

Diese Botschaft geht an

 

An Bundesminister Dr. Heinz Fassmann
An alle Bildungsdirektionen
An die GÖD,
An die Gewerkschaften der APS, BS, AHS und BMHS
An die Zentralausschüsse der APS, BS, AHS und BMHS
An die Fachausschüsse der AHS und BMHS

 

Bild von  Vektor Kunst auf Pixabay. Bearbeitung von PSt.


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