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Schulschließungen? Raus aus der ministeriellen Hängematte, Herr Minister! Das hätten wir uns sparen können!

Bild: PSt
Bild: PSt

In den Schulen hätten wir vieles abwenden können, wenn Bundesminister Faßmann mehr Umsicht, Einsicht und Einsatz für die Schulen in der Bundesregierung gezeigt hätte, statt auf ein unverdientes Sommerwunder zu hoffen. Damit ist schon ein Donald Trump gescheitert.

 

Kommentar zu allgemeinen Schulschließungen von Peter Steiner (ÖLI-BMHS)

 

Warum, Herr Bildungsminister, haben Sie und Ihr Ministerium nicht schon den Sommer für vorbeugende Pandemiemaßnahmen genutzt? Warum haben Sie es verabsäumt, sich in der Bundesregierung vehement für genügend Finanzmittel einzusetzen, um die Schulen technisch, räumlich, organisatorisch und im Personalstand für Unterricht ohne Gesundheits- bzw. Lebensgefahr auszurüsten?

 

"Viele sagen, die Ansteckungsgefahr im Handel, in der Schule usw. seien vernachlässigbar. Die Wahrheit ist aber, die Behörden wissen gar nicht mehr, woher die Ansteckungen kommen. Ansteckungen gibt es überall, wo viele Menschen zusammenkommen" (Bundeskanzler Kurz in der Pressekonferenz zur Verschärfung der Quarantänemaßnahmen am 14. 11. 2020). Herr Faßmann, das trifft auf alle Schulen zu!

 

Herr Bildungsminister, Sie sind gefragt! Schützen Sie alle Betreuer*innen an den Schulen. Statten Sie sie mit Schutzausrüstung gegen Ansteckung aus! Finanzieren Sie die technische Ausrüstung zum Lernen übers Internet für Schulen und  Schüler*innen! Das ist nicht Angelegenheit der Arbeitnehmer*innen, die Ausrüstung für ihre Arbeit selbst zu finanzieren.

 

Denken Sie langfristig, Herr Bildungsminister! Mehr und größere Schulräume, geringere Klassengrößen, mehr Lehrer*innen und vor allem Unterstützungs- und Verwaltungspersonal werden auch nach der Pandemie gebraucht und einen besseren Unterricht möglich machen, weil Lehrer*innen zum Lehren da sind und nicht zum Administrieren von An-, Ab- und Ummeldungen von Schüler*innen.

 

Vernachlässigen Sie nicht Ihre Aufgabe als Vertreter des Dienstgebers, Herr Bundesminister, wie Sie es bisher weitgehend getan haben! Sie haben für alle Ihre Lehrer*innen und das übrige Schulpersonal eine Fürsorgepflicht. Sie sind verpflichtet, ihre Gesundheit zu schützen.

 

Schaffen Sie eine Schulreform zum Besseren, nicht zum Billigeren!


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Kommentare: 4
  • #1

    Sabine (Sonntag, 15 November 2020 06:33)

    Ihr solltet Geld in die Hand nehmen und den Artikel schalten. Nicht nur Lehrer sollten das lesen können/dürfen/müssen. Vielen Dank �
    Kurier und Krone�
    Presse und Standard oder Zack... werden zu selten gelesen in diesem Land.

  • #2

    Dagmar (Montag, 16 November 2020 15:30)

    Dem schließe ich mich voll und ganz an!!

  • #3

    Sabine (Montag, 16 November 2020 21:40)

    Wir hatten Corona Fälle in der Ganztagesform der Schule letzte Woche. Kinder nicht getestet, weiter in die Schule geschickt. Wozu sperren wir überhaupt zu wenn sich keiner kümmert? In den Schulen ist sowieso alles egal. Und wir sind es Leid täglich verschaukelt zu werden. Kinder aus 3 verschiedenen Klassen sind zu einer Betreuungsgruppe zusammen gefasst. Insgesamt 5 Gruppen, 5 Stunden jeden Tag, täglich wechselnde Kinder und Gruppenzusammensetzungen und wechselnde Lehrer. Da hätten wir auch offen halten können mit 20 Kindern pro Klasse, jeden Tag die selben 2 oder 3 Lehrer. Der Hausverstand ist auf Reisen gegangen im neuen Österreich. Und ffp2 Masken haben wir immer noch keine. Selber haben wir sie gekauft um morgen irgendeinen Schutz zu haben �.

  • #4

    Heide (Montag, 16 November 2020 22:34)

    Veröffentlichen, unbedingt!
    Danke!!!