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Schutz der Kinder in den Schulen? Wir brauchen Antworten, Herr Minister!

Bild: PSt
Bild: PSt

BM Faßmann will die Schulen wieder öffnen. Unklar ist dabei, wie das geschehen soll und was für den Infektionsschutz der Kinder und der Lehrer*innen getan werden muss. Deshalb haben wir in der vergangenen Woche eine Reihe drängender Fragen an den Herrn Bundesminister gestellt und ...... .......... Wir haben keine Antwort erhalten!

 

Aber lieber Herr Unterrichtsminister, eine Vogel Strauß-Politik wird da nichts nützen und bitte, bedenken Sie, die ÖLI-UG vertritt z. B. im AHS-Bereich rund ein Drittel aller Lehrer*innen. Was wir Sie fragen, fragen diese Kolleg*innen auch. Im Anschluss unser Brief an den Herrn Bildungsminister:

 

 

Wir betreuen auch in diesen schwierigen Zeiten gerne alle Kinder, die es brauchen.

 

Wichtige Fragen erst zu stellen, wenn die Kinder in größerer Zahl in den Schulen stehen, ist nicht unser Ansatz von Krisenmanagement!

 

Wir von der ÖLI-UG fordern die verbindliche Regelung folgender Maßnahmen:

 

  1. Der von der AGES empfohlene Mindestabstand von radial 1,5-2 m zwischen den Kindern muss auch bei Betreuungen eingehalten werden. Kleineren Kindern fällt es sicher schwerer, die geforderten Abstände einzuhalten, als größeren Kindern. Diesem Umstand müsste man durch stärkere Ausdünnung der Betreuungsräume Rechnung tragen.
  2. Es dürfen nur Räume für die Betreuung genutzt werden, die ausreichend belüftet werden können, um die Viruskonzentration in der Luft gering zu halten. Auf regelmäßiges Lüften ist zu achten.
  3. Falls PC-Arbeitsplätze genutzt werden, ist an Computertastaturen mit einer erhöhten Viruskonzentration zu rechnen. Diese sind regelmäßig (täglich) zu desinfizieren bzw. reinigen.
  4. Die Schulen müssen in den Toilettenräumen immer für ausreichend Seife und Trockenpapier sorgen. Die Reinigungsintervalle der Toilettenräume gehören diesen besonderen Umständen angepasst.
  5. Desinfektionsmittelspender müssen in allen Räumen der Betreuung vorhanden sein.
  6. Mund-Nasen-Schutz (in ausreichender Menge und passenden Größen) muss vom Dienstgeber/Schulerhalter zur Verfügung gestellt werden. Die Zahl ist dabei so zu bemessen, dass der Austausch auch mehrmals pro Tag möglich ist.

Des Weiteren gilt es bis Mai zu klären:

  • Müssen Kinder von Eltern, die selbst einer Hochrisikogruppe (z.B. Krebspatienten) angehören zur Schule gehen? Werden Ausnahmen genehmigt, wenn diese Angst vor Ansteckung haben?
  • Was ist mit Kindern, die relevante Vorerkrankungen haben?
  • Was ist mit Kindern, die aufgrund von psychosozialen Belastungen keine Distanz wahren können?

Außergewöhnliche Situationen erfordern außergewöhnliche Lösungen, da sind wir mit der Regierung einer Meinung. In außergewöhnlichen Situationen außergewöhnlich gut mit betroffenen Berufsgruppen zu kommunizieren, da gibt es - zumindest im Bildungsbereich - noch sehr viel aufzuholen!

 

Für die ÖLI-UG,

 

Barbara Gessmann-Wetzinger, Vorsitzende

Gaby Bogdan, Claudia Astner und Bernd Kniefacz, Vertreter*innen der APS

Gerhard Pušnik, Vertreter der AHS,

Gary Fuchsbauer, GÖD-Vorstandsmitglied

 

Kontakt: Barbara Gessmann-Wetzinger b.wetzinger@tsn.at 06763419435

 


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