Corona-Maßnahmen: Statt Investitionen in Luftreinigung weiter Distance-Learning-Gemurkse!

Sofortimpfung für Sonderpädagogik
Sofortimpfung für Sonderpädagogik

Der Montag hat's in sich. Seit heute gelten erweiterte Regelungen für die Schulen, Anmeldung der Wiener Pädagog*innen zur Impfung bis 5. Februar und Minister Faßmann verspricht 200 Millionen Euro für Lernfördermaßnahmen, um Lernrückstände aufzuholen.

 

Distance Learning für alle oder doch nicht?

Das Gemurkse geht weiter! Positiv ist zwar, Distance Learning gilt ab 25. Jänner 2021 für ALLE Schulen. Negativ: Wenn die Leitung der Sonderpädagogik-Schule es will, dann müssen Gruppen, ganze Klassen oder gleich die ganze Schule wieder Präsenzunterricht machen. Corona hin oder her!

 

Auch das Maskentragen bleibt eine zwiespältige Angelegenheit: Einerseits müssen alle Schüler*innen einen MNS, Lehrer*innen und das Schulpersonal FFP2-Masken tragen. Andererseits die Schüler*innen in Volks- und Sonderschulen nur außerhalb des Klassenraums  und nicht die Lehrer*innen, wenn FFP2 den Unterricht unmöglich macht. Schwangere sind von der FFP2-Pflicht befreit. Also, was jetzt?

 

Warum nicht gleich Nägel mit Köpfen machen und die Schulen mit Einrichtungen ausstatten, die Corona-Viren abfangen und einen relativ unkomplizierten Präsenzunterricht zulassen?  Wir von der ÖLI-UG empfehlen nach wie vor mobile Luftreinigungsgeräte, zumindest für die sonderpädagogischen Schulen. 200 Millionen EURO hat Minister Faßmann ja schon fürs Nachholen von versäumten Unterrichtsstoff locker machen können.

 

200 Millionen für Zusatzunterricht und zum Nachholen in den Oster- und Sommerferien

 Das Förderpaket gelte für alle Schulstufen und solle bis Februar 2022 rund 3 Millionen zusätzliche Förderstunden finanzieren, erklärte Heinz Faßmann. 10 Prozent seien für außerordentliche Schüler*innen mit erhöhtem Förderbedarf im Sprachunterricht reserviert. Für die Oster- und Sommerferien werde es erweiterte Angebote für den Ergänzungsunterricht geben. Schwerpunkte: Deutsch, Mathe, Fremdsprachen.

 

Endlich sinnvolle Maßnahmen: Vorgezogene Impfungen für Pädagog*innen in Wiener Kindergärten und Schulen

Der Wiener Gesundheitsdienst ruft die Leitungen der Schulen und Kindergärten in Wien auf, Namen, Email-Adressen und Telefonnummern des gesamten Personals bis 5. Februar einzusenden. Die Stadt will alle, die an der Schule arbeiten, zu freiwilligen Impfungen einladen.

 

Für alle Mitarbeiter*innen in den pädagogischen Einrichtungen gibt es zusätzlich die Möglichkeit, selbst eine Eintragung auf https://impfservice.wien/ oder telefonisch unter 1450 im Bereich "Bildungspersonal/KindergartenpädagogInnen" vorzunehmen.

 

Autor: Peter Steiner


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Kommentare: 7
  • #1

    Sabine (Montag, 25 Januar 2021 20:19)

    Die Semesterschule: die Kinder arbeiten total brav ihre Lernpakete ab. Die Hälfte ist in der Schule. Wieso sollen Kinder keine Ferien haben sollen? Die brauchen auch mal Ruhe und Abstand. Denn die, die gefördert werden müssen, sind sowieso in der Schule gewesen . Der neue Erlass ist ein Witz. Schön langsam mag ich nicht mehr.

  • #2

    Sonja (Dienstag, 26 Januar 2021 08:59)

    2 Meter-Abstandsregel zwischen LehrerInnentischen und ersten Reihen in vielen Klassen raumtechnisch, selbst bei halber Besetzung, nicht umsetzbar!

  • #3

    Martin (Donnerstag, 28 Januar 2021 09:44)

    Weiß man schon, ob auch die Lehrer/innen von den Zahlungen der Arbeitgeber zur Deckung der Mehrkosten im Homeoffice etwas bekommen werden? Die angekündigten 300 € pro Jahr decken eh nur einen Teil der Kosten, weil wir vom Dienstgeber bisher ABSOLUT NICHTS bekommen haben (Laptop, Drucker, Dokumentenscanner, Maus, Büromaterial, Internetkosten, Arbeitsplatzausstattung, etc.)!

    Oder droht der nächste Affront seitens der Bildungspolitik gegen die Lehrerschaft, in dem man wieder versucht möglichst billig oder komplett "kostenneutral" davonzukommen?

  • #4

    Hannes Grünbichler (Donnerstag, 28 Januar 2021 18:20)

    @Martin: Nein derzeit ist noch nichts, aber sobald wir was wissen werden wir informieren.

  • #5

    Martina (Samstag, 30 Januar 2021 22:02)

    Wieso gibt es in den Schulen keine Arbeitnehmerschutz?
    Für Gesunde gilt: nach 75-90 Minuten FFP2-Maske-Tragen muss es 30 Minuten Pause geben. Maximal 6 Stunden täglich. Die Masken sind auch nicht zum Unterrichten geeignet. Schon gar nicht für 8 - 10 Stunden Reden pro Unterrichtstag.
    Übrigens: Kein Politiker redet bei einer Pressekonferenz mit Maske!

  • #6

    Hannes Grünbichler (Sonntag, 31 Januar 2021 08:13)

    Es müsste an jeder Dienststelle (an APSen ist das der Schulbezirk) mit mehr als 10 Personen zumindest eine Sicherheitsvertrauensperson geben, die der Personalvertretung auch bekannt zu sein hat. Diese müsste auch wissen, welche*r Arbeitsmedziner*in für die Schule zuständig ist. Den kann die PV beiziehen und dieser würde dann auch eine Maskenpause vorschreiben, die medizinisch indiziert ist.
    Jetzt stellt sich für mich nur die Frage, haben Schulen oder Dienstellen solle SVP genannt und ihre Pflicht gemäß B-BSG ernst genommen.

  • #7

    Mario (Montag, 01 Februar 2021 08:04)

    Ich kann mit Maske nicht raumfüllend sprechen (bis zu 36 Schüler in der Klasse, Tagesschule ab 8, Abendschule bis 22 Uhr).
    Mit Kinn-/Gesichtsvisier wars kein Problem, aber schon mit der Stoffmaske war ich schnell kurzatmig und bekam Kopfschmerzen - jetzt noch FFP2 - eine einzige Qual.
    Außerdem gibt es immer wieder Probleme beim gegenseitigen Verstehen, v.a. wenn ein gewisser Lärmpegel in den vollen Räumen herrscht, Fenster offen sind oder wenn "fremdsprachige" Schüler in den Klassen sitzen.
    Wenn Präsentunterricht, kann das nur so funktionieren: im Unterricht FFP2-Masken für Schüler/innen, Visier oder Plexiglaswände für Lehrer/innen. Zusätzlich Raumluftreinigung und mindestens einmal wöchentlich verpflichtende "Nasenbohrer"-Tests für alle in der Schule.