Fassmanns Katze aus dem Sack: Präsenzunterricht ab 8. Februar

Cat Eyes von Mihail_hukuna. Bildnachweis am Ende der Seite.
Cat Eyes von Mihail_hukuna. Bildnachweis am Ende der Seite.

Nachtrag am 4.2.: Weiter zur BMBWF-Seite mit den Regeln, dem Erlass und mit den Elternbriefen

Schluss mit Rätselraten! Ab 8. Februar gilt wieder Präsenzunterricht für alle. Trotz Infektionszahlen auf hohem Niveau. Fassmanns Katze ist aus dem Sack! Ob es die gleiche ist wie in den fehlenden offiziellen Schreiben, werden die Verordnungen zeigen. 

 

Von Peter Steiner

 

Die Regelungen laut Pressekonferenz vom Dienstag, 2. Februar 2021 (keine offizielle Verordnung):

 

In den Volksschulen findet wieder normaler Unterricht statt. Bedingungen:

  • Mund-Nasen-Schutz-Pflicht im Schulgebäude außer in den Klassenräumen
  • Abstandsregelungen: zwei Meter
  • Zwei Tests pro Woche auf Infektionen, nämlich Montag und Mittwoch vor Betreten der Klassenräume. Durchführung: Schulärzt*innen und/oder Klassenlehrer*innen bzw. eingeschulte Lehrer*Innen. Beim ersten Mal dürffen die Eltern in der Volksschule dabeisein.
  • Die Tests sind freiwillig. Allerdings: Wer Test oder MNS verweigert, darf nicht am Präsenzunterricht teilnehmen.
  • Lehrer*innen werden mindestens einmal pro Woche getestet

 

Mittelschulen bzw. Sekundarstufe 1 haben

  • Schichtbetrieb wie in Oberstufen und
  • MNS auch in den Klassenräumen, sprich im gesamten Schulgebäude

 

Oberstufenformen: Fast alle Regelungen wie in der Volksschule. Die Unterschiede sind:

  • Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske im gesamten Schulgebäude
  • Schichtbetrieb: Jede Klasse wird in zwei Gruppen aufgeteilt. Gruppe A hat Montag und Dienstag Präsenzunterricht, Gruppe B Mittwoch und Donnerstag. In der folgenden Woche wird getauscht (Gruppe A hat MI - Do, Gruppe B MO - DI).
  • Der Freitag ist generell für das Lernen daheim und den "ortsungebundenen" Unterricht vorgesehen.
  • An den Wochentagen ohne Präsenzunterricht sollen die Schüler*innen Hausübungen machen, üben und den Stoff vertiefen.

Trotz weiter hoher Infektionszahlen und einer Sieben-Tage-Inzidenz von 120 öffnen die Schulen. Die Maßnahmen zur Infektionsprävention bleiben so provisorisch, wie sie waren. Einzig die regelmäßigen Testungen könnten tatsächlich bereits Erkrankte herausfiltern und die Weiterverbreitung hintanhalten. Tatsächlich wirksame, aber im Augenblick kostenintensive Maßnahmen wurden nicht in Angriff genommen.

 

Kein Cent wurde für Luftreinigungsgeräte ausgegeben, die wirklich für eine weitgehend virenfreie Luft sorgen könnten. Eine Spargesinnung, die auf lange Sicht gesehen noch teuer kommen könnte.

 

Und für alle, die mit Schüler*innen gerne basteln, hier zwei Links zum Do it yourself-Luftreinigen um 200 Euro.:
https://www.mpic.de/4770837/eine-lueftungsanlage-fuer-schulen-zum-selberbauen und
https://luft.klimino.de/forum/  Ein Dank dem Kollegen, der uns darauf aufmerksam gemacht hat.

 

Bildnachweis: Bild von Mihail_hukuna auf Pixabay

 


Kommentar schreiben

Kommentare: 8
  • #1

    MF (Dienstag, 02 Februar 2021 18:29)

    Empfehle einen Blick zur AGES, Evaluierung von Antigen Schnelltests aus anterioren Nasenabstrichen: Die Sensitivität liegt im Vergleich zur Gurgel PCR bei 56,3%. Zitat: Negative Testresultate bei AG Schnelltests sollten nicht fälschlicherweise als Beleg für gesicherte Nicht-Infektiosität angesehen werden. Gerade bei asymptomatischen Personen werden VIELE Infektionen nicht erkannt.
    ...
    Gratulation an die Bildungspolitik, in der VS soll das als einzige Präventionsmaßnahme in den vollgestopften Klassen dienen

  • #2

    Christoph Eder (Dienstag, 02 Februar 2021 18:41)

    Fehler unterlaufen?

    von der Website des Ministeriums:

    Schulbetrieb in Mittelschulen, der AHS-Unterstufe und in Polytechnischen Schulen

    Schichtbetrieb“ für alle Schülerinnen und Schüler
    Die Klassen werden in zwei Gruppen geteilt: Die Schüler/innen der Gruppe A besuchen Montag und Dienstag die Schule. Die Schüler/innen der Gruppe B haben am Mittwoch und Donnerstag Präsenzunterricht. Am Freitag werden beide Gruppen im Distance-Learning unterrichtet.

  • #3

    MF (Dienstag, 02 Februar 2021 18:43)

    Ich hoffe der Link funktioniert
    https://www.ages.at/service/service-presse/pressemeldungen/evaluierung-von-sars-cov-2-antigen-schnelltests-aus-anterioren-nasenabstrichen-im-vergleich-zu-pcr-an-gurgelloesungen-oder-nasopharyngealabstrichen/

  • #4

    Sonja (Mittwoch, 03 Februar 2021 07:54)

    2 Meter Abstandsregel nicht umsetzbar!!!
    Platzmangel,
    keine geteilten Tische
    etc.....

  • #5

    M (Mittwoch, 03 Februar 2021 12:01)

    Welche Konsequenz hat es, wenn ich als HTL Lehrer nicht am wöchentlich verpflichtenden Berufsgruppentest teilnehme?
    Gibt es zu dem Nasen-Rachenabstrich bei den Tests eine Alternative?
    Kann der "Nasenbohrertest" auch bei Lehrern als Ersatz für den Berufsgruppentest eingesetzt werden?

  • #6

    Hannes Grünbichler (Mittwoch, 03 Februar 2021 12:31)

    Derzeit ist es so geplant: Wenn man nicht am Berufsgruppentest teilnimmt, so dass man einen Nachweis eines Ag-Tests hat, muss man als Lehrperson FFP2-Maske auch tragen, bei Teilnahme nur MNS.
    Nein, der Nasenbohrtest (Selbsttest) ist nicht gleichwertig mit einem Ag-Test. Das liegt einerseits an Unsicherheiten bei der Probenentnahme und andererseits daran, dass man eindeutige Zuordnung des Tests zur Person möchte, also dass der Abstrich auch von der Person kommt.

  • #7

    Silvia (Mittwoch, 03 Februar 2021 18:16)

    Gibt es eigentlich für LehrerInnen der Sekundarstufe II die Dienstpflicht bei dem SchülerInnen SELBSTTEST derart mitzuwirken, dass die LEHRERINNEN die 6 Tropfen Lösung in den Test, der direkt vor jedem Schülers liegt, geben müssen?
    Wie sieht es hier mit der Sicherheit der LehrerInnen aus, da die SchülerInnen kurz vorher die Masken zum Testen abnehmen mussten und frei in den Raum geatmet haben, Stichwort Aerosole?

  • #8

    MF (Donnerstag, 04 Februar 2021 13:56)

    Die Katze bzw. Fassmanns Erlass ist aus dem Sack, er bleibt dabei. Alle in der VS sind offenbar weniger schützenswert als in höheren Schulstufen, und er verkauft seinen nicht ausreichend sensitiven Nadenbohrertest noch immer als "sicheren Schulbetrieb"
    Echt Einsichts und beratungsresistent