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News Archiv 2016 Oktober

 

 

 

Bildungsreform: Chancen und Gefahren. Eine Veranstaltung der Wiener Lehrer/innen Initiative

Einladung der ÖLI-UG Wiener Lehrer/innen Initiative zur Veranstaltung Bildungsreform: Chancen und Gefahren.
Dabei werden wir sicher auch Zeit haben für Fragen und Probleme aus dem Umfeld Schule, Verträge, Lehrfächer-verteilung, Personalvertretung und Gewerkschaft.
Besonders herzlich eingeladen sind auch junge KollegInnen und UnterrichtspraktikantInnen!
 
Di., 8. Nov. 2016, 18:00
 
Bildungsreform:   Chancen und Gefahren - insbesondere für die Arbeit der Personalvertretung


ab 19:00                 Fragen und Beratung zu persönliche Anliegen
 
Die Veranstaltungen finden im KIV-Vereinslokal in der Große Mohrengasse 42, 1020 Wien statt. (Ecke Große Mohrengasse/Odeongasse). U2 Taborstraße-Blumauergasse - Große Mohrengasse. U1 Nestroyplatz - Rotensterngasse - Große Mohrengasse.
Der Eintritt ist für LehrerInnen und UPs frei!
Um Voranmeldung wird gebeten.
 
Roland Hofmann                                   Uschi Göltl
0650 4035675                                       0676 4891161
rhofmann@silverserver.at                     ursula.goeltl@brg9.at

 

31.10.2016



Deutschlands Schulen im Ländervergleich: Osten schlägt Westen

Der aktuelle Bundesländervergleich über die Schülerleistungen führte bei unseren deutschen Nachbarn zu teils hitzigen Diskussionen. Der Grund ist das immer deutlicher erkennbare Ost-Westgefälle.Im Fächerdurchschnitt hat sich seit 2009 die Kompetenz der Schüler/innen der 9. Schulstufe in Brandenburg am deutlichsten verbessert. Dagegen ist Baden-Württemberg regelrecht abgestürzt. Die Kompetenzen der Kinder im deutschen Musterländle haben sich signifikant verschlechtert. Überhaupt zeigt die Analyse des Bundesländervergleichs in allen Fächern dasselbe Bild. Der „Osten“, vor allem Brandenburg, legt bei den Schülerleistungen erfreulich zu, der „Westen“ baut kontinuierlich ab. Am deutlichsten zeigt sich dieser Negativtrend in Baden-Württemberg, das beim ersten Ländervergleich vor 15 Jahren neben Bayern ganz oben bei den Schülerleistungen gereiht war.
Martin Spiewak (DieZeit) beschreibt und analysiert die dramatische Entwicklung so: Seitdem ging es stetig bergab, in den vergangenen Jahren noch einmal mit erhöhter Geschwindigkeit. Mittlerweile ist Baden-Württemberg, der reichste Teil Deutschlands, in vielen Fächern unter den Bundesschnitt gefallen. Im Fach Deutsch (Kategorie: Zuhören) sieht sich das einstige Musterländle in einer Leistungsklasse mit Berlin und Bremen. Einen solchen Absturz gab es noch nie, und er ist sicher nicht nur von einer politischen Partei zu verantworten. Alle Kultusminister der vergangenen Jahre, angefangen mit Annette Schavan (CDU) und ihrer überstürzten Schulzeitverkürzung, haben das Land in ein bildungspolitisches Chaos geführt. Den Höhepunkt erreichte der Irrsinn unter Gabriele Warminski-Leitheußer (SPD), die das Heil in einer großen Schulstrukturreform suchte und pädagogische Schamanen als Berater ins Ministerium holte.
Wie zu erwarten, wird in der öffentlichen Debatte über die unterschiedliche Kompetenzentwicklung der Schüler/innen, der höhere Anteil von Migrant/innen in den Schulklassen im Westen wieder einmal über Gebühren strapaziert. Verständlich, stammen in Bremen bereits an die 50% der Schüler/innen der 9. Schulstufe aus einer Einwandererfamilie, in Sachsen dagegen nur 10%. Ist aber sicher nicht der alleinige Grund. Da muss man sich nicht wundern, dass die jungen Sachsen besser deutsche Texte lesen. Vergleicht man jedoch allein die Schüler ohne Migrationshintergrund aus diesen beiden Bundesländern, dann beträgt der Lesevorsprung immer noch mehr als zwei Jahre. Darüber darf man sich dann sehr wohl wundern. Bremen ist und bleibt das Land mit dem Loser-Abo in Sachen Schule. Sachsen dagegen mag angesichts der aktuelle Pannen bei Polizei und Justiz das "Land der Trottel" (Süddeutsche Zeitung) sein, seine Schüler erweisen sich in fast allen Fächern als die Schlaumeier der Nation, meint Martin Spiewak (DieZeit).
Eigentlich könnten sich die Deutschen über das Ergebnis der Schwerpunktuntersuchung im Rahmen des Ländervergleiches freuen. Im Lesen und Hörverstehen in Englisch haben alle zugelegt. Manche Länder deutlich, wie Brandenburg und einige wenig bis kaum messbar, wie Baden-Württemberg. Aber im Durchschnitt sind die Neuntklässler heute den Alterskameraden aus dem letzten Vergleich um mehr als ein halbes Jahr Lernzeit voraus.

 

30.10.2016

Quelle: IQB-Bildungstrend 2015 | Daten
Quelle: DieZeit - IQB-Bildungstrend 2015 | Daten

Ein Kreuz mit dem Kreuz. Und jedes Kreuz hat zwei Balken.

Das Kreuz in der Schule ist in Österreich wieder einmal ein Thema. Knappe siebzig Prozent der Österreicher/innen wollen laut einer IMAS-Umfrage, dass die Kreuze weiterhin in den Klassenzimmern bleiben. Die Vermittlung christlicher Werte ist Österreichern wichtig, titelt derStandard.at. Drei Viertel stimmten dem folgenden Aussage mit "sehr stark" bzw. einigermaßen stark" zu: "Österreich ist ein christliches Land und sollte es auch bleiben. Deshalb sollten christliche Werte im Kindergarten und in der Schule vermittelt werden."
Ich verzichte gern auf das Kreuz in der Klasse, bloggt David Schwarzbauer „Aus der Lernvollzugsanstalt“ (diePresse.com). Er könne kaum nachvollziehen, warum die Mehrheit der Österreicher eigentlich will, dass die Kreuze dortbleiben wo sie sind: neben dem Bild des Bundespräsidenten.
Kreuz auf- oder abhängen? Das sollen die Schulen autonom entscheiden, spielt BM Sonja Hammerschmid den Ball den Schulen zu und zieht sich damit elegant von der unangenehmen Diskussion zurück. Offen lässt sie aber, wer die Entscheidung treffen soll: Die Schul- oder Schulclusterleitung. Oder doch besser die Schulpartner. Die haben zukünftig eh Zeit genug sich über das Auf- oder Abhängen von Kreuzen Gedanken zu machen, nachdem ihnen durch das neue Autonomiepaket wesentliche Entscheidungskompetenzen genommen wurden.
Laut Lopatka darf es über Schulkreuze überhaupt keine Entscheidungen geben. Schon gar keine autonome. Das Kreuz gehört in Österreich ins Klassenzimmer - dieses Thema ist ihm heilig: „Wir müssen zu unseren Werten stehen. Dazu gehört auch das Symbol des Kreuzes, das auch ein kulturelles und nicht nur ein religiöses Symbol ist", meint Lopatka.
Hauptsache symbolisch sind unsere Werte noch präsent?, meint dazu Schwarzbauer und fragt sich, welchen Wert das Stück Holz an der Wand eigentlich hat, wenn wir Andersdenkende ausgrenzen, vor Obdachlosen die Augen verschließen, Mauern hochziehen, die Institution Familie nicht schützen, alte Menschen aus unserer Gesellschaft drängen, Embryonen entfernen, den Nachbarn wegen der verschwundenen Sonntagszeitung anschreien und den Nikolaus aus den Kindergärten verbannen. Warum wollen wir uns unbedingt auf unsere kulturellen Wurzeln berufen, wenn wir scheinbar alles daran setzen, die lästig gewordenen Blätter abzuwerfen und die viel zu langen Äste zu stutzen?
Dementsprechend das Schlussstatement Schwarzbauers: Wenn das Kreuz an der Wand bloß zu einem kulturellen Gut degradiert wird, das uns von der hereinbrechenden Bedrohung Andersgläubiger emanzipiert und uns das Gefühl gibt, dass wir gemeinsam gegen diese Bedrohung ankämpfen können, dann kann ich gut und gerne darauf verzichten.

 

29.10.2016

Schulkreuz

PHs in Linz und Wien wollen 2017 ein Bachelor-Studium für Elementarpädagog/innen anbieten, aber …

Hochschulen planen Kindergärtnerinnen-Studium, titelt die ÖÖN (nachrichten.at). Was noch fehle, sei die Zusage des Bildungsministeriums. Die Pädagogischen Hochschulen fordern auch für die Elementarpädagog/innen eine Ausbildung auf Hochschulniveau.
Aber soweit ist die Politik noch lange nicht. Auf Landes- und Bundesebene liegen die Standpunkte noch so weit auseinander, wie die Begriffe „Kindergartentante“ und „Elementarpädagogik“. Es wird zwar schon seit langem darüber diskutiert, ob auch für die Kindergartenpädagog/innen ein Hochschulstudium entsprechend den Lehrer/innen eingeführt werden soll. Eine Annäherung ist aber noch bei Weitem nicht zu erkennen. Vor allem die Länder- und Gemeindechefs verhindern eine Höherqualifizierung der Kindergartenpädagog/innen. Daran ändert auch die Umbenennung der Bildungsanstalten für Kindergartenpädagogik (BAKIP) in Bildungsanstalten für Elementarpädagogik (BAfEP) nichts. Übrigens: Die BAfEP hat trotz Namensgleichheit mit The British Association of Flower Essence Producerss (BAFEP) nichts zu tun.
Jetzt versuchen zwei Linzer und zwei Wiener PHs neuen Schwung in die festgefahrene Diskussion zu bringen. Laut OÖN haben die vier PHs schon jetzt ein (fast) fertiges Curriculum für ein Bachelor-Studium ausgearbeitet. "Wir wären in der Lage, 2017/18 mit dem Studium zu beginnen", sagt Herbert Gimpl, Rektor der PH Oberösterreich.
Skepsis ist angebracht. Denn dafür brauchen die PHs die Zustimmung von BM Hammerschmid, die wiederum von der Zustimmung der Länder und den Gemeinden abhängt. Die Gemeinden, die als Träger der Kindergärten die Pädagog/innen bezahlen müssen, werden nur grünes Licht geben, wenn sie über den Finanzausgleich mehr Geld für die höheren Akademikergehälter der Elementarpädagog/innen erhalten. Und mehr Geld für die Bildung wird es von FM Schelling nicht geben. Er wird gerade bei der Elementarpädagogik seinem Ruf, Totengräber jeglicher vernünftiger Bildungspolitik zu sein, sicher nicht schaden wollen.
OÖN: Doch warum arbeiten die PHs dann überhaupt schon an den Studienplänen? "Wir wollen vorbereitet sein, wenn die Politik den Startschuss gibt", begründet Gimpl. Ähnlich sieht das auch Rektor Franz Keplinger von der Linzer PH der Diözese: "Niemand soll sagen können, es gebe keine Pläne." Österreich gehöre mit der schulischen Ausbildung für die Elementarpädagoginnen europaweit zu den Schlusslichtern. "In den nordischen Staaten ist das Studium seit Jahrzehnten Standard", sagt Franz Keplinger.
Eine Vorreiterrolle würde Oberösterreich mit dem berufsbegleitenden Hochschullehrgang „Elementardidaktik“ einnehmen, lobt die OÖN. Diese Feststellung ist verwunderlich, gibt es doch derartige Hochschullehrgänge seit fast zehn Jahren an der PH Elementarpädagogik in Linz und an der PH Steiermark. Neu ist lediglich der Name. „Irreführend ist auch, dass dieser Lehrgang als Innovation betreffend Ausbildung von BAKIP-Lehrkräften dargestellt wird. Diese Lehrkräfte müssen, wie alle BMHS-Lehrkräfte mindestens einen Bachelor-Abschluss machen“, stellt Heide Lex-Nalis klar. Dementsprechend mag der Hochschullehrgang zwar die versprochene Steigerung der Qualität in der Ausbildung bringen, „sein Abschluss bringt aber keine dienstrechtliche Besserstellung für die Didaktik- und Praxislehrkräfte der BAfEP“, ergänzt Manfred Sparr (ÖLI).

 

28.10.2016

Bachelor für Elementarpädagog/innen
Bachelor für Elementarpädagog/innen

AHS-Zentralmatura: Vorarlberg will sich bessern …

Die Vorarlberger Zentralmaturaergebnisse waren im letzten Schuljahr nicht so ausgefallen, wie sich das die Politik, Schulbehörde, Lehrer/innen, Eltern und Schüler/inenn vorgestellt haben. Einzelne Ergebnisse, vor allem in den AHS und in Mathematik, lagen ordentlich unter dem österreichischen Durchschnitt. Deshalb wurde laut vorarlberg.orf.at der Personalstand sowie die Lernmethoden aller Schulen mit Maturaklassen überprüft worden. Außerdem habe sich die Aufregung über die Sommermonate deutlich beruhigt und es seien erste Maßnahmen für eine Verbesserung getroffen worden, sagt AHS-Landesschulinspektorin.
Im Rahmen der Ursachenanalyse wurde vor allem die Vorbereitung und Lernmethoden jener Schulen näher zu betrachtet, die die besten Ergebnisse bei der Zentralmatura erreicht haben, erklärt LSI Schreiber dem ORF. Deren Methoden und Vorgangsweise sollen nun allen Lehrern der achten Klassen bei einem gemeinsamen Treffen nach den Herbstferien zugänglich gemacht und vermittelt werden.
Der schwarze ÖAAB-Lehrerbund ging noch einen Schritt weiter. Und zwar bis nach Oberösterreich, von wo sie den LSI nach Vorarlberg eingeladen haben um den „hiesigen“ Lehrer/innen den Weg zu erfolgreichen Maturaergebnissen zu weisen.
Die Lehrer sollen von den Besten lernen (Titel ORF), meint hingegen LSI Schneider.
Wenn das nur so einfach wäre, wird sich wohl jener AHS-Lehrer denken, der in zwei Klassen parallel Mathematik unterrichtete und seine Schüler/innen in der Zentralmatura in der einen Klasse ein sehr gutes und in der andern Klasse ein „schlechtes“ Ergebnis erzielten. Für Manfred Hämmerle, Direktor der BHAK und BHAS Bregenz, ist „die Antwort ist einfach und bei John Hattie nachzulesen. Es ist in erster Linie der Schüler, der die Hauptursache für gute oder schlechte Leistungen ist. Deshalb die unterschiedlichen Ergebnisse in den zwei Klassen“.

Jetzt bleibt nur mehr eine Frage offen. Wird dieser Mathe-Lehrer in den Herbstferien referieren bzw. lehren oder zuhören bzw. lernen, mit welchen Methoden die Schüler/innen zu erfolgreiche Zentralmaturant/innen gemacht werden? 

 

27.10.2016


Vom Traum und von der Realität

Eine lesenswerte Reportage von Franz Fischill in SOLIDARITÄT – ÖGB-Zeitschrift (968-Oktober 2016)

Lehrer/innen-Arbeitszeit: Fakten und Vorurteile
Auszug: Wenig Arbeit, viel Freizeit, lange Ferien und ein gutes Einkommen: So ist das Bild des Traumberufs LehrerIn in der Öffentlichkeit. Die Realität sieht anders aus. Das ergibt ein Lokalaugenschein in den Ferien am Schulcampus Donaufeld in Wien. Eine Volksschule mit 340 SchülerInnen und 60 LehrerInnen, FreizeitpädagogInnen und ReligionslehrerInnen sowie PsychologInnen, die stundenweise zur Verfügung stehen.

Ferienzeit ist Vorbereitungszeit
Natalie Sverak unterrichtet schon länger und das ganze Gerede von den faulen LehrerInnen trifft sie nicht mehr. „Ich weiß, was ich leiste, und wenn die anderen es besser wissen, dann steht es ihnen doch frei, diesen Beruf zu ergreifen“,meint sie. Nicht so gelassen nimmt es Rita Rajpal. Sie hat Anfang September dieses Jahres ihr zweites Berufsjahr begonnen. „Für mich sind solche Aussagen und Meldungen noch immer nicht so leicht zu lesen oder zu hören. Aber es wird besser, denn ich weiß, was ich leiste – auch in den Ferien.“
Und Ferienarbeit gibt’s genug, erzählt Astrid Pany, die Schulleiterin.…………..

Download oder online „blättern“SOLIDARITÄ Nr. 968
Den Artikel finden sie auf Seite 10 ff

 

26.10.2016

SOLIDARITÄT – ÖGN-Zeitschrift für die Arbeitswelt (968-Oktober 2016)
SOLIDARITÄT – ÖGB-Zeitschrift für die Arbeitswelt (968-Oktober 2016)

Neu: PV Akademie startet in Vorarlberg mit zwei Workshops

Die VLI veranstaltet im Rahmen der PV Akademie zwei Workshops zu relevanten und interessanten Themenbereichen für Lehrer/innen

 

Workshop I
Donnerstag, 10. Nov. 2016 | 17.00- 21.00 | HTL Dornbirn
Thema: Dienstrechte und Dienstpflichten
Zielgruppe: Jung - und NeulehrerInnen ( AHS, BHS, BS )

Workshop II
Freitag, 11. Nov. 2016 | 17.00- 21.00 | HTL Dornbirn
Thema: Pensionsrecht, Sabbatical, Zeitkonto, Altersteilzeit
Zielgruppe: Alle KollegInnen ( AHS, BHS, BS )
Referenten: Gary Fuchsbauer und Manfred Sparr

Die Teilnahme an den Workshops ist kostenlos.

Anmeldung über die PV Akademie

 

25.10.2016

PV Akademie startet in Vorarlberg mit zwei Workshops
PV Akademie startet in Vorarlberg mit zwei Workshops

Hammerschmid verteidigt Autonomiepaket und kündigt Entwürfe zur Ganztages- und Gesamtschule an

In der ORF-Pressestunde (APA) verteidigte Bildungsministerin Sonja Hammerschmid das am Dienstag dem Ministerrat vorgelegt Autonomiepaket für Schulen (siehe die Berichte auf dieser Seite). Es sei „sicher kein Sparpaket, da würde ich mir mein eigenes Konzept zerschießen", stellte die Bildungsministerin klar. Die Vorsitzenden der GÖD AHS, BMHS und APS äußerten in ihren Aussendungen unter anderem die Befürchtung, das Autonomiepaket könnte ein verstecktes Sparpaket sein. Bestätigt hat Hammerschmied den Hauptkritikpunkt der ÖLI-UG und der Eltern- und Schüler/innenvertretung, die im Reformpapier einen Angriff auf die bisherigen demokratischen Mitbestimmungsstrukturen, vor allem die Schulpartnerschaft (Eltern, LehrerInnen, SchülerInnen) erkennen. „Das Konzept sieht vor, dass die Klassen und Gruppengrößen allein von der Schulleitung festgelegt werden. Die Schulpartner können nicht, wie bisher, mitentscheiden“, argumentiert Wilfried Mayr, Vorsitzender der Österreichischen Lehrer/innen Initiative (ÖLI-UG). Die Ministerin argumentiert damit, dass die Direktor/innen und Clusterleiter/innen durch die Reform „Aufgewertet“ würden und deshalb auch mehr Verantwortung zu tragen hätten. Deshalb bräuchten sie mehr Entscheidungsbefugnisse, aber "ein guter Manager“ sowieso einer sei, der „mit seinem Team arbeitet, den Pädagogen, den Schulpartnern", meint die Ministerin. „Das hätten wohl alle Beteiligten gerne, das darf man auch hoffen, aber die Realität sieht heute in den Schulen leider viel zu oft ganz anders aus“, zeigt sich ein erfahrener Personalvertreter skeptisch. Skepsis ist auch angebracht, ob durch das geplante neue Bestellungsverfahren für Clusterdirektor/innen die Politik wirklich aus den Personalentscheidungen gedrängt werden kann, wie sich das die Ministerin wünscht und diesbezüglich „guter Dinge“ sei. Die Beurteilung der Bewerber/innen soll, wie berichtet, durch eine Berufungskommission in den Bundesländern, in der laut der Ministerin auch Lehrer/innen sitzen, nach einem bundesweit einheitlichen Verfahren und klar definierten Kriterien erfolgen. Die Direktor/innen sollen zunächst für fünf Jahre bestellt werden und in dieser Zeit auch absetzbar sein, wenn z.B. die Schüler in ihrem Bereich die Lernziele nicht erreichen, interpretiert derStandard.at die bisherigen Aussagen und Aussendungen zu diesem Thema. 
Neu ist die Ankündigung Hammerschmids, noch im Herbst einen Entwurf zum Ausbau der Ganztagsschulen und für die Gesamtschul-Modellregionen vorzulegen. Wir dürfen gespannt sein, wie sie das mit den Gesamtschlblockierern aus der ÖVP hinbekomt.

 

24.10.2016

ORF-Pressestunde mit BM Hammerschmid
ORF-Pressestunde mit BM Hammerschmid

Rechnungshofbericht bestätigt: Neues Dienstrecht für Lehrer/innen ist riesiges Sparpaket

Weil das neue Dienstrecht für Lehrer/innen vor allem ein Sparpaket ist, empfiehlt der Rechnungshof die Übergangsfrist deutlich zu verkürzen. Junglehrer/innen können bis zum Schuljahr 2019/20 zwischen dem alten oder neuen Dienstrecht optieren.

Mehr (Rechnungs)Hof- als Hausverstand ...

So könnte laut RH bis zum Vollausbau der Reform im Jahr 2060 – alle Lehrer/innen im neuen Dienstrecht - 2,19 Milliarden Euro eingespart werden. Mit Übergangsfrist seien es „nur“ 1,12 Milliarden Euro. Laut Rechnungshoflogik brächte eine um 4 Jahre frühere Verpflichtung von Junglehrer/innen zum neuen Dienstrecht, bei gesamt 44 Jahren zum Vollausbau, über 50% mehr Einsparung. Mehr (Rechnungs)Hof- als Hausverstand, könnte als gewichtiger Faktor für die Berechnung diagnostiziert werden. Egal wie, der Rechnungshof bestätigt, dass das neue Dienstrecht vor allem ein enormes Sparpaket auf Kosten der Bundeslehrer/innen ist.
Vorab und nur am Rande soll erwähnt werden, dass die vom Rechnungshof für seine Argumentation im Bericht berechneten Zahlen und Begründungen sehr wahrscheinlich einer wissenschaftlich korrekten empirischen Überprüfung nicht standhalten würden, sondern wohl eher auf einer ideologischen Zuschreibung basieren.

Entwicklung war vorhersehbar ...

Das Bundeskanzleramt, Bildungs- und Finanzministerium hatten bis zuletzt die Sparpaketsfunktion des neuen Dienstrechtes bestritten. Nicht zuletzt aufgrund der ausführlichen und korrekten Information durch die  Gewerk-schaften, vor allem der Berechnungen von Gary Fuchsbauer (ÖLI-UG), konnten die betroffenen Lehrer/innen eine fundierte Entscheidung für das alte oder neue Dienstrecht treffen. Es war also voraussehbar, dass der größte Teil der Landeslehrer/innen (Volks-, Neue Mittel- und Berufsschule) das neue und die überwiegende Mehrheit der Bundeslehrer/innen (AHS, BHS) das alte Dienstrecht wählen werden.
Es kommt, wie es kommen musste …
Der Rechnungshof behauptet in seinem Bericht, dass das neue Dienstrecht eine höhere Lebensverdienstsumme bringe, obwohl nur die Unterrichtsverpflichtung und nicht die Gesamtarbeitszeit erhöht wurde, berichtet derStandard.at. Damit eröffnet der RH wieder die Diskussion über die Arbeitszeit der Lehrer/innen. Pünktlich wie ein Uhrwerk jedes Jahr vor den Gehaltsverhandlungen. Ein Schelm, der darin einen politischen Handlangerdienst für die Regierung, vor allem für den Finanzminister, erkennt.
Passend dazu die angedeutete Unterstellung des RH, dass für die Vor- und Nachbereitung den Lehrer/innen zu viel Zeit angerechnet wird. Sein Vorschlag: Die Pädagog/innen sollen verpflichtet werden, die Vor- und Nachbereitungs-zeiten zu dokumentieren. Kann er gerne haben. Das Ergebnis dieser Evaluierung wird sein, dass die Arbeitszeit deutlich höher als erwartet sein wird. Und noch etwas ist sicher: Die Studie wird dasselbe Schicksal erleiden wie die große Arbeitszeitstudie zu BM Gehrers Zeiten mit über 6.000 Lehrer/innen. Sie verschwindet, wegen eindrucksvoller Bestätigung des hohen Arbeitszeiteinsatzes der Pädagog/innen, irgendwo in einer dafür vorgesehenen Schulblade im Ministerium. Und wie vereinbart der RH diese Forderung, die einen nicht unbeträchtlichen zusätzlichen Verwaltungs-aufwand mit sich bringen würde, mit seinem so unablässigen wie undifferenzierten Mahnen, die öffentliche Verwaltung  müsse reduziert werden?

Und immer wieder der Ruf nach einer Lehrpflichterhöhung ….
Selbstverständlich darf auch in diesem Bericht die Lehrpflichterhöhung am RH-Pranger nicht fehlen. Im Zusammenhang mit der Einführung des neuen Dienstrechtes wurde die Chance verpasst, die Lehrverpflichtung im alten Dienstrecht um ca. eineinhalb Wochenstunden zu erhöhen, kritisiert der RH die Regierung. Dies bietet einen Vorgeschmack auf die zukünftigen Attacken gegen das Lehrpersonal im alten Dienstrecht. Weil der Anteil der Lehrer/innen, die im alten Dienstrecht sind jährlich sinkt, wird der Druck auf sie diametral dazu steigen – progressiv steigen, versteht sich. 

Schule zu komplex für den RH?
Gary Fuchsbauer bringt es auf den Punkt: „Vorsichtig formuliert. Der Rechnungshof „mag uns“ nicht oder hat einfach keine Ahnung. Schreibt er im Bericht ja selber, dass das alles sehr kompliziert sei.“

 

23.10.2016

Rechnungshof

Hammerschmid zu Schulen in Südtirol, Gesamtschule und Inklusion.

Die Gesamtschule sei immer ihr Ziel und Ziel der SPÖ, aber derzeit lägen die Prioritäten in anderen Bereichen, stellt Bildungsministerin Sonja Hammerschmid im Interview mit Lisa Kogelnik (derStandard.at) erneut klar.
Ein Großteil des Interviews dreht sich um den Besuch Südtirols der Ministerin mit ihren Kabinettsmitarbeitern, den Bildungssprechern der Parlamentsparteien und einigen Journalisten.
Die Fragen sind zwar konkret formuliert, aber die Antworten ausweichend, wenig informativ und manchmal kurios. Wie zum Beispiel die Antwort auf die Frage: In Südtirol können die Schulen pro Woche über den Inhalt von zwei Stunden frei bestimmen. Wie soll die pädagogische Autonomie in Österreich aussehen? Hammerschmid: "Wir machen auf. Bis jetzt konnten Schulen über fünf bis zehn Prozent der Stundentafel autonom entscheiden. Kein Lehrer kann sich vorstellen, was das heißen soll" …. Es darf geraten werden, was die Ministerin damit wirklich sagen will.
Interessant wird das Interview erst am Schluss. Da geht es um die Gesamtschule, die es in Südtirol flächendeckend gibt und die Sonderschulen, von denen man dort keine mehr findet.
Wollen Sie die Gesamtschule flächendeckend einführen?
Auf die Frage, welche Pläne sie in Bezug auf die Gesamtschule verfolge, stellte die Ministerin erneut klar, dass es jetzt einmal wichtig war, mit dem Autonomiepaket zu beginnen. Die weiteren Reformen, wie zum Beispiel die „Schulbehördenstruktur“ und „die Modellregionen zur Gesamtschule“ müssten nun „damit verzahnt werden“. Lisa Kogelnik wollte es aber genau wissen, ob sie die Gesamtschule flächendeckend einführen wolle, bekam aber nur eine alt bekannte Antwort: „Das wird immer ein sozialdemokratisches Ziel bleiben. Meine Prioritäten sind aber dort, wo ich schnell etwas erreichen kann. Ich will mich nicht wieder in Pattstellung begeben, sondern gestalten.“
Wann werden sie in Österreich abgeschafft?
Ministerin Hammerschmid verweist auf "die inklusiven Modellregionen in Tirol, Kärnten und der Steiermark", die bis 2020 laufen. Und ihr sei „Inklusion ein Herzensanliegen“, denn wenn „man denn Mut hat, über sich hinauszuwachsen, dann geht einiges. Das habe ich hier gesehen. Eine Südtiroler Mutter hat mir erzählt, dass ihre Tochter Dinge gelernt hat, die ihr die Experten nie zugetraut hätten. Auch die soziale Interaktion von Kindern mit besonderen Bedürfnissen und anderen Kindern ist irrsinnig bereichernd. Diese Menschen werden Teil der Gesellschaft, die Berührungsängste werden abgebaut.“
„Da gebe ich Frau Minister Hammerschmid absolut recht, packen wir es also an und orientieren wir uns dabei an den tatsächlichen Bedürfnissen der Kinder mit den unterschiedlichsten Behinderungen um ihnen den bestmöglichen Zugang zu Bildung und zu Teilhabe in der Gesellschaft zu ermöglichen," meint Katrin Winkelbauer (ÖLI-UG).

 

22.10.2016

Interview mit Lisa Kogelnik (DerStandard) mit BM Hammerschmid
Interview mit Lisa Kogelnik (DerStandard) mit BM Hammerschmid

Wohin mit den lästigen, aufmüpfigen und kritischen Pädagog/innen?

Kaum liegt der gesamte Text des Autonomiepaketes 2016 vor, nimmt die Kritik gegen das Paket deutlich zu. Großen Unmut ruft vor allem die de facto Abschaffung der demokratischen Mitbestimmungsstrukturen (Schulpartnerschaft) und die angestrebte uneingeschränkte Personalhoheit der Direktor/innen hervor.

„Wohin mit den lästigen, aufmüpfigen und kritischen Pädagog/innen? Wie soll ohne sie und ohne die Kontrolle durch die Betroffenen, die Schulpartner, eine zukunftsorientierte und nachhaltige Schulentwicklung erfolgen?“, fragt und ärgert sich Trixi Halama (ÖLI-UG).   
Bisher waren die Inhalte des Autonomiepaketes 2016 nur aus den Medien und unvollständigen Zusammenfassungen (siehe Lesenswert: Das Bildungsreformkonzept Hammerschmids/Mahrers) bekannt. Erst jetzt - durch ein Schreiben von BM Hammerschmid an die Direktor/innen – wurde der offizielle Text „Vortrag an den Ministerrat betreffend Arbeitsgruppe Bildung“ veröffentlicht.
Bemerkenswert ist die Abweichung des Inhaltes im Kapitel „Die wichtigsten Maßnahmen des Autonomiepakets – für mehr Freiraum an Österreichs Schulen - 3. Auswahl der Lehrkräfte“ vom bisher öffentlich Kommunizierten, dass die Schulleiter/innen unter mehreren Bewerber/innen zwar eine Reihung, eine „Wunschliste“ erstellen können, aber die Schulbehörde schlussendlich über die Zuteilung entscheide. Damit soll die Versorgung benachteiligter Schulstandorte mit entsprechendem Personal gesichert werden. Im Vortrag an den Ministerrat vom 18.10. heißt es allerdings: „Die Schule soll –  wenn mehrere BewerberInnen für eine offene Stelle vorhanden sind –  entscheiden können, welche Personen tatsächlich aufgenommen werden. Grundsatz dabei ist, dass die Entscheidungskompetenz an die Schule wandert, alle administrativen Aspekte der Aufnahme (Prüfung der Formalerfordernisse, Dienstvertrag, Bezug etc.) bei der zuständigen Behörde verbleibt.“
In ihrem Begleitschreiben geht die Ministerin noch einen Schritt weiter: „Mit diesem Paket erhalten Sie die nötige pädagogische Freiheit um Ihren breiten Wissens- und Erfahrungsschatz voll und uneingeschränkt im Sinne der Schülerinnen und Schüler einsetzen zu können. Für Ihren individuellen pädagogischen Ansatz können Sie sich in Zukunft unter anderem auch Ihr Team passend zusammenstellen.“
Mit der geplanten uneingeschränkten Personalhoheit für Direktor/innen und dem Angriff auf die bisherigen demokratischen Mitbestimmungsstrukturen, vor allem die Schulpartnerschaft (Eltern, LehrerInnen, Schüler/innen), schaffen BM Hammerschmid und Staatssekretär Mahrer eine autoritäre Schulverwaltungsstruktur, die weder zeitgemäß noch erfolgsversprechend ist.
Gary Fuchsbauer (ÖLI-UG), stellvertretender Vorsitzender der GÖD-BMHS kündigt massiven Widerstand gegen diese Entwicklung an: „Für uns von der ÖLI-UG, die wir überzeugt sind, dass es auf Zeit gewählte Schulleitungsteams braucht und keine SchulkaiserInnen, um gute Schulen zu haben, wirft somit die Ministerin den Fehdehandschuh“.

 

21.10.2016

Schulkaiser
... ohne demokratische Mitwirkungsstrukturen

Die Lehrer/innen-Vertretung in der GÖD zum Autonomiepaket 2016

Zusammenfassung der Aussendungen und Stellungnahmen der Lehrer/innen-Vertretung in der GÖD:

In ihren Aussendungen lehnen die GÖD – BMHS und AHS die Abschaffung der Eröffnungs- und Teilungszahlenverordnung kategorisch ab: Der Schulleiter/Schulclusterleiter entscheidet wie groß die Klassen bzw. Gruppen in der Zukunft sein werden. Dadurch trägt dieser auch die volle Verantwortung in allen Fragen betreffend pädagogischer Erfolg und Sicherheit unserer Schülerinnen und Schüler laut Aussage des Dienstgebers. In einer Zeit knapper Ressourcen stellt dieses Vorhaben eine Verschleierung der tatsächlichen finanziellen Situation an unseren Schulen dar. Der Verteilungskampf an unseren Standorten ist damit eröffnet, befürchtet die GÖD-BMHS. 
Diese Maßnahme führe angesichts jetzt schon zu knapper Ressourcen zwingend zu größeren Klassen und Lerngruppen und damit zu massiven Qualitätseinbußen. Autonomie wird hier zum Synonym für Selbstverwaltung des Mangels. Eine De-facto-Streichung der Mitbestimmungsrechte des SGA ist ein inakzeptabler Anschlag auf mühsam erkämpfte Grundrechte der Schuldemokratie, warnt die GÖD-AHS vor den Folgen des Autonomiepakets.
Die GÖD-APS sieht einen Zusammenschluss zu Clustern durchaus positiv, aber die „gewisse Mobilität“ funktioniere nur in Ballungsräumen. „Es kann nicht sein, dass die Lehrer mehr auf der Straße als in den Schulen sind.“ Problematisch sei auch die Reduktion der Mitbestimmungsrechte der Schulpartner auf reine Anhörungen, so der Vorsitzende der GÖD-APS, Paul Kimberger, zum Beispiel in der Tiroler Tageszeitung.

Auch die Österreichische LehrerInnen Initiative – Unabhängige GewerkschafterInnen für mehr Demokratie (ÖLI-UG) lehnt das Autonomiepaket 2016 ab. Denn, so die ÖLI-UG in ihrer Aussendung, es erwecke zwar die Hoffnung auf effektivere Schulstrukturen und pädagogische Freiräume, aber es seinen dafür dringend erforderliche Reformschritte wie Sozialindex und Gesamtschule geopfert worden.

In der Ankündigung, dass die Klassen- und Gruppengrößen allein von der Schulclusterleitung festgelegt werden und damit die Schulpartner nicht, wie bisher, mitentscheiden können, sieht die ÖLI-UG einen Angriff auf die bisherigen demokratischen Mitbestimmungsstrukturen, vor allem die Schulpartnerschaft (Eltern, LehrerInnen, SchülerInnen). Außerdem orientiere sich das Reformpapier nicht an offensichtlichen, schwerwiegenden Problemfeldern, z. B. chronische Unterfinanzierung, sozio-emotionale Benachteiligung und deren Folgen und ziele nicht auf eine dringend erforderliche Erhöhung des Schulbudgets ab.
In Summe sei das Autonomiepaket 2016 nicht die groß angekündigte Bildungsreform, sondern eine Struktur- und Verwaltungsreform ohne erkennbare pädagogisch-innovative Ansätze.

 

21.10.2016

Bildungskonzept in Summe negativ
ÖLI-UG lehnt das Autonomiepaket 2016 ab. - Foto: der.standard.at

ÖLI-UG zum Autonomiepaket 2016 - "in Summe negativ"

Das Autonomiepaket 2016

...erweckt die Hoffnung auf effektivere Schulstrukturen und pädagogische Freiräume,

aber es...

... opfert dringend erforderliche Reformschritte wie Sozialindex und Gesamtschule.

... ist ein Angriff auf die bisherigen demokratischen Mitbestimmungsstrukturen, vor allem die Schulpartnerschaft (Eltern, LehrerInnen, SchülerInnen). So sieht das Konzept vor, dass die Klassen und Gruppengrößen allein von der Schulleitung festgelegt werden. Die Schulpartner können nicht, wie bisher, mitentscheiden.
...orientiert sich nicht an offensichtlichen, schwerwiegenden Problemfeldern, z. B. chronische Unterfinanzierung, sozio-emotionale Benachteiligung und deren Folgen ...
...zielt nicht auf eine dringend erforderliche Erhöhung des Schulbudgets ab.
...ist keine Bildungsreform sondern eine Struktur- und Verwaltungsreform ohne erkennbare pädagogisch-innovative Ansätze.

 

Die Österreichische LehrerInnen Initiative – Unabhängige GewerkschafterInnen für mehr Demokratie (ÖLI-UG) lehnt daher das Autonomiepaket 2016 ab.

 

 

20.10.2016

Bildungskonzept in Summe negativ
ÖLI-UG lehnt das Autonomiepaket 2016 ab. - Foto: der.standard.at

Lesenswert: Das Bildungsreformkonzept Hammerschmids/Mahrers

 

19.10.2016

Bildungskonzept mit Potential
Bildungskonzept mit Potential - Foto: der.standard.at

Das aktuelle Bildungsreformkonzept hat Potential, meint Glattauer

„Neue Konzepte“ bringen in der Bildungspolitik meist nur bürokratische Mehrarbeit. Doch das aktuelle hat es in sich, attestiert Niki Glattauer in seiner Kolumne „Bildungsreform: Wenn du mich fragst, ein Hammer!“ (derStandard.at) dem neuen Reformkonzept der Bildungsministerin.

 

Seine Begründung: Wenn nämlich, wie geplant, künftig, sagen wir, drei Volksschulen mit zwei NMS und einem Kindergarten zu einer Cluster-Schule unter einer administrativen Leitung (samt Sekretariat) zusammengehen, dann heißt das, dass mindestens vier bisherige Schuldirektorinnen danach endlich wieder zum Leiten kommen – und wir Lehrerinnen zum Unterrichten. Und das Beste: Kinder flutschen in einem quasi geschlossenen Verbund gemeinsam von der Krabbelstube bis ... Nun, jedenfalls bis zum Ende der Schulpflicht.

 

Interessante Argumentation. Aber jetzt folgt ein neuer und nicht minder interessanter Aspekt von Glattauer: Das ist der nächste Streich. Sonja Hammerschmid plant, noch heuer ein neues Konzept punkto gemeinsame Schule vorzulegen. Und wenn stimmt, was ich höre, dann ist es gelungen, ein Modell zu entwickeln, das – hurra! – ohne jede Deckelung auskommt und trotzdem so angelegt ist, dass keine einzige AHS ihre Tore wird schließen müssen ... Die Quadratur des Kreises? So wie ich das sehe, fast.

 

 

19.10.2016

Bildungskonzept mit Potential
Bildungskonzept mit Potential - Foto: der.standard.at

Berufsschule: Petition für mehr Lohngerechtigkeit

Optierungsrecht aus dem Sondervertrag IL in das Besoldungsschema pd

Ein Zwischenbericht von Beate Anna Halbeisen

 

Diese Woche fand der 17. Kongress der Gewerkschaft öffentlicher Dienst statt und ich war als Gastdelegierte und als eine der Vertreter/innen der UGÖD geladen.
Wie ihr wisst, hat der Zentralausschuss der Berufsschulen Vorarlberg im vergangenen Herbst eine Petition zur Angleichung der Gehälter im Sondervertrag an das neue Gehaltsschema pd in unseren Schulen zur Unterzeichnung aufgelegt. Zwei Drittel aller Kolleginnen und Kollegen in allen Schulstandorten Vorarlbergs haben diese Petition unterschrieben.
Außerdem konnte ich in diesem Jahr unser Anliegen persönlich dem damaligen Sektionschef der scheidenden Bildungsministerin Heinisch-Hosek, Ing. Mag. Andreas Thaller und dem Vorsitzenden-Stellvertreter der Gewerkschaft Berufsschule, Herrn Herberger vortragen.
Zudem habe ich sowohl im Ministerium als auch im Gespräch mit Herrn Herberger darauf hingewiesen, dass eine Gesetzeskorrektur im neuen Dienstrecht bezüglich des Wegfalls des verpflichtenden Masterstudiums im Bereich der Berufspädagogik anzustreben sei. Eine Änderung sollte dahingehend gefordert werden, dass im Sinne einer Gleichbehandlung der freie Zugang zu einem optionalen Masterstudium gesetzlich verankert werden müsse, da ein Masterstudium für manche Berufskarrieren wichtig sei und es nicht sein könne, dass diese Option den Berufsschulkolleg/innen verwehrt bleibe.
Und nun, ein Jahr nach diesen Ereignissen, kann ich euch zumindest von einem Teilerfolg in dieser Angelegenheit berichten:
Alle unsere Forderungen sind offiziell von der Bundesvertretung der Berufsschulen der GÖD in den Anträgen betreffend Dienstrecht aufgenommen worden:
Die Bundesvertretung fordert:
•    Zugang zu Masterstudien für alle
•    Optionsrecht aller BerufsschullehrerInnen für das neue PädagogInnen-Dienstrecht
•    Zusätzliche Gehaltsstufen für alle Bereiche
>>> mehr dazu

>>> zur Petition und Unterstützungserlärung unterschreiben

 

19.10.2016

Berufsschule: Petition für mehr Lohngerechtigkeit
Beate Anna Halbeisen - Berufsschule: Petition für mehr Lohngerechtigkeit

GROKO - Autonomiepaket für Österreichs Schulen

Die Hauptverhandler/innen der großen Koalition, Unterrichtsministerin Hammerschmid und Staatssekretär Mahrer einigten sich im heutigen Ministerrat auf ein Autonomiepaket für Schulen.
Die wichtigsten Punkte des von Hammerschmid genannten „Ermöglichungspaket für Schulen“ (siehe auch „Schulen sollen sich zusammenschließen, Aus für Klassenschüler-Höchstzahl„ von Lisa Kogelnik im derStandard.at):

Schulcluster: Zwei bis acht Schulen mit ähnlichen pädagogischen Zielen können/sollen sich zu einem Schulcluster zusammenschließen, das von einem/einer „Clusterleiter/in“ verwaltet werden soll. Die bisherigen Leiter/innen der einzelnen Schule bleiben weiterhin pädagogische Leiter/innen mit reduzierter Leitungsfunktion. Auch mehrere Schulcluster, mehrere Schulstandorte – egal ob Pflicht- oder Bundesschulen – sowie Kindergärten können einen Bildungscampus bilden. Das soll den Übergang zwischen Kindergarten, Volksschule und weiterführender Schule erleichtern. Am Land soll diese Form der Zusammenarbeit "Bildungsregion" heißen, berichtet derStandard.at.
Lehrerauswahl: Die Schulleitung erhält bei der Auswahl der Lehrer/innen mehr Kompetenzen. Die Lehrer/innen sollen sich direkt an mehreren Schulen bewerben, die Schulleitung erstellt eine Wunschliste und die Schulbehörde (LSR/SSR) teilt schlussendlich den Schulen/Schulclustern das Personal zu. Die Schulbehörde ist also weiterhin der Dienstgeber und nur sie kann Kündigungen des Lehrpersonals vornehmen. Geht es nach den Vorstellungen der Ministerin, wird der Dienstort für die Lehrer/innen künftig der Schulcluster sein und sollen an mehreren Schulen im Cluster eingesetzt werden können.
Klassenschüler-Höchstzahl: Die Klassenschüler-Höchstzahl soll es künftig nicht mehr geben, sondern der/die Schulclusterleiter/innen soll die Klassen- und Gruppengrößen festlegen. Und das ohne Mitsprache- und Mitentscheidungsrecht der Schulpartner (Eltern, Schüler/innen und Lehrer/innen). Freiwerdende Ressourcen durch höher Gruppen- und Klassenschülerzahlen könnten aber in fächerübergreifende Projekte oder Förderkurse investiert werden, erklärt uns die Ministerin.
Unterricht: Die 50-Minuten-Einheit und die Öffnungszeiten sollen die Schulen flexibler gestaltet werden können. Interessant ist, dass entgegen der Warnungen aus der der Wissenschaft, dass die Schulen viel zu früh beginnen, soll die Flexibilität der Öffnungszeiten durch eine individuelle Lernzeit von 7 bis 8 Uhr ermöglicht werden.
Auswahl der Schulleiter: Die Schul- und Schulclusterleiter/innen werden wie bisher von der Schulbehörde bestellt. Neu ist, dass die Eignung der Kandidat/innen für die Clusterleitung eine Kommission in den Bundesländern beurteilen soll.  Auch der verpflichtende Besuch der neuen Clusterleiter/innen eines neu einzuführenden Hochschullehrgangs "Schulen professionell führen" ist neu. Schulleiter/innen werden für fünf Jahre bestellt.
Fortbildung für Lehrer/innen: Neu angedacht ist, dass die Schulleiter/innen bei den PHs Kurse zu bestimmten, für ihre Schule interessanten Themen ordern/anfragen können.
Qualitätskontrolle: Laut derStandard.at wird das Bildungsministerium eine neue Form der Qulitätskontrolle einführen, um zu überprüfen, ob die autonomen Schulen die gewünschten Ziele erreichen. Neben den Bildungsstandards wird es zusätzliche Instrumente geben, kündigt Hammerschmid an. Wie diese Kontrolle genau aussehen wird, ist noch offen.

 

Die geplante Schulautonomie soll laut Hammerschmid mit „Leuchtturmschulen“ begonnen werden. Bis zum flächendeckende Vollausbau werden von der Ministerin mindestens zehn Jahre veranschlagt.

 

18.10.2016

Schulautonomie
GROKO Autonomiepaket - Foto: derStandard.at

2017 – World of Lehrkraft.                                                               Das autonome Game um Schul-Ressourcen.

Sie haben „NOST-Zombies - Revenge of Competences“, das Game um die Einführung der Neuen Oberstufe satt und alle Level brauchbar zurechtgebogen? Dann sind Sie bereit für das ultimative Actiongame: „World of Lehrkraft - Das autonome Game um Schul-Ressourcen. Fighten Sie als Schulleitung, gemeiner Lehrer oder SGA-Mitglied um Schulstunden, Mitbestimmung und gegen den Schatten-Orden von Ork. Viel darf’s sein, kosten darf’s nix.
 
Ein Bildungsgame von Peter Steiner zur geplanten Ausweitung der Schulautonomie
 
Level 1: Im Lande „WWWW – Wer weiß wirklich was“ triffst du auf B’MBler. Ätherische, phantasiebegabte Illusionisten aus der 3 Ortho-Galaxie. Hör einfach nur zu, hinterfrage nicht und komm schon gar nicht mit deiner Alltagserfahrung! Hör einfach nur zu: Die B’MBler breiten vor dir Semestrie und Kompetenzerie und dann auch noch Autonomerie aus, Felle von Pegassischen Bären, die noch nicht erlegt wurden. Deine Aufgabe ist,  aus diesen Fellen den Quilt of Education zu weben. Aber schnell, du hast nur bis 2027 Zeit. Bis dahin werden sie allerdings zu Staub verfallen sein und im Sand verlaufen sein, weil die B’MBler schnell wie der Wind immer neuen KönigInnen unterworfen werden.
Level 2: Wrestle the NOST’s! Kämpfe gegen die schon aus früheren Gamer-Hits bekannten NOST-Zombies. Ja, semestriere dein Raumschiff und lass die negativen Leistungsprüfungen ........

>>> weiter lesen

 

18.10.2016

Schulautonomie
Personelle Schulautonomie NEU? 2017 – World of Lehrkraft. Foto: derStandard.at

Kein Sozialindex, aber mehr Autonomie für Schulen

Bildungsministerin Hammerschmid wird morgen Dienstag die geplante "Schulreform" vorstellen. Ihrer Strategie treu bleibend, nur solche Themen anzugehen, die einfach politisch umsetzbar sind, wird nur die geplante Änderung der Schulautonomie Thema ihrer Vorstellung sein.
Am Dienstag soll es nur eine „Punktation“ der Reform geben, weil, so die offizielle Version, die Komplexität der Schulgesetzgebung fertige Gesetze und Parlamentsbeschlüsse erst 2017 zu erwarten sind.
Geplant und von der ÖVP „genehmigt“ ist eine pädagogische, organisatorische, finanzielle und personelle Autonomie aller Schulen. Die personelle Autonomie soll es aber nur eingeschränkt geben, um eine personelle Versorgung für alle Schulen zu gewährleisten.
Der von der Ministerin großartig angekündigte Sozialindex als Basis für die Ressourcenzuteilung an die Schulen ist wieder vom Tisch – weil es die ÖVP nicht will. Umgefallen, Frau Ministerin? Nein, weil es ja ihre Strategie ist, von nicht einfach politisch Umsetzbarem die Finger zu lassen. Dass eine faire und bedarfsgerechte Ressourcenzuteilung an die Schulen dringend notwendig ist, spielt dabei keine Rolle. Dass die ÖVP ihrer Wesensart entsprechend es nicht gutheißen kann, dass durch den Sozialindex das Gymnasium erwartungsgemäß eher verlieren und die Neue Mittelschule gewinnen wird, ist eben maßgebend für die SPÖ-Ministerin.

 

18.10.2016

Schulautonomie
Personelle Schulautonomie NEU?

HTL-Ingenieurtitel wird Bachelor gleichgestellt

Der Nationalrat beschloss eine Änderung im Ingenieurgesetz, die eine Aufnahme der Standesbezeichnung Ingenieur/in den entsprechenden europäischen Qualifikationsrahmen möglich macht. Dies soll eine bessere internationale Vergleichbarkeit sichern. De facto bedeutet dies ab jetzt eine nunmehrige Gleichstellung mit dem Bachelor. 
Geändert wurden im Ingenieurgesetz wurden einheitliche Standards für die Beurteilung der für den Ingenieurtitel geforderten Praxis und die Einführung eines Zertifizierungsverfahrens nach Maßgabe des Europäischen Qualifikationsrahmens. Wie bisher ist eine Reife- und Diplomprüfung an einer HTL, eine dreijährige Berufspraxis und – das ist neu - ein Gespräch mit zwei Expert/innen aus dem Fach- und dem Universitätsbereich. Dann gibt´s den Bachelor. Eine Prüfung ist nicht erforderlich.
Aus diesem Grund wurde laut APA die Vorlage von den Grünen abgelehnt. Ihre Wissenschaftssprecherin Sigrid Maurer begründet ihre Entscheidung damit, dass eine HTL-Matura, eine dreijährige Berufspraxis und ein Fachgespräch ohne Benotung für ein Qualifikationsniveau eines Bachelor-Studiums nicht ausreichen würde.

 

17.10.2016

KrKr 5/2016 digital
HTL-Ingenieur wird Bachelor

Der neue Kreidekreis digital 5/2016

Aus dem Inhalt:

 

Er, sie, es, ... ist geflüchtet. Sie sind da, was nun? | Zeit, sich die Zeit zu nehmen | Kooperation und Augenmaß in der Bildungspolitik? | Ruhestand: Mitgefühl und Arbeitsbedingungen | Schule – das schaffen wir, ganz ohne Bildungsministerin | Prüfungsgebührenungerechtigkeit | Dämonen des Kapitals – Buchbesprechung | APS-Gewerkschaftstag | Verschwörungstheorie | Inkriminierte Poesie | Recht praktisch Ihr fragt – wir antworten | Kunstseite | Elternteilzeit und Stundenplanwünsche

>>> zum kreidekreis digital 5/2016

 

16.10.2016

KrKr 5/2016 digital
KrKr 5/2016 digital

Aktualisiertes Dienstrechtsskriptum der ÖLI-UG

Beim dieswöchigen GÖD-Bundeskongress wurden einige personelle Änderungen im Präsidium und Vorstand der GÖD beschlossen. Auf Seite 54 des Dienstrechtsskriptum findet ihr die aktualisierten Präsidiums- und Vorstandsmitglieder der GÖD.

>>> Download Dienstrechtsskriptum

 

Das Dienstrechtsskriptum der ÖLI-UG als Download oder gedruckt

Das beliebte Dienstrechtsskriptum der ÖLI-UG gibt es auf der ÖLI-UG Homepage als Download. Kostenlos und immer auf dem aktuellen Stand, dank Gary Fuchsbauer.

 

Für das schnelle Nachschlagen, zum Beispiel im Lehrerzimmer, ist das ÖLI-UG Dienstrechtsskriptum in gedruckter Form ein nützlicher Helfer und kann bei der ÖLI-UG bestellt werden:

  • In einer Ringmappe gebunden: (12 €, ab 5 Stück á 10 €, ab 10 Stück á 8 €)
  • oder als 43 lose Blätter         : ( 9 €,  ab 5 Stück  á  7 €, ab 10 Stück á 5 €)

Preise sind inklusive Porto (frei Haus)

 

15.10.2016

ÖLI-UG Dienstrechtsskriptum
ÖLI-UG Dienstrechtsskriptum

Herbert Weiß ist neuer Chef der GÖD-AHS

Herbert Weiß, unterrichtet Mathematik, Darstellende Geometrie und Geometrisches Zeichnen am Grazer BG/BRG Oeverseegasse. Beim GÖD-Bundeskongress hat er Ekkehard Quin als Vorsitzender der GÖD-AHS abgelöst.
Weiß möchte der inhaltlichen Linie Quins treu bleiben, erzählt er diePresse.com. Er ist, wie es die offizielle FCG-Linie vorgibt, für den Erhalt eines differenzierten Schulwesens und gegen die Gesamtschule. Er wolle sich für die Möglichkeit zur Wahl zwischen Halbtags- und ganztägigen Schulformen einsetzen und lehne „Bildungspolitische Experimente auf Kosten unserer Jugend“ ab, so Weiß zum steiermark.orf.at und meint damit „zum Beispiel, wenn man an die neue Mittelschule denkt, dass die im Ursprung als Schulversuch gedacht war - und bevor das evaluiert ist, führt man sie in das Regelschulwesen über und gibt den Schulen, die gut funktioniert haben - als Hauptschulen zum Beispiel - nicht die Möglichkeit weiterzumachen. Und diese Dinge gibt es leider in sehr vielen Bereichen.“ Und außerdem sei die Bildungsreform sowieso „in vielen Bereichen ein sehr großer Angriff auf die Qualität.“
Der neue Gewerkschaftschef empört sich aber noch weiter, stellt steiermark.orf.at fest: „Und da sind wir wieder bei den Experimenten, sie müssen dann das umsetzen, was sich ‚Experten‘ ausgedacht haben, die von der Praxis nicht viel, sage ich ganz vorsichtig, Ahnung haben.“ Weiß stünde künftig jedoch für „pädagogisch sinnvolle Reformen“ jederzeit zur Verfügung.

 

14.10.2016

Herbert Weiß
Herbert Weiß

Der 4-tägige Bundeskongress der GÖD geht heute zu Ende

Kurzbericht von Gary Fuchsbauer aus der Sicht der UGÖD:

Neben den in den Medien berichteten personellen Änderungen im Vorstand wurden auch über 500 Anträge behandelt und großteils einstimmig angenommen.
Für uns von den Unabhängigen GewerkschafterInnen (UG, UGÖD) war dies der erste Kongress, bei dem wir als nun anerkannte Fraktion teilgenommen haben.
Bei Anträgen, denen wir nicht zustimmen konnten, haben wir uns immer wieder zu Wort gemeldet.
Reinhart Sellner wurde mit über 90% der Stimmen in den GÖD-Vorstand gewählt.
Dass die UGÖD nun tatsaechlich anerkannter Teil der Gewerkschaft ist, zeigte sich auch bei der Abstimmung der zwei eingebrachten Initiativanträge, die beide von uns stammten und einstimmig angenommen wurden.
Initiativanträge der UGÖD:
Solidarität mit den öffentlich Bediensteten der Türkei
In der Türkei wurden oppositionelle Zeitungen und Fernsehsender zugesperrt, obwohl diese stets kritisch über die für den gescheiterten Putsch verantwortlich gemachte Gülen-Bewegung berichtet haben. Regierungskritische JournalistInnen und tausende öffentlich Bedienstete werden willkürlich festgenommen, meist ohne Mitteilung der Verhaftungsgründe.
Der 17. Bundeskongress der GÖD fordert die türkische Regierung auf, die zur Zeit außer Kraft gesetzte Europäische Menschenrechtskonvention zu beachten, Menschenrechte und Meinungsfreiheit zu garantieren und zur demokratischen Rechtsstaatlichkeit zurückzukehren. Alle Verhafteten, denen keine Unterstützung des Putsches nachgewiesen werden kann, sind unverzüglich freizulassen, willkürlich entlassene KollegInnen der öffentlichen Dienste sind wieder einzustellen."
Einstimmig angenommen - mit dem Hinweis, dass die GÖD auch die unerfreuliche Menschenrechtssituation in vielen anderen Ländern bedenkt.

Der 17. Buundeskongress der GÖD fordert die österreichische Bundesregierung auf, dem zwischen der EU und Kanada ausverhandelten Handelsabkommen CETA nicht zuzustimmen.
Begründung:
- Weder im finalen Text des Abkommens noch in der Zusatzerklärung ist das Vorsorgeprinzip als Kernelement der europäischen Regulierungspolitik rechtlich abgesichert.
- CETA schafft prozedurale und materielle Sonderrechte für ausländische Inverstoren ohne ihnen konkrete Verpflichtungen aufzuerlegen. Investoren bekommen das Recht, Staaten vor einem sogenannten Investitonsschutz-gerichtshof auf Schadenersatz zu verklagen, wenn die Durchsetzung oder Änderung gesetzlicher Bestimmungen im Interesse des Gemeinwohls die erwarteten Gewinne aus ihren Investitionen mindert. Der Klagsweg vor dem Investitionsschutzgerichtshof steht nur ausländischen Investoren offen, verklagt werden können Konzerne vor diesem Gericht nicht. Nach Ansicht des deutschen Richterbundes gibt es weder eine Rechtsgrundlage noch eine Notwendigkeit für einen solchen Gerichtshof.
- Die Daseinsvorsorge ist nicht generell von der Liberalisierung ausgenommen. Die Liberalisierungsverpflichtungen des CETA sind nach einem Negativlisten-ansatz gestaltet, der Liberalisierung als Regelfall festlegt. Es ist zu erwarten, dass die politischen Handlungsspielräume für die Erbringung, Regulierung und Finanzierung öffentlicher Dienstleistungen durch den Vertrag stark eingeschränkt werden, daran ändert auch die – rechtlich unverbindliche – Zusatzerklärung nichts.

Angenommen und dem ÖGB als für die Verhandlungen zuständig zugewiesen.

 

13.10.2016


Bildungsbudget: Hammerschmid freut sich. Wahrscheinlich zu früh!

Vorweg: Das war keine Budgetrede, sondern eine knapp einstündige Kampfansage Schellings an den Koalitionspartner SPÖ. Eine Abrechnung mit den Ressorts Arbeit, Bildung, Pensionen in der alt bekannten Schelling-Manier. Neoliberales Scheuklappenbudgetgeplauder, substanzlos, undifferenziert und alles andere als reformaffin.  
Das mag der Grund dafür sein, dass die Kommentare zur gestrigen Budgetrede Schellings widersprüchlicher nicht sein könnten.
Ein Beispiel:

Bildungsministerin Sonja Hammerschmid postete gestern erfreut im FB: „In konstruktiven Gesprächen mit Finanzminister Schelling konnten wir die Budgetlücke im Bildungsbereich für 2016 zur Gänze schließen. Bildung muss es uns wert sein!“ Auf grünen Hintergrund plakatiert sie, weshalb sie sich so freut: “Investitionen in die Bildung sind Investitionen in die Zukunft: 500 Mio. Euro zusätzlich für 2016 und 300 Mio. Euro für 2017“ (siehe Foto zu diesem Artikel).
Zwei Gründe, weshalb sich die Bildungsministerin wahrscheinlich zu früh freut
1. Wie bereits des Öfteren berichtet (Bildungsbudget II: Jährlich im Herbst dasselbe Theater mit Schelling – 12.10.16), ist es jedes Jahr das selbe unwürdige Spiel: FM Schelling weigert sich, wie jedes Jahr zunächst das Finanzloch ordnungsgemäß zu füllen. Erst nach langem hin und her spielt er dann den gnädigen Herrscher über die österreichischen Bundesfinanzen und „gewährt“ zumindest eine teilweise Abdeckung des Defizites. Und das wird sich auch 2017 fortsetzen. Denn FM Schelling denkt laut einem Interview in den Vorarlberger Nachrichten nicht daran, das strukturelle Defizit aufgrund der jährlichen Unterdotierung des Bildungsbudgets, nachhaltig zu stopfen. Denn die erforderlichen zusätzlichen Budgetmittel werden laut Schelling auch heuer "bei Weitem nicht die gesamte Lücke füllen" und im neuen Finanzrahmen (April 2017) werde "mittelfristig abgestuft, was das Ressort erhält".
2. Schellings Angriffe in seiner Budgetrede auf das Bildungsressort ließen laut diepresse.com die Bildungsministerin Hammerschmid recht irritiert dreinblicken. Kurz zusammengefasst: Finanzminister Schelling kündigt "Reduktion des Team-Teaching" und höhere Klassenschülerzahlen an. „Wir brauchen ja mehr Geld für die Ressorts von Sobotka und Doskozil, naheliegend, das von der Bildung zu holen“, meint dazu Harald Walser.

 

13.10.2016

Foto: FB-Post von BM Hammerschmid
Foto: FB-Post von BM Hammerschmid

GÖD – Bundeskongress: Dem Neugebauer zur Ehr ...

Beim 17. Bundeskongress 2016 der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst (GÖD) dreht sich alles um den scheidenden Vorsitzenden Fritz Neugebauer. Und Wilfried Mayr, Vorsitzender der ÖLI-UG, hofft, dass Neugebauers Nachfolger "Schnedl im 21. Jahrhundert ankommt und sich von seinem Aufpasser emanzipieren kann".

 

Neugebauers Fraktion, die Fraktion christlicher Gewerkschafter (FCG), ließ „ihren Fritz“ ordentlich hochleben: "Weils’d a Herz host, wie ein Bergwerk", sangen die Delegierten der FCG ihm zur Ehr.

In der fraktionellen Sitzung der Mehrheitsfraktion, drehte sich alles nur um ihn: Fritz Neugebauer, noch amtierender Vorsitzender der GÖD und Prototyp eines österreichischen Beamtengewerkschafters, schreibt Werner Reisinger in der Wiener Zeitung.

Er, Neugebauer, trete als Vorsitzender der GÖD zurück und in "vertraulichen Gesprächen" habe man sich geeinigt, Schnedl als seinen Nachfolger vorzuschlagen, erklärte Neugebauer.

Diese allzu gewohnte Vertraulichkeit kritisierten am Montagvormittag Vertreter der Unabhängigen GewerkschafterInnen im öffentlichen Dienst (UGÖD) in einer Pressekonferenz. Sie fordern eine "andere Kultur der Meinungsbildung" und ein "Ende des Paternalismus" in der GÖD, man müsse weg vom Selbstverständnis einer "Beamtengewerkschaft" hin zu einer "wirklichen gewerkschaftlichen Interessensvertretung".

Immerhin seien inzwischen weniger als die Hälfte der im öffentlichen Bereich Beschäftigten Beamte. Ein Umbau zu einer parteiunabhängigen und zukunftsfähigen Gewerkschaft sei notwendig, die GÖD sei "kein Selbstbedienungsladen" von Rot und Schwarz, betonte der UGÖD-Vorsitzende Reinhart Sellner.

Die UGÖD-Vertreter wiesen auch auf die Zunahme von prekärer Beschäftigung hin, vor allem bei Jungen und Frauen. Auch seien über die Hälfte der öffentlich Bediensteten Frauen, in der Gewerkschaft seien diese jedoch unterrepräsentiert.

„Einer der LETZTEN ehrlichen in der Politik der Zusammenhänge erkennen kann und dementsprechend agierte. Seinen Wählern verpflichtet, hat er sie nie enttäuscht. So einen Menschen wie Neugebauer als Bundespräsidenten für Österreich wäre das BESTE was man sich nur wünschen könnte.“ Dieser Kommentar (wahrscheinlich ein Fraktionskollege Neugebauers) zu Reisingers Artikel in der Wiener Zeitung offenbart, wie absolut sein Führungsanspruch verankert war (ist?). Egal, ob der Schreiber opportunistisch oder ehrlich verehrend motiviert agierte.

Wilfried Mayr, Vorsitzender der ÖLI-UG, kommentierte diesen Kommentar: „Moment, Moment! Wenn Neugebauer als Bundespräsident auch so lange am Sessel klebte wie als GÖD-Häuptling, dann lebten wir nicht mehr in einer Demokratie, sondern einer Monarchie. Erst das Höchstgericht ermöglichte es der UGÖD, ihren legitimen Platz im GÖD-Vorstand einnehmen zu können. Und plötzlich gibt es kein Zimmer für den UGÖD-Vorstands-Vertreter in den weiten Fluren der GÖD-Immobilien!!! Von Fairness ganz zu schweigen. Ich hoffe, Schnedl kommt im 21. Jahrhundert an und kann sich von seinem Aufpasser emanzipieren.“

Der Wunsch Mayrs auf eine Emanzipation Schnedls „von seinem Aufpasser“, wird sobald nicht erfüllbar sein, denn Neugebauer wird dem Vernehmen nach nicht nur im Vorstand und im Präsidium des GÖD verbleiben, sondern auch zu dessen Ehrenvorsitzenden gewählt werden. Nach Jahren an der Spitze der Beamtengewerkschaft bleibt Neugebauer also, trotz Nachfolger, eine fixe Bezugsgröße.

 

13.10.2016

Neugebauer: GÖD-Bundeskongress
Neugebauer: GÖD-Bundeskongress Foto: GÖD Pressedienst

Vorarlbergs "Kinder lieben Lesen"

Gratisbücher zur frühen Sprach- und Leseförderung in Vorarlberg
In einer Pressekonferenz zog Vorarlbergs Landeshauptmann Wallner eine Zwischenbilanz über die vor fünf Jahren in Vorarlberg ins Leben gerufenen Initiative „Kinder lieben Lesen“. Die Aktion unterstützt die frühe Förderung von Sprach- und Lesekompetenz, die bereits beim Säugling beginnen sollte. Drei Buchpakete, die Eltern Neugeborener gratis anfordern können, sollen bei Kindern schon im Säuglingsalter die Freude an Büchern wecken. Und langfristig die Lesekompetenz der Kinder verbessern und damit auch die Pisa-Ergebnisse, berichtet Jutta Berger im derStandard.at von der Pressekonferenz. Und die bisherigen Zahlen können sich sehen lassen, haben doch zwei Drittel der Eltern von Neugeborenen das Angebot angenommen. Insgesamt wurden in den fünf Jahren 11.000 Buchpakete im Wert von 750.000 Euro an die Eltern und Kinder übergeben. "So hohe Werte erzielt man bei keiner anderen Initiative", meint Wallner.
Das Projekt:
Insgesamt erhalten die Kinder drei Buchpakete. Das erste Paket erhalten die Eltern, wenn ihr Kind sechs Monate alt ist. Die Anmeldung für die Aktion erfolgt entweder im Krankenhaus, beim Kinderarzt oder in den entsprechenden Beratungsstellen. Ein Jahr später kann das zweite Bücherpaket in einer Bücherei abgeholt werden. Buchpaket drei erhalten die Drei- bis Vierjährigen in ihren Kinderbetreuungseinrichtungen.

 

12.10.2016

Initiative "Kinder lieben Lesen"
Initiative "Kinder lieben Lesen"

Bildungsbudget II: Jährlich im Herbst dasselbe Theater mit Schelling

Wie am 3.10.16 berichtet, fährt FM Schelling, so wie seine von der ÖVP gestellten Vorgänger/innen, jedes Jahr im Herbst dieselbe windige Strategie: Seit Jahren kann das Bildungsbudget die fixen Ausgaben nicht abdecken, weshalb auch jährlich ein immer höheres strukturelles Budgetdefizit entsteht. Im Vorjahr wurde der Fehlbetrag von 360 Mio. Euro durch eine nachträgliche (einmalige) Zusatzzahlung von rund 300 Mio. Euro teilweise abgedeckt. Heuer beträgt das strukturelle Defizit 525 Mio. Euro. 2017 wird mit etwa demselben Betrag wie 2016 gerechnet. 
Laut Apa erhält Ministerin Hammerschmid zur Abdeckung des heurigen strukturellen Defizites vorerst 300 Mio. Euro. Dazu kommen die bereits zugesagten 100 Mio. Euro aus dem Integrationstopf. Der noch offene Betrag von über 100 Mio. soll im Rahmen der Finanzausgleichsverhandlungen beschafft werden. Ein erstes Murren der Landeshauptmänner war fast gleichzeitig mit dieser Ankündigung zu vernehmen, weil es die, bis heute nicht nachprüfbare Verwendung der Bundesmittel für die von den Ländern verwalteten Landeslehrer/innen. Nebenbei erwähnt, entspricht das genau der Forderung von Hammerschmids Vorgängerin Heinisch-Hosek, die dafür von den schwarzen Landesfürsten massiv und unfair kritisiert wurde.
Ein unwürdiges Spiel
FM Schelling weigert sich, wie jedes Jahr zunächst das Finanzloch ordnungsgemäß zu füllen. Erst nach langem hin und her spielt er dann den gnädigen Herrscher über die österreichischen Bundesfinanzen und „gewährt“ zumindest eine teilweise Abdeckung des Defizites. Und das wird sich auch 2017 fortsetzen. Denn FM Schelling denkt laut einem Interview in den Vorarlberger Nachrichten nicht daran, das strukturelle Defizit aufgrund der jährlichen Unterdotierung des Bildungsbudgets, nachhaltig zu stopfen. Denn die erforderlichen zusätzlichen Budgetmittel werden laut Schelling auch heuer "bei Weitem nicht die gesamte Lücke füllen" und im neuen Finanzrahmen (April 2017) werde "mittelfristig abgestuft, was das Ressort erhält".
Schieders wohlwollender Blick aufs Bildungsbudget
SPÖ-Klubobmann Andreas Schieder teilte bei einer Pressekonferenz mit, dass er wohlwollend der Budgetrede von FM Schelling (ÖVP) entgegenblicke, weil die Lücke im Bildungsbudget "zum Großteil geschlossen wird" und damit dieses Problem in den kommenden Jahren vollständig gelöst werden könne. Für diese Einschätzung Schieders gibt es keine realen Anzeichen oder Hinweise. Darüber kann auch ein noch so wohlwollende Betrachtung nichts ändern. Der SPÖ-Klubchef hat in der Sache wohl ausschließlich einem großkoalitionären Wunschdenken das Wort geredet.

 

12.10.2016

FM Schelling
FM Schelling

Internationaler Mädchentag - Märchen von der Chancengleichheit

Vor allem Mädchen, die in einkommensschwachen und bildungsfernen Haushalten leben, haben nur sehr geringe Chancen sich durch Bildung einen sozialen Aufstieg zu ermöglichen. Die Wahrscheinlichkeit, als Kind aus einer Hartz 4 – Familie selbst einmal Bezieher von Hartz 4 zu werden, ist extrem hoch.
Nach einer Studie der Bertelsmann-Stiftung leben in Deutschland immer mehr Kinder in Hartz 4 – Haushalten. In kaum einem Industrieland ist der Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Bildungschancen so groß wie in Deutschland (und Österreich).
Nicht nur in Deutschland:
Nicht anders verhält es sich in Österreich mit der Chancengleichheit. Vor allem im Bildungsbereich, wie dies regelmäßig Studien, z.B. der OECD, belegen.

Auf den Punkt bringt es wieder einmal die "heute show" (ZDF).
Sehenswert:

 

11.10.2016

heute show: Das Märchen von der Chancengleichheit
heute show: Das Märchen von der Chancengleichheit

 

11.10.2016

Broschüre "Schule im Aufbruch"
Download Broschüre "Schule im Aufbruch"

UGÖD: "Es geht um den Umbau der GÖD"

“Mutig in die neuen Zeiten …” - JOIN THE UNION –CHANGE THE UNION!

Presseaussendung der Unabhängigen GewerkschafterInnen im öffentlichen Dienst und in Ausgegliederten Betrieben (UGÖD) zum 17. GÖD-Bundeskongress 2016
Gleich zu Beginn legt Reinhart Sellner, Vertreter der UGÖD im GÖD-Vorstand, die Prioritäten der UGÖD für den 17. GÖD-Bundeskongress 2016 offen: „Es geht nicht um die Zukunft Fritz Neugebauers, ob er geht, ob er bleibt, ob Norbert Schnedl nachrückt oder doch noch nicht. Es geht um den Umbau der GÖD zu einer an Dienststellen und in Betrieben lebendigen, parteiunabhängigen und zukunftsfähigen Gewerkschaft.“ Denn dafür seien die UGÖD als Personalvertreter/innen und Betriebsrät/innen an Dienststellen, in Betrieben und in der Gewerkschaft öffentlicher Dienst aktiv.
Reinhart Sellner konkretisiert seine und die Vorstellungen der unabhängigen Gewerkschafter/innen von einer modernen und erfolgreichen Gewerkschaft der UGÖD:
• Wir sind keine „Beamtengewerkschaft“, wir sind die gewerkschaftliche Interessensvertretung von BeamtInnen, Vertragsbediensteten, von ASVG-KollegInnen der ausgegliederten Betriebe und immer mehr von befristet, Teilzeit- und prekär Beschäftigten – ArbeitnehmerInnen, die vom Verkauf ihrer Arbeitskraft leben, wie die
KollegInnen in allen Teilgewerkschaften des ÖGB.
• Wir sind unseren KollegInnen verpflichtet, die für soziale Sicherheit und Gesundheit, für Bildung, Kulturver-mittlung und Forschung, für den demokratischen Rechtsstaat, für eine am Gemeinwohl orientierte Verwaltung und für die Vertretung Österreichs im Ausland tätig sind - parteiunabhängig und keinen Parteifreunden in Bundes- oder
Landesregierungen im Wort.
• Wir sind in der GÖD aktiv für die ausreichende Finanzierung der öffentlichen Dienste, für Arbeitsplätze statt Teilzeitjobs und prekärer Anstellungen, die vor allem Frauen belasten, für das Ende des Aufnahmestopps und gegen Sparpakete. Wir sind mit allen ÖGBGewerkschaften aktiv für Vermögens-, Erbschafts- und Finanztransaktions-steuern, für Wertschöpfungsabgaben. Wir fordern Zukunftsinvestitionen statt der unsozialen
restriktiven Budgetpolitik.
• Wir sind für demokratische, sozial wirksame Reformen im öffentlichen Dienst, für ein neues Dienstrecht, das die ArbeitnehmerInnen-Interessen der öffentlich Bediensteten, auch der LehrerInnen, ebenso berücksichtigt wie veränderte und neue öffentliche Aufgaben.
• Wir sind keine „Betonierer“, sondern VertreterInnen von Bediensteten des Bundes und von acht Bundesländern (Landesbedienstete in Wien sind Gemeindebedienstete), unabhängig von der Landeshauptleutekonferenz, gegen das parteipolitisch motivierte Verhindern von Verwaltungs- und Bildungsreformen.
• Wir sind für eine GÖD, in der Information und Mitbestimmung der KollegInnen die Basis für Verhandlungen mit dem Dienstgeber auf Bundes- wie auf Landesebene sind, wir wollen Urabstimmungen über Gehalts- und grundlegende Dienstrechtsabschlüsse und Kollektivverträge im ausgegliederten Bereich.
Wir haben demokratische Minderheitenrechte eingefordert und in einem bis zum OGH geführten Rechtsstreit auf allen Ebenen der GÖD 2015 die Aufnahme in den Vorstand und die Anerkennung als parteiunabhängige Fraktion erreicht. Wir wollen mehr für unsere KollegInnen und mit unseren KollegInnen erreichen: Glück auf!
JOIN THE UNION – CHANGE THE UNION!

 

10.10.2016

17. GÖD-Bundeskongress 2016
17. GÖD-Bundeskongress

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09.10.2016

ÖLI-UG APP

Informationsveranstaltung "Schule im Aufbruch"

Auf Einladung des Landeselternverbandes Vorarlberg berichtet Dr. Martin Ruckensteiner über Projekte in den verschiedenen Bundesländern und gibt einen Ausblick auf 2017.

 

Dienstag 11. Oktober 2016 um 19.00 Uhr in der MS Alberschwende,   Hof 702, 6861 Alberschwende

Gegründet wurde „Schule im Aufbruch“ 2014 in Deutschland von Prof. Dr. Gerald Hüther, Margret Rasfeld und Prof. Dr. Stephan Breidenbach.
Im März 2016 haben Direktorin Karin Dorner und Direktor Christian Grabher den ersten „Schule im Aufbruch-Tag“ in Hard organisiert. Jetzt wollen wir gemeinsam überlegen, wie es in Vorarlberg weitergehen soll.
Im Anschluss an die Veranstaltung ist auch noch eine Schulführung möglich.
In Zusammenarbeit mit: LEVV, ARGE, PRIM, UBG, Bodensee-Akademie und Freie Schule Lindau.

 

09.10.2016

Broschüre "Schule im Aufbruch"
Download Broschüre "Schule im Aufbruch"

Schule: Offen oder frontal?

Was ist die bessere Unterrichtsmethode: Offenes Lernen oder Frontalunterricht?
Aus der Lernvollzugsanstalt: „Geben Sie uns bitte endlich die Antwort!“ diePresse.com:

David Schwarzbauer versucht eine Antwort. Und sie lautet erwartungsgemäß: Für Schüler/innen sei eben offener Unterricht und entdeckendes Lernen nicht immer so „gschmeidig“, wie sich die Pädagogen das oft so wünschen würden, stellt Schwarzbauer fest.
Betont aber, dass offener Unterricht und entdeckendes Lernen grundsätzlich nicht schlecht sind. Das soll auch nicht heißen, dass Frontalunterricht grundsätzlich gut ist. Das soll bloß heißen – und hier werden Sie wahrscheinlich nicht überrascht sein – dass es letztlich darauf ankommt, wie der Lehrer diese Methoden dosiert und letztlich wie er sie im Unterricht zum Leben erweckt. Sowohl offenes Lernen als auch Frontalunterricht dürfen nicht zu ideologischen Dogmen verkommen.

 

08.10.2016

Schule: Offen oder frontal?
Schule: Offen oder frontal?

Das Dienstrechtsskriptum der ÖLI-UG als Download oder gedruckt

Das beliebte Dienstrechtsskriptum der ÖLI-UG gibt es auf der ÖLI-UG Homepage als Download. Kostenlos und immer auf dem aktuellen Stand, dank Gary Fuchsbauer.

 

Für das schnelle Nachschlagen, zum Beispiel im Lehrerzimmer, ist das ÖLI-UG Dienstrechtsskriptum in gedruckter Form ein nützlicher Helfer und kann bei der ÖLI-UG bestellt werden:

  • In einer Ringmappe gebunden: (12 €, ab 5 Stück á 10 €, ab 10 Stück á 8 €)
  • oder als 43 lose Blätter         : ( 9 €,  ab 5 Stück  á  7 €, ab 10 Stück á 5 €)

Preise sind inklusive Porto (frei Haus)

 

07.10.2016

ÖLI-UG Dienstrechtsskriptum
ÖLI-UG Dienstrechtsskriptum

Innovative Bildungsinitiativen und|oder -konzepte gesucht

Information des educational lab:

Am Lakeside Park Campus in Klagenfurt entsteht ab Herbst 2016 auf rd. 3.000 m² mit dem »educational lab« ein vorbildhaftes internationales Modell für neue Formen der Bildung, Aus- und Weiterbildung, welches ein Entwicklungs- und Testumfeld als »Living Lab« bietet. Neue Bildungs- und Ausbildungskonzepte werden erforscht, entwickelt und getestet und die Lernkonzepte an realen Situationen erprobt und evaluiert, um damit Innovationen im Aus- und Weiterbildungssystem anzuregen.

Ausschreibung "Innovative Bildungsinitiativen und|oder -konzepte gesucht"

Gesucht sind Ideen und Initiativen für

  • innovative (Weiter-)Bildungskonzepte/-projekte und/oder
  • attraktive Projekte des Wissenstransfers die am Standort und als Teilbereich (Modul) des »educational lab« agieren möchten, vorzugsweise in den Bereichen
  • MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik)
  • Forschung und Entwicklung
  • Entrepreneurship
  • Internationalität (Kultur, Sprachen)

Das können Ideen oder Konzepte für einzelne oder einmalige Veranstaltungen genauso sein wie zeitlich begrenzte Bildungsangebote (über Tage, Wochen oder Monate) oder ein dauerhaftes neues Bildungsformat. Das können bereits fertige Vorhaben sein, die hier umgesetzt und erprobt werden sollen, oder vage Ideen, die vor Ort entwickelt und getestet werden.

Wichtig ist, dass Sie nicht gewinnorientiert agieren und selbst für die Umsetzung sorgen.

Wir bieten

  • die mietfreie Nutzung von Räumen bzw. Bereichen (geeignet für Büro, Labor, Werkstätte, Seminarraum etc.) von 80 m², 210 m² und 230 m². Die Ausgestaltung der Räume ist offen und von zukünftigen Nutzerinnen und Nutzern zu realisieren. Die Betriebskosten sind zu decken.
  • € 5.000,00 Umsetzungsbeitrag für das beste Projekt
  • die Teilnahme und Teilhabe an den Forschungsaktivitäten im »educational lab«

Weitere Informationen

 

07.10.2016

educational lab
educational lab

Offener Unterricht ist gut, wenn …

Die Grazer Bildungswissenschaftlerin Agnieszka Czejkowska und Leiterin des Instituts für Pädagogische Professionalisierung an der Uni Graz, konnte in ihrem Projekt „Kindorientiertes Lehren und Lernen“ zeigen, dass die Kinder durch guten Offenen Unterricht nicht nur lernen selbstständig neues Wissen zu erwerben, sondern sogar auch jene Leistungsunterschiede aufgrund der sozialen Herkunft der Kinder verringert werden können.

Wenn die Voraussetzungen stimmen.

Offener Unterricht liegt in Österreich im Trend. Soll er allerdings gut gemacht werden, brauchte es mehr Ressourcen und mehr Vorbereitung der Lehrer - und beides fehlt, schreibt science.orf.at und zitiert Czejkowska: „Vieles wird offener Unterricht genannt, was gar keiner ist.“
Die Bildungswissenschaftlerin hat an zwei steirischen Volksschulen untersucht, welche Faktoren für guten Offenen Unterricht ausschlaggebend sind und welche Mängel ihn sogar zum Problem machen können:

  • Die Kinder müssen rechtzeitig angeleitet werden, wie Offenes Lernen funktioniert.
  • Objektive und kindgerechte Leistungsrückmeldung und Lernunterlagen, die auch tatsächlich Kompetenzen abfragen sind die Basis für den Erfolg im Offenen Lernen.
  • Dafür müssen die Lehrer/innen künftig im Rahmen der Aus-, Fort- und Weiterbildung unterstützt und ihnen entsprechende Rahmenbedingungen zur Verfügung gestellt werden.

Laut Czejkowska müssten eigentlich für diese Art des Unterrichts mindestens zwei Lehrer/innen in jeder Klasse stehen – als Idealfall, versteht sich: „Wird Offener Unterricht nicht gut vorbereitet, indem alle Kinder wissen, wie sie ihr Lernen organisieren müssen, werden soziale Unterschiede sogar noch verstärkt“, weil Kinder aus bildungsnahen Familien meist bereits wissen, wie man selbstständig lernt. Deshalb seien Lehrer/innen, die Offenen Unterricht machen, keine reinen „Lernbegleiter“, sondern top vorbereitete Pädagogen, die das Offene Lernen lenken und gestalten. Eine gute Umsetzung des Konzepts bedeute für den Lehrer nämlich mehr und nicht weniger Aufwand als klassischer Frontalunterricht, stellt die Bildungswissenschaftlerin klar.
Provokant gesagt: Schlechter Frontalunterricht ist mir immer noch lieber als schlechter Offener Unterricht“, sagt die Wissenschaftlerin deshalb. Denn bei Frontalunterricht hätten wenigstens alle Kinder den gleichen Zugang zu neuem Wissen. Überhaupt verwehrt Czejkowska sich dagegen, Frontalunterricht als autoritär oder Motivationsbremse zu verurteilen. „Guter Frontalunterricht ist eine super Unterrichtsform. Es geht nur darum zu hinterfragen, wann welches Format und welche Materialien am sinnvollsten eingesetzt werden können. Auf eine gute Mischung kommt es an.“

 

06.10.2016

Offener Unterricht muss bestimmte Bedingungen erfüllen ...
Offener Unterricht muss bestimmte Bedingungen erfüllen ...

Beamtengehälter: „Bundesbesoldungsreform 2015“ ein Murks.

Auch die am 12. februar 2015 in Kraft getretene „Bundesbesoldungsreform 2015“, die das vom EUGH als altersdiskriminierend verurteilte bisherige Beamtengehaltssystem reparieren hätte sollen, wurde jetzt vom Verwaltungsgerichtshof gekippt. „Zum zweiten Mal kippt ein Höchstgericht eine vermeintliche Lösung“, schreibt kurier.at und titelt: „Beamtengehälter: Erneut droht Nachzahlung von drei Milliarden Euro“.
Das Problem ist die Berechnung des sogenannten Vorrückungsstichtages. Als altersdiskriminierend verurteilt hat der EUGH die Nichtanrechnung der Ausbildungszeit zwischen dem 15. und 18. Lebensjahr. Der darauf erfolgte, eher als peinlich zu bezeichnende, Reparaturversuch wurde erwartungsgemäß umgehend vom EUGH beanstandet. Es wurden zwar die Vordienstzeiten ab dem 15. Lebensjahr berücksichtig, aber durch die Verlängerung des ersten Vorrückungszeitraumes um drei Jahre de facto unwirksam gemacht.
Die darauffolgende große „Besoldungsreform 2015“ sollte vollkommen diskriminierungsfreie und Unionskonform sein – hat man uns versprochen. Wie zu erwarten wurde auch diese Reform jetzt vom VwGH gekippt, weil der Gesetzgeber vorsah, dass durch die Reform alle früheren Fassungen des Gehaltsgesetzes betreffend Vorrückungsstichtag und besoldungsrechtlicher Stellung auf laufende und künftige Verfahren bezüglich Vorrückungsstichtag nicht mehr anzuwenden sind. Die in der „Bundesbesoldungsreform 2015“ vorgesehene Unzulässigkeit der Überprüfbarkeit des Vorrückungsstichtages nach Altrecht und damit der Richtigkeit des Überleitungsbetrages verstößt nach Auffassung des VwGH gegen Artikel 6 der Europäischen Menschenrechtskonvention (Recht auf ein faires Verfahren) sowie Artikel 47 der Charta der Grundrechte der Europäischen Union (Recht auf einen wirksamen Rechtsbehelf), berichtet die Rechtsabteilung der GÖD.
Dienstgeber wird weiter pfuschen …
Von der Dienstgeberseite wird bereits eine weitere Gesetzesinitiative geplant, um diese „Gesetzeslücke mit einer neuen Lösung schon bald wieder schließen zu können“, teilte ein Sprecher aus dem Büro von Staatssekretärin Muna Duzdar dem Kurier mit.
Leider wird die Befürchtung bestätigt, dass auch nach dem zweiten Murxgesetz unser Dienstgeber weiter pfuschen wird, anstatt endlich eine Unionskonforme Lösung zu suchen. Wie lange noch?

 

06.10.2016

Beamtengehäler: „Bundesbesoldungsreform 2015“  ein Murks.
Beamtengehäler: „Bundesbesoldungsreform 2015“ ein Murks.

Lehrergehälter in Österreich EU-weit am dritthöchsten. - Wie bitte?

Gestern teilte uns der ORF in orf.at mit, dass nach einer aktuellen Untersuchung der EU-Kommission Österreich die dritthöchsten maximalen Lehrergehälter an Oberstufen-AHS in der Europäischen Union hinter Luxemburg und Deutschland bezahlt. Da war wohl dem diensthabenden Redakteur der Titel entweder zu lang oder einfach zu wenig marktschreierisch – wohl eher wahrscheinlich -  und hat artig den Anfang des Satzes, „Die maximalen“, weggeschnitten. Zwar kein Beispiel für guten Journalismus aber praktisch. Demnach liegt, interpretiert der ORF die Studie, die maximale jährliche Bezahlung eines Lehrers in Luxemburg bei 141.840 Euro, in Deutschland bei 73.709 Euro und in Österreich bei 70.583 Euro. Schlusslicht ist die Slowakei mit 9.966 Euro.

... würde ich als manipulativ bezeichnen

„Dass uns am gestrigen WeltlehrerInnentag orf.at ausrichtet, dass wir zu viel verdienen, hat wohl mit dem nächstwöchigen Gewerkschaftskongress und den bevorstehenden Gehaltsverhandlungen zu tun.
Wenn allerdings der ORF lediglich die Höchstgehälter vergleicht, die in Österreich nach aktuellem Gehaltsgesetz bei LehrerInnen nach 34 Berufsjahren erreicht werden, ohne etwas über Anfangsgehalt und Verlauf der Gehaltskurve zu sagen, würde ich als manipulativ bezeichnen“, stellt Gary Fuchsbauer (ÖLI-UG) klar.
Und wenn schon mit Maximalgehältern argumentiert wird, sollte der Vollständigkeit halber auch erwähnt werden, dass aufgrund des neuen Dienstrechtes und der flacheren Gehaltskurve das End- und damit Höchstgehalt deutlich geringer ist. Nebenbei bei einer höheren Lehrverpflichtung. Aber wie Gary Fuchsbauer feststellt, Die Gehaltsverhandlungen stehen vor der Tür …

 

06.10.2016

Grafik: Gernot Pedrazzoli
Grafik: Gernot Pedrazzoli

Benefizveranstaltung „Meine Nöstlinger“

Zum 80. Geburtstag Christine Nöstlingers findet am Sonntag, den 16. Oktober 2016 die Benefizveranstaltung „Meine Nöstlinger“ statt: Unter dem Motto „KünstlerInnen ermöglichen Kultur für Kinder“ werden zahlreiche SchauspielerInnen von verschiedensten Wiener Bühnen und KünstlerInnen des Hauses aus ihren Lieblingsbüchern der Autorin lesen.
Es lesen: Sandra Bohle, Zita Gaier, Lino Gaier, Alexander Jagsch, Heinz Marecek, David Oberkogler, Krista Stadler, Ursula Strauss, Eva Testor, Mirjam Unger, Gerald Votava, Anita Zieher u.a.
11:00 Benefiz-Matinee mit SchauspielerInnen, Drehbuchautorinnen und Regisseurin von „Maikäfer, flieg!“ und musikalischer Begleitung: Ernst Molden und Walther Soyka feat. Ursula Strauss, Gerald Votava und Krista Stadler
14:00-17:00 Lese- und Erzählnachmittag mit bekannten Persönlichkeiten und KünstlerInnen des DSCHUNGEL WIEN im ganzen Theaterhaus. Es lesen Markus Hering, Dorothee Hartinger, Sabine Haupt, Peter Patzak, Claudia Sabitzer u.v.a.
17:30 „Maikäfer, flieg!“ im TOP KINO
Der Erlös geht an Kinder, Jugendliche und Familien, die es sich nicht leisten können, den DSCHUNGEL WIEN zu besuchen.

 

05.10.2016

Christine Nöstlinger
Benefizveranstaltung „Meine Nöstlinger“

Folgt Schnedl auf Neugebauer als GÖD-Vorsitzender?

Bernhard Gaul titelt im Kurier Nach 19 Jahren: Neugebauer tritt als Boss der Beamtengewerkschaft ab“ und „weiß“ bereits eine Woche vor dem Kongress, dass Neugebauer Platz für FCG-Chef Schnedl macht. Obwohl der Kurier erst kürzlich aus Gewerkschaftskreisen erfuhr, dass sich Neugebauer nicht mehr der Wahl stellen wird, ist für Gaul klar: Schnedl folgt nach!

Der ORF formuliert in der Sache ein wenig vorsichtiger:  Neugebauer „dürfte“ beim Bundeskongress kommende Woche seinen Posten abtreten. Als Nachfolger wird sein Stellvertreter Norbert Schnedl „gehandelt“.

„Da aber in der GÖD alle von einem „großen Generationswechsel“ reden, könnten die Kaffeesudleser im Kurier und im ORF vielleicht doch mit ihrem 56-jaehrigen Tipp falsch liegen“, meint dazu Gary Fuchsbauer von der ÖLI-UG.

 

05.10.2016

Dr. Norbert Schnedl Bundesvorsitzender der Fraktion Christlicher Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter im ÖGB
Dr. Norbert Schnedl Bundesvorsitzender der Fraktion Christlicher Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter im ÖGB

Andreas Ferners neues Soloprogramm: „Bildungsferner“

Nach seinem großen Kabarett-Erfolg "Schule, OIDA!" kommt Andreas Ferner mit "BildungsFERNER" wieder auf die Kabarettbühne.
Darin geht er auf humorvolle Weise den folgenden Fragen nach: Ist die Ganztagsschule die Rettung des Bildungssystems oder ist das Bildungsministerium noch zu retten? Steht auf seiner Hompage zum Inhalt des Kabarettprogramms. Und noch viel mehr Schulisches und Bildungspolitisches vom Feinsten wartet auf den Besucher. Mehr dazu auf seiner Homepage

Lesenswert sind auch die Artikel und Interviews über und mit Andreas Ferner von Mathias Ziegler in der Wiener Zeitung
. . . Lehrer sein dagegen sehr
Auszug: Andreas Ferner erklärt in seinem neuen Solo "BildungsFERNER", warum Pädagogen keinen Sex in der Schule haben, das Bildungsministerium wie eine Sekte ist und Schulfotografen immer furchtbare Bilder machen.
Positiv fällt dabei auf, dass er sich nicht nur auf Witze aus dem Schulalltag beschränkt, sondern dass er dazwischen auch sehr ernste Töne anschlägt und die gesellschafts- und schulpolitischen Argumente, die er dabei vorbringt, Hand und Fuß haben.
"Das Bildungssystem wird zu oft schlechtgeredet"
Auszug: HAK-Lehrer und Kabarettist Andreas Ferner über Reformen und statistische Maßzahlen, über die zu wenig gesprochen wird.
Statt das Schulsystem neu zu erfinden, sollte man lieber das bestehende Positive mehr fördern, meint Pädagoge Andreas Ferner.
"Wiener Zeitung": Was läuft im österreichischen Schulsystem falsch?
Andreas Ferner: Teilweise weniger, als die Leute glauben. Für meinen Geschmack reden zu viele Menschen von außen mit – sogenannte Bildungsexperten –, die eigentlich kaum Ahnung davon haben, was sich in den Klassenräumen wirklich tagtäglich abspielt. Meiner Meinung nach werden die Lehrer als die wahren Bildungsexperten zu wenig gefragt. Ich glaube, dass unser Bildungssystem zu oft schlechtgeredet wird. Bei den wirklich interessanten Kennzahlen liegt Österreich nämlich sogar sehr weit vorne: Zum Beispiel ist Österreich das beste OECD-Land, wenn es darum geht, wie gut der Übergang von der Schule ins Berufsleben geschafft wird. Und das ist für mich persönlich als Vater tausendmal relevanter als irgendein Pisa-Test, der von bestimmten Wirtschaftsorganisationen willkürlich nach deren Interessen erstellt wurde. Aber über diese positiven Kennzahlen spricht komischerweise kaum jemand, dafür ständig über Pisa, obwohl diese Tests im Grunde überhaupt nichts über den Bildungserfolg oder das Lebensglück von jungen Menschen aussagen.

 

05.10.2016

Andreas Ferner mit "Bildungsferner"
Andreas Ferner mit "Bildungsferner" jetzt auf der Kabarettbühne

Zum Weltlehrer/innen-Tag: Initiative für starke Schulen - Schulische Heldentaten gesucht!

Einreichschluss ist der 27. Jänner 2017:
Presseinformation der Initiatoren: Für die Initiatoren sind „starken Schulen“ jene, mit starken Beziehungen zwischen SchülerInnen und LehrerInnen, mit starken Persönlichkeiten sowohl innerhalb des Lehrkörpers als auch bei den Lernenden und Schulen mit einem professionellen, effizienten Schulmanagement.
Der nun ins Leben gerufener „Starke Schulen Award“ soll zukünftig entsprechende Projekte in den Schulen ins Rampenplicht rücken und besondere Leistungen unter dem Motto „Ist dein Schulprojekt eine Heldentat?“ vor den Vorhang holen.
„Der Preis soll als zusätzliche Motivation für alle Schulen dienen, mehr Eigeninitiative zu ergreifen und sich zu einer unabhängigen, außerordentlichen und starken Schule zu entwickeln“ so Manfred Meraner (VERITAS Verlag), einer der Initiatoren der Initiative für starke Schulen.
Die Einreichungen für den „Starke Schulen Award“ werden nach Leistung, Umgang mit Vielfalt, Unterrichtsqualität, Verantwortung, Schulklima und Schule als lernende Institution bewertet. Es gibt drei Kategorien: einen Wissenschaftspreis, einen Jurypreis und einen Publikumspreis. Die Preise werden im April 2017 in Wien verliehen. Einreichschluss ist der 27. Jänner 2017. Die ausgezeichneten Projekte erhalten Geldpreise zur Förderung weiterer Aktivitäten. Für die Siegerprojekte winkt je eine Prämie in Höhe von 3.000 Euro. 
„Positive Erlebnisse kommen im täglichen Schulbetrieb meistens viel zu kurz. Anerkennung von Leistung verleiht aber Flügel. Mit dem Starke Schulen Award wollen wir Leistung bewusst fördern und auch initiieren“, betont Univ.Prof. Dr. Michael Schratz (Universität Innsbruck), der auch als Pate für den Wissenschaftspreis fungiert.

 

05.10.2016

Initiative für starke Schulen
Initiative für starke Schulen

Gemeinsame Ausbildung für Lehrer/innen aller Sekundarstufen

Die gemeinsame Lehrerausbildung ist seit gestern Realität. Unterrichten werden die Pädagogen in sechs Jahren aber an unterschiedlichen Schulen. Die neue Ausbildung für Lehrer/innen hat mit diesem Semester begonnen.
Wie die Tiroler Nachrichten (tt.com) berichtet, begann in Innsbruck die Lehrer/innen-Ausbildung NEU gestern mit einer grenzüberschreitenden Vorlesung. Wenn die 400 Studienanfänger von Innsbruck, Stams und Feldkirch in sechs Jahren als Master die Hochschulen verlassen, können sie an allen Schultypen der Sekundarstufe Allgemeinbildung unterrichten: also an den Neuen Mittelschulen ebenso wie an den Gymnasien, den mittleren und höheren berufsbildenden sowie den Polytechnischen Schulen. Die Trennung zwischen einem Lehramtsstudium an einer Uni- und an einer pädagogischen Hochschule (PH) gibt es nicht mehr.
Die zukünftigen Lehrer/innen aus Vorarlberg, Tirol und Südtirol sind primär Studierende an der Uni Innsbruck, können aber auch an den PHs in Innsbruck, Stams und Feldkirch sowie am Innsbrucker Department des Mozarteums studieren.
Leider wurde eine so alte wie für die Betroffenen ärgerliche Baustelle im Bereich der Lehrer/innen-Bildung wurde aber noch nicht behoben. Und zwar die sogenannten Ergänzungsstudien für Quereinsteiger mit abgeschlossenem Fachstudium oder einer fachpraktischen Ausbildung, um damit nachträglich die Lehrbefähigung zu erlangen. Laut Informationen aus Insiderkreisen waren die Pädagogischen Hochschulen im Westverbund mit der Umstellung auf die Lehrer/innen-Bildung NEU dermaßen gefordert, dass sie die Anpassung der Ergänzungsstudien schlichtweg vernachlässigt hätten.

 

04.10.2016

PH - Verbund West
PH - Verbund West

Bildungsbudget: Jährlich im Herbst dasselbe Theater mit Schelling

Jedes Jahr im Herbst stellt FM Schelling seine neoliberale Gesinnung zur Schau. Ziel seiner Attacken ist, wie jedes Jahr, das Bildungsbudget. Weil er, so wie seine von der ÖVP gestellten Vorgänger/innen, seit Jahren nicht bereit ist die fixen Ausgaben des Bildungsministeriums ausreichend zu finanzieren, entsteht auch jährlich ein immer höheres strukturelles Budgetdefizit. Bereits beim Budgetvoranschlages 2016 im Oktober 2015 war klar, dass damit zwar das strukturelle Loch im Bildungsbudget 2015 zumindest teilweise nachträglich abgedeckt wird, aber 2016 ein noch größeres Finanzloch im BMB entsteht. Wie vorausgesagt, beträgt die budgetäre Unterdotierung heuer € 536 Millionen. Soviel kann Ministerin Hammerschmid nicht einsparen, weil fast 90 Prozent ihres Budgets für die Gehälter und Miete fix verplant sind.
Ein unwürdiges Spiel
FM Schelling weigert sich, wie jedes Jahr zunächst das Finanzloch ordnungsgemäß zu füllen. Erst nach langem hin und her spielt er dann den gnädigen Herrscher über die österreichischen Bundesfinanzen und „gewährt“ zumindest eine teilweise Abdeckung des Defizites. Seine diesbezüglichen Äußerungen gegenüber den Vorarlberger Nachrichten in dieser Angelegenheit lassen erahnen, dass er heuer und in den folgenden Jahren dieses unwürdige „Spiel“ fortsetzen will. Denn die erforderlichen zusätzlichen Budgetmittel werden laut Schelling auch heuer "bei Weitem nicht die gesamte Lücke füllen" und im neuen Finanzrahmen (April 2017) werde "mittelfristig abgestuft, was das Ressort erhält".
„Ich kann inzwischen nicht mehr zählen, wie oft ich auf dieses Defizit hingewiesen habe. Und auch auf eine Teillösung: Zusammenfassung der Schulverwaltung im Bund würde mehrere hundert Millionen bringen, aber ...“, postet Harald Walser dazu im FB.
Schelling wäre gut beraten, seine schwarzen Landesfürsten endlich zu "ermuntern", diesen sinnvollen Weg des Sparens einzuschlagen. Aber …

 

03.10.2016

FM Schelling
FM Schelling

Vernetzungstreffen: 78 Initiativen für Demokratie & Menschenrechte

Die ÖLI-UG möchte gerne auf das Vernetzungstreffen von 78 Initiativen für Demokratie und Menschenrechte, gegen Rechtsextremismus, Antisemitismus und AusländerInnenfeindlichkeitam 8. Oktober im Bildungshaus Schloss Puchberghinzuweisen und zur Teilnahme zu ermuntern
 
Großes Netzwerk-Treffen Samstag, dem 8. Oktober, um 14.00 Uhr

im Bildungshaus Schloss Puchberg in Wels

Die neue SPÖ-Landesvorsitzende und Soziallandesrätin Birgit Gerstorfer wird Grußworte sprechen. Die beiden Hauptreferate halten Caritas-Präsident Michael Landau („Flüchtlingshilfe und Asylpolitik“) sowie der bayerische Aufdeckerjournalist Ulrich Chaussy („Hintergründe des Münchner Oktoberfestattentats 1980“). Für die Begleitung mit Klezmer-Musik sorgen Katja Bielefeld (Klavier) und Manuel Peer (Klarinette). Zum Abschluss des Treffens (um etwa 17.00 Uhr) bietet ein Buffet Gelegenheit für interessante Gespräche.
 
Wichtige Hinweise zum Netzwerk-Treffen:
Bitte ein paar Minuten VOR 14.00 Uhr eintreffen! Wegen des dichten Programms wird pünktlich begonnen.
Bitte Eure Folder, Broschüren, Zeitungen, Plakate etc. mitnehmen und auflegen! Es gibt im Foyer eigene Tische für die Materialien.

 

02.10.2016


Wößmann: Die deutsche Lehrer/innen haben „wenig Lust auf Ganztagesschule und Inklusion"

Manuel J. Hartung führte für Zeit Online ein Gespräch mit dem Ludger Wößmann.

Der Bildungsökonom hat für das ifo-Bildungsbarometer 700 Lehrer/innen über die Veränderungen in den Schulen befragt und die Antworten mit den Standpunkten der Gesamtbevölkerung verglichen. Das Ergebnis fasst Hartung im Titel: „Massiver Wiederstand“ und Untertitel des Artikels: „Lehrer wollen Sicherheit und mehr Geld, haben aber wenig Lust auf Ganztagsschule und Inklusion. Was heißt das für die Zukunft unserer Schulen?“, zusammen.
Beide, Wößmann und Hartung, zeigen in ihrem Gespräch wenig Interesse an einer fundierten Analyse, weshalb viele Lehrer/innen ganz andere Vorstellungen von der Schule als die Bevölkerung haben. Vor allem Hartung macht jeden, auch noch so zaghaften Versuch des Forschers zunichte, Verständnis für die Standpunkte der Pädagog/innen zu wecken. Ein Beispiel:  Wößmann auf die Frage, warum bremsen die Lehrer/innen Ideen aus? „Der Erfolg einer Reform bemisst sich daran, ob die Lernleistungen der Schüler nachher besser sind als vorher. Wenn Politiker eine Reform durchsetzen wollen gegen die, die sie umsetzen müssen, werden die positiven Ziele einer Reform womöglich konterkariert. Nur ein Beispiel: Die Politik hat ohne gute Vorbereitung entschieden, die Gymnasialzeit zu verkürzen, also von G9 zu G8 zu wechseln. Viele Lehrer traf das überraschend, und sie haben sich dagegen aufgelehnt.“ Konter des Interviewers: „Dass selbst die beste Reform nicht gegen die Lehrer durchzusetzen ist, ist eine triste Nachricht für Bildungspolitiker.“
Wegen den teils recht interessanten Ergebnissen dieser Studie, ist dieser Artikel trotzdem lesensert. Schade nur, dass das Gespräch zwischen zwei Menschen stattfindet, „die beide nicht wirkliche Ahnung von dem Schulsystem haben“ und darüber reden, „warum "die Lehrer" Reformen verweigern", wie ein Leser den Artikel kommentiert. Denn Harting als auch Wößmann verkennen völlig den Kern des Problems, dass der Unmut der Lehrerschaft sich nicht gegen Reformen wie Inklusion oder Ganztagsschule richtet, sondern dass Schulreformen betrieben und gigantische Forderungen an die Schulen und Pädagog/innen erhoben werden, ohne die notwendigen Rahmenbedingungen - rechtliche, infrastrukturelle, personelle – zu schaffen.
„Wie man ohne zusätzliche Arbeitsstunden eine Arbeitszeitverlängerung, wie es der Ganztagsbetrieb nun einmal ist, stemmen soll, darüber gibt es keine Auskunft. Wie Lehrer Inklusion praktisch betreiben sollen, ohne dass man ihnen die nötige Ausbildung oder die nötigen Fachleute an die Hand gibt, darüber gibt es keine Auskunft. Welche schulinterne Verwaltungs- und praktische Organisationsarbeit eine Umstellung eines Bildungsganges von 8 auf 9 Jahren bedeutet, interessiert keinen. Die Eltern brummeln? Dann eben wieder rückgängig. Oder alles gleichzeitig. Die Schulden werden es schon richten. Wie man das machen soll, darüber gibt es keine Auskunft“, ärgert sich ein/e Leser/in.

 

01.10.2016

Wößmann: Leiter des ifo Zentrums für Bildungsökonomik
Wößmann: Leiter des ifo Zentrums für Bildungsökonomik

GÖD: Schnedl folgt Neugebauer

Fritz Neugebauer gab heute, einen Tag vor dem offiziellen Beginn des 17. GÖD-Bundeskongresses im Wiener Austria Center, in der fraktionellen Sitzung seiner Fraktion, den Christgewerkschaftern (FCG), seinen Rücktritt als Vorsitzender der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst (GÖD) bekannt.
Fritz Neugebauer war 19 Jahren an der Spitze der GÖD. Als sein Nachfolger wird morgen sein bisheriger Stellvertreter, der ÖGB-Vizepräsident und Vorsitzende der FCG, Norbert Schnedl, gewählt. Das ist so gut wie fix, weil es Neugebauer so will und die FCG die Absolute Mehrheit in der GÖD stellt.
Neugebauer bleibt aber im Vorstand und im Präsidium der GÖD. Laut orf.at bot den Delegierten seiner Fraktion an, „an Bord“ zu bleiben. Wo immer man ihn brauche, werde er zur Stelle sein. Die FCG-Funktionäre stimmten dem mit großem Applaus zu.

 

10.10.2016

Neugebauer tritt als GÖD-Chef zurück
Neugebauer tritt als GÖD-Chef zurück