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VIENNA PRIDE: 50 Wiener Schulen hissen Regenbogenfahne als Zeichen gegen Diskriminierung

Regenbogenparade - CSD
Regenbogenparade - Christopher Street Day. Bild von rihaij auf piixabay.

Sie setzen ein Zeichen um LGBTIQ-Schüler*innen den Rücken zu stärken, ein „Zeichen des Respekts und des Miteinanders, gegen Diskriminierung und Stigmatisierung“. Rund 50 Schulen in Wien hissen am Anfang der Vienna Pride die Regenbogenfahne. Die ÖLI-UG stellt sich hinter die Forderung, LGBTIQ-Schüler*innen an den Schulen in ihrer Entwicklung zu unterstützen und sie vor Diskriminierung und Angriffen zu schützen.

 

Die Regenbogenfahne weht seit 1978 als Symbol für die Rechte aller lesbischen, schwulen, bisexuellen, transgender, intergeschlechtlichen und queeren (LGBTIQ-)Menschen. Das Projekt "FLAGincluded" der Wiener Homosexuellen-Initiative HOSI mit der AHS Rahlgasse vergibt Regenbogenfahnen an alle interessierten Schulen. Sie sollen im Pride-Monat Juni die Unterstützung und Akzeptanz der Bildungseinrichtungen für ihre LGBTIQ-Schüler*innen zum Ausdruck bringen. Wir von der ÖLI-UG schließen uns den Forderungen zum Schutz der Rechte der Schüler*innen

 

Schutz der LGBTIQ-Kinder vor Konversionstherapien und Genitalverstümmelungen

 

"Der Schutz von LGBTIQ-Kindern und -Jugendlichen ist notwendig", erklärt Ann-Sophie Otte, Obfrau der HOSI Wien im Rahmen der Eröffnungsfeier. „Da sind erstens die sogenannten ‚Konversionstherapien‘, besser bekannt als ‚Homo-Heiler‘ – also unwissenschaftlicher Unsinn, den auch der Weltärztebund strikt ablehnt, bei dem Kinder und Jugendliche terrorisiert werden, um ihre sexuelle Orientierung oder Geschlechtsidentität zu ändern. Dabei werden diese Kinder oft schwer traumatisiert. Das muss endlich umfassend verboten werden.“

 

Außerdem werden noch immer medizinisch nicht-notwendige Genitaloperationen an  intergeschlechtlichen Kindern durchgeführt. Weil sie biologisch nicht eindeutig als männlich oder weiblich erkannt werden können, soll die Operation eine vermeintliche Normalität herstellen, mit schweren Folgewirkungen. "Das bedeutet neben den psychischen auch körperliche Folgeschäden, die bis hin zum Verlust der Orgasmusfähigkeit gehen. Das ist nichts anderes als legalisierte Genitalverstümmelung“, so Ann-Sophie Otte.

 

Solidarität der Stadt Wien und der Politik mit den LGBTIQ-Anliegen

 

Ihre Solidarität mit den Anliegen der LGBTIQ-Gemeinschaft und speziell der Schüler*innen zeigten Sozialminister Mückstein und der Bezirksvorsteher von Mariahilf, Rumelhart bei der Fahnenfeier vor der AHS Rahlgasse. Mückstein: "Zu Beginn des Pride Months hissen wir heute die Regenbogenfahne – als Zeichen des Respekts und des Miteinanders, gegen Diskriminierung und Stigmatisierung." Unabhängig von sexueller Orientierung und Geschlechtsidentität – alle Menschen haben die gleichen Rechte und müssen diese auch leben können – in der Gesellschaft, im Gesundheitswesen, in der Schule. Es sei eine Feier der Vielfalt des Lebens, betonte Mückstein.

 

Die Volks- und Mittelschule Leopoldschule im zweiten Wiener Gemeindebezirk arbeitet speziell unter den Gesichtspunkten Inklusion, Diversität und Kreativität. Hier hissten Wiens Vizebürgermeister Wiederkehr und Bezirksvorsteher Nikolai die LGBTIQ-Fahne. Die Stadt Wien erweist der Diversität und Inklusion, der Freiheit und den gleichen Rechten aller Menschen mit Regenbogenfahnen an Amtshäusern und öffentlichen Gebäuden sowie an den Wiener Straßenbahnen ihren Respekt und ihre Unterstützung.

 

PSt


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