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News Archiv 2017 September

 

 

 

Breite Kritik am Bildungsprogramm der Liste-Kurz

Nicht nur die ÖLI-UG kritisiert das ÖVP-Bildungsprogramm (Kurz, bündig und substanzlos), auch bei „bei den Grünen läuten die Alarmglocken“, wie derStandard.at berichtet. In Summe erntet Kurz für sein Programm breite Kritik aus allen Parteien.
Eine Zusammenfassung der Kritikpunkte (aus derStandard.at und diepresse.com):
•    Die Forderung nach Deutschklassen für Kinder, die nicht ausreichend Deutsch können, bezeichnete Walser "als gemeingefährlich für die Kinder".
•    „Aussondern bringt gar nichts. Die ÖVP schwenkt immer mehr auf populistische Forderungen der FPÖ ein. Völlig unverständlich ist, dass das ein Mann macht, der Integrationsminister ist." (Bildungssprecher der Grünen Harald Walser)
•    "Während die SPÖ im Wahlkampf einen klaren Plan für Österreich vorgelegt hat, setzt die ÖVP um Sebastian Kurz auf Bilder und Plattitüden." (SPÖ-Klubobmann Andreas Schieder)
•    Statt inhaltlicher Konzepte, konkreter Maßnahmen, Umsetzungszeitpläne und Finanzierungsvorschläge liefere die ÖVP ein unambitioniertes und inhaltsloses Bilderbuch. (Schieder)
•    "Nicht mehr als leere Worthülsen" und, wenig erstaunlich“, eine Vielzahl von freiheitlichen Positionen im Kurz-Papier. (FPÖ-Bildungssprecher Wendelin Mölzer)
•    Kurz sei "als Retter des Bildungswesens unglaubwürdig. Die Die Probleme gäbe es schon lange. Die ÖVP und SPÖ habe sie aber einfach ignoriert. „Die Zukunft der Kinder war ihnen egal". (stv. NEOS-Chefin Beate Meinl-Reisinger)

 

13.09.2017

Breite Kritik am Bildungsprogramm der Liste-Kurz
Breite Kritik am Bildungsprogramm der Liste-Kurz

Bildungsprogramm der Liste-Kurz: Mehr Testungen ....

Kurz, bündig und substanzlos: Die Liste-Kurz hat heute den zweiten Teil ihres Wahlprogramms präsentiert und endlich auch zum Thema Bildung Stellung genommen.


„Minimatura“ und „Chancenpass“ zum Pflichtschulabschluss
Um die Pflichtschule abzuschließen, soll künftig ein positives Abschlusszeugnis nicht mehr ausreichen. So fordert Kurz weitere Testungen nach der Neuen Mittelschule oder der Unterstufe. "Ähnlich der Matura" soll diese Prüfung sein. Die Erfüllung der bereits bestehenden Bildungsstandards soll zur Pflicht werden. Nach diesem Prozedere erhält der/die Schüler/in am Ende der achten Schulstufe einen "Chancenpass". Darunter versteht Kurz eine Kombination aus einer Prüfung der Bildungsstandards, einer Projektarbeit, einer verbalen Beurteilung der Stärken, Schwächen und besonderen Talente der Schüler/innen durch die Lehrer/innen und einem standardisierten Berufsorientierungstest.
Bildungspflicht bis 18
Schüler/innen, die diese „Minimatura“ nicht bestehen, sollen in eigenen Förderklassen die Grundkompetenzen doch noch erlernen. Damit will die Liste-Kurz die Erfüllung der Schulpflicht an Mindeststandards knüpfen und eine "Bildungspflicht" nach der Sekundarstufe I einführen, wenn diese Mindeststandards nicht erreicht sind. Erst wenn die Kinder "sinnerfassend lesen können und die Grundrechnungsarten beherrschen" – oder das 18. Lebensjahr vollendet haben, ist die für sie Schulpflicht erfüllt, führt Kurz dazu aus. 
Ohne ausreichende Deutschkenntnisse kein Schuleintritt
Kinder, deren Deutschkenntnisse nicht ausreichen, um dem Unterricht folgen zu können, sollen automatisch in separaten Deutschförderklassen unterrichtet werden – egal wie alt die Kinder sind. Erst mit einem entsprechenden Deutsch-Niveau, dürfen die Kinder in den Regelschulbetrieb. Laut  Standard.at besuchen derzeit solche Schüler/innen als außerordentliche Schüler den regulären Unterricht mit zusätzlichen Förderkursen und in Wien gibt es bereits jetzt sogenannte "Sprachstartklassen" für Flüchtlingskinder.
Elementarbereich: Orientierung an den „Bedürfnissen der Eltern“
Weil die Sprachkenntnisse für die Einschulung elementar seien, heißt es im Wahlprogramm: "Dazu braucht es verpflichtend ein zweites Kindergartenjahr für jene, deren Deutschkenntnisse noch nicht ausreichend sind“.
Weitere Bildungsthemen im Wahlprogramm der Liste-Kurz:
Verpflichtenden Ethikunterricht und ab der fünften Schulstufe das Pflichtfach "Staatskunde".
Erhöhen der Durchlässigkeit ins Schulsystems. Lehrer sollen Wirtschaftsbereich Erfahrung sammeln und umgekehrt.  
Sommerschulprogramm: "Wenn der Spracherwerb nicht vorangeht", sollen Nachmittags- und Sommerkurse zur Pflicht werden.
Gymnasium muss bleiben: "Erhalt des differenzierten Schulsystems."
Ausbau des Fachhochschulsektors, „Flächendeckende Zugangsregeln" für Hochschulen und "moderate Studienbeiträge in Kombination mit einem Stipendiensystem".

 

13.09.2017

Bildungsprogramm der Liste-Kurz: Mehr Testungen
Bildungsprogramm der Liste-Liste: Mehr Testungen

OECD-Studie: "Bildung auf einen Blick 2017"

 

Bildungsministerin Sonja Hammerschmid und Konrad Pesendorfer, Generaldirektor der Statistik Austria präsentierten den neuen Bericht "Bildung auf einen Blick 2017" der OECD.

 

Die wichtigsten Ergebnisse und Interpretationen der Studie:
Knapp die Hälfte der Lehrer/innen über fünfzig
An den Neuen Mittelschulen sind 54% der Lehrer/innen älter als fünfzig. Der Durchschnitt in allen Schultypen ist knapp 46%. Die Folge, „in den nächsten drei bis fünf Jahren wird ein großer Teil dieser Personen … in Pension gehen. Es gibt hier Handlungsbedarf“, meint Pesendorfer. Es brauche Übergangslösungen und Flexibilität. ", sagt Pesendorfer.
Laut Bildungsministerin Hammerschmid stünden 4.500 Lehrer auf Wartelisten für einen Job und mit „den Absolventenquoten können wir sehr gut jene Personen abdecken, die in Pension gehen." Aber Engpässe in einzelnen Fächern wie Physik und Mathematik werde es trotzdem geben. An den NMS fehlen bereits jetzt Lehrer/innen in einigen Fächern, nicht nur in Mathematik und Physik.
Quereinsteiger/innen sollen Bedarf an Lehrer/innen abdecken
Dass die Ministerin trotzdem keinen Lehrermangel erwartet, begründet sie mit den neuen gesetzlichen Möglichkeiten, mit denen Quereinsteiger/innen die Ausbildung zum Lehrberuf erleichtert wird. Außerdem sollen dem Beruf nahestehende Personen, wie etwa Sozialarbeiter/innen die pädagogische Ausbildung berufsbegleitend absolvieren. Dies wird auch dringend notwendig werden, will sie ihre Forderung nach 5.000 zusätzlichen Pädagog/innen für Schulstandorte mit vielen sozial benachteiligten Schülern durchsetzen.
Lehreberuf in Österreich attraktiv, oder doch nicht? Jedenfalls ein ineffektives und unterdotiertes System!
Laut OECD-Daten liegen die durchschnittlichen Gehälter für Lehrer/innen in Österreich deutlich unter dem OECD-Schnitt. Lehrer/innen in der Sek I liegen um 20% unter den Akademikergehältern. Im internationalen Durchschnitt sind es 10%.
Trotzdem sei der Lehrberuf attraktiv, meint zum Beispiel Lisa Kogelnik (derStandard.at) und bemüht dafür eine Kennzahl, das Jahresgehalt pro Schüler/in, die zwar im österreichischen Besoldungssystem keinen Rückschluss auf das Einkommen der Lehrer/innen zulässt, weil die Pädagog/innen ja nicht pro Schüler/in bezahlt werden. Aber sie gibt einen wichtigen Hinweis dafür, dass unser Bildungssystem sehr ineffektiv ist. Die Gehaltskosten pro Schüler betragen in Österreich ca. € 4.700, im OECD-Durchschnitt € 3.000. Viele Kleinschulen und der Sekundarbereich mit einem Durchschnitt von neun (OECD 13) Schüler/innen pro Lehrer/in sind die Ursache für die hohen Ausgaben pro Schüler/in.   2014 gab Österreich pro Schüler/in in der Sekundarstufe I rund € 12.600 (OECD € 8.500).
Trotzdem ist das Bildungsbudget kritisch unterdotiert. Gemessen am Bruttoinlandsprodukt gibt Österreich mit 4,9% deutlich weniger aus, als der OECD-Durchschnitt mit 5,2%.
Bildungsstand: Viel Matura, wenig Studium 
51% (OECD 39%) der 25- bis 64-Jährigen haben die obere Sekundarstufe abgeschlossen. Einen tertiären Abschluss haben jedoch nur 34% (OECD 42%), obwohl die OECD eine Matura in der BHS in den tertiären Bereich – „kurze tertiäre Ausbildung“ - einrechnet.
Mangelnde Bildungsmobilität
Nur ca. 15% (OECD ca. 30%) der Österreicher/innen mit Eltern ohne tertiären Abschuss, haben eine tertiäre Ausbildung absolviert. Laut BM Hammerschmid müsse man diesem Problem mit mehr Chancengleichheit begegnen und nennt den Ausbau der Ganztagsschule und die finanziellen Zusatzmittel für Integration zwei Maßnahmen dazu. Sie fordert auch kostenloses Mittagessen in der Ganztagsschule sowie kostenlose Betreuung am Nachmittag.
Weniger Unterrichtsstunden und geringe Unterrichtsverpflichtung
Österreichs Schüler/innen im Primar- und Sekundarbereich I erhalten 6.420 Stunden in 8 Jahren. Der OECD-Durchschnitt für 9 Jahre beträgt 7.537 Stunden. Umgerechnet auf acht Jahre ergeben sich 6.700 Stunden. 
Und wie immer, dürfen im OECD-bericht die seltsam berechnete Unterrichtsverpflichtung der Lehrer/innen (589 Stunden, OECD-Schnitt 662 Stunden). Wieder ein Hinweis, dass das eh schon schlecht dotierte Bildungsbudget auch noch ineffektiv verwendet wird, weil zu wenig wirklich im Unterricht „ankommt“.
Im Elementarbereich ganz weit unten
Auch in der OECD-Studie 2017 zeigt sich einmal mehr, dass Österreich bei der Elementarpädagogik im europäischem Vergleich deutlich nachhinkt. Nur 39% der Zweijährigen besuchen eine Bildungseinrichtung. Im EU-Schnitt sind es 57% Prozent (Achtung: In der offiziellen Grafik im Bericht sind diese Daten falsch eingetragen!). In Deutschland sind es 67%, Dänemark und Norwegen sind mit 91% Spitzenreiter.
Ein Hoch auf das österreichische berufsbildende System
Wie jedes Jahr wird Österreich für sein berufsbildendes System von der OECD gelobt. Unter den 25- bis 34-Jährigen sind die Absolventen einer berufsbildenden Schule mit 87% beschäftigt, Absolventen einer dualen Ausbildung mit 85%.
Bildung macht sich bezahlt
In den OECD-Ländern verdienen 25- bis 64-Jährige mit einem tertiären Abschluss um 56% (Österreich 53%) mehr als solche mit einem Abschluss im Sekundarbereich II. Mit einem Pflichtschulabschluss verdient man 29% (OECD 22%)weniger als mit Matura.

 

12.09.2017

OECD-Studie: "Bildung auf einen Blick 2017"
OECD-Studie: "Bildung auf einen Blick 2017"

PV-Akademie: Oktober und November

Informationsveranstaltung mit Gary Fuchsbauer

"Was sich durch die Bildungsreform für die Arbeit von PV und SGA   ändert ..."

Information zum Pensionsrecht (in Tirol und Vorarlberg)

Gary Fuchsbauer informiert in Wien, Linz und Salzburg über die wesentlichen Bereiche des Bildungsreformgesetzes

Inhalt
"Was sich durch die Bildungsreform für die Arbeit von PV und SGA ändert ..."
Achtung - spezieller Informationsbedarf für SGA- und DA- Mitglieder ! 
Da bereits für die für die Planung des Schuljahres 2018/19 die Teilungszahlen nicht mehr fixiert sind,
braucht es besondere Aufmerksamkeit und Zusammenarbeit für SGA und DA.

Anmeldung:

erforderlich
Information zur Veranstaltung
Bereits für das Schuljahr 2018/19 werden  die Gruppengrößen und Teilungszahlen nicht mehr gesetzlich fixiert, sondern können von der Schulleitung festgelegt werden, das braucht aber die Zustimmung des SGA. Zur Erstellung der Lehrfächerverteilung ist hingegen weiterhin die Personalvertretung einzubinden, somit wird eine Zusammenarbeit von PV und SGA schon im Verlauf dieses Schuljahres wichtiger als bisher. Deshalb laden wir ausdrücklich auch SGA-Mitglieder zu diesem Seminar ein.
Wir werden uns auf die wesentlichen Bereiche im Reformgesetz konzentrieren und das mit einer gestrafften  PV-Schulung koppeln.

Anmeldung (erforderlich!) und weitere Infos: Unten auf die gewünschte Veranstaltung klicken.

Wien: Samstag, 07. Oktober 2017  Bildungsreform 2017

2017.10.07.aW "Was sich durch die Bildungsreform f
Informationsveranstaltung/Workshop Seminar mit Gary Fuchsbauer für Lehrerinnen und Lehrer aus Wien, NÖ, Burgenland Termin und Ort Samstag, 07. Oktober 2017 09:00 Uhr – längstens 13:00 Uhr Wien, BRG9, Glasergass ... (mehr lesen)
0,00 €

Linz: Freitag, 13. Oktober 2017  Bildungsreform 2017

2017.10.13.aOÖ "Was sich durch die Bildungsreform
Informationsveranstaltung/Workshop Seminar mit Gary Fuchsbauer Termin und Ort Freitag, 13. Oktober 2017 18:00 Uhr Linz, Volkshaus dornbach-Auhof, Niedermayrweg 7, Schulungsraum Zielgruppe Alle Leh ... (mehr lesen)
0,00 €

Salzburg: Donnerstag, 19. Oktober 2017  Bildungsreform 2017

2017.10.19.aS "Was sich durch die Bildungsreform f
Informationsveranstaltung/Workshop Seminar mit Gary Fuchsbauer Termin und Ort Donnerstag, 19. Oktober 2017 17:00 Uhr Salzburg, HTL Salzburg, Itzlinger Hauptstraße 30, Bibliothek Zielgruppe Alle Le ... (mehr lesen)
0,00 €

Tirol: Mittwoch, 08. November 2017     Bildungsreform 2017 und Pensionsrecht

2017.11.08.aT "Was sich durch die Bildungsreform f
Informationsveranstaltung/Workshop Seminar mit Gary Fuchsbauer Termin und Ort Mittwoch, 08. November 2017 17:00 Uhr bis 19:00 Uhr. Um 19:00 Uhr folt die Infoveranstaltung zum Pensionsrecht mit Gary Fuchsbauer I ... (mehr lesen)
0,00 €
2017.11.08.bT Pensionsrecht
Informationsveranstaltung/Workshop Seminar mit Gary Fuchsbauer Termin und Ort Mittwoch, 08. November 2017  19:00 Uhr. Davor um 17:00 Uhr findet die Infoveranstaltung zum Bildungsreformgesetz mit Gary Fuchsbauer statt ... (mehr lesen)
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Vorarlberg: Donnerstag, 09. November 2017   Bildungsreform und Pensionsrecht

2017.11.09.aV "Was sich durch die Bildungsreform f
Informationsveranstaltung/Workshop Seminar mit Gary Fuchsbauer Termin und Ort Donnerstag, 09. November 2017 17:00 Uhr bis 19:00 Uhr. Um 19:00 Uhr folt die Infoveranstaltung zum Pensionsrecht mit Gary Fuchsbauer ... (mehr lesen)
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2017.11.09.bV Pensionsrecht
Informationsveranstaltung/Workshop Seminar mit Gary Fuchsbauer Termin und Ort Donnerstag, 09. November 2017  19:00 Uhr. Davor um 17:00 Uhr findet die Infoveranstaltung zum Bildungsreformgesetz mit Gary Fuchsbauer stat ... (mehr lesen)
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11.09.2017

Gary Fuchsbauer informiert über die wesentlichen Bereiche des BildungsreformgesetzReformgesetzes
Gary Fuchsbauer informiert über die wesentlichen Bereiche des Bildungsreformgesetzes

Bildungsreform: Ein Blick nach Frankreich lohnt sich

Wer lesen kann, ist klar im Vorteil (FAZ)
Wie schaut Bildungspolitik aus, die Bildungsreformen, die diesen Namen auch verdienen, ermöglicht? Das zeigt uns derzeit der französische Bildungsminister Jean-Michel Blanquer. Er will die Grundschulen reformieren. Die Reform soll das Vertrauen in die Schule wiederherstellen. Ein wichtiger Schritt ist die Verbesserung der Chancen von Kindern aus sozial benachteiligten Elternhäusern. Dazu führt Blanquer zum teil tiefgreifende Umwälzungen in den Schulen durch. Wie die FAZ in einer interessanten Analyse des Bildungspolitikers Blanquer der ausführt, sind dies zum Beispiel die Stärkung der musikalischen und künstlerischen Aktivitäten in den Schulen („Musik schafft eine andere Atmosphäre“), eine besondere Förderung der Lesefertigkeiten, intensiven Betreuung in Kleingruppen in den ersten beiden Grundschuljahren und verstärkte Konzentration auf Fremdsprachen - auch von Altsprachen. Davon erwartet sich die Regierung mehr Chancengleichheit und eine deutliche Verbesserung des Leistungsniveaus von Frankreichs Schüler/innen.
FAZ: Innerhalb kürzester Zeit ist Blanquer zum Liebling der Regierung aufgestiegen. Geschickt hat sich der Bildungsfachmann einer Debatte über seine politische Prägung entzogen. „Bildung ist nicht rechts oder links“, sagte er. „Wenn es konservativ ist, das Leistungsniveau und die Allgemeinbildung verbessern zu wollen (...), dann glaube ich, dass 95 Prozent der Franzosen konservativ sind“, sagte er. Blanquer leitete zuletzt die angesehene Wirtschaftshochschule Essec und war zuvor jahrelang auf hohen Verwaltungsposten im Bildungsministerium tätig. Seine Vorstellungen über die „Schule von morgen“ („L’École de demain“) fasste er in einem Buch im Herbst 2016 zusammen. Die Vorschläge sollen die frühere Lehrerin Brigitte Macron und ihren Mann so sehr überzeugt haben, dass sie Kontakt zu Blanquer aufnahmen. Trotz der Sparzwänge konnte Blanquer jetzt eine Haushaltserhöhung für das Schulwesen ankündigen. 50,5 Milliarden Euro sind für die „Éducation nationale“ im Haushaltsjahr 2018 vorgesehen.

 

10.09.2017

Der französische Bildungsminister Jean-Michel Blanquer will die Grundschulen reformieren.
Der französische Bildungsminister Jean-Michel Blanquer will die Grundschulen reformieren.

Schulverwaltungsprogramm „Sokrates“ - Hotline für Lehrer/innen

Der Zentralausschuss der BMHS hat in einer aktuellen Aussendung an die Dienststellenausschüsse der BMHS eine übersichtliche Schul-Supportliste zum Schulverwaltungsprogramm Sokrates mit den Namen, Mailadressen und Telefonnummern zusammengestellt. >>> Download Aussendung
Hilfreiche Supportliste für „Sokrates BUND“
Der Zentralausschuss der BMHS stellt den Lehrer/innen eine sehr hilfreiche Liste zur Verfügung und hofft damit auch einen erfolgreichen Beitrag dazu leisten, die Probleme mit dem Schulverwaltungsprogramm „Sokrates BUND“ in den Griff zu bekommen.
Egal, ob es um inhaltliche Schwierigkeiten oder technische Probleme bei der Nutzung von Sokrates gibt, oder man Anregungen für die Weiterentwicklung des Programms weitergeben will, in der Supportliste findet man immer die richtigen Ansprechpersonen.
Dem Zentralausschuss ist es auch ein Anliegen, der zuständigen Abteilung des BMB für Ihre bisherigen Bemühungen und für das Engagement im Umgang mit den von uns aufgezeigten Problemen zu danken.
Und die Redaktion der oeliug.at bedankt sich stellvertretend für die Leser/innen der ÖLI-HP beim ZA BMHS.  

 

10.09.2017


"Aktion 20.000" bringt 3.300 Stellen für "Supportpersonal" an Schulen

Laut APA-Aussendung der Bildungsministerin Sonja Hammerschmid und Sozialminister Alois Stöger sollen 3.300 Langzeitarbeitslose der "Aktion 20.000" künftig die Lehrer/innen und die Schulverwaltung von organisatorischen und administrativen Aufgaben entlasten.
Davon sollen 3.000 an den Pflichtschulen und Berufsschulen und 300 an den AHS und BMHS angestellt werden. Geplant ist, dass die Stellen im Pflichtschulbereich über das regionale AMS vergeben werden. Im Bildungsministerium wird eine zentrale Bedarfserhebung für die Bundesschulen eingerichtet.

 

Gesucht werden vor allem Sekretariatshilfskräfte für große Schulstandorte sowie Unterstützungspersonal für Brennpunktschulen, Haustechniker und einschlägig qualifiziertes Personal für die Freizeitbetreuung.
Mit dieser Aktion sollen sollen älteren Arbeitnehmern/innen  neue Perspektiven gegeben und die Lehrer/innen entlastet werden.
Mit der von der alten Koalition beschlossenen „Aktion 20.000“  sollen 20.000 zusätzliche Arbeitsplätze für über-50-jährige langzeitarbeitslose Menschen vor allem im gemeinnützigen Bereich geschaffen werden. Die Entlohnung erfolgt dabei grundsätzlich über den Kollektivvertrag, wobei eine Subventionierung der Lohn- und Lohnnebenkosten bis zu 100 Prozent möglich ist. Derzeit laufen in allen Bundesländern Pilotprojekte. Ab 1. Jänner soll die Aktion dann flächendeckend in ganz Österreich zur Verfügung stehen.

 

09.09.2017

BM Hammerschmid schafft über die "Aktion 20.000" 3.300 Stellen für Supportpersonal an Schulen
BM Hammerschmid schafft über die "Aktion 20.000" 3.300 Stellen für Supportpersonal an Schulen

PV-Akademie: Informationsveranstaltung mit Gary Fuchsbauer

"Was sich durch die Bildungsreform für die Arbeit von PV und SGA   ändert ..."

Gary Fuchsbauer informiert in Wien, Linz und Salzburg über die wesentlichen Bereiche des Bildungsreformgesetzes

Inhalt
"Was sich durch die Bildungsreform für die Arbeit von PV und SGA ändert ..."
Achtung - spezieller Informationsbedarf für SGA- und DA- Mitglieder ! 
Da bereits für die für die Planung des Schuljahres 2018/19 die Teilungszahlen nicht mehr fixiert sind,
braucht es besondere Aufmerksamkeit und Zusammenarbeit für SGA und DA.

Anmeldung:

erforderlich
Information zur Veranstaltung
Bereits für das Schuljahr 2018/19 werden  die Gruppengrößen und Teilungszahlen nicht mehr gesetzlich fixiert, sondern können von der Schulleitung festgelegt werden, das braucht aber die Zustimmung des SGA. Zur Erstellung der Lehrfächerverteilung ist hingegen weiterhin die Personalvertretung einzubinden, somit wird eine Zusammenarbeit von PV und SGA schon im Verlauf dieses Schuljahres wichtiger als bisher. Deshalb laden wir ausdrücklich auch SGA-Mitglieder zu diesem Seminar ein.
Wir werden uns auf die wesentlichen Bereiche im Reformgesetz konzentrieren und das mit einer gestrafften  PV-Schulung koppeln.

Anmeldung (erforderlich!) und weitere Infos: Unten auf die gewünschte Veranstaltung klicken.

Wien: Samstag, 07. Oktober 2017

2017.10.07.aW "Was sich durch die Bildungsreform f
Informationsveranstaltung/Workshop Seminar mit Gary Fuchsbauer für Lehrerinnen und Lehrer aus Wien, NÖ, Burgenland Termin und Ort Samstag, 07. Oktober 2017 09:00 Uhr – längstens 13:00 Uhr Wien, BRG9, Glasergass ... (mehr lesen)
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Linz: Freitag, 13. Oktober 2017

2017.10.13.aOÖ "Was sich durch die Bildungsreform
Informationsveranstaltung/Workshop Seminar mit Gary Fuchsbauer Termin und Ort Freitag, 13. Oktober 2017 18:00 Uhr Linz, Volkshaus dornbach-Auhof, Niedermayrweg 7, Schulungsraum Zielgruppe Alle Leh ... (mehr lesen)
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Salzburg: Donnerstag, 19. Oktober 2017

2017.10.19.aS "Was sich durch die Bildungsreform f
Informationsveranstaltung/Workshop Seminar mit Gary Fuchsbauer Termin und Ort Donnerstag, 19. Oktober 2017 17:00 Uhr Salzburg, HTL Salzburg, Itzlinger Hauptstraße 30, Bibliothek Zielgruppe Alle Le ... (mehr lesen)
0,00 €

Anmeldung (erforderlich!) und weitere Infos: Auf die gewünschte Veranstaltung klicken.

08.09.2017

Gary Fuchsbauer informiert über die wesentlichen Bereiche des BildungsreformgesetzReformgesetzes
Gary Fuchsbauer informiert über die wesentlichen Bereiche des Bildungsreformgesetzes

Taschner - „Gsunde Watschn“ und Klimawandelverharmlosung -

Kurzs bester Mann für Bildung und Wissenschaft!

Mathematiker Rudolf Taschner wird voraussichtlich der neue Bildungs- und Wissenschaftssprecher der KURZövp im Nationalrat. Damit folgt Taschner auf den früheren Minister Karlheinz Töchterle, der, wie zu erwarten war, nicht mehr kandidieren wird.
Ein Mathematikerkollege zu Taschners Einstieg in die Politik: „Ich habe mich ja schon immer wieder gewundert, was mein Mathematikkollege Taschner öffentlich so sagt und schreibt. Deshalb wundere ich mich nicht, dass er nun mit VP-Chef Kurz auftritt. Positiv sind natürlich Taschners Bemühungen, die Menschen für Mathematik zu begeistern.“

 

Verharmlosung:  Klimawandel, Gewalt an Kindern, Atomkraftwerke … Für Taschner alles kein Problem!
Seine Bemühungen und Begeisterung beschränkt sich aber nicht nur auf die Mathematik. Alles andere als löblich sind seine Neigungen die Gewalt an Kindern schönzureden, den Klimawandel zu verharmlosen, die Atomkraftlobbyisten zu unterstützen und seine mehr als unqualifizierten Äußerungen zu Sozialthemen (z.B. Pension) und der Migrationspolitik.

Wendehals:
Was macht aber einen Mann wie Taschner mit solch einer Performance für die KURZövp so interessant, dass ihm der 7. Listenplatz angeboten wird? Eine mangelnde Auswahl an kandidat/innen kann es wohl nicht sein, sind doch vor allem die neoliberal-reaktionären ÖVP-Sympathisanten (meist Männer) von jungen Karrieristen wie Kurz, Grasser und Co. entzückt. Eine Erklärung könnte seine „Bescheidenheit“ seine Ansichten je nach Situation, Bedarf und Wunsch seines Herren anzupassen. Dass diese Tugend bei Taschner besonders ausgeprägt ist, beweist er in einem Standard-Interview (Mittwoch – Ausgabe) eindrücklich: Der Bildungssprecher der Grünen, Harald Walser, forderte in einer Aussendung eine Klarstellung: „Wer die sogenannte ‚gsunde Watschn‘ als ‚Gewitter mit dem kurzen, reinigenden Schmerz‘ bezeichnet, hat massiven bildungspolitischen Erklärungsbedarf.“ Darauf angesprochen meint Taschner: „Das ist selbstverständlich unmöglich. Das schreibe ich heute nicht mehr. Ich bin kein Journalist, ich bin jetzt auf der anderen Seite.“ Und offenbart sich damit ungeniert als Wendehals. Die „Presse“ hat Taschner als ehemaligen Kolumnisten mittlerweile verabschiedet.

 

Schlecht gebrieft:
Dass die ÖVP-Strategen ihren neuen und „anpassungsfähigen“ Mann für Bildung und Wissenschaft scheinbar zu lasch auf seine ersten Interviews vorbereitet haben, wie zum Beispiel in orf.at, überrascht. Vor allem wenn es um das Lieblingsthema der Bildungspolitik-Hardliner in der ÖVP geht: Die Gesamtschule. Gefragt, was er vom Konzept der Gesamtschule halte, sagte Taschner, wenn es auf das Lehrpersonal ankomme, gehe es weniger um die Strukturfrage. Eine gute Gesamtschule könne man nicht ohne Geld aufbauen. Zudem sagte er, dass sich das differenzierte System „in gewisser Hinsicht außerordentlich bewährt“ habe. Peinlich: Das ÖVP-Presseteam musste im Anschluss klarstellen, dass es sich bei dieser Aussage um ein klares Bekenntnis zum Gymnasium handle.

 

Rudolf Taschner in Zitaten

 

Gewalt an Kindern: „... reinigenden(r) Schmerz …“
Auf der einen Seite das Gewitter mit dem kurzen, reinigenden Schmerz, verbunden mit dem Wissen, dass gleich danach die Sonne wieder scheinen würde. Wohl auch deshalb, weil die Eltern das Entgleiten ihrer Hand sofort danach selbst insgeheim bedauerten. Und auf der anderen Seite die lang anhaltende Düsternis der bösen, peinigenden Unwetterstimmung, die man nicht vertreiben kann und bei der kein Ende abzusehen ist. Beides erlebt: kein Vergleich!
"Die Presse", Print-Ausgabe, 26.01.2012

Schüler/innen zügeln: „… die Gschrappen wollen … nicht …!
Ein Lehrer soll den Kindern Karrierechancen geben und die Gschrappen wollen das vielleicht gar nicht, weil sie noch nicht den Weitblick besitzen. Wenn ich eine Minute in der Stunde loslasse, habe ich in der Klasse eine Katastrophe.

Der Lehrer muss die Zügeln 50 Minuten lang fest halten.
2013 im "Kurier"

Klmawandel: „Scheinproblem“
Dabei wäre eine schnelle Ernüchterung vom Klimawandelwahn angesagt. Denn statt dieses Scheinproblems ist unser Kontinent mit einem akuten, echten Problem konfrontiert, von dem niemand weiß, ob wir es zum Wohl der nächsten Generationen lösen können. Wer in dieser Situation mit dem CO2-Alarmismus großes Geld macht, handelt schlimmer als nur verantwortungslos.
"Die Presse", Print-Ausgabe, 29.10.2015

Atomkraftlobbyist: „Vielleicht kann man ja aus dem Zeug [Atommüll] etwas Sinnvolles machen."
Auszug aus einem profil-Interview:
Atomkraft als solche kann man nicht mehr wegbringen, sie ist da. Wie gehen wir also damit um? Nach Fukushima sagt man: Wir wollen sie verbannen. Aber man hätte nach dem Unglück auch sagen können: Das waren noch alte Reaktoren, und die Firma war nicht gerade am letzten Stand der Technik - das müssen wir einfach besser machen.
In der Schweiz tuckern die schon lange, da passiert gar nichts.
Ich bin kein dezidierter Atomkraftgegner. Atomkraft erzeugt jedenfalls kein CO2.
Ich glaube einfach, dass Skepsis dem Fortschritt gegenüber ein bisschen mehr begründet gehört, als dass man nur sagt: Mein Gefühl spricht dagegen. Das ist zu wenig.
Ich würde sagen, es ist so genannter Atommüll. Vielleicht kann man ja aus dem Zeug etwas Sinnvolles machen. Vor Atommüll fürchte ich mich nicht, wenn er gut gelagert ist.

profil 2011

Taschners Religionsverständnis:
Wenn Kanzlerin Merkel sagt, der Islam gehört zu Deutschland, ist das verrückt.
ÖVP-Enquete zum Thema Werte und Leitkultur, 2016


Ich bezeichne mich selbst als fromm, weil ich bete. Ich spreche kein Bittgebet, ich erwarte mir von Gott nichts. Ich habe einfach das Bedürfnis eines Lobpreisgebets zu einem Gott, den ich nicht kenne.
Anfang 2017 im "Sonntag"

Taschner neoliberal: Pensionsalter auf 70 Jahre anheben!
Die Wahrheit ist den Menschen zumutbar. Angesichts der demoskopischen Entwicklung lautet sie schlicht: Die stabile Finanzierung der Pensionen wird nur dann gelingen, wenn das Antrittsalter deutlich angehoben wird. Deutlich bedeutet: auf 70 Jahre.
"Die Presse", Print-Ausgabe, 13.10.2011

 

08.2017

Rudolf Taschner
Rudolf Taschner

PV-Akademie - Vorarlberg: Aktueller Veranstaltungshinweis

2017.09.29.-30.aV VERSCHOBEN! Weitblick Bildungsfo
Weitblick Bildungsforum - Die Veranstaltung wurde abgesagt und wird wahrscheinlich im Frühling nachgeholt. MENSCH LEHRER  -  Über die Lücke zwischen Mensch und Pisa „Was macht das gegenwärtige Bildungssystem mit dem Menschen?“ Die ... (mehr lesen)
ab 20,00 €

Über die  Weitblickgesellschaft
Nachhaltig. Unabhängig. Interdisziplinär.
Die Weitblickgesellschaft ist eine gemeinnützige, politisch und finanziell unabhängige GmbH mit Sitz in Vorarlberg. Als solche entwickeln und fördern wir sozial innovative Projekte in den Bereichen Bildung und Pädagogik, psychosoziale Gesundheit, Integration sowie Umweltbewusstsein.
Ziel und Anliegen
Unser Ziel als Weitblickgesellschaft ist es, nachhaltig zur positiven gesellschaftlichen Entwicklung beizutragen. Wir sind überzeugt, dass der Weg zu einer ökologisch-, ökonomisch- und sozial-nachhaltig ausgerichteten Gesellschaft nur über Bewusstseinsbildung und Persönlichkeitsentwicklung des Einzelnen führt. Das existenzanalytische Menschenbild nach Viktor. E. Frankl bietet klare Orientierung an. Denn gesellschaftliche Herausforderungen stellen zunächst einmal Herausforderungen für den Einzelnen dar.

07.09.2017

MENSCH LEHRER Über die Lücke zwischen Mensch und Pisa
Weitblick Bildungsforum

Lange Warteliste für neue Lehrer/innen im LSR Salzburg

Wie die Salzburger Nachrichten berichten, sind in Salzburg noch 315 Lehrer/innen ohne Job.
Dabei handelt es sich hauptsächlich um zukünftige Volkschullehrer/innen. Im Bewerbungspool des LSR sind aktuell 248 VS- und 67 NMS-lehrer/innen gelistet. Laut Karl Premißl, Leiter des Referates der Öffentlichen Pflichtschulen im Landesschulrat Salzburg sei das im Bereich der Primärstufe kurz vor Schulbeginn nichts Außergewöhnliches. In den nächsten Wochen und Monaten würden sich einige zusätzliche offene Stellen, z.B. durch Langzeitkrankenstände, Karenzvertretungen oder anstehende Pensionierungen, ergeben. Volksschullehrer/innen werden auch die Möglichkeit bekommen in den Neuen Mittelschulen auszuhelfen. Aber wahrscheinlich wird ein Teil nicht so schnell eine Anstellung bekommen, dämpft Premißl die Hoffnungen, dass alle Absolventen der PH, die sich für eine Stelle beworben haben, noch im Schuljahr 2017/18 einer Schule zugewiesen werden.
Im Notfall sind die meisten VS-Lehrer/innen auch bereit, zumindest vorübergehend, eine Stelle an einer NMS anzunehmen. Denn für die NMS ist die Warteliste kürzer und die NMS-Lehrer/innen „werden mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit bald in einer Klasse unterrichten, denn hier ist der Bedarf groß und deshalb muss im Laufe des Schuljahres auch auf Volksschullehrer zurückgegriffen werden“, so Premißl. Aber groß sei der Bedarf vor allem an Sonderpädagog/innen. 

 

06.09.2017

Ing. Mag. Dr. Karl Premißl Referatsleiter
Ing. Mag. Dr. Karl Premißl Referatsleiter Pflichtschulen Salzburg

Bildungspsychologin Spiel: Eine gute Lehrer/in ist, kann, soll, muss ...

Ein lesenswertes Interview mit Christiane Spiel im Interview im kurier.at
Viele Reformen wurden in den vergangenen Jahren in die Wege geleitet. Alle hatten das Ziel, die Leistungen der österreichischen Schüler zu verbessern. Zumindest zu Beginn des Reformprozesses waren diese Ziele erkennbar. Die in den allermeisten Reformverhandlungen mühsam erreichten Kompromisse haben sich oft, zu oft von diesen Zielen sehr weit entfernt. Parteipolitische und ideologische Unflexibilität, oder treffender Borniertheit, sind zwar sicher ein wesentlicher Faktor dafür, dass die Reformen kaum Wirkung zeigten, aber sicher nicht der alleine Grund. Der KURIER sieht auch den Umstand, dass bisher die Lehrer/innen weniger im Fokus standen, als eine mögliche Ursache. Denn sie sind der zentrale Erfolgsfaktor in einem erfolgreichen Schulsystem, wie der neuseeländische Bildungsforscher John Hattie in einer Metastudie herausgefunden hat.
Die Frage, warum in der öffentlichen Debatte so wenig darüber gesprochen wird, was einen guten Lehrer ausmacht, nahm der KURIER als Ausgangspunkt für ein Interview mit der Bildungspsychologin Christiane Spiel.

 

Kurze Auszüge aus dem Interview:
Der/Die gute Lehrer/in:
-    braucht eine gute und solide fachliche Ausbildung, sowohl wissenschaftlich als auch fachdidaktisch
-    benötigt auch eine gute diagnostische Kompetenz
-    muss wissen, wie man selbstwertförderliches Feedback gibt
-    muss authentisch sein
-    braucht Ergebnisverantwortlichkeit als Grundhaltung
-    muss psychische stabil sein
-    sollte vermitteln können, dass Leistung etwas Positives ist
-    evaluieren ihren Unterricht regeelmäßig
-    bildet sich selbstverständlich weiter,
-    sieht sich als Team in der Schule
-    und arbeitet an der Schulentwicklung mit.
Der/Die Lehrer/in:
-    benötigen wesentlich mehr Unterstützungssysteme
-    (alle) sollten auf akademischem Masterniveau ausgebildet werden. Nicht mehr für einen Schultypus, sondern für eine Altersstufe.

Zum Thema Gewerkschaft meint Spiegel:
„Ich weiß nicht, ob die Gewerkschaft, so wie sie aufgebaut ist, dazu in der Lage ist. Eine Gewerkschaft als Standesvertretung ist wichtig. Mir fehlt eine Professionsvertretung, die fragt, wie der Beruf sich entwickeln soll, welche Qualitätsstandards es braucht. Allein die Tatsache, dass viele Kinder nicht sinnverstehend lesen können, zeigt, dass Qualitätssicherung notwendig ist. Eine Professionsvertretung sollte sicherstellen, dass es für Pädagogen selbstverständlich ist, sich weiterzubilden, sich als Team in der Schule sehen und an der Schulentwicklung mitzuarbeiten. Und sie sollte auch eine "Verabschiedungskultur" für nicht geeignete Lehrpersonen entwickeln und etablieren.“
„Es gibt Länder, wo das mehr verbunden ist. Aber es ist ein Zwiespalt, diese Doppelrolle wahrzunehmen. Man sieht z. B. bei der Ärztekammer, dass dieser Spagat nicht einfach zu bewältigen ist. Sie organisiert zwar Weiterbildungen und Zertifikate, sieht sich aber gleichzeitig bedroht, wenn von staatlicher Seite Qualitätssicherungsmaßnahmen gesetzt werden.“
Die ÖLI-UG beweist, dass es im Bildungsbereich auch einer Gewerkschaft möglich ist, ohne einen großen „Spagat“ vollführen zu müssen. (Anm. der Redaktion oeliug.at)

 

05.09.2017

Prof. Christiane Spiel: Uni Wien Uni Fakultät für Psychologie
Prof. Christiane Spiel: Uni Wien Uni Fakultät für Psychologie

Bildungsreform: Stadtschulratspräsident Himmer informiert

Mitte Juni 2017 haben die Parteien SPÖ, ÖVP und die Grünen die langverhandelte Bildungsreform im Nationalrat beschlossen. Damit ist ein großer Schritt zur Weiterentwicklung des österreichischen Bildungssystems gelungen, ist der Wiener Stadtschulratspräsident Mag. Heinrich Himmer überzeugt. Er präsentiert konkret Inhalte der Reform und spricht über Änderungen bzw. Neuerungen, welche in Zukunft im Bildungssystem ihren Platz finden werden und über die Bedeutung der Bildungsreform für Wien.

Referent: Mag. Heinrich Himmer, amtsführender Präsident des Wiener Stadtschulrates
Mittwoch, 13. September 2017, 18:30 – 20:30 Uhr im BIZ, Praterstraße 25a, 1020 Wien

Eintritt frei
>>> Zur Anmeldung

 

04.09.2017

Bildungsreform: Stadtschulratspräsident Himmer informiert
Bildungsreform: Stadtschulratspräsident Himmer informiert