ÖLI-UG für gesicherten Unterricht ab 10. Jänner

Abbildung (entnommen aus [4]) zeigt die Morbidität nach COVID-19. Long-COVID führt zu Verlusten an gesunden Lebensjahren in allen Altersstufen. Aufällig ist, dass Frauen mehr betroffen sind als Männer, Mädchen mehr als Jungs.
Abbildung (entnommen aus [4]) zeigt die Morbidität nach COVID-19. Long-COVID führt zu Verlusten an gesunden Lebensjahren in allen Altersstufen. Aufällig ist, dass Frauen mehr betroffen sind als Männer, Mädchen mehr als Jungs.

Wien OTS: Österreichs Schulen sind für ihre Öffnung nach den Winterferien nicht ausreichend vorbereitet. Der Mikrobiologe Ulrich Elling von der ÖAW meinte kürzlich: „Wenn sich die Kinder in der Schule treffen, zündet Omikron durch. Bei diesem kurzen seriellen Intervall müsste man jeden Tag einen PCR-Test machen.“ An den meisten Schulen gibt es nur einmal pro Woche diese Testmöglichkeit. Michael Wagner hält die Öffnung der Schulen ohne dreimaliges PCR-Testen für verantwortungslos. Es zeichnet sich ab, dass offene Schulen zu einem „mass disabling event“ führen, viele Menschen werden unter langfristigen Beeinträchtigungen durch Long Covid leiden. Die Unabhängige Lehrer*innenvertretung ÖLI-UG fordert die Bildungsverantwortlichen auf, Maßnahmen für gesicherten Unterricht zu setzen.

 

Die ÖLI-UG fordert seit Beginn der Pandemie sichere Schulen (Luftfilter, mind. drei PCR-Testungen, …).
Welche Maßnahmen wurden bisher zum Schutz der Schüler- und Lehrer*innen umgesetzt?
Ausschließlich in Wien gibt es die Möglichkeit PCR-Tests drei Mal pro Woche durchzuführen. Luftfilter in Schulen gibt es nur vereinzelt.

Die Omikron-Variante verbreitet sich so schnell, wie keine Variante zuvor. Wie hoch müssen die Erkrankungszahlen steigen? Hinter diesen Zahlen stecken viele Einzelschicksale. Viele Lehrer*innen werden erkranken - Unterricht erfordert jedoch gesunde Pädagog*innen und Schüler*innen! Sollten nicht umgehend Maßnahmen gesetzt werden, drohen Klassen- und Schulschließungen, auch Distance Learning ist bei vielen Krankenständen nicht mehr möglich.

 

Was man bisher weiß: Auch mit Boostern werden etwa 50% der Lehrpersonen symptomatisch erkranken und ausfallen [1]. Leider sind symptomatisch Erkrankte stark gefährdet Long-COVID (LC) zu entwickeln. Dasselbe gilt für 2-fach geimpfte Schüler*innen und noch viel mehr für Nichtgeimpfte. Auch die Mehrheit der Schüler*innen wird symptomatisch erkranken, wenn keine Eindämmungsmaßnahmen gesetzt werden.

Der US-amerikanische Immunologe Anthony Fauci geht in einem Fernsehinterview davon aus, dass 10‑30% der symptomatisch Erkrankten LC entwickeln [2]. Wenn die Hälfte der Lehrkräfte infiziert wird, würde Long Covid 5-15% der Lehrpersonen betreffen. COVID hinterlässt neurologische Spuren und bei manchen wird COVID langwierige gesundheitliche Folgen haben, dabei entwickeln 1 von 3 Personen Fatigue und 1 von 5 kognitive Probleme [3]. Lehrpersonen fallen nicht nur kurz aus, es gibt möglicherweise bleibende Schäden. Diese Krankheitslasten sind niemandem zumutbar, auch nicht den Kindern, die auf Dauer betrachtet sogar die höchste Morbidität aufweisen [4].

 

Das kann keine Gesellschaft, kein Bildungsministerium, kein Gesundheitsministerium, keine Bildungsdirektion, keine Lehrergewerkschaft so akzeptieren. Am 10.1.2022 soll wieder Unterricht stattfinden. Wir fragen:

In welcher Form? Unter welchen Bedingungen?

Österreichs Lehrer*innen haben sich Antworten auf diese Fragen und verantwortungsbewusste Maßnahmen verdient. Sonst sind bei steigenden Ansteckungszahlen im Schulbereich alle Bildungsverantwortlichen für die beschriebenen Folgen verantwortlich.

 

Österreichs Lehrkräfte und Schüler*innen sind keine Proband*innen für die Feldforschung von Pandemie- und Durchseuchungsszenarien! Wir fordern Taten!

Für die ÖLI-UG-Lehrer*innenvertretung: die Vorsitzenden
Claudia Astner, Landeslehrerin, astner@oeli-ug.at
Hannes Grünbichler, Bundeslehrer, gruenbichler@oeli-ug.at

 

Referenzen:

[1] https://assets.publishing.service.gov.uk/government/uploads/system/uploads/attachment_data/file/1044481/Technical-Briefing-31-Dec-2021-Omicron_severity_update.pdf, S.11f

[2] https://t.co/yMQkmPvuqn

[3] https://doi.org/10.1016/j.bbi.2021.12.020

[4] https://doi.org/10.1016/j.jclinepi.2021.10.018


Aufgrund des Vorwurfs, dass die Abbildung oben rein spekulativ ist. Nein sie ist es nicht, wenn man sich den Beitrag unten ansieht und anerkennt, dass Long-COVID viele betrifft! Der renommierte Top-US-Epidemiologie Eric Feigl-Ding meint dazu auf Twitter am 6.1.2022 Folgendes:


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Kommentare: 28
  • #1

    MAT (Montag, 03 Januar 2022 10:41)

    Danke für euren Einsatz!

    Ich hätte mir jedoch auch noch eine Stellungnahme bezüglich schwangeren Lehrerinnen gewünscht. Es gibt bis zum 14.01. die Möglichkeit den Unterricht via distance learning abzuhalten. Was danach ist steht noch in den Sternen.

    Schwangere dürfen laut Arbeitsinspektorat nicht länger als 1h eine FFP2 Maske pro Tag tragen - wie werden also diejenigen dann geschützt?

  • #2

    Mario (Mittwoch, 05 Januar 2022 07:29)

    Danke für den Artikel. Es wird Zeit, dass der Dienstgeber endlich seine Fürsorgepflicht gegenüber dem Lehrpersonal wahrnimmt.

    Derzeit sind LehrerInnen ja oft nur das Kanonenfutter zur Aufrechterhaltung der Kinderbetreung.

    Andere Versäumnisse des Dienstgebers:
    - mit FFP2 Maske in 36er-Klassen zu unterrichten ist unzumutbar und ginge nur mit einem guten Audiosystem.
    - die vorgeschriebenen Maskenpausen sind noch immer nicht geregelt.
    - Es gibt keine vom Dienstgeber zur Verfügung gestellte Homoffice-Ausrüstung (Laptop, Dokumentenkamera, Drucker & Scanner, Internetverbindung, ...)

    Abgesehen von den Coronatest (bei denen speziell in manchen ÖVP dominierten Bundesländern "Freunde" und "Familie" mitschneiden) ist weiterhin die KOSTENNEUTRALITÄT für die Bildungspoltik das allerhöchste Gut.

    Deshalb werden Risiken (Gesundheit, Überstundenentgang, Arbeitsunfähigkeit...) und Kosten (Ausrüstung für Distance-Learning) einfach an die Lehrerschaft ausgelagert!

  • #3

    Claudia (Mittwoch, 05 Januar 2022 11:48)

    Ich habe gerade die Stellungnahme des Unterrichtsministers gelesen: Präsenzunterricht, egal wie viel Coronafälle. Ich finde die Aussage, dass für Personal-Ausfälle ein Ersatz bereitsteht, sehr menschenverachtend, denn jeder "Ausfall" ist eine kranke Lehrerin/ ein kranker Lehrer. Das kann auch ein schwerer Krankheitsfall sein, aber das scheint egal. Sehr traurig, wie mit den Lehrerinnen und Lehrern umgegangen wird.

  • #4

    Karin (Mittwoch, 05 Januar 2022 14:58)

    Unglaublich was der neue Minister im Kurier von sich gibt: die Schulen bleiben bedingungslos offen und die (offenbar billigend in Kauf genommenen) ersten 1.200 erkrankten LehrerInnen werden durch Lehramtsstudenten ersetzt.

    Das ist eine grobe Fahrlässigkeit, weshalb eine Haftungsübernahme (Schmerzensgeld, Verdienstentgang, Folgeschäden, ...) von der Standesverttretung eingefordert werden sollte.

    Für diesen neuen ÖVP-Minister stehen offenbar keine menschlichen Schicksale hinter diesen bewusst herbeigeführten 1.200 "Bauernopfern"...

  • #5

    Sabine (Mittwoch, 05 Januar 2022 15:11)

    Neuer Bildungsminister: weltfremd, ÖVP nahe und leider nicht mit notwendigem Hausverstand gesegnet.
    Es hat sich nur die Frisur geändert. Altbacken waren und sind beide. Schade.

  • #6

    Babsi (Mittwoch, 05 Januar 2022 15:12)

    Eigentlich sollten wir streiken. Unser Leben muss auch was wert sein.

  • #7

    Markus (Mittwoch, 05 Januar 2022 15:41)

    Vielleicht wird das in der kommenden Schulwoche startende Omicron-Durchseuchungsexperiment für den neuen Minister ja ein voller wirtschaftlicher Erfolg?

    Wenn seine im Kurier geäußerten Prognosen zutreffen und 1.200 langgediente LehrerInnen (altes Dienstrecht, hohe Gehaltsstufen) einfach so durch LehramtsstudentInnen (Sonderverträge zum Hungerlohn) ersetzt werden, ist das doch ein POSITIVEFFEKT für sein Bildungsbudget.

    Und mit etwas "Glück" sterben dann sogar etliche PädagogInnen an Corona und tragen sogar noch zur ENTLASTUNG des Pensionssystems bei...

  • #8

    Babsi (Mittwoch, 05 Januar 2022 17:19)

    �Markus: Lehrerinnen im Krnkenstand bekommen weiterhin Geld.
    Ich sehe eher das Problem, dass andere vollbeschäftigte ständig teils gratis supplieren müssen.
    Ich fürchte, der neue Bildungsminister durchläuft gerade selber eine Krise.
    Alles nicht ernst zu nehmen. Hohle Phrasen. Und die Gewerkschaften schweigen.

  • #9

    Sabine (Donnerstag, 06 Januar 2022 07:53)

    Mückstein rät zu Maske im Freien und ich bin bis zu 7 Stunden täglich mit über 20 Kindern auf 40 Quadratmetern ohne Maskenpause.. Alle ungeimpft und da PCR Tests des öfteren nicht ausgewertet werden, gibt nur einen pro Woche, ist der Status der Kinder unbekannt. Also wenn unsere Regierung nicht irre ist, weiß ich auch nicht.

  • #10

    Markus (Donnerstag, 06 Januar 2022 10:58)

    Es ist derzeit GROB FAHRLÄSSIG am Montag die Lehrer in die Klassen zu schicken!

    Dort sitzen bis zu 36 Schüler 10 Stunden am Tag auf engstem Raum zusammen. Lehrer und Schüler wechseln mehrmals am Tag die Räume.
    Ein Großteil der Schüler ist ungeimft und die Maskendisziplin sowieso nur am Papier vorhanden...

    Wer HAFTET eigentlich für DIENSTENTGANG und die zu erwartenden FOLGESCHÄDEN wenn man die Lehrerschaft jetzt bewusst gegen die "Corona-Wand" fährt?

  • #11

    Hannes (Donnerstag, 06 Januar 2022 11:18)

    Ad #11
    Lieber Kollege,
    ja es gibt eine Evidenz, dass Klassenräume nicht sicher sind. Es fehlen Sicherheitsvorkehrungen, wie zB dreimaliges PCR-Testen. AG-Tests am Montag sind nicht ausreichend sicher, weil über eine Nasenprobe o-infizierte kaum gefunden werden. Hier gibt es ausreichend wissenschaftliche Evidenz.
    Falls du erkrankst, würde ich folgende Vorgehensweise empfehlen: 1. Verdachtsmeldung auf das Vorliegen einer beruflich erworbenen COVID-19-Infektion bei der AUVA (nur ÖGK-Versicherte) oder BVAEB, 2. Anzeige wegen vorsätzliche Gefährdung von Menschen durch übertragbare Krankheiten (§178 StGB) gegen Unbekannt, weil die Schutzmaßnahmen nicht ausreichen um eine Erkrankung zu verhindern, Verletzung von §§3 und 4 BSG. Falls sich eine Langzeiterkrankung entwickelt, Einbringung einer Amtshaftungsklage gegen den verantwortlichen Bundesminister.
    Wir sind auch behilflich bei dem Vorgehen. Wichtig ist auch gewerkschaftlicher Rechtschutz.

  • #12

    Hannes (Donnerstag, 06 Januar 2022 11:27)

    Ad #1
    Die Regelungen für die Schwangeren und auch Risikogruppen müssten weitergeführt werden.
    (Werden bis Ende März gelten).

  • #13

    Klaus (Donnerstag, 06 Januar 2022)

    Sofortiger Umstieg auf Distance-Learning (speziell nach der Volksschule).

    Ein bißchen mehr Testen oder noch mehr (nicht einzuhaltende) Maskenpflicht wird nichts bewirken!

    Was haben die FFP2-Masken in Österreich denn bewirkt? Absolut nichts - außer dass "Freunde und Familie" bei der Hygiene-Austria mitgeschnitten haben!

    Und die angeblich so "lückenlose Schultesterei" umfasst auch nicht fehlende, zuspätkommende oder berufstätige SchülerInnen.
    Und ganz super, wenn man erfährt, dass jemand (vor)gestern positiv war und schon seit 3 oder 4 Tagen ansteckend ist...

    Daher sofort Klassen ( und Öffis) leer machen, um LehrerInnen und SchülerInnen zu schützen!

  • #14

    MAT (Donnerstag, 06 Januar 2022 14:47)

    Ad #12
    Man wird als Schwangere AHS Lehrerin nicht freigestellt, da man keinen Körperkontakt zu den Schülerinnen haben muss. Und schon garnicht, wenn man geimpft ist. Also schau ich doppelt durch die Finger ;-)

  • #15

    Babsi (Freitag, 07 Januar 2022 16:41)

    Distanzen learningfu ktioniert auch in der volksschule super. Und diese Kinder sind besonders gefährdet, da ungeimpft. Sie halten auch keinen Abstand und in der Nachmittagsbetreuung klappt das sowieso nicht. Aus 8 verschiedenen Klassen essen, spielen und tanzen mindestens 40 Kinder in täglich wechselnden Kombinationen. Aussichtslos.

  • #16

    Babsi (Freitag, 07 Januar 2022 17:03)

    Herr Kimberger möchte pensionierte Lehrer zurück holen. Der Wahnsinn nimmt kein Ende.

  • #17

    Josef (Freitag, 07 Januar 2022 18:26)

    Hab's auch grad gelesen: Statt die im Dienst stehenden Lehrer*innen zu schützen, will der GÖD-ARGE-Lehrer*innen-Vorsitzende auch noch pensionierte an die Schulen zurückholen: https://kurier.at/politik/inland/lage-an-schulen-prekaer-pensionierte-lehrer-koennten-einspringen/401864393
    Ist das an Peinlichkeit zu überbieten, die Alten nun in die Schulen zu senden, damit sie sich auch mit Omikron infizieren? Wie wär's mit Forderung nach Luftfiltern allüberall und einmal echte Schulpause bis die ärgste Welle vorbei ist, zB durch Vorziehen der Semesterferien, ohne diese dauernde Rücksicht auf die "Wirtschaft"?

  • #18

    Werner (Freitag, 07 Januar 2022 18:37)

    Scharf nachgedacht!
    Schicken wir die gefährdetste Bevölkerungsgruppe mitten ins Omikron-Gebiet.

  • #19

    Sabine (Sonntag, 09 Januar 2022 13:16)

    Findet ihr nicht auch, dass es zwischen dem Auftreten von Herrn Schallenberg und dem unseres Bildungsministers Parallelen gibt? Beide wirkten/wirken, als würde der Job sie überfordern und ihr Bliclk erinnerte/erinnert an ein verschrecktes Huhn. Viel Tatkraft sehe ich da nicht. Dabei gäbe es im Bildungsministerium sehr wohl Frauen, die die Ausbildung und das Vermögen hätten, die guten Sachen auf den Weg zu bringen. Außenseiter sind hier wirklich fehl am Platz und verschreckte Hühner auch.

  • #20

    Doris (Sonntag, 09 Januar 2022 13:27)

    Hat man als Angehöriger der Risikogruppe eigentlich mit der aktuellen Regelung noch eine realistische Chance auf ein Risikoattest, wenn man dreimal geimpft, aber nicht medikamentös immunsupprimiert ist?
    Ich habe bisher alles getan, um mein Risiko zu minimieren, wo es nur geht, bin brav den größten Teil meiner Freizeit zuhause gesessen, und jetzt darf ich mich als „geboosterte“ Lehrerin mit einer Autoimmunerkrankung vor 30 Schüler stellen, davon in jeder Klasse mindestens ein maskenbefreiter junger Herr um die 17-18 Jahre, der mir guten Gewissens ins Gesicht husten darf, weil ihm die Maske nicht zuzumuten ist. Und als Zeichen meiner grenzenlosen Solidarität warte ich natürlich noch weitere vier Monate auf eine notwendige OP, weil ja keine Betten frei sind. Ich bin momentan wirklich verzweifelt, weil mir klar ist, dass ich der Sache nach 2 Jahren erfolgreichen Widerstands gegen die Krankheit jetzt wohl nicht mehr auskommen werde und dabei auch nicht die geringste Rückendeckung für mich als Lehrerin feststellen kann.

  • #21

    Babsi (Sonntag, 09 Januar 2022 20:20)

    Willkommen im Club. Es gibt viele wie uns. Tapferkeitsmedaillen gibt es dafür keine. Alles Gute!

  • #22

    Babsi (Montag, 10 Januar 2022 06:49)

    Könntet ihr noch einmal nachhaken, dass Kinder mit stoffmundnasenschutz sehr wohl Kontaktperson sein müssen? Schließlich gibt es maskenpausen und sie essen ja auch eine viertel Stunde ihre Jause. Da ist kein Schutz oben, würde ich mal sagen. Außerdem ist Stoff, meist wochenlang getragen und schmutzig wohl ffp2 nicht gleich zu setzen. Wieder mal Idiotie in den Volksschulen . Vielen herzlichen Dank für eure Arbeit und Mühe!

  • #23

    Sabine (Dienstag, 11 Januar 2022 23:07)

    Da möchte ich gleich noch eine Bitte dran hängen. Schüler die Masken tragen müssen nicht in Quarantäne! Das ist wohl die vernunftbefreiteste und weltfremdeste Idee, die ich jemals gehört habe. Wenn jemand nur kurz in ein Klassenzimmer geschaut hat, wird er sehen, dass 80 % der Schüler die Maske mehr oder weniger als Kinnschutz trägt. Auch wenn sie sich bemühen, rutscht sie immer wieder nach unten, weil sie viel zu groß für Kinder sind.
    Könntet ihr da bitte auch noch einmal nach Hacken und den Bildungsminister auf diesen Denkfehler aufmerksam machen. Er kommt ja von der Uni, und da passen die Masken sicher. Aber für unsere Schüler sind sie zu groß! Das war übrigens auch eine Forderung der Patientenanwaltschaft!

  • #24

    Karl (Mittwoch, 12 Januar 2022 06:56)

    Werden die PCR Tests der Schüler immer noch mit runtergeschraubter Einstufung bewertet? Ich kann so meinen in der Schule abgegebenen Test dann nicht für voll nehmen. Was haben wir davon?

  • #25

    Doris (Mittwoch, 12 Januar 2022 08:47)

    @Karl: Was heißt „heruntergeschraubte Einstufung“? Dass für Schüler andere Grenzwerte gelten?

  • #26

    Heinz (Mittwoch, 12 Januar 2022 13:54)

    Ich habe gehört, dass es in Niederösterreichs Schulen, z.Bsp. eine BMHS, aus Gründen einer Umstellung des Testsystems keine PCR Test beim Schulstart sowie bis dato durchgeführt wurden. Als Ersatz wurden die bekanntlicherweise wenig sensitiven Antigentest gemacht. Kann jemand das definitiv bestätigen?

  • #27

    Stefanie (Mittwoch, 12 Januar 2022 18:04)

    @Heinz: Es gab tatsächlich eine Umstellung (anderer Testanbieter, keine Novogeniatests mehr), die PCR-Tests wurden bei uns (Mittelschule in NÖ) zwar am gestrigen Dienstag gemacht, bis dato (Mittwoch 18.00 Uhr) liegen aber erst 3 (!) Testergebnisse vor!

  • #28

    Karl (Mittwoch, 12 Januar 2022 19:25)

    Ja, definitiv. Die Grenzwerte wurden runtergeschraubt um die Schulen offen zu halten.
    PCR Tests wochenlang nicht ausgewertet. Da stehen wir jetzt auch wieder. Oder wieso musste heute Gurgeltest und Antigentest gleichzeitig gemacht werden. Sieht wieder so aus, dass die Auswertung der PCR Tests nicht klappen wird.