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Harsche ÖLI-UG-Kritik am Unterrichtszwang für mittlere Schulen

Medienaussendung
VLI Vorarlberger Lehrer*innen Initiative
ÖLIUG Österreichische Lehrer*innen Initiative
UBG Unabhängige Bildungsgewerkschaft
Feldkirch, 30.04.2020


Überfallsartige Maßnahme des Ministeriums für Handelsschulen und Fachschulen: Ganze Abschlussklassen werden in die Schule gezwungen. Wir verlangen die Rücknahme der Anordnung.


Über Nacht ist plötzlich alles anders. Der Plan, der für die Zeit bis zur Abhaltung der
abschließenden Prüfungen an den berufsbildenden mittleren Schule gegolten hat, wird
durch eine neue Regelung des Bildungsministeriums völlig über den Haufen geworfen und
gefährdet die Gesundheit der Beteiligten unnötig.


„Diese Maßnahme ist nicht nachvollziehbar und widerspricht allem, was bisher gesagt
wurde. Für alle anderen Schüler*innen heißt es: Unterricht in Gruppen, im Schichtbetrieb und
kein Nachmittagsunterricht. Nur die Schüler*innen den Abschlussklassen der Handelsschulen
und der mittleren humanberuflichen und technischen Schulen müssen den vollen
Präsenzunterricht bis zum Ende des Unterrichtsjahres absolvieren. Dass so sorglos mit der
Gesundheit der Schüler*innen und Lehrpersonen umgegangen wird, versteht niemand!“,
ärgert sich Katharina Bachmann, BMHS-Vertreterin der VLI.


„Was das Ganze noch auf die Spitze treibt, ist die Tatsache, dass die Information erst am
29. April an den Schulen eintraf und am 4. Mai schon umgesetzt werden muss“, ergänzt sie
kopfschüttelnd.


„Mit dieser Vorgangsweise des Ministeriums werden sowohl die Planungen der
Schulleitungen als auch die empfohlenen Schutz- und Gesundheitsmaßnahmen ignoriert“,
betont Gerhard Pušnik, Obmann der VLI.


„Die baulichen Bedingungen der Schulen machen es so schon schwer genug, die Hygiene-
Vorgaben zu erfüllen, da müssen die Direktor*innen schon sehr kreativ sein. Jetzt soll das
Ganze nochmals neu organisiert werden und das für Klassen mit bis zu 30 Schüler*innen. Dies
wird für manche Schulen gar nicht möglich sein“, fügt er hinzu. Da können doch auch die
Bildungsdirektionen nicht schweigen. Für die Verantwortlichen besteht dringender
Handlungsbedarf.


Gary Fuchsbauer weist darauf hin, dass auch die BMHS-Gewerkschaft und der ZA-BMHS
diesbezüglich informiert haben und an Minister Faßmann herangetreten sind.
Die Lehrervertreter*innen verlangen die Rücknahme dieser Überfalls-Bestimmungen.
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Rückfragen:
Gerhard Pušnik, (VLI-AHS), vli.pusnik@gmail.com 0664 – 3918646
Katharina Bachmann, (VLI-BMHS), katharina.bachmann@aon.at 0664 – 73471460
Gary Fuchsbauer (ÖLI-UG), fuchsbauer@oeli-ug.at 0650 2124358


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Kommentare: 1
  • #1

    Gerry (Samstag, 02 Mai 2020 23:10)

    Toller Text.