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Corona: Massentests - kein Schutz vor Ansteckung! / ÖLI-Klage: Auch in Bayern klagen die Lehrer*innen wegen fehlendem Arbeitsschutz!

Bild von lukasmilan auf pixabay.com, Bearbeitung von PSt
Bild von lukasmilan auf pixabay.com, Bearbeitung von PSt

Viele Hoffnungen werden von der Regierung mit den Corona-Massentests übernächstes Wochenende geschürt. Eines ist aber klar:  Der Test schützt nicht vor Ansteckung. Corona-frei wird die Schule dadurch nicht. Auch wenn das vielleicht suggeriert wird. Wem Corona-Freiheit per Test bescheinigt wird, der kann sich trotzdem am nächsten (Schul-)Tag  oder gar noch in der Testungsschlange bei anderen anstecken und die Infektion weitergeben.

 

Erreicht wird vielleicht ein Überblick über das Infektionsgeschehen und im besten Fall werden die Gesundheitsbehörden in den Stand gesetzt, Infektionsketten von Neuem nachzuverfolgen. Aber nur, wenn alle Menschen in Österreich getestet werden. Polizist*innen und Lehrer*innen sind als Gruppe dafür zu klein.

 

Unter diesen Umständen fühlen sich sehr viele Lehrer*innen, gelinde gesagt, gefrozzelt und wieder einmal von der Regierung auf den Arm genommen, allen voran von Bildungsminister Faßmann. Der hat schon mit der absichtlichen Missinterpretation der Corona-Ampel jeden Anspruch auf Vertrauen verspielt.

 

Warum müssen wir Lehrer*innen am Wochenende in endlosen Schlangen für die Testung anstehen? Ist das Ganze nicht nur eine superteure Propaganda-Show zur Beruhigung der Bevölkerung und um von den versäumten Vorbereitungen für die zweite (und bald vielleicht dritte ?) Welle abzulenken? Warum sagen die Spitzen der Lehrergewerkschaften von der ÖVP-nahen FCG nichts dazu?

 

Sollen unsere Forderungen als Arbeitnehmer*innen damit unterlaufen werden? Wenn Faßmann dann behaupten kann, wie megawenig die Ansteckungsgefahr in den Schulen sei und weitere Schutzmaßnahmen seien dann auch unnötig.

 

ÖLI-Vorgehen macht Schule: Bayrische Lehrer*innen klagen Freistaat für Arbeitsschutz

Im Übrigen: Unser juristisches Vorgehen gegen die Säumnisse des Dienstgebers gegenüber Schüler*innen und Lehrer*innen macht Schule. Die Lehrer*innen-Gewerkschaft in Bayern verklagen den Freistaat, um für Schüler*innen und Lehrer*innen Schutzmaßnahmen durchzusetzen.

 

Bildnachweis: Bild von lukasmilan  auf Pixabay  Bearbeitung von PSt
 

 


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Kommentare: 5
  • #1

    MF (Mittwoch, 25 November 2020 10:15)

    Die Aussage vom Netzer ist an Dummheit kaum zu überbieten, Maske für Lehrer die nicht am test teilnehmen. Genau das ist die falsche Sicherheit die diese Tests vermitteln, sie haben vollkommen Recht. Aber ein vernünftiges Präventionskonzept ist noch nicht vorgestellt worden - diese Tests verhindern keine Infektionen. Das Verhalten der Bildungsverantwortlichen ist weiterhin grob fahrlässig, den Kindern und Lehrern gegenüber, aber auch im Sinne der Volksgesundheit.

  • #2

    Sabine (Freitag, 27 November 2020 05:40)

    Ich bin immer wieder fassungslos über die Unbedarftheit des Herrn Fassmann. Wir haben weder zusätzliche Räume noch ausreichend Abstand noch werden Kinder oder LehrerInnen getestet. Bei uns hat man einfach nicht Corona � und hat man Corona, wird niemand informiert und auch keiner vorgewarnt. Wenn enge Familie erkrankt ist, findet sich der Lehrer trotzdem in der Betreuung wieder und verbreitet frohgemut gute Stimmung oder eher den Virus. Und um ffp2 Masken muss die Direktion immer wieder gebeten werden. Vielleicht bekommst du dann ja doch eine denn deine Gesundheit ist ja egal. Und wehe du wirst krank. Dann bekommst du böse Kommentare. Direkt oder hintenrum. Lehrer sein ist in diesen Tagen eine Zumutung.

  • #3

    xenia (Freitag, 27 November 2020 09:52)

    Die Aussage vom Netzer ist an Dummheit kaum zu überbieten, Maske für Lehrer die nicht am test teilnehmen. Genau das ist die falsche Sicherheit die diese Tests vermitteln, sie haben vollkommen Recht. Aber ein vernünftiges Präventionskonzept ist noch nicht vorgestellt worden - diese Tests verhindern keine Infektionen. Das Verhalten der Bildungsverantwortlichen ist weiterhin grob fahrlässig, den Kindern und Lehrern gegenüber, aber auch im Sinne der Volksgesundheit.

  • #4

    MF (Freitag, 27 November 2020 12:51)

    Man sollte sich wieder einmal fürchten: Fassmann weiß, was er will nämlich soviel Schüler in den Klassen wie möglich. Und nach den Erfahrungen mit Fassmann und Netzer in den letzten Monaten heißt das es gibt kein ordentliches Präventionskonzept an den Schulen, das die Ansteckungsgefahr reduzieren kann. Die Herren sind Einsichts und Beratungsresistent und gefährden die Gesundheit aller in den Schulen. Bitte macht weiter Druck, damit nicht alles so stümperhaft weiterläuft wie bisher und ein Mindestmaß an Schutz in den Schulen gewährleistet wird, uns nicht nur Lüften bei Minusgraden als Prävention gesehen wird.
    Siehe auch www.oeghmp.at: Schutz vor Ansteckung in geschlossenen Räumen

  • #5

    Christine (Montag, 30 November 2020 10:43)

    Ich weiß nicht was diese Testerei soll, am Samstag 6.12. negativ getestet, heißt nicht , dass ich mich nicht am Dienstag 9.12. in der Schule anstecken kann und 5 Tage später positiv wäre. Das ist ein reines Politikum und noch ein sehr teures dazu. Ich glaube wir sollten das als Lehrer durchschauen und mutig sein und dazu nein sagen. Ich trage sowieso den ganzen Tag die Maske, ob mit oder ohne Test.