ÖLI Aussendung: Omikron bald auch in den Schulen?

Wien (OTS):

Wenn man Schulen offenhalten will, muss man etwas dafür tun:

Unabhängige Lehrer*innenvertretung ÖLI-UG fordert Bildungsminister Martin Polaschek zum raschen Handeln auf

 


Sehr geehrter Herr Bundesminister Polaschek!

Wir alle wollen Schulen offenhalten, das wird aber mit der neuen Virusvariante nur mit weiteren Schutzmaßnahmen möglich sein.

Schulen und Kindergärten benötigen stringente Infektionsschutzmaßnahmen mit

  • der Möglichkeit des dreimal wöchentlichen PCR-Testens,
  • Luftreinigern,
  • FFP2-Masken auch für Kinder

und einem

  • schnellstmöglichen Ausrollen der COVID-19-Schutzimpfung.

Drei PCR-Tests pro Woche sind noch immer nicht in allen Bundesländern möglich, die Testkapazitäten müssen unbedingt aufgestockt werden, damit Schulen weiterhin in Präsenz bleiben können, wenn sich die neue Virusvariante Omikron ausbreitet.

Die ÖLI-UG stellt sich hinter das Schutzkonzept für Schulen und Kindergärten der Wissenschafter*innen, die sich zur COVID-19 Future Operations Plattform zusammengeschlossen haben.

Nur so können die Schulen weitgehend virusrobust für Lehrpersonen und die uns anvertrauten Kinder gemacht werden. Sonst wird man Schulen und Kindergärten spätestens im Neuen Jahr schließen müssen. Jetzt ist Zeit zu handeln! Wir sollten von Dänemark lernen und nicht zuwarten.

Dänemark steigt ab 15.12. wegen der Ausbreitung von Omikron auf Distance Learning um.

Wäre ein Moment der Stille nicht auch in Österreich angebracht? Wir schlagen Distance Learning ab 20.12.2021 vor, mit einer Notbetreuung für die, die sie brauchen. Das bringt Infektionsschutz vor den Weihnachtsferien und eine Phase, wo der bereits durchgenommene Lernstoff gefestigt werden kann. So gewinnen wir Zeit für das Impfen - für die Erstimpfung der Kinder und für Booster bei Lehrkräften und Teenagern. Die PCR-Testkapazitäten in den Bundesländern können in dieser Zeit ausgebaut werden. So können die Schulen nach den Weihnachtsferien mit einem engmaschigen PCR-Testsystem und höheren Impfquoten öffnen.

Gerne würden wir dieses und andere Themen auch mit Ihnen persönlich besprechen.

Für die ÖLI-UG-Lehrer*innenvertretung:
Claudia Astner, Vorsitzende der ÖLI-UG (APS, astner@oeli-ug.at)
Hannes Grünbichler, Vorsitzender der ÖLI-UG (BMHS, gruenbichler@oeli-ug.at)
Gerhard Pušnik, stv. ÖLI-Vors., VLI-Vorsitzender (AHS, pusnik@oeli-ug.at)
Peter Novak, stv. ÖLI-Vors., kuli-UG-Vorsitzender (APS, novak@oeli-ug.at)
Ursula Göltl, stv. UGÖD-Vorsitzende (AHS, goeltl@oeli-ug.at)
Josef Gary Fuchsbauer, GÖD-Vorstandsmitglied (ÖLI-Bundeskoordinator, fuchsbauer@oeli-ug.at)

Rückfragen bei Hannes Grünbichler unter 0650 9254988

PS: Heute kommt auch ein Schreiben mit der Bitte um Gespräche zu Änderungen bei der Induktionsphase

Zum ganzen OTS-Text der Aussendung

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Kommentare: 6
  • #1

    Marua (Sonntag, 12 Dezember 2021 07:26)

    Wie sind die Maskenpausen zu gestalten? Mit ausreichender Zeit auch außerhalb der 5-Minuten Schulpausen? Im Freien?

    Das BMBWF schreibt im gesamten Schulgebäude ständig eine FFP2 Maske vor (auch am Gang, im Lehrerzimmer und sogar beim Turnunterricht !)

    Bei bis zu 10 Unterrichtsstunden durchgehend ist das eine einzige Qual und oft mit Kopfschmerzen und Erschöpfung verbunden.

    Der Arbeitnehmerschutz wird bei Lehrkräften bewusst ignoriert (
    https://www.arbeitsinspektion.gv.at/Gesundheit_im_Betrieb/Gesundheit_im_Betrieb_1/Atemschutz_PSA.html )

    Wer nun im Schulgebäude (auch als Geimpfter/Genesener) die Make abnimmt, verletzt die Dienstpflicht.
    Ebenso natürlich auch, wenn man statt in der Klasse zu sein für 10 Minuten zur Maskenpause ins Freie geht...

    Wieso gibt es dafür keine arbeitnehmerschutzkonforme dienstrechtliche Klärung ?

  • #2

    Hannes (Sonntag, 12 Dezember 2021 08:52)

    Die Maske und Booster-Impfung wird der einzige Schutz vor Omikron sein. Insofern sollte diese natürlich immer getragen werden.
    Ich bin in derselben Lage. An einigen Tagen 11 Stunden Unterricht, früher mit Abendschule mehr. Maskenpause ist höchst individuell. Sinnvoll ist es, die Maskenpause immer beim Lüften zu machen. Alle Fenster auf, dann noch warten bis die Luft ausgetauscht ist 2 min und dann die nächsten 2, 3 min Maskenpause. Dann wieder rauf damit und Fenster schließen.
    Bei der Maskenpause kann man natürlich mit den Empfehlungen argumentieren, alle 75 min.
    Ich denke, dass sollte aber auch am Schulstandort klärbar sein, welche Regelungen, dass für die Maskenpause getroffen werden, am besten mit der PV.

  • #3

    Babsi (Montag, 13 Dezember 2021 17:25)

    Mein Chef und meine Kolleginnen tragen im Konferenzraum und bei Dienstgesprächen in der Direktion keine Maske. Hatten bis jetzt nur Astrazeneka Impfung. Booster erst in diesen Tagen. Hinter der Schule gibt es weiterhin Rauchpausen und sonst wird auch alles nicht so genau genommen. Ich habe eine Autoimmunerkrankung. Mich macht das fertig, der Stress ist unglaublich hoch, was bekannterweise das Immunsystem schwächt. Bin ich krank, werde ich ignoriert bzw. hinter dem Rücken beschuldigt, nicht wirklich krank zu sein.

  • #4

    Karl (Mittwoch, 15 Dezember 2021 00:19)

    Gestern 14 Unterrichtsstunden (mit Abendschule und Supplierungen) in 9 verschiedenen Klassen. FFP2 hängt bei den Schülern maximal am Kinn, manchmal - wenn man bös schaut oder gerade in eine Klasse hineingeht - wird sie sogar kurz über die Nase gezogen. Im Lehrerzimmer, im Sekretariat, im Buffet ganztägige Maskenpause...
    Und wenn man im Unterricht verständlich in 30er-35er Klassen reden will, geht das auch nur "über" und nicht durch die Maske.

    Aber solange alle beim Contacttracing (sofern es das überhaupt noch gibt) vom durchgängigen FFP2-Tragen sprechen, braucht keiner eine Weihnachtsquarantäne zu fürchten.

  • #5

    Eva (Mittwoch, 15 Dezember 2021 21:23)

    Uns LehrerInnen lässt man jetzt voll in die Omikron-Falle laufen. Is ja eh wurscht, wenn wir als K1 in den Weihnachtsferien in Quarantäne sind...

  • #6

    Babsi (Mittwoch, 22 Dezember 2021 01:36)

    Und leider hat sich beim Testen und Auswerten nichts geändert. Positiv sind die Kinder nur zu Hause. Der neue Bildungsminister stellt sich ahnungslos wie der Vorgänger. Schule der sicherste Ort. Glaubt doch eh keiner mehr. Aber dann heulen, wenn zu wenig Lehrer da sind um zu unterrichten. Oder waren die schon alle krank und deshalb ist das auch egal. Die Kollegen springen ja gratis ein bis zum Kollaps. Und wir stehen nicht in weißem Schutzanzug in der Klasse und nach 20 Minuten wird auch nicht der Raum desinfiziert. Menschen zweiter Klasse. So nannte das eine Kollegin gestern, sind wir in der Volksschule. Ah ja und KEL Gespräche müssen online geführt werden, obwohl die Kinder täglich da sind. In der Volksschule!!!!!!!!!!!!Und wieder ein Minister der nicht fachfremder sein könnte. Verdammt noch einmal, wann rührt sich die GÖD endlich? Aber die fahren lieber eine parteitreue Linie, die gesättigten, lahmen.