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Corona bleibt - Schule muss angepasst werden! Langfristige Maßnahmen notwendig!

Frau auf Leiter, plant mit Post Its
Bild von Alexas Fotos auf Pixabay.

Im Osten nichts Neues. Erschreckend hohe Inzidenzen, knappe Intensivbetten und die Schulen kehren nach Ostern in den Fernunterricht zurück. Schon wieder! Doch was Schule, Schüler*innen, Lehrende und Eltern wirklich brauchen, ist eine auf lange Sicht krisentaugliche Umgestaltung der Schulen. Denn Corona wird nicht einfach verschwinden, sondern wie die Grippe Teil unseres Alltags werden.

 

von Peter Steiner

 

Darauf müssen wir uns in den Schulen und wahrscheinlich im Alltag vorbereiten. Zur Schulreform gehören die Ausstattung der Schulen mit Luftreinigungsgeräten, mehr Freiflächen und Räume sowie die Generalüberholung der Gebäude. Notwendig sind mehr ausgebildetes Personal für soziale, medizinische und psychische Betreuung, mehr Lehrer*innen.

 

Wir alle brauchen kleinere Klassen und eine verbindliche Klassenschüler*innen-Höchstzahl. Dazu eine Pädagogik- und Didaktikoffensive, die das eigenständige Handeln und Entscheiden der Schüler*innen in den Mittelpunkt stellt. Die Schulen dürfen nicht mehr durch immer neue Einsparungen in ein Korsett gezwungen werden, in dem unbewusst Obrigkeitshörigkeit eingeübt wird, weil keine Zeit mehr für die Einzelnen da ist, weil große Klassen einfach zu funktionieren haben.

 

Es braucht einen Strukturwandel der Schulen auf allen Ebenen. Es braucht einen Einstellungswandel. Schulen sind keine Kinder-Aufbewahrungsstätten sondern Orte, die der geistigen und sozialen Entwicklung der Schüler*innen gewidmet sind. 

 

Bildnachweis: Bild von Alexas_Fotos auf Pixabay


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Kommentare: 6
  • #1

    Mario (Donnerstag, 25 März 2021 22:10)

    Das TOTALVERSAGEN von KURZ & ANSCHOBER beim Krisenmanagement und vor allem bei der raschen Impfung wird im Osten wieder einmal deutlich.
    Und dass FASSMANN wieder KEINEN zusätzlichen CENT für Lehrer & Schulen hat, ist weiter traurige Realität...
    Jetzt retten wir uns in die Osterferien, dann in den nächsten Lockdown, dann in die Sommerferien, dann in den nächsten Lockdown ,...

  • #2

    MF (Freitag, 26 März 2021 09:37)

    https://www.medunigraz.at/news/detail/covid-19-ergebnisse-der-3-runde-der-schul-sars-cov-2-monitoringstudie-liegen-vor/
    Das Ergebnis liest sich sehr anders als die Darstellung in den Medien: nur 19 -23% der infizierten SuS werden durch die Schultests identifiziert

  • #3

    Josef (Freitag, 26 März 2021 09:49)

    https://orf.at/stories/3206726/ Gurgelstudie: Selbsttests senken Dunkelziffer an Schule
    Und: https://twitter.com/pavel23/status/1375030936086179842
    „In einer Gruppe von 10.000 Personen ohne Symptome, in der 50 Personen wirklich mit SARS-CoV-2 infiziert sind, würden zwischen 24 und 35 Personen korrekt als Virus-Träger identifiziert werden, zwischen 15 und 26 Fälle würden übersehen werden.“ ... "kann man sich von dem Gedanken verabschieden, man könnte mit dieser Klasse von Schnelltests Großveranstaltungen oder Schulen sicher machen."

  • #4

    Maria (Sonntag, 28 März 2021 08:10)

    Ausstattung aller Lehrkräfte in Ö mit Notebooks, Drucker, Dokumentenscanner, Internetzugang, Softwarelizenzen, Virenschutz,... für das Homeoffice wäre eine VERPFLICHTUNG unses ARBEITGEBERS !
    Statt dessen gilt "im Schulbudget gibt es kein Corona" oder "das muss alles kostenneutral sein".
    Im Gegenteil, im Bildungsbereich macht man sich eher Gedanken über "maximale Budgetschonung" oder darüber, wie man die 300€-Homeoffice-Prämien bei Lehrern umgehen könnte...

  • #5

    Monika (Sonntag, 28 März 2021 14:20)

    Leider werden die Schulen als Aufbewahrung für Kinder angesehen und deshalb gelten die Maßnahmen zum Schutz gegen Corona offensichtlich nicht an Sonderschulen, wo normaler Präsenzunterricht seit Schulbeginn ohne Schichtbetrieb oder Klassenteilung stattfindet. Das Ministerium hat es versäumt die Eltern verstärkt darauf hinzuweisen, dass sie nur in dringenden Fällen die Kids in die Schule schicken sollen.

  • #6

    Sabine (Sonntag, 28 März 2021 14:22)

    Herr Fassmann lässt den Eltern unter oe24 ausrichten, dass die Kinder noch nie so viel gelernt haben wie im home schooling. Himmel! Was ist mit diesem Mann los?