Mobbing, Cyber-Grooming, Sexting - Neue Medien - Chancen oder Gefahren?

Vortrag von Alexander Wachter

Mobbing, Cyber-Grooming, Sexting - Neue Medien - Chancen oder Gefahren?

Do 22.02.2018
19.30 Uhr
HAK/HAS Feldkirch


•    Was kann ich tun, um meine Kinder bzw. SchülerInnen vor den Gefahren des Internets zu schützen?
•    Wie kann ich für mein Kind Verantwortung übernehmen?
•    Wie kann ich verhindern, dass unsere Kinder durch das Medium Internet Opfer oder gar Täter werden?
•    Was kann ich als LehrerIn oder Elternteil tun?

 

Alexander Wachter arbeitet als Ermittlungsbereichsleiter beim
Landeskriminalamt im Bereich Sexualdelikte, davor hat er im
Bereich IT-Forensik und IT-Ermittlungen gearbeitet.

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NEOS: Sozialindex muss für alle Schulformen gelten – inklusive Gymnasien

In der Presseaussendung der NEOS: „Auch Gymnasium muss zur sozialen Durchmischung angehalten werden“, zeigt sich der Bildungssprecher und Klubobmann der NEOS, Mathias Strolz, über die Aussagen des Bildungsministers Faßmann in der aktuellen Debatte zu einem Sozial- oder Chancenindex irritiert: „Dieser Index muss sich natürlich über alle Schulformen erstrecken. Wenn Minister Faßmann mit dem Gedanken spielt, einen Sozialindex nur für die NMS einzuführen, um hier lediglich auf die Mittel für Teamteaching zuzugreifen, hat er nicht verstanden, was ein Sozialindex leisten können muss. Wir müssen auch das Gymnasium zur sozialen Durchmischung verpflichten, um die Spaltung der Gesellschaft nicht weiter voran zu treiben.“
Ein weiteres Problem sieht Matthias Strolz in der mangelhaften Verankerung des Chancenindex in Bildungsreform. „Jetzt sind wir vom guten Willen des Ministers abhängig", kritisiert damit Strolz erneut die Nachgiebigkeit im Rahmen der Verhandlungen zur Bildungsreform der SPÖ in diesem Punkt gegenüber der noch schwarzen ÖVP.
Laut Strolz müssen die finanziellen Mittel für das Bildungsressort deutlich erhöht werden: „Alleine für das Schließen der strukturellen Lücke brauchen wir rund 800 Millionen Euro alleine für 2018“, rechnet der NEOS-Chef vor. Weitere 400 Millionen Euro jährlich seien für die Umsetzung eines „brauchbaren und effizienten Chancenindex“ erforderlich.

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NOST: Jetzt auch Opt-out für neue Klassen in den NOST-Schulen möglich

Wie berichtet, wird der allgemein verpflichtende NOST-Start 2018/19 verschoben. Das sieht der nun vorliegende Gesetzesentwurf von Bildungsminister Faßmann vor.Für bereits bestehende NOST-Schulen wird eine Ausstiegsmöglichkeit aus der Verpflichtung zur NOST geschaffen. Das soll für geplante NOST-Einstiegsklassen ab Herbst 2018 gelten, SGA-Beschluss vorausgesetzt.

Die Möglichkeit des Opt-out gilt aber nicht für jene Klassen, die bereits jetzt in einsemestrigen Modulen unterrichtet werden. Diese bleiben laut den Gesetzeserläuterungen bis zum Abschluss, Matura oder Abschlussprüfung, "NOST-Klassen".

Welche Schulen diese Opt-out-Möglichkeit nutzen werden wird wohl hauptsächlich von ihrer Einschätzung der Entwicklung der "Causa NOST" in den nächsten Jahren abhängen.
Zu erwarten ist, dass vor allem die berufsbildenden mittleren Schulen (BMS), wie Handelsschulen und Fachschulen, die Möglichkeit des Opt-out für ihre Einstiegsklasssen nutzen werden. Vor allem für diese Schulen hat sich gezeigt, dass die NOST nicht optimal ist.

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Für Pädagog/innen: Ein Copy & Paste-Buch über (rechtlich) richtiges "Copy & Paste"

Buchtitel:

Freie Unterrichtsmaterialien finden, rechtssicher einsetzen, selbst machen und teilen
von Muuß-Merholz
Alles über Open Educational Resources
„Dieses Buch zeigt, wie Open Educational Resources (OER) die Arbeit in der Schule erleichtern können. Da ist es nur konsequent, dass das Buch auch selbst ein Beispiel für ein solches Material ist. Sie können das Buch also nicht nur passiv lesen, sondern auch aktiv mit dem Material weiterarbeiten, es ausschneiden, bearbeiten, neu zusammenstellen, kopieren und verbreiten. Das geht in digitaler Form einfacher als auf Papier.  Deswegen finden Sie im Web unter www.was-ist-oer.de alle Inhalte dieses Buchs zum Download.  Dort, wie auch auf der Produktseite zum Buch unter www.beltz.de, finden Sie zusätzliche Online-Materialien mit Praxishilfen und Hintergründen.“
Text: Jöran Muuß-Merholz/Beltz in der Verlagsgruppe Beltz • Weinheim Basel

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ÖVP-FPÖ-Regierung als Chance für ArbeitnehmerInnen im öffentlichen Dienst?

GÖD-Magazin präsentiert das Regierungsprogramm als bunte Smartie-Vielfalt (siehe Titelbild des GÖD-Magazins) und distanziert sich von der “heulenden Oppositionsmeute“ 1)

 

Ein Kommentar von Reinhart Sellner

 

Streichen von öffentlichen Aufgaben und Aufnahmestopp oder Arbeitsplätze, auch für 50+?
Der inoffizielle Chefredakteur Fritz Neugebauer lässt im Editorial kurz den GÖD-Vorsitzenden Norbert Schnedl zu Wort kommen. Der reagiert auf die unmissverständlich angesagte neoliberale Offensive mit einer defensiven, auf die angespannte Personalsituation im öffentlichen Dienst beschränkte Ansage: Die von der Regierung angekündigte "Aufgabenreform" könnte zur Entlastung der KollegInnen durch den Wegfall von Aufgaben führen, wegen der großen Pensionierungswelle bräuchte es aber auch Neuaufnahmen. Und für sein Strukturreformprogramm hat der zuständige Justizminister Moser in einem ZIB2-Interview versprochen „partizipativ mit der Bevölkerung und gleichzeitig mit den öffentlich Bediensteten für Österreich mit Österreich“ vorzugehen. Nicht das Schaffen notwendiger Arbeitsplätze zur Sicherung der Qualität gemeinwohlorientierter Leistungen und zum Abbau von chronischer Überbelastung der KollegInnen, sondern das Reduzieren von Aufgaben, egal ob Verwaltungsabläufe vereinfacht oder am Sozialstaat gespart werden soll. Kostenneutrales Wohlverhalten gegenüber dem neuen ÖVP-FPÖ-Dienstgeber und seiner sozial restriktiven Budgetpolitik? 

Wirtschafts-, Sozial-, Steuer- und Budgetpolitik kein GÖD-Thema?
Die UGÖD-Forderung nach einer sachlich fundierten, kritischen Einschätzung des Regierungsprogramms durch die GÖD ist im GÖD-Vorstand Minderheitenprogramm geblieben. Die von ÖVP und FPÖ intendierten Folgen für die ArbeitnehmerInnen im öffentlichen Dienst und in den ausgegliederten Betrieben, für Voll-, Teilzeit- und prekär Beschäftigte aller Branchen, für Erwerbsarbeitslose, für Alte und Junge, Frauen und Männer, MigrantInnen und "Einheimische", für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und Demokratie sind bis auf weiteres für FCG und anscheinend auch für die FSG kein GÖD-Thema. Eine Folgeneinschätzung des vorliegenden Regierungsprogramms sei keine Aufgabe der Teilgewerkschaft GÖD, sondern eine des ÖGB, der für Wirtschafts- und Sozialpolitik, für Steuer- und Budgetpolitik zuständig ist. Eine erste ÖGB-Stellungnahme gibt es seit November 2017, sie ist auch für GÖD-Mitglieder abrufbar unter www.oegb.at.

 

Sozialabbau zugunsten marktmächtiger Unternehmen oder Vorbereitung gewerkschaftlicher Maßnahmen für eine soziale Steuer- und Budgetpolitik und für funktionierende öffentliche Dienste?
Die über 5 Seiten ausgebreitete Titelgeschichte im aktuellen GÖD-Magazin 1/2018 heißt "Die Gelegenheit ergreifen.“ Was diese mit .....

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GÖD-Klarstellung: GÖD seit 2003 nicht mehr Eigentümer der damaligen „WBV-GÖD“

Rechtliche Schritte zum Entzug der Namensführung eingeleitet


Wien (OTS) - Aufgrund der aktuellen Medienberichterstattung über einen fragwürdigen Verkauf von Geschäftsanteilen an der ehemaligen „Wohnbauvereinigung der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst Gemeinnützige Gesellschaft m.b.H.“ (kurz: WBV-GÖD) sieht sich die Gewerkschaft Öffentlicher Dienst (GÖD) zu nachstehender Klarstellung veranlasst:
Die GÖD hat sämtliche Anteile an der Wohnbaugesellschaft bereits im Jahr 2003 abgetreten und ist seither nicht mehr an dieser Gesellschaft beteiligt. Die Aufrechterhaltung der Gemeinnützigkeit stand damals außer Zweifel.
Bereits im November 2017 wurde von der GÖD die Berechtigung zur Namensverwendung (Wort- und Bildmarke) im Firmenwortlaut entzogen. Nachdem der Firmenwortlaut nicht geändert wurde, mussten seitens der GÖD Klagsschritte zur Durchsetzung eingeleitet werden.
Entgegen der medialen Berichterstattung hält die GÖD fest, dass kein Naheverhältnis der GÖD zur genannten Wohnbaugesellschaft besteht. Verunsicherten Gewerkschaftsmitgliedern bietet die GÖD wie bisher Unterstützung an.

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Schulschwänzen: Geldstrafen sollten nur die allerletzte Maßnahme sein.

Die ehemalige Bildungsministerin und jetzige Bildungssprecherin der SPÖ, Sonja Hammerschmid, nimmt Stellung zu den Plänen, einige Tage Schulschwänzen umgehend mit über hundert Euro zu bestrafen.

Den Schulschwänzer/innen zu helfen würde der Sache mehr dienen, anstatt sie der türkisblauen und „einfallslosen Strafpädagogik“ auszusetzen, kritisiert Hammerschmid ihren Nachfolger im Bildungsministerium. Aber offenbar sei „Strafen und Sanktionieren“ auch in der Bildungspolitik „das Leitmotiv dieser Regierung“. Beim Griff in die reaktionäre pädagogische Mottenkiste geht es Faßmann offensichtlich um parteipolitisches Kleingeld. Aber sicher nicht um eine Problemlösung. Schulschwänzen habe in der Regel „viel tieferliegende Gründe, wie etwa Schulangst, Mobbing oder familiäre Probleme. Diese werden nicht mit einer Verwaltungsstrafe gelöst“. Denn „sie geht nicht an die Wurzeln des Problems und trifft besonders jene Familien, wo es sozial ohnehin schwierig ist“, so Hammerschmid. „Gerade dort, wo es einen schwierigen sozialen Background gibt oder Kinder in einer problematischen persönlichen oder schulischen Phase sind, muss es Ziel des Bildungssystems sein, zu helfen und zu unterstützen – etwa mit Sozialarbeit und Jugendcoaching“.
In der letzten Regierung wurde deshalb auch ein entsprechendes Verfahren entwickelt, das vor allem auf Kommunikation und Helfen aufbaute. Strafen wurde erst als allerletzte Maßnahme vorgesehen. „Unser Grundsatz muss Helfen sein, statt Strafen“, mahnt Hammerschmid. Vor allem in der Bildungspolitik.

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Schließung der Integrationsklassen an Sonderschulen - Es geht ums Sparen

Leserbrief in den Oberösterreichischen Nachrichten von Erich Gusenbauer zur Diskussion um die Schließung der Integrationsklassen an Sonderschulen.

 

Erich Gusenbauer bringt es auf den Punkt: Es geht ums Sparen

 

Die Diskussion um das Aus für Integrationsklassen an Sonderschulen zeigt deutlich: Im Bildungsbereich geht es seit langem nicht mehr um Qualität oder gar um die Bedürfnisse der Kinder oder Eltern.
Es geht ums Sparen! Sonst ist es ein Aberwitz, dass dort, wo die geforderte Inklusion seit Jahrzehnten bewährte Realität ist, die Klassen dichtgemacht werden.
Die „Präventive Integration“ funktioniert an allen nun gefährdeten Standorten, weil die Rahmenbedingungen ein ideales Miteinander von beeinträchtigten und nicht-beeinträchtigten Schülern ermöglichen. An diesen Schulen wurde die Gretchenfrage „Sonderschule-Regelschule entweder oder“ schon vor langem mit einem klaren „sowohl als auch“ in bester Weise umgesetzt!
Prof. Erich Gusenbauer, Linz

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Petition: Initiative zur Erhaltung des erfolgreichen Schulversuches an der Steyrdorfschule

Initiative zur Erhaltung des erfolgreichen Schulversuches an der Steyrdorfschule

 

Petitionstext
Unser Ziel ist es, eine dauerhafte Lösung für die Weiterführung des Schulversuches "Inklusive Klassen an Sonderschulen" an der Steyrdorfschule ASO1 zu erreichen!
In die Steyrdorfschule zu gehen, bedeutet einer Gemeinschaft aus Kindern mit und ohne Beeinträchtigung anzugehören, an der sich Lehrer und Eltern engagiert beteiligen. Gleichzeitig erhalten die Kinder eine ausgezeichnete Schulbildung durch ganzheitliches Lernen! Dennoch darf im Jahr 2018/19 keine erste Volksschulklasse am Standort Steyrdorfschule geführt werden.
Begründung:
Die I-Klassen der Steyrdorfschule an einer kooperierenden Steyrer Volksschule zu führen, ist mit den derzeitig zur Verfügung stehenden gesetzlichen Regelungen kaum möglich, die hohe Qualität des Schulversuchmodells ist somit nicht haltbar.

>>> Link zur Petition

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Petition für Weiterführung inklusiver Klassen an Kompetenzzentren/ Sonderschulen

Gesetzgeber dreht erfolgreiche Schulversuche einfach ab

 

Petitionstext:
Mit Schreiben des Landesschulrates vom Donnerstag, 1. Februar wurde der Nikolaus Lenau Schule Gmunden und 9 weiteren Schulen in OÖ mitgeteilt, dass der Schulversuch „Inklusive Klassen an Kompetenzzentren/ Sonderschulen“ eingestellt wird und in Folge für das Schuljahr 2018/2019 kein Antrag zur Führung des Schulversuchs genehmigt werden kann.

Forderung:
Die Unterzeichnenden fordern die Schaffung rechtlicher Rahmenbedingungen, die es ermöglichen an Standorten von Kompetenzzentren/ Sonderschulen inklusive Klassen für Pflichtschülerinnen und Pflichtschüler zu führen.
Begründung:
Seit 26 Jahren besuchen Volksschülerinnen und Volksschüler den Sonderschulstandort Gmunden im Schulversuch. Ein wesentlicher Teil des Konzepts ist es, den Kindern mit oftmals schweren Behinderungen und teils erhöhtem Pflegeaufwand eine gewohnte Umgebung zu bieten und diese gemeinsam mit Kindern ohne Beeinträchtigungen zu unterrichten.
>>>> Link zur Petition

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Lehrkräfte sind hochbelastet und (noch) hochmotiviert - Ergebnis der aktuellen Studie über die Arbeitszeit der Lehrer/innen in Deutschland

Wie die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) berichtet, belegt die aktuell in Hannover vorgestellte Studie der Georg-August-Universität über die Arbeitszeit der Lehrer/innen, dass die Lehrkräfte in Deutschland im Durchschnitt länger als vergleichbare Beschäftigte im öffentlichen Dienst arbeiten.


Vorweg - Ergebnisse der Studie auch auf Österreich anwendbar:

Es handelt sich zwar um eine deutsche Studie und deshalb um die Arbeitsbedingungen der Lehrkräfte in Deutschland, aber ihre Ergebnisse spiegeln auch die Verhältnisse in Österreich wider. Vergleichbare Ergebnisse brachte eine vor fast 20 Jahren von der damaligen Unterrichtsministerin Gehrer und der Gewerkschaft öffentlicher Dienst (GÖD) in Auftrag gegeben Studie über die Lehrerarbeitszeit in Österreich. Auch diese Studie bewies, dass Lehrer/innen im Durchschnitt mehr Stunden pro Jahr arbeiten als Angestellte. Ministerin Gehrer, wohl nicht verdächtig Lehrer/innenfreundlich zu sein und wenig erfreut über die Ergebnisse, ließ die Studie kurzerhand in der Schulblade verschwinden.


Viele Lehrkräfte sind hochmotiviert, aber auch stark belastet. Über 48 Stunden im Durchschnitt in der Woche 
Die Metastudie „Studien zur Arbeitszeit von Lehrkräften in Deutschland“ des Göttinger Sozialwissenschaftler Dr. Frank Mußmann und Dr. Thomas Hardwig ist eine Vergleichsanalyse von 20 Studien aus sechs Jahrzehnten zur Lehrkräftearbeitszeit. „Das Bild ist nun sehr umfassend und eindeutig“, sagte Mußmann. „Lehrkräfte sind aufgrund zu hoher Arbeitszeitvorgaben gegenüber vergleichbaren Beschäftigten im öffentlichen Dienst im Mittel schlechter gestellt. Es fehlten „Erholungsmöglichkeiten in den Schulpausen, die Sieben-Tage-Woche ist in der Schulzeit quasi obligatorisch und die Entgrenzung der Arbeitszeit ist fast die Regel.“
48 Stunden und 18 Minuten pro Woche arbeiten laut Studie die deutschen Lehrer/innen im Schnitt an Grundschulen, Gesamtschulen und Gymnasien. Berücksichtigt man die längeren Ferien des Lehrpersonals, arbeiten sie 1 Stunde und 40 Minuten über der Vergleichsbasis. Nicht berücksichtigt ist in dieser Rechnung, dass Lehrer/innen in den Ferien zumeist erhebliche Arbeit mit nach Hause nehmen.


Arbeitszeit endlich senken!
Lehrer/innen bekämen ständig neue Aufgaben, Pflichtstunden seien dagegen nicht reduziert worden. Die Gesundheitsrisiken seien immens. "Hier brauchen wir dringend Entlastungen", die Arbeitszeit müsse endlich gesenkt werden, forderte Laura Pooth, Vorsitzende der GEW Niedersachsen in ihrem Kommentar „Arbeitszeit endlich senken!“ zur Studie.
Alle Studien, gleich welche Methoden angewendet wurden, zeigten ein klares Ergebnis: Lehrkräfte arbeiten erheblich zu viel und es existiert ein riesiger Berg nicht sichtbarer Überstunden – ohne Bezahlung, ohne Zeitausgleich, vielfach ohne Perspektive auf Besserung. Denn als zweites Ergebnis der Analyse von Thomas Hardwig und Frank Mußmann zeigt sich, dass der relative Anteil an Unterricht (an der Gesamtarbeitszeit) tendenziell kleiner wird und der unsichtbare Teil der Arbeit größer, stellt Pooth klar und fordert deshalb, dass es keinen Aufschub mehr geben darf:  „Die Fakten liegen auf dem Tisch. Immer und immer wieder bestätigt und an keiner Stelle widerlegt. Die Lehrkräftearbeitszeit muss gesenkt werden. Angesichts der Tatsache, dass die außerunterrichtlichen Tätigkeiten zunehmen und diese aber keinesfalls beschnitten werden können, weil sonst die Qualität der Arbeit und der selbst gestellte Professionsanspruch leiden, ist es umso dringender, die Unterrichtsverpflichtung zu senken.“


>> Link zur Studie:
Zeiterfassungsstudien zur Arbeitszeit von Lehrkräften in Deutschland
Konzepte, Methoden und Ergebnisse  von Studien zu Arbeitszeiten und Arbeitsverteilung  im historischen Vergleich 
Expertise im Auftrag der Max-Träger-Stiftung
Von Thomas Hardwig, Frank Mußmann - unter Mitwirkung von: Stefan Peters, Marcel Parciak

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Informationsveranstaltungen der TLI-UG im Februar 2018:

 

 

Bewerbungs- & Stellenbesetzungsverfahren neu an AHS & BMHS
26.2.2018 Innsbruck - 27.2.2018 Imst - 28.2.2018 Wörgl

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UGÖD Rundbrief 2018/2 / Nr. 1: Wer wir sind. Die Unabhängigen stellen sich vor.

Liebe Kolleginnen und Kollegen,


wie schon im ersten Rundbrief des Jahres werfen wir auch diesmal wieder einen Blick hinter die Kulissen. Wir zeigen, wer wir sind, und wie ihr uns ganz direkt und persönlich kontaktieren könnt. Wir stehen euch nicht nur mit Rat und Tat zur Seite, sondern freuen uns auch über eure Fragen und Anregungen! Und noch mehr freuen wir uns, wenn ihr bei uns mitmacht! Denn gemeinsam sind wir stark.

 

Eure Unabhängige GewerkschafterInnen im Öffentlichen Dienst und in ausgegliederten Betrieben

 

In diesem Rundbrief:

  • LehrerInnen-Dienstrecht
  • Die Unabhängigen stellen sich vor:
  • UGÖD-Schriftführer: Josef Gary Fuchsbauer
  • UGÖD-Kassierin: Connie Lamm
  • UGÖD-Behindertenbeauftragter: Manfred Pacak
  • UGÖD-Öffentlichkeitsarbeit: Manfred Gengler
  • UGÖD-Öffentlichkeitsarbeit: Marion Polaschek
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Bildungsreformgesetz 2017: Übersichtliche Zusammenfassung von Gary Fuchsbauer

Bildungsreformgesetz 2017

 

PP Präsentation aktualisiert am 06.02.2018 zum Autonomiepaket
Erstellt von Gary Fuchsbauer für die PV-Akademie

>>> Download der Praäsentation

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„Das Notensystem ist ein reines Steuerungsinstrument“ - mit wenig pädagogischer Substanz

Ein lesenswertes Interview mit dem Wiener Schuldirektor Josef Reichmayr im derStandard.at: "Wir reden nur über die blöden Noten"
Josef Reichmayr ist Volks- und Sonderschullehrer und seit 1998 Schulleiter der Integrativen Lernwerkstatt Brigittenau, eine Ganztagsvolks- und -mittelschule der Stadt Wien. Und er weiß von was er spricht, wenn es um das Thema Schule geht. Nicht nur deshalb ist er auch das das Sprachrohr der Initiative #LerneGerne.
Im Standard-Interview mit Petra Stuiber argumentiert er schlüssig gegen die Behauptungen der Ziffernnoten-Befürworter, die, je länger über „die blöden Noten" geredet wird, immer abstrusere Blüten produziert. So postete kürzlich ein schwarzer AHS-Lehrervertreter ein Foto eines Zeugnisausschnittes, das in allen Fächern identische verbale Beurteilungen enthält. Auf wiederholte Aufforderungen, einen Quellennachweis für die Echtheit zu erbringen, gab es viele „Reaktionen“ aber kein Beweis für die Authentizität des Faksimiles.
Aber zurück zum interessanten Interview mit Josef Reichmayr.
Ein Ausschnitt zum Thema Noten:
Reichmayr: Wir wollen allen vor Augen führen, dass es Alternativen gibt, die funktionieren. Tausende Volksschullehrerinnen und -lehrer in ganz Österreich praktizieren das seit Jahren mit viel Aufwand und großer Wirkung. …. Das Notensystem ist ein reines Steuerungsinstrument. Wenn Kinder mit zehn Jahren auseinandergerissen werden in ihren Schulverläufen, dann braucht man natürlich die Noten, um zu begründen, wer an welche Schule gehen darf. Das war bisher schon so, jetzt wird noch eins draufgesetzt.

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Teil2: Im Radio nachhören: Vortrag Ahmad Mansour: Religiöse Radikalisierung bei jungen Menschen

Link Teil 2 der > ORF Vorarlberg Radio - Sendung 'Kultur nach 8 vom Donnerstag, 01. 02. 2018:

Link Teil 1 der > ORF Vorarlberg Radio - Sendung 'Kultur nach 8 vom Mittwoch,     31. 01. 2018:

Kultur nach 8 sendete den ersten Teil des Vortrages von Ahmad Mansour.

 

Mansour kam auf Einladung der UBG und gemeinsam mit dem ORF wurde sein Vortrag im ORF veranstaltet. 

 

>>> Zum Bericht von Rebekka Moser über den Vortrag von Ahmad Mansour:

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Ein Appell des PHV-Rektors, doch endlich die Gesamtschule einzuführen

Die Gemeinsame Schule sei der einzig richtige Weg, ist sich Gernot Brauchle, Rektor der Pädagogischen Hochschule Vorarlberg (PHV), sicher.

Im ORF Vorarlberg-Interview begründet er, weshalb die geplante und im Landtag beschlossene Ein-führung der Gemeinsamen Schule in der Modellregion Vorarlberg dringend realisiert werden sollte.
Wie berichtet („Modellregion Vorarlberg – Nur ein Klotz am parteiideologischen Bein der ÖVP?“), ist laut der neuen Bildungslandesrätin Schöbi-Fink das Forschungsprojekt und die Modellregion auf Grundlage der türkisblauen Regierungspläne wahrscheinlich kein Thema mehr für die Vorarlberger Landesregierung. Die Wahrscheinlichkeit einer Umsetzung der Gemeinsamen Schule in der Modellregion Vorarlberg ist also nur mehr sehr gering.
Mit fatalen Folgen!
Ein Großteil der Kinder will oder soll nach Vorstellungen der Eltern ein Gymnasium besuchen.
Aber weil in Vorarlberg nur rund 1.000 Gymnasiumplätze für die knapp 4.000 Kinder, die heuer die Volksschule verlassen, zur Verfügung stehen, entstehe für die Schüler/innen ein enormer Druck, so Brauchle. Erschwerend sei, „dass der Druck auf die Kinder bereits in der dritten Klasse Volksschule beginne, nicht erst in der vierten Klasse“, führt der Rektor der PHV weiter aus.
Eine unglaublich schwierige Situation für die Kinder, Eltern und Unterrichtenden
Das führe sogar soweit, dass immer mehr „Eltern bei Lehrern um gute Noten betteln“ oder mit Klagedrohungen gute Noten für ihre Kinder erzwingen wollen. „Es sei eine unglaublich schwierige Situation.“
Die Gemeinsame Schule sei der einzig richtige Weg
Die untragbare Belastung vieler Kinder durch die allzu frühe Differenzierung im österreichischen Schulsystem sei aber nicht der einzige Grund für seinen Appell für eine rasche Einführung der Gesamtschule: „Das zeige auch der Vergleich von Deutschland mit Österreich. In Deutschland sei die Zahl von Schülern, die aus schwierigen Verhältnissen stammen und gute Schulnoten bekommen, gestiegen, in Österreich sei genau das Gegenteil passiert. Wenn man in Österreich so weitermache, produziere man mit diesem Schulsystem Menschen ohne große Zukunft“, sagt Brauchle.
Weil die neue Vorarlberger Bildungslandesrätin der Pädagogischen Hochschule offen gegenüber stehe und im Bereich der Ausbildung gleich denke, hege er hohe Erwartungen an Schöbi-Fink.

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Im Radio nachhören: Vortrag Ahmad Mansour: Religiöse Radikalisierung bei jungen Menschen

Link Teil 1 der > ORF Vorarlberg Radio - Sendung 'Kultur nach 8 vom Mittwoch, 31. 01. 2018:

Kultur nach 8 sendete den ersten Teil des Vortrages von Ahmad Mansour.

 

Teil 2 wird morgen gesendet.

 

Mansour kam auf Einladung der UBG und gemeinsam mit dem ORF wurde sein Vortrag im ORF veranstaltet. 

 

>>> Zum Bericht von Rebekka Moser über den Vortrag von Ahmad Mansour:

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Offener Brief der Gew. der Hochschullehrer/innen an BM Heinz Faßmann: Wider die nationalsozialistischen Texte und Lieder in universitätsnahen Gruppierungen

Sehr geehrter Herr Bundesminister Faßmann!


Die Universitätengewerkschaft ist entsetzt über die menschenverachtenden Texte und Äußerungen rechtsradikaler Burschenschaften, die nunmehr -und zum wiederholten Mal - an die Öffentlichkeit gedrungen sind. In Ihrem Verantwortungsbereich, sehr geehrter Herr Bundesminister, liegen die Bildungsinstitutionen, in denen rechtsradikale Burschenschaften agieren und aus denen diese Organisationen Ihren Nachwuchs rekrutieren- Jugendliche, Schülerinnen und Schüler, Studierende.


Wir fordern ein öffentliches Zeichen Ihrerseits, in dem klar und unmissverständlich zum Ausdruck kommt, dass in österreichischen Bildungseinrichtungen nicht nur Texte und Äußerungen untragbar sind, sondern dass es absolut inakzeptabel ist, wenn Rechtsradikale sich aus der Verantwortung stehlen, indem sie behaupten, nichts gewusst zu haben oder Texte mit nationalsozialistischen, antisemitischen Inhalten, die in den Druckwerken der Burschenschaften veröffentlicht werden, nicht zu kennen. Auch Mitglieder von Burschenschaften und Mädelschaften verfügen über ausreichenden Bildungszugang, mit Nichtwissen zu argumentieren ist untragbar.


Als Universitätengewerkschaft fordern wir die öffentliche und unmissverständliche Verurteilung - nicht nur der rechtsextremen Inhalte und Handlungen , sondern insbesondere der Argumentation von Unwissenheit zur Rechtfertigung.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

a.o. Univ.-Prof. Dr. med. Martin Tiefenthaler
Facharzt für Innere Medizin (Nephrologie)
Vorsitzender der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst – Bundesvertretung 13 - WKP

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Modellregion Vorarlberg – Nur ein Klotz am parteiideologischen Bein der ÖVP?

Nach dem VN-Interview mit der neuen Vorarlberger Bildungslandesrätin Schöbi-Fink ist die Wahrscheinlichkeit einer Umsetzung der Gemeinsamen Schule in der Modellregion Vorarlberg nur mehr sehr gering. Wer von der Nachfolgerin Bernadette Mennels, die das ambitionierte Projekt „Modellregion Vorarlberg“ auf Schiene gebracht hat, klare Worte der Unterstützung erwartet hat, wurde enttäuscht. Obwohl es einen Beschluss des Landtages mit den Stimmen aller Parteien für die Umsetzung der Gemeinsamen Schule im Rahmen der Modellregion Vorarlberg gibt, ist Schöbi-Fink schon zufrieden, wenn „durch unsere Schullandschaft noch mehr als bisher ein Ruck geht“.

Originalzitat dazu aus dem Interview auf die Frage: 

Können Forschungsprojekt und Modellregion auf Grundlage der Regierungspläne überhaupt noch ein Thema sein?

Schöbi-Fink: „Wir haben im Landtag mit den Stimmen aller Parteien beschlossen, dass wir die Empfehlungen des Forschungsprojekts Schritt für Schritt umsetzen. Am Ende dieses Prozesses, bei dem die Experten von acht bis zehn Jahren ausgehen, schlagen diese eine gemeinsame Schule vor. Jetzt sind wir seit gut zwei Jahren auf diesem Weg. Wenn wir es schaffen, dass durch unsere Schullandschaft noch mehr als bisher ein Ruck geht, dass die Schulen, die bei den Themen Ganztagsschulen, innere Differenzierung, Talente fördern, schon sehr weit auf ihrem Weg sind, anderen Mut machen, auch Mut zur Veränderung, dann haben wir viel erreicht.“
Kurz: Soll heißen, weil die türkisblaue Koalition die Gesamtschule nicht will, müssen wir uns auch nicht mehr für die Modellregion in Vorarlberg stark machen!"
So einfach wird man den Klotz am parteiideologischen Bein los - glaubt die Ländle-ÖVP.   

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Müssen und können wir überhaupt die Schulen vor dem Einsickern „rechtsextremen Gedankengutes“ schützen?

Wahrscheinlich ist es „Eulen nach Athen tragen“. Aber weil bei der derzeitigen politischen Machtkonstellation in Österreich nicht vollkommen ausgeschlossen werden kann, dass sich in den nächsten Jahren „rechtsextremes Gedankengut“ unter dem Deckmantel der Freiheit der Bildung, oder sonst irgendwie, in das österreichische Bildungssystem einschleicht, sei die Erklärung der mehr als 100 Schriftsteller zur Causa Landbauer auch den Pädagog/innen an den österreichischen Bildungseinrichtungen ans Herz gelegt. Mit der Bitte, wachsam zu sein. Denn, so Gertrude Pressburger: "Es braut sich rundherum wieder so viel zusammen, nicht nur in Österreich."


derStandard.at - Kommentar der anderen: „Die Lieder der Germania sind Verhetzung“
In den Texten geht es nicht um "Jux" oder "Spott", sondern um Nazipropaganda

 

Auszug aus der Erklärung von über 100 Schriftstellern und Künstlern zur Causa Landbauer:
Die im Liederbuch der Germania enthaltenen Barbareien sind durch nichts zu relativieren. …. Sie verherrlichen den Massenmord und rufen zum Massenmord auf. Das sind nicht die Gesänge alter Nazis, es sind die Lieder neuer Nazi-Generationen. …. Es gibt keine harmlose Begründung, die die Existenz dieser Lieder in einem Studentenliederbuch erklären könnte. Literarisch-musikalische Werke wie die der Germania verstoßen nicht nur gegen das Wiederbetätigungsverbot, sie sind Verhetzung. …. Wir fürchten, unter dem Deckmantel der Freiheit der Kunst, ein Einschleichen dieses Liedergutes und jener Gedanken, unter deren Herrschaft so viele unserer Vorgänger einen hohen Preis bezahlt haben.
>>> Link zum gesamten Text

Unterzeichnet haben unter anderem: Ruth Beckermann Reinhold Bilgeri Arno Geiger Michael Heltau Hubert von Goisern Elfriede Jelinek Erni Mangold Peter Matic Gerhard Ruiss Robert Schindel Peter Weibel Erwin Wurm

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"Dran bleiben!" Ratschlag des Radikalisierungsexperten Ahmad Mansour für Pädagogen

Dran bleiben! Das ist einer und wohl der wichtigste von vielen Ratschlägen des Radikalisierungsexperten Ahmad Mansour für Pädagogen. Der Psychologe sensibilisierte auf einem von der unabhängigen Bildungsgewerkschaft organisierten Vortrag im ORF Landesstudio für die zunehmende Radikalisierung muslimischer Jugendlicher.

 

Ein Bericht von Rebekka Moser über den Vortrag von Ahmad Mansour

 

(ORF-Bericht über den Vortrag: V-Heute)


Düster ist es das Bild, das der Programmdirektor der „European Foundation for Democracy“
zeichnet. Unsere Gesellschaft habe der Radikalisierung muslimischer Jugendlicher kaum etwas entgegenzusetzen und jedes gesellschaftliche Problem sei auch ein Problem von Schulen und somit von Pädagogen. Mansour weiß, wovon er spricht.  Nicht nur die jahrelange Beratung radikalisierter Jugendlicher, sondern auch seine eigenen Erfahrungen machen ihn zum Experten. Der Bestsellerautor lebt heute in Berlin, aufgewachsen ist er aber als muslimischer Israeli - eine Kindheit mit Konfliktpotential. Rückblickend weiß er sehr gut, warum er beinahe selbst zum radikalen Muslim geworden wäre. Er war ein Außenseiter, ein Streber ohne Freunde und ein geeignetes Opfer für den Imam der heimischen Moschee. „Es ist ein Machtgefühl, das man auf einmal spürt. Man fühlt sich besser als alle anderen und man gehört zu den moralisch Guten, die Druck ausüben können“, sagt das ehemalige Mobbingopfer Mansour und räumt mit einem Klischee der Radikalisierung auf.

Elitärer Stolz statt Angst
Nicht Diskriminierungen stehen am Anfang einer Radikalisierung, sondern Lebenskrisen wie zerrüttete Familien, Krankheit und Tod, psychologische Traumata oder das Fehlen der Vaterfigur. Salafismus entstehe nicht aus dem Nichts, er setze genau dort an, wo Jugendliche am empfindlichsten sind - bei der Suche nach der eigenen Identität, der Sehnsucht nach dem Dazugehören. Die radikalen Muslime holen

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Sage NEIN!

Allein die Verschiebung der NOST ist keine Lösung

Wie berichtet, wurde der verpflichtenden Start der Neuen Oberstufe (NOST) um zwei Jahre auf SJ 2021/22 verschoben.

 

Aber nicht alle Betroffenen sind mit dieser Entscheidung „glücklich“.


Ein Kommentar von Manfred Sparr
Denn es gibt nicht nur KollegInnen, die aufatmen, wenn die NOST in Frage gestellt wird, sondern auch jene, die das frustriert, weil an ihrer Schule die NOST funktioniert und sie viel Arbeit und Herzblut für das Gelingen hineingesteckt haben. In Schulen, an denen die NOST zwar mit großen Hoffnungen und viel Einsatz aller Betroffenen eingeführt wurde, aber nicht die erwarteten Ergebnisse erzielt werden können, ist der Unmut darüber jedenfalls nachvollziehbar, dass sie die „ungeliebte“ Neue Oberstufe weiterführen müssen und keine Wahloption mehr haben. Vor allem, weil durch die neuerliche Verschiebung die Wahrscheinlichkeit gestiegen ist, dass die NOST in zwei, drei Jahren endgültig Geschichte sein wird. Also viel Arbeit für Nichts?
Die schlechteste mögliche Entscheidung?
Die Verschiebung der NOST um weitere zwei Jahre ist meines Erachtens die schlechteste mögliche Entscheidung. Weil eine Verschiebung alles andere als eine Lösung des Problems ist, es ist eine feige Entscheidung, sowohl politischen als auch in der Sache. Damit wird die bestehende Unsicherheit und der teils tiefe Frust über die NOST an den Schulen weiter verstärkt und prolongiert. Anstatt eine klare Entscheidung zu fällen, wird, wie gehabt, weiter lamentiert.
Allen Betroffenen muss doch klar sein, dass auf Dauer nicht zwei komplett unterschiedliche Systeme der Schulorganisation parallel funktionieren können. Vor allem, weil die NOST äußerst umstritten ist. Aber auch die notwendigen Verwaltungsprogramme, die immer komplexer und (leider) unflexibler werden, sprechen dagegen.
Was bitte ist gut daran, dass sich die berufsbildenden mittleren Schulen (BMS) mit der NOST herumschlagen müssen, die, wie die bisherigen Erfahrungen zeigen, für diesen Schultyp vollkommen ungeeignet ist? Dass sich jene Schulen freuen und diese Entscheidung feiern, die ihre Schulorganisation noch nicht auf die NOST umgestellt haben und dies auch zukünftig nicht wollen, ist nachvollziehbar, aber mit Verlaub, nicht wirklich fertig gedacht und schon gar nicht konsequent. Denn der Umbau – Lehrpläne, Verwaltungsprogramme usw. - geht ja trotzdem weiter und in zwei, drei Jahren geht das Zittern wieder los.
Eine klare und vor allem schnelle Entscheidung in der derzeit lähmenden Ungewissheit ist dringend angesagt: NOST weiterführen, abschaffen oder etwas Neues einführen. Dabei möchte ich nur am Rande darauf hinweisen, dass die ursprünglichen Konzepte für eine „echte“ Modulare Oberstufe eine gute Alternative zur NOST darstellen.  
Offenbar ist Entscheidungsschwäche in der Bildungspolitik auch in der "neuen Politik" ein bestimmender Faktor. Und die türkis angehauchten AHS-Gewerkschafter feiern jetzt diese "feige" Entscheidung auch noch medial ab.

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Von den „seperaten Deutschklassen“ über das „dreistündige Deutschkursprogramm" zum „Projekt Förderklassen“ = quasiseparate Deutschklassen

Wie vor zwei Wochen berichtet, staunten die türkisblauen Strategen nicht schlecht, als ihr Bildungsminister Faßmann seine Vorstellungen im Ö1 – Interview, wie er sich die Förderung jener Schüler/innen, die nicht ausreichende Deutschkenntnisse besitzen um dem Unterricht folgen zu können, konkretisierte. Jene Schüler, die nicht ausreichend die Landessprache beherrschen, sollen beispielsweise drei Stunden pro Tag in einem Kursprogramm Deutsch lernen und in der restlichen Unterrichtszeit am normalen Unterricht in der Klasse teilnehmen. Das sorgte natürlich für Verwirrung, steht doch im türkisblauen Regierungsprogramm: „Deutsch vor Regelunterricht mit eigenen Deutschklassen", wie Mölzer (FPÖ) sofort dem schwarzen Minister über den Kurier ausrichtete. Man werde das noch mit Faßmann ausdiskutieren. Ein paar Stunden später meinte Faßmann, dass er sich selbstverständlich zum Regierungsprogramm bekenne … (siehe auch: „Faßmanns Klarstellung zu den Herbstferien und Widersprüche bei Deutschklassen“)

Quasiseparaten Deutschklassen

Schnell, auffallend schnell wurde daraufhin von Kurz und Strache das „Projekt Förderklassen“ vorgestellt. Dabei handelt es sich um die Einrichtung von „quasiseparaten Deutschklassen“: Die "außerordentlichen Schüler", das sind Kinder, die nicht ausreichend Deutsch können, sollen künftig in eigenen Sprachförderklassen gesondert unterrichtet werden. Neu und nicht den Vorgaben des Regierungsprogramms entsprechend, ist der gemeinsame Unterricht mit ihren Altersgenossen im Werk-, Turn- und Zeichenunterricht. Damit will man offensichtlich Kritikern zuvorkommen, die davor warnen, dass separate Deutschklassen die Gefahr einer Ghettobildung in sich tragen. Nur mit gemeinsamen Werk-, Turn- und Zeichenunterricht wird man dieses Problem zwar vom Tisch, aber nicht aus der Schule reden können.
Schnellschuss mit vielen Fragezeichen

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Neu ab Schuljahr 2018/19: Verpflichtendes Fort- und Weiterbildungsplanungsgespräch

Für die Lehrer/innen gelten die Bestimmungen im Beamtendienstrechtsgesetz über „Mitarbeitergespräch und Teamarbeitsbesprechung“ nicht (siehe BDG § 213d).

Ab dem Schuljahr 2018/19 muss die Schulleitung Fort- und Weiterbildungsplanungsgespräche mit dem Lehrpersonal führen und dokumentieren.

Das ist zwar kein Ersatz für ein ausführliches und thematisch breit gefächertes Mitarbeitergespräch, aber zumindest wird damit ein wichtiger Bereich der Schule und des Lehrberufes, die Fort- und Weiterbildung aufgewertet. Die entsprechende gesetzliche Verankerung erfolgte im Rahmen des neuen Bildungsreformgesetzes. Und zwar im (neuen) Paragrafen § 213e Beamtendienstrechtsgesetz (BDG):
BDG § 213e. (1) Die Schulleitung (Schulcluster-Leitung) hat mit jeder Lehrperson regelmäßig einzeln oder in Kleingruppen Gespräche zur Planung der individuellen Fort- und Weiterbildung für die kommenden drei Schuljahre zu führen. Die Ergebnisse dieser Gespräche sind schriftlich zusammenzufassen und von der Schulleitung (Schulcluster-Leitung) sowie der Lehrperson zu unterfertigen. Eine Ausfertigung dieser Zusammenfassung verbleibt bei der Lehrperson.
(2) Die Führung der Fort- und Weiterbildungsplanungsgespräche darf einer Abteilungsvorstehung oder einer Fachvorstehung bezüglich der diesen unterstehenden Lehrpersonen ganz oder zum Teil übertragen werden. Eine Ausfertigung der Zusammenfassungen ist der Schulleitung (Schulcluster-Leitung) zu übermitteln.
Dazu die Erläuterung (Seite 173) zum § 213e:

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Barbara Gessmann-Wetzinger zum Bildungsprogramm der ÖVP-FPÖ: „Sehe einen sehr negativen Ansatz“

Barbara Gessmann-Wetzinger, Lehrerin und Vorstandsvorsitzende der ÖLI-UG, hat sich das Kapitel Bildung im Regierungsprogramm der ÖVP-FPÖ genau angeschaut.
Im Interview mit oeliug.at erklärt uns Barbara Gessmann-Wetzinger, was ihr an den bildungspolitischen Vorhaben der neuen Regierung Unbehagen bereitet.


oeliug.at: Wie lautete Ihre erste Bilanz nach dem Studium des Regierungspapiers?
Gessmann-Wetzinger: Grundsätzlich sehe ich einmal einen sehr negativen Ansatz:
Zum Beispiel die Stärkung der Aufsicht über Bildungseinrichtungen und die stärkeren Sanktions- und Kontrollmöglichkeiten.
Daneben werden schon lange selbstverständliche Dinge angepeilt:
Die verpflichtenden Fortbildungen sind Realität, die Einstellungserfordernisse gibt es und auch Sanktionsmöglichkeiten gibt es.
Wem gegenüber will die Regierung damit Durchsetzungskraft signalisieren, dem Stammtisch?

oeliug.at: Gehen wir die wichtigsten Aussagen im Regierungsprogramm durch. Wie beurteilen Sie, als Lehrerin, Personalvertreterin, Gewerkschafterin und last but not least als politisch interessierte Österreicherin diese Punkte?
Beginnen wir mit der Ankündigung, das laut ÖVP-FPÖ „bewährte differenzierte Schulsystem erhalten und ausbauen“ zu wollen.
Gessmann-Wetzinger: Das Ende unserer Träume, nein mehr – das Ende eines von der OECD mehrfach empfohlenen und im Österreich der vergangenen Jahre zaghaft angedachten Weges, mit dem der zu frühen Selektion österreichischer Kinder ein Ende bereitet werden soll.
Das bedeutet Schluss mit den Modellregionen für eine Gesamtschule und Schluss mit der Modellregion Vorarlberg, für die es sogar einen aufrechten Landtagsbeschluss gibt.

oeliug.at: „Auflösung Schulsprengel“?
Gessmann-Wetzinger: Das geht auf Kosten von Brennpunktschulen, weil dort keiner mehr hingeht, der es irgendwie vermag.
Das geht auf Kosten der dort übrig bleibenden Kinder.
Je schlechter die Durchmischung, umso schlechter der Ertrag für alle.

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Zu viele negative Asylbescheide! Wenn positive Integration zum Nachteil wird …

Rückfall bei Integration, lautet der Titel eines lesenswerten Leserbriefes in der „KirchenZeitung im Netz“, in dem Margarete Aschauer anhand eines Asylbescheides die problematische Entwicklung in der Asylpolitik aufzeigt: Es scheint „überhaupt keine Rolle zu spielen […], ob sich jemand integrieren will oder nicht. Alles werde zum Nachteil der Betroffenen ausgelegt.
Hat die Schule bei der Erfüllung des § 2 SchOG völlig versagt?“
Gary Fuchsbauer (ÖLI-UG), Mathematik- und Religionslehrer, ist entsetzt: „Ich hatte ja schon bisweilen gehört, dass Asylbescheide manchmal grauslich sind. Aber dass jemandem Asyl verweigert wird, weil er in Österreich seine Integrationsfähigkeit bewiesen hat und daher auch in Afghanistan, wo er noch nie war, leben wird können, lässt mich an der Menschlichkeit meiner KollegInnen im öffentlichen Dienst verzweifeln.“ Im Kurier-Artikel „ÖVP-Spitzenpolitikerin: "Wer arbeiten will, soll bleiben dürfen", spreche sich sogar eine VP-Politikerin für ein Bleiberecht aus. Aber auch in diesem Artikel wird das Wohl der heimischen Wirtschaft über die Not der Geflohenen gestellt, ergänz Fuchsbauer fragt sich: „Haben wir Lehrerinnen und Lehrer bei der Erfüllung des § 2 Schulorganisationsgesetz (SchOG) „Aufgabe der österreichischen Schule“ (siehe unten) völlig versagt?“
Auszug aus dem Leserbrief „Rückfall bei Integration“:
Nunmehr zeigt sich allerdings, dass die Integrationsschritte für die Katz sind, weil zu viele negative Bescheide ausgestellt werden, und dort liest sich sowas: „Sie haben die Deutschprüfung A2, Sie sind in der Gemeinde aktiv und legen Integrationsschreiben vor, sie haben einen Lehrplatz … Sie haben einen Werte- und Orientierungskurs besucht ..., Sie engagieren sich in der Unterkunft bei diversen Hilfstätigkeiten und können dolmetschen für andere“ … und dann weiter: „daher, wie festgestellt wird, sind Sie mobil, gesund sowie anpassungs- und arbeitsfähig. Vor Ihrer Ausreise aus dem Iran konnten Sie als Schneider Ihr Überleben sichern. Auch in Österreich bewiesen Sie Ihre Lern- und Anpassungsfähigkeit ... Eine Abschiebung nach Afghanistan ist zulässig.“ – Obwohl diese Personen Afghanistan nur vom Fernsehen kennen, weil sie im Iran geboren wurden und die ganze Familie dort nach wie vor unter verheerenden Bedingungen illegal leben muss, werden sie in ein Land abgeschoben, das ihnen fremd ist, mit der Begründung „auch in Österreich bewiesen Sie Ihre Lernfähigkeit“.

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Bildungschancen: Nicht die Leistung zählt, sondern der Bildungshintergrund der Eltern

Welche Faktoren sind wahrscheinlich dafür ausschlaggebend, dass Kinder von der Volksschule in eine AHS wechseln? Die ORF-Redaktion versucht in einem Bericht mit dem Titel „Kinder polnischer Mütter öfter an AHS – Bildung wird vererbt“ diese Frage zu beantworten.
Und es ist durchaus interessant, welche Erkenntnisse uns die von der Bildungsforscherin Barbara Herzog-Punzenberger analysierten und für die Konferenz zu „Migration und Mehrsprachigkeit“ zusammengestellten Forschungsdaten bringen.
Bedeutender Faktor ist das Geburtsland ihrer Mütter …
So unterscheidet sich die Übertrittsquoten von Volksschulkindern an eine AHS stark nach dem Geburtsland ihrer Mütter. Dementsprechend beträgt etwa die AHS-Quote von Kindern österreichischer Mütter 34%. Über dieser Quote liegen die Kinder von Müttern aus Polen (56 %), Ägypten (47 %), Deutschland (46 %), Slowenien und Slowakei (je 40%), während sie bei kosovarischen und türkischen Müttern nur bei je 15% Prozent liegt.
… aber der Grund liegt vor allem am Bildungsprofil der Eltern und an regionalen Faktoren
Die Leistungsunterschiede zwischen Schüler/innen mit bzw. ohne Migrationshintergrund haben wenig damit zu tun, ob Deutsch Erstsprache der Kinder ist oder nicht, sondern vielmehr der Bildungshintergrund der Eltern. So besteht auch ein Zusammenhang mit dem Anteil an akademisch gebildeten Müttern in den einzelnen Herkunftsgruppen und dem Anteil ihrer Kinder, die die Unterstufe der AHS besuchen. 
Überhaupt ist die AHS-Teilnahme stark vom Bildungshintergrund der Eltern beeinflusst - selbst bei gleicher Leistung bei der Bildungsstandarderhebung. So besuchen bei gleicher Kompetenz in Mathematik von 533 Punkten bei den Standards (Leistungsdurchschnitt aller getesteter Schüler) über 60 Prozent der Kinder von universitär ausgebildeten Eltern eine AHS, über 40 Prozent der Kinder von Eltern mit Matura, aber nur 24 Prozent der Kinder von Eltern mit Pflichtschul- oder Lehrabschluss.

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Viertklässler: Und jedes Jahr der K(r)ampf mit dem „differenzierten Schulsystem“

ORF: Gabelung auf dem Bildungsweg - Wohin nach der vierten Klasse?
„Schafft es mein Kind nach der Volksschule in die AHS? Diese Frage beschäftigt wohl den Großteil der Eltern deren Kinder die Volksschule besuchen. Und jedes Jahr vor den Semesterferien wird der K(r)ampf mit dem „differenzierten Schulsystem“ in den Medien thematisiert. Heute nimmt sich der ORF in einem gut recherchierten Artikel „Gabelung auf dem Bildungsweg - Wohin nach der vierten Klasse?“ dieser Problematik an.
Da geht es um die Ängste der Eltern, was wohl aus ihrem Kind werde, wenn es nicht ins Gymnasium kommt. In Schulen mit Kindern aus „höheren sozialen Schichten“ beginne das Bangen bereits ab der zweiten Klasse, in der Dritten sei es ein Dauerthema aber in der vierten Klasse werde es „richtig unangenehm“, wenn die Schularbeiten anstehen“, so Gabriele Kulhanek-Wehlend, Institutsleiterin an der Pädagogischen Hochschule Wien: „Da werden sowohl Lehrerinnen und Lehrer als auch Kinder verstärkt unter Druck gesetzt.“
Aber nicht nur die Eltern machen Druck auf die Kinder, weiß Karin Haslgrübler, Schulpsychologin im Wiener Stadtschulrat: „Lehrer auf Schüler, Eltern auf Lehrer, Schüler machen sich selbst Druck“.
Die frühe Trennung nach der vierten Schulstufe ist das wichtigste und meist kritisierte Merkmal des differenzierten Schulsystems. Übrigens ein Novum in der EU. Nur noch in Deutschland wird ein ähnliches System angewandt.
Und jedes Jahr um diese Zeit, stellt man sich die Frage, weshalb tun wir das den Kindern, Eltern  und Lehrer/innen an? Es gibt ja bekannte und bewährte Alternativen. Zum Beispiel die Gesamtschule, von Kritikern des differenzierten Schulsystems seit Jahrzehnten gefordert und von eingeschworenen Gesamtschulgegnern bisher verhindert. Die stark ideologisierte Debatte zwischen der SPÖ und der ÖVP ist nach dem vorliegenden türkisblauen Regierungsprogramm für die nächsten Jahre vom Tisch. Das differenzierte Schulsystem habe sich bewährt, steht im Regierungsprogramm der ÖVP und FPÖ.
Differenziertes Schulsystem ist „wenig effektiv und sozial ungerechter“
Dass sich das differenzierte Schulsystem „bewährt“ habe, ist nur schwer nachvollziehbar. Was zum Beispiel laut der Österreichische Gesellschaft für Forschung und Entwicklung im Bildungswesen (ÖFEB), die Ergebnisse der internationalen Bildungsforschung zeigen: Mehrgliedrige Schulsysteme wie in Deutschland und Österreich sind „wenig effektiv und sozial ungerechter sind“. Je länger Kinder und Jugendliche eine gemeinsame Schule besuchen, desto weniger sei ihr Bildungserfolg von der Herkunftsfamilie abhängig. Aber dieser Effekt ist offensichtlich von den Machern der „Neuen Politik“ nicht gewünscht.
Für den Soziologen Heinz Bude sortiere dieses System viel zu früh, weil mit 10 Jahren nicht „festgestellt werden kann, welches Kind auf die Universität gehört“ und „welches sich auf eine Facharbeiterexistenz vorbereiten soll“. Es sei ein Teufelskreis, „der die einen in der Schule erfahren lässt, dass sie wie von selbst immer besser, und die anderen, dass sie, was auch immer sie unternehmen, immer schlechter werden“.

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Rektor Gerald Bast will „Proteststruktur“ schaffen und sieht "Paradigmenbruch im Bildungssystem"

ORF.at: Laut einem Beschluss des Unisenats der Universität für angewandte Kunst soll eine eigene „Proteststruktur“ aufgebaut werden. Mit wissenschaftlichen wie künstlerischen Mitteln sollte damit rasch auf „gesellschaftliche Gefährdungspotenziale und manifeste Fehlentwicklungen Entwicklungen“ wie Sozialabbau, Demokratieabbau, Fremdenfeindlichkeit oder Verrohung der Sprache, aber auch auf einzelne Politikeraussagen reagiert werden können, präzisiert der Rektor der Angewandten Gerald Bast. Die Umsetzung soll durch Arbeitsgruppen, die sich aus allen Instituten zusammensetzen, erfolgen.
Bast sieht auch einen „Paradigmenbruch im Bildungssystem“, bei dem systemische Zusammenhänge zu vermitteln wichtiger sei als der Blick auf Details. „Creative Skills werden alle Sparten durchfluten, so wie in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts die quantitativen Methoden. Die Angewandte hat schon vor ein paar Jahren begonnen, dem Rechnung zu tragen“, so Bast.
>>> zum ORF-Bericht

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Gruber: Für den Sozialwissenschaftler und Minister Faßmann gilt das "intellektuelle Reinheitsgebot"

Ein wichtiger Appell an den Bildungsminister Faßmann von Karl Heinz Gruber im Standard: Kommentar der Anderen „Mut zum eigenen Verstand, Herr Minister!“


Lesenswert!

 

Gruber, Ordinarius für Vergleichende Erziehungswissenschaft (i. R.) der Universität Wien und ehemaliger Fakultätskollege des Bildungsministers, erwartet vom Sozialwissenschaftler und Minister Faßmann, dass er zwischen ideologischen Postulaten und wissenschaftlich gesicherter Evidenz unterscheiden kann. Ihm müsste auch klar sein, dass die praktizierte frühe schulische Auslese durch das differenzierte Schulsystem im Alter von 10 Jahren ein Hauptgrund für den beunruhigenden Verlust von gesellschaftlichem Zusammenhalt und das Auseinanderdriften von schichtspezifischen Subkulturen ist.
Der Minister und Wissenschaftler könne es sich daher nicht so leichtmachen wie im Interview mit der "Kronen Zeitung", in dem er meint, dass er froh sei, dass durch das Bekenntnis zur Auslese mit zehn Jahren, das im türkis-blauen Regierungsprogramm verankert ist, die Gesamtschule für ihn "ein Rucksack" sei, "den er sich nicht umhängen muss". Hier irrt der Herr Professor. Als Bildungsminister ist er für das Schulsystem in seiner Gesamtheit verantwortlich, also samt der lästigen Altlast der Struktur der Sekundarstufe I. Mit seiner Rucksackmetapher verhält sich Faßmann wie ein Architekt, der einen Altbau mit gravierenden Setzrissen sanieren soll, aber meint, die Statik gehe ihn nichts an, weil er bloß für die Fassadenrenovierung zuständig sei.

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Lichtermeer für Ute Bock am HeldInnenplatz

Freitag, 2. Februar 17:00 - 19:00
Wien, Heldenplatz

 

Lichtermeer für Ute Bock auf dem Heldenplatz.

 

Veranstalter ist der Verein Flüchtlingsprojekt Ute Bock: 

 

Vor dem #UteBockHaus steht ein erster Bote für das Lichtermeer für Ute Bock am HeldInnenplatz. Den ganzen Tag über habt ihr uns wissen lassen, wie sehr Frau Bock fehlen wird; wie wichtig es ist, dass ihre Arbeit gerade jetzt, wo sie so dringend benötigt wird, auch weiter besteht. Danke für eure Anteilnahme. Danke für eure Worte und danke für eure Taten.
Und warum das alles?

"Dass man am Ende seines Lebens sagen kann: Ich habe versucht, mein Bestes zu geben." - Ute Bock (Auf der FB-Seite des Vereins)

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In memoriam Ute Bock: Mama General

ORF dokFilm In memoriam Ute Bock:Die verrückte Welt der Ute Bock

21.01.2018 23:06 Uhr:
Zivilcourage, Menschlichkeit und Solidarität waren die Grundpfeiler ihres Lebens. Ute Bock hat bis zuletzt ihr Leben der Flüchtlingshilfe gewidmet.
In diesem Film von Houchang Allahyari trifft die unermüdliche Flüchtlingshelferin auf Kabarett- und Filmgrößen wie Roland Düringer, Josef Hader, Karl Markovics, Dolores Schmidinger, Julia Stemberger, Andreas Vitasek und Viktor Gernot.
In dieser verrückten Welt tummeln sich verliebte Polizisten, gnadenlose Beamte, grantige Anrainer und Fremdenpolizisten, die von ihrem Gewissen geplagt werden. .......

ORF Hörbilder: In memoriam Ute Bock: Mama General - Ein Leben für die bösen Buben. Porträt von Cornelia Krebs

Ute Bock hat eine angenehme Stimme. Wenn sie verärgert ist, kann sie allerdings laut werden, sehr laut sogar. Und Frau Bock ärgert sich immer wieder. Wenn etwa die Junkies im Keller ihre Spritzen liegen gelassen haben. Oder wenn zum zweiten Mal im Monat die Küche in Flammen steht. Oder wenn die Nachbarin sich über die Flüchtlinge aus Schwarzafrika aufregt.......
Die ursprünglich für 20.01.2018 vorgesehene Sendung "Wenigstens eine Chance. Geschichte einer Kindesabnahme.", Feature von Christine Pramhas, wird voraussichtlich am 24.02.2018 gesendet.

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Ein höchst trauriger Tag für Österreich - Ute Bock ist tot

Ute Bock zeigte uns, was wahre Zivilcourage, Solidarität und Menschlichkeit bedeutet. Sie setzte sich Zeit ihres Lebens und bedingungslos für Menschen in Not ein. Ihre Stimme, ihr Wirken und ihre meschliche Autorität wird uns gerade in diesen Zeiten fehlen ....
Verein Flüchtlingsprojekt Ute Bock: "In tiefster Betroffenheit müssen wir Ihnen leider mitteilen, dass uns Frau Bock heute verlassen hat. Nach kurzer schwerer Krankheit ist sie heute um 4:40 im Kreise ihrer Schützlinge im Ute Bock Haus verstorben." Bis zur letzten Sekunde habe sich ihr ganzes Denken und Handeln um das Wohlergehen geflüchteter Menschen gedreht, hieß es in einer Aussendung des Vereins. Der Erfüllung ihres größten Wunsches, eines Tages überflüssig zu werden, sei man gerade in Zeiten wie diesen ferner denn je. „Tugenden wie Zivilcourage, Solidarität und Menschlichkeit hat uns Frau Bock zeit ihres Lebens gelehrt“, hieß es: „Ohne viele Worte hat sie einfach gehandelt, sich selbst hat sie dabei nie geschont.“
Bundespräsident Alexander Van der Bellen schrieb auf Twitter: "Mit Ute Bock verliert Österreich einen außergewöhnlichen Menschen. Sie setzte sich Zeit ihres Lebens und bedingungslos für Flüchtlinge, für Menschen in Not ein. Ute Bock hat uns gezeigt, was Menschsein bedeuten kann. In ihren Projekten wird ihr Engagement weiterbestehen."

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Radio Orange: Viel Kritik am Bildungsprogramm von SchülerInnen, Eltern, LehrerInnen und ExpertInnen

Heute kamen in Radio Orange SchülerInnen, Eltern, LehrerInnen und ExpertInnen zum Thema des Monats: „Die geplanten bildungspolitischen Vorhaben der neuen Bundesregierung auf dem Prüfstand“ zu Wort.
Für Jasmin Chalendi, Bundesvorsitzende der AKS (SchülerInnen) verdiene das geplante Bildungsvorhaben der Regierung „eine glatte Fünf“. Schüler/innen wollen „gemeinsam, voneinander in einer gemeinsamen Schule lernen“. Ohne ständigen demotivierenden Leistungsdruck. Die Regierung hingegen spreche „immer von Leistung, Leistung …“. In den 8 Seiten Bildungsprogramm komme 14 mal Leistung, 6 mal Wirtschaft und kein einziges mal Chancengleichheit vor.
Die Bundesvorsitzende der Österreichischen Lehrer/innen Initiative ÖLI-UG, Barbara Gessmann-Wetzinger, liefert eine tiefgreifende Analyse des türkisblauen Bildungsprogramms. Ihre Kompetenz im Bildungsbereich und ihre Praxiserfahrung verleihen ihren Ausführungen besondere Bedeutung. Die Lehrer/innenvertreterin kann am Bildungsprogramm wenig Positives finden. Dafür spannt ihre Kritik über die geplanten Maßnahmen einen weiten Bogen über das gesamte Bildungsprogramm:  Das Festhalten am differenzierten Schulsystem, dem Auflösen der Schulsprengel, dem Rückschritt zu der fünfstufigen Bewertung mit Ziffernnoten, der drohenden Ressourceneinsparung in der NMS, der Erhaltung des Sonderschulwesens, statt Förderung der Inklusion, dem unklugen Chancenpass und Schulranking und der unüberlegten Leistungs- und Ergebnisorientierten Bezahlung des Lehrpersonals.
Das Bildungsprogramm gehe in Summe von einem „negativen Ansatz“ aus. Da ist viel die Rede von Pflicht, Kontrolle, Sanktionen, Verschärfung und Ahndung. Statt Motivation und Chancengleichheit, nimmt Leistung, Kontrolle und Druck eine zentrale Rolle ein.
Karl Dwulit, Vorsitzender des Österreichischen Dachverbandes der Elternvereine, freut sich, dass die Elementarpädagogik jetzt in einem Bildungsministerium von Kindergarten bis zur Uni eingebunden ist. Aber bisher könne das Regierungsprogramm nur als Absichtserklärung gesehen werden, Es sei für ihn „nicht klar, was davon umgesetzt“ werde. Auf keinen Fall würde er Einschnitte im Zusammenhang mit den Mitbestimmungsrechten der Eltern akzeptieren. Er warte mit seiner Beurteilung, bis Konkretes auf dem Tisch liege.
Die Vorsitzende des ÖDKH (ElementarpädagogInnen), Raphaela Keller, sei bei der Beurteilung des Bildungsprogramms „vorsichtig skeptisch“. Vor allen befürchtet sie, dass sich im Rahmen der Ausbildung der Elementarpädagog/innen nichts ändern wird. Die zentrale Forderung des ÖDKH sei die tertiäre Ausbildung der Kindergartenpädagog/innen. Kritisch sieht Keller auch die geplante Leistungsfeststellung der Kinder: „Da sträuben sich mir die Haare!“, und die Beibehaltung der viel zu großen Gruppen, also dem im internationalen Vergleich extrem schlechten Betreuungsverhältnis in den Kindergärten.
Peter Hofmann, Obmann von der NGO „jedesK!ND“, konzentriert sich in seiner Kritik am Bildungsprogramm der neuen Regierung auf die geplante „Sprachfeststellung“, die „Standardisierungstendenz“ und der „Chancengleichheit“, die de facto im Bildungsprogramm nicht vorkommt.
>>> Hörenswert!

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Die Befreiung der Schule von unbrauchbaren Vorschriften ist zu begrüßen, aber da gäbe es noch einige dringende Bildungsreformen.

Wie berichtet (NOST: Verpflichtender Start der Neuen Oberstufe auf SJ 2021/22 verschoben) hat am Dienstag dieser Woche der Ministerrat auf Antrag des neuen Bildungsministers Heinz Faßmann beschlossen, den verpflichtenden Start der Neuen Oberstufe auf SJ 2021/22 zu verschieben und die „Schulverwaltung zu entrümpeln“. Das zweite "Reformvorhaben", vorerst einmal 57 unnötige Vorschriften zu stoppen und in Folge 1.000 bis 1.200 weitere Verordnungen, Erlässe und Rundschreiben, zu streichen, nutzt Heidi Schrodt im derStandard für eine ausführliche und sehr lesenswerte Analyse des Bildungsprogramms: „Erlässe und Verordnungen werden entsorgt, Baustellen im Bildungssystem bleiben“.

Ihr Fazit: Die großen Baustellen bleiben bestehen. Die soziale Ungerechtigkeit unseres Bildungssystems wird nicht in Angriff genommen. Auf die große Reform müssen wir weiterhin warten.

Selbstverständlich sei eine Befreiung der Schule von sinnlosen und unbrauchbaren Vorschriften zu begrüßen, aber der große Reformbedarf bestehe anderswo. Gegenüber den zahlreichen ungelösten Problemen im österreichischen Bildungssystems, mute „diese Schwerpunktsetzung etwas seltsam an. Oder, besser gesagt: Gut, das endlich in Angriff zu nehmen, doch als große Reform sollte man die Maßnahme nicht bezeichnen“, rückt Schrodt diese Maßnahme ins rechte Licht.

In Österreich bestimme wie kaum in einem anderen Land die Herkunft die Zukunft. Die sehr frühe Trennung der Schüler/innen mit zehn Jahren verstärke diese Wirkung. Österreichs Schulsystem ignoriere die Tatsache, dass Österreich ein Migrationsland ist. Ein Drittel der Schulabgänger/innen könne nicht sinnerfassend lesen. Die soziale Ungerechtigkeit sei bei der Bildung besonders gravierend. Darauf müsse das Schulsystem endlich konsequent reagieren, fordert die langjährige Direktorin des Gymnasiums Rahlgasse in Wien und Vorsitzende der Bildungsinitiative BildungGrenzenlos.
Schrodt analysiert das Regierungsprogramm -  schwerpunktmäßig das Bildungsprogramm - hinsichtlich der Lösungsvorschläge zu den oben genannten Problemen. Zusammengefasst: „Nun, es gibt ein paar positive Ansätze in einem Programm, durch das insgesamt ein seltsam strenger Wind weht, zumindest, was die Diktion betrifft.“ Aber die „großen Baustellen bleiben bestehen. Die soziale Ungerechtigkeit unseres Bildungssystems wird nicht in Angriff genommen. Auf die große Reform müssen wir weiterhin warten“ …

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Information zum neuen Dienstrecht für Lehrer/innen Stand 2018

Referent: Josef Gary Fuchsbauer

Mathematik- u. Religions-Lehrer, Koordinator Schulversuch Lehre mit HTL-Matura,
Vors. Stv. in BMHS-ZA und -Gewerkschaft, Mitglied GÖD-Bundeskonferenz und ARGE-LehrerInnen.
Rückfragen: 0680 2124358, fuchsbauer@oeli-ug.at , fuch@litec.ac.at

 

Themen:

  • Qualität der österreichischen Schulen
  • Unterrichtspflicht/Arbeitszeit der Lehrer/innen im neuen Dienstrecht
  • Unterrichtspflicht/Arbeitszeit der Lehrer/innen im alten Dienstrecht
  • Finanzielles:
    Mit vielen Beispielen …
  • Anstellungserfordernisse im neuen Dienstrecht
  • Anstellungserfordernisse im alten Dienstrecht
  • Induktionsphase
  • Weitere Regelungen für den Lehrberuf:
  • jusline.at/gesetz/vbg/paragraf/37    § 37 VBG Anwendungsbereich

>>> Direkt zu den Informationen
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Umfassende Information zum neuen Dienstrecht für Lehrer/innen Stand 2018

Von Josef Gary Fuchsbauer,

Mathematik- u. Religions-Lehrer, Koordinator Schulversuch Lehre mit HTL-Matura,
Vors. Stv. in BMHS-ZA und -Gewerkschaft,
Mitglied GÖD-Bundeskonferenz und ARGE-LehrerInnen.
Rückfragen: 0680 2124358, fuchsbauer@oeli-ug.at , fuch@litec.ac.at
 

Qualität der österreichischen Schulen

Unterrichtspflicht/Arbeitszeit der Lehrer/innen im neuen Dienstrecht
In Unterrichtswochen: 20-22 Stunden unterrichten, 1 Sprechstunde und 2 Stunden sonstige Tätigkeit an der Schule machen. Unterrichtsvorbereitung, Korrekturen und Fortbildung kann auch außerhalb der Schule gemacht werden. Dazu kommen fallweise Konferenzen, Schulveranstaltungen und ab der 10.
Schulstufe Prüfungen außerhalb der Unterrichtszeit.
Sonstige Tätigkeiten sind: Klassenvorstand, Mentoring (Begleitung neuer Lehrpersonen im 1. Jahr), Verwaltung der Lehrmittel, Qualitätssicherung, Fachkoordination, Eltern-SchülerInnen-Beratung, individuelle Lernbegleitung, und anderes.

0-3 weitere dauernde Unterrichtswochenstunden bei Bedarf verpflichtend.

24 unbezahlte einzelne Vertretungsunterrichtsstunden pro Schuljahr.

 

Unterrichtspflicht/Arbeitszeit der Lehrer/innen im alten Dienstrecht
In Unterrichtswochen: 17,2-22 Stunden unterrichten, 1 Sprechstunde. Unterrichtsvorbereitung, Korrekturen und Fortbildung kann auch außerhalb der Schule gemacht werden.
Dazu kommen fallweise Konferenzen, Schulveranstaltungen und ab der 10. Schulstufe Prüfungen außerhalb der Unterrichtszeit.

Sonstige Tätigkeiten wie Klassenvorstand, Mentoring (Begleitung neuer Lehrpersonen im 1. Jahr), Verwaltung der Lehrmittel, Qualitätssicherung, individuelle Lernbegleitung, sind nach Bedarf zu übernehmen und werden extra bezahlt.

25% weitere dauernde Unterrichtswochenstunden bei Bedarf verpflichtend.

unbezahlte einzelne Vertretungsunterrichtsstunden pro Schuljahr (je Schultyp unterschiedlich viele).   

Finanzielles:

 

Beispiel:

Akademiker/in, 20 Wochenstunden Hauptfächer ab der 9. Schulstufe (keine Maturaklassen), Klassenvorstand, Lehrmittelverwaltung = vollbeschäftigt im neuen Dienstrecht).
Das Gehalt im neuen Dienstrecht besteht aus Grundgehalt (14mal 2638,9–4708,5 Euro) und Fächerzulage (12mal 33,5x20=670 Euro). Monatsdurchschnitt: am Anfang: 3213, am Ende: 5283 Euro (14mal). Die Verweildauer in der ersten Gehaltsstufe ist 3,5 Jahre bei Einstieg als Master, 4,5 Jahre bei Einstieg mit 240-ECTS-Bachelor und 8,5 Jahre bei Einstieg ohne Studienabschluss. Es können bis zu 12 Jahre brauchbare Berufserfahrung angerechnet werden. Verweildauer in der 2. und 3. Gehaltsstufe sind 5 Jahre, in der 4.-6. Stufe 6 Jahre.
 
Beispiel:

Akademiker/in, 18 Wochenstunden Hauptfächer an AHS oder BMHS (davon 4 Stunden in Maturaklassen) = vollbeschäftigt im alten Dienstrecht

Ergibt Grundgehalt 14mal 2665–5585 Euro. Klassenvorstand: 10mal 199,50 €, Lehrmittelverwaltung: 10mal 159,60 €, Studienkoordinator: 10mal 159,60 €, Lernbegleitung: 38,30 €/Stunde.

Die Verweildauer in der ersten Gehaltsstufe „II L“ ist bis zu 5 Jahre (befristete Verträge), Vorrückungen alle 2 Jahre. Es können bis zu 10 Jahre brauchbare Berufserfahrung angerechnet werden.

Maximum nach 34 Jahren.
 
Beispiel:

Akademiker/in, 22 Wochenstunden in Schularbeitenfächern der 5.-8. Schulstufe, Klassenvor- stand, Lehrmittelverwaltung (=vollbeschäftigt).
Das Gehalt im neuen Dienstrecht besteht aus Grundgehalt (14 mal 2638,9–4708,5 Euro) und Fächerzulage (12mal 26,1x22=574,2 Euro).
Monatsdurchschnitt: am Anfang: 3131, am Ende: 5200 Euro, 14mal.
Die Verweildauer in der ersten Gehaltsstufe ist 3,5 Jahre bei Einstieg als Master, 4,5 Jahre bei Einstieg mit 240-ECTS-Bachelor und 8,5 Jahre bei Einstieg ohne Studienabschluss.

Es können bis zu 12 Jahre brauchbare Berufserfahrung angerechnet werden. Verweildauer in der 2. und 3. Gehaltsstufe sind 5 Jahre, in der 4.-6. Stufe 6 Jahre.
 
Beispiel:

Akademiker/in, Unterricht außerhalb der Lehrverpflichtungsgruppe 1:

Gleiche Regeln, aber mehr Stunden für Vollbeschäftigung:
LVG 2: 19 Wochenstunden an AHS oder BMHS (davon 4-5 Stunden in Maturaklassen).
LVG 3: 20 Wochenstunden an AHS oder BMHS (davon 4-5 Stunden in Maturaklassen).
LVG 4a: 21 Wochenstunden an AHS oder BMHS (ohne Maturaklassen).
Grundgehalt 14mal 2665–5585 Euro. Klassenvorstand: 10mal 199,50 €, Lehrmittel- verwaltung oder Studienkoordinator: 10mal 159,60 €, Lernbegleitung: 38,30 €/Stunde.   
 
Beispiel:

Akademiker/in, 22 Wochenstunden in jenen Nicht- Schularbeitsfächern, die einen größeren Aufwand bedeuten, ab der 9. Schulstufe, Klassenvorstand, Lehrmittelverwaltung (=vollbeschäftigt im neuen Dienstrecht).
Das Gehalt im neuen Dienstrecht besteht aus Grundgehalt (14mal 2638,9–4708,5 Euro) und Fächerzulage (12mal 13,7x22=301,4 Euro).
Monatsdurchschnitt: am Anfang: 2897, am Ende: 4967 Euro, 14mal.
Die Verweildauer in der ersten Gehaltsstufe ist 3,5 Jahre bei Einstieg als Master, 4,5 Jahre bei Einstieg mit 240-ECTS-Bachelor und 8,5 Jahre bei Einstieg ohne Studienabschluss. Es können bis zu 12 Jahre brauchbare Berufserfahrung angerechnet werden.
Verweildauer in der 2. und 3. Gehaltsstufe sind 5 Jahre, in der 4.-6. Stufe 6 Jahre.   
 
Beispiel:

Primarstufen-Lehrer/in,

Sekundarstufen- Lehrer/in in Nebenfächern 5.-8. Schulstufe,

Lehrer/in der Fachpraxis an berufsbildenden Schulen,

Berufsschulen:

22 Wochenstunden, Klassenvorstand, Eltern-SchülerInnen-Beratung (=vollbeschäftigt).
Das Gehalt beträgt am Anfang 2638,9 und am Ende 4708,5 Euro, 14mal.
Die Verweildauer in der ersten Gehaltsstufe ist 8,5 Jahre bei Einstieg ohne Studienabschluss, 4,5 Jahre bei Einstieg mit 240-ECTS-Bachelor und 3,5 Jahre bei Einstieg als Master. Es können bis zu 12 Jahre brauchbare Berufserfahrung angerechnet werden.   
 
Anstellungserfordernisse im neuen Dienstrecht

  • Lehrer/innen mit Bachelorstudium erfüllen die Anstellungserfordernisse
  • Ab der 9. Schulstufe (außer Poly, Berufsschule und Fachpraxis) dürfen im Regelfall nur Master unterrichten.
  • Das erste Dienstjahr gilt bei Allgemeinbildner/innen als Induktionsphase (s.u.)
  • Nicht-Erwerb des Mastergrades ist nach 5 Jahren Kündigungsgrund, aber … wenn wegen Mangel Weiterbeschäftigung ab 6. Jahr trotzdem Dauervertrag.
  • Fachpraktiker/innen brauchen nach dem nebenberuflichen 4-jährigen Bachelorstudium kein Masterstudium.
  • QuereinsteigerInnen mit Master, aber ohne Lehramt müssen ein nebenberufliches Pädagogik-Studium im Ausmaß von 60 ECTS machen.
  • VBG § 38 Abs. 11 ermöglicht bei Bedarf auch die Anstellung ohne Erfüllung der    Erfordernisse, „wenn zu erwarten ist, dass sie die Zuordnungsvoraussetzungen erfüllen werden“.    oeliug.at

 

Anstellungserfordernisse im alten Dienstrecht für den Unterricht an AHS und BMHS:

  • Abgeschlossenes Lehramtsstudium auf Masterniveau bzw. in der Fachtheorie an BMHS abgeschlossenes Fachstudium auf Masterniveau.
  • Berufsbegleitend nach Lehramtsstudium bis 31.8. UP, danach gilt das erste Dienstjahr als Induktionsphase (s.u.)
  • QuereinsteigerInnen mit Master, aber ohne Lehramt müssen ein nebenberufliches Pädagogik-Studium im Ausmaß von 60 ECTS machen.
  • Fachpraktiker/innen machen nebenberuflich 4-jähriges Bachelorstudium.
  • „Artikel 10“ ermöglicht bei Bedarf auch die Anstellung ohne Erfüllung der    Erfordernisse, dann aber nur Bezahlung in l2b1 bis zur Erfüllung der Erfordernisse und bis zu 10 Jahre befristete Verträge. Grundgehalt in l2b1 von 1921,7 – 3673,2 Euro. Klassenvorstand: 10mal 175,30 €, Lehrmittelverwaltung: 10mal 135,40 €, Lernbegleitung: 38,30 €/Stunde.


 Induktionsphase

Normale Unterrichtsverpflichtung in der einjährigen Induktionsphase

  • Teilbeschäftigung möglich (Gehalt/Stunde), Induktionsphase gilt ab 1 Unterrichts-Wochenstunde
  • Hospitationen (Beobachten des Unterrichts anderer Lehr.) so weit möglich
  • Induktionsveranstaltungen in der unterrichtsfreien Zeit an PH oder Uni
  • Einsatz in mehreren Fächern nicht verpflichtend
  • Betreuung durch eine/n Mentor/in
  • Mentor/in kann auch fachfremd sein 


Weitere Regelungen für den Lehrberuf:

  • Jahresdurchrechnung: Unterricht in nicht ganzjährigen (zBMatura-) Klassen ist durch mehr Unterrichtsstunden auszugleichen.
  • Zusatzstunden über der Unterrichtspflicht (Überstunden) bringen nur ca 2/3 des Lohnes einer Normalstunde.
  • Urlaubsanspruch erst nach Ende der Schuljahresabschlussarbeiten und bis Montag in der letzten Sommerferienwoche (neues Dienstr.)
  • 15 Stunden Fortbildung/Jahr kann Direktion in freier Zeit anordnen
  • Keine gesetzlichen Arbeitszeitregeln (Maximaltagesarbeitszeit, Pausen), sondern Vereinbarung Direktion-Personalvertretung
  • spätere 60-ECTS-MentorInnenausbildung berufsbegleitend möglich
  • spätere berufsbegleitende 60-ECTS-Schulleitungsausbildung ermöglicht Bewerbung um Leitungsfunktionen   

 

jusline.at/gesetz/vbg/paragraf/37    § 37 VBG Anwendungsbereich
(1) Die Bestimmungen dieses Abschnittes gelten, soweit sich aus Abs. 2 und 3 nicht Abweichendes ergibt, für Vertragslehrpersonen des Bundes, deren Dienstverhältnis mit Beginn des Schuljahres 2019/2020 oder danach beginnt.
(2) Personen, die während der Schuljahre 2014/2015, 2015/2016, 2016/2017, 2017/2018 oder 2018/2019 erstmals in ein Dienstverhältnis als Vertragslehrperson des Bundes aufgenommen werden, haben bei der ersten in den Schuljahren 2015/2016 bis 2018/2019 (Übergangszeitraum) erfolgenden Anstellung das Recht festzulegen, ob auf ihr Dienstverhältnis
1.    die Sonderbestimmungen für Vertragsbedienstete im Pädagogischen Dienst [Anm.: neues Dienstrecht] oder
2.    die Bestimmungen über Vertragsbedienstete im Lehramt gemäß Abschnitt VIII 3. Unterabschnitt [Anm.: altes Dienstrecht]
Anwendung finden. Diese Festlegung kann wirksam nur schriftlich vorgenommen werden, sie ist Voraussetzung für das Zustandekommen des Dienstvertrages und nicht widerruflich. Die Festlegung wirkt auch für alle später begründeten Dienstverhältnisse als Vertragslehrperson. Eine gemäß § 2 Abs. 2 des Landesvertragslehrpersonen- gesetzes 1966 ̶ LVG, BGBl. Nr. 172/1966, für ein Dienstverhältnis als Landesvertragslehrperson getroffene Festlegung wirkt auch für ein später begründetes Bundesdienstverhältnis als Vertragslehrperson.
(3) Personen, die vor dem Beginn des Schuljahres 2014/2015 schon einmal in einem öffentlich-rechtlichen oder in einem vertraglichen Dienstverhältnis zum Bund oder zu einem Land als Lehrperson gestanden sind, unterliegen den Bestimmungen über Vertragsbedienstete im Lehramt gemäß Abschnitt VIII 3. Unterabschnitt [Anm.: altes Dienstrecht].

Auswirkungen auf die Gehälter und die Lebensverdienstsumme siehe Tabellen auf den letzten 3 Seiten unseres Skriptums:

oeliug.at/recht/dienstrechtsskriptum

Auswirkungen auf die Gehälter und die Lebensverdienstsumme siehe Tabellen auf den letzten 3 Seiten unseres Skriptums:

oeliug.at/recht/dienstrechtsskriptum

Auswirkungen auf die Gehälter und die Lebensverdienstsumme siehe Tabellen auf den letzten 3 Seiten unseres Skriptums:

oeliug.at/recht/dienstrechtsskriptum

Auswirkungen auf die Gehälter und die Lebensverdienstsumme siehe Tabellen auf den letzten 3 Seiten unseres Skriptums:

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Auswirkungen auf die Gehälter und die Lebensverdienstsumme siehe Tabellen auf den letzten 3 Seiten unseres Skriptums:

oeliug.at/recht/dienstrechtsskriptum


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Verschiebung der NOST ist die schlechteste mögliche Entscheidung

Wie Berichtet, wurde der verpflichtenden Start der Neuen Oberstufe (NOST) um zwei Jahre auf SJ 2021/22 verschoben.

Aber nicht alle Betroffenen sind mit dieser Entscheidung „glücklich“.

Denn es gibt nicht nur KollegInnen, die aufatmen, wenn die NOST in Frage gestellt wird, sondern auch jene, die das frustriert, weil an ihrer Schule die NOST funktioniert und sie viel Arbeit und Herzblut für das Gelingen hineingesteckt haben. In Schulen, an denen die NOST zwar mit großen Hoffnungen und viel Einsatz aller Betroffenen eingeführt wurde, aber nicht die erwarteten Ergebnisse erzielt werden können, ist der Unmut darüber jedenfalls nachvollziehbar, dass sie die „ungeliebte“ Neue Oberstufe weiterführen müssen und keine Wahloption mehr haben. Vor allem, weil durch die neuerliche Verschiebung die Wahrscheinlichkeit gestiegen ist, dass die NOST in zwei, drei Jahren endgültig Geschichte sein wird. Also viel Arbeit für Nichts?
Die schlechteste mögliche Entscheidung
Die Verschiebung der NOST um weitere zwei Jahre schlechteste mögliche Entscheidung. Sie schafft nur weitere Unsicherheit und Frust an den Schulen. Allen Betroffenen muss doch klar sein, dass auf Dauer nicht zwei komplett unterschiedliche Systeme der Schulorganisation parallel funktionieren können. Anstatt eine klare Entscheidung zu fällen, die derzeitige Form der NOST abzuschaffen oder ohne weitere Verzögerung verpflichtend einzuführen, wird, wie gehabt, weiter lamentiert. Offenbar ist Entscheidungsschwäche in der Bildungspolitik auch in der "neuen Politik" ein bestimmender Faktor. Und die türkis angehauchten AHS-Gewerkschafter feiern jetzt diese "feige" Entscheidung auch noch medial ab.

Ist Retroschulsystem das Ziel?

Ursula Göltl (ÖLI-UG) unterrichte an einer AHS, die vor über 10 Jahren ein modulares System entwickelt hat. „Für uns ist die Frage höchst relevant, ob die neue Regierung mit dieser Maßnahme Neueinsteigern mehr Zeit für die Umstellung geben will, oder ob alle Innovation zurückgefahren werden sollen. Dann wird sich zeigen, ob ein Retroschulsystem das Ziel ist“, ärgert sich die engagierte AHS-Lehrerin. Erstaunlich schnell sei es "der Lehrergewerkschaft" gelungen beim neuen Minister Gehör zu finden. „Dabei kann es sich nur um die Gewerkschaftsspitze handeln, wir von der Öli-UG vertreten in der AHS-Bundesleitung der GöD 21% der Kolleginnen und Kollegen und wurden in diese Gespräche nicht eingebunden“, stellt Ursula Göltl klar.

Raunzerei nachgegeben

Auch der Landesschulinspektor für kaufmännische Schulen im Stadtschulrat Wien, Mag. Fred Burda, ärgert sich dazu in einem FB-Kommentar. Für ihn ist die neuerliche Verschiebung der NOST „offenbar auf Druck der AHS-Gewerkschaft entstanden. Wir sind gut aufgestellt. Fazit: wir sind eine Republik, wo jeder Raunzerei nachgegeben wird.“

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VLI und UBG erinnern die designierte Landesrätin an unerledigte Aufgaben

Die Vorarlberger Lehrer/innen Initiative (VLI) und die Unabhängige Bildungsgewerkschaft (UBG) haben heute eine Presseaussendung zur Neubestellung der Landesrätin Schöbi-Fink ausgeschickt und in dieser auf die vielen Baustellen in der Vorarlberger Bildungslandschaft hingewiesen, die es dringend zu beheben gäbe.


Zahlreiche Herausforderungen warten auf einen frischen Wind. Es sind gleich einige Baustellen, die nicht nur eine Besichtigung verlangen, sondern aktiv angegangen werden müssen, von der PädagogInnenausbildung an der PHV über die Schule der 10-14 Jährigen, den sozialen Herausforderungen bis hin zum Thema Schulbauten und -sanierung und der Etablierung der Bildungsdirektionen …….
>>> Presseaussendung

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NOST: Verpflichtender Start der Neuen Oberstufe auf SJ 2021/22 verschoben

MOST -> NOST -> ? (Modulare Oberstufe - Neue Oberstufe - und dann?)

Der Ministerrat hat heute eine weitere Verschiebung des verpflichtenden Starts der Neuen Oberstufe (NOST) um zwei Jahre auf SJ 2021/22 beschlossen. Diese Möglichkeit haben all jene Schulen, die sich bereits für ein späteres Inkrafttreten als dem ursprünglich vorgesehen Termin (1.9.2017) entschieden haben. Alle anderen Schulstandorte bleiben in der NOST.
Ob die neuerliche Verschiebung der flächendeckenden Einführung der NOST ein Hinweis auf ihre baldige gänzliche Abschaffung ist, kann seriös nicht mit Sicherheit gesagt werden. Aber die Wahrscheinlichkeit ist dadurch deutlich gestiegen. Ein weiteres Indiz dafür könnte auch der Beschluss des Ministerrates sein, bis Ende 2019 die Neue Oberstufe zu evaluiert.  Minister Faßmann begründet diesen Schritt damit, dass die mehrheitlich negativen Erfahrungsberichte von jenen Schulen, die ihre Schulorganisation bereits auf die Nost umgestellt haben. Es habe sich gezeigt, dass die Einführung der NOST in den Schulen mehr „Probleme mit sich gebracht [habe], als …. gedacht“.
Schulverwaltung entrümpeln …
Außerdem will Faßmann die Schulverwaltung entrümpeln.  Das Ziel ist, 1.000 bis 1.200 nicht notwendige Vorschriften, vor allem Erlässe und Rundschreiben, zu streichen. Laut derStandard.at hat der Wiener Stadtschulrat erst zuletzt eine ähnliche Initiative begonnen. Seit Herbst wurden 1.000 von insgesamt rund 2.000 Erlässen gestrichen. "Es ist gut, dass man nicht mehr so eine Befehlsausgabe macht", sagte Stadtschulratspräsident Heinrich Himmer (SPÖ). "Man kann das alles zurücknehmen – es muss aber abgelöst werden durch einen Dialog und eine andere Art der Kommunikation mit Lehrern. Nur wegnehmen und zu erwarten, es funktioniert trotzdem, ist zu wenig."
„Rückbesinnung“ auf Regierungsprogramm bei „Deutschklassen“
Einen Rückzieher, oder besser gesagt: einen Bauchfleck machte Faßmann bei seiner vor ein paar Tagen gemachten Aussage, dass jene Schüler, die nicht ausreichend die Landessprache beherrschen, beispielsweise drei Stunden pro Tag in einem Kursprogramm Deutsch lernen und in der restlichen Unterrichtszeit am normalen Unterricht in der Klasse teilnehmen sollen (siehe „Faßmanns Klarstellung zu den Herbstferien und Widersprüche bei Deutschklassen“). Heute verkündet der Bildungsminister dazu, es gelte das, was im türkisblauen Regierungsprogramm stehe. Und dort steht, dass alle Neueinsteiger ins Regelschulwesen, die nicht ausreichend Deutsch beherrschen, eine "Deutschklasse" absolvieren müssen.

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Die Bildungspolitik in der „Nulldefizit“ – Falle

Peter Michael Lingens analysiert in seinem Blog: „Der Schulden-gebremste Kindergarten“ die türkisblaue Politik anhand der angekündigten Maßnahmen im Bereich der Elementarpädagogik.
Bereits zu Beginn stellt Lingens klar, dass „keine andere Vorhaben der neuen Koalition wichtiger zum Abbau des Sprach-Defizits österreichischer Jugendlicher seien, als das zweite verpflichtende Kindergartenjahr. Weil Kinder in diesem Alter Neues am besten erlernen. Nur so könne der unverändert dramatische Sprachrückstand unserer Jugendlichen aufgeholt werden. Dafür müsste aber für ausreichend, also deutlich mehr als derzeit, Kindergartenplätze und Elementarpädagog/innen/Kindergärtnerinnen gesorgt werden. 
Dass das bei den derzeitigen politischen Machtverhältnissen geschieht, bezweifelt Lingens aber. Zurecht, wie er durch die vielen Beispiele in seinem Artikel beweist. Alleine die wichtigsten türkis-blauen Totschlagworte: von “Schuldenbremse” bis “Nulldefizit” verdeutlicht die vorprogrammierte Misere, die die Türkisblauen im Kindergarten und der Kinderbetreuung anrichten werden.

 

Aktuelles Beispiel: Im türkis-blauen Oberösterreich wurde die unentgeltliche Nachmittagsbetreuung in Kindergärten bekanntlich sofort abgeschafft und der stellvertretende FP-Landeshauptmann Manfred Haimbuchner wusste das auch einschlägig zu begründen: “Der Staat ist nicht in erster Linie für Kinderbetreuung zuständig.”

 

Weitere Beispiele und Argumente Lingens, zeigen deutlich: Der neue Weg dieser Regierung wird uns keine Verbesserung der Kinderbetreuungssituation in Österreich bringen, sondern den Schulden-gebremsten Kindergarten.

 

Will man die zukünftigen Auswirkungen des Kurz/FPÖ-Regierungsprogramms mit einer sehr hohen Eintrittswahrscheinlichkeit voraussagen, ersetze man einfach „Kindergarten“ mit anderen Themenbereichen des Koalitionsabkommens. Wie zum Beispiel „Schulden-gebremste Energiepolitik“ usw.
>>> Peter Michael Lingens: „Der Schulden-gebremste Kindergarten“

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Ja zur „Gemeinsamen Schule“ – sagt die neue Vorarlberger Bildungslandesrätin Barbara Schöbi-Fink

In Interview im ORF-Vorarlberg sagt die designierte Bildungslandesrätin Barbara Schöbi-Fink (ÖVP), dass sie das Projekt „Gemeinsame Schule“ weiter vorantreiben will. In einigen Jahren werde die Frage „Mittelschule oder Gymnasium“ kein Thema mehr sein. Sie werde den Empfehlungen von Experten Folge leisten und alle Voraussetzungen schaffen, damit in acht bis zehn Jahren eine gemeinsame Schule möglich wird.

 

Damit ist wohl die vom Vorarlberger Landtag beschlossene „Modellregion gemeinsame Schule Vorarlberg“ nicht vom Tisch, wie das der kleine Kreis der Pro-Gymnasiasten nicht müde wird gebetsmühlenartig zu behaupten.

 

Dass die (bundes)politischen Rahmenbedingungen derzeit dieses Projekt eher behindern als fördern, weiß Schöbi-Fink ganz genau. Deshalb relativiert sie das obige Statement mit ihrer Schlussbemerkung, dass in sieben bis acht Jahren „beide Varianten [NMS und Gymnasium – Anm. d. Red] beste Voraussetzungen finden“ werden.

Wollen wir also hoffen, dass sich die Landes-ÖVP gegeb die Retropolitik der Bundes-ÖVP durchsetzen kann, damit Schöbi-Finks Aussage über die "Gemeinsamen Schule" auch zu konkreten Umsetzungsschritten der "Modellregion Vorarlberg" führen.

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Faßmanns Klarstellung zu den Herbstferien und Widersprüche bei Deutschklassen

Geklärt: Herbstferien
In der „Kleinen Zeitung“ und im Ö1 Mittagsjournal stellt der neue Bildungsminister Heinz Faßmann klar, dass die Herbstferien kommen und die Sommerferien nicht gekürzt werden. Im Gegenzug gibt es entsprechend weniger schulautonome Tage. Weil immer drei Feiertage – Nationalfeiertag, Allerheiligen und Allerseelen - in die Herbstferien fallen, müssen meist „nur“ zwei bis drei schulautonome Tage eingesetzt werden. Damit übernimmt Faßmann das in Vorarlberg seit vielen Jahren erfolgreiche Modell für die Herbstferien. Siehe dazu auch: „Herbstferien: Montag, 29. Oktober bis Sonntag, 4. November 2018“.
Widersprüchlich und ungeklärt: Deutschklassen
An den türkisblauen Wahlslogan "Deutsch vor Schuleintritt“ werden sich die meisten Österreicher/innen noch gut erinnern können. "Erst wenn die Kinder ausreichende Sprachkenntnisse haben, sollen sie in den Regelschulbetrieb eingeschult werden", stand im ÖVP-Wahlprogramm. Mit "ausreichende Kenntnis der Unterrichtssprache vor Schuleintritt" warb die FPÖ. Und so steht es auch im türkisblauen Regierungsprogramm, betont Mölzer (FPÖ) gegenüber dem Kurier: „Deutsch vor Regelunterricht mit eigenen Deutschklassen."
Im Ö1 Mittagsjournal nimmt es Faßmann in dieser Angelegenheit mit dem Regierungsprogramm nicht so genau wie Mölzer. Jene Schüler, die nicht ausreichend die Landessprache beherrschen, sollen beispielsweise drei Stunden pro Tag in einem Kursprogramm Deutsch lernen und in der restlichen Unterrichtszeit am normalen Unterricht in der Klasse teilnehmen. Das freut die Bildungssprecherin der SPÖ und ehemalige Bildungsministerin Sonja Hammerschmid. „Die schwarz-blaue Regierung kehrt zum bewährten SPÖ-Konzept der Sprachstartgruppen zurück", so Hammerschmid im Kurier. "Unser Konzept war, dass Quereinsteiger in den Sprachgruppen intensiv Deutsch lernen, im Ausmaß von elf Wochenstunden. Die übrige Zeit bleiben sie im Klassenverband. Genau das schlägt jetzt Faßmann vor."
Erwartungsgemäß weniger erfreut über den Widerspruch zwischen den Aussagen Faßmanns und dem Regierungsprogramm hat FPÖ-Bildungssprecher Wendelin Mölzer. Man werde das noch mit Faßmann ausdiskutieren, denn für ihn gelte das Regierungsprogramm, stellte er gegenüber dem Kurier klar.
Ein paar Stunden später meinte Faßmann, dass er sich selbstverständlich zum Regierungsprogramm bekenne und auch der geplante Gesetzesentwurf auf Basis des Regierungsprogramms erstellt werde.
VP und FP im Widerspruch über verpflichtende Deutschklassen für Ausländerkinder, meint Bernhard Gaul im Kurier.
Gelerntes in der Schule durchzuexerzieren …
Weniger Probleme wird Mölzer und seine FPÖ mit dem Wortlaut des Bildungsministers haben, mit dem er im Mittagsjournal seine Vorstellungen über das Deutschkursprogramm erklärte. Nach den Deutschkursen sollen laut Faßmann die Schüler/innen wieder zurück in den Klassenverband, um „das, was man gleichsam theoretisch erarbeitet hat gleich praktisch durchzuexerzieren“.
„Ist das die neue Schule? Ist sie dort, woher sie kommt?: zurück zum Kasernenstil?“, wundert sich Ilse Seifried (ÖLI-UG).

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GÖD-Bildungsförderungsbeitrag – neu für Ausbildungsabschlüsse ab 1.1.2018

Informationen zum GÖD-Bildungsförderungsbeitrag
Übernommen von Informationsblatt der GÖD - Bildungsfoerderungsbeitrag_Formular_ab2018_formatiert.pdf

Voraussetzungen: Förderbar sind Zeiten von Ausbildungen, die während aufrechter Mitgliedschaft (Beitragswahrheit) absolviert wurden und der Zeitpunkt des Ansuchens innerhalb der Mitgliedschaft liegt.
Der Bildungsförderungsbeitrag wird gewährt für Grundausbildungen/Dienstprüfungskurse und Kurse, Aus- und Weiterbildungen, sowie (Fach-)Hochschullehrgänge zum Zweck der beruflichen Weiterentwicklung, die nicht durch Dienstgeber vorgeschrieben oder nicht von der GÖD, bzw. dem ÖGB kostenfrei angeboten wurden.
Für Ausbildungen, welche nach dem Bologna-Modell in ECTS-Punkte bewertet sind, gebührt bei erfolgreichem Abschluss ein Förderbetrag von 75 € pro Regelstudienjahr (entspricht 60 ECTS).
Förderungsbetrag je nach Ausbildungsdauer  
2 Tage bis 2 Wochen 45 €,  mehr als 2 Wochen bis 6 Monate 60 €,   mehr als 6 Monate bis 1 Jahr 75 €,  mehr als 1 Jahr bis 2 Jahre 150 €,  mehr als 2 Jahre bis 3 Jahre 225 € und  mehr als 3 Jahre 300 € 
Die Berechnung der Aus- bzw. Fortbildungsdauer, der maximalen Förderbeträge und weitere Informationen finden Sie auf dem Infoblatt der GÖD

>> siehe auch: Gewerkschaften sind auch Bildungsvereine

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ÖLI – Vertreter/innen diskutieren mit Matthias Strolz

Gedankenaustausch über Schulpolitik und Schulentwicklung von ÖLI-VertreterInnen aller Schultypen mit dem Klubobmann und Bildungssprecher der NEOS Matthias Strolz und seinem parlamentarischen Mitarbeiter zum Thema Bildung Hannes Sokopp.

 

Viele Übereinstimmungen, einige Differenzen, aber in einem sind sich alle einig: In den nächsten Jahren ist von Regierungsseite mit positiven bildungspolitischen Schritten kaum zu rechnen.

 

NEOS: Gedanken zur Bildungspolitik (Homepage der NEOS)
Das Schulsystem braucht eine Bildungsreform und am Anfang jeder Chance steht die beste Bildung
Demnach ist die Bildung für die NEOS das wichtigste Zukunftsthema. Sie schaffe Voraussetzungen, das Leben nach den eigenen Vorstellungen zu gestalten und sei der Schlüssel, um auch die Herausforderungen am Arbeitsmarkt oder der Integration zu bewältigen.
Unter anderem fordern die NEOS die volle personelle, finanzielle und pädagogische Autonomie für Schulen, die parteibuchfreie Schule, bessere Bezahlung pädagogischer Fachkräfte in den Kindergärten und anderen Bildungseinrichtungen entsprechend ihrer Verantwortung, ein Chancenkonto für jeden Erwerbstätigen, einheitliche Qualitätsstandards, damit allen Kindern die „Mittlere Reife“ als Abschluss ermöglicht wird, eine chancengerechte gesellschaftliche Durchmischung aller Schulen, eine Qualitätsoffensive an den Hochschulen mit  nachgelagerten Studiengebühren und einem gleichzeitigen Ausbau der Stipendien ….

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Schule, türkis mit blauen Streifen. Quo vadis?

Sabine Helmberger ist Lehrerin in Salzburg. In ihrem Gastkommentar „Schule, türkis mit blauen Streifen. Quo vadis?„ auf der Blogseite „hingehört & draufg(e)schaut … und nachgedacht“ ist ihr eine interessante Analyse des Bildungsprogramms der türkisblauen Regierung gelungen. Dabei konzentriert sich Helmberger in erster Linie auf die bedenkliche Entwicklung hin zur totalen Vergleichbarkeit der Schulen und der Leistungen der Schüler/innen. Die Folgen dieser inflationären Sammlung von Daten, denen ein Stellenwert zugeschrieben wird, „der ihnen verweigert werden sollte“ (Helmberger), seien beachtlich und nachhaltig negativ: So werde „die Diversität im Unterricht, die Bedürfnisse der SchülerInnen und ihre Freiräume geopfert. Dass Schule im Sinne der Aufklärung eigentlich mehr ist als die Summe ihrer Testergebnisse, gerät über all den Kompetenzrastern und Talente-Checks in Vergessenheit.“

Vergleichbarkeit um jeden Preis hat aber ihren Preis.
„Vergleichbarkeit“, „Standardisierung“, "Kernkompetenzen“, „nationale und internationale Testungen“ passe nicht zu „Individualisierung“, „gezielter Förderung“ und „Begabtenförderung“. Sondern es führe zu einer verstärkten Generalisierung, Konzentration auf zentral vorgegebene Inhalte und Scheinobjektivität.
Lesenswert!

>>> Helmberger: Schule, türkis mit blauen Streifen. Quo vadis?

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Blogempfehlung: hingehört & draufg(e)schaut … und nachgedacht

Monika Neuhofer und Doris Junghuber haben vor zwei Jahren den Blog „hingehört & draufg(e)schaut … und nachgedacht“ gestartet. Die Bloggerinnen sind Lehrerinnen am Wirtschaftskundlichen Realgymnasium (WRG) in Salzburg und unterrichten Deutsch und Französisch (Neuhofer) bzw. Informatik (Junghuber). Der Untertitel der Blogseite „Schule, Alltag, Wissensarbeit“ definiert die grundlegenden Themenbereiche, der Titel die drei Zugänge zu diesen Themen:
Hingehört: auf SchülerInnen, auf KollegInnen und Eltern, auf die Meinung über LehrerInnen und Schule in der Gesellschaft und in den Medien
Draufgeschaut: auf den Schulalltag, aufs Bildungssystem, auf Weiterbildung, auf Kuriositäten und Absonderlichkeiten, die uns täglich begegnen, aber auch auf Theater und Literatur und all das, was uns sonst noch interessiert
Nachgedacht: über neue Entwicklungen, Diskurse, Ideen und Visionen, wie Bildung auch noch funktionieren könnte

 

Dazu Monika Neuhofer und Doris Junghuber in ihrer Ansprache zum 1. Geburtstag des Blogs:  „Hingehört & draufgeschaut – und nachgedacht. Über den Titel haben wir uns lange den Kopf zerbrochen. Unzählige andere haben wir verworfen und ob wir mit dem gewählten zufrieden sein sollten, wussten wir auch nicht so recht. Aber ohne Titel kein Blog. Und jetzt, ein Jahr danach, finden wir, dass der Titel eigentlich ziemlich gut passt. Wir versuchen tatsächlich hinzuhören und draufzuschauen – auf das, was uns SchülerInnen, Eltern und KollegInnen erzählen, auf das, was uns in den Medien über „uns“ berichtet wird, auf das, was unser Dienstgeber von uns erwartet und fordert – und finden bei all dem, dass Nachdenken zumeist nicht schaden würde, ja, mitunter sogar dringend notwendig wäre… In diesen Fällen sind wir zur Stelle. Denken nach und schreiben drüber. So einfach ist das.“
Aktuelle Blogbeiträge:
•    Was von den Ferien (und nicht nur davon) übrig blieb
•    Gastbeitrag: Schule, türkis mit blauen Streifen. Quo vadis?
•    Weihnachten feiern in der Schule
•    Fehlende Ehrlichkeit oder die sprachliche Misere in Österreich
•    Die Sache mit den Ethnien. „Kleines Land“ von Gaël Faye
•    Uvm.

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Mach mit #lernegerne : Gib den Notenbefürwortern weder gute noch schlechte Noten – gib ihnen zu denken!

#lernegerne
Eine gute Schule ist dir wichtig? Du bist auch davon überzeugt, dass das meiststrapazierte Argument, die Ziffernnoten seien gerechter als eine verbale Beurteilung, mit Verlaub, ein „Schmarren“ ist. Die Bewertung mit Ziffernnoten ist nur „scheinbar gerecht“, denn sie ist kaum aussagekräftig, so gut wie nicht valide, sehr ungenau, deshalb absolut unzuverlässig und alles andere als objektiv. Das sind die Erkenntnisse aus den diesbezüglichen Erfahrungen seit einigen Jahrzehnten.
Wie würdest du reagieren, wenn dein Arzt deinen Gesundheitszustand ausschließlich über eine fünfteilige Notenskala beurteilen würde? Ein guter Vergleich. 
Mach also mit, sag es weiter, gib den Notenbefürwortern weder gute noch schlechte Noten – gib ihnen zu denken!

Und so einfach geht´s: 

Am 8.1.18 um von 8°° - 18°° sollten dann viele Menschen via Twitter sich zu Wort melden (mit Texten, Videos, Beiträgen aller Art): #lernegerne

Alle SchülerInnen ebenso wie alle Erwachsenen (Eltern, LehrerInnen, alle anderen) ebenso wie alle anderen interessierten Menschen in Österreich und darüber hinaus aufgerufen, in den digitalen Kommunikationsforen (facebook, instagram, snapchat usw.) persönliche, kurze und bündige Erfahrungsberichte auszuschicken:
1)DAS HAB ICH FÜR MEIN LEBEN GERN GELERNT (und dafür keine Noten gebraucht, nicht im Traum an Noten gedacht)
2)DAS HAB ICH IN DER SCHULE GUT UND GERN GELERNT (ganz ohne Noten, oder vielleicht auch trotz Noten)
3) DAS HABEN WIR IM MENSCHLICHEN MITEINANDER GELERNT (und dafür kann es gar keine Noten geben)

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„Natürlich leidet die Qualität!“. Raphaela Keller, zur geplante Änderung des Kindergartengesetzes

Dr. Barbara Schöbi-Fink, Vorarlberger Landtagsabgeordnete und ÖVP-Bildungssprecherin, bestätigte dem ORF-Vorarlberg die von der ÖVP geplante Änderung des Kindergartengesetzes. Demnach sollten in Zukunft auch „Menschen mit einer anderen pädagogischen Ausbildung (wie etwa Sozialpädagogik oder einem fachverwandten Uniabschluss) eine Gruppe leiten dürfen - zumindest zeitlich befristet“. Wie Schöbi-Fink dem ORF gegenüber betont, führe die Umsetzung dieser Maßnahme zu „keinem Qualitätsverlust“. Das sehen maßgebliche Expert/innen jedoch anders.

Raphaela Keller, Vorstandsvorsitzende des Österreichischer Berufsverbandes der Kindergarten- und HortpädagogInnen in elementaren bis zu sekundären Bildungseinrichtungen (ÖDHK), nimmt in einem offenen Brief an die Vorarlberger Landtagsabgeordnete dazu Stellung:

Sehr geehrte Frau Landtagsabgeordnete Dr. Barbara Schöbi-Fink,
 
wie im ORF-Beitrag zu lesen, steht nun auch die Landesregierung öffentlich zum Mangel an PädagogInnen in elementaren Bildungseinrichtungen Vorarlbergs.

In ganz Österreich besteht dieser Mangel seit vielen vielen Jahren!
Alle Aufrufe, die die Situation verbessern könnten - zum Beispiel statt BAfEP Erwachsenenbildung (Kollegs!!), aktive Begleitung der BerufseinsteigerInnen und aktive Unterstützung für LangzeitpädagogInnen (KollegInnen zum Kommen UND zum Bleiben motivieren) sowie massive Reformen in der Arbeitssituation (die ja die Bildungssituation der Kinder ist!) - und von vielen kompetenten Menschen und Organisationen kamen und kommen, werden bundesweit ignoriert, belächelt oder als "nicht finanzierbar" bezeichnet.
Ihr Vorschlag "Neben Kindergartenpädagoginnen sollen dadurch auch Menschen mit einer anderen pädagogischen Ausbildung (wie etwa Sozialpädagogik oder einem fachverwandten Uniabschluss) eine Gruppe leiten dürfen - zumindest zeitlich befristet." geht aus unserer Sicht am Problem total vorbei.
Natürlich leidet die Qualität!
SozialpädagogInnen arbeiten schon lange kompetent in Horten, doch Elementarpädagogik gehört nicht zur Ausbildung.
Fachverwandte Uniabschlüsse - was soll das sein? SchulpädagogInnen? PsychologInnen? Wo bleiben das Spezifische und die Praxis?
Vielleicht könnten ja auch Mütter (vor allem arbeitslose) eine Kindergartengruppe leiten? Sie haben ja Erfahrung mit zumindest einem Kind und haben (hoffentlich) Herz und Hände für alle Kinder... (Achtung, Sarkasmus...)
BildungsRahmenPlan umsetzen?
Beobachtungskonzepte erfüllen und entsprechende Bildungsimpulse setzen?
Entwicklungsfenster, Talente, Benachteiligungen, etc. erkennen und dann das Kind dort abholen wo es ist?
Das wollen Sie auf's Spiel setzen?
Im Namen der PädagogInnen, die in den elementaren BILDUNGseinrichtungen für den Bildungsweg der Kinder tätig sind, ersuche ich Sie, eine andere Maßnahme zur Aufstockung von PädagogInnen zu setzen! Das kostet Geld. Ja...
 
Mit bildungspolitisch aktiven Grüßen und dem Ersuchen um eine Antwort
Raphaela Keller

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Noten und ihre Nebenwirkungen

Kommentar von Peter Fischer

„Ziffernnoten sind ein feindlicher Agent im Reich des Lernens“ (Rupert Vierlinger).

„Wenn Noten rezeptpflichtig wären, hätte man sie schon lange aufgrund ihrer Nebenwirkungen vom Markt genommen!“ Zitat einer Volksschul- Direktorin.

Oder wie würden Sie reagieren, wenn Ihr/e Arzt/Ärztin über Ihren Gesundheitszustand die Note befriedigend oder genügend gäbe? Mit diesen Beispielen möchte ich nur zum Ausdruck bringen, dass die Bewertung mit einer Ziffernnote kaum aussagekräftig, valide, reliabel oder gar objektiv ist.
Das sind aber genau die Kriterien, die nicht nur in der Wissenschaft Standard sind, sondern in vielen Bereichen unseres Lebens. Aber in unserem Bildungssystem – der Basis jeder Gesellschaft – sollen diese nicht gelten? Zudem verstoßen beinahe alle
Bildungseinrichtungen, die Ziffernnoten geben, gegen die Leistungsbeurteilungsverordnung. Denn wenn man z.B. die Definition von Sehr gut hernimmt, dann gäbe es kaum einen Einser:
„Mit „Sehr gut“ sind Leistungen zu beurteilen, mit denen der Schüler die nach Maßgabe des Lehrplanes gestellten Anforderungen in der Erfassung und in der Anwendung des Lehrstoffes sowie in der Durchführung der Aufgaben in weit über das Wesentliche hinausgehendem Ausmaß erfüllt und, wo dies möglich ist, deutliche Eigenständigkeit beziehungsweise die Fähigkeit zur selbständigen Anwendung seines Wissens und Könnens auf für ihn neuartige Aufgaben zeigt.“
Die Beurteilung der bis jetzt vorliegenden Pläne zur Schulreform der künftigen Koalition überlasse ich Ihnen!

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LH Wallner für gemeinsame Schule in Vorarlberg auch ohne türkisblaue Unterstützung

Wie derStandard.at berichtet, will ÖVP-Landeshauptmann Markus Wallner weiterhin die Gesamtschule in Vorarlberg umsetzen.

Wallner stellt sich damit gegen die Bildungspolitik von Kurz. Von der türkisblauen Bundesregierung sei „für eine gemeinsame Schule keine Unterstützung zu erwarten“, weder „Geld noch ein Gesetz“, stellte Wallner im Interview mit den "Vorarlberger Nachrichten" (02.01.18) fest.

Es sei sehr schwierig, in dieser Frage ideologische Gräben zu überwinden, aber das Vorarlberger Bekenntnis zur Modellregion für die gemeinsame Schule bleibe, nur der Weg sei steiniger geworden, kritisiert Wallner Kurz indirekt.                                                                                                                                                   Grafik: Designed by Dashu83 / Freepik und spagra

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Bildungsangebote im Kindergarten. „Das muss ja nicht den ganzen Tag lang so sein!“

Im Interview mit fruehe-bildung.online gibt Prof. Dr. Iris Nentwig-Gesemann einen Einblick in die von ihr geleitete Studie „Kita-Qualität aus Kindersicht“.

Auftraggeber der Studie ist die deutsche Kinder- und Jugendstiftung. Das Besondere an Nentwig-Gesemanns Studie ist die durchgängige Einbindung der Kinder in den Forschungsprozess.

 

Damit sich die Kinder im Kindergarten wirklich voll entfalten können, bräuchten sie "nicht pädagogisierte Räume", stellt Nentwig-Gesemann fest. Ein beachtenswertes Ergebnis ihrer Arbeit, das im Widerspruch zur „zeitgemäßen“ neoliberalen Forderung steht, einen engen Fokus der Elementarbildung auf die Vorbereitung für die Schule und vor allem die Arbeitswelt zu richten. Denn „Kinder lernen nicht für das Morgen oder weil sie gut auf die Schule vorbereitet sein wollen - sie lernen ganz einfach, weil sie ein inneres Bedürfnis danach haben, sich und die Welt zu erkunden, Kinder wollen sich ‚bilden‘ in dem Sinne, dass sie immer wieder nach neuen Wegen und Formen suchen, sich selbst und die Welt neu oder anders zu erfahren und mitzugestalten und sich dabei selbst zu verändern.“ Um dem Anspruch der Elementarpädagog/innen, pädagogisch wirklich erfolgreich wirksam zu sein, müssen aufgrund dieser Erkenntnis dementsprechende Freiräume für die Kinder und die pädagogische Arbeit in den Kitas möglich sein.
Iris Nentwig-Gesemann wünscht sich, „dass die Erwachsenen mehr Respekt vor den Selbstbildungspotenzialen der Kinder hätten, dass sie aufmerksamer beobachten, den Kinder mehr Fragen stellen und ihnen dann auch wirklich zuhören würden. Die Erwachsenen würden eine Menge Erstaunliches erfahren!“
Prof. Dr. Iris Nentwig-Gesemann, geb. 1964, Diplompädagogin, Professorin für Bildung im Kindesalter und Leiterin des Studiengangs Erziehung und Bildung im Kindesalter an der Alice Salomon Hochschule Berlin. Arbeits- und Forschungsschwerpunkte: Forschung in der Frühpädagogik und Kindheitsforschung; Professionalisierungsprozesse und Kompetenzentwicklung; Methoden qualitativer Bildungs- und Evaluationsforschung, insbesondere Dokumentarische Methode; Sprachbildung und Gesprächskultur in der Kindheit.

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Elementarbildung: Was wir bräuchten

Die KIV-UG* fordert in ihrem aktuellen „Jänner-Magazin 2018“ von der neuen Regierung eine Aufwertung und gesellschaftlich anerkannte Etablierung der ersten Bildungsinstitution Kindergarten!
Die KIV kritisiert zuallererst die von der neuen Koalition geplanten Reduzierung des Kindergartens als Instrument für den Spracherwerb. Die „neue“ Politik habe die Wichtigkeit der elementarpädagogischen Bildungsinstitutionen nicht erkannt. Denn die ersten Bildungsschritte seien zweifellos die Wichtigsten und Prägendsten im gesamten Bildungserwerb eines Menschen. Nicht nur der Spracherwerb sei in diesem Alter von Bedeutung. Die Meinung, wenn die Kinder bis zum Schuleintritt ausreichende Deutschkenntnisse besitzen um dem Unterricht folgen zu können, käme alles andere von alleine, vernachlässige zwangsläufig den gesamtheitlichen Bildungsgedanken. Allein gelassen fühlen sich zwangsläufig jene Menschen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, die Jüngsten unserer Gesellschaft nach bestem Wissen und Gewissen zu fördern, zu bilden und in ihrer Einzigartigkeit anzuerkennen.
Das „Bildungshaus“ steht auf einem wackeligen Fundament. Weder die Gruppengröße noch der notwendige Personalbedarf werden grundlegend und für die Kinder überarbeitet bzw. bereitgestellt. Alles soll „Neu und Besser“ werden, jedoch ohne ausgewiesene zusätzliche finanzielle und personelle Ressourcen – also bleibt es im elementarpädagogischen Bereich bei der Mängelverwaltung.
Weitere Forderungspunkte der KIV zum Thema „Elementarpädagogik“:
Schwerpunkt Ressourcenzuteilung:
Schwerpunkt Personal
Schwerpunkt MA 10
Aufgaben der Dienstgeberin und der Politik
Aufgaben der Personalvertretung und der Gewerkschaft
* Die KIV-UG ist eine parteifreie Fraktion in Personalvertretung und Gewerkschaft (younion).
Die KIV-UG vertritt u.a. die KindergärtnerInnen als Gemeindebedienstete

Grafik: Designed by Dashu83 / Freepik und sparrgrafik

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Der neue Kreidekreis digital Nr. 1 Jän./Feb.2018

Die Zeitung der österreichischen LehrerInnen Initiative | Unabhängige GewerkschafterInnen für mehr Demokratie

 

Editorial
Gerhard Pušnik

 

Das Thema Bildung ist en vogue, jedoch nicht im offiziellen Österreich. Hierzulande gibt scheint’s der ideelle Stammtisch in schwarzblauer Formation das Bildungsniveau vor. Noch bevor das Regierungsprogramm stand, kündigten Schwarzblau die Forcierung von separierten Deutschklassen, die verpflichtende Wiedereinführung der Ziffernnoten für die Kleinen in der Volksschule und die Bildungspflicht an.
Es fand sich kein namhafter Experte, der die Regierungsaspiranten bei diesen Vorhaben unterstützen wollte. Das schert sie allerdings wenig, sie bleiben bei ihrer schmissigen Linie. Von zusätzlichen Ressourcen oder gar einem Abdecken des strukturellen Defizits, von zusätzlichem Unterstützungspersonal (z.B. psychosoziale Fachkräfte), wie das in anderen Ländern gang und gäbe ist, sind wir weit entfernt. Angekündigte gravierende sozialpolitische Einschnitte werden auch das Lehren und Lernen beeinträchtigen. Es kann uns nicht egal sein, was noch alles möglich sein wird.

Erste Kommentare und Einschätzungen zu dem was uns Weihnachtsmann Basti beschert hat, können Sie in dieser ersten Nummer des neuen Jahres lesen.

Der Kreidekreis ist eine Zeitung von und für LeserInnen. Engagierte und kritische Beiträge zu Bildung, Schule und Kultur sind willkommen.

Gleich zwei Rätsel hatten wir in der letzten Nummer des Kreidekreises un- tergebracht. Bernhard Wallisch (HTL Donaustad) und H. Peter Sejka haben die richtige Lösung (Der ‚Plöschberger’ stammt von der Gruppe DRAHDIWA- BERL rund um Stefan Weber) eingesandt. Das Sudoku wurde von Bruno Stenek von der HTL Rankweil und von Joachim Krysl von der HAK Judenburg gelöst. Danke fürs Mitmachen und Gratulation!

>>> Download Kreidekreis digital Nr. 1 Jän./Feb.2018

Inhalt:
Mit Schneekanonen auf Umweltschutz
Erfahrungen einer Junglehrerin
Das Schwere leicht | Kunstseite
Recht praktisch
Südtirol Teil 3
Vorschläge für die Regierung
Ethik
PV-Akademie
Gehaltstabellen 2018
Noten und ihre Nebenwirkungen


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Liessmann: Bildungspolitik in Österreich und Deutschland hat mit Bildung gar nichts zu tun

Philosoph Konrad Paul Liessmann im Interview mit Matthias Röder (news4teachers.de)
 Eine interessante und vor allem kritische Analyse der Bildung, Schule und Bildungspolitik, in der Liessmann wichtige Problemfelder anspricht, die bisher in der Öffentlichkeit kaum thematisiert wurden.
Liessmann geht bei seinen Überlegungen davon aus, dass die Bildung des Menschen „Formung, Entfaltung, Orientierung, Selbstgestaltung und das Gewinnen einer auch ästhetischen Urteilskraft“ beinhalte. Bildung ließe sich nicht „auf den Erwerb von Wissen, aber auch nicht auf den Erwerb von Kompetenzen“ reduzieren. Es gehe bei Bildung immer um die Frage: „Wie kann ein Mensch seine Haltung, seinen Charakter, seine Fähigkeiten zu einer Mündigkeit entwickeln?“
Die Bildungspolitik in Österreich und Deutschland habe in diesem Sinne mit Bildung „gar nichts zu tun“, denn es gehe ihr in erster Linie um „das Schulen und Testen von einzelnen Fähigkeiten“ und nicht „mehr um die Bildung des Menschen“. Und nicht mehr „um die Inhalte der Bildung“. Und diese Entwicklung sei fatal. Denn Inhalte seien in der Bildung entscheidend, denn „diese berühren Menschen. Kompetenzen lassen kalt“. Und das gehe nicht, wenn, wie von der Bildungspolitik gewünscht, die Lehrer/innen nicht mehr, sondern Coaches sind. „Pädagogen müssen das Gefühl haben, dass sie etwas Wichtiges weitergeben wollen, gerne mit persönlicher Färbung und persönlichem Stil. Der gute Deutschlehrer begnügt sich nicht damit, Leseprozesse zu coachen, sondern ist von der Notwendigkeit überzeugt, Kafka, Thomas Mann oder Peter Handke zu lesen.“
Dazu kämen die unerträglichen Erwartungen an die Lehrer/innen, ständig ihr Tun zu reflektieren und darüber Rechenschaft abzulegen. Laut Liessmann brauche man eine „kritische Distanz zu sich und seiner Tätigkeit“, aber „wir müssen weg von diesem Phantasma permanenter Kontrollierbarkeit und der permanenten Vergleichstests. Das schafft nur unglückliche Lehrer und damit unglückliche Schüler.“
Außerdem hindere die derzeit betriebene effizienz- und kompetenzorientierte Schule die Entwicklung der Fantasie und Kreativität, die gerade in der heutigen Zeit so wichtig wären. Auch die sozialen Netzwerke, verstärkten diese negative Entwicklung maßgeblich.

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2018

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Oberösterreichischer BundeslehrerInnentag 2018 in Linz

ÖLI-UG und UBG laden alle Kolleginnen und Kollegen ein zum

 

BundeslehrerInnentag
8. März 2018, 8:45 Uhr,
im Volkshaus Ebelsberg,

Kremsmünsterer Str. 1, 4030 Linz.

 

Der Besuch ist allen oö. BundeslehrerInnen gemäß LSR-Erlass gestattet, es ist dies nur rechtzeitig in der Direktion zu melden. (Du brauchst nicht melden, zu welcher Fraktion du gehst!)
LehrerInnen anderer Bundesländer und Schulbereiche können teilnehmen, wenn’s ihnen als Fortbildung genehmigt wird. Anmeldung ist nicht erforderlich.

09:00 Uhr  Josef Gary Fuchsbauer: Begrüßung und Informationen über aktuelle Entwicklungen und Bildungsreformpaket
10.00 Uhr  Dr. Walter Otto Ötsch: Populismus für Anfänger - Anleitung zur Volksverführung
12:15 Uhr  Mittagessen – Gedanken- und Erfahrungsaustausch.
13:30 Uhr  Josef Gary Fuchsbauer ua.:PersonalvertreterInnen informieren euch


Mehr Infos:

2018.03.08.bOÖ Linz: BundeslehrerInnentag am 8. Mä
ÖLI-UG, und UBG laden alle Kolleginnen und Kollegen ein zum Oberösterreichischen BundeslehrerInnentag 2018 Der Besuch ist allen oö. BundeslehrerInnen gemäß LSR-Erlass gestattet, es ist dies nur rechtzeitig in der Direktion zu melde ... (mehr lesen)
0,00 €

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Für wie deppert halten uns eigentlich die Türkisen? Bildungskapitel neu lesen – dringend!

Köstinger führt den Österreicher/innen vor, wie die neue türkise Politikerriege die Österreicher/innen vorführt.

Kommentar von Manfred Sparr zum Standard-Interview mit Umweltministerin Köstinger. 

 

Nach der Lektüre des Interviews mit der neuen Umweltministerin, habe ich mir fest vorgenommen, in den nächsten Tagen das Koalitionspapier, vor allem das Bildungskapitel, nochmals zu lesen. Und vor jedem Absatz rufe ich mir Köstingers Statement für die Anhebung des „Tempolimits auf 140 km/h“ in Erinnerung. Meine bisher negative ausgefallene Analyse der verkündeten türkisblauen Bildungspolitik wird sich dadurch ändern. Garantiert! Aber dazu später.

 

Zum Interview:
„Umweltministerin“ – Ministerin für Nachhaltigkeit und Tourismus – Elisabeth Köstinger führt den Österreicher/innen in einem hervorragend geführten Interview von Sebastian Fellner und Karin Riss (derStandard.at) in einer an Naivität grenzender und unnachahmlicher Offenheit vor, wie die neue türkise Politikerriege die Österreicher/innen nach allen Regeln der Kunst vorführt.

 

140 km/h hui, 150 pfui
Die türkise Umweltministerin findet die vom Verkehrsminister angekündigte Hebung des Tempolimits auf 140 km/h wegen der höheren Schadstoffemissionen durchaus O.K., weil: „Wirklich CO2-aufwendiger wird es ab 150 km/h, und das haben wir ja nicht gemacht“. Wie bitte?  Für wie deppert halten uns eigentlich die Türkisen?

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140 km/h hui, 150 km/h pfui

Köstinger zeigt auf, wie die neue türkise Politikerriege die Österreicher/innen vorführt.

Mit Schneekanonen auf Umweltschutz
Kommentar zum Standard-Interview mit Umweltministerin Köstinger.
 
Nach der Lektüre des Interviews mit der neuen Umweltministerin, habe ich mir fest vorgenommen, in den nächsten Tagen das Koalitionspapier, vor allem das Bildungskapitel, nochmals zu lesen. Und vor jedem Absatz rufe ich mir Köstingers Statement für die Anhebung des „Tempolimits auf 140 km/h“ in Erinnerung...
Zum Interview:
„Umweltministerin“ – Ministerin für Nachhaltigkeit und Tourismus – Elisabeth Köstinger zeigt  in einem hervorragend geführten Interview von Sebastian Fellner und Karin Riss (derStandard.at) in einer an Naivität grenzenden und unnachahmlichen Offenheit vor, was alles unter einer türkis-blauen Koalition möglich ist.
 
140 km/h hui, 150 pfui
Die neue Umweltministerin (türkis) findet die vom Verkehrsminister (blau) angekündigte Hebung des Tempolimits auf 140 km/h trotz der höheren Schadstoffemissionen durchaus o.k., weil: „Wirklich CO2-aufwendiger wird es ab 150 km/h, und das haben wir ja nicht gemacht“. Wie bitte? Wo ist da bitte die Nachhaltigkeit?
Schneekanonen und Umweltschutz? Hauptsache Wirtschaftsfaktor!
Für die Ministerin für Nachhaltigkeit und Tourismus sind Schneekanonen übrigens durchaus mit Umweltschutz vereinbar, weil die Schneekanonen in Regionen (Arlberg?  Lech? Montafon? Ischgl? … - Anm. des Autors) gebraucht werden, „die sonst nicht überleben könnten. Wintertourismus ist in Österreich ein erheblicher Wirtschaftsfaktor.“

Weiteren Beispiele aus dem Interview soll hier nicht noch zusätzlichen Platz eingeräumt werden. Denn Köstingers Aussagen – Argumente sind es ja nie und nimmer –  sind schlicht und einfach unerträglich!

Aber wenn eine Nachhaltigkeitsministerin so viel Verständnis für Wirtschaftsinteressen zeigt, sollte das zu Denken geben. Nie hätte ich mir träumen lassen, dass eine österreichische Regierung im Jahr 2017 plant, das Tempolimit anzuheben ... Ähnlich gewundert hab ich mich bei der Ankündigung zur Wiedereinführung von Ziffernnoten in allen Volksschulen oder zur Aufhebung des allgemeinen Rauchverbots in der Gastronomie.
Ich habe mir deshalb vorgenommen, das Koalitionsabkommen noch einmal genauer zu lesen.
Wer weiß, was da im Bildungsbereich noch auf uns zu kommt.

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PV-Akademie: Vorschau 1. Quartal 2018

Vorarlberg: Ahmad Mansour - Religiöse Radikalisierung bei jungen Menschen – Ursachen und Präventionsmaßnahmen
Vorarlberg: TaKeTiNa® - Workshop: Die Kraft des Rhythmus für mehr Energie, Kraft und Potenzialentfaltung nutzen.
Wien, Graz, Hartberg, Obersteiermark, Villach und Linz: Info-Veranstaltung mit Gary Fuchsbauer
"Was sich durch die Bildungsreform für die Arbeit von PV und SGA   ändert ..."
Information zum Pensionsrecht und Beratung

Anmeldung (erforderlich!) und weitere Infos: Auf die gewünschte Veranstaltung klicken.

2018.01.24.aV Ahmad Mansour: Religiöse Radikalisie
Vortrag Ahmad Mansour: Religiöse Radikalisierung bei jungen Menschen – Ursachen und Präventionsmaßnahmen Termin und Ort Mittwoch, 24. Jänner 2018 20.00 Uhr Dornbirn ORF ... (mehr lesen)
0,00 €
2018.02.01.aSt Hartberg: "Was sich durch die Bildu
Informationsveranstaltung/Workshop Seminar mit Gary Fuchsbauer Termin und Ort Donnerstag, 01. Februar 2018 15:00 Uhr bis 16:45 Uhr. Um 17:00 Uhr folgt die Infoveranstaltung zum Pensionsrecht mit Gary Fuchsbauer ... (mehr lesen)
0,00 €
2018.02.01.bSt Hartberg: Pensionsrecht und Pension
Informationsveranstaltung/Workshop Seminar und Beratung mit Gary Fuchsbauer Termin und Ort Donnerstag, 1. Februar 2018  17:00 Uhr. Davor, um 15:00 Uhr, findet die Informationsveranstaltung zum Bildungsreformgesetz mit ... (mehr lesen)
0,00 €
2018.02.02.aSt Graz: "Was sich durch die Bildungsr
Informationsveranstaltung/Workshop Seminar mit Gary Fuchsbauer Termin und Ort Freitag, 2. Februar 2018 15:00 Uhr bis 17:45 Uhr. Um 17:00 Uhr folgt die Infoveranstaltung zum Pensionsrecht mit Gary Fuchsbauer ... (mehr lesen)
0,00 €
2018.02.02.bSt Graz: Pensionsrecht und Pensionsber
Informationsveranstaltung/Workshop Seminar und Beratung mit Gary Fuchsbauer Termin und Ort Freitag, 2. Februar 2018  17:00 Uhr. Davor, um 15:00 Uhr, findet die Informationsveranstaltung zum Bildungsreformgesetz mit Ga ... (mehr lesen)
0,00 €
2018.02.17-18.aV TaKeTiNa® - Workshop: Die Kraft d
TaKeTiNa® - Workshop Die Kraft des Rhythmus für mehr Energie, Kraft und Potenzialentfaltung nutzen. Gerade für LehrerInnen ist der eineinhalbtägige TaKeTiNa® - Workshop zu Beginn des zweiten Semesters genau das Ri ... (mehr lesen)
ab 40,00 €
2018.02.19.aV VLI-Treffpunkt: Diskussion - Bildung
Diskussion Bildungspolitik unter neuen politischen Vorzeichen Dr. Harald Walser – Einleitendes Statement   Termin und Ort Montag, 19.02.2018 19.30 U ... (mehr lesen)
0,00 €
2018.02.22.aV Mobbing, Cyber-Grooming, Sexting - N
Vortrag Alexander Wachter: Mobbing, Cyber-Grooming, Sexting - Neue Medien - Chancen oder Gefahren? Termin und Ort Donnerstag, 22.02.2018 19.30 Uhr BHAK und BHAS Feldkirch ... (mehr lesen)
0,00 €
2018.02.26.aT Innsbruck: Bewerbungs- & Stellenbese
Informationsveranstaltung der TLI-UG Bewerbungs- & Stellenbesetzungsverfahren neu an AHS & BMHS Termin und Ort Montag, 26.2.2018 19.00 Uhr BRG in der Au, Bachlechnerstr. 35, Innsbruck Zielgruppe ... (mehr lesen)
0,00 €
2018.02.27.aT Imst: Bewerbungs- & Stellenbesetzung
Informationsveranstaltung der TLI-UG Informationsveranstaltung/Workshop Seminar mit Gary Fuchsbauer Termin und Ort Dienstag, 27.2.2018 17:00 Uhr  Um 19:00 Uhr folgt die Infoveranstaltung zum Pensionsrecht mit Gary ... (mehr lesen)
0,00 €
2018.02.27.bT Imst: Pensionsrecht und Pensionsbera
Informationsveranstaltung/Workshop der TLI-UG Seminar und Beratung mit Gary Fuchsbauer Termin und Ort Dienstag, 27.2.2018 19:00 Uhr HTL Imst, Brennbichl 25, Imst Zielgruppe LehrerInnen in AHS ... (mehr lesen)
0,00 €
2018.02.28.aT Wörgl: "Was sich durch die Bildungsr
Informationsveranstaltung der TLI-UG Informationsveranstaltung/Workshop Seminar mit Gary Fuchsbauer Termin und Ort Mittwoch, 28.2.2018 17:00 Uhr  Um 18:00 Uhr folgt die Infoveranstaltung zum Pensionsrecht mit Gary ... (mehr lesen)
0,00 €
2018.02.28.bT Wörgl: Pensionsrecht und Pensionsber
Informationsveranstaltung/Workshop der TLI-UG Seminar und Beratung mit Gary Fuchsbauer Termin und Ort Mittwoch, 28.2.2018 18:00 Uhr HAK Wörgl, Innsbruckerstraße 34, Wörgl Zielgruppe LehrerInn ... (mehr lesen)
0,00 €
2018.03.08.aOÖ Linz: Fragen der TeilnehmerInnen zu
Informationsveranstaltung/Workshop Informationsveranstaltung mit Gary Fuchsbauer Termin und Ort Donnerstag, 8. März 2018 09:00 Uhr bis 10:00 Uhr und 13:30 Uhr. Nach dem BundeslehrerInnentag V ... (mehr lesen)
0,00 €
2018.03.08.bOÖ Linz: BundeslehrerInnentag am 8. Mä
ÖLI-UG, und UBG laden alle Kolleginnen und Kollegen ein zum Oberösterreichischen BundeslehrerInnentag 2018 Der Besuch ist allen oö. BundeslehrerInnen gemäß LSR-Erlass gestattet, es ist dies nur rechtzeitig in der Direktion zu melde ... (mehr lesen)
0,00 €
2018.03.10.aW Wien: "Was sich durch die Bildungsre
Informationsveranstaltung/Workshop Seminar mit Gary Fuchsbauer Termin und Ort Samstag, 10. März 2018 09:00 Uhr bis 10:45 Uhr. Um 11:00 Uhr folgt die Infoveranstaltung zum Pensionsrecht mit Gary Fuchsbauer ... (mehr lesen)
0,00 €
2018.03.10.bW Wien: Pensionsrecht und Pensionsbera
Informationsveranstaltung/Workshop Seminar und Beratung mit Gary Fuchsbauer Termin und Ort Samstag, 10. März 2018  11:00 Uhr. Davor um 9:00 Uhr findet die Informationsveranstaltung zum Bildungsreformgesetz mit Gary Fu ... (mehr lesen)
0,00 €

Anmeldung (erforderlich!) und weitere Infos: Auf die gewünschte Veranstaltung klicken.


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Niki Glattauer zu den türkisblauen Bildungsplänen: "mehr als Retro-Politik“

Im KURIER-Talk mit Martina Salomon lässt Niki Glattauer an der geplanten Bildungspolitik der türkisblauen Koalition kein gutes Haar: „… den alten Weg zu gehen –  Gymnasium für die vermeintlich guten Kinder, die NMS für jene, die das Gymnasium nicht schaffen, und Sonderschule – das ist mehr als Retro-Politik.“
Weiters kritisiert Glattauer die geplante Wiedereinführung der verpflichtenden Ziffernbenotung in der Volksschule, denn Kinder wieder nach Noten zu klassifizieren sei das falsche Signal. Die populistische Ankündigung, das Lehrpersonal nach Leistung auf Basis von Schülerfeedbacks zu bezahlen „wäre ein Kardinalfehler, das würde auch kein Direktor machen“. „Lehrer werden jetzt schon für ihre Leistung bezahlt, wofür denn sonst?“. Auch das sture Festhalten am Gymnasium und dem „alten System der Sonderschulen zum Durchbruch zu verhelfen“, sei ein Fehler. Er „werde jedenfalls nicht aufhören“, für die gemeinsame Schule bis 14 zu kämpfen.
Die Bildungspläne der neuen Regierung seien nun einmal vor allem eines: "rückwärtsgewandt".  

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Gewerkschaften sind auch Bildungsvereine

GÖD-Vorstand beschließt Verbesserung der gewerkschaftlichen Bildungsförderung

Reinhart Sellner,
Bereichsleiter gewerkschaftliche Bildungsförderung im GÖD-Vorstand

Arbeitsplätze, Vollbeschäftigung, Verbleib im Betrieb oder an der Dienstelle im Wohnbereich und individuelle Aufstiegsmöglichkeiten hängen immer mehr von Zusatzqualifikationen ab. Das ist in der Privatwirtschaft zu einer viele Kolleginnen und Kollegen finanziell und in ihrer Freizeit belastenden Regel geworden. Immer mehr Arbeitgeber brauchen hochqualifizierte Beschäftigte, viele wollen eigene Kosten dieser Qualifizierung möglichst gering halten vermeiden.
Auch im öffentlichen Dienst und den ausgegliederten Betrieben sind berufsbezogene Weiterbildung, die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern und Arbeitsuchenden auf eigene Initiative und eigene Kosten absolvieren, gern gesehen. Öffentlich Bedienstete, Vertragsbedienstete, ASVG-Angestellte, prekär und befristet Beschäftigte, Praktikantinnen und Praktikanten sind betroffen, unter ihnen GÖD-KollegInnen, die noch kein volles Jahr Mitglieder der GÖD bzw. des ÖGB sind und die bisher keinen Anspruch auf gewerkschaftliche Bildungsförderung hatten. Die Höhe dieser Beiträge war seit Jahren unverändert und hat angesichts der jährlichen Inflation den Charakter eines Anerkennungsbeitrages bekommen. Darauf haben das Bildungsreferat und der Vorstand der GÖD reagiert.

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Prof. Biewer – UNI Wien: Türkisblaue Vorstellungen zur Inklusiv- und Sonderpädagogik zeugen von einem "erstaunlichen Maß an Ignoranz und Inkompetenz".

Müssen wir bis zur nächsten Wahl mit einer Koalition aus Inkompetenz und zweifelhafter Ideologie rechnen? Geht man bei der Analyse des türkisblauen Koalitionsprogramms ins Detail, wird man die Frage wohl mit „Ja“ beantworten müssen.

Auch beim Kapitel „Wiedereinführung der sonderpädagogischen Ausbildung“ offenbart sich die fehlende Kompetenz der Türkisen und der feste Wille des anderen Koalitionspartners, seine retrorechte Ideologie in der Politik und in der Gesellschaft nachhaltig zu verankern.
In diesem Sinne warnt auch Gottfried Biewer, Institutsvorstand für Bildungswissenschaft an der Uni Wien, im Kurier eindringlich vor den türkisblauen Koalitionsplänen zur Inklusiv- und Sonderpädagogik: „Es sind zwei Passagen des Regierungsprogramms, die ich in besonderem Maße kritisieren möchte, da sie nicht nur auf einen Abbau des Bildungsanspruchs behinderter Menschen hinauslaufen, sondern auch internationale Verträge, zu denen sich Österreich verpflichtet hat, unterlaufen“.
Es stelle sich auch die Frage, „welches ideologische Leitbild dahintersteht“, wenn der Begriff des „Sonderschulwesens“ wiederholt verwendet werde. Denn dieser Begriff „hat seine Wurzeln im NS-Staat im Reichsschulpflichtgesetz von 1938“. Heute wird in Österreich korrekterweise der Begriff „Zentren für Inklusiv- und Sonderpädagogik“ verwendet.
Die im Koalitionspapier geforderte Definition der „Ausbildungserfordernisse und Inhalte der Sonderpädagogik“, gebe es alles längst und sehr detailreich „im Qualifikationsprofil des Studiengangs nachlesbar und für jeden Menschen mit mittleren Recherchequalitäten innerhalb von wenigen Minuten auffindbar, offensichtlich aber nicht für die Personen der Verhandlungsdelegation.“
 „Von fachlicher Seite zeigen diese wenigen Passagen ein erstaunliches Maß an Ignoranz und Inkompetenz. Es bleibt zu hoffen, dass diese blamablen Sätze nicht ernst genommen werden und vor allem, dass niemand auf die Idee kommt, dies umsetzen zu wollen.“ Das sollte den neuen Bildungsminister Faßmann interessieren!

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Was bitte, Herr Faßmann, soll denn diese Aussage: „Herzensbildung und Empathie für Kinder ist nicht nur an die akademische Ausbildung gekoppelt.“?

Im Kurier-Interview gibt Heinz Faßmann erste Hinweise, wie er als Minister das neuen „Superministeriums“ nicht nur verwalten, sondern auch gestalten will. 
Dass das neue Ministerium erstmals die Agenden vom Kindergarten über die Schulen bis zur Uni umfasst, sieht Faßmann „als Chance für das Bildungswesen, wo viele Probleme an Schnittstellen, bei Bildungsübergängen, existieren. Das sollte einfacher werden, wenn alles in einem Haus ist.“
Anders als seine Vorgänger/innen wolle er als Wissenschaftler, für den „die Ideologie weit weg“ sei, mehr Sach- als Parteipolitik machen. Er wolle „fakten- und wissenschaftsbasiert arbeiten“. Und außerdem sei er Optimist.
Ein wenig mehr Optimismus und weniger das neue Bildungsprogramm der neuen Koalition im Hinterkopf, wäre beim Thema über die teilweise dramatischen Lese- und Rechenschwächen unserer Schulabsolvent/innen, wohl angebracht. Denn standardisiert Testungen der Schüler/innen vor dem Verlassen der Schule und daraus resultierende Förderungen bis 18, wird das Problem sicher nicht lösen.
Außerdem meint Faßmann:

  • Leistungsgruppen können sinnvoll sein.
  • Brennpunktschulen werden seine besondere Aufmerksamkeit erhalten.
  • Man könne jenes Geld, dass durch die Indexierung der Sozialleistungen für Kinder, die im Ausland leben, eingespart wird, für die Kinderbetreuung im Inland verwenden.
  • Sanktionen für Schülereltern, die ihrer Verpflichtung nicht nachkämen, seien überlegenswert.
  • Ausländerklassen seien in bestimmten Fällen sinnvoll. Zum Beispiel wenn „Kinder, die neu ins Land kommen, zuerst in Sprachkurse zu geben, und sie nicht unbegleitet in das Sprachbad der Mitschüler zu werfen.
  • Eine tertiäre Ausbildung für alle Elementarpädagog/innen müsse nicht sein. „Herzensbildung und Empathie für Kinder ist nicht nur an die akademische Ausbildung gekoppelt.“ (Anm. Redaktion oeliug.at: Dann reicht wohl die liebe Nachbarin mit ihrem großen Herz für Kinder als Kindergartentante. Ist auch billiger als die gscheiten Studierten. Sie wollen doch „fakten- und wissenschaftsbasiert arbeiten“!)
  • Das Kopftuchverbot für Lehrerinnen sei richtig. Über das Kopftuchverbot für Schülerinnen sollte man nicht diskutieren.
  • Um das Problem des ständig unterdotierten Bildungsbudgets, soll eine Taskforce mit dem Finanzminister helfen.
  • Studiengebühren wären nicht als Finanzierungs-, sondern als Steuerungsinstrument gedacht, um mehr Verbindlichkeit fürs Studium zu erreichen. Und bei überlaufenen Studien wird es Zugangsprüfungen geben müssen.
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ÖLI-UGs Weihnachts- und Neujahrspräsent: Das aktualisiertes Dienstrechtsskriptum für 2018.

Aktualisiert – Stand 01.01.2018: Das Dienstrechtsskriptum der Österreichischen Lehrer/innen Initiative – Unabhängige Gewerkschafter/innen für mehr Demokratie (ÖLI-UG)

 

Gary Fuchsbauer hat das Dienstrechtsskriptum auf alle relevanten Daten für das Jahr 2018 aktualisiert. Neu im Skriptum ist die von Beate Halbeisen erstellte Zusammenfassung der Power Point Präsentation Gary Fuchsbauers zum Bildungsreformgesetzes (ab S. 65 unten und auf den Seite 65a-65c).

 

Stand: 01. 01. 2018
mit Gehalts-/Zulagentabellen 2017 und 2018,

Besoldungstabellen für Überleitung Feb./März 2015,
Prüfungsgebühren 2016/17/18 und

einer Zusammenfassung der Regelungen zur Neuen Oberstufe (ab 1.9.2017/2018/2019 verpflichtend) und

zum neuen Lehrer/innen-Dienstrecht (für Neue ab 1.9.2019 verpflichtend, seit 1.9.2015 wählbar)

 


Die ÖLI-UG wünscht Ihnen erholsame und erfreuliche Weihnachtsfeiertage und einen guten Start ins neue Jahr, das für Sie ein erlebnisreiches, positives und nach Ihren Wünschen verlaufendes sein soll.

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Es ist Zeit. Höchste Zeit - gemeinsam für die soziale Wende.

Petition: Arbeit darf nicht krank machen!
Die ÖLI-UG unterstützt diese Petition, denn „es ist Zeit. Höchste Zeit - gemeinsam für die soziale Wende.“ (Reinhart Sellner)

ÖVP und FPÖ planen eine Ausweitung der täglichen Höchstarbeitszeit auf 12 und der wöchentlichen Höchstarbeitszeit auf 60 Stunden. Was bisher schon als Ausnahme möglich war, soll nun wohl vermehrt zur Regel werden. Überstundenzuschläge drohen wegzufallen, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie wird verunmöglicht und massive gesundheitliche Belastungen drohen. Ebenso sollen im Gastgewerbe die Ruhezeiten verkürzt werden. (Text Petition)
Forderung an die neue Koalitionsregierung:
• Keine Anhebung der täglichen Höchstarbeitszeit auf 12 und keine Anhebung der wöchentlichen Höchstarbeitszeit auf 60 Stunden
• Keine Verkürzung der Ruhezeiten (in Tourismus, Hotellerie und Gastgewerbe) von 11 auf 8 Stunden
• Keine Streichung von Überstundenzuschlägen
• Eine Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohn- und Personalausgleich

(Text Petition)

Setzen wir gemeinsam ein Zeichen für gute Arbeitsbedingungen!

Petition unterschreiben

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Eine Antrittsrede für Bildungsminister Faßmann

Die Österreichische Lehrer/innen Initiative - Unabhängige GewerkschafterInnen für mehr Demokratie (ÖLI-UG) begrüßt den neuen Minister im Bildungsministerium und hofft auf eine gedeihliche Zusammenarbeit.

Es ist schon Tradition, dass die ÖLI-UG den neuen Bildungsminister/innen einen Vorschlag für eine Antrittsrede macht. Der Redaktion der oeliug.at konnte trotz intensiver Recherche nicht feststellen, ob die Vorgängerinnen von Minister Faßmann von diesem außergewöhnlichen Service der ÖLI-UG Gebrauch gemacht haben. Wäre doch interessant zu erfahren, ob eine Korrelation zwischen der Verwendung der „ÖLI-Antrittsrede“ und der Dauer der Ministertätigkeit besteht. 

 

Mail an Minister Faßmann

Sehr geehrter Herr Minister Faßmann!
Ich begrüße Sie als Bundeskoordinator der Österreichischen LehrerInnen Initiative - Unabhängige GewerkschafterInnen für mehr Demokratie als unseren neuen Minister.
Wir haben Ihnen einen Vorschlag für eine Antrittsrede erstellt, die Sie gerne in jedweder Form verwenden dürfen.
In der Hoffnung auf gedeihliche Zusammenarbeit grüßt Sie herzlich Josef Gary Fuchsbauer

 

>>> Zum Vorschlag für eine Antrittsrede.

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Antrittsrede des neuen Unterrichtsministers

von:Ghostwriter Wilfried Mayr, Ehrenvorsitzender der ÖLI-UG)

 

 

Geschätzte Lehrerinnen und Lehrer!

 

Ich habe die Verantwortung für einen der wichtigsten Bereiche einer Gesellschaft übernommen, nämlich für den Bildungsbereich von der Elementarpädagogik über die Schulen bis zu den Universitäten. Diese Aufgabe ist eine ausgesprochen interessante Herausforderung und ich will ihr möglichst gut gerecht werden.
Als Erstes möchte ich mich für die Vorkommnisse der letzten zwei Jahrzehnte bei Ihnen entschuldigen. Ihnen wurden immer mehr Aufgaben aufgetragen, die Ihnen obendrein nicht abgegolten wurden oder für die Sie gar nicht zuständig waren. Ausgesprochen unprofessionell scheint mir die Vorgangsweise gewesen zu sein, Sie als SozialarbeiterInnen, PsychologInnen, Krankenpflegepersonal, Detektiv, Untersuchungsrichter, IT-Techniker und ähnliches einzusetzen. Das sind hochqualifizierte Berufe, die besondere Fähigkeiten und Ausbildungen als Voraussetzung haben, Sie haben sich aber durch Ihre pädagogische Ausbildung für den Beruf einer Lehrerin oder eines Lehrers entschieden und für nichts anderes. Für die anderen Arbeitsbereiche werde ich ausreichend Personal einstellen lassen.
Was für jedes Schulwartspersonal selbstverständlich ist, nämlich eine präzise Arbeitsplatzbeschreibung, wurde Ihnen leider bisher vorenthalten. Ich kann mir auch nicht erklären, warum es für die Lehrerinnen und Lehrer - inzwischen schon im 21. Jahrhundert - weder eine akzeptable Arbeitszeitbeschreibung noch ein Arbeitsinspektorat gibt. Diesen jahrzehntelangen Nachholbedarf gegenüber anderen Berufsgruppen werde ich aufarbeiten lassen.

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Herbstferien: Montag, 29. Oktober bis Sonntag, 4. November 2018

In Vorarlberg sind Herbstferien eigentlich schon Tradition, die von einer (gefühlten) überwiegenden Mehrheit der Schüler/innen, Lehrer/innen und Eltern geschätzt wird.
Laut Verordnung des Landesschulrates werden „... im Schuljahr 2018/2019 aus dem im öffentlichen Interesse gelegenen Grund einer landeseinheitlichen Gestaltung von schulfreien Tagen und in Übereinstimmung mit der von der Vorarlberger Landesregierung für die allgemein bildenden öffentlichen Pflichtschulen …. der 29. Oktober 2018, der 30. Oktober 2018 und der 31. Oktober 2018 schulfrei erklärt.“
Die durch die Schulfreierklärung entfallenden Schultage sind einzubringen durch Unterricht am Oster- und Pfingstdienstag sowie durch einen schulautonomen Tag. 
„Diese Verordnung findet für jene Schulen keine Anwendung, an denen der Schulgemeinschaftsausschuss bzw. das Schulforum aus besonderen schulspezifischen Gründen
einen diesbezüglichen Beschluss gefasst hat.“
Vorarlberg macht`s vor, wie Schulorganisatin und Schulpolitik möglich ist. Im Konsens, ohne Zwang, ohne Drohungen, zur Zufriedenheit (fast) aller Betroffenen. Schön wäre es, würde sich die neue Regierung diesen Weg als Vorbild nehmen. Erwarten sollten wir uns das aber nicht, müsste dafür doch das türkisblaue Koalitionsregierungsprogramm doch im Wesentlichen umgeschrieben werden. 

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Regierungsprogramm: Der klägliche Weg in die Anti-Moderne

Wie zu erwarten war, war und ist das Thema „Aufhebung des Rauchverbots“ ein Ablenkungsmanöver, um von den Maßnahmen, die wirklich von Bedeutung sind abzulenken. Studiengebühren, die Einführung des 12-Stunden-Tags, das gesamte Kapitel Bildung, die Steuergeschenke für Großkonzerne, die Kürzungen der Mindestsicherung, der unsägliche Überwachungs-, Kontroll- und Strafwahn, die absolute Bevorzugung der Wirtschaft auf Kosten der Arbeitnehmerrechte, Sozialpartner, Umwelt und allen sozialen Belangen, die unfaire, den Grundrechten widersprechende und integrationsbehindernde Behandlung von Asylsuchenden, die Demontage der Sozialpartnerschaft und Hochschülerschaft, die Beschränkung der Behindertenpolitik auf Ausbau der Sonderschulen, mehr Straßen, weniger ÖBB, die aggressiv-autoritäre Durchsetzung ihrer reaktionären Werte- und Traditionsvorstellungen, die sträfliche Vernachlässigung der Europa- und Außenpolitik, das „Kontrollmonopol" der FPÖ über die Sicherheitsorgane, den Überwachungsapparat und die Geheimdienste, sind unerträgliche, gefährliche und den sozialen Frieden gefährdende Rechts- und Rückschritte in die Vergangenheit.
Dazu ein treffender zusammenfassender FB-Kommentar von Ulrike Drack:
Habe jetzt fast das ganze Regierungsprogramm gelesen. Ich fasse zusammen: Sozialabbau an allen Ecken und Enden, Aushebelung von ArbeitnehmerInnen Rechten, Datenschutz ist eh nicht wichtig, totale Überwachung schon, verstärkte Vermittlung von "unserern" Werten und Traditionen soll v.a an Schulen und Kindergärten forciert werden, Frauen sind eh an Heim und Herd besser aufgehoben, Umweltschutz ist wurscht,  die Rechte von Arbeitgebern werden massiv gestärkt, alles Schlechte kommt natürlich vom Ausland herein. Frauen arbeiten sowieso am liebsten schlecht bezahlt und Teilzeit. Wir werden die Reichen reicher machen und die Armen ärmer. Ich wünsche uns allen, viel Spaß in den nächsten Jahren - Sarkasmus Ende.

Leseempfehlung: Die übersichtliche, ausführliche und interessante Analyse des schwarztürkisblauen Regierungsprogramms im Standard.

>>> Regierungsprogramm

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Schwarztürkisblaues Regierungsprogramm – 10 Seiten Bildung. Nur wohin?

Auf den ersten Blick erfreulich, aber ...

Die bildungspolitischen Ziele der neuen Regierung beginnen – auf den ersten Blick - schon einmal erfreulich. Eine qualitätsvolle Elementarpädagogik durch höhere Standards bei Bildung und Betreuung steht an erster Stelle der Zieldefinition. Dagegen gibt es wohl nichts zu sagen. Liest man aber die geplanten Maßnahmen, mit denen das Ziel erreicht werden soll, ist die Freude schnell getrübt. Zwischen vielen Wiederholungen und harmlosen Floskeln, wie „vorhandene Stärken stärken“, zeigt sich etwas klar: Diese Regierung setzt hauptsächlich auf konservative Werte, Kontrollen und Strafen und arbeitet sogar in ihrem Regierungsprogramm mit Ängsten und Unterstellungen. Und wer noch nicht begriffen hat, dass uns nur eine rechtsrechte Regierung vor den überall im Untergrund wuchernden unbekannten und fremden Gegengesellschaften retten kann, wird klargestellt, dass elementarpädagogische Einrichtungen nicht als Instrumente für die Förderung von gegengesellschaftlichen Modellen genützt werden dürfen. Genauso wenig dürfen Elementarpädagogen sturz betrunken in den Kindergarten kommen (steht übrigens nicht im Regierungsprogramm).  
Es wird aber noch unerfreulicher.

Spätestens in der zweiten Zielzeile wird einem endgültig klar, wie diese Rechtsregierung tickt. Das differenzierte Schulsystem soll erhalten und ausgebaut werden. Weil es sich bewährt habe. Wer immer noch gehofft hat, dass das Progymnasium Retrogeschrei der bildungspolitischen und -ideologischen Erzkonservativen im schwarztürkisen Dunst beim jungen alles Neu Kurz kein Gehör mehr findet, weiß es jetzt besser.
Das dritte Ziel ist auf dem bisherigen, falsch eingeschlagenen Weg direkt erreichbar. Die Vereinheitlichung und Standardisierung der Benotung sowie kontinuierliche Feststellung des Leistungsfortschritts. Das ist verständlich, muss doch irgendwo in den Zielen für die Bildungspolitik einer rechtskonservativen neoliberalen Regierung auch die „Leistung“ vorkommen. Genauso wie die Klarstellung, dass die Stärkung der Aufsicht über Bildungseinrichtungen und stärkere Sanktions- und Kontrollmöglichkeiten bildungspolitisch ein Muss sind.
Die letzten beiden Punkte in der Zieldefinition machen die Klammer mit dem ersten Ziel – zur Erinnerung, die Elementarpädagogik – und sollen wohl die bildungspolitisch verräterischen Pläne dieser Regierung in Watte packen. „Kreidefressen“, kurz gesagt. 5. Ziel: „Land der Meister“ – Lehre durch mehr Durchlässigkeit und moderne Ausbildungsmöglichkeiten und last and least, das Auslandsschulwesen sei eine Visitenkarte Österreichs.
Test- und Kontrollwahn
Die Aufzählung der geplanten Maßnahmen, mit denen die oben genannten Ziele erreicht werden sollen, können folgendermaßen kurz zusammengefasst werden:  Viele Wiederholungen, oft peinlich unstrukturiert, harmlose Floskeln sollen wohl als Weichzeichner der teils erzkonservativen Ansichten, den Test- und Kontrollwahn, den Hang zur Strafe und das Spiel mit den Ängsten und Unterstellungen dienen. Moderne, zukunftsorientierte oder sogar mutige Schritte nach vorne in der Bildungspolitik findet man in diesem Regierungsprogramm nicht.
>>> zum Regierungsprogramm – Kapitel Bildung

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Wer ist Heinz Faßmann, der neue Bildungsminister?

Bisher war Faßmann als Player auf der politischen Bühne noch wenigen bekannt. Die Medienleute kennen ihn, wenn überhaupt, als Vorsitzender des Expertenbeirats für Migration im Außenministerium. In dieser Funktion lernte ihn Kurz kennen und offensichtlich auch zu schätzen. Kurz traut ihm auch zu, das neue Megaressort Bildung, Universitäten, Kindergärten zu leiten.
Heinz Faßmann hat aber mehr zu bieten. In erster Linie ist er Vizerektor der Uni Wien und Professor für Raumforschung und Anthropogeographie, der "Wissenschaft über die räumliche Organisation menschlichen Handelns". Den Vergleich mit seinen Kolleg/innen auf der gestern präsentierten Minister/innenliste der schwarztürkisblauen Koalition, braucht er also sicher nicht zu scheuen. Und den meisten, die sich mit dem Thema Bildung beschäftigen, in diesem Bereich tätig sind oder/und denen die Bildung wichtig ist, wird wohl ein Stein vom Herzen gefallen sein, dass er und nicht die in den letzten Wochen immer wieder als Ministeranwärter genannten Personen, doch noch im letzten Moment zum Zug gekommen ist.
Man weiß zwar noch viel zu wenig vom neuen Bildungsminister, um eine halbwegs fundierte Einschätzung machen zu können, wie sich die österreichische Bildungspolitik unter Faßmann entwickeln wird. Im türkisblauen Koalitionspapier kann man zwar nachlesen, in welche Richtung die ÖVP und FPÖ die Bildung lenken wollen. Aber die Ankündigungen in diesem Papier sind noch sehr vage formuliert und geben einem starken Minister noch genügend Kreativitätsspielraum für eine zukunftsorientierte und vor allem ehrliche Bildungspolitik. Er kann es schaffen, wenn er das Kunststück zustande bringt, die Bildungspolitik von den parteiideologischen Fesseln zu befreien, zumindest zu lockern. Dass das für einen ÖVP-Minister nicht einfach ist, weiß man. Mit einer FPÖ im Koalitionsrücken wird diese Aufgabe sicher nicht einfacher. In dieser Hinsicht und vor allem im Sinne der Kinder und jungen Menschen in Österreich, hoffen wir, dass es Faßmann (trotzdem) schafft. Die ÖLI-UG wird ihn und seine Arbeit daran messen. Sie ist, wie bisher, immer für einen offenen, fairen und parteipolitisch unabhängigen Diskurs bereit, wird aber, wie schon in der Vergangenheit, mit aller Vehemenz gegen, für das Bildungssystem nachteilige, Entwicklungen ankämpfen.

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Wenig weiß man vom neuen Bildungsminister – ein kurzer Pressespiegel

Wie erwähnt, wissen wir noch recht wenig über den neuen Bildungsminister Heinz Faßmann. Auch in den Medien sind die Informationen sehr spärlich. Deshalb ist der von der Redaktion der oeliug.at geplante Überblick über die aktuellen Medienberichte zu Heinz Faßmann recht kurz ausgefallen.

Kurier: „Ein Riese im Mega-Ministerium“
Heinz Faßmann orte viel Reformbedarf in Kindergärten, Schulen und Unis. Er ist 62 Jahre alt, misst 2,07 Meter, wirke im direkten Gespräch besonnen und ruhig (das ist laut Bernhard Gaul nicht untypisch für sehr große Männer) und sei kein Mann der schnellen Hüftschüsse, was im Bildungsbereich auch wenig sinnvoll wäre. 

Krone: „2,07-Mann steigt auf: Heinz Faßmann wird größter Minister aller Zeiten“
Der 62-Jährige sei Kurz' Paradeexperte, insbesondere was Migrationsfragen betrifft.
Seine Uni-Karriere sei mustergültig: Erst Student, dann Vizerektor der Uni Wien. Laut Krone stach Faßmann bei der Präsentation des ÖVP-Regierungsteams durch seine Größe hervor.

 

Kleine Zeitung: „Gebürtiger Deutscher wird Minister für Bildung“

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Neue Minister/innenliste: Die Macht der FPÖ

Die ÖVP stellt sieben (+ 1 Staatssekretärin), die FPÖ sechs Minister/innen (+ 1 Staatssekretär).

Gewichtet man die Ministerien bezüglich ihrer gesellschafts- und machtpolitischen Bedeutung, hat die FPÖ im Regierungskabinett wohl mehr Gewicht als die türkise Kanzlerpartei.

Welche Durchsetzungsmacht die FPÖ gegenüber der neuen ÖVP entfaltet, zeigt sich einmal daran, dass sie die politisch großen Kaliber im Ministeriumsreigen, das Innen, -Außen-, Infrastruktur- und Sozial-und Gesundheitsministerium, besiedeln. Noch deutlicher zeigt sich, wie schwach die türkise ÖVP ist, weil sie es zulassen musste, dass ihr Koalitionspartner - mit einem politischen Spektrum von rechts bis ultrarechts - zukünftig den Innen- und den Verteidigungsminister stellt. Das Bundesheer, die Militärpolizei, die normale Polizei, die Auslandsgeheimdienste (Heeresnachrichtenamt, Heeresabwehramt) und der Inlandsgeheimdienst (Bundesamt für Verfassungsschutz) sind damit allesamt in der Hand von FPÖ-Ministern. Der FPÖ unterstehen also all diese Einrichtungen – das kommt einem "Kontrollmonopol" von Sicherheitsorganen, Überwachungsapparat und Geheimdiensten gleich, warnt die Onlinepetition #aufstehen: „FPÖ-Kontrollmonopol stoppen!“.
Irgendwie erweckte Kurz in den letzten zwei Wochen den Eindruck, dass er froh ist, nicht mehr Ministerien übernehmen zu müssen. Er tat sich sichtlich schon schwer, seine sieben Ressorts zu besetzen. Durfte man bisher hinter seinen, oft nur schwer und manchmal nicht nachvollziehbaren Aktionen und Entscheidungen irgendwelche Strategien vermuten, ist das nach dieser, offensichtlich von Chaos geprägten Zusammenstellung seines Ministerteams, nicht mehr möglich.

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Rektor Bast: Studiengebühren sind Bildungs- und wirtschaftspolitischer Unfug

Die schwarztürkisblaue Koalition in spe ließ gestern verlautbaren, dass sie vereinbart habe, allgemeine Studiengebühren einzuführen. Das sei „sind Bildungs- und wirtschaftspolitischer Unfug“, meint dazu der Rektor der Universität für angewandte Kunst Wien, Gerald Bast.
„Wir brauchen mehr Menschen mit höherer Bildung. Und nicht weniger.“
In einer Presseaussendung warnt Bast eindringlich vor der Einführung von allgemeinen Studiengebühren: "Wer solche Maßnahmen setzt, ignoriert die Notwendigkeiten einer immer komplexer werdenden Gesellschaft und Wirtschaft. Angesichts der fortschreitenden technologischen Revolution, die in den nächsten zwanzig Jahren bis zu fünfzig Prozent der bestehenden Arbeitsplätze gefährdet, und angesichts der Tatsache, dass die Gefahr des Abgleitens unserer Gesellschaft in eine populistische Politik mit scheinbar einfachen Antworten auf komplexe Herausforderungen ständig zunimmt, brauchen wir mehr Menschen mit höherer Bildung. Und nicht weniger."
Verantwortungslos gegenüber der Zukunft unserer Gesellschaft, Wirtschaft und der jungen Generation sei eine Politik, die tendenziell Menschen von höherer Bildung abhalte.
"Eine verantwortungsvolle Politik muss Anreize setzen, - neue Anreize für neue, disziplinenübergreifende Studienangebote mit einem Fokus auf holistisches Denken", appelliert Bast an die verantwortlichen Politiker/innen. Denn es brauche mehr Menschen aus allen Generationen, die an den Universitäten und Hochschulen studierten, - aber mehrheitlich ganz andere Arten von Studien. Denn in der Wissenschaft und Forschung sei ein neues „holistisches Denken“ erforderlich und es müsse mehr auf die systemischen Effekte als auf die engen Ziele geachtet werden.
>>> zur Presseaussendung

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Verpflichtende Fortbildung oder doch Urlaub? Herbstferien für alle Schüler/innen

Laut Medienberichten sollen die schwarztürkisblauen Koalitionsverhandler/innen einen weiteren bildungspolitischen Reformschritt vereinbart haben: Herbstferien für alle – von der Volksschule bis zu den AHS und BMHS.Interessant ist, dass die Information an mehrere Bundesländerzeitungen gespielt wurde, wie derStandard.at berichtet.

Koalitionärer "Paukenschlag" - Schüler/innen sollen „schulfrei haben oder auf Urlaub gehen

Die Kleine Zeitung sieht in den geplanten zentral Verordneten Ferien vom 26. Oktober bis zum 2. November sogar einen „Paukenschlag der künftigen Regierung“. Die Schüler/innen sollen laut Information des Blattes „schulfrei haben oder auf Urlaub gehen können“.

Verpflichtende Fortbildung für Lehrer/innen - ein kluger und kostenneutraler Motivator

Das Lehrpersonal soll weder frei haben, noch auf Urlaub gehen dürfen. Sie müssen sich in dieser Woche verpflichtend fortbilden.Wohl an, nach der Wiedereinführung der verpflichtenden Ziffernoten in der Volksschule, ein weiterer Beweis für die hohe Entscheidungskompetenz in Bildungsfragen der zukünftigen Koalition. Diesmal überrascht sowohl die gesamtheitliche Erfassung und die ausgewogene Beurteilung der Sachlage, als auch die Weitsichtigkeit des Verhandlungsteams.

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Hirnforscher Manfred Spitzer in der „Focus“-Sendung des ORF Vorarlberg

Eine Hörempfehlung: „Focus“ - vorarlberg.ORF.at
Der Zusammenhang zwischen Bewegung in der Natur und dem „Wachstum“, der Leistungssteigerung und der Erhöhung der Kreativität des Gehirns ist das Thema in der aktuellen Vortragsreihe des Hirnforschers Manfred Spitzer. 

Anhand wissenschaftlicher Erkenntnisse beweist Spitzer, dass vor allem Kinder – aber auch Erwachsene bis ins hohe Alter, „die in Betonwüsten leben“, eine signifikant reduzierte Kreativität aufweisen als Menschen, die sich häufig in der Natur bewegen. Nach einem ausgiebigen Spaziergang oder einer Joggingrunde im Wald, seien die Kinder „besser drauf und könnten besser denken“. Passiere das Ganze noch in einer Gruppe, habe das zudem eine sehr positive Wirkung auf die Psyche des Menschen. Auch Musik, Tanz, Theater und das Tun mit den Händen sei für Kinder enorm wichtig, wobei Spitzer betont, dass er damit nicht das Wischen über die Laptop-Oberfläche meint (vorarlberg.ORF.at)

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„Autonomiepaket“ - Auswirkung auf die Klassen- und Gruppengröße

Das Bildungsreformgesetz 2017 tritt zwar erst mit 1. September 2018 in Kraft. Aber die im Schulorganisationsgesetz SchOG § 8a neu geregelte Festlegung der Klassengröße, Teilungszahlen (Gruppengröße) und MindestschülerInnenzahl für alternative Pflichtgegenstände, Freifächer und Förderunterricht usw. gilt bereits für die Planung des Schuljahres 2018/19. Also bereits für die provisorische Lehrfächerverteilung im Frühjahr 2018.
Die Regelung im Bildungsreformgesetz 2017 (Autonomiepaket) bezüglich der Klassen-und Gruppengröße führen in der Schulorganisation teilweise zu gravierenden Änderungen.
Die Schulleitung legt die Klassen- und Gruppengröße fest:
Die Klassen- und Gruppengröße und die Mindestgrößen für alternative Pflichtgegenstände, Freifächer und Förderunterricht werden nicht mehr zentral durch die bisherig gültige „Teilungszahlenverordnung“ geregelt, sondern laut SchOG § 8a (1) Z 1 – 7 hat der Schulleiter oder die Schulleiterin diese festzulegen.

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TaKeTiNa® - Workshop: Die Kraft des Rhythmus für mehr Energie, Kraft und Potenzialentfaltung nutzen.

Gerade für LehrerInnen ist der eineinhalbtägige TaKeTiNa® - Workshop zu Beginn des zweiten Semesters genau das Richtige, um neue Energie- und Kraftressourcen aufzubauen.
Unterrichten ist ein schöner Beruf. Eine Arbeit, die Sinn macht. Eine Aufgabe, die erfüllt. Eine Tätigkeit, die motiviert.
Unterrichten ist aber auch ein anstrengender Beruf. Eine Arbeit, die den ganzen Menschen fordert. Eine Aufgabe, die auch belastende Momente kennt. Eine Tätigkeit, die vollen Einsatz verlangt.
Achten wir also darauf, dass die beträchtlichen Anforderungen unseres Berufes uns nicht an die Grenzen der Belastbarkeit bringen.
Ein TaKeTiNa® - Workshop zu Beginn des zweiten Semesters ist dafür genau das Richtige.

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Impressionen von der Protestveranstaltung in Linz

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Vortrag Ahmad Mansour: Religiöse Radikalisierung bei jungen Menschen – Ursachen und Präventionsmaßnahmen

Der Psychologe Ahmad Mansour lebt seit zwölf Jahren in Deutschland und beschäftigt sich mit Projekten und Initiativen, die Extremismus bekämpfen und Demokratie und Toleranz fördern. Er ist Programmdirektor der „European Foundation for Democracy“ in Brüssel, Vorsitzender Sprecher des Muslimischen Forums Deutschland e.V. sowie Familienberater bei Hayat, einer Beratungsstelle für Deradikalisierung.
Bis zum Ende des Jahres 2016 war Mansour außerdem Gruppenleiter beim Heroes-Projekt in Berlin. Darüber hinaus führt er Schulungen mit der Polizei, PädagogInnen und Sozialarbeitern durch, unter anderem u¨ber Indikatoren und mögliche Präventionsansätze gegen Radikalisierung, Unterdrückung im Namen der Ehre und gegen Antisemitismus.

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Stellenausschreibung für VS und NMS Lehrer/innen

Österreichisch-Ungarischen Europaschule in Budapest

 

An der Österreichisch-Ungarischen Europaschule in Budapest  werden für das Schuljahr 2018/19 Lehrkräfte mit dem Lehramt für  

  • Volksschulen
  • Hauptschulen (NMS):
    Deutsch oder Englisch in beliebiger Kombination

gesucht.

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Petition: Ausbildung statt Abschiebung

Petitionstext: Das Erfolgsprojekt „Lehre für Asylwerbende in Mangelberufen“ ist in Gefahr. Aktuell nehmen die negativen Asylentscheidungen auch für Menschen in Lehre zu. Es ist zu ersten Abschiebungen gekommen – direkt vom Lehrplatz. Dies sorgt für massive Verunsicherung bei den betroffenen Lehrlingen und den Betrieben. Daher fordern wir von der Bundesregierung, die Aussetzung der Abschiebungen von Menschen in Lehre und Ausbildung!
Begründung:
Eine der größten Chancen für die Integration ist die Eingliederung von geflüchteten Menschen in den Arbeitsmarkt. Eine Chance für die Betroffenen selbst, aber auch für die Unternehmen und unsere Gesellschaft. Die Lehre in Mangelberufen ist eine der wenigen Beschäftigungsmöglichkeiten für Asylwerbende. Denn gerade im Bereich der Mangelberufe suchen Betriebe händeringend nach Arbeitskräften. Die Lehre für Asylwerbende ist hier eine riesige Chance, die uns nicht genommen werden darf.
Im Namen aller Unterzeichner/innen.
Linz, 30.11.2017 (aktiv bis 10.01.2018)

>>> PETITION UNTERSCHREIBEN

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Podiumsdiskussion: Gesamtschulregion Vorarlberg

Die Schul- und Bildungspolitik ist seit Jahrzehnten ein Streitthema in Österreich. Vorarlberg hat einen anderen Weg eingeschlagen und möchte die Gemeinsame Schule bis 2025 einführen. Was waren die vergangenen Entwicklungen, wie ist der Ist-Stand und was werden zukünftige Herausforderungen sein? Wie wird die Zukunft der Schule (Gemeinsame Schule, Gymnasium, Duales Ausbildungssystem, „Sonderschule“ etc.) aussehen?

Neue Spielräume: Schulmodellregion Vorarlberg - Eine Vorbildfunktion?

 

14.12.17 ab 19.30  findet am Dornbirner Spielboden

Diskutierende:
Harald Walser (Bildungsexperte, ehem. Lehrer und Direktor am BG Feldkirch)
Wolfgang Türtscher (Landessprecher Pro Gymnasium, Lehrer am BG Bregenz Blumenstraße)
Astrid Thaler (Mittelschullehrerin)

Moderation:
Christoph Šelner

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Die aktuelle SteiLeZeit

Editorial: Nach dem Ergebnis der Nationalratswahlen des vergangenen Oktobers sind die politischen Weichen im Land umgestellt. Die Sozialdemokratie muss ihre bisherige Führungsrolle in der Regierung abgeben und wird, obwohl immerhin noch zweitstärkste Partei, den Gang in die Opposition antreten. Die Grünen mussten überhaupt Ade sagen! Sie sind in der nächsten Legislaturperiode im österreichischen Parlament nicht mehr vertreten. Österreich wird in der kommenden Legislaturperiode wohl von einer ÖVP/FPÖ-Koalition regiert werden, wie zu Beginn der 2000er Jahre schon einmal, was die meisten von uns sicher noch in Erinnerung haben. Teils mit Grauen, teils mit abgeklärter Gelassenheit. Was die politische Zukunft bringt, wird sich erst weisen. „Änderungen“ und „Neues“ haben sowohl Kurz als auch Strache diffus in Aussicht gestellt. Was das sein wird, ist vor allem aus den rhetorischen glatten, dafür inhaltsleeren Schwafelreden des Wahlsiegers bislang nicht hervorgegangen. In der Bildungspolitik ist mit Neuem wohl kaum zu rechnen, außer dass das Bildungsministerium mit Sicherheit neu besetzt wird. Ansonsten wird das Neue ein betont Altes sein! Die Bildungspolitik wird fraglos einen akzentuiert rechtkonservativen Einschlag haben.

Unsere FCG-Vertreter wird das durchatmen lassen, ja freuen – ihr heiliges Gymnasium wird es weiter geben, auch wenn  mittlerweile alle froh sein könnten, hätte die von den FCGlern vergötzte AHS wenigstens das Niveau des 1. Klassenzuges der einstigen Hauptschule. Aber bitte – der Typenname Gymnasium ist jetzt einmal gesichert!

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Protest in Linz gegen Sozialabbau, ÖVPFPÖ OÖ und Schwarztürkisblau

Bericht der Solidarwerkstatt, „Für ein freies, solidarisches, neutrales und weltoffenes Österreich“, über die Demonstration gegen Kürzungen bei Arbeit, Familie, Sozialem, Jugend und Kultur in Linz:

 

Am 4. Dezember marschierten 2.000 Menschen gegen die Kürzungspolitik der Oö. Landesregierung bei Arbeit, Familie, Sozialem, Jugend und Kultur! Aufgerufen dazu hat die "Plattform für ein lebenswertes Oberösterreich". Am 5. Dezember in der Früh versammelten sich 4.000 Beschäftigte auf Aufruf der Gewerkschaften vor dem Landhaus, um gegen den Sozialabbau zu protestieren. 1.500 Menschen protestierten bereits am 23. November gegen die geplante Einführung von Kindergartengebühren.

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Petition: Schluss mit Steuergeschenken für Reiche und Konzerne!

Jetzt Petition unterschreiben

 

Die prominenten Fälle in den Paradise-Papers dürfen nicht vom grundsätzlichen Problem ablenken: Es sind die Regierungen der großen Industrieländer, die für dieses ungerechte System verantwortlich sind. Dadurch gehen uns allen jährlich hunderte Milliarden Euro für Soziales, Bildung und Gesundheit verloren.
Auch die zukünftige österreichische Regierung plant schon die nächsten Steuergeschenke für Reiche und Konzerne - auf Kosten von uns allen.
Damit muss Schluss sein!


Jetzt Petition unterschreiben

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attac: Schluss mit Steuergeschenken für Reiche und Konzerne!

Petition zu Schluss mit Steuergeschenken für Reiche und Konzerne!

Durch Steuersümpfe, in denen Reiche und Konzerne ihr Geld bunkern, gehen uns allen jährlich hunderte Milliarden Euro für Soziales, Bildung und Gesundheit verloren. Dabei sind es die Regierungen der großen Industrieländer, die für dieses ungerechte System verantwortlich sind. Auch Finanzminister Schelling blockiert auf EU-Ebene wichtige Maßnahmen gegen Steuersümpfe: Er ist dagegen, dass Konzerne in jedem Land öffentlich machen müssen, wie hoch ihre Gewinne sind und wieviel Steuern sie zahlen. Er blockiert Maßnahmen gegen mehr Transparenz bei Briefkastenfirmen.

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ÖVP und FPÖ wollen Schulrankings: Was ist das Ziel so einer Maßnahme? Bildungsgerechtigkeit?

Geht es nach ÖVP und FPÖ, sollen auch bei uns alle Bildungsdaten veröffentlicht werden. Ein Schul-Ranking mit den besten und schlechtesten Schulen des Landes wäre damit möglich. Die Daten gibt es bereits, schreibt Bernhard Gaul in Kurier: „VP-FP will Rankings ermöglichen: Wie gefährlich sind gläserne Schulen?“.
Gegen die von Schwarztürkisblau angestrebte Veröffentlichung der Ergebnisse der Zentralmatura und der seit wenigen Jahren zentral erhobenen Bildungsstandards sprechen sich gegenüber dem Kurier Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE Lehrer in der GÖD, Bildungsministerin Sonja Hammerschmid und Jürgen Czernohorszky, Bildungs-Stadtrat von Wien aus. Kimberger befürchtet ein Schulranking, das schlecht gereihte Schulen vor große Probleme stellen würde, zum Beispiel dass diese Schulen „kein Personal mehr finden“. Die Bildungsministerin warnt davor, die Ergebnisse der Bildungsstandardtests „unkommentiert zu veröffentlichen“. Czernohorszky ist überzeugt, dass eine „Veröffentlichung von Schulrankings … zu einer Stigmatisierung von Schulen“ und zu „einer verstärkten sozialen Selektion im Schulsystem“ führen und damit die „Arbeit an Schulen mit größeren Herausforderungen … noch schwieriger“ würde.
Dies bestätigt auch Uni-Wien-Bildungsforscher Stefan Hopmann dem Kurier. Durch eine Veröffentlichung der Testdaten ließe sich niemals die Qualität einer Schule beschreiben. Und weil sich die Pädagogen als auch Eltern vermehrt die besseren Schulen aussuchen würden, käme es - noch stärker als bisher - zu einer "massive[n] Ungleichverteilung."
Dem stimmt Uni-Wien-Bildungspsychologin Christiane Spiel im Kurier zu. Grundsätzlich sei sie für eine Kultur der Transparenz, aber das gehe

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HTL in Shkodra/Albanien: Schüler/innen unterstützen, das hilft - allen. Nachhaltig.

Die ÖLI-UG bittet Sie um Ihre Hilfe:

Unterstützen Sie die SchülerInnen der HTL für Kommunikationstechnik in Shkodra/Albanien mit einer Spende.

 

Sinnvolle Unterstützung von jungen Menschen, die unsere Hilfe brauchen, damit sie eine gute Ausbildung machen können, ist für sie mehr als eine Sach- oder Geldspende, etwas Nützliches, das man jetzt gerade gut gebrauchen kann. Für diese Menschen ist unsere Unterstützung vorallem eine Anerkennung und Wertschätzung ihrer Person und dem was sie tun. Das wirkt und verbindet – nachhaltig. 

 

In diesem Fall brauchen die Schüler/innen der Österreichische Schule (HTL) in Shkodra/Albanien ihre Unterstützung:
Sepp Fasching, unser langjähriger Mitstreiter in der Österreichischen LehrerInnen initiative (ÖLI-UG), ist seit diesem Herbst Leiter der Skola Austriake, einer HTL für Kommunikationstechnik in Shkodra in Albanien.
Karl Ablinger besuchte Sepp Fasching in seiner Schule und hat darüber im Kreidekreis 6/2017 einen kurzen Artikel geschrieben, in dem er die hervorragende Arbeit, die an dieser Schule vom Team um Sepp Fasching geleistet wird, würdigt. Er schildert aber auch, dass viele Familien sich das Schulgeld für ihre Kinder nicht leisten können und daher auf Spenden und Stipendien angewiesen sind.

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ORF Vorarlberg: "Kultur nach 6" statt "Gute Nacht, Kultur"!

Für den Erhalt von Kulturabteilung und -berichterstattung beim ORF Vorarlberg

Ohne plausiblen und nachvollziehbaren Grund wurde die Sendung ‚Kultur nach 6‘ durch die Entscheidung des ORF–Landesintendanten Markus Klement von 18:00 auf 20.00 Uhr verlegt.  Mit dem Verweis auf diesen unattraktiven Sendeplatz befürchten Redakteure wie auch viele HörerInnen den Anfang vom Ende dieser Sendung. Viele sehen darin auch eine persönliche Attacke des autokratisch agierenden Intendanten gegen die Kulturabteilung.

Der ganze Vorgang um die Sendung ‚Kultur nach 6‘ stellt ein einziges Trauerspiel dar. Fadenscheinige Begründungen, wie ein scheinbar sich änderndes Konsumverhalten oder Programmwünsche von imaginären Hörern, werden vorgeschoben, um ein bewährtes Sendeformat auf das Abstellgleis zu schieben. Die Verschiebung von Sendungen ist ein bewährtes Mittel, um Sendungen aus- und Redakteure auflaufen zu lassen. Sinken in der Folge die HörerInnenzahlen, ist der Grund geschaffen, um die Kulturabteilung im ORF Vorarlberg weiter zu reduzieren. Von einer offensiven, vielfältigen und qualitätsvollen Kulturberichterstattung – wie es ORF-Gesetz und Leitbild des ORF verlangen – entfernt man sich damit ohne große Diskussion immer mehr!

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mosaik* „Dieses Bildungsprogramm ist vor allem eines: Reine schwarz-blaue Ideologie“

Das Bildungsprogramm der ÖVP-FPÖ Regierung bringt Pädagogik wie vor einem halben Jahrhundert, Segregation und rassistischen Populismus. Franka Wieser hat es in einem Blog für mosaik-politik neu zusammensetzen* analysiert:


Blau-Schwarze Pädagogik. Das Bildungsprogramm von ÖVP und FPÖ führt in eine düstere Zukunft

 

Wenn man ein Schlagwort finden müsste, das sich durch das schwarz-blaue Bildungsprogramm zieht, wäre es: Leistung. Was zählt, ist immer die Leistung. Die Leistung der Schüler und Schülerinnen, aber auch die der PädagogInnen. Es soll Schluss sein mit „linken“ Illusionen, in denen Schule als ein Ort verstanden wird, in dem sich Kinder entfalten können, ihre Potenziale entdecken, Teilhabe und Inklusion erfahren oder voneinander lernen.
In ihrem interessanten Blog „Blau-Schwarze Pädagogik. Das Bildungsprogramm von ÖVP und FPÖ führt in eine düstere Zukunft“ liefert Wiesner eine interessante Analyse über das "Bildungsprogramm" der Schwarztürkisblauen. Ein Thema, das uns ja in diesen Tagen (leider) intensiv beschäftigt.

Folgende Themen hat sie dabei genauer unter die Lupe genommen – eine grobe Zusammenfassung, die das Lesen des Blogs nicht ersetzen kann und will, sondern dazu anregen soll:

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Die „Notenwahrheit“ gibt es leider nicht!

Presseaussendung des „Schulautonomie Monitoring Österreich“ zu den Eckpunkten Bildung der ÖVP-FPÖ-Untergruppe im Rahmen der Regierungsbildungsverhandlungen: „Zentralistische Geiselnahme der Volksschulen durch Ziffernnotenverpflichtung – wie passt das mit Schulautonomie zusammen?
schau monito, ein überparteiliches Netzwerk für kindgerechte Schulen, ist über das Ergebnis der ÖVP-FPÖ-Untergruppe Bildung, die Ziffernnoten in der Volksschule wieder verpflichtend einführen zu wollen, verwundert. Damit würde das Schulreformgesetz (2016) ausgehebelt, das den Volksschulen ermöglicht, vor Ort und schulpartnerschaftlich über die Einrichtung altersheterogener Lerngruppen ebenso wie über eine Form der individuellen, leistungsfördernden alternativen Beurteilung der Kinder in den ersten drei Schuljahren zu entscheiden. Diese Möglichkeit sei den LehrerInnen nicht aufs Auge gedrückt worden, sondern sei durch tausende Schulversuche österreichweit, die das jahrzehntelang erprobt haben, entwickelt worden.
Wäre es so einfach, dass mit der Vergabe „klarer Noten“ vom ersten Schultag an auch die Leistungen der Kinder steigen: Wer sollte etwas dagegen haben?
Zwei große Trugschlüsse stehen dem entgegen:
Die „Notenwahrheit“ gibt es leider nicht und die Gleichsetzung von Ziffernnoten mit Leistung ist eine sehr alte, aber leider auch nicht dem Lernalltag von Kindern entsprechende Kausalbehauptung.
>>> Link zur presseaussendung

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Die ÖLI-UG gratuliert: Gerald Bast zum Rektor der Universität für angewandte Kunst Wien einstimmig wiedergewählt

Wien (OTS) - Mit großer Freude gibt der Vorsitzende des Universitätsrates der Universität für angewandte Kunst Wien, Thomas Jakoubek, bekannt, dass Gerald Bast für eine weitere Periode zum Rektor der Angewandten gewählt wurde. "Rektor Gerald Bast bleibt der Angewandten weiterhin treu und das freut uns sehr", so der Unirats-Vorsitzende. Bast war dem Universitätsrat durch den Senat der Angewandten vorgeschlagen worden und dieser hat Bast einstimmig für die Periode 2019 bis 2023 gewählt. "Rektor Bast überzeugt durch sein leidenschaftliches Engagement und durch seine großen Erfolge bei der inhaltlichen, organisatorischen und finanziellen Weiterentwicklung der Angewandten. Sowohl der Senat als auch der Unirat möchten seinen innovativen und beispielhaften Weg mit ihm weitergehen. Die Angewandte wurde unter seiner Leitung zu dem international und national angesehensten und renommiertesten Kompetenzzentrum für künstlerische und wissenschaftliche Bildung und Forschung", so Jakoubek.
>>> zur Presseaussendung

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Reaktionen zum ÖVP-FPÖ Bildungspaket: Die Schulen brauchen anderes …

Medienberichte zu den bisherigen Ankündigungen zum Bildungspaket der werdenden schwarztürkisblauen Koalition:

 

Kommentar: Lisa Kogelnik – derStandard.at: Die Lücken im türkis-blauen Bildungsprogramm

Die Notenpflicht in der Volksschule ist ein Symbol. Die Schulen brauchen anderes:

Aufgewärmt oder rückwärtsgewandt: So lässt sich das meiste, was bisher aus dem Bildungsprogramm von ÖVP und FPÖ bekannt wurde, zusammenfassen.

Die Wiedereinführung der Notenpflicht, nachdem von SPÖ und ÖVP die alternative Beurteilung ermöglicht wurde, fällt laut Lisa Kogelnik in die Kategorie Rückwärtsgang. Nach fast 50 Jahren erfolgreichen Schulversuchen und einer seitdem breiten Akzeptanz der verbalen Beurteilung bei Schüler/innen, Eltern und Lehrer/innen. (Siehe auch: „Viel heiße Luft aus den Verhandlungsräumen der Koalition“).

Nichts Neues ist die Abschaffung der siebenteiligen Notenskala an den Neuen Mittelschulen, Bekenntnis zum Ausbau der Ganztagsschule und das zweite Kindergartenjahr.

Was fehlt, ist viel, zum Beispiel das Bekenntnis zu einer akademischen Ausbildung für KindergartenpädagogInnen, eine bessere LehrerInnenausbildung und mehr Personal, um mit den zunehmend heterogenen Klassen zurechtzukommen.

Zusätzliches Geld scheint es von ÖVP und FPÖ für die Polizei zu geben, aber nicht für Schulen. Das zeigt, dass die Prioritäten der kommenden Regierung nicht in der Bildung liegen.

 

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Angewandte-Rektor Bast: Immer weniger kulturellen Bildung ist eine Katastrophe

Der Rektor der Universität für angewandte Kunst Wien, Gerald Bast, fordert in einer Presseaussendung „eine Bildungsreform mit gravierender Stärkung der kulturellen Bildung“.

Er bringt sich damit in die Diskussion zum Thema Bildung rund um die Regierungsverhandlungen ein. Seine Forderung ist wohl begründet und ist ein Beitrag, oder zumindest ein Versuch, die aktuelle Bildungsdiskussion auf eine seriöse Basis zurückzuführen

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Viel heiße Luft aus den Verhandlungsräumen der Koalition

Außer einer Verschärfung der "Ausländergesetzgebung" war bisher wenig Konkretes, aber viel Substanzloses aus den Reihen der KoalitionsverhandlerInnen zu vernehmen.

Zum Beispiel das Thema Bildung:
Sparen
Sie wollen das jährliche Bildungsbudgetloch nicht mehr ausgleichen. Dass es sich dabei um ein strukturelles Defizit handelt wird nicht erwähnt. Und schon gar nicht geredet wird darüber, wie die mindestens 600 Mio. Euro eingespart werden sollen. Es hat den Anschein, es ist ihnen komplett egal. Weil es nicht zu ihrem Ankündigungspolitikpopulismus passt? Übrigens nichts Neues, dieses primitive Spiel kostete schon der Finanzminister der alten Koalition jedes Jahr grenzwertig aus – damals wie heute ein unerträgliches Schauspiel.
Schulnoten wieder verpflichtend

Die Schulnoten für die Beurteilung der Volksschulkinder soll wieder verpflichtend eingeführt werden, nachdem von SPÖ und ÖVP die alternative Beurteilung ermöglicht wurde. Nach fast 50 Jahren erfolgreichen Schulversuchen und einer seitdem breiten Akzeptanz der verbalen Beurteilung bei   Schüler/innen, Eltern und Lehrer/innen. Weshalb also die abrupte Rückkehr zu den Ziffernnoten? Das meiststrapazierte Argument, die Ziffernnoten seien gerechter, ist, mit Verlaub, aufgrund der diesbezüglichen Erkenntnisse, seit einigen Jahrzehnten ein „Schmarren“. Ziffernnoten sind nur „scheinbar gerecht“! Den lehrreichen Bericht des ORF: „Ein Einser ist ein Zweier ist ein Dreier“ sollten sich die für das Bildungskapitel zuständigen Damen und Herren – inklusive Bildungsexperten – bitte aufmerksam ansehen. Gegen die Wiedereinführung des alten Notensystems „formiert sich in Vorarlberg Widerstand. An 130 von 175 Volksschulen gibt es derzeit die alternative Leistungsbeurteilung. Für Landespflichtschulinspektorin Karin Engstler und viele Direktoren bedeuten die Pläne der künftigen Regierung ein Rückschritt“, berichtet Gerold Riedmann in der VN.
Bildungspflicht
Auch die Ausbildungspflicht wurde bereits von der rot-schwarzen Koalition eingeführt. Bis zum 18. Lebensjahr. Der Unterschied: Das schwarztürkisblaue Modell sieht vor, dass Schüler/innen, die in einer Abschlussprüfung mit 14 zu wenig, noch unklar definierten Grundkompetenzen vorweisen können, weiter die Schulbank drücken müssen. „Obwohl vielleicht eine Lehre besser wäre? Obwohl es ja das Prinzip der dualen Ausbildung (Berufsschule, Lehre) gibt?“, fragt Hans Rauscher in seiner Kolumne: „Koalitionsverhandlungen: Klingt gut, aber bei näherem Hinsehen ...“ (derStandard). Und weitere Fragen drängen sich ihm auf: „Wird hier ein neuer Aspekt ins Spiel gebracht, um die ungeliebte alte Koalition zu desavouieren? Um den wachsenden Eindruck, dass die Koalition außer einer Verschärfung der "Ausländergesetzgebung" noch nicht viel Konkretes und schon gar keine "Leuchtturmprojekte" zustande gebracht hat, zu zerstreuen?“
Die Antworten kennen wir.

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Erfolgreicher Gewerkschaftsprotest in Linz: Jetzt doch 2,33% (bis € 3.400,-) in OÖ

Dazu Reinhart Sellner (UGÖD): „Auch wenn der Gehaltsabschluss für die Landesbediensteten in Oberösterreich nur zum Teil unseren Vorstellungen entspricht, sehe ich es als solidarischen Erfolg der vier Gewerkschaften, für die 70-90% KollegInnen mit niedrigen und mittleren Einkommen und ein gewerkschaftlich-politisches Zeichen dafür, dass die Strategen der ÖVPneu/FPÖ-Regierung auch auf Bundesebene mit dem gemeinsamen Widerstand gegen Sozialabbau und Einsparungen auf Kosten der öffentlich Bediensteten und zu Lasten aller ArbeitnehmerInnen rechnen müssen.“
Die Zahlen: Bis zu einem Monatsgehalt von € 3.400,- wurde eine Gehaltserhöhung von 2,33 % vereinbart. Wer mehr verdient, erhält einen monatlichen Fixbetrag von € 79,20. Damit ist garantiert, dass bis zu einem Einkommen von € 4.230,- zumindest die Inflationsrate abgegolten ist.

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