Berufsschule: Petition für mehr Lohngerechtigkeit

Optierungsrecht aus dem Sondervertrag IL in das Besoldungsschema pd

Ein Zwischenbericht von Beate Anna Halbeisen

 

Geschätzte Kolleginnen und Kollegen,
diese Woche war ich zum 17. Kongress der Gewerkschaft öffentlicher Dienst als Gastdelegierte und eine der VertreterInnen der UGÖD geladen.
Wie ihr wisst, hat der Zentralausschuss der Berufsschulen Vorarlberg im vergangenen Herbst eine Petition zur Angleichung der Gehälter im Sondervertrag an das neue Gehaltsschema pd in unseren Schulen zur Unterzeichnung aufgelegt. Zwei Drittel aller Kolleginnen und Kollegen in allen Schulstandorten Vorarlbergs haben diese Petition unterschrieben.
Die Weiterleitung dieser Petition an die Zentralausschüsse der Berufsschulen in den anderen Bundesländern mit der Bitte, doch ähnliche Initiativen zu starten, hat in einem kleinen Eklat geendet.
Die Vorsitzende der Gewerkschaft Berufsschule hat in einem an mich gerichteten Mail, das cc an alle Zentralausschüsse in Österreich weitergeleitet wurde, dieser Initiative eine Abfuhr erteilt mit der Begründung, was denn ein Bundesland mit einem Organisationsgrad von lediglich 30 % (Anm: das ist der Anteil der zahlenden Mitglieder der GÖD) überhaupt mitreden und initiieren wolle. Meine Kompetenzen als ZA-Vorsitzende würden wohl an den Landesgrenzen enden.
Trotz dieser vermeintlichen Niederlage habe ich bei einem Besuch der UGÖD im Unterrichtsministerium - einem Termin den unser UGÖD-Vorsitzende Reinhart Sellner ermöglichte - vergangenen Herbst nochmals dieses Anliegen persönlich dem damaligen Sektionschef der scheidenden Bildungsministerin Heinisch-Hosek, Ing. Mag. Andreas Thaller, vorgetragen.
Der Vorsitzende-Stellvertreter der Gewerkschaft Berufsschule, Herr Herberger, hat ebenfalls zu einem persönlichen Gespräch in dieser Angelegenheit gebeten. Auch ihm als langjährigen Vertreter der GÖD Gewerkschaft Berufsschule habe ich die Notwendigkeit einer Korrektur der bestehenden Gehaltsschemata schlüssig zu erklären versucht.
Zudem habe ich sowohl im Ministerium als auch im Gespräch mit Herrn Herberger darauf hingewiesen, dass eine Gesetzeskorrektur im neuen Dienstrecht bezüglich des Wegfalls des verpflichtenden Masterstudiums im Bereich der Berufspädagogik anzustreben sei. Eine Änderung sollte dahingehend gefordert werden, dass im Sinne einer Gleichbehandlung der freie Zugang zu einem optionalen Masterstudium gesetzlich verankert werden müsse, da ein Masterstudium für manche Berufskarrieren wichtig sei und es nicht sein könne, dass diese Option den BerufsschulkollegInnen verwehrt bleibe.
Und nun, ein Jahr nach diesen Ereignissen, kann ich euch zumindest von einem Teilerfolg in dieser Angelegenheit berichten:
Alle unsere Forderungen sind offiziell von der Bundesvertretung der Berufsschulen der GÖD in den Anträgen betreffend Dienstrecht aufgenommen worden.
Ein erster Schritt ist nun gemacht und ich freue mich wirklich, dass wir als ZA Vorarlberg auch an diesem positiven Schritt in Richtung Korrektur beteiligt waren.
Ein großer Dank gilt an dieser Stelle vor allem Reinhart Sellner, Gary Fuchsbauer und allen anderen engagierten MitstreiterInnen der UGÖD, die mir moralische Unterstützung gaben und darüber hinaus auch mit fachlicher Kompetenz zur Seite standen und stehen.
In diesem Sinne:                 Join the union - change the union!

Beate Anna Halbeisen, BEd
Vorsitzende des ZA der Berufsschulen Vorarlberg

>>> zur Petition und Unterstützungserlärung unterschreiben

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Newsletter 05/2016 der ÖLI-UG in den Berufsschulen
ÖLI-UG - Besprechung mit GS Thaller im BMBF zu folgenden BS-Themen:
Optionsmöglichkeit in das neue Dienstrecht „Pädagogischer Dienst“ und die
Zukunft des Masterstudiums für BerufsschullehrerInnen
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Newsletter 04/2016 der ÖLI-UG in den Berufsschulen
Gegenüberstellung Dienstrecht alt (SV) - Dienstrecht neu (PD)
Lehrer im derzeitigen Sondervertrag auf längere Sicht stark benachteiligt.
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