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Irrtum bei Covid-Infekten von Kindern! Revidieren Sie Ihre Ansichten, Herr Bundesminister!!!

ÖLI-UG-Schreiben an Bildungsminister, Regierung und Grüne Bildungssprecherin:

 

Sehr geehrte Damen und Herren!

 

Wir erlauben uns, uns als Unabhängige Lehrer*innenvertretung mit folgender dringlicher Information an Sie zu wenden:

Die CoV-Infektionsrate bei Kindern liegt höher als bisher angenommen.

 

𝗗𝗶𝗲 𝗖𝗼𝗩-𝗜𝗻𝗳𝗲𝗸𝘁𝗶𝗼𝗻𝘀𝗿𝗮𝘁𝗲 𝗱𝘂𝗲𝗿𝗳𝘁𝗲 𝗯𝗲𝗶 𝗞𝗶𝗻𝗱𝗲𝗿𝗻 𝘂𝗺 𝗱𝗮𝘀 𝟲-𝗙𝗮𝗰𝗵𝗲 𝗵𝗼𝗲𝗵𝗲𝗿 𝗹𝗶𝗲𝗴𝗲𝗻 𝗯𝗲𝘀𝘁𝗮𝗲𝘁𝗶𝗴𝘁 𝗲𝗶𝗻𝗲 𝗴𝗲𝗿𝗮𝗱𝗲 𝗲𝗿𝘀𝘁 𝗲𝗿𝘀𝗰𝗵𝗶𝗲𝗻𝗲𝗻𝗲 𝗦𝘁𝘂𝗱𝗶𝗲 𝗱𝗲𝘀 𝗛𝗲𝗹𝗺𝗵𝗼𝗹𝘁𝘇 𝗭𝗲𝗻𝘁𝗿𝘂𝗺𝘀 𝗠𝘂𝗲𝗻𝗰𝗵𝗲𝗻, https://doi.org/10.1016/j.medj.2020.10.003.

 

Wir gehen davon aus, dass dies auch für Österreich gilt. Dies deutet laut den Wissenschaftlern auf eine höhere Übertragungsrate hin als in bisherigen Studien beschrieben - und damit auch auf eine höhere Dunkelziffer bei Kindern. Da viele Personen - bei Kindern knapp die Hälfte - keine Covid-19-typischen Symptome entwickeln, werden sie einfach nicht getestet.

 

Diese Evidenz können wir als Lehrer*innenvertretung bestätigen: So wissen wir, dass bei Verdachtsfällen vielfach nur die Eltern von Schulen informiert wurden. Kinder wurden dann in der Schule abgeholt, aber nicht auf CoV getestet.

 

Insofern erwarten wir, dass das bmbwf seine Sichtweise, Kinder nicht als Pandemietreiber anzusehen, kritisch überprüft. Unsere Berufsvereinigung sieht diese Sichtweise sehr skeptisch.

 

Auch der deutsche Virologe von Berliner Charité Prof. Dr. Christian Drosten weist auf das Problemfeld Schule hin: „𝘔𝘢𝘯 𝘮𝘶𝘴𝘴 𝘩𝘪𝘦𝘳 𝘶𝘦𝘣𝘦𝘳𝘢𝘭𝘭 𝘯𝘢𝘤𝘩 𝘒𝘰𝘮𝘱𝘳𝘰𝘮𝘪𝘴𝘴𝘦𝘯 𝘴𝘶𝘤𝘩𝘦𝘯. 𝘌𝘴 𝘪𝘴𝘵 𝘫𝘢 𝘬𝘭𝘢𝘳, 𝘥𝘪𝘦 𝘚𝘤𝘩𝘶𝘭𝘦𝘯 𝘮𝘶𝘦𝘴𝘴𝘦𝘯 𝘮𝘰𝘦𝘨𝘭𝘪𝘤𝘩𝘴𝘵 𝘸𝘦𝘪𝘵𝘦𝘳 𝘣𝘦𝘵𝘳𝘪𝘦𝘣𝘦𝘯 𝘸𝘦𝘳𝘥𝘦𝘯. 𝘌𝘴 𝘪𝘴𝘵 𝘨𝘭𝘦𝘪𝘤𝘩𝘻𝘦𝘪𝘵𝘪𝘨 𝘢𝘣𝘦𝘳 𝘢𝘶𝘤𝘩 𝘬𝘭𝘢𝘳, 𝘸𝘪𝘦 𝘸𝘪𝘳 𝘴𝘤𝘩𝘰𝘯 𝘴𝘦𝘪𝘵 𝘭𝘢𝘯𝘨𝘦𝘳 𝘡𝘦𝘪𝘵 𝘸𝘪𝘴𝘴𝘦𝘯 𝘶𝘯𝘥 𝘫𝘦𝘵𝘻𝘵 𝘢𝘶𝘤𝘩 𝘣𝘦𝘴𝘵𝘢𝘦𝘵𝘪𝘨𝘵 𝘣𝘦𝘬𝘰𝘮𝘮𝘦𝘯 𝘥𝘶𝘳𝘤𝘩 𝘦𝘱𝘪𝘥𝘦𝘮𝘪𝘰𝘭𝘰𝘨𝘪𝘴𝘤𝘩𝘦 𝘉𝘦𝘰𝘣𝘢𝘤𝘩𝘵𝘶𝘯𝘨𝘦𝘯, 𝘥𝘢𝘴𝘴 𝘥𝘪𝘦 𝘐𝘯𝘧𝘦𝘬𝘵𝘪𝘰𝘯𝘴𝘨𝘦𝘧𝘢𝘩𝘳 𝘪𝘯 𝘚𝘤𝘩𝘶𝘭𝘦𝘯 𝘨𝘦𝘯𝘢𝘶𝘴𝘰 𝘪𝘴𝘵 𝘸𝘪𝘦 𝘥𝘪𝘦 𝘐𝘯𝘧𝘦𝘬𝘵𝘪𝘰𝘯𝘴𝘨𝘦𝘧𝘢𝘩𝘳 𝘪𝘯 𝘫𝘦𝘥𝘦𝘳 𝘢𝘯𝘥𝘦𝘳𝘦𝘯 𝘷𝘦𝘳𝘨𝘭𝘦𝘪𝘤𝘩𝘣𝘢𝘳𝘦𝘯 𝘚𝘰𝘻𝘪𝘢𝘭𝘴𝘪𝘵𝘶𝘢𝘵𝘪𝘰𝘯.“

 

Insofern erstaunt die Schulampel-Schaltung doch sehr und lässt viele motivierte und mutige Lehrer*innen stark daran zweifeln, dass das Gebot zum Gesundheitsschutz vom Bildungsministerium ausreichend wahrgenommen wird. Wir meinen, Maßnahmen und Regeln müssen so gesetzt sein, dass sie auch tatsächlich Schutz bieten und die CoV-Infektionsrisiken minimieren.

 

Hierfür haben wir bereits zahlreiche Vorschläge und Proteste eingebracht:

 

Schulen offenhalten_nur_wenn....! Forderungen der ÖLI-UG

Wo bleibt der CoV-Schutz von Lehrpersonen?
Wo bleibt der Schutz von Sonderpaedagog*innen vor einer CoV-Infektion?

 

Mit freundlichen Grüßen

Für die ÖLI-UG

Hannes Grünbichler, e.h.


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Kommentare: 7
  • #1

    Sabine (Samstag, 31 Oktober 2020 18:20)

    Der Link aus München funktioniert nicht. Mfg

  • #2

    Gary (Samstag, 31 Oktober 2020 20:39)

    https://doi.org/10.1016/j.medj.2020.10.003 sollte jetzt auch oben im Text funktionieren

  • #3

    Sabine (Sonntag, 01 November 2020 11:11)

    Dankeschön

  • #4

    Helmut (Sonntag, 01 November 2020 17:57)

    Seit gestern neues Mitglied bei euch. Danke für die engagierte Arbeit. So müsste Gewerkschaft immer sein.

  • #5

    Sabine (Montag, 02 November 2020 12:32)

    Bitte eure Aussendung auch an die Direktion schicken. Im Verteiler sind nur die Trittbrettfahrer von heute. Lg

  • #6

    MF (Montag, 02 November 2020 13:18)

    Obwohl nicht Lehrer, sondern Arzt begrüße ich, dass endlich eine vernünftige Sicht kommuniziert wird, wobei es mir auch um den Schutz der Kinder geht. Einzige Anmerkung: Ich verstehe nicht, warum VS Kindern das Tragen eines MNS nicht zugemutet werden kann, die meisten Kinder haben damit überhaupt kein Problem, leider eher die Eltern. Mittlerweile gibt es auch Studien die belegen, dass selbst bei schwer Lungenkranken (COPD) mit Op Maske kein Unterschied von O2 bzw CO2 im Blut feststellbar ist zu ohne Maske. Die Fassmannschen Zahlenspiele sind jedenfalls eine Zumutung - wobei mittlerweile glaube ich, dass die Beratungs und Einsichtsresistenz beim GS Netzer zu suchen ist. Bitte machen Sie weiter Druck für eine vernünftige Prävention auch im Sinne der Kinder!

  • #7

    J. P (Dienstag, 03 November 2020 05:45)

    Ich bin auch als Arzt, habe die gleiche Meinung. Bitte, diese Zusammenfassung und Publikation überall an die Grundschulen und große Medien rausschicken.

    1.Wenn die Kinder unter 10 nicht getestet werden, klar...haben sie niedrigen (keine) Zahlen..damit argumentieren sie non-stop..wie schön ist die Statistik unter 10 J...wie gesagt..was sie NICHT testen..wird nicht bekannt.

    2. Epidemiologische Effekte von Herbstferien sieht man mind.2-3 Wo später...nicht am Ende der Ferienwoche.Fast 6000 Fälle/Tag sind kein Ergebnis von Ferien sondern 2 Wo davor!

    Bitte durchhalten und weiterkämpfen um die Lehrerinnen und Lehrern und auch um die Gesundheit der kleinen VS Kindern!
    Vielen Dank!