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Pinke Panik nach Pflichtschuldesaster: Der Bund ist schuld!

Enggedrängte Köpfe, verwirrendes Schild
Ordnung in Pink

Nach dem Desaster um Klassen- und Stundenkürzungen in Wien haben Neos und die Wiener SPÖ nun einen Schuldigen ausgemacht: Ganz klar! Der Bund ist schuld. Er habe zu wenig Verständnis für die Situation an Wiens Schulen, erklärt NEOS-Klubobfrau Bettina Emmerling, und teile zu wenige Mittel zu. Regiert da jetzt die kopflose Panik die Pinken?

 

Um die irrwitzige Umsetzung des Chancenindex durch Bildungsstadtrat Wiederkehr vergessen zu machen, preschen NEOS und SPÖ im Wiener Gemeinderat mit Getöse vor, versprechen 2.200 zusätzliche Lehrerstunden plus 200 Freizeitpädagog*innen ab Herbst und fordern lautstark vom Bildungsministerium 1.000 weitere Lehrer*innen. Als sei das nicht genug, soll das Bildungsministerium nun auch den Chancenindex bundesweit einführen. Warum? Weil's in Wien so gut geklappt hat?

 

Das  Ablenkungsmanöver ist mehr als durchsichtig. Die Forderung nach mehr Mitteln und Lehrer*innen ist nicht neu und wurde einfach aus dem Forderungskatalog der protestierenden Eltern und Lehrer*innen übernommen. Zum Zweiten wird es nach jahrelangem Kahlschlag in der Lehrer*innen-Ausbildung schwer werden, so einfach und schnell 1.000 Lehrer*innen aufzutreiben. Sie haben zudem die Erfahrung gemacht haben, dass der Bildungspolitik nicht zu trauen ist, weil sie mit dem Taschenrechner statt mit Herz, Hirn und Hinschauen agiert.

 

Das ist etwas, das die Wiener Bildungspolitik von der des Bundes nicht wirklich unterscheidet. Die rot-pinke Stadtregierung hat mit der unreflektierten Einführung des Chancenindex zum Hauptfeld der österreichischen Bildungsvernichtung und der Kunst der Abputzens von Eigenverantwortung aufgeschlossen. Gratulation! Reife Leistung!

 

PSt

 

Quelle: "SPÖ/NEOS fordern bundesweiten Chancenindex und zusätzliche 1.000

Lehrer_innenplanstellen für Wien" - Presseaussendung der SPÖ und NEOS vom 29. Juni 2021.

 

Link zum Film von der Demo am 28.6.: https://www.ugoed.at/demo-aufruf-bildung-braucht-mehr-nicht-weniger-ressourcen%21/


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